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Zorn siegt bei Männern, Orschmann bei den Frauen

Preisträger: Christoph Zorn (2. v. r.), rechts BFV-Präsident Bernd Schultz (Quelle: sr Pictures Sandra Ritschel)

 

Christoph Zorn, der Stürmer von Eintracht Mahlsdorf, setzte sich gegen Erhan Bahceci von SC Staaken und Sebastian Huke von Tennis Borussia durch und dankte den Wählerinnen und Wählern und fügte hinzu: „Ich freue mich sehr über diesen Preis. Wir haben eine gute Saison gespielt. In der kommenden Saison möchte ich die Leistung bestätigen, wenn nicht sogar steigern."

Die weibliche Gewinnerin in dieser Kategorie, Dina Orschmann (1. FC Union), verwies Anja Kähler (FC Viktoria 1889) und Nicole Bartholdi (SFC Stern 1900) auf die Plätze zwei und drei. Die Auszeichnung konnte sie nicht persönlich entgegennehmen, da sie sich für ihr Studium bereits in den USA befindet.

Über die gute Nachricht freut sie sich dennoch: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die mir diese Ehrung ermöglicht haben. Ein großes Dankeschön geht an meine Trainer und Mitspielerinnen sowie Freunde und Familie, die mich immer tatkräftig unterstützen, damit ich meine Ziele verfolgen kann. Mein diesjähriges Ziel, im August zur U19 Europameisterschaft nach Irland zu fahren, habe ich erreicht und freue mich, auch im nächsten Jahr alles für meine neuen Ziele (U20 WM 2018 in Frankreich) geben zu können."

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, beglückwünscht die beiden: „Dina Orschmann und Christoph Zorn haben in der letzten Saison tolle Leistungen erbracht und großen Anteil an den Erfolgen ihrer Teams gehabt. Die Berlinerinnen und Berliner würdigen dies nun in Form dieser Auszeichnung. Ich gratuliere den beiden herzlich zur Wahl zur Fußballerin und zum Amateurfußballer der Saison 2016/17."

Die Fußball-Woche (FuWo) und der Berliner Fußball-Verband (BFV) suchten mit Unterstützung der Deutschen Klassenlotterie Berlin in den vier Kategorien Profi, Fußballerin, Amateurfußballer und Amateurtrainer die Berliner Fußballer der vergangenen Saison 2016/17. Die Abstimmung lief vom 29. Mai bis 30. Juni 2017. Es wurden rund 12.000 Stimmen abgegeben.

Die Ergebnisse im Überblick:

3. Platz: Sebastian Huke (TeBe)

Berliner Amateurfußballer der Saison 2016/17

1. Christoph Zorn (Eintracht Mahlsdorf)
2. Erhan Bahceci (SC Staaken)
3. Sebastian Huke (Tennis Borussia)
4. Louis Stüwe (VSG Altglienicke)
5. Thomas Brechler (SV Lichtenberg 47)
6. Ümit Ergirdi (FC Viktoria 89)
7. Maximilian Zimmer (Berliner AK 07)
8. Dennis Srbeny (BFC Dynamo)

Berliner Fußballerin der Saison 2016/17

1. Dina Orschmann (1. FC Union)
2. Anja Kähler (FC Viktoria 89)
3. Nicole Bartholdi (SFC Stern 1900)
4. Lavinia Timme (BSC Marzahn)
5. Marie Weidt (1. FC Union)
6. Sarah Kollek (BW Hohen Neuendorf)
7. Charly Thomas (1. FC Union II)
8. Erika Szuh (BW Hohen Neuendorf)

"Platte" bester Profi, Seitz bei Trainern vorne

Die Preisübergabe fand im Rahmen der BFV-Meisterehrung im Landesleistungszentrum Wannsee statt. Zum Profifußballer wurde Marvin Plattenhardt (Hertha BSC) gewählt, der es sich nicht nehmen ließ, den Preis persönlich in Empfang zu nehmen: „Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen, aber ganz besonders auch bei allen, die für mich abgestimmt haben. Es ist mir eine große Ehre den Preis entgegenzunehmen." Der Amateurtrainer wurde bereits am Morgen bekannt gegeben: Es ist Jeffrey Seitz vom Berliner Meister SC Staaken.

Beide Ergebnisse in der Übersicht:

Bester Trainer: Jeffrey Seitz (SC Staaken)

Amateurtrainer der Saison 2016/17

1. Jeffrey Seitz (SC Staaken)
2. Torsten Boer (Eintracht Mahlsdorf)
3. Dennis Kutrieb/Simon Rösner (VSG Altglienicke)
4. Uwe Lehmann (SV Lichtenberg 47)
5. Ersan Parlatan (FC Viktoria 89)
6. Hassan Chaabo (FSV Spandauer Kickers)
7. Kenan Arayici (SpVgg Hellas-Nordwest)
8. Marco Wilke (SD Croatia)

Berliner Profifußballer der Saison 2016/17

1. Marvin Plattenhardt (Hertha BSC)
2. Rune Jarstein (Hertha BSC)
3. Toni Leistner (1. FC Union)
3. Steven Skrzybski (1. FC Union)
5. Vedad Ibisevic (Hertha BSC)
6. John Anthony Brooks (Hertha BSC)
7. Damir Kreilach (1. FC Union)
8. Christopher Trimmel (1. FC Union)

Quelle: Berliner Fußball-Verband (BFV)

Die Mommert-Stallform stimmt

Diesmal punktet Lighten up Today für den Besitzer-Champion und gewinnt mit Michael Nimczyk den dritten Lauf des Super Trot Cups. Der Sieg in der Breeders-Course-Elimination geht an Robin Bakker und Valentina Wind. Dennis Spangenberg gewinnt drei Rennen.

Großes Bild: Lighten Up Today (5) mit Michael Nimczyk gewinnt den 3.Lauf zum Super Trot Cup (Foto: ©Marius Schwarz)

Zwei Zehntausend-Euro-Rennen bildeten den letzten sportlichen Höhepunkt vor der Derby-Woche (28. Juli bis 6. August) und die Aufmerksamkeit ruhte natürlich ganz besonders auf dem dritten Lauf des Super Trot Cups. Denn hier wurden erneut zwei Tickets für das mit 60.000 Euro Preisgeld dotierte Finale vergeben, das gemeinsam mit dem trotto.de 122. Deutschen Traber-Derby den Höhepunkt des letzten Veranstaltungsstages der wichtigsten Rennwoche der Republik bilden wird.

