Autoren-Archive: Hagen Nickele

Foto: Guter Besuch am Glockenturm - gegen Tilburg könnte es bei den Preussen am Freitag auf der Tribüne noch enger werden

Eishockey-Oberliga: Berliner Vertreter bis Jahreswechsel noch viermal im Einsatz

Preussen: Niederlage in Herne kein Beinbruch

Ergebniskosmetiker I: Michael Raynee (Preussen) traf beim 2:7 in Herne

Beim Spitzenreiter Herner EV gab es am letzten Sonntag dann doch nichts zu lachen für die Preussen - in der Eissporthalle am Gysenberg präsentierten sich die Berliner dabei zumindest als „gute Gäste“. Durch den schnellen Rückstand im ersten Drittel ließ man die Hausherren samt Anhang so nämlich nicht lange darauf warten, ihre vorher geplante „Teddy Bear Toss“-Aktion in die Tat umzusetzen – eine vorweihnachtliche Benefiz-Idee, bei der nach dem ersten Tor des Spiels mitgebrachte Stofftiere zugunsten des Kinderschutzbundes auf das Eis geworfen werden.

Bereits nach drei Minuten konnte diese schöne Aktion also durchgeführt werden – und das noch zu einem Treffer des Heimteams. Dabei hatten die Preussen erst vor wenigen Wochen unweit von Herne – nämlich bei den Essener Moskitos – mit einem 1:0-Sieg im Penaltyschießen noch den Spielverderber gespielt. Aber da gab es ja auch kein Teddybär-Werfen....

Der HEV erwies sich am vergangenen Spieltag allerdings auch als ein ganz anderes Kaliber. Die ersten drei Treffer bis ins zweite Drittel hinein resultierten jeweils aus Unterzahlsituationen der Preussen. Den Anschlusstreffer durch den derzeit treffsicheren Jan Schmidt beantwortete der Tabellenführer mit zwei weiteren Torerfolgen – so stand es vor dem Schlussdrittel bereits 5:1. Schnell machten die Herner durch Erhöhen auf 7:1 den Sack zu, ehe Michael Raynee nochmal für den ECC ein Ehrentreffer gelang.

Außenseiterposition gegen Tilburg wieder Vorteil?

Klarer Fall von „Mund abputzen – weiter machen“, schließlich hatte das Team von Trainer Lenny Soccio mit dem 4:3 in eigener Halle am vergangenen Freitag gegen die Icefighter Leipzig das „Soll“ für das Wochenende quasi schon erfüllt. Nun macht mit den Tilburg Trappers ein weiteres Schwergewicht der Oberliga Nord seine Aufwartung. Die Niederländer nehmen erst seit vergangener Spielzeit am Drittligabetrieb in Deutschland teil, qualifizierten sich als Tabellenzweiter der Nordstaffel gleich für die Playoffs und siegten am Ende im Finale sogar gegen Bayreuth. Der Aufstieg als Oberliga-Meister blieb den wackeren Tilburgern allerdings verwehrt – die Statuten lassen bislang keine Teilnahme eines ausländischen Vereins in einer höherklassigen Liga zu.

Auch diese Saison sind die Trappers vorne mit dabei, haben mit 50 Zählern auf dem 4. Platz doppelt so viele Punkte angesammelt wie der Kontrahent aus Berlin. Mal sehen, wieviel Zuschauer die Tilburger zu dem vorweihnachtlichen Aufeinandertreffen mitbringen – vergangene Woche waren im allerdings auch nur etwa 130 Kilometer entfernten Duisburg 600 holländische Fans mit von der Partie.

Doch die Preussen brauchen sich im Moment nicht klein zu machen - in der heimischen Halle am Glockenturm brachte man mit Leipzig und Halle zuletzt zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte ins Stolpern. Auch der Overtime-Sieg in Essen hat Selbstvertrauen gegeben. In der Konstellation als Außenseiter scheint es den Soccio-Schützlingen – mit Ausnahme der Herkulesaufgabe in Herne - derzeit besonders viel Spaß zu machen, auf dem Eis zum Angriff überzugehen.

FASS ohne Boden

Der zweite Berliner Oberligavertreter kann dagegen im Moment keinerlei Erfolgserlebnisse vorweisen, die im Hinblick auf die Abstiegsrunde ab Mitte Januar in irgendeiner Form Mut machen könnten. Eher im Gegenteil: im Heimspiel ausgerechnet gegen Herne hielt FASS lange Zeit mit, um am Ende doch 4:8 zu verlieren.

Ergebniskosmetiker II: Oliver Duris (FASS) traf beim 2:12 gegen die Wedemark Scorpions

Wochenende mit 20 Gegentoren

Ein Mutmacher für die einfacher erscheinende Auswärtsaufgabe bei den Wedemark Scorpions? Keineswegs – beim Tabellen-9. setzte es am Sonntag eine deprimierende 2:12-Klatsche. Diesmal hatten die Akademiker schon im ersten Drittel ihr Pulver verschossen – nach dem 2:4-Zwischenstand (Tore: Duris, Gläser) schlug es dann noch achtmal im eigenen Gehäuse ein.

2016 noch 3-mal auswärts

In den ausstehenden vier Partien bis zum Jahreswechsel muss FASS dazu dreimal in der Fremde antreten. Am heutigen Freitag etwa bei den Hannover Indians, die allerdings ihre letzten fünf Partien allesamt verloren haben. Auch im Heimspiel gegen den Tabellen-14. aus Timmendorf (28.12.) und bei den Harzer Falken (13. Platz, am 30. Dezember) scheint das Punkten nicht völlig ausgeschlossen.

Nach den zuletzt gezeigten Darbietungen des Teams von Trainer Oliver Miethke besteht allerdings nur geringer Anlass zur Hoffnung. Die weite Reise zur Partie nach Tilburg am 2. Weihnachtstag kann in diesem Zusammenhang dann wohl nur ironisch als „doppelt schöne Bescherung“ bezeichnet werden.

Text + Fotos: Hagen Nickelé

Foto: Paul Drux (grünes Trikot) kommt gut durch die Mitte

31:26-Sieg über Petkovic' Ex-Verein

Bericht: Eike Ahlhausen
Neues Leben zum Ende des Jahres - das ist die frohe Nachricht kurz vor Weihnachten für die Füchse und ihren Neucoach Velimir Petkovic. Im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel von Erlingur Richardsson zeigten die Spieler bereits das, was Petkovic als kurzfristige Veränderungen angekündigt hatte: Leichte und schnelle Tore sollten wieder fallen, die Abwehr stabiler stehen und der Blick nach vorne gerichtet werden.

Genau das geschah - die Füchse wirkten deutlich dynamischer und zielgerichteter als noch in den Heimspielen der letzten Woche und konnten sich Frisch Auf Göppingen, wo Petkovic bis 2013 über nahezu zehn Jahre als Trainer wirkte, zu Beginn der Partie gut vom Hals halten.

Drux mit Druck durch die Mitte

Bis zur 14. Minute führten die Berliner 6:3 und einen großen Anteil daran hatte Paul Drux, der seine Jungs über die ungewohnte Mittelposition energisch nach vorne trieb - zwei Tore standen für ihn zu dieser Zeit zu Buche.

