Nomen est omen: First Boy siegt mit Manfred Zwiener trotz Außenseiterrolle im letzten Rennen des Abends (Foto: Marius Schwarz/traberpixx)
Lange stand der Renntag wegen der widersprüchlichen Wettervorhersagen der meteorologischen Art auf der Kippe. Doch letztlich blieb das prognostizierte Tauwetter aus, so dass bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und damit fest gefrorener, gleichwohl gut präparierter Piste Zwei- wie Vierbeinern eine Schlammschlacht wie am 22. Januar erspart blieb, und auch der angekündigte Eisregen bekam kurz vor Berlin die Kurve und beseitigte letzte Zweifel an der Durchführbarkeit der Veranstaltung. Mensch und Tier dankten dies mit einem wahren Run der Favoriten, die sich die kühle Klinke für den Winner Circle förmlich wie einen Staffelstab zureichten.
Außenseitersieg nur im letzten Rennen
Wer auf echte Außenseiter gesetzt hatte, wurde bis zum letzten Meter des letzten Rennens auf die Folter gespannt, bei dem es 1895 Meter lang nach dem fünften Treffer des Tietz-Quartiers aussah. Dennis Spangenberg sorgte mit Good Vibrations erst für bummelige Stimmung, weil er in dem Mini-Feld lange eine äußerst moderate Pace vorgeben durfte, und dann für lange Gesichter, als er doch noch von der Ehrenrunde geboxt wurde.
„Bleibt er gesundheitlich stabil, können wir von ihm noch einiges erwarten.“ Manfred Zwiener über First Boy
First Boy, der „endlich mal über längere Zeit ohne schmerzende Hufe unterwegs ist und mir schon im Training ausnehmend gut gefallen hat“, wie Manfred Zwiener rekapitulierte, war um ein paar Härchen tatsächlich der Erste am Pfosten und erfüllte die immer wieder angesungenen Erwartungen. „Bleibt er gesundheitlich stabil, können wir von ihm noch einiges erwarten“, war der Tenor des 60jährigen nach seinem 191:10-Coup, der der Binsenweisheit der „kleinen Felder und großen (Wett-)Gelder“ neue Nahrung verschaffte.
Sarah Kube zweimal vorn
Grämen musste sich die Tietz-Combo darob nicht, denn mit vier Volltreffern waren sie die großen Abräumer des PMU-Renntages, wobei sich der Chef sehr zurückhielt ganz nach seinem Motto: „Ich bin lieber Vorbereiter - vollstrecken können gern die Anderen.“ Die Anderen - das war zunächst seine Lebensgefährtin Sarah Kube, die mit dem etwas verändert zusammengestellten Tornado Jet im ersten Amateurfahren wie ein Tornado vorneweg die Konkurrenz gründlich zauste und damit die letzten beiden roten Karten korrigierte.
Aus der Deckung hinter Favorit Quinze Juin, der durch einen frühen Fehler rund 50 Meter verloren hatte und dennoch munter durch die Todesspur stiefelte, schlug die Lady in Red mit MaxundAlex zum zweiten Mal zu und strafte sich damit selbst Lügen, denn im Vorfeld schien ihr „Quincy“ nicht zu packen.
Spangenberg macht's zweimal spannend
Zweiter Doppelsieger war Dennis Spangenberg, der sich mit beiden Top-Favoriten lange Zeit ließ und seine Fans schmerzvoll auf die Folter spannte. Als er Rossini Diamant 600 Meter vorm Ziel aus dem zweiten Paar außen von der Leine ließ, war der nunmehr vierfache Seriensieger sofort überlegene Ware und hatte ab der letzten Ecke zum Geldwechsel-Kurs von 10:10 alle überaus souverän in der Tasche.
„Sicher, dass ich auch dieses Ding nach Hause schaukeln würde, war ich mir erst Mitte der Zielgeraden.“ Dennis Spangenberg über den Erfolg mit Tragopan Jet
Mehr mussten die Sieg-Wetter für 20 Prozent Rendite bei Tragopan Jet schwitzen, der sogar schon zum fünften Mal en suite die Nase vorn hatte. War der Italiener lange am Ende zu sehen, so marschierte er die letzten 700 Meter durch die dritte Spur. „Sicher, dass ich auch dieses Ding nach Hause schaukeln würde, war ich mir erst Mitte der Zielgeraden.“ Da war er mit dem mutig voraus stiefelnden Insoglio auf Augenhöhe und gab ihm doch noch sehr sicher um eine halbe Länge das Nachsehen.
Auch Franzl zweimal im Winner's Circle
Gelohnt hat sich die weite Anreise für Josef Franzl, der in sehr ähnlicher Manier von letzter Position 700 Meter vorm Ziel mit Eras Beuckenswijk Vollgas gab und den unterwegs zweimal auf Herz und Nieren geprüften Bonjour Ganyboy AM, der trotz dieser Doppelmassage prächtig durchhielt, gar überlegen in die Schranken wies.
Und weil sich auf einem Bein bekanntlich schlecht stehen lässt, holte auch Franzl noch eine zweite Siegerschleife - und das für Berliner Farben. Im knappsten Finish des Abends zwang er die sich alle Fisimatenten verkneifende Königin Luise, die hier vor zwei Jahren ihre ersten Lektionen gelernt und sich im Vorjahr nach Bavaria orientiert hat, ganz knapp vor dem schon mit dem Sieg liebäugelnden Lucky Silver und dem endlich wieder einen Ansatz bietenden Paparazzi Diamant auf den Thron.
Wewering beschenkt sich zum Auftakt selbst
So, wie der Renntag - unter den der BTV was den deutschen wie französischen Umsatz betraf einen dicken Strich machen konnte - endete, hatte er begonnen: mit dem Volltreffer eines Solisten. Fast ein Jahr hat es gebraucht, bis Heinz WeweringBianca Boshoeve in alte Höhen zurückgeführt hat, bei denen sie aus den Wetten nicht wegzudenken war. Start-Ziel war die schwarzbraune Wuchtbrumme unantastbar und verabschiedete sich auf den finalen 200 Metern beim 101. Auftritt ihrer Karriere zum zehnten Erfolg.