Tolles Duo stoppt Favorit Victorious Star

Um es vorwegzunehmen: Wie schon im ersten Lauf, als er in der Startphase scheiterte, erwies sich der erneut als Favorit angetretene Wallach Victorious Star als Pechvogel des Rennens. Diesmal ging der – nun von seinem Trainer Conrad Lugauer gesteuerte – bildhübsche Traber zwar glatt und er machte sich sogar um die Führungsarbeit verdient. Aber trotz einer wirklich exzellenten Leistung und einer 13-er Kilometerzeit verpasste Victorious Star das Finale als Drittplatzierter um wenige Zentimeter, denn er wurde im Einlauf zunächst vom späteren Sieger Lighten up Today und Michael Nimczyk abgefangen und im Anschluss schob sich mit dem allerletzten Schritt auch noch Popeye Diamant (Gerhard Biendl) an dem schwedischen Traber vorbei. Das Publikum wird Lighten up Today und Popeye Diamant nun also am 6. August im „Finale Grande“ des Super Trot Cups wiedersehen.

Fahrer Michael Nimczyk (l.) und das Besitzer-Ehepaar Mommert (Foto: ©Marius Schwarz)

Man darf sich darauf mächtig freuen - denn beide Pferde, die in der Tagesbestzeit von 13,2/1.900m um eine halbe Länge voneinander getrennt über die Linie stürmten, agierten in vorzüglicher Art und Weise. Lighten up Today kämpfte auf der Startgeraden kurz um die Spitze mit. Als aber auch einige andere der zehn Teilnehmer Offensivgeist entwickelten, überhastete Michael Nimczyk mit Ulrich Mommerts Traber nichts und bezog die Position im dritten Paar außen. Direkt neben ihm hielt Gerhard Biendl seinen Schützling als fünftes Pferd innen versteckt und nutzte, als es auf die Zielgeraden ging, konsequent jeden Zentimeter Freiraum aus.

Popeye Diamant wurde noch höllisch schnell – aber da war die Entscheidung bereits gefallen. Denn Lighten up Today, der vom Deutschen Meister Ende der Gegenseite flottgemacht worden war, ließ nichts mehr anbrennen. Dabei kam der Wallach aus einer siebenwöchigen Ruhe. Sein Trainer Michael Larsen berichtete: „Er war ein bisschen krank und ich konnte ihn die ganze Zeit nicht schnell arbeiten. Gerade deswegen war sein heutiger Auftritt einfach phänomenal“ Und auch Michael Nimczyk schwärmte: „Angesichts dieser Leistung freue ich mich schon jetzt auf das Finale, denn ich bin mir sicher: Dort wird Lighten up Today sogar noch besser sein!“

Holländisches Duo gewinnt im kleinen Feld

Das Geschehen im zweiten Mariendorfer Zehntausender, der Breeders-Course-Elimination, ist schnell erzählt. Da der Hengst Vo’Via aufgrund fehlender Ausfuhrpapiere nicht teilnahmeberechtigt war, versammelten sich lediglich vier Dreijährige hinter den ausgeklappten Flügeln des Mariendorfer Startwagens. In dieser Phase kam obendrein der 15:10-Topfavorit New Dawn (Thorsten Tietz) – bis dato die personifizierte Trabsicherheit – schwer von den Beinen. Also waren schon nach wenigen Metern nur noch drei Teilnehmer in der Wertung verblieben, die sich im Anschluss aber erfreulicherweise keine Unsicherheiten mehr leisteten.

Im Gegenteil – sie servierten dem Publikum einen spannenden Rennverlauf, den Valentina Wind und Robin Bakker von der Spitze aus in 16,1/1.900m sehr souverän beherrschten. Die dreijährige Stute wies die Attacken von Happy Occagnes (Michael Nimczyk) leicht und locker ab und da sich Valentina Winds Stallgefährte Vincent (Danny Brouwer) mit dem letzten Schritt an Happy Occagnes vorbei das zweite Geld schnappte, wurde der Doppeltriumph der niederländischen Farben des Stalles Why Not und das Erfolgserlebnis für Trainer Paul Hagoort perfekt.

Bei der Siegerehrung gab sich Robin Bakker selbstbewusst: „Ich hoffe, dass beide Pferde im Finale am 25. Juli in Jägersro eine gute Rolle spielen werden. Valentina Wind litt bei ihrem ersten Mariendorfer Auftritt im Mai noch an kleineren Rückenproblemen, die mittlerweile gelöst sind. Die Stute hat sich danach prächtig entwickelt und steht vor einer tollen Zukunft.“

Spangenberg siegt gleich dreimal

Ein riesiges Kompliment hatte sich der von Dennis Spangenberg präsentierte Stan Libuda verdient, denn der Wallach traf es bei seinem Sieg im Sommer-Pokal des VDT alles andere als leicht an. Zum einen, weil er zwanzig Meter Zulage zu verdauen hatte und zum anderen, weil er trotz enormer Kraftanstrengung auf der ersten halben Runde partout nicht an dem Tempomacher Hamilton Noa (Conrad Lugauer) vorbeikam. Dennoch bog der zwischendurch wieder an die Innenkante beorderte 13:10-Favorit mit den letzten Schritten den Spieß in 14,0/2.020m noch erfolgreich um, obwohl er auf der Zielgeraden erst noch seinen Trainingsgefährten Dreambreaker (Thorsten Tietz), der das dritte Geld erhielt, umschiffen musste.

Dennis Spangenberg: „Ich wollte unbedingt die Spitze – dann wäre die Messe sicherlich schnell gelesen gewesen. Aber es war wirklich super, was Stan Libuda trotz des nicht erwarteten Rennverlaufs gezeigt hat. Er ist ein erstklassiges Pferd!“

Ein ähnliches Attribut galt auch für Dennis Spangenbergs zweite Tagessiegerin Lady Vera, die 1.400 Meter vor dem Ziel das Kommando übernahm und ihre gewiss nicht schlechten Konkurrenten in 13,8/1.900m regelrecht deklassierte. Die Stute soll nun das Bruno-Cassirer-Rennen bestreiten.

Für Dennis Spangenberg war der Nachmittag damit allerdings noch nicht beendet, denn er punktete auch mit dem 146:10-Außenseiter Sean O’Malley, der von einem geschonten Verlauf profitierte und seine Reserven auf den letzten zweihundert Metern ausspielte.

Die übrigen Rennverläufe

Und hier die weiteren Sieger der Veranstaltung, die mit der 14.3-Qualifikation der dreijährigen Stute Extra Cash überaus spektakulär begann: Ein filmreifes Finish zweier herausragender Pferde gab es im Amateurfahren der Gewinnsummenklasse bis 35.000 Euro. Als Sieger ging Soccer (Günter Schiefelbein) aus diesem Duell hervor, der mit einer die gesamte Zielgerade hinunter währenden Attacke den innen beherzt gegenhaltenden Rossini Diamant (Sarah Kube) bezwang.