Auch gut im Spiel: Rechtsaußen Hans Lindberg, symptomatisch für die neue Energie im Team war seine Siegerfaust nach dem Treffer zum 8:6 in Richtung Füchsebank - fast die gesamte Bank erwiderte den Gruß und gab sich siegessicher.

Nenadic lässt den Gegner nicht davonziehen

Doch Göppingen gab nicht kampflos nach und hielt tapfer dagegen, vor allem mit starken Treffern aus dem Rückraum. Ab der 20. Minute konnten die Süddeutschen sogar dreimal in Führung gehen.

Doch Petkovic reagierte und brachte den in der letzten Partie gegen Flensburg noch grippeerkrankten Petar Nenadic von der Bank. Der erwies sich sofort als „Mister Ausgleich“: 11:11, 12:12 und 13:13 - Nenadic konterte alle Versuche der Göppinger die Oberhand zu gewinnen. Zur Halbzeit führten die Füchse wieder 15:13, womit das Schicksal der Göppinger bereits besiegelt schien.

"Wunschkonzert" nach dem Wechsel

Die Füchse spielten die zweite Hälfte frei und gut runter, ihr Vorsprung schrumpfte nur noch einmal beim 20:18 auf zwei Tore. Am Ende gab es noch eine Art Wunschkonzert: Torhüter Silvio Heinevetter konnte sich aussuchen, welche Bälle er halten wollte und welche nicht - er entschied sich für die meisten der Göppinger Wurfversuche.

Und jedem Berliner Spieler, dem man es wünschen würde, durfte noch einmal treffen. Der junge Christoph Reisky, Nachwuchsspieler und Ersatz für den operierten Fabian Wiede, wurde belohnt, genauso wie Nationalspieler Steffen Fäth auf dem Weg aus einer Formkrise. Sein imposanter Schlagwurf aus der Distanz besiegelte den 31:26 Sieg seiner Füchse endgültig.

Fünf Minuten vor Ende kam auch die Siegerfaust nochmal zum Einsatz - diesmal war es die von Silvio Heinevetter. Quer über das Feld, noch bevor er den Ball an einen Mitspieler weiterleitete beantwortete er auf diese Art die „Heine, Heine“ - Rufe aus dem Füchse-Fanblock.

Die Faust, Paul Drux, Petar Nenadic und Trainer Petkovic - am Ende gab es viele zufriedene Protagonisten.

Der Hans, der kann‘s!

Nicht nur am Mikrofon ein Meister: Der niederländische Rennsportjournalist und Moderator Hans Sinnige gewinnt den Winterpokal der Amateure mit Falco (im Foto vorne).

Sinnige lenkt Falco zum Sieg im Hauptrennen

Man kennt ihn als Bahnsprecher des Victoria-Parks in Wolvega, als fachkundigen Moderator und als exzellenten Rennsportjournalisten. Und spätestens seit diesem Sonntag kennt man ihn nun auch als total cleveren und ausgekochten Sulkyfahrer: Hans Sinnige gewann den einschließlich der beiden Vorläufe mit insgesamt 13.000 Euro Preisgeld dotierten Winterpokal der Amateure, das letzte große Ereignis des Mariendorfer Rennjahres 2016. Der Niederländer setzte mit seinem vierjährigen Wallach Falco, der im Finale zur Quote von 50:10 angetreten war und der direkt auf seinem kleinen Anwesen in dem friesischen 1.000-Seelen-Ort Langezwaag – knapp 20 Kilometer von Wolvega entfernt – das Licht der Welt erblickte, den Schlusspunkt unter die Saison. Der Traber wird von Hendrik Hamming trainiert und ist fast so etwas wie ein Familienmitglied. Hans Sinnige: „Falco ist quasi in meinem gleich neben dem Haus gelegenen Garten groß geworden. Dort lebt auch seine Mutter Mercedes Star, die nun 24 Jahre alt ist und die – obwohl sie leider mittlerweile blind ist – immer noch putzmunter ist.“

Der Plan geht auf

Locker und kompetent: So kennt man Hans Sinnige (r.) eigentlich von Trabveranstaltungen (Foto: © H. Nickelé)

Der Niederländer, der bei Großereignissen wie der Derby-Woche oder der Breeders Crown die Chancen der Pferde für das Publikum genauestens analysiert, hatte sich natürlich auch seine sechs Finalgegner detailliert angeschaut. Drei der insgesamt zehn startberechtigten Pferde waren im Endlauf, in dem die gewinnsummenreicheren Pferde ebenso wie in den Vorläufen eine Zulage zu verkraften hatten, leider nicht mehr angetreten.

„Ich wollte unbedingt in die Ideallage als Zweiter innen finden – wusste aber nicht, ob Falco auf den ersten Metern mitspielt.“ Hans Sinnige

„Ich wollte unbedingt in die Ideallage als Zweiter innen finden – wusste aber nicht, ob Falco auf den ersten Metern mitspielt“, erklärte Hans Sinnige seine Taktik im Anschluss. Die Rechnung ging voll auf. Während Gallanatics (Constantin Gentz) die Rolle der Tempomacherin übernahm, konnte Falco in ihrem Windschatten wichtige Reserven sparen und zog in zwar mäßig klingenden, aber aus schwierigen Witterungsverhältnissen resultierenden 19,2/2.000m knapp an der Konkurrentin vorbei. Die Entscheidung lag nur zwischen diesen beiden Pferden. Falco siegte mit Kopfvorteil. Anderthalb Längen hinter den beiden Streithähnen belegte Beautiful Girl (Tony Böker) vor Vigo Bes (Bernd Schrödl) und Hironimus LB (Thomas Maaßen) Rang drei.

Vorläufe: Siege vom Start weg

Und hier die Chronologie der beiden Vorläufe: Die erste Entscheidung ging aufgrund eines Geschirrdefekts bei einem Teilnehmer erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung über die Bühne. Das brachte Arno (99:10) und seinen Fahrer Sebastian Gläser aber in keinster Weise aus der Ruhe. Der Fuchswallach übernahm mit Einbiegen in die erste Kurve die Führung. Bis zur Gegenseite konnte Sebastian Gläser das Tempo ruhig halten und die im 16-er Schnitt absolvierten letzten 800 Meter reichten, um im überlegenen Stil vor Candyman Hornline (Franz-Josef Stamer) und Hironimus LB (Thomas Maaßen) zu siegen. Richtig gefährlich wäre Arno wohl nur Eminent Frisia (Bernd Nebel) geworden – doch der Dunkelbraune sprang im Einlauf in der Hitze des Gefechts an.

Auch der zweite Vorlauf wurde Start bis Ziel gewonnen – und zwar von der späteren Final-Zweiten Gallanatics, die als Riesenaußenseiterin zur Quote von 429:10 ins Rennen gegangen war. Constantin Gentz und sein Pferd überraschten das Publikum mit einer blitzsauberen Leistung. Die fünfjährige Stute regierte das Geschehen völlig unangefochten und musste während des gesamten Verlaufs lediglich den in der Außenspur überaus tapferen Vigo Bes (Bernd Schrödl) in ihrer Nähe dulden. Der Angreifer besaß allerdings nie die geringste Chance, das Blatt entscheidend zu wenden. Ein regelrechtes Hauen und Stechen gab es dann auf den weiteren Plätzen. David F Boko (Nick Schwarma) setzte sich für den dritten Rang durch, während der hier noch nicht wie der kommende Endlaufsieger wirkende Falco die durch einen Starfehler gehandicapte One and Only (André Pögel) für das vierte Geld knapp in Schach hielt.

