Autoren-Archive: Hagen Nickele

Timo Szumnarski (Technischer Direktor 1. FCW)

Vielleicht der interessanteste Wechsel im Berliner Fußball in dieser Winterpause: Timo Szumnarski (gr. Foto), bisher Sportlicher Leiter bei Bezirksligist BFC Meteor 06, fängt in gleicher Funktion beim 1. FC Wilmersdorf an. Mit dabei: Trainer Mustafa Öner, der ebenfalls aus dem Wedding an die Blisseritze wechselt und dort Mohamed Yassiné ablöst.

Szumnarski stieg als Übungsleiter 2014 mit Hertha 03 in die Oberliga auf und wurde zum Amateurtrainer des Jahres in Berlin gewählt. Über die Gründe der folgenden Vereins- und Funktionswechsel berichtet er im Interview mit Berlinsport Aktuell.

 

In der Halle schon dabei: Robert Häsen

In Wilmersdorf hat der 38-Jährige zunächst den Klassenerhalt als Ziel - mit Robert Häsen (Foto l.), der vom Regionalligisten FSV Luckenwalde zurückkehrt, und weiteren Neuzugängen soll das Unterfangen in die Tat umgesetzt werden.

Das Gespräch fand am Rande des Berlinliga-Hallenturniers vergangenen Samstag in der Sömmeringhalle statt.

 

Text + Foto: Berlinsport Aktuell/ Hagen Nickelé

 

Großes Foto: FASS (rote Spielkleidung) im letzten Vorrundenspiel gegen die Icefighters Leipzig

Alter Hase im Eishockeygeschäft: Trainer Doug Kacharvich

Nur vier Siege aus 30 Spielen: mit dieser Bilanz hat es für FASS Berlin in der Eishockey-Oberliga Nord nur für den letzten Platz gereicht. Nun geht es in die Qualifikationsrunde, in der die Akademiker noch 14 Spiele haben, um den Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz 6 wettzumachen - aktuell beträgt dieser schon 11 Punkte. Ansonsten drohen die Play-Downs um den Klassenverbleib.

Der bisherige Trainer Oliver Miethke zeigt sich im Interview aber optimistisch, dass die Mannschaft die Aufgabe erfolgreich bewältigt. Um einen neuen Anreiz zu setzen, hat der Verein mit Doug Kacharvich (69, Foto oben) einen erfahrenen Coach verpflichtet, um die Aufgabe anzugehen. Miethke selbst wird sich mehr mit dem Aufgabenbereich eines Sportdirektors befassen.

Das Gespräch mit Oliver Miethke fand im Anschluss an die Last-Minute-Niederlage gegen die Icefighters Leipzig (3:4) am letzten Sonntag statt, die er gleich zu Beginn analysiert.

Positivdenker: Oliver Miethke (FASS)

 

 

 

 

 

 

 

 

FASS tritt zunächst am Freitag (13.01.) bei den Black Dragons Erfurt an und spielt dann am Sonntag (15.01.) um 16 Uhr im Wellblechpalast gegen die Hannover Scorpions.

Text + Fotos: Berlinsport Aktuell / H. Nickelé

Der erste Sieger hieß George Washington

Der von Victor Gentz gesteuerte Wallach gewann das Auftaktrennen der Mariendorfer Saison 2017. Bei der Rennveranstaltung überraschten einige Außenseiter.

Schlussantritt gibt den Ausschlag

Trotz der winterlichen Witterung und der schwierigen Straßenverhältnisse hatte Victor Gentz die Reise in die Hauptstadt nicht gescheut und der sympathische Sportler wurde für diese Entscheidung zu Recht belohnt. Der in Kaarst beheimatete 28-Jährige, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lea Ahokas momentan gerade eine Trainings-Dependance im südwestlich von Berlin gelegenen Mietgendorf eröffnet und daher zukünftig häufiger mit seinen Pferden auf der Derby-Bahn an den Start gehen wird, zeigte seinen Konkurrenten schon mal, wo der Hammer an der Stallwand hängt und führte zwei seiner Schützlinge auf die Ehrenrunde. Mit dem Wallach George Washington gewann Gentz das erste Rennen der Mariendorfer Saison 2017. Der Fünfjährige lag in einem durch Fehler rasch dezimierten Feld stets an vierter Position, griff seine Gegner aber erst auf dem Schlussbogen heraus an und ging sofort besser.