Ein paar mehr stehen für den viermaligen Europa- und zweifachen Weltmeister der Professionals zu Buche: Haben die Statistiker richtig gezählt, war es Nummer 16.822 für den großen Münsterländer, der fünf Tage zuvor seinen 67. Geburtstag gefeiert hatte. Herzlichen Glückwunsch.
Umsatz bei 8 Rennen: 98.558,81 Euro (incl. 75.496,41 Euro Außenumsatz) PMU-Umsatz (Rennen 1 bis 8): 1.866.534 Euro Rennpreise PMU-Rennen: 37.500 Euro
Nächster Renntag des BTV: Sonntag, 12. Februar 2017
Jo Lißner und sein Tagebuch: „Dit is‘ Knorke on tour" (Teil 2):
Sonntag, 29. Januar
Nach der Generalprobe am Freitag beim Eishockey wird es jetzt ernst. Der Ort ist wieder derselbe: die SAP-Arena Mannheim, der Sport ist ein ganz anderer. Zweimal wird heute die zweite Trophäe der Saison im deutschen Volleyball vergeben (nach dem neugeschaffenen Supercup am 16. Oktober). Im Opening Act, dem Finale der Frauen, stehen sich der SSC Palmberg Schwerin und der Allianz MTV Stuttgart gegenüber. Tabellenführer Schwerin gegen den Dritten aus der Schwabenmetropole. Wer genau hinsieht, kann erkennen, wo noch am Freitag die Eisfläche endete, die heute entsprechend abgedeckt ist und Platz für einige zusätzliche Bestuhlung bietet, auf der besonders zahlreich Fans der Schwerinerinnen, die "Gelbe Wand", Platz finden. Die meisten von ihnen sind mit einem eigens gecharterten Sonderzug aus der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns angereist.
Fans aus dem relativ nahe gelegenen Stuttgart nehmen praktisch eine komplette Hallen-Stirnseite ein – inclusive Kapelle und Trommlern. Sehr viel Anhang ist vom Bodensee in der Halle: ein Viertel wird von den „Bluebears“ aus Friedrichshafen belegt. Ihnen diagonal gegenüber in der Ecke neben den MTV-Fans die 350 orangegekleideten Unterstützer der Berlin Recycling Volleys mit den „Let‘s Do It Again“-Shirts: der „7. Mann on Tour“. Schließlich sind die Berliner die Titelverteidiger bei den Männern. Ganz voll ist die SAP-Arena, sonst Heimstatt der schon erwähnten DEL-Eishockeyspieler der Adler Mannheim und der Rhein-Neckar Löwen vom Handball, leider nicht geworden. 10.143 Volleyballverrückte inclusive des Reporters sind versammelt. Dieser in der letzten Reihe direkt unter dem Dach. Die Kollegen vom ARD-Hörfunk hat man allerdings genauso weit vom Geschehen verbannt. Runter ans Feld gehen und Interviews in der Mixed Zone führen, das geht aber allemal.
Aus Mannheim berichtet Jo Lißner
Was erwarten wir? Keinen pünktlichen Beginn des Männer-Endspiels, denn die Matches zwischen Schwerin und Stuttgart gehen für gewöhnlich über die vollen fünf Sätze - Ergebnis offen. Schon die Teamvorstellungen nehmen sich offenkundig die Maßstäbe setzenden Einlaufprozeduren aus dem Berliner „Volleyballtempel“, der Max-Schmeling-Halle, zum Vorbild. Viel Licht, Funkenregen, Flammenstöße bei jeder einzelnen Spielerin, die aufs Feld gerufen wird. Das ist weit weg vom Alltag in den meisten Bundesligahallen - und macht ordentlich was her.
Das Frauen-Finale: Stuttgart vs Schwerin
Zu Beginn haben die Schwerinerinnen leichte Vorteile, bis es ihnen beim Stand von 6:4 den Stecker zieht. Im wörtlichen Sinne: Mitten im Ballwechsel geht in der Halle das Licht aus. Nach der kurzen Zwangspause wogt der Satz hin und her, Stuttgart gleicht aus, geht in Führung, verspielt sie wieder, bis Schwerin mit 25:22 das bessere Ende für sich hat. Satz 2 scheint der These, dass die Männer heute werden warten müssen, komplett entegegenzulaufen. Stuttgart führt genau ein Mal: beim 0:1. Danach spielt Schwerin unwiderstehlich auf, führt 17:10 und hat bei 24:14 zehn Satzbälle zum 2:0. Doch jetzt kippt das Momentum. Schon im Halbfinale gegen Vilsbiburg hatten die Stuttgarterinnen 0:2 hinten gelegen und gewannen danach wie verwandelt drei Sätze in Folge zum Finaleinzug. Auch im Finale spielen die Blauen aus Stuttgart unter Druck ihren besten Volleyball. Mit dem Rücken zur Wand machen sie sieben Punkte in Folge, bis die Spielerinnen von Trainer Felix Koslowski den achten Satzball endlich unterbringen können zum 25:21.
Die Schwerinerinnen führen jetzt zwar 2:0, aber der Run von Stuttgart hat ihr Selbstvertrauen angeknackst. In der Folge ist Stuttgart das bestimmende Team, wenngleich Schwerin schwer abzuschütteln ist. Wichtiger Faktor ist dabei, dass MTV-Coach Guillermo Hernández statt der 23-jährigen Valerie Nichol (USA) die immerhin 34-jährige Slowenin Karmen Kočar als Zuspielerin einwechselt. Kočar hat bisher oft frustriert auf der Bank gesessen, kaum in der Saison einmal gespielt. Doch sie dreht eindeutig das Match für den MTV. Satz 3 geht an Stuttgart mit 25:23. In Satz 4 ist besonders auch die Annahme der Stuttgarterinnen grandios und ermöglicht so wohlstrukturierte Angriffe. Schwerin sammelt wohl Kräfte für den Tiebreak im 5. Satz. Satz 4 gewinnt Stuttgart gleich mit 25:15. In Satz 5 lässt der MTV nichts mehr anbrennen, führt schnell 6:1, gewinnt 15:12, während die Berliner Spieler schon ungeduldig warten. Felix Fischer hat sich schon lange am Rande wie ein Tiger im Käfig warmgelaufen.