Mr. Shorty und Thorsten Tietz imponieren

Ein imponierender Sieg in der Tagesbestzeit von 1:16,6 min trotz Bänderstart und zwanzig Meter Zulage: Was der bei 15:10 gehandelte Mr Shorty in der Hand seines Trainers Thorsten Tietz auf der 2.020-Meter-Strecke zeigte, macht fürwahr Geschmack auf mehr! Der Hengst bewies, dass er seine prominente Rolle im Derby-Jahrgang nicht ohne Grund gespielt hat und man darf zukünftig noch viel mehr von ihm erwarten. Die Art und Weise, wie der nun als nächstes für ein Engagement am 30. Dezember in Vincennes – vermutlich mit Pierre Vercruysse im Sulky – vorgesehene Hengst die älteren und erfahreneren Pferde trotz eines Verlaufs in der Außenspur abservierte, war sensationell. Und noch etwas anderes war in dem international ausgeschriebenen Rennen unübersehbar: Nämlich, dass der erst im Einlauf eingesetzte und auf der Ziellinie zweitplatzierte Harry’s Bar (Thomas Panschow) auf dem besten Weg ist, wieder der Alte zu werden. Harry is back on track!

Auch Vitesse Lumiere und Floh G in ihren Rennen vorne

Vitesse Lumiere zeigte in der Hand von Thomas Panschow bei ihrem zweiten Start nach der fast fünfmonatigen Pause eine ganz feine Leistung. Die Stute übernahm sofort die Spitze und gewann zur Quote von 153:10 mit drei Längen Vorsprung. Mit Holly go lightly, der er auf der Zielgeraden regelrecht Flügel wachsen ließ, hätte es für Thomas Panschow ebenfalls fast gereicht – der Profi scheint für die Stute der Familie Schulz regelrecht geboren zu sein. Die Traber-Lady unterlag aber ganz knapp einem Pferd, das für den Sieg längst überfällig war. Nämlich dem diesmal von Dennis Spangenberg gesteuerten Floh G, der endlich einmal auf den Beinen blieb und trotz eines Rennens in zweiter Spur stark genug war, um den brandgefährlichen Schlussangriff abzuwehren.

Harley As problemlos, Pathos gewinnt dank Disqualifikation

Einmal mehr blendend aufgelegt war Harley As. Werner Brendels Wallach erzielte nunmehr den dritten Erfolg en suite - und das ohne Haken und Ösen, er scheint mittlerweile problemlos regulierbar zu sein. Michael Hönemann dirigierte den Fuchs sofort an die Spitze und aus dieser Position heraus gab er seinen acht Gegnern kräftig Fersengeld. Auch Pathos wurde von seiner Fahrerin Lea Ahokas couragiert an die Spitze gesteuert. In dem wohl spannendsten Finish des Tages schien der Hengst dennoch dem Angreifer Melchior Mo (Michael Nimczyk) zu unterliegen. Doch der Traber des alten und neuen Besitzer-Champions Ulrich Mommert konnte die korrekte Gangart nicht halten und wurde als Sieger aus der Wertung genommen.

U R Amazing deutlich - Außenseiter Chloe: spät, aber gewaltig

Weiterhin in starker Form agiert André Schiller, der U R Amazing auf die Ehrenrunde führte. Der Wallach attackierte die führenden Pferde auf der Gegenseite vehement und setze sich schon vor dem letzten Bogen deutlich ab. Der Dreijährige feierte den ersten Sieg seiner Rennkarriere in überlegener Art und Weise. Wesentlich knapper fiel der Sieg von Roman Matzky und Chloe aus. Von der Quick-Wood-Tochter war unterwegs nicht allzu viel zu sehen. Doch auf der Zielgeraden trat die Dreijährige aus dem Schatten der Gegner heraus und entwickelte einen tollen Speed, der am Toto an einem ohnehin von vielen Überraschungen gekennzeichneten Nachmittag noch einmal für ein kleines Beben sorgte. Chloes Siegquote betrug 462:10!

Gesamtumsatz: 122.893,91 Euro – Bahnumsatz: 41.778,50 Euro - Außenumsatz: 81.115,41 Euro.

Unser Terminhinweis:
Die nächste Veranstaltung – der Startschuss in die Mariendorfer Rennsaison 2017 – findet am Sonntag, dem 8. Januar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr. Starterangabe für diesen Renntag ist am Montag, dem 2. Januar. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@berlintrab.de.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Kann nicht wahr sein - nach dem 0:1 in letzter Minute bei Tasmania ist die Enttäuschung bei Schwarz-Weiß Neukölln greifbar

Mario Reichel (SV Tasmania)

Bemjamin Kandler (Schwarz-Weiß Neukölln)

 

 

 

 

 

 

 

Wichtiger Last-Minute-Sieg für den Tabellenzweiten der Berlin-Liga, der nächste Nackenschlag für den Aufsteiger: der SV Tasmania gewann am Samstagnachmittag das Neukölln-Derby in der Berlin-Liga durch ein Joker-Tor von Mario Maass in letzter Minute mit 1:0. Im letzten Spiel vor der Winterpause konnte der erste Verfolger des Herbstmeisters SC Staaken (5:0 gegen Hürtürkel) so zumindest den 5-Punkte-Abstand wahren, während die Schwarz-Weißen trotz aufopferungsvoller Arbeit auch im ersten Spiel unter dem neuen Übungsleiter Benjamin Kandler am Ende mit leeren Händen da standen.

Nach dem Spiel standen beide Trainer für ein Gespräch zur Verfügung: Mario Reichel vom SV Tasmania und - aus gegebenem Anlass besonders ausführlich - Schwarz-Weiß-Coach Kandler.

 

Foto: Jubel ohne Grenzen - in der Bundesliga haben die Berliner bisher alle Partien gewinnen können (Quelle: Eckhard Herfet)

Bericht von Jo Lißner
Am 18. Dezember um 14:30 Uhr ist es wieder so weit: Der Klassiker des deutschen Männer-Volleyballs Berlin Recycling Volleys gegen den VfB Friedrichshafen in der Max-Schmeling-Halle. Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Wo stehen vor dem Sonntag im "Volleyballtempel" die BR Volleys, wo der VfB Friedrichshafen mit seinem neuen Trainer Vital Heynen?

Eigentlich ist den Spielern und Trainern der BR Volleys das ja alles egal. Damals am 16. Oktober hatten sie gegen den Erzrivalen vom Bodensee, den VfB Friedrichshafen, den zum ersten Mal ausgetragenen Supercup verloren. Alle in orangefarbenen Trikots bzw. in den dunklen Anzügen mit BRV-Anstecker spielen die klare 0:3-Niederlage gegen die Mannschaft vom Bodensee tapfer und beinahe glaubhaft herunter als Muster ohne Wert, Pre-Season halt. Aber tief drin wurmt der verlorene Supercup alle bei den Volleys natürlich trotzdem. Zu Null verloren, gegen den ewigen Kontrahenten, den man endlich dauerhaft überwunden glaubte.