Ausgesprochen beeindruckend präsentierte sich auch Tiffany Diamant, die von Gerhard Biendl einen perfekten Rennverlauf als zweites Pferd an der Innenkante serviert bekam und ihre Reserven grandios ausspielte. Maine (Thorsten Tietz) gewann Start bis Ziel hochüberlegen, musste aber eine Prüfung durch die Stewards bezüglich ihrer Gangart überstehen.

In einem von Galoppaden der Favoriten geprägten Rennen wurde die zunächst an fünfter Stelle postierte Lovely Princess (Michael Hönemann) auf dem letzten halben Kilometer immer stärker und trumpfte zur Siegquote von 207:10 (Place: 124:10) auf. Mit Strawberry Diamant (Michael Nimczyk) und Louisa (Thomas Panschow) auf den weiteren Plätzen zahlte die Dreierwette 18.247:10 aus!

Jarich (Kay Werner) lag bis vor den Tribünen an dritter Stelle und setzte aus dem Schlussbogen heraus zum Angriff an. Der fein in Schwung gekommene Wallach, der in der vergangenen Saison noch überhaupt nicht wie ein Siegertyp erschien, ging erstaunlich souverän an Holly Star (Michael Nimczyk) vorbei. Jarichs Besitzer Georg Radde darf der weiteren Entwicklung seines Pferdes gespannt entgegensehen.

Gesamtumsatz: 171.588,51 Euro – Bahnumsatz: 47.852,70 Euro - Außenumsatz: 123.735,81 Euro.

Unser Terminhinweis: Es ist soweit: In wenigen Tagen startet die Derby-Woche! Deutschlands bedeutendstes Trabsportereignis beginnt mit dem großen Entertainment-Renntag am Freitag, dem 28. Juli (ab 15.30 Uhr).

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Dragan Kostic (Trainer SV Sparta)

Im zweiten Anlauf nach seinem Abstieg hat der SV Sparta die Rückkehr in die Berlin-Liga bewerkstelligt. Trainer Dragan Kostic erklärt im Gespräch mit Berlinsport Aktuell, warum er trotz einiger Abgänge trotzdem optimistisch in Bezug auf die Spielzeit 2017/18 gestimmt ist und wie man die "Großen" ärgern will.

Das Gespräch wurde nach dem Testspiel bei Lichtenberg 47 (1:9) auf dem Sportplatz Bornitzstraße aufgezeichnet.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Adler empfangen Samstag Dresden - Rebels am Sonntag gegen den Tabellenführer

Die Situation bei beiden Berliner Football-Erstligisten dürfte angespannt sein vor diesem Wochenende - sowohl Adler wie Rebels hinken ihren eigenen Erwartungen etwas hinterher. Erstere stecken nach der Hälfte ihrer 14 Hauptrundenspiele auf dem vorletzten Platz fest, während die Charlottenburger nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen den letzten Playoff-Platz gegen die punktgleiche Konkurrenz behaupten muss. Erfolgserlebnisse an diesem Wochenende scheinen dazu angesichts schwerer Gegner eher außer Reichweite  - auch wenn beide Teams Heimvorteil genießen.

Adler: Gegen Dresden droht nächste Niederlage

Rechtzeitig fit? Der angeschlagene Adler-QB Niko Fortino (l.) mit Bryan Zerbe

Die Adler haben dabei am Sonnabend den Vortritt im Heimspiel gegen die Dresden Monarchs. Die Sachsen belegen aktuell den 3. Platz, haben bislang alle Spiele gegen die Teams hinter ihnen für sich entscheiden können. Eine Kostprobe ihrer Qualität lieferten sie erst vor drei Wochen bei den Rebels ab, als sie überraschend souverän 45:20 siegten und dabei auch in jedem einzelnen Quarter die Nase vorne hatten.

Im Hinspiel konnten die Berlin Adler Ende Mai zwar ihre zweitbeste Punktausbeute der GFL-Season erreichen, verloren aber deutlich 55:17. Im "verrückten" zweiten Quarter schafften die Weddinger dabei allein 14 Punkte, ließen den Monarchs aber auch deren 24 zu. Ganz unverwundbar sind die Monarchs also nicht, doch haben die Adler auch mit eigenen Problemen zu kämpfen.


                 BERLIN ADLER vs DRESDEN MONARCHS

          SONNABEND, 15.07.2017, 16 UHR, POSTSTADION


So hat mit Devon Francois der wohl beste Spieler der vergangenen Saison den Verein inzwischen verlassen. Allerdings lief es sportlich in diesem Jahr auch nicht so erfolgreich für den Running Back, an dessen guten Tagen das ganze Adler-Team aber auch wachsen konnte. Beim bitteren 13:68 gegen die Kiel Baltic Hurricanes vor einer Woche mochte der eine oder andere jedenfalls Francois schon vermisst haben.

Head Coach Eric Schramm kann in dieser Situation nur hoffen, dass die gegen Kiel angeschlagenen Spieler schnell wieder fit werden. Allen voran Niko Fortino, der Quarterback, der erst seit einem Monat für die Adler spielt. Der US-Amerikaner wurde kurzfristig als Ersatz für den verletzten Paul Zimmermann verpflichtet. Der wurde allerdings - immerhin - schnell wieder fit und lief zuletzt als Receiver auf, musste dann aber Fortino wieder ersetzen. Der Neuzugang soll aber zunächst die Nr. 1 unter den Quarterbacks bei den Adlern bleiben.

Rebels: "Mission Impossible" gegen den Rekordmeister?

Volle Konzentration: Die benötigen die Rebels gegen Braunschweig

Am Sonntag empfangen die Berlin Rebels dann - wieder ausweichend im Stadion Wilmersdorf - die "Übermannschaft" der New Yorker Lions aus Braunschweig. Der deutsche Rekordmeister ist auch nach vier Titeln in Folge anscheinend das Maß aller Dinge in der GFL. In der Nord-Staffel führen die Lions nach sieben Siegen das Klassement an und nehmen wenig überraschend wieder Kurs auf die Playoffs. Auffällig dabei: die Braunschweiger haben bislang nur die drittmeisten Punkte erzielt, aber schon hundert Punkte weniger als die nächstbeste Defense zugelassen.


        BERLIN REBELS vs NEW YORKER LIONS BRAUNSCHWEIG

       SONNTAG, 16.07.2017, 15 UHR, STADION WILMERSDORF


Die Rebels mussten nach vier Auftaktsiegen ausgerechnet beim Aufsteiger Cologne Crocodiles eine überraschende Niederlage einstecken und bissen sich eine Woche später beim 10:52 die Zähne an den Braunschweigern aus. Es folgte mit der Heimniederlage gegen Dresden der nächste Rückschlag, sodass der Druck gegen die Hildesheim Invaders am letzten Wochenende schon recht groß war. Das Team von HC Kim Kuci löste diese Aufgabe dann zwar vergleichsweise sicher (40:20), aber nicht unbedingt souverän.