Für Stuttgart punkten am besten Michaela Mlejnkova (20 Punkte) und Renata Sandor (19), offensiv beste Schwerinerin ist Louisa Lippmann (23 Punkte), MVP des Frauen-Finales wird aber völlig verdient Karmen Kočar. Dazu MTV-Geschäftsführer Aurel Irion „Sie ist sehr beliebt, auch weil sie sich nie hat hängen lassen, alle haben sich für sie gefreut.“ Der Allianz MTV Stuttgart ist somit zum dritten Mal DVV-Pokalsieger!
Das Männer-Finale: Friedrichshafen vs Berlin
Mit einer halben Stunde Verzögerung komt es dann zum Männer-Finale. Häfler wie Volleys scharren schon lange mit den Hufen, endlich geht es los. BRV-Chef Kaweh Niroomand nimmt seine typische Position, stehend am Geländer hinter dem Anschreibertisch, ein. Die Anspannung ist ihm deutlich anzumerken. Ein enges Match, aber nach zwei Saison-Niederlagen ohne Satzgewinn diesmal mit dem besseren Ende für die BR Volleys beim Pokalfinale gegen den Erzrivalen vom Bodensee, den VfB Friedrichshafen - so der Berliner Traum. Ob nach der Dramatik des Frauenmatches noch eine Steigerungsmöglichkeit besteht? Hat der Ex-Berliner und Ex-Häfler Björn Andrae (jetzt Netzhoppers KW) den richtigen Riecher, dass, wie er meint, Friedrichshafen nervenstark 3:2 gewinnen wird?
BRV-Coach Roberto Serniotti startet doch nicht mit genau der gleichen Truppe aus der "Generalprobe" gegen die Netzhoppers, denn statt Wouter ter Maat spielt doch Paul Carroll Diagonalangreifer, ansonsten wie angekündigt Tsimafei Zhukouski als Zuspieler statt Sebastian Kühner, dann noch Robert Kromm, Steven Marshall jeweils auf Außen/Annahme, Graham Vigrass und Felix Fischer im Mittelblock und Libero Luke Perry. VfB-Coach Vital Heynen vertraut zu Beginn Georg Klein und Andreas Takvam im Mittelblock, Diagonalangreifer Michal Finger, Athanasios Protopsaltis und Armin Mustedanovic auf Außen/Annahme, Simon Tischer beim Zuspiel und Libero Markus Steuerwald.
Satz 1 wird den Erwartungen vollauf gerecht. Es ist die ganze Zeit eng, die Berliner erspielen sich ihre Satzbälle, vergeben sie. Die Häfler ebenfalls. Bei 32:31 erlöst Kocian den VfB per Ass und bringt Friedrichshafen 1:0 in Front. Auf den Gesichtern der Berliner steht zu lesen: "Schon wieder das Gleiche in grün!", wieder knapp, wieder den Satz abgegeben. Und genauso geht es im nächsten Durchgang weiter: Fast nur Finger und Mustadenovic punkten für den 13-fachen Pokalsieger vom Bodensee, das aber enorm häufig und zuverlässig. Berlin streut die Gefahr breiter: Carroll, Marshall, Kromm, Fischer - alle punkten ähnlich oft. Am Satzende hat wieder das Team von Vital Heynen die besseren Nerven: 25:21.
Tsimafei Zhukouski platzt der Kragen und er redet in einem Kreis auf seine Mitspieler ein. Offenkundig mit Erfolg, denn in Satz 3 bäumen sich die Berliner endlich auf und zeigen ihr wahres Können. Ein Start-Ziel-Satzerfolg wird es aber wieder nicht. VfB-Trainer Heynen greift zu Ungewöhnlichem: Bei 13:18 gegen sein Team nimmt er eine Auszeit und sagt... einfach gar nichts. Seine Spieler verstehen ihn wohl auch so. Nach zuvor hoher Führung müssen die Berliner noch in die Verlängerung, immerhin geht diese 27:25 an die Volleys. Ob sich Geschichte innerhalb so weniger Minuten wiederholt? Stuttgart hat es ja vorgemacht. Doch Satz 4 ist der letzte. Berlin führt wieder früh, nur um dann wieder zu viele Fehler zu produzieren. Die Häfler hingegen stehen gut in der Annahme, ihre Angriffe schlagen zumeist durch. Die BR Volleys wehren diverse Matchbälle ab, doch das 30:28 beendet alle Träume. Der VfB Friedrichshafen gewinnt zum 14. Mal den DVV-Pokal!
Im Interview sind alle Berliner geknickt, aber nicht gebrochen. Paul Carroll findet seine eigene Leistung unzureichend, er nehme die Schuld auf sich, was Kapitän Robert Kromm kurz als "Quatsch" bezeichnet. Man spiele schließlich als Team. Und: „Friedrichshafen ist immer ruhig geblieben. Wir müssen sehen, dass wir unseren Killerinstinkt in der entscheidenden Phase wiederfinden.“ Trainer Roberto Serniotti wirkt angeschlagen. Seine Wechsel hätten nicht funktioniert. Er hatte mehrfach im Block Kühner und ter Maat für Zhukouski und Carroll gebracht - ohne Erfolg. So schnell wie sie gekommen waren, gingen die beiden dann auch wieder vom Feld. Gelegentlich Ruben Schott für Robert Kromm half auch nicht - er habe da eindeutig Fehler gemacht, so Serniotti.
BRV-Chef Kaweh Niroomand ist angefressen, er stellt Serniottis Entscheidungen während eines Matches zum wiederholten Male während der Saison gegenüber den Reportern in Frage. Nachdem Niroomand schon bei der Teamvorstellung zu Saisonanfang ganz offen ausgeplaudert hatte, er habe (obwohl Serniotti weiterhin unter Vertrag stand; der Autor) bei Vital Heynen angefragt, ob dieser nicht Trainer der BR Volleys wollen würde - Heynen aber nur sagte, den Anruf habe er befürchtet, aber schon in Friedrichshafen unterschrieben, ist Serniottis Zukunft in Berlin trotz seiner Verdienste (Triple im Vorjahr) wohl zunehmend unsicher geworden. Selbst wenn er noch Meister werden sollte.