Friedrichshafen: Heynen folgt auf Moculescu

Am Bodensee hatte nach dem verlorenen dritten Finalspiel in Berlin eine neue Ära begonnen. Eine ohne Stelian Moculescu, den Übertrainer, der Volleyball am Bodensee mit 13 Meistertiteln und Pokalsiegen so lange geprägt hatte. Doch Moculescu trat zurück und der VfB Friedrichshafen präsentierte mit dem Belgier Vital Heynen einen exzellenten Nachfolger. Gerade noch war er sehr erfolgreich deutscher Bundestrainer gewesen und leitet nun stattdessen und zusätzlich zum Job bei den Häflern das belgische Nationalteam. Zum neuen VfB-Team, das den "Häfler Volleyball" verkörpern soll, sagte Heynen: "Ich liebe diese netten deutschen Spieler, und dazu kommen ein paar verrückte Ausländer."

"Ich liebe diese netten deutschen Spieler, und dazu kommen ein paar verrückte Ausländer." Friedrichshafens Coach Vital Heynen

Stotterstart in der Bundesliga
Neu sind Georg Klein (zuvor Antwerpen), Daniel Maleschau (Herrsching), Armin Mustedanović (Molfetta/ITA), Athanasios Protopsaltis (Narbonne), Tomas Rousseaux (Monza), David Sossenheimer (Bühl), Markus Steuerwald (Paris) und Andreas Takvam (Kielce/POL). Die Helden von früher: Gauna, Geiler, Gontariu, Aciobaniţei - alle weg. Bleiben durften Michal Finger, Jakob Günthör, Simon Tischer, Tomas Kocian und Thilo Späth-Westerholt. Doch so schnell rauften sich die Netten und die Verrückten dann nicht zusammen. Die Häfler verloren gegen Düren, siegten nur im Tiebreak bei Rhein-Main und Herrsching. Düren und Rhein-Main sind in dieser Spielzeit allerdings echte Finalkandidaten. In der Champions-League-Qualifikation schaltete Friedrichshafen dann souverän Innsbruck aus.

Sechs neue Spieler für die BR Volleys

Beim Supercup im Oktober kamen die Volleys (orange Trikots) gegen Friedrichshafen nicht zum Zug. (Quelle: Eckhard Herfet)

In Berlin waren mit Nikola Kovačević (zuvor Novosibirsk), Steven Marshall (Lüneburg), Aleksandar Okolić (Roter Stern Belgrad), Luke Perry (Friedrichshafen), Wouter ter Maat (Gent) und Graham Vigrass (İzmir) sechs Neue an Bord gekommen. Der ursprünglich verpflichtete Nehemiah Mote verletzte sich vor Saisonbeginn, so dass der Vertrag nicht zustandekam. Geblieben sind: Paul Carroll, Felix Fischer, Tsimafei Zhukouski, Sebastian Kühner, Robert Kromm, Ruben Schott.

Der Bundesliga-Spielplan meinte es gut mit dem Meister, denn die Gegner wurden von Mal zu Mal immer etwas schwerer, das Zusammenspiel der Volleys besser. In neun Spielen konnten nur Düren und Rhein-Main überhaupt einen Satz gewinnen. Das Resultat: Berlin führt die Tabelle überlegen an, fünf Punkte dahinter Rhein-Main, Dritter ist Düren, Friedrichshafen Vierter. Im Pokal war gleich das erste Match der BR Volleys ein Kampf: Gegen Rhein-Main gab es ein 3:1, während Lüneburg und Herrsching danach sicher zu Null bezwungen wurden. Im Finale am 29. Januar in der SAP Arena Mannheim heißt der Gegner wie so häufig: VfB Friedrichshafen.

Starke Vorstellung in der Königsklasse
Die Gruppenphase der Champions League hat gerade erst begonnen. In der Berliner Gruppe spielen noch Resovia Rzeszów, derzeit Dritter der polnischen Liga, die als stärkste Liga der Welt gilt, Lube Volley Civitanova, der aktuelle Tabellenführer der italienischen Liga, die ihre Führungsposition an die Polen abgegeben hat, sowie Qualifikant Dukla Liberec, momentan in Tschechien nur Fünfter. Das Auftaktmatch in die Champions-League-Saison bestritten die Berliner zu Hause, immerhin das, aber gleich gegen den Gruppenfavoriten, ja Hauptkandidaten auf den Champions-League-Sieg Civitanova. Vor diesem Match war dem aus Italien stammenden Trainer der Berliner, Roberto Serniotti, der früher beim Spitzenteam aus Trentino an der Seitenlinie stand, recht mulmig zumute. Er sagte aber auch, dass sich der Charakter eines Teams an den Hürden zeige, die sie überwinden müssen. Und die BR Volleys sind bisher stets an ihren Herausforderungen gewachsen.

"Drei Punkte zum Auftakt vor diesen Fans, was will man mehr? Das war ein ganz großer Sieg des Willens und der Leidenschaft." Volleys-Kapitän Robert Kromm nach dem 3:1 gegen Civitanova

Schon vor vier Jahren gegen Lok Novosibirsk hatte niemand mit dem Berliner 3:1-Erfolg gerechnet. Zumal die Russen danach den Titel holten. Und auch am Nikolaustag präsentierten sich die Berliner in absoluter Topverfassung, gut eingespielt und nervenstark. 4.231 Fans sahen einen ersten Satz, den die Italiener (mit dem Ex-Berliner Denys Kaliberda) dominierten, doch Kromm, Kühner, Marshall, Vigrass, Okolic, Perry sowie vor allem der überragende ter Maat sorgten dafür, dass es noch knapp wurde. Nun stellten sich die Männer in orange immer besser auf den italienischen Zuspieler ein, konnten ein ums andere Mal blocken. Der Star von Civitanova, der eingebürgerte Kubaner Juantorena, wurde fast vollständig neutralisiert. Satz zwei und drei gingen auch dank starker Aufschläge von Kühner an Berlin. In Satz vier drehte Civitanova richtig auf, doch gegen Satzende waren Kühner, ter Maat und auch Okolic Garanten für den Berliner Sensationssieg, den Kühner per Ass besiegelte. Berlin hatte mit starker Annahme, guter Ballverteilung und exzellenten Angriffsschlägen eine der weltbesten Mannschaften verdient 3:1 (21:25, 25:16, 25:18, 26:24) bezwungen. Kapitän Robert Kromm strahlte: "Drei Punkte zum Auftakt vor diesen Fans, was will man mehr? Das war ein ganz großer Sieg des Willens und der Leidenschaft."

Rotation ohne Qualitätsverlust
Die Volleys verfügen über 12 herausragende Spieler und für jeden Gegner kann ein passendes Aufstellungspaket geschnürt werden. Gegen Civitanova hatte Paul Carroll nicht gespielt, am Samstag bei den Netzhoppers KW in Bestensee erzielte er 11 Punkte, nur übertroffen durch Topscorer Graham Vigrass, der auf 14 Punkte kam. Die BR Volleys hatten es recht eilig mit ihrem 3:0 (25:18, 25:22, 25:14). Sie mussten sich schnell in Schale werfen, denn direkt nach dem Match ging es noch zur Ehrung Champions 2016 im Hotel Estrel, um vor 2.400 Gästen die Ehrung für die beste Berliner Sportmannschaft 2016 entgegenzunehmen. Coach Serniotti dazu: "Ich freue mich für die Mannschaft und möchte ausdrücklich betonen, dass auch den Spielern, die jetzt nicht mehr bei uns sind, diese Ehre gebührt".