Gentz zum Zweiten - Goldhelm Nimzyk verhindert Triple

Lordano Ass mit Fahrer Victor Gentz (Foto: © Marius Schwarz)

Noch viel deutlicher trumpfte Gentz mit Lordano Ass auf. Der Braune schoss sofort an die Spitze, gab das Kommando dann kurz an Insoglio (Thomas Panschow) ab und nahm das Heft auf der Schlussrunde erneut in die Hand. Im weiteren Verlauf deklassierte Lordano Ass die Konkurrenz in der Tagesbestzeit von 15,6/1.900m mit sieben Längen Vorsprung.

Mit einem seiner laufgewaltigsten Schützlinge – nämlich Soccer – wäre Victor Gentz dann beinahe sogar noch der dritte Tagessieg gelungen. Der Wallach hatte seine Nüstern Mitte der Zielgeraden gerade in Front gesteckt, als sich hart innen eine Lücke für den von Michael Nimczyk gesteuerten Montgomery Mo auftat. Der Mommert-Traber zog tatsächlich noch vorbei und kassierte prompt ein dickes Lob vom Deutschen Meister. Michael Nimczyk: „Ich glaube, bei Montgomery Mo ist nun der Knoten endgültig geplatzt – es geht schon seit Monaten mit ihm steil aufwärts!“

Eins, Zwei, Drei zur Riesenquote

Ein norddeutscher Gast setzte ebenfalls ein dickes Ausrufezeichen: Nämlich Frederik Freitag, der mit dem Riesenaußenseiter Phil Taylor die Quoten ins Unermessliche trieb. 1.757:10 auf Sieg und 393:10 auf Place – so lautete die Ausschüttung auf den Wallach, mit dem kaum jemand gerechnet hatte und der nach einem geschonten Verlauf an der Innenkante auf der Zielgeraden eiskalt zuschlug. Mit Saint’s Angel (Daniel Wagner) und Hitchcock HK (Michael Nimczyk) auf den weiteren Rängen ergab sich eine Dreierwetten-Quote von 81.294:10. Und das, obwohl die korrekte Reihenfolge vor allem für die Anhänger von Zahlenkombinationen doch eigentlich gar nicht so schwer zu prophezeien war. Sie lautete nämlich ganz simpel: die Eins vor der Zwei und der Drei!

Lokalmatador Spangenberg triumphiert dreimal

Aber nicht nur die auswärtigen, sondern auch die in Berlin ansässigen Fahrer sorgten für kräftige Akzente. Vor allem Dennis Spangenberg, der drei Mal punktete. Er servierte zunächst Frankel einen idealen Verlauf als viertes Pferd außen. In einem der spannendsten Endkämpfe der Veranstaltung musste sich der für die Farben von Thomas Skoruppa laufende Wallach mächtig ins Zeug legen, um hauchdünn vor Tiliqua Jet zu siegen, deren Fahrer Matthieu Hegewald auf den letzten Metern offenbar nicht das letzte Quäntchen bzw. eine mögliche Galoppade riskieren wollte. Für Frankel stehen nun zwei Treffer hintereinander zu Buche. Er scheint sich für die Saison 2017 einiges vorgenommen zu haben.

Das Gleiche gilt wohl auch für Spangenbergs zweiten Tagessieger: Tragopan Jet machte mit seinen Kontrahenten nicht viel Federlesen. Der Hengst stürmte Mitte der Tribünengeraden an die Spitze und gewann völlig unangefasst. Sehr leicht kam abschließend auch Don di Quattro zum Zuge, der im ersten Bogen die Führung übernommen hatte und das Geschehen fortan souverän regierte.

Auch Manne Zwiener macht's doppelt

„Die Aufgabe war heute nicht allzu schwer und ich wusste, dass er genügend Klasse mitbringt, um die Gegner trotz Doppelzulage zu schlagen“, lobte Manfred Zwiener seinen Sieger Pikus G, dem auf der 2.540-Meter-Strecke 1:18,6 min. reichten, um die Konkurrenten in die Knie zu zwingen. Der ehemalige Europameister verschaffte dem Wallach rasch eine ideale Position als viertes Pferd und wartete mit dem finalen Angriff auf seinen härtesten Widersacher Indigo Guardian (Michael Hönemann) bis zum Erreichen der Zielgeraden. Obwohl Indigo Guardian bis zum Pfosten tapfer gegenhielt, fiel der Erfolg von Pikus G sehr sicherer aus, als es der Richterspruch „Kampf Hals“ zum Ausdruck bringt.