Gegenüber dem Alphatier Niroomand, dem langjährigen, überaus erfolgreichen Macher, dem Schöpfer der Marke Berlin Recycling Volleys, ist der ausgezeichnete Fachmann und überaus feine, doch stets sehr selbstkritische, analytische, nur gelegentlich auch emotionale Mensch aus Turin oft fast eine Randerscheinung. Auch Vital Heynen schätzt seinen Kollegen aus Berlin sehr, dennoch freuen ihn die Siege gegen Berlin immer immens. Volleyballverrückt sind Serniotti und Heynen beide. Sie sehen pausenlos Volleyballspiele aus aller Welt, doch in der Vorbereitung auf einen speziellen Gegner und in der Einflussnahme aufs Matchgeschehen vom Spielfeldrand aus hat Heynen offenkundig Vorteile. Dass er dabei auch aneckt, bei Gegnern, aber auch zu Hause am Bodensee, das stört ihn nicht. Es gehört eben zum Gesamtpaket Heynen. Die Psychotricks, die Gamesmanship.
All das liegt Serniotti fern. Es könnte ihm am Ende zum Nachteil gereichen. Doch bis zum Saisonende ist es noch ca. vier Monate hin. Und den Kopf in den Sand steckt bei den Berlinern niemand. Alle wissen, dass sie vor kurzem noch die Bundesliga dominierten, quasi haushoch über allen thronten. Auch Friedrichshafen ist schlagbar, besonders in einer Playoff-Serie. Damit diese Serie (möglichst mit Berliner Heimrecht) im Finale stattfindet und nicht schon vorher, müssen Serniottis Jungs schon am Sonntag in Frankfurt bei den United Volleys Rhein-Main unbedingt gewinnen. Auch in der Champions League geht es um einiges: Schon am Donnerstag um 19:30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gegen Dukla Liberec und am 14. Februar an gleicher Stelle gegen Resovia Rzeszów können wichtige Siege eingefahren werden auf dem Weg zur KO-Runde.
Die "Goldene Generation" unter Coach Mark Lebedew ist vorbei, das Triple der Vorsaison mit Coach Serniotti auch. Überragende Spieler wie Kromm, Carroll und Fischer werden nicht jünger. Doch die Mannschaft der BR Volleys ist breit und gleichzeitig tief aufgestellt wie nie zuvor. Daher: Zwei Titel sind weg (Supercup und DVV-Pokal), aber die Deutsche Meisterschaft und ein weites Vordringen in den Champions-League-Playoffs, das ist alles noch drin. Für den Autor wäre das immer noch eine Klassesaison.
Jo Lißner und sein Tagebuch: „Dit is‘ Knorke on tour" (Teil 1):
Freitag, 27. Januar
Zum Warmschauen am Freitag in der SAP-Arena und um zu staunen, wie sich so eine Mehrzweckarena wohl in zwei Tagen in einen Volleyballtempel verwandeln wird, erst einmal also Spitzensport ohne Berliner Beteiligung, nämlich Eishockey in der DEL zwischen den Adlern Mannheim und den Krefeld Pinguinen. Auf dem Papier eine Begegnung mit eindeutigem Favoriten. Die Adler Mannheim als aktueller Tabellenvierter gegen den momentanen Elften. Was soll da schiefgehen?
Vor dem Spiel schon einmal Gänsehautfeeling mit einem Einspiel auf dem Videowürfel über die Eishockey-Tradition von Mannheim, speziell des Mannheimer ERC „seit 1938“. Für den Autor ein Wiedersehen mit der immer zugigen Halle am Friedrichspark, in der er einstmals mit dem BSC Preussen mitgereist war - lang ist es her. Heute ist es warm, die Stimmung quillt nicht über, ist, dem Spiel angemessen, eher routiniert-interessiert. Mannheim hat schon nach 1:16 min die erste hochkarätige Chance. Und auch im Verlauf haben die Adler die spielerischen Vorteile auf ihrer Seite. Nur vor dem Tor will es erst nicht recht gelingen. Nach gut 15 Minuten werden die Krefelder endlich offensiver und bringen es zu zwei Torchancen in kurzer Zeit und einem, zurecht als Schlittschuhtor nicht gegebenen, Treffer - regulär im Kasten klingeln will es aber auf beiden Seiten nicht. Spielstand nach dem ersten Drittel: 0:0.
Aus Mannheim berichtet Jo Lißner
Das zweite Drittel beginnt mit stark erhöhtem Druck der Hausherren, quasi ein 5:5-Powerplay. Bei 3:44 Strafzeit gegen Kyle Klubertanz (KEV, Behinderung), Mannheim belohnt sich nach 41 Sekunden Powerplay durch das schön herausgespielte 1:0 durch Matthias Plachta (Assists für Brent Raedeke und Danny Richmond). Schade um die bisher gute Krefelder Defensive, aber verdient ist Mannheims Führung allemal. Bei 6:21 im 2. Drittel legen die Mannheimer durch einen gekonnten Fake nach: 2:0 durch Sinan Akdag (Assists von Ronny Arendt und Andrew Joudrey). Das verleitet den Mannheimer Fanblock zu Hohn und Spott gegenüber den Krefeldern, die - Stand jetzt - die Playoff-Teilnahme praktisch vergessen können: keine nette Geste.
49,1 Sekunden vor Drittelende wg. übertriebener Härte dann Zeitstrafe für Krefelds Timothy Hambly, der seinen Torwart vor Mannheimer Stürmern schützen will. Nicht clever, aber zumindest in diesem Drittel wissen die Adler nichts damit anzufangen, sie wirken allerdings auch leicht lustlos. Auch die Reporter-Kollegen, die mit den Krefeldern mitgereist sind, konstatieren einen Qualitätsunterschied zwischen den Adlern und den Pinguinen.
3. Drittel, 58 Sekunden gespielt, jetzt nutzen die Adler das noch fortdauernde Powerplay: Richmond wieder auf Plachta zum 3:0, wieder eine Überzahl genutzt. Dieses Spiel werden sich die Hausherren nicht mehr nehmen lassen. Und die Krefelder wissen inzwischen, dass Straubing, direkter Konkurrent um den letzten Pre-Playoff-Platz und vor dem Spieltag bereits 9 Punkte vor dem KEV, haushoch 6:3 gegen den Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers führt (Endstand 8:4).