Vorhersage: Vorteil Volleys
Der Gegner am Sonntag, der VfB Friedrichshafen, zeigte sich ebenfalls nervenstark und kam bei Paris Volley noch von einem 0:2-Satzrückstand zurück und gewann mit 3:2. Weitere, extrem starke Gruppengegner der Häfler sind İzmir und Kazan. Die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen sind gerüstet. Die Fans im "Volleyballtempel" Max-Schmeling-Halle können am Sonntag um 14:30 Uhr ein echtes Spitzenspiel erwarten. Prognose: Die BR Volleys siegen 3:1 und machen einen großen Schritt Richtung Heimvorteil in allen BL-Playoff-Serien. In der Champions League erreichen sie die Playoffs zusammen mit Civitanova.

Jetzt wird es richtig weihnachtlich

Mariendorf feiert Bescherung: In der großen Prämienausspielung gibt es Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 5.000 Euro zu gewinnen. Im sportlichen Mittelpunkt steht der mit 13.000 Euro dotierte Winterpokal der Amateure.

Sonntag, 18. Dezember 2016 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.20 Uhr).

Aussichtsreicher Kandidat: Bernd Nebel, hier flankiert von den Amazonen Sandra König (l.) und Katja Stolt

Der letzte Renntag der Saison ist immer etwas ganz Besonderes – er setzt den Schlusspunkt unter ein Jahr voller bedeutender sportlicher Ereignisse. Diesmal bleibt es den Amateuren – die mit ihrem Engagement und ihrer Liebe für den Sulkysport das Ganze überhaupt erst möglich machen – vorbehalten, den letzten großen Akzent zu setzen. In den beiden Vorläufen und dem Finale zum Winterpokal der Amateure geht es für sie um insgesamt 13.000 Euro Preisgeld und eines ist bereits im Vorfeld klar: Einen unschlagbaren Topfavoriten gibt es nicht. Das macht natürlich die Siegquoten interessant, die zugleich von einer höchst lukrativen Prämienausspielung begleitet werden. Es gibt dort 5.000 Euro an Wettgutscheinen und Sachpreisen zu gewinnen – also eine frühzeitige Weihnachtsbescherung! Abgerundet wird das Angebot von 5.000-Euro-Auszahlungsgarantien in der V5 sowie der Dreierwette des 8. Rennens.

Rennen 1 + 2

Das 1. Rennen wird pünktlich um 14.00 Uhr gestartet und könnte zur Beute von Oracle (Dennis Spangenberg) werden. Die kleine Schwester der Fairness (31.183 Euro Gewinnsumme) belegte bei den ersten beiden Einsätzen ihrer noch jungen Laufbahn höchst passable dritte Plätze und steht glattgehend vor einem Sieg.

Gleich danach beginnt das Rätselraten, denn das 2. Rennen – der erste Vorlauf zum Winterpokal – ist nicht so leicht einzuschätzen. Tragopan Jet (Sarah Kube) geniest zwar hohe Wertschätzung in seinem Stallteam. Aber der italienische Hengst ist das jüngste Pferd im Feld und wurde auf den deutschen Bahnen noch nie in Amateurhand vorgetragen. Eminent Frisia konnte dagegen mit seinem Besitzer Bernd Nebel schon drei Siege erzielen, ist also quasi ein alter Hase. Der Wallach wird sich aber mächtig strecken müssen, denn El Raul (Nico Böker), Adoro Scott (Nick Schwarma) sowie die mit zwanzig Meter Zulage bedachten Candyman Hornline (Franz-Josef Stamer), Hironimus LB (Thomas Maaßen) und Beautiful Girl (Constantin Gentz) sind ähnlich stark einzuschätzen. Die ersten Fünf erreichen das als neunte Tagesprüfung ausgetragene Finale.

Rennen 3

Im 3. Rennen, dem zweiten Winterpokal-Vorlauf, lauten die Regularien ganz genauso – hier kommen ebenfalls eine Handvoll Pferde weiter und es wird ein mächtiges Gerangel um die begehrten Finalberechtigungen geben. Rein vom Laufvermögen her wären One and Only (André Pögel), Vigo Bes (Bernd Schrödl) und Fionara (Jan Steinhaus) zwar favorisiert – aber genau diese drei Starter müssen den anderen sechs Teilnehmern zwanzig Meter geben. Vor allem gegen die stark verbesserte Erstbändlerin Classic Garden (Tony Böker) wird das kein Zuckerschlecken. Einige weitere der an der Grundmarke aufgestellten Pferde sind ebenfalls nicht von Pappe. David F Boko (Nick Schwarma), Edgar Kievitshof (Benjamin Heckmann), Fairy Ass (Sebastian Gläser) und Gallanatics (Constantin Gentz) agieren allesamt sehr zuverlässig und Falco hat einen Mann im Sulky, der nicht nur mit der PC-Tastatur und dem Mikrofon, sondern auch mit der Fahrleine gekonnt umgeht: den niederländischen Rennsportjournalisten Hans Sinnige.

Rennen 4 + 5

Nachdem die zehn Finalisten feststehen, kommt gleich der nächste Höhepunkt. Denn im 4. Rennen beginnt die V5. Krabat (Klaus Daust) drang zwar zuletzt nicht durch, wird diesmal aber wieder gemeinsam mit Ukebell Jet (Dennis Spangenberg) eine prominente Rolle spielen.

Im 5. Rennen darf man auf Holly go lightly (Thomas Panschow) gespannt sein, die bei ihrem Ehrenplatz am 11. Dezember ein unglaublich starkes Finish auf die Piste trommelte und danach mit ihrem Besitzer bewies, dass der spektakuläre Auftritt keine Eintagsfliege war. Diesmal muss sich die Stute in einer toll besetzten Prüfung mit dem zuletzt deutlich unter den Erwartungen gebliebenen Eric W Boko (Thorsten Tietz), Julius Southwind (Geert Berghmans), VanHalen (Michael Nimczyk) und der Fritz-Brandt-Siegerin Smokie Juvel (Tim Schwarma) auseinandersetzen. Vor einem Gegner müssen alle Genannten aber besonders zittern: Falls Floh G (Dennis Spangenberg) endlich einmal auf den Beinen bleibt, ist er der allererste Siegkandidat.

Rennen 6 + 7

Im 6. Rennen richtet sich die Aufmerksamkeit auf Harley As (Michael Hönemann), der sich zweimal hintereinander von der Spitze aus durchsetzte und aufgezogen wie ein Uhrwerk wirkte. Jetzt steht der Fuchs erst richtig auf dem Prüfstand, denn der aus der Pause zurückkehrende Abano W (Michael Nimczyk) sowie Lewis Hamilton (Heinz Wewering) und Peaches Diamant (Tim Schwarma) verfügen ebenfalls über einen guten Ruf.