Für Manfred Zwiener blieb es nicht der einzige Erfolg an diesem Nachmittag. Mit seiner zweiten Siegerin Jilliane gewann „Manne“ ebenfalls im Speed. Der bei 160:10 notierten Stute des Berliner Besitzers Joachim Birke wuchsen nach einem verdeckten Rennen im Einlauf regerecht Flügel.

Außenseiterin besteht Rennen und Überprüfung

Die dritte Außenseiterin, die dem Mariendorfer Saisonauftakt eine gehörige Portion Würze verlieh und zugleich dafür sorgte, dass die V5 nicht getroffen wurde, war die von Arnold Scholaen trainierte Edana. Die Fuchsstute trat mit Thomas Panschow an und rangierte am Wettmarkt bei 245:10. Edana fand rasch an die zweite Position innen und konnte ihre Reserven für das Finish schonen.

Als die Love-You-Tochter ausgangs des letzten Bogens in die zweite Spur wechselte, touchierten die Räder ihres Sulkys die Beine der außen aufgerückten Gegnerin Solaire (Michael Nimczyk), die dadurch kurz aus dem Takt geriet. Edanas Stallteam hatte viel Glück, dass die Außenseiterin trotz anschließender Überprüfung durch die Rennleitung in der Wertung verblieb.

Gesamtumsatz: 119.399,36 Euro – Bahnumsatz: 32.834,00 Euro - Außenumsatz: 86.565,36 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, dem 17. Januar statt. Es werden acht hochdotierte PMU-Rennen ausgetragen. Beginn ist um 16.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

TC Blau-Weiss bezwingt die Wespen in letzter Sekunde - Bericht und Stimmen

Großes Foto: die Mannschaften von Blau-Weiss (weiße Spielkleidung) und Zehlendorf vor Spielbeginn

Am Freitagabend kam es vor 300 Zuschauern in der Sömmeringhalle zum Topspiel der 1. Liga Ost im Hallenhockey zwischen den Berliner Teams TC Blau-Weiss (Tabellenführer) und den Zehlendorfer Wespen (2. Platz). Im Feldhockey - das bis April noch in der Winterpause ist - spielen beide Teams in der 2. Liga, allerdings unter verschiedenen Vorzeichen.

Während die Blau-Weissen als Absteiger aus der 1. Liga möglichst schnell wieder ins Oberhaus zurück möchten, geht es in Zehlendorf nur um den Klassenerhalt. In der Halle haben beide Teams nach Ende der Hinrunde in der 6er-Liga dagegen bislang gute Aussichten, einen der beiden ersten Plätze in ihrer Staffel zu errreichen, die zur Teilnahme am Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft berechtigen.

Nach dem Spiel, das mit einem 3:2-Erfolg für Blau-Weiss endete, sprach Berlinsport Aktuell gemeinsam mit Blau-Weiss-Coach Alexander Stahr (Foto, l.) und Bertram Rotter, dem Assistenten des verhinderten Zehlendorfer Trainers Friedel Stupp.

 

Text + Fotos: BSA / H. Nickelé

Zielturm to Major Tom

Wer wird als erster Sieger der Mariendorfer Rennsaison 2017 verkündet werden?
Sonntag, 8. Januar 2017 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.30 Uhr).

Fliegt Major Tom der Konkurrenz davon?

„Ground Control to Major Tom“. Mit dieser Textzeile begann David Bowies unvergessener Hit “Space Oddity”, der am 11 Juli 1969 – also genau zehn Tage vor der ersten Mondlandung – veröffentlicht wurde. Er ging in Nullkommanichts um die ganze Welt und schrieb ein Stück Musikgeschichte. Für Bowie wurde der Song, der von Stanley Kubricks legendärem Kinofilm „2001: Odyssee im Weltraum“ inspiriert war und den fiktiven Aufbruch des Astronauten Major Tom ins All beschrieb, zum absoluten Durchbruch.

Ganz so berühmt wird der vierbeinige Namensvetter Major Tom am Sonntag zwar sicherlich nicht werden. Doch der von Dennis Spangenberg gesteuerte Wallach könnte beim ersten Start seiner Laufbahn durchaus ein beachtliches Ausrufezeichen setzen und das Auftaktrennen der Mariendorfer Saison 2017 gewinnen. Der kleine Bruder solch toller Traber wie Harry’s Bar, Graceland und Fairground gilt gegen Mon Filou (Daniel Wagner) als Favorit. Gut möglich also, dass sich der Mariendorfer Bahnsprecher Michael Kohl unmittelbar nach dem Rennen mit der Ansage meldet: „Zielturm to Major Tom und Dennis Spangenberg: Bitte kommen Sie in den Winner-Circle!“