Somit liegen die Charlottenburger aktuell punktgleich mit den drittplatzierten Dresdnern, aber auch mit dem Verfolger aus Köln. Dessen fünfter Rang würde nicht für die Playoffs reichen - nachdem die Rebels letztes Jahr aber erstmals dabei waren, wollen sie diese unbedingt wieder erreichen. Nach dem Spiel am Sonntag hat man aber nur noch einmal Heimrecht und muss viermal auswärts antreten. Das erste Mal dann in 14 Tagen - zum Derby bei den Adlern im Poststadion.

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

 

Benjamin Plötz (Sportlicher Leiter SV Lichtenberg 47)

In der abgelaufenen Saison konnte der SV Lichtenberg 47 einen hervorragenden 3. Platz in der NOFV-Oberliga Nord erreichen. Berlinsport Aktuell blickt gemeinsam mit Benjamin Plötz, dem Sportlichen Leiter der 47er, aber nicht nur zurück - sondern auch auf den aktuellen Stand in der Vorbereitung und was die kommende Spielzeit bringen könnte.

Das Gespräch wurde nach dem Testspiel am Mittwochabend gegen den SV Sparta auf dem Sportplatz Bornitzstraße aufgezeichnet.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Gesprächsbereit: Michael Meister (r.)

Im zweiten Teil des Interviews mit dem Präsidenten des ambitionierten Berlinligisten geht es zunächst um Zahlen und Fakten - die Höhe des Etats für kommende Saison und wie der Aufwand finanziert wird. Dazu spielt - neben den Planungen für die Zukunft - bei einem Verein wie Blau-Weiß 90 immer die Vergangenheit eine große Rolle. Auch in diesem Punkt ist Michael Meister als ehemaliger Aktiver der richtige Ansprechpartner.

Das Gespräch wurde am Rande des Trainingsauftakts der Blau-Weißen vergangene Woche aufgezeichnet.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Die Karten sind neu gemischt

Die Resultate der drei Buddenbrock-Läufe sorgen für eine Neubewertung des Derby-Jahrgangs. Vor allem die Besitzerfamilien Mommert, Schwarz und Holzapfel dürfen jetzt angesichts der tollen Siege von Michael Nimczyk mit Tijuana Diamant und Charlotte Newport sowie von Dion Tesselaar mit Tsunami Diamant ernsthaft hoffen.

Tsunami Diamant (9) mit Dion Tesselaar gewinnt das Buddenbrock-Rennen 2017 für Hengste. Foto: ©Marius Schwarz

 

Nichts ist mehr so, wie es vorher war – so lautete in etwa die Kernaussage des von allen Traberfans heiß erwarteten Buddenbrock-Renntags. Das in diesem Jahr in zwei Stutenläufe und einen Lauf für Hengste und Wallache unterteilte Rennen gilt seit jeher als Derby-Orakel – wer sich hier auf die Siegerstraße begibt, hat auch am ersten Augustwochenende allerbeste Chancen auf den Erfolg. Im Vorfeld galten vor allem die Pferde des Gestüts Lasbek als prädestiniert für einen Sieg – aber das norddeutsche Nobel-Gestüt konnte keine seiner vierbeinigen Hoffnungsträger auf die Ehrenrunde des erstmals 1901 ausgetragenen Klassikers schicken.

Stattdessen beherrschte ein 215:10 Außenseiter – nämlich der von Dion Tesselaar gesteuerte Tsunami Diamant – das Geschehen bei den Hengsten und Wallachen. Und in den beiden Stutenläufen setzten sich die vom Deutschen Meister Michael Nimczyk präsentierten Tijuana Diamant und Charlotte Newport durch. Inklusive der fünfundzwanzigprozentigen Züchterprämie waren alle drei Läufe mit jeweils 25.000 Euro Preisgeld dotiert. Eines ist klar: Für die Familien von Ulrich Mommert, dem beide Stuten gehören, sowie für die Familien von Max Schwarz und Johann Holzapfel, die die Besitzergemeinschaft von Tsunami Diamant bilden, beginnen nun höchst spannende Wochen. Auch das Team vom Gestüt Lasbek darf weiter hoffen, obwohl sich die Erwartungen diesmal nicht erfüllten – die Pferde von Günter Herz waren größtenteils deutlich unter Wert geschlagen.

Tijuana Diamant setzt sich durch

Ladies first – so hieß die Devise der erstklassigen Veranstaltung, denn als erstes standen die Entscheidungen in den beiden Buddenbrock-Stutenabteilungen auf dem Programm. Berliner Besitzerfarben leuchteten im ersten Lauf auf, denn Ulrich Mommerts Tijuana Diamant (26:10) gelang ein triumphaler Start-Ziel-Erfolg. Im Sulky der von Wolfgang Nimczyk trainierten Dreijährigen saß wie stets sein Sohn Michael, der mit der Dream-Vacation-Tochter alles goldrichtig machte und nur auf den allerletzten Metern noch eine bange Sekunde überstehen musste. Denn kurz vor der Ziellinie machte sich Tijuana Diamant etwas schief. Das lag aber nicht daran, dass die Stute mit ihrer Kraft am Ende war. „Sie war einfach ein wenig unkonzentriert und ließ sich durch das Zielschild irritieren“, schilderte der Deutsche Meister die Situation mit einem dicken Schmunzeln im Gesicht.

Tijuana Diamant (2) mit Michael Nimczyk gewinnt das Buddenbrock-Rennen fŸür Stuten 2. Abteilung. Foto: ©Marius Schwarz

Davon abgesehen war Michael Nimczyk aber total begeistert: „Tijuana Diamant hat sich enorm gesteigert – sie geht einen ganz tollen Weg!“ Das Stallteam der in 14,6/1.900m auftrumpfenden Vierbeiner-Lady hatte in der Tat allen Grund, stolz zu sein. Zumal Tijuana Diamant wahrlich meisterlich vorgetragen wurde: Michael Nimczyk konnte unterwegs das Tempo aus der Partie nehmen und weder die als zweites Pferd innen geschonte und mit dem Ehrenplatz belohnte NYSE (Roland Hülskath) noch die ausgangs des letzten Bogens gebrachte 17:10-Favoritin Miss Godiva (Christian Lindhardt) konnten den Spieß umbiegen, obwohl sie sich noch dicht an die Siegerin herankämpften. Mit ein wenig mehr Glück hätte Miss Godiva sogar gewinnen können – die Lasbekerin hatte als viertes Pferd außen in der vermeintlich idealen Lage das Pech, dass die vor ihr liegende Hanna Greenwood (Dion Tesselaar) nicht gut durchzog und keine geeignete Lokomotive war. Der Schlussangriff von Miss Godiva kam daher zu spät.