Bei gespielten 4:42 min dann doch noch ein Tor für Krefeld Herberts: Vasiljevs auf Vorlage von Kevin Orendorz und Christian Kretschmann. Nur noch 3:1. Dennoch häufen sich weiterhin die Chancen für die Adler. 12:04 min gespielt: 4:1 Garrett Festerling auf Zuspiel von David Wolf, dessen Porträt heute das Programmheft ziert. Game over. Oder? 33 Sekunden später das 4:2. Mikko Vainonen von Mike Collins und Daniel Pietta. Bei 13:21 min fängt sich der KEV erneut eine Strafe ein (Maximilian Faber, Haken) - gibt das wieder ein Tor? Na klar! 14:52 Carlo Colaiacovo auf Zuspiel von Daniel Sparre und Chad Kolarik zum 5:2. Das 6:2 dann nach 16:48 min Andrew Joudrey nach Zuspielen von Daniel Richmond und Ronny Arendt.
Auf Mannheimer Seite ist eine Spur Überheblichkeit im Spiel, bei Krefeld eine Menge Frust. Die Konsequenzen kurz vor Schluss noch eine ordentliche Faustkampfeinlage, die das Spiel für Kyle Sonneburg (KEV) und Marcus Kink beendet und gleich darauf ein sehr harter Stockschlag von Chad Kolarik, der danach auch ganz Feierabend hat. Alles komplett unnötig, aber so ticken Eishockeyspieler wohl. Was haben wir gesehen? Ein eher durchschnittliches DEL-Spiel mit einer deutlich besseren Mannheimer Mannschaft, die vor allem in Überzahl extrem effektiv war.
Sehr nützliche Qualitäten in den anstehenden Playoffs. Stimmung generierte hauptsächlich der Fanblock, das Problem in all diesen Großarenen. Die überwiegende Mehrheit der 11.200 Zuschauer sieht das Ganze eher schweigend an. Mannheim bleibt Vierter, Krefeld rutscht auf den vorletzten Platz ab.
„Dit is‘ Knorke“ on Tour freut sich jetzt aber auf Volleyball am Sonntag – und eine Halle voll mit 12.500 Enthusiasten nicht nur der vier teilnehmenden Teams!
Nicht nur wegen des wie stets am letzten Sonntag des Januar in Paris-Vincennes zum 96. Mal ausgetragenen Prix d’Amérique, des renommiertesten, geschichtsträchtigsten und mit einer runden Million Euro höchstdotierten Trabrennens der Welt, ist Frankreich derzeit in aller deutschen Traber-Munde.
Bereits zum achten Mal in der noch jungen Saison kooperiert eine deutsche Trabrennbahn mit dem staatlichen französischen Wettanbieter PMU, zum zweiten Mal werden die Prüfungen der Derby-Bahn live nach Frankreich übertragen. Diese Partnerschaft und die daraus resultierenden Wett-Provisionen - die Umsätze jenseits des Rheins dürften zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro liegen - ermöglichen es dem Berliner Trabrenn-Verein, am eher ungewöhnlichen Donnerstagabend in den acht Prüfungen Rennpreise in Höhe von 37.500 Euro auszuschütten.
Heinz Wewering könnte mit Bianca Boshoeve "vorlegen"
Dabei geht es im 1. Rennen, zu dem der Startschuss um 17.40 Uhr fällt, um stolze 6.000 Euro, und wer die angebotene Viererwette treffen will, sieht sich vor eine höchst knifflige Aufgabe gestellt. Direkt ins Auge springt nämlich keiner der zehn Kandidaten; am vertrauenerweckendsten sieht noch der Formenspiegel von Bianca Boshoeve aus, die sich peu à peu aus dem sportlichen Tal herausgearbeitet hat, in das sie nach der Dopingsperre unter anderer Regie vor rund einem Jahr gefallen ist. Und was passte besser zu einem „Franzosen-Renntag“, würde er eingeläutet mit einem Sieg des Heinz Wewering - es wäre sein 16.822., wenn die Statistiker in all den Jahren seit dem 16. September 1965 und mehr als 50.000 Fahrten richtig addiert haben -, der noch immer eine Ikone des hiesigen Trabrennsports und auch im Schlaraffenland der Traber bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund ist.
Dennis Spangenberg zweimal kaum zu schlagen
Dort, wo der 29fache Fahrerchampion angekommen ist, will Thorsten Tietz als Fahrer nicht unbedingt hin. Für ihn stand schon immer die Vorbereitung der ihm anvertrauten Pferde im Vordergrund. „Wer sie letztlich zum Erfolg steuert, ist zweitrangig. Die Ergebnisse müssen stimmen und die Besitzer zufrieden sein.“ So verwundert es nicht, dass sein erster Mann Dennis Spangenberg, derzeit mit neun Volltreffern Zweiter der aktuellen deutschen Fahrerwertung, mal wieder die vermeintlich chancenreicheren Pferde in Händen hat.
„Wer sie letztlich zum Erfolg steuert, ist zweitrangig. Die Ergebnisse müssen stimmen und die Besitzer zufrieden sein.“ Thorsten Tietz, Fahrer und "Ausbilder"
Der 34jährige aus dem Zossener Ortsteil Schöneiche im Süden Berlins tritt mit dem seit drei Starts nicht nur unbezwungenen, sondern jeweils höchst autoritär siegenden Rossini Diamant im 4. Rennen genauso als Top-Favorit an wie drei Rennen später mit Tragopan Jet. Der muskelbepackte Italiener hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten die Rivalen sogar viermal in Folge nach Strich und Faden vernascht, ist vom Rennverlauf ziemlich unabhängig und macht die vom 3. bis 7. Rennen ausgefahrene V5-Wette quasi zu einer V3-Aufgabe. Fällt einer oder gar beide Kandidaten jedoch aus, dann rappelt’s richtig in der Quoten-Kiste der Königswette.
Major Tom in Top-Form weiter völlig losgelöst?