Favoriten gleich im halben Dutzend

Die Sieger der zehn Rennen umfassenden Veranstaltung richtig vorherzusagen, ist allerdings eine echte Herausforderung, denn nahezu alle Prüfungen sind ausgeglichen besetzt und „Unverlierbare“ stechen kaum heraus. Die Freunde einer gepflegten Wette sind also voll gefordert. Das beste Beispiel ist das 2. Rennen, das den Start der V4 (4.000 Euro Garantie) bildet. Nicht weniger als sechs der neun Teilnehmer – nämlich Lastovo (Kay Werner), Oracle (Thomas Panschow), Tiliqua Jet (Matthieu Hegewald), Frankel (Dennis Spangenberg), Sister Act (Roman Matzky) und Otti (Günter Schiefelbein) waren bei ihrem letzten Auftritt Erster oder Zweiter. Es wird zwischen diesen Pferden also vermutlich verdammt eng zugehen.

Rennen 3 bis 5

Das 3. Rennen wird aus drei Bändern gestartet. Insbesondere für die an der 2.500-Meter-Grundmarke positionierte Inglaise (Victor Gentz) sieht die Aufgabe verlockend aus.

Im 4. Rennen besitzen Tragopan Jet (Dennis Spangenberg), Agostini (Andreas Gläser) und Colbert (Thomas Panschow) ausgezeichnete Chancen. Aber auch Dania Hornline (Daniel Wagner), Livestream (Ferdinand Hirsch) und Classic Garden (Matthieu Hegewald) gehören mit in die Überlegungen – es ist also eine recht offene Partie.

Das 5. Rennen hat dagegen einen deutlichen Favoriten: Insoglio (Thomas Panschow) ist das zu schlagende Pferd. Gefährlich kann dem Wallach wohl nur ein konditionell verbesserter Abano W (Michael Nimczyk) werden.

Rennen 6 und 7

Im 6. Rennen beginnt die mit 5.000 Euro Garantie ausgestattete V5. Hier treten mit Tornado Jet (Dennis Spangenberg) und Vitesse Lumiere (Thomas Panschow) zwei frische Sieger an, die dem Geschehen mit Sicherheit ihren Stempel aufdrücken werden.

Sogar drei aktuelle Triumphatoren messen sich im 7. Rennen – nämlich Sarina (Michael Hönemann), Montgomery Mo (Michael Nimczyk) und Peaches Diamant (Roman Matzky). Die meiste Aufmerksamkeit gehört aber einem ihrer Gegner: Soccer (Victor Gentz) ist ein echter Erfolgstyp. Der Wallach gewann 14 seiner 20 Einsätze und hat die schnellste Rekordmarke im achtköpfigen Feld. Der Braune meldet sich zwar aus einer fünfmonatigen Pause zurück. Das ist natürlich ein Handicap - aber von seiner Klasse her braucht sich der Crack der Familie Gentz vor niemandem zu fürchten. Auch vor Miss Apple JM (Dennis Spangenberg) nicht, die hier ebenfalls Ansprüche anmeldet.

Rennen 8 bis 10

Der im 8. Rennen antretende Flavio As (Michael Hönemann) musste sich zuletzt mächtig strecken, um die Nüstern vorne zu behalten. Ob es ihm erneut gelingt, ist völlig offen – es sind einige Überraschungen drin und die Prüfung riecht geradezu nach dicken Quoten.

Ganz anders scheint es auf den ersten Blick im 9. Rennen zu sein, denn nach drei Erfolgen hintereinander gilt Harley As (Michael Hönemann) als feste Bank. Doch man darf nicht vergessen, dass der Blitzstarter diesmal aus der zweiten Reihe antritt. Der Verlauf wird sich also völlig anders für den hübschen Fuchs gestalten.

Auch Velten New York (Michael Nimczyk), die Favoritin der Abschlussprüfung, hat mit der Startnummer sieben eine suboptimale Ausgangslage erwischt. Sie sollte aber von den häufigen Gangartschwächen ihrer beiden Hauptgegner Don di Quattro (Dennis Spangenberg) und Floh G (Manfred Zwiener) profitieren

Die Wett-Highlights am 8. Januar
Prämienausspielung um Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 1.050 Euro über die Siegwette der Rennen 1-10!
1. Rennen - Lunch Double-Rennen.
2. Rennen - Start der V4-Wette mit 4.000 .- Euro Garantie !
3. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.
4. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
6. Rennen - Start der V5-Wette mit 5.000 .- Euro Garantie !
8. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
9. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.
10. Rennen - Sieg-Jackpot 1.000.- Euro.