Nimczyk siegt auch mit Charlotte Newport

Michael Nimczyk, dem derzeit nahezu alles gelingt, war durch diesen tollen Erfolg so richtig motiviert und legte prompt im zweiten Buddenbrock-Stutenlauf nach. Erneut für die Mommert-Farben – und zwar mit der von Thomas Holtermann trainierten Charlotte Newport, die in 13,7/1.900m fast eine volle Sekunde schneller unterwegs war als ihre Stallgefährtin und zugleich einen neuen Saisonrekord für dreijährige Stuten auf deutschen Bahnen aufstellte. Die kleine Schwester der Stutenderby-Siegerin Gilda Newport übernahm mit flinkem Antritt sofort die Führung, ließ dann eine Gegnerin ziehen und steckte die Nüstern im Einlauf erneut in Front.

Siegerehrung: Charlotte Newport (7) mit Michael Nimczyk gewinnt das Buddenbrock-Rennen für Stuten, 1. Abteilung. Foto: ©Marius Schwarz

Zuhause war Charlotte Newport damit allerdings noch lange nicht, denn auf den letzten Metern wurde die außen im Speed heranfliegende Himoko Greenwood (Hugo Langeweg Junior) noch brandgefährlich. Auch die 19:10-Favoritin Motion Pure (Heinz Wewering), die unterwegs stets an dritter Position gelegen hatte, rückte noch mächtig auf, sodass die bei 60:10 notierte Siegerin letztendlich nur um einen Hals bzw. eine Länge von den zweit- und drittplatzierten Konkurrentinnen getrennt war. Das Fazit: In den am 29. Juli stattfindenden Vorläufen des Eduard Winter Deutschen Stuten-Derbys wird es mächtig spannend zugehen. Alle erwähnten Traber-Ladies besitzen eine Chance, ganz weit vorne zu landen.

Tsunami Diamant: Trainer glaubte an den Außenseiter

Die Stuten hatten also bereits für mächtig Furore gesorgt – doch was dann in dem als zehntes Rennen ausgetragenen Buddenbrock-Lauf der Hengste und Wallache folgte, war einfach nur sensationell. Denn es konnte sich keiner der großen Favoriten durchsetzen, sondern ein in den Niederlanden vorbereiteter Dreijähriger, an den das Publikum nicht geglaubt hatte – der von Dion Tesselaar gesteuerte Tsunami Diamant war bei stolzen 215:10 notiert.

Nur Paul Hagoort, der Trainer des Hengstes, der außerdem noch Tiger Hill Diamant (Robin Bakker) in das Rennen geschickt hatte, war von Anfang an von den herausragenden Qualitäten des kleinen Bruders des Derby-Dritten Raffaelo Diamant überzeugt. Und er sollte Recht behalten: Der für die Farben von Max Schwarz und Johann Holzapfel laufende Tsunami Diamant erwischte trotz der ungünstigen Position neun einen blendenden Start und lag ausgangs des ersten Bogens bereits an dritter Stelle.

Siegerehrung: Tsunami Diamant (9) mit Dion Tesselaar gewinnt das Buddenbrock-Rennen 2017 für Hengste. Foto: ©Marius Schwarz

Als die hinter ihm liegenden Gegner weiter aufrückten, entschied sich Dion Tesselaar für eine konsequente Offensive und rückte an die Seite seines Trainingsgefährten Tiger Hill Diamant, der vom Fleck weg die Führung übernommen hatte. Nur Mac Smily (Christian Lindhardt) schien diese Konstellation Ende der Gegenseite kurzzeitig aufbrechen zu können – als Tsunami Diamant aber die Attacke entschlossen mitging, wurde der 21:10-Favorit wieder zurückgenommen. Im Einlauf steckte Tsunami Diamant tatsächlich seine Nüstern an Tiger Hill Diamant vorbei in Front.

Doch nun schlug auch die große Stunde von Portland (Roland Hülskath), der nach einem Verlauf als zweites Pferd innen brandgefährlich wurde. Der Jauß-Hengst stürmte bis auf eine Kopflänge an den 13,6/1.900m erzielenden Tsunami Diamant heran und wäre wenige Meter weiter wohl der Sieger gewesen. Tiger Hill Diamant hielt das dritte Geld eisern fest. Vierter wurde Mac Smily, für den Ähnliches wie die anderen Lasbeker Pferde galt: Er war unter Wert geschlagen und ist für den Tag X keineswegs abzuschreiben, während der fünftplatzierte Mc Arthur (Michael Nimczyk) trotz idealen Verlaufs mit Führpferd in der Außenspur auf den entscheidenden Metern nicht mehr zulegen konnte.

Auch Sjunnesson zweimal vorn - Unforgettable überragend

Und hier die übrigen Sieger des Renntages: Flavio As stürmte mit Jørgen Sjunnesson sofort an die Spitze und ließ den Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Der schwedische Gast, der einmal mehr sein feines Gespür für die Pferde bewies und die Heimreise nur selten ohne einen Volltreffer antritt, punktete auch mit der außen herum bärenstarken Sarina.

Mit Abano H übernahm Thorsten Tietz trotz Zulage eine Runde vor dem Ziel die Führung und der 14:10-Favorit enttäuschte nicht. Gotta Jiboo (Jaap van Rijn) gewann dagegen erst mit dem allerletzten Schritt. Misty Morning (Christian Lindhardt) setzte sich beim Laufbahn-Debüt bereits in der Startphase durch und legte die Maidenschaft auf Anhieb ab.

Der in Daglfing zuletzt kaum einmal glatt um den Kurs gekommene Labano Power As (Dennis Spangenberg) übernahm 700 Meter vor dem Ziel das Kommando und trumpfte mit zwei Längen Vorsprung auf. Die Amateurfahrer waren zweimal gefordert: Wildcat Hanseatic (Hans-Jürgen von Holdt) zog auf der Gegenseite mit einem wuchtigen Vorstoß nach vorne und gewann ungefährdet. Die dänische Stute Unforgettable (Sarah Kube) sorgte sogar noch frühzeitiger für klare Fronten und triumphierte Start bis Ziel.

Gesamtumsatz: 179.875,83 Euro – Bahnumsatz: 65.639,70 Euro - Außenumsatz: 114.236,13 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 16. Juli statt. Im Mittelpunkt stehen der dritte Lauf des Super Trot Cups, der Breeders Course der Zweijährigen und der Sommer-Pokal des VDT. Beginn ist um 13.30 Uhr.

 

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Das große Orakel

Wer das Buddenbrock-Rennen gewinnt, gilt als Derby-Favorit. In den drei Läufen geht es inklusive der Züchterprämie um 75.000 Euro Preisgeld. Vor allem die Pferde des Gestüts Lasbek treten mit erstklassigen Chancen an.

Sonntag, 9. Juli 2017 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Probelauf und Vorab-Interviews bereits ab 13.25 Uhr).