Tietz selbst, der heuer noch kaum aktiv im Sulky war, zunächst einen Florida-Trip genutzt hat, um sich bei Schwedens in die USA ausgewandertem Trainer-Guru Åke Svanstedt über neue Trainingsmethoden zu informieren und diese „Weiterbildung“ anschließend bei den Vollblütern im südfranzösischen Cagnes-sur-Mer fortsetzte, dürfte seine beste Chance im 8. Rennen haben. Mit Major Tom feierte er seinen bislang einzigen Saisonsieg am 22. Januar auf der durch Tauwetter enorm tiefen Bahn. Dabei segelte der kleine Bruder von Mariendorfs Publikumsliebling Harry’s Bar auf einer eigenen Umlaufbahn und degradierte die Mitstreiter zu Statisten. Gegen Trainingskamerad Good Vibrations und das Föllmer-Doppel Dagobert und Oracle könnte er zum Abschluss eines Renntages, bei dem an 2. und 6. Stelle auch die Amateurfahrer zu ihrem Recht kommen, durchaus noch einmal zu solch einem Höhenflug ansetzen.
Diese Pferde sehen wir vorn:
1. Eric W Boko – Bianca Boshoeve – Bellevue – Bonaparte 2. Tornado Jet – Saint’s Angel – Flash of Genius 3. Dynamite Hornline – Colbert – Eras Beuckenswijk 4. Rossini Diamant – Jilliane – Went Rower – Intelligente 5. Königin Luise – U R Amazing – Rower Lady 6. Quinze Juin – MaxundAlex – Kubi Kievitshof 7. Tragopan Jet – Say Goodbye – Insoglio – Classic Garden 8. Major Tom – Vaillance – Dagobert
Die Wetthighlights am 2. Februar
Prämienausspielung in der SIEG-Wette in den Rennen 1 bis 8 (Mindesteinsatz 10 Euro)
1. Rennen - Mit 3er und 4er Wette. 2. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot. 3. Rennen - Start der V5-Wette mit 5.000 .- Euro Garantie ! 4. Rennen - Mit 3er und 4er Wette. 5. Rennen - 4.000.- Euro Sieg-Garantie inkl. 1.000.- Euro Jackpot. 6. Rennen - Daily Double-Jackpot 1.000.- 7. Rennen - Mit 3er und 4er Wette. 8. Rennen - Sieg-Jackpot 1.000.- Euro.
Stühlerücken beim Oberligisten aus Charlottenburg. Nach dem 7. Spieltag noch Tabellenführer, folgte eine Serie von neun Pflichtspielen ohne Sieg. Daraus resultierte der Absturz auf den 9. Platz der Oberliga und das frühzeitige Aus im Pokal gegen Landesligist Mariendorf 1897 auf eigenem Platz.
Wir wollen schnell (...) eine kompakte Mannschaft auf die Beine stellen und im oberen Mittelfeld mitspielen.
Inzwischen hat man sich an der Brahestraße sowohl von Trainer Hasan Keskin als auch dem Sportlichen Leiter Erkan Erdem getrennt. Die neuen Männer für die Positionen wurden mit Frank Harzheim und Metin Acar gefunden, auch in der Mannschaft steht ein Umbruch an. Im Interview mit Berlinsport Aktuell versucht der neue Sportdirektor, die Hinrunde aufzuarbeiten und einen Blick nach vorne zu wagen.
Das Gespräch wurde am Rande des REGIO-Cups Mitte Januar aufgezeichnet.
Der SFC Stern 1900 war in der Hinrunde der Berlin-Liga 16/17 zunächst das Maß der Dinge, dann folgte eine Negativserie. Zur Winterpause liegen die Steglitzer "nur noch" auf dem 7. Platz.
Ich denke, es waren gute sechs Jahre, die ich bei Stern hatte (...). Vielleicht ist es für mich als Trainer auch mal ganz gut mich zu verändern - aber das werde ich in Ruhe mit dem Vorstand besprechen.
Stern-Trainer Manuel Cornelius erklärt im Interview mit Berlinsport Aktuell, wie es dazu kam und was sich der Club für die Rückrunde noch vornehmen kann. Auch über seine persönliche Zukunft äußert sich Cornelius, der einen Abschied nach sechs Jahren in Steglitz nicht ausschließen will.
Das Gespräch fand am Rande des REGIO-Cups Mitte Januar statt.
Die VSG Altglienicke liegt in der NOFV-Oberliga Nord nach der Hälfte der Saison auf dem 1. Platz - wenn man die ehrgeizigen Ziele des Aufsteigers kennt, keine große Überraschung.
Alle wissen jetzt: wir stehen da oben - die wollen uns natürlich ärgern.
Dennis Kutrieb, der die Mannschaft gemeinsam mit Simon Rösner trainiert, erklärt im Gespräch mit Berlinsport Aktuell unter anderem, warum der Start in die Rückserie für die VSG von besonderer Bedeutung ist.
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Das Interview wurde am Rande des REGIO-Cups Mitte Januar aufgezeichnet.
Sportforum: Damen schlagen Slowenien 3:1, Herren Serbien mit 3:2
Bericht: Jo Lissner; Fotos: Eckhard Herfet Ein kalter Dienstagabend, 24. Januar, 19 Uhr. Ort: die große Sporthalle im Sportforum Hohenschönhausen. 650 Zuschauer sind gekommen, um großen Tischtennissport zu sehen. Ein Doppel-Länderspiel in der Qualifikation für die Mannschafts-Europameisterschaften im September in Luxemburg. Die deutschen Männer treten gegen Serbien an und parallel - in der selben Halle - die deutschen Frauen gegen Slowenien. Der DTTB hatte die Ausrichtung und Organisation in die bewährten Hände des amtierenden Triple Champions ttc berlin eastside und dessen rührigen Präsidenten Alexander Teichmann gelegt.
Nach zwei Spielen steht es 1:1, ...
Bundestrainerin Jie Schöpp (l.) Debütantin Wan Yuan (M.) und Kristin Silbereisen (r.) verfolgen den Auftritt von Nina Mittelham (Foto: Eckhard Herfet)
Für die beiden deutschen Teams war die Ausgangslage relativ entspannt: Die Damen standen vor diesem, dem abschließenden Spieltag der Qualifikation, bereits als Gruppensieger fest und konnten sich so erlauben, Spielerinnen aus der zweiten Reihe eine Chance im Nationaldress zu geben. Chantal Mantz vom ttc eastside ist kurzfristig verletzt, so dass Bundestrainerin Jie Schöpp mit der Ex-Berlinerin Kristin Silbereisen (Weltranglistenplatz 50, Doppel-Europameisterin, Jahrgang 1985) doch eine erfahrene Akteurin zu Nina Mittelham (WR 103, Jahrgang 1996) und Wan Yuan (WR 172, Jahrgang 1997) gesellte.