Unsere Tipps:
1. Major Tom – Mon Filou – George Washington
2. Lastovo – Oracle – Vaillance
3. Inglaise – Aint she sweet – Kubi Kievitshof – Pikus G
4. Tragopan Jet – Agostini – Colbert
5. lnsoglio – Abano W – Lordano Ass
6. Tornado Jet – Vitesse Lumiere – Hitchcock HK
7. Soccer – Sarina – Montgomery Mo
8. Flavio As– Solaire – Dunaden
9. Harley As – Arando – Hello Kutti – Pathos
10. Velten New York – Don di Quattro – Red Phoenix

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Eishockey: Berliner Oberligisten gewinnen auswärts

Versöhnlicher Jahresausklang bei den Berliner Oberligisten: der ECC Preussen gewann sein Auswärtsspiel beim EHC Timmendorfer Strand mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) und auch FASS Berlin konnte nach zehn Niederlagen in Folge endlich mal wieder siegen: bei den Harzer Falken erkämpfte sich der Tabellenletzte einen 5:4-Erfolg (3.2, 0:2, 2:0).

Preussen siegen nach striktem Durchgreifen des Trainers

Kann auch ungemütlich werden: Preussens Trainer Lenny Soccio

Nach der Heimniederlage gegen die Harzer Falken am Mittwoch sah sich Trainer Lenny Soccio zu einer drakonischen Maßnahme genötigt - er suspendierte zwei Spieler aus disziplinarischen Gründen. Mit Veit Holzmann und Michael Raynee traf es dabei den bis dato zweit- bzw. drittbesten Scorer der Berliner in dieser Spielzeit. Eine deutliche Botschaft des Preussen-Trainers also, der nur mit insgesamt 18 Spielern den Weg an die Ostsee antrat.

Dort war mal wieder auf Top-Scorer Julian van Lijden Verlass, der den ECC zur Führung nach dem ersten Drittel schoss. Im folgenden Durchgang traf - wie zuletzt gegen die Falken - auch Justin Ludwig bei Überzahl nach nur wenigen Sekunden zum 2:0 für die Gäste, Quirin Stocker erhöhte später auf 3:0. Eine beruhigende Führung vor dem Schlussdrittel - allerdings hatten die Preussen am zweiten Feiertag in den letzten 20 Minuten bei den Hannover Indians gleich vier Treffer hinnehmen müssen. Dementsprechend war das Team gewarnt und ließ nichts mehr anbrennen. Daniel Volynec krönte seine gute Vorstellung nach zwei Assists zu den ersten beiden Toren sogar noch mit dem 4:0.

Die Preussen verbesserten sich so wieder auf den 12. Platz und steigen am Dreikönigstag in Hamburg wieder ins Geschehen ein. Zwei Tage später steigt das letzte Spiel der Vorrunde - dann geht es am heimischen Glockenturm gegen die Wedemark Scorpions. Mit Spannung dürfte allerdings auch erwartet werden, ob und wann die beiden Suspendierten wieder zum Team zurückkehren dürfen.

FASS mit Sieg für die Moral

Sieggarant: Doppeltorschütze Oliver Duris (Foto: Alexandra Bohn)

Die Verbesserung der Charlottenburger in der Tabelle machte auch FASS Berlin möglich. Das Schlusslicht der Oberliga besiegte nämlich die im Klassement vor den Preussen rangierenden Harzer Falken auf deren Eis in einer umkämpften Partie mit 5:4. Torreich ging es im ersten Drittel zu: nach der Führung der Gastgeber schlug Oliver Duris postwendend zurück. Patrick Czajka und Joe Timm erhöhten gegen die düpierten Harzer in der Folge auf 3:1 für FASS, doch noch vor dem ersten Wechsel verkürzten die Hausherren noch einmal.

Im zweiten Drittel dann sah es aber ganz danach aus, als sollten die Akademiker mal wieder leer ausgehen. Mit zwei Treffern drehte das Team aus Braunlage den Spielstand zu seinen Gunsten. Doch es sollte anders kommen: auch wieder dank Oliver Duris, der im Schlussdrittel für den 4:4-Ausgleich sorgte. Charlie Jahnke schaffte drei Minuten vor dem Ende dann sogar den Siegtreffer für die Mannschaft von Trainer Oliver Miethke.