Ein absoluter Knaller ist das 7. Rennen, denn hier treten der Dreijährigen-Star Mr Shorty (Thorsten Tietz), der Publikumsliebling Harry’s Bar (Thomas Panschow) und der frische Sieger Immosand (Florian Skringer) an. Gemeinsam mit Ozon (Heinz Wewering) müssen sie allerdings keinem Geringeren als Mighty Hanover (Dennis Spangenberg) zwanzig Meter geben – eine nahezu unlösbare Aufgabe. Denn der Mariendorfer „Traber des Jahres“ der Saison 2015 ist seit seiner Rückkehr in die Heimat wieder ganz der Alte geworden. Im Falle eines Sieges könnte Mighty Hanover obendrein beim Kampf um den diesjährigen Titel möglicherweise sogar ein Totes Rennen erzwingen. Denn in der Championatswertung liegt der Love-You-Sohn mit sechs Jahressiegen derzeit nur einen Zähler hinter Aggetto und One and Only zurück.

Rennen 8 - 10

Im 8. Rennen besitzen Melchior Mo (Michael Nimczyk) und Insoglio (Thomas Panschow) erste Chancen. Um die Dreier-Garantie in Höhe von 5.000 Euro abzuräumen, gehören aber mindestens vier oder fünf weitere Pferde mit auf den Schein – die Prüfung ist sehr offen.

Nachdem die Amateurfahrer dann im 9. Rennen den Sieger des Winterpokals ermittelt haben, schreitet Jorma Bo zur Tat, um das letzte Rennen der Mariendorfer Trabrennsaison 2016 zu gewinnen. Es gibt eigentlich nichts, was gegen den dreijährigen Wallach spricht, der seiner Besitzerin Katharina Pavel am vergangenen Sonntag mit einem überlegenen Sieben-Längen-Sieg passend zu ihrem Geburtstag sehr viel Freude bereitete. Sein Trainer und Fahrer Heinz Wewering hat von dem Dunkelbraunen jedenfalls eine sehr hohe Meinung.

 

Die Wett-Highlights am 18. Dezember

Prämienausspielung um Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 5.000 Euro über die Siegwette der Rennen 1-10!

  1. Rennen - Lunch Double-Rennen.
  2. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
  3. Rennen - Start der V5-Wette mit 5.000 .- Euro Garantie !
  4. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
  5. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.
  6. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
  7. Rennen - 3 er-Wetten-Garantie 5.000 .- Euro.
  8. Rennen - Mit 3er und 4er Wette.
  9. Rennen - Sieg-Jackpot 1.000.- Euro.

Unsere Tipps:

    1. Oracle – Tiliqua Jet – Speed of Moor
    2.    Tragopan Jet – Adoro Scott – Candyman Hornline
    3.    One and Only – Falco – Vigo Bes
    4.    Ukebell Jet – Krabat – Tembo Bes
    5.    Holly go lightly – Eric W Boko – Floh G
    6.    Harley As – Lewis Hamilton – Abano W – Peaches Diamant
    7.    Mighty Hanover – Mr Shorty – Immosand
    8.    Melchior Mo – lnsoglio – Pathos
    9.    Finale zum Winterpokal der Amateure
    10.  Jorma Bo – Frankel – Sister Act

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Foto: Bei den Preussen darf weiter gejubelt werden

Oberliga Nord: Starke Preussen bezwingen Leipzig – FASS verliert auch gegen Rostock

Dass beide Berliner Vertreter in der Eishockey-Oberliga Staffel Nord an der in knapp einem Monat beginnenden Abstiegsrunde teilnehmen werden, daran besteht eigentlich kein Zweifel. Der ECC Preussen und FASS stecken einfach zu tief in der unteren Tabellenhälfte fest. Damit hat es sich allerdings auch schon mit den Gemeinsamkeiten - denn während die Charlottenburger am Freitagabend ihren vierten Sieg in den vergangenen fünf Partien feiern konnten, kassierte der Tabellenletzte seine sechste Niederlage in Serie.

Preussen entscheiden enges Match am Ende für sich

Starkes Duo: Jan Schmidt (M.) und Julian van Lijden (r.) drehten das Spiel im 2. Drittel

Mit Spannung wurde die Partie der Preussen gegen die Icefighters Leipzig erwartet. Die große Frage: sollten sich die drei Siege (gegen FASS, in Essen und gegen Halle) angesichts der folgenden Niederlage in Duisburg nur mehr als zwischenzeitliches Strohfeuer erweisen – sowie die drei Erfolge zu Saisonbeginn, nach denen der ECC in eine veritable Krise und parallel dazu in den Tabellenkeller rutschte? Der Gast aus Leipzig ist zumindest in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt, sodass es in der Eissporthalle am Glockenturm kein Selbstläufer zu erwarten war.

ECC dreht das Spiel im zweiten Drittel

So führten die Icefighters nach dem ersten Drittel mit 1:0, doch die Preussen legten einen starken zweiten Durchgang auf’s heimische Eis. Wie schon gegen die Hannover Scorpions im November gelangen dem Team von Trainer Lenny Soccio im Verlauf des Mittelabschnitts drei Tore durch einen Doppelpack von Jan Schmidt und einen Treffer von Julian van Lijden. Allerdings verkürzten die Leipziger nicht nur wieder vor Ende des zweiten Abschnitts, sondern glichen Mitte des Schlussdrittels sogar zum 3:3 aus.

Entscheidender Schlag trotz zwischenzeitlichen Ausgleichs

Vor wenigen Wochen noch wäre ein solcher Spielverlauf wohl unweigerlich mit einer Niederlage ausgegangen. Nun aber gelang es, das Resultat gegen den leicht favorisierten Kontrahenten bis in die Schlusssekunden zu halten. Dass den Preussen dann aber auch noch der Siegtreffer eine gute Minute vor Schluss durch Philipp Grunwald gelang, kann man schlichtweg nur als „perfekt“ bezeichnen.

FASS: Führung verspielt, Aufholjagd ohne Glück

Am Ende für die Katz: die zwei Treffer des hier umjubelten Patrick Czajka (M.)

Das genaue Gegenteil davon erlebt diese Saison FASS Berlin. Seit Beginn der Spielzeit hängen die Akademiker am Tabellenende fest. Trotz eines kurzen Zwischenhochs geht die Ergebniskurve derzeit wieder steil in den Keller. Dort befand sich eine ganze Weile auch der Gegner vom Freitag, die Rostock Piranhas. Doch das Team von der Ostsee führte vor, wie weit man es mit einem Lauf bringen kann. Es begann ausgerechnet mit einem Auswärtssieg bei den Preussen, quasi einem weiteren Saisontiefpunkt des ECC. Vor der Partie bei FASS hatten die Rostocker dieses Erweckungserlebnis auf eine Serie von sechs Siegen in Folge ausgebaut. So kamen die Piranhas als selbstbewusster Tabellen-11. in den Wellblechpalast.

Schneller Führung folgt Rückstand zur ersten Pause

Doch der Gastgeber zeigte sich zunächst unbeeindruckt und ging schnell durch Patrick Czajka in Führung. In der Schlussphase des ersten Drittels geriet FASS allerdings mit 1:2 in Rückstand. Im zweiten Durchgang konnte man das Geschehen zwar weiter eng gestalten, doch wieder kassierte man kurz vor der Pausensirene ein Tor zum 1:3. Im Nachhinein schon so etwas wie die Vorentscheidung, denn im letzten Drittel kamen die zwar leidenschaftlich kämpfenden Akademiker nicht mehr entscheidend heran.