Im Vergleich dazu stehen die Sloweninnen deutlich weiter hinten im Ranking: Alex Galić (WR 135), Manca Fajmut (WR 209) und Ana Tofant (WR 392). Umso weniger hatten sie zu verlieren. Es entwickelten sich im Sportforum spannende, umkämpfte Duelle und keineswegs das befürchtete Einbahnstraßentischtennis zu deutschen Gunsten. Nina Mittelham machte den Auftakt gegen Manca Fajmut. Mittelham unterliefen eine Vielzahl von Fehlern, die Fajmut kompromisslos nutzte. Dennoch siegte Mittelham in den Sätzen knapp, aber insgesamt deutlich 3:0.
...dann setzen sich die deutschen Damen durch
Match 3 sieht eine trotz ihrer kurzfristigen Nominierung gut aufgelegte Kristin Silbereisen, die gegen Ana Tofant gleich eine erste Duftmarke setzt und den ersten Satz nicht zu hoch 11:1 gewinnt. Ein Aufbäumen von Tofant in Satz 2 (6:11) ist nur ein Strohfeuer, Satz 3 und 4 gehen zu 9 und zu 3 an Silbereisen. Match 4 ist dann auch schon das letzte bei den Frauen. Nina Mittelham und Alex Galić sorgen für ein Offensivfeuerwerk. Mittelham macht viel weniger Fehler als in ihrem ersten Match und gewinnt nach Kampf, aber hochverdient 3:1 (11:8, 11:4, 9:11, 19:17).
Das ist somit auch das Endresultat der deutschen Frauen gegen Slowenien, die verlustpunktfrei ihre Qualfikationsgruppe gewinnen, Slowenien hat noch ein Match gegen England, kann dort aber nicht mehr den letzten Platz verlassen. England erreicht ein Playoff um die EM-Teilnahme.
"Klare Sache" gar nicht so klar
Holte zwei Punkte für das deutsche Herren-Team: Benedikt Duda (Foto: Eckhard Herfet)
Das Männer-Länderspiel der Deutschen gegen Serbien sah von den Weltranglistenpositionen her sehr einseitig für die Deutschen aus. Bisher waren sie von einem Sieg zum anderen geeilt und benötigten nur einen Einzelerfolg gegen die Serben, hätten sich also sogar eine Gesamt-Niederlage erlauben können. DTTB-Sportdirektor Richard Prause wird nach dem Spiel sagen: "Bei den Herren war es heute knapp, man merkt einfach, dass auch Spieler mit höheren Weltranglistenpositionen spielen können. Am Ende war es aber dann doch ein recht deutlicher Sieg." Recht hat er: ganz knapp und dann doch deutlich.
Walther verliert zum Auftakt deutlich
Ricardo Walther (WR 61) begann gegen Nikola Strugarević (keine WR-Position). Anders als erwartet, kam Walther nie ins Spiel. Strugarević spielte unbeschwert und kompromisslos auf. Und traf praktisch alles optimal. Walther hingegen konnte nie seinen Aufschlag etablieren und im Rückschlag stellte er zu schnell zu hoch und wurde abgeschossen. Er hielt es zwar noch knapp, verlor aber verdient mit 0:3 (12:14, 9:11, 12:14).
Duda holt schon den entscheidenden Punkt
Deutschland lag also hinten, Benedikt Duda (WR 42) sollte den Ausgleich schaffen gegen Ivor Katić (keine WR-Position). Ein Linkshänderduell. Duda trat viel stärker als Walther auf und verleitete Katić zu vielen, einfach scheinenden, aber dem Schnitt geschuldeten Fehlern: 11:7. Satz 2 gewann er ebenfalls mit 14:12 gegen jetzt starke Gegenwehr. Katić spielte auf der Rückhand einen guten Topspin, hatte aber Schwächen, wenn der Ball nicht schön lang kam, er reagierte dann oft falsch. In Satz 3 wurden Katić' Aufschläge zunehmend zu lang, Duda konnte sie bequem attackieren und den Satz 11:7 und damit auch ganze Match mit 3:0 holen - sehr gut herausgespielt. Mit diesem Erfolg ist Deutschland Gruppenerster und sicher bei der EM in Luxemburg dabei.
Debüt geht daneben, Walther macht es besser
Aber verlieren wollte die Begegnung gegen Serbien deswegen niemand. Es folgte das Debüt des 20-jährigen Qiu Dang (WR 274) in den deutschen Farben. Sein Gegner, Dragan Subotić (WR284), erwies sich als zu routiniert und sicher, profitierte von vielen Aufregungsfehlern des absolut talentierten Schwaben. Ein schnelles 0:3 war die Quittung. Serbien lag erneut vorne.Match 4: Ricardo Walther gegen Ivor Katić. Es wurde deutlich, dass Walther an diesem Abend Probleme mit der Atmung hatte, er biss sich aber durch. Gegen Katić gelang ihm das viel besser als zum Auftakt. Rechtshänder Walther nagelte den Linkshänder Katić oft auf dessen schwächerer Vorhandseite fest und siegte sicher, von der ersten Partie her kaum wiederzuerkennen 13:11, 11:5, und 11:6: Deutschland 2, Serbien 2.
Duda wird zum Matchwinner
Match 5 brachte die Entscheidung. Benedikt Duda gegen Nikola Strugarević bot im ersten Satz Spektakel, danach setzte sich Dudas größere Klasse unaufhaltsam durch. Strugarević versuchte weiter alles, machte aber mehr Fehler als in seinem ersten Spiel und Duda brachte viel mehr zurück. Und so ging das letzte Spiel des Abends mit einem satten 3:0 (12:10, 11:3, 11:3) zu Ende. Deutschland schlägt Serbien also 3:2. Die Serben können sich mit einem Sieg gegen die Schweiz noch für ein EM-Playoff qualifizieren.