Ein Erfolg, der im Klassement der Vorrunde zwar nichts mehr bringt, aber nochmal einen moralischen Schub für die anstehende Abstiegsrunde geben soll. Vor deren Beginn stehen für FASS noch die Partien in Essen (06.01.) und im Erika-Heß-Eisstadion gegen Leipzig (08.01.) an.

Text+Fotos(2): Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Bernd Schultz, BFV-Präsident (Foto: Berlinsport Aktuell/H. Nickelé)

 

Der Präsident des Berliner Fußball-Verbands (BFV) blickt im Interview von Berlinsport Aktuell auf das Jahr 2016 zurück, spricht über das Thema "Futsal" und die Wahrnehmung des Hauptstadtverbands bei DFB und NOFV - und äußert sich auch zu Zukunftsplänen.

Das Gespräch mit Bernd Schultz führte Hagen Nickelé am Rand der Verleihung des BFV-Gütesiegels am 17. Dezember.

 

0:3-Niederlage in eigener Halle

Widerstand zwecklos: Stuttgart fand immer wieder eine Lücke in der Deckung der Köpenickerinnen (rote Trikots)

Bericht und Foto von Jo Lißner
In der Köpenicker Ballsporthalle, auch als „Hämmerlinghölle“ bekannt, präsentierte sich in der Volleyball-Bundesliga der Frauen am Mittwochabend Vizemeister und Supercupsieger Allianz MTV Stuttgart beim Gastgeber Köpenicker SC.

Kampfgeist des KSC reicht nicht

Wenn die KSC-Frauen davon geträumt hatten, den Stuttgarterinnen ein Bein stellen zu können, so wurden sie schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Der MTV agierte souverän, gut abgestimmt, sicher in der Annahme, dadurch präzise im Angriff und war überdies überragend im Block. Die Köpenickerinnen hingegen wirkten gelegentlich desorganisiert, rannten sich beinahe über den Haufen oder stellten Bälle in den ganz freien Raum, auch frei von eigenen Angreiferinnen. Dennoch steckten sie nie auf und versuchten aus ihren begrenzten Mitteln das Meiste herauszuholen.

400 Zuschauer sehen einseitiges Match

Stuttgart muss sich nur ankreiden lassen, bei hohen Führungen doch noch einmal nachlässig zu werden und den Gegner zurück ins Spiel zu lassen. Gegen Köpenick geht so etwas gut, gegen stärkere Mannschaften eher nicht mehr.
Innerhalb von 74 Minuten siegte Stuttgart mit 3:0 (25:16, 25:18, 25:20). 400 laute Zuschauer, darunter auch ca. 20, die den weiten Weg aus Stuttgart auf sich genommen hatten, hatten es auch so erwartet. Beste Spielerin auf Seiten der Gastgeberinnen war die portugiesische Mittelblockerin Nuria Lopes da Silva, bei Stuttgart die überragende US-Zuspielerin Valerie Nichol.

KSC-Damen bleiben Tabellen-8.

Tabellenführer ist weiter Schwerin vor Stuttgart und dem amtierenden Meister aus Dresden, der am Mittwoch zeitgleich den SC Potsdam 3:1 bezwungen und somit auf den vierten Rang verdrängt hatte. Köpenick steht auf Platz 8.

FASS und Preussen treffen in den letzten beiden Partien des Jahres jeweils auf die Harzer Falken bzw. Timmendorfer Strand

Zu Weihnachten konnten beide Berliner Teams in der Oberliga nicht punkten - nach den Niederlagen vom Freitag (Berlinsport-Aktuell berichtete) gab es auch am 2. Weihnachtstag zweimal die Rute. Im Fall von Schlusslicht FASS in Tilburg (1:5) nicht überraschend, für die Preussen war trotz des 2:5 bei den Hannover Indians jedoch lange Zeit mehr drin.

FASS schlägt sich achtbar

Am zweiten Weihnachtstag für ein Spiel insgesamt rund 1.300 Kilometer abreißen mit geringen Aussichten auf Beute? Eishockey-Oberliga ist bisweilen kein Zuckerschlecken - und so machte sich FASS Berlin als Tabellenletzter auf die weite Reise ins niederländische Tilburg, um bei den Trappers seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen.

Und wie so oft gegen "größere" Teams machte FASS seine Sache zunächst gut, ging sogar im ersten Drittel durch Pierre Gläser in Führung. Wer die Tilburger jedoch zwei Tage zuvor am Glockenturm bei den Preussen erlebt hat, kann sich vorstellen, dass sie sich dadurch nicht so leicht aus dem Konzept bringen ließen.