Wieder vorne? Miss Godiva (7) mit Christian Lindhardt gewinnt den Stutenlauf zum Adbell-Toddington-Rennen im Mai. Foto: ©Marius Schwarz

Es ist der absolute Wahrsager: Das Buddenbrock-Rennen liefert die wichtigsten Erkenntnisse darüber, wer am 29. und 30. Juli in den Vorläufen des trotto.de 122. Deutschen Traber-Derbys und des Eduard Winter Stuten-Derbys als Favorit antreten wird. In diesem Jahr heißt es: Ladies first! Und das bezieht sich nicht nur auf die zeitliche Abfolge am Veranstaltungstag, sondern auch auf die Dotation.

Das Interesse der Besitzer an einem Start im Stutenlauf war nämlich so riesig, dass die Prüfung geteilt werden musste. In den als 4. und 7. Rennen ausgetragenen Abteilungen werden daher jeweils 20.000 Euro Preisgeld an die Stallteams der besten vierbeinigen Damen ausgeschüttet.

Die Herren der Pferdeschöpfung treten im 10. Rennen an, hier geht es ebenfalls um 20.000 Euro. Obendrein dürfen sich endlich einmal die allzu oft vernachlässigten Züchter der Spitzentraber kräftig die Hände reiben, denn sie erhalten zusätzlich 25 Prozent der genannten Prämien. Es sind also summa summarum stolze 75.000 Euro Preisgeld in den Buddenbrock-Läufen zu verdienen.

4. Rennen: Miss Godiva beinahe konkurrenzlos

Auf den Tippscheinen werden die meisten Kreuze wohl den Pferden des Gestüts Lasbek gewidmet sein, die in sämtlichen Läufen des Dreijährigen-Klassikers chancenreich sind. Schauen wir uns zunächst den Buddenbrock-Auftritt der Ladies im 4. Rennen an, der in die V4-Wette (Start: 2. Rennen) integriert ist. Hier führt kein Weg an Miss Godiva und ihrem Trainer Christian Lindhardt vorbei. „Sie verkörpert genau das, was man sich unter einem Klassepferd vorstellt“, sagt der Däne begeistert. „Miss Godiva hat einen ungemein stabilen Charakter und scheint sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen – ihre Entwicklung verläuft perfekt“, lobt Christian Lindhart das Potential der Tochter der herausragenden US-Stute Godiva Hall, die in ihrer Laufbahn 570.206 Euro Preisgeld verdiente.

Da sie ungemein startschnell ist, andererseits aber auch von hinten kommen kann, sollte Miss Godiva bei einem glatten Verlauf selbst von starken Konkurrentinnen wie Pearl Stardust (Jaap van Rijn) und C’est La Vie C (Stefan Schoonhoven) kaum zu bezwingen sein. Auf eine Gegnerin muss Christian Lindhardt allerdings aufpassen: Die bisher noch sieglose Tijuana Diamant (Michael Nimczyk) entwickelte zuletzt im Finish eine höllische Geschwindigkeit. Sie ist vermutlich die einzige, die eine glattgehende Miss Godiva knacken könnte.

7. Rennen: Motion Pure mit starken Gegnerinnen

Auch beim V5-Auftakt im 7. Rennen, der anderen Abteilung des Buddenbrock-Stutenlaufs, ist eine Lady des Gestüts Lasbek favorisiert. Nämlich Motion Pure, die von Heinz Wewering gesteuert wird. Der 29-malige Deutsche Meister hat von der Dreijährigen eine hohe Meinung: „Es ist schon beachtlich, wie sich die Braune von Mal zu Mal gesteigert hat.“ Zuletzt trotzte die Dreijährige selbst widrigsten äußeren Bedingungen und setzte sich von der Spitze aus souverän durch.

Einige ihrer Gegner konnte Motion Pure schon bezwingen. Mary Ann J (Roland Hülskath) musste sich beim direkten Aufeinandertreffen mit Rang drei begnügen, wird sich aber sicherlich gesteigert vorstellen. Der Ehrenrang ging in jenem Rennen an Charlotte Newport (Michael Nimczyk), die ebenso wie die in Dinslaken disqualifizierte Himoko Greenwood (Hugo Langeweg jun.) über eine imponierende 14,4-Rekordmarke verfügt.

Es kommen noch weitere interessante Konkurrenten hinzu. Neben Lady Nadine (Maik Esper) sollte vor allem Happy Steel (Dion Tesselaar) beachtet werden. Die Stute gewann in der vergangenen Saison einen Breeders-Course-Vorlauf und eroberte bei der Breeders Crown hinter Mary Ann J den zweiten Platz.

Mac Smily und Maxi Cup kontra starke Holland-Fraktion

Erfahrungsgemäß gewinnt zumeist ein Vertreter des männlichen Geschlechts das Derby. Alle Blicke werden sich daher auf das 10. Rennen richten, den Buddenbrock-Lauf der Hengste und Wallache. Hier bietet das Gestüt Lasbek sogar zwei Pferde auf: den von Christian Lindthardt gesteuerten Adbell-Toddington-Sieger Mac Smily und den Heinz Wewering anvertrauten Maxi Cup. Dass Mac Smily die Startposition acht erwischt hat, ist natürlich ein Handicap. Christian Lindhardt gibt sich dennoch optimistisch: „Er hat am Montag im 16-er Tempo gearbeitet. Wir haben ihn vorne ohne Eisen laufen lassen. Mir gefiel die Trainingsleistung sehr gut.“

Maxi Cup, der von der Drei aus ins Rennen geht, ist auf den ersten Metern vielleicht einen minimalen Tick langsamer als sein Stallgefährte – aber der Unglücksrabe des Buddenbrock-Trials, der ohne Behinderung Sieger oder Zweiter gewesen wäre, verfügt über viel Stamina und scheint den Schrecken gut verdaut zu haben. Heinz Wewering: „Maxi Cup wirkte damals auf dem Rückweg in den Stall schon wieder recht gelassen. Ich hoffe, dass er den Vorfall nervlich gut weggesteckt hat.“

Zu einem reinen Duell dieser beiden Traber wird sich der Lauf aber ganz sicher nicht entwickeln. Der niederländische Spitzentrainer Paul Hagoort wirft zwei Pferde in die Schlacht: den Adbell-Toddington-Zweiten Tiger Hill Diamant (Robin Bakker) und den noch relativ unerfahrenen Tsunami Diamant (Dion Tesselaar), der trotz seiner geringen Gewinnsumme von 1.200 Euro und dem Startplatz neun weit mehr als nur die zweite Wahl ist. Dem kleinen Bruder des Derby-Dritten Raffaelo Diamant ist durchaus ein gutes Platzgeld zuzutrauen, zumal Dion Tesselaar aus der zweiten Reihe heraus ohnehin nicht in die Offensive gehen wird und in Ruhe abwarten kann.