Kritik am Modus
Richard Prause, Sportdirektor des DTTB (Foto: Eckhard Herfet)
Fazit: eine gelungene Veranstaltung. Die deutschen Frauen können in Luxemburg vom 13.-17.9. zur Titelverteidigung antreten, die deutschen Männer wollen nach 2014 ein weiteres Mal den Titel erspielen. Wie in allen Sportarten stellen Events wie die EM-Qualifikation aber auch zusätzlichen Stress dar, betont Sportdirektor Prause: „Unsere Teams haben die Qualifikation souverän gemeistert. Der Qualifikationsmodus und die zusätzliche Belastung für Spieler sollte jedoch überdacht werden." In den Dreiergruppen scheidet nur ein Team aus, der Zweitplatzierte kommt in die Playoffs gegen einen anderen Zweiten. Die Zuschauer hingegen sehen so die Nationalspieler öfter. Leider nicht die Timo Bolls oder Dima Ovtcharovs - die braucht man in der Quali nicht, der einzige Wermutstropfen aus Besuchersicht.
Hinweis des Veranstalters "in eigener Sache"
Bei der Veranstaltung konnten die Ausrichter vom ttc berlin eastside übrigens auch gleich darauf verweisen, dass der Termin für das Champions-League-Rückspiel gegen Grand-Quevilly feststeht: Am 10. Februar ab 19 Uhr in der Großen Spielhalle in der Paul-Heyse-Str. Hochklassiges Tischtennis gibt es also schon bald wieder in der Stadt zu sehen - mit Petrissa Solja, Shan Xiaona, Gina Pota, Yui Hamamoto und Chantal Mantz gegen starke Gegnerinnen. Das Hinspiel ist bereits am Sonntag, dem 29. Januar in Frankreich.
Havik/Stroetinga siegen vor Favoriten aus Belgien - Levy holt Sprintwertung trotz Schlüsselbeinbruch
Foto: Siegerehrung - in der Mitte das Gewinner-Duo Havik (r.) / Stroetinga, links die Zweitplatzierten de Ketele (l.) / de Pauw, rechts die Dritten Mouris (l.) / Ligthart.
Überraschend, aber verdient: das Duo Yoeri Havik und Wim Stroetinga gewann die 106. Ausgabe des Sechstagerennens in Berlin. Am letzten Tag verteidigten die Holländer ihre Führung gegen die Favoriten aus Belgien, Kenny de Ketele und Moreno de Pauw, souverän. Als drittes Team liefen Jens Mouris und Pim Ligthart, ebenfalls aus den Niederlanden, ein.
Der in Berlin geborene, aber für Österreich startende Andreas Müller verpasste mit seinem Partner Andreas Graf als Vierter das Podium nur knapp. Der für den Sieg in der Hauptstadt gehandelte Marcel Kalz musste bereits vor dem Ende der Sixdays mit Verletzung aufgeben. Sein Teamkollege Leif Lampater schloss sich für die letzten Tage mit Maximilian Beyer zusammen, dem sein Partner Christian Grasmann ebenfalls wegen einer Blessur abhanden gekommen war. Mit dem Ausgang des Rennens hatten sie jedoch nichts zu tun.
Lokalmatador Levy siegt im Sprint
Maximilian Levy (l.) auf der Ehrenrunde - der linke Arm will wegen seiner Verletzung nicht so recht mitmachen (rechts: Robert Förstemann)
Bei den Sprintern sorgte Maximlian Levy für Aufsehen: keine zwei Wochen vor Beginn der Sixdays zog er sich bei einem Trainingsunfall einen Schlüsselbeinbruch zu. Der Lokalmatador brannte aber darauf, bei "seinem" Rennen an den Start zu gehen - und gewann die Konkurrenz der schnellen Männer vor Robert Förstemann.
Das Damenrennen entschied Amalie Dideriksen aus Dänemark für sich, gefolgt von Katie Archibald (Großbritannien) und Anna Knauer (Deutschland). Bei den Stehern erfüllte das Duo Stefan Schäfer / Peter Bauermann die Erwartungen - die amtierenden Europameister gewannen ihren Wettbewerb ebenso wie Weltmeister Joachim "Joe" Eilers den im Keirin.
Neues Konzept greift und soll ausgebaut werden
Der Veranstalter Madison Sports Group zeigte sich zufrieden: Fast 60.000 Zuschauer hätten das Velodrom in den sechs Tagen besucht. Die sportlichen Leistungen seien auf hohem Niveau gewesen, erklärte Organisator Valts Miltovics unmittelbar nach Abschluss der Sixdays. Auch das neue Konzept habe zumindest so weit funktioniert, dass es die Vorstellungen der MSG erfüllt und eine Perspektive für die kommenden Austragungen am Standort Berlin geboten hat.
Der - bereits vierte - Trainer der Reinickendorfer in der Hinrunde erklärt im Interview mit Berlinsport-Aktuell, dass die "Rotation" auf der Bank keineswegs aus Kopflosigkeit resultiert, sondern handfeste Gründe hat.
Die Qualität ist schon vorhanden - das Problem ist, dass uns noch die Konstanz fehlt.
Dazu spricht er darüber, wie er den Weg (zurück) an den Freiheitsweg gefunden hat und weshalb er seiner Mannschaft den Klassenerhalt in der Berlin-Liga zutraut.
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Das Interview fand am Rande des Hallenturniers der Berlin-Liga vor zwei Wochen statt.
Mit dem fulminant aufdrehenden Dulco di Quattro entzaubert der Profi die Konkurrenz. Dennis Spangenberg führt Tragopan Jet zu einem beeindruckenden Sieg und punktet zudem mit Quinze Juin.
Schwierige Bedingungen auf der Bahn
Es war ein ganz besonderer Tag: Mariendorf ehrte die Bahn-Champions und passend dazu zeigte sich ein strahlend blauer Himmel über der Derby-Bahn. Für die Fahrer und ihre Pferde waren die äußeren Bedingungen allerdings eine mächtige Herausforderung, denn die Sonnenstrahlen und das plötzlich einsetzende Tauwetter führten zu überaus schwierigen Bahnverhältnissen. Vor allem die erste Hälfte der Veranstaltung entwickelte sich zu einer regelrechten Wasserschlacht, die durchaus Ähnlichkeit mit den Duhner Wattrennen aufwies.
Die völlig durchweichte Innenspur musste während der ersten sechs