Bis zur ersten Pausensirene konnten sie den Spieß umdrehen und 2:1 in Führung gehen. Dennoch hielten die Akademiker den knappen Rückstand bis ins letzte Drittel und die Partie damit lange offen, ehe in der Schlussphase die Kräfte schwanden und der Gastgeber noch dreimal zum 5:1-Endstand nachlegen konnte.

Akademiker wollen Selbstbewusstsein tanken
In den letzten beiden Partien 2016 scheint dabei für FASS zumindest von den Zahlen her mehr drin zu sein: mit Timmendorf (14. Platz) und Braunlage (13.) sind zwei nicht sonderlich starke Teams die Gegner. Die Akademiker haben das Hinspiel an der Ostsee dazu noch gut in Erinnerung, als im Oktober mit dem 9:5-Erfolg bei den "Beach Boys" der bisherige Highscore der diesjährigen Saison gelang.

Die Timmendorfer haben nach fünf Spielen ohne Sieg am 2. Weihnachtstag allerdings überraschend die Crocodiles Hamburg mit 5:4 in der Overtime bezwingen können. Berlin haben sie dazu in guter Erinnerung, denn zwei Tage nach der Heimklatsche gegen FASS fügte man mit einem Rumpfteam - es standen nur 14 Feldspieler zur Verügung - den Preussen am Glockenturm eine schmerzhafte 2:1-Niederlage zu.

Die Harzer Falken, Gegner am Tag vor Silvester, konnten im Hinspiel bei FASS mit 5:4 nach Verlängerung ebenfalls schon in der Hauptstadt punkten. Nach acht Spielen ohne Sieg rechnet sich das Team aus Braunlage in der heimischen Wurmberghalle sicher ein Erfolgserlebnis gegen das Schlusslicht aus.

Preussen: Doppelte Revanche möglich

Dort konnten die Falken auch im Oktober die Preussen bezwingen. Nach torlosem ersten Abschnitt folgte ein denkwürdiges Mitteldrittel: die zweimalige Führung der Berliner glichen die Hausherren zunächst jeweils aus, um dann auf 5:2 davon zu ziehen. In den abschließenden 20 Minuten gelang der Mannschaft von Lenny Soccio lediglich noch ein Anschlusstor.

Einbruch im letzten Drittel
Ein Spielverlauf, der entfernt an die letzte Partie am zweiten Feiertag in Hannover erinnert. Die Preussen begannen stark und führten mit 2:0 durch Tore von Ludwig und van Lijden bei den Indians, im zweiten Drittel ließ man nur einen Gegentreffer zu. Im Schlussabschnitt also in der Vorhand, geriet den Preussen das Geschehen am Pferdeturm aber doch noch außer Kontrolle - anders kann man das 0:4 im letzten Drittel schwerlich erklären. Besonders bitter für die 80 mitgereisten Preussen-Fans, die lange Zeit die Vorstellung ihres Teams bejubeln konnten.

Aussichten auf (Doppel-)Erfolg am Jahresende
Nun will man mit den Harzer Falken am Mittwoch also die Rechnung aus dem Hinspiel begleichen. Der Gast liegt in der Tabelle einen Platz hinter dem ECC, der mit einem Sieg den Vorsprung auf fünf Zähler ausbauen könnte. Einen Tag vor Silvester dann soll auch am Ostseestrand gepunktet werden, denn die Timmendorfer - siehe oben - sorgten im Oktober mit dem 2:1-Sieg für reichlich Wirbel bei den Preussen.

Die Turbulenzen über Charlottenburg haben sich inzwischen aber verzogen, Lenny Soccio wird den Club auch nächste Saison trainieren. Lerneffekte sind aber auch in dieser Spielzeit schon erwünscht, deshalb zielt man bei den "Beach Boys" ebenfalls auf ein Erfolgserlebnis.

Schwung für die Abstiegsrunde holen

Die sind trotz der Tatsache, dass beide Berliner Oberligavertreter für die Abstiegsrunde planen können, durchaus wichtig. Denn in diese steigt man besser nicht mit gesenktem Kopf ein - in dieser Hinsicht haben die Preussen derzeit natürlich einen klaren Vorteil gegenüber FASS.

Preussen und FASS verlieren ihre Freitagsspiele in der Eishockey-Oberliga

Foto: Szene aus der Partie ECC Preussen (dunkle Trikots) gegen Tilburg Trappers

In der Nordstaffel der dritten Spielklasse haben die beiden Berliner Vertreter - wie leider zu erwarten war - gestern abend den Kürzeren gezogen. Der ECC Preussen verlor auf eigenem Eis mit 3:5 gegen die Tilburg Trappers, Fass unterlag bei den Hannover Indians 1:3.