Der Stutenderby-Triumphator ist nicht der einzige Fahrer, der die Oranje-Dresse weit nach vorne bringen kann. Ein tolles Abschneiden ist vor allem Hugo Langeweg jun. zuzutrauen. Er setzt auf Harbour Eightysix, den Erstling der großartigen Freya Kievitshof, die sich 2007 in das von Lotis Photo gewonnene Derby traute und einen tollen dritten Rang belegte.

Die Aufzählung der möglichen Sieger geht nahtlos weiter: Portland (Roland Hülskath) war im Adbell-Toddington-Rennen im Einlauf das schnellste Pferd und es gibt nicht wenige Experten, die dem Fuchs durchaus einen Erfolg beim Kampf um das Blaue Band zutrauen. Mc Arthur (Michael Nimczyk) gilt als große Hoffnung des Besitzer-Champions Ulrich Mommert.

Es ist also alles möglich an diesem großartigen Mariendorfer Renntag, der im 11. Rennen mit dem Aufeinandertreffen solch toller Pferde wie Abano H (Thorsten Tietz), Jamil Cortina (Robbin Bot), Immosand (Victor Gentz) und Mr. Shorty (Thorsten Tietz) einen würdigen Abschluss findet.   

Unsere Tipps:

  1. Wildcat Hanseatic – Dania Hornline – Ilaria Sidney
  2. Windspeed – Maine – Whirlwind BR
  3. Wizzard PS – Paco Jet – Only For You – Ivi Quinoo
  4. Miss Godiva – Pearl Stardust – Tijuana Diamant
  5. Unforgettable – Gri Power Jet – Twelve in a Row
  6. Sansibar Diamant – Perfect Hall – Flavio As
  7. Motion Pure – Mary Ann J – Charlotte Newport
  8. Willow Bay Evert – Tears to Heaven – John Bull – Sarina
  9. Kelso – Il Santo – Gri Joan
  10. Mac Smily – Maxi Cup – Tiger Hill Diamant
  11. Abano H – Jamil Cortina – Immosand

 

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein

Auftakt zum Aufstieg? Spieler von Blau-Weiß beim ersten Training am vergangenen Dienstag

Der frühere Bundesligist aus Mariendorf ist einer der Berliner Fußballclubs, der derzeit mit seinen Ambitionen für größere Aufmerksamkeit sorgt. Aktuell in der Berlin-Liga beheimatet, will man bei den Blau-Weißen spätestens in fünf Jahren die Regionalliga erreicht haben.

Dafür wurde an der Rathausstraße gerade ein größerer personeller Umbruch vollzogen - immerhin ein Dutzend neuer Spieler kommt zur Saison 2017/18 neu dazu. Die meisten von ihnen besitzen Erfahrung aus höheren Spielklassen - von TeBe (Giese, Gutsche, Mannsfeld, Rehbein), Luckenwalde (Francisco, Soltanpour), Altglienicke (Austermann, Matthias) oder Viktoria (Lensinger) kommen die Zugänge.

Michael Meister (Präsident BW 90)

Im ersten Teil des ausführlichen Interviews mit Berlinsport Aktuell erklärt der Präsident von Blau-Weiß 90, Michael Meister, wie das Ziel für die kommende Saison lautet und was er von der Mannschaft bzw. dem Trainerteam erwartet.

Zum Abhören bitte unten anklicken

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Viel Cash für Michael Nimczyk

Der Deutsche Meister gewinnt zwei der drei mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld dotierten Hauptrennen und schrammt mit dem überragenden Cash Hanover obendrein nur hauchdünn am Mariendorfer Bahnrekord vorbei. Das dritte „dicke Ding“ geht an Michael Larsen.

Cash Hanover (6) mit Michael Nimczyk gewinnt das Mariendorfer Criterium (II) - Foto: ©Marius Schwarz

Der Auftakt des Super Trot Cups und die beiden Läufe des Mariendorfer Criteriums: Auf der Derby-Bahn standen am Sonntag drei mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld dotierte Rennen im Mittelpunkt. Das graue Nieselwetter verlieh der Veranstaltung auf den ersten Blick zwar keinen edlen Glanz – aber es war immerhin ein Fortschritt im Vergleich zu den sintflutartigen Regenfällen, die zuvor die Hauptstadt beherrscht hatten. Und außerdem wurde sehr schnell klar: Die tristen äußeren Bedingungen konnten nicht von dem herausragenden sportlichen Geschehen ablenken, das auf der absolut optimal präparierten Piste zur Realität wurde.

Wer angesichts des traurigen Wetters eher langsame Kilometerzeiten erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Das Niveau war exzeptionell: Die Traber rasten im Düsenjet-Tempo über die Bahn und stellten sogar einige neue nationale Bestzeiten auf. Den Zuschauern blieb glatt die Spucke weg. Beinahe hätte es sogar so etwas wie einen Urknall gegeben – denn eines der Pferde schrammte nur hauchdünn am Bahnrekord vorbei.

Cash Hanover überragt im ersten Criterium

Und was für ein Pferd! Mit einer alles überragenden Leistung blieb Ulrich Mommerts Vierbeiner-Star Cash Hanover im Mariendorfer Criterium nur zwei Zehntelsekunden über jener Marke, die Fridericus am letztjährigen Breeders-Crown-Wochenende aufgestellt hatte. Die Uhren blieben für den von Michael Nimczyk präsentierten Hengst bei sensationellen 11,4/1.900m stehen. Wenn es der Goldhelm wirklich darauf angelegt hätte, wäre sogar noch ein schnellerer Kilometerschnitt möglich gewesen – denn Cash Hanover wurde zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefordert. Der Fünfjährige, der zunächst an vierter Stelle auszumachen war und nach einer halben Runde aufrückte, verkraftete sogar einen Rennverlauf in der Außenspur ohne die geringsten Probleme.

Siegerehrung: Cash Hanover mit Nimczyk und Besitzerin Mommert - Foto: ©Marius Schwarz

Es ist gar keine Frage: Die Erfolgs-Story dieses Pferdes, das zugleich einen neuen deutschen Rekord für fünfjährige Hengste auf der Mitteldistanz aufstellte, hat gerade erst begonnen – der Braune hat in den zurückliegenden Monaten einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht und wird bald auch international den endgültigen Durchbruch schaffen. Obwohl sich die zweitplatzierte Celestial Light TK (Gerhard Biendl), die vor den Tribünen das Kommando übernommen hatte und ihre Bestmarke um glatte zwei Sekunden steigerte, ebenfalls großartig verkaufte und dem Sieger bis zum Erreichen der Zielgeraden Gegenwehr leistete, musste sich die Stute letztlich mit fünf Längen Rückstand geschlagen geben. Eine weitere Länge dahinter erhielt Dreambreaker (Dennis Spangenberg), der auf den ersten Metern kurz die Führung innehatte, das dritte Geld.