Nach 1:3 alle Bemühungen am Ende vergebens

Nach dem Tor zum 2:3 (erneut durch Czajka) erhöhten die Rostocker zunächst wieder auf den alten Abstand, FASS gelang dennoch spät das 3:4 durch Christian Leers und setzte anschließend alles auf eine Karte. So kam, was kommen musste: statt, dass das Kellerkind sich noch mit dem Ausgleich belohnte, traf der Gegner mit dem Lauf in den Schlusssekunden ins leere Tor zum 3:5-Endstand.

Berliner Konkurrenten trennen schon 14 Punkte

So verdeutlicht sich die gegenläufige Formkurve auch in der aktuellen Tabelle der Oberliga Nord: die Preussen liegen mit nun 25 Punkten auf Rang 11, FASS mit ganzen elf abgeschlagen am Ende. Interessant auch, dass die Charlottenburger in ihrer Staffel der 3. Spielklasse mit Abstand die wenigsten Tore (54 in 23 Spielen) erzielt haben, FASS mit Abstand dagegen die meisten eingefangen (138 in 23 Spielen) hat. Da nutzt es den Akademikern eben auch nicht, dass ihnen bislang mehr Tore als etwa dem Tabellenachten Hannover Indians gelangen.

Sichert eine bessere Abwehr auch den Klassenerhalt?

Entscheidend wirkt sich also eher wieder mal die „Defense“ aus – wie die der Preussen, die die beste aller Teams in der unteren Tabellenhälfte ist. Sie hat sogar weniger Treffer zugelassen als die der Crocodiles Hamburg, die als Tabellendritte allerdings auch einen auffallend schlechten Wert in dieser Hinsicht vorzuweisen haben. Diese Daten führen auch dazu, dass die Preussen vergleichsweise entspannt am Sonntag zum Tabellenführer nach Herne reisen können – während FASS beim Mittelfeldteam der Wedemark Scorpions die nächste Niederlage zu drohen scheint.

Text+Archivfotos: Hagen Nickelé

Fußball-Verband belohnt aktive Vereine mit Preisen

Gestern abend wurden insgesamt 19 Berliner Fußballvereine mit dem Gütesiegel des BFV ausgezeichnet - in den Kategorien Bronze (jeweils 100 Euro), Silber (250 Euro) und Gold (500 Euro). In Anwesenheit des neuen Sport-Staatssekretärs im Senat, Christian Gaebler (SPD), BFV-Präsident Bernd Schultz sowie "Gastgeber" Werner Kehren (BSR-Finanzvorstand) fand die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Bildungs- und Informationsstätte der Berliner Stadtreinigungsbetriebe statt.

Berlinsport-Aktuell war vor Ort und hat die Ehrung mitgeschnitten - im Folgenden kann man sie in Ausschnitten nachhören.

Eine Fotogalerie zu der Veranstaltung gibt es auf unserer Facebook-Seite

Ehrung mit dem Gütesiegel in Bronze:

Berliner SV 92, TSV Mariendorf 1897, BSC Kickers 1900 (Foto r.), FSV Hansa 07, JFC Berlin, SC Berliner Amateure, Berolina Stralau

 

 

Ehrung mit dem Gütesiegel in Silber:
SC Siemensstadt, Berliner TSC, Friedenauer TSC, SC Minerva 93, FC Viktoria 89, Stern Marienfelde, BFC Dynamo, FC Nordost (Foto r.), Rot-Weiß Viktoria Mitte

 

 

Ehrung mit dem Gütesiegel in Gold:
SV Buchholz, SC Borsigwalde, Fußballakademie Hertha BSC (Foto r.)

 

Thema: BFV-Gütesiegel
"Das Gütesiegel wird vom Berliner Fußball-Verband an seine Mitgliedsvereine verliehen, sofern diese sich darum bewerben und fest definierte Qualitätskriterien erfüllen. Hierzu zählen beispielsweise das Fördern von Aus- und Weiterbildung der Vereinsmitglieder, das Bedienen des „Schiedsrichter-Soll-Ist“, die Talentförderung von jungen Spielerinnen und Spielern und das soziale Engagement, zum Beispiel für Flüchtlinge. (...)

Das BFV-Gütesiegel wird in den drei Abstufungen Bronze, Silber und Gold verliehen. In jeder der vier Kategorien gibt es 10 bis 12 Kriterien. Pro Kriterium können 1 bis 5 Punkte erreicht werden. In einer Kategorie sind maximal 25 Punkte zu erreichen. Neben der Auszeichnung erhalten die Vereine Geld- bzw. Sachpreise.

Um das BFV-Gütesiegel in Bronze zu erhalten, werden mindestens 50 Punkte benötigt. Die Auszeichnung Silber setzt 75 Punkte voraus. Wenn ein Verein das dritte Mal in Folge die erforderliche Punktezahl für Silber erreicht hat, darf er ab dem dritten Jahr das BFV-Gütesiegel in Gold entgegennehmen."

Quelle: Berliner Fußball-Verband (BFV)

Nicht zu halten: Füchse-Trainer Richardsson (l.) neben Torwart Silvio Heinevetter

Bob Hanning benennt Petković als Nachfolger

Die Füchse Berlin haben einen neuen Trainer. Velimir Petković übernimmt ab sofort die Berliner Handballmannschaft als Nachfolger von Erlingur Richardsson. Der 44 jährige Isländer scheiterte damit an der anhaltenden Formkrise seiner Mannschaft, die in den letzten Wochen wiederholt desolate Leistungen ablieferte. Der Schaden konnte zwar in Grenzen gehalten werden - Platz vier in der Bundesliga und die Qualifikation für die Hauptrunde des EHF-Pokals stehen zu Buche - doch Bob Hanning sah seine sportlichen Vorgaben gefährdet.

„Wenn wir in eine schwierige Situation kommen, wenn es mal nicht läuft, haben wir keinen auf dem Parkett, der das stoppen kann. Damit meine ich jeden einzelnen Spieler, auch den Trainer und den Sportdirektor.“

Bob Hanning, Geschäftsführer

Der Geschäftsführer der Füchse ließ seinen Gefühlen bereits letzte Woche nach einem mühevollen 33:31 Sieg gegen Melsungen freien Lauf: „Wenn wir in eine schwierige Situation kommen, wenn es mal nicht läuft, haben wir keinen auf dem Parkett, der das stoppen kann.“ Entscheidend war aber Hannings Zusatz: „Damit meine ich jeden einzelnen Spieler, auch den Trainer und den Sportdirektor.“ Richardsson warf er Führungsschwäche vor - zu ruhig, zu wenig mitreißend sei er gewesen. Sein Nachfolger Petković gilt trotz seiner 60 Lebensjahre als temperamentvoller Coach. 2011 und 2012 gewann der gebürtige Jugoslawe mit Frisch Auf Göppingen den EHF-Pokal und wurde 2005 zum „Trainer der Saison“ in Deutschland gewählt. Petković soll keine Übergangslösung darstellen und erhält von Hanning einen Vertrag bis 2018.