Preussen eiskalt erwischt

...und ab in die Kabine: Lenny Soccio (r.) gab in der Drittelpause mit Präsident Bormann (l.) seine Vertragsverlängerung bekannt

Die Partie begann vor rund 400 Besuchern mit einer Schweigeminute im Gedenken an die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz am 19. Dezember. Danach zeigten sich die Preussen zunächst präsenter als die Gäste, denen die weite Anfahrt aus den Niederlanden noch in den Knochen zu stecken schien. So erarbeiteten sich die Hausherren einige gute Torgelegenheiten - wie man diese nutzt, zeigten dann aber die Tilburger. Nach 17 Minuten gingen sie in Führung, nur 120 Sekunden später legten sie in Überzahl im Stil eines Topteams nach.

Im zweiten Drittel demonstrierte der Tabellen-4. dann seine Qualitäten, während die Preussen offenbar noch am Spielverlauf des ersten Durchgangs zu knabbern hatten. Mit zwei weiteren Gegentreffern zum 0:4 war die Mannschaft von Trainer Lenny Soccio da sogar noch gut bedient. Etwas enttäuschend nach den beiden Heimsiegen gegen die starken Teams aus Halle und Leipzig.


Die PK mit den Trainern Subr (Tilburg, l.) und Soccio (Preussen, rechtes Foto,r.) sowie dem Vizepräsidenten des ECC, der ein Weihnachtslicht anknipste


Der ECC versuchte zwar mit aller Macht, den Ausgleich zu erzielen - die Trappers gewannen aber zunehmen wieder die Oberhand. Die Krönung ihrer Aufholjagd war den Berlinern in den Schlussminuten so nicht vergönnt. Im Gegenteil: Tilburg machte mit dem fünften Treffer in der 57. Minute alles klar und nahm die Punkte mit nach Hause. Preussen muss dies nun für das Auswärtsspiel bei den Hannover Indians am zweiten Feiertag anpeilen.

Ein kleines Präsent für die Berliner Fans gab es dann aber doch am Freitagabend: Preussen-Präsident Bormann verkündete in der ersten Drittelpause die vorzeitige Verlängerung mit Lenny Soccio - der Deutsch-Kanadier soll auch nächste Saison den Umbruch beim ECC voran treiben.

FASS verliert im Schlussdrittel

Konnte am Ende die Niederlage auch nicht verhindern: FASS-Torwart Philipp Lücke (Foto: © SteMi)

Ein kleiner Hoffnungsschimmer begleitete den Tabellenletzten auf der Reise nach Hannover: die Indians hatten zuletzt fünf Spiele in Folge verloren. Angesichts der eigenen Negativserie allerdings nur ein wahrlich schwacher Impuls. Doch die Akademiker präsentierten sich im Eisstadion am Pferdeturm kämpferisch. Sie hielten auch dank des starken Goalies Philipp Lücke (51 von 53 Schüssen gehalten) über 50 Minuten wenigstens ein torloses Remis - angesichts der Defensivwerte in dieser Spielzeit eine beachtliche Leistung.

Dann aber musste FASS einen Doppelschlag hinnehmen: Pohankas Treffer (52.) ermöglichte den Zuschauern spät, aber doch noch den traditionellen "Teddy Bear Toss" vorzunehmen. Kaum waren die Stofftiere vom Eis geräumt, war Lambacher mit dem zweiten Tor für die Hannoveraner zur Stelle (53.).

Trotz des unglücklichen Spielverlaufs bewiesen die Berliner Moral und kamen durch einen Treffer von Vincent Hessler nochmal auf 2:1 heran (57.). Trainer Oliver Miethke setzte alles auf eine Karte und nahm Torwart Lücke heraus - was allerdings am Ende doch nur dem Kontrahenten zur Entscheidung verhalf. Pohanka traf Sekunden vor der Schlusssirene ins leere Tor. Aus der Traum, in der niedersächsichen Landeshauptstadt vielleicht einen Sieg gegen den Abwärtstrend zu setzen.

Am zweiten Weihnachtstag wartet auf die Akademiker nämlich eine noch undankbarere Aufgabe: bei den Tilburg Trappers lassen Anreise und geringe Aussicht auf Punkte wohl nur wenig Festtagsstimmung bei FASS aufkommen.

Text und Fotos (4): Hagen Nickelé