Prince of Persia bezwingt die Favoritin

Im zweiten Lauf des Criteriums, der sich an Pferde der Gewinnsummenklasse bis 20.000 Euro richtete, hatte das Publikum ebenfalls mit einem Sieg des Deutschen Meisters gerechnet, denn Michael Nimczyks Schützling Goldy Stardust wurde als glasklare 15:10-Favoritin gehandelt. Doch die Vierjährige unterlag einem Pferd, das ebenfalls aus dem Rennstall von Ulrich Mommert und seiner Frau Karin stammt: nämlich dem von seinem Trainer Michael Larsen gesteuerten Prince of Persia.

Der dänische Profi machte mit dem Triumph seines Schützlings den Nachmittag für das Berliner Besitzerehepaar perfekt. Der bei 93:10 gehandelte Fuchswallach stürmte sofort an die Spitze und brachte das Rennen mit einer Rekordverbesserung um mehr als anderthalb Sekunden in 11,8/1.900m mit einem Halsvorteil gegen die gewaltig spurtende Goldy Stardust nachhause.

Für Michael Larsen war dies keine Überraschung: „Ich war schon im Vorfeld sehr optimistisch, denn Prince of Persia wird mit jedem Tag besser. Angst hatte ich eigentlich nur vor der Favoritin Goldy Stardust. Aber als ich sah, dass Michael Nimczyks Stute im Verkehr steckengeblieben war und zunächst am ganzen Feld vorbei musste, habe ich Prince of Persia weiter Tempo gehen lassen. Der Wallach hat seine Sache wirklich erstklassig gemacht!“ Den triumphalen Erfolg schreibt der sympathische und stets bescheidene Michael Larsen ohnehin nur seinem Pferd zu: „Prince of Persia hat alles von alleine gemacht – auch jeder andere Fahrer hätte an diesem Tag mit ihm gewonnen!“

Ein dickes Lob hatte sich aber auch die in allen Ehren unterlegene Gegnerin Goldy Stardust verdient, die sich ebenso wie der zuvor erwähnte Cash Hanover nicht lumpen ließ und den deutschen Mitteldistanzen-Rekord für fünfjährige Stuten auf 1:11,8 min. schraubte.

Nimczyk siegt überraschend gegen den "Hexer"

Die Pflicht ist getan – das dürfte sich Michael Nimczyk nach den beiden Läufen des Criteriums gesagt haben, denn ein erster und ein zweiter Rang in diesen wichtigen Rennen waren zweifellos eine tolle Ausbeute. Zu diesem Zeitpunkt konnte der 30-jährige Profi ja noch nicht ahnen, dass er auch bei dem dritten großen Ereignis eine Hauptrolle spielen würde: dem ersten Vorlauf des Super Trot Cups. Sogar ein Weltklasse-Fahrer wie Jos Verbeeck hatte es sich nicht nehmen lassen, beim Auftakt der international konzipierten Rennserie dabei zu sein.

Das Gastspiel verlief für den „Hexer“ allerdings überhaupt nicht positiv – sein Plan, mit dem von Conrad Lugauer trainierten Wallach Victorious Star den ersten oder zweiten Platz und damit das Finale am 6. August zu erreichen, zerplatzte wie eine Seifenblase. Victorious Star wirkte schon in den Minuten vor dem Start sehr nervös und ging aus der zweiten Startreihe heraus sofort Galopp.

Deutlich besser sah es zunächst für Global Spotify (Rudolf Haller) aus, der lange das Tempo bestimmte, am Ende aber restlos geschlagen war. Von denjenigen Pferden, die anfangs das Geschehen dominierten, war sowieso bis auf den außen herum überaus tapferen Easy Joe (Michel Rothengatter), der für seine Zähigkeit mit dem dritten Geld belohnt wurde, in der Entscheidung nicht mehr allzu viel zu sehen. Easy Joe verursachte aber zugleich die alles entscheidende Rennszene. Denn als der Rappe ausgangs der letzten Kurve etwas nach außen driftete und dabei SJs Junior C (Stefan Schoonhoven) in die Quere kam, war urplötzlich der Weg für Michael Nimczyk und Ginger Heldia frei.

Der für die Farben von Hans Brocker laufende Fuchshengst hatte nach gutem Start unterwegs an sechster Stelle außen gelegen und heftete sich dank der grandiosen Taktik seines Fahrers genau im richtigen Moment an die Fersen von Easy Joe. Michael Nimczyk wurde für den Schachzug prompt entlohnt: Ginger Heldia, dessen Sieg zur Quote von 210:10 keineswegs erwartet worden war, löste sich in bombastischen 12,8/1.900m mit dreieinhalb Längen vom Feld. Man wird den Sechsjährigen nun genauso wie den zweitplatzierten Iron Steel (Victor Gentz), der ihm auf der Schlussrunde wie ein Schatten gefolgt war, in dem mit 60.000 Euro dotierten Finale wiedersehen.

Der Goldhelm schlägt noch zweimal zu

Und hier die weiteren Sieger der Veranstaltung, die fast allesamt von der Spitze aus gewannen: Michael Nimczyk gelangen noch zwei weitere Treffer für die Mommert-Farben. Der Goldhelm führte die Hengste Ear to Earth und Houdini Newport rasch in die Führungsposition und wählte damit genau die richtige Erfolgstaktik.

Der ebenfalls für das Derby genannte Aurelio CG (Dennis Spangenberg) wusste enorm zu beeindrucken, denn er musste in Front mehrfach Attacken parieren und gewann trotzdem mühelos. Gentle Yankee (André Pögel) marschierte bei seinem zweiten Volltreffer en suite genauso stramm vorneweg und gewann ungefährdet. In der gleichen Manier rannte Khalid (Thorsten Tietz) seine Gegner in 13,8/1.900m in Grund und Boden – der Vierjährige erzielte sogar einen Weile-Vorsprung.

Soccer (Victor Gentz), der ebenfalls vom Fleck weg die Führungsposition innehatte, löste sich im Einlauf in souveränem Stil und deklassierte seine Konkurrenten mit sechs Längen. Gräfin Greenwood (Michel Rothengatter) ließ sich einen Tick länger Zeit und übernahm die Spitze erst auf der Tribünengeraden. Genau die gleiche taktische Route schlug Thomas Holtermann ein, der mit Uldimeo seinen Konkurrenten auf der Schlussrunde nicht den Hauch einer Chance ließ.

Gesamtumsatz: 139.387,70 Euro – Bahnumsatz: 47.720,70 Euro - Außenumsatz: 91.667,00 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 9. Juli statt. Im Mittelpunkt stehen die mit insgesamt 40.000 Euro Preisgeld dotierten beiden Läufe des Buddenbrock-Rennens sowie der Trial I zum Jugend-Preis! Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)