Text+Foto: Eike Ahlhausen

Preis der Besten: Gerhard Biendl und Popeye Diamant lassen die Muskeln spielen

Strahlemänner: Gerhard Biendl (l.) setzte sich mit Popeye Diamant durch, Mitbesitzer Andreas Schwarz gesellte sich bei der Siegerehrung sichtbar fröhlich hinzu

Der bayerische Toptrainer führt den Seriensieger zu einem weiteren großartigen Erfolg

Er nahm bei seinem Ausflug in die Hauptstadt nur eine einzige Sulkyfahrt wahr – aber die entwickelte sich zu einer grandiosen Rennsport-Gala: Gerhard Biendl erwies sich einmal mehr als der Mann für die Big Points und gewann mit Popeye Diamant den mit 15.000 Euro dotierten Preis der Besten. Ein Pferd, auf das nicht nur sein Trainer, sondern das gesamte Team stolz sein darf. Der im Gemeinschaftsbesitz der Rennställe Kaurismäki und Diamanten befindliche Traber hatte zuvor bereits 20 Rennen gewonnen und erhöhte seine Gewinnsumme nach seinem kürzlichen Triumph beim Gelsenkirchener Marathon nun erneut um satte 7.500 Euro. Er wird seinem Namen vollauf gerecht: Fast 40.000 Euro trabte der Wallach, der jetzt in die Winterruhe gehen wird, in dieser Saison zusammen. Und nicht nur seine Erfolgszahlen sind imposant – faszinierend war vor allem die Art und Weise, wie er sich am Sonntag auf der Derby-Bahn gegen seine acht Gegner durchsetzte.

„Dass Popeye Diamant trotz des harten Pensums so überlegen gewann, beweist seine große Klasse!“  (Fahrer Gerhard Biendl)

Gewiss – Popeye Diamant hatte natürlich einen Vorteil auf seiner Seite, denn er konnte von der 2.000-Meter-Grundmarke aus in das in drei Bänder aufgeteilte Rennen gehen. Doch die vermeintlich optimale Ausgangslage erwies sich ziemlich schnell als Bürde, denn der 22:10-Favorit bekam – nachdem er vom Fleck weg die Führung übernommen hatte – einen permanenten und geradezu mörderischen Druck ab. Vor den Tribünen versuchte ihm zunächst der diesmal nur schwer zu regulierende und später untergehende Vin Rouge (Thorsten Tietz) die Hölle heiß zu machen und auf der Schlusshalben setzten sich die Breeders-Crown-Siegerin C’est bien (Roland Hülskath) und vor allem der ganz außen aufmarschierende Charlie-Mills-Triumphator Othello Victory (Rudolf Haller) immer stärker in Szene. Der Letztgenannte sah 400 Meter vor dem Ziel schon wie der Sieger aus. Doch die Rechnung war ohne den Wirt gemacht und Othello Victory bzw. C‘est bien blieben nur die Ränge zwei und drei. Denn Popeye Diamant zeigte sich völlig unbeeindruckt und dehnte seinen Vorsprung im Einlauf in der Kilometerzeit von 1:16,1 min. sogar auf vier Längen aus. Gerhard Biendls Resümee: „Dass Popeye Diamant trotz des harten Pensums so überlegen gewann, beweist seine große Klasse!“

"Pinky" siegt im Doppelpack...

Die Eins vor der Zwei und der Drei – so simpel lautete die Reihenfolge in dem mit 5.000 Euro Garantie versehenen „Team Jokimaa - Rennen“, das einer zwanzigköpfigen Gruppe von finnischen Sulkysportlern gewidmet war, die am Sonntag in Mariendorf zu Gast waren. Die Nummer eins: Das war Sarina, die mit Michael Hönemann sofort in Front gestürmt war und das Pensum in der Tagesbestzeit von 15,8/1.900m eisern herunter stiefelte. Der oftmalige Berliner Meister strahlte danach in dem mit den skandinavischen Gratulanten prall gefüllten Winner-Circle über das ganze Gesicht: „Sarina ist in Front wirklich eine Macht und viel stärker als aus dem Feld heraus!“

„Sarina ist in Front wirklich eine Macht und viel stärker als aus dem Feld heraus!“ (Fahrer Michael "Pinky" Hönemann)

Nur zwanzig Minuten später gelang „Pinky“ dann der zweite Schlag – mit Flavio As punktete Hönemann erneut für die Farben von Alexander Dame. Der Wallach kämpfte sich in der Außenspur knapp vor der speedstarken Irma (Thomas Buley) und dem Pacemaker Joke d’Avril (Thomas Heinzig) über die Linie.

...und Thorsten Tietz zieht nach

Erfolgsrezept: Thorsten Tietz siegte zweimal "auf dieselbe Tour" (Foto: H. Nickelé)

Auch Thorsten Tietz gelang an der von tristen und feuchten äußeren Bedingungen – die natürlich auch auf dem Geläuf Spuren hinterließen – begleiteten Veranstaltung ein Doppelerfolg. Der Berliner Champion führte zunächst Tornado Jet auf die Siegerparade. Tietz dirigierte den in Italien gezüchteten Wallach mit Erreichen der ersten Geraden an die Spitze und konnte seinem Schützling das Tempo frei einteilen. Auf der Zielgeraden löste sich der Vierjährige spielerisch.

Da dies so gut geklappt hatte, entschied sich der Mann im weiß-braunen Dress mit dem ebenfalls die Toniatti-Farben tragenden Tragopan Jet für die exakt identische Taktik. Der Hengst beherrschte die Schlussrunde mit großer Autorität.

Auch Meister und Alt-Meister gehen nicht leer aus

Mit cleverer taktischer Raffinesse steuerte Michael Nimczyk Montgomery Mo zum Sieg. Der Mommert-Traber hatte sofort die Führung übernommen, doch vor den Tribünen ließ der Deutsche Meister seinen Hauptkontrahenten Heinz Wewering und dessen Schützling Impulsiv passieren. Auf den letzten 400 Metern drehte der Goldhelm den Spieß ganz gelassen wieder um.

Heinz Wewering wurde aber unmittelbar danach reichlich entschädigt – denn Europas siegreichster Trabrennsportler führte Jorma Bo auf die Ehrenrunde. Der dreijährige Wallach zog an der Spitze einsam seine Kreise und machte seiner neuen Besitzerin Katharina Pavel, die am Sonntag ihren Geburtstag feierte, ein tolles Präsent.

Agostini überrascht, Arando dominiert, Mighty Hanover souverän

Thomas Panschow überraschte das wettende Publikum mit dem 121:10-Außenseiter Agostini, der allerdings angesichts seines zuvor schon oft bewiesenen Laufvermögens am Toto deutlich unterschätzt war. Der Fünfjährige stürmte kurz vor dem trotto.de-Bogen an die Spitze und siegte völlig überlegen.

Arando feierte in der Hand von Franz-Josef Stamer einen Start-Ziel-Sieg. Annett Lineckes Wallach machte sich im Einlauf überlegen frei und bildet mit dem Amateurfahrer ein absolutes Dreamteam.

Das kann auch von Sarah Kube und Mighty Hanover behaupten, die im Vorfeld als Tipp des Tages galten. Das 14:10-Favoritengespann wurde dieser Einschätzung vollauf gerecht, übernahm noch auf der Startgeraden das Kommando und gewann völlig souverän.

Der Renntag in Zahlen:
Gesamtumsatz: 134.749,60 Euro – Bahnumsatz: 42.498,50 Euro - Außenumsatz: 92.251,10 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 18. Dezember statt. Im Mittelpunkt stehen die Vorläufe und das Finale zum hochdotierten Winterpokal der Amateure. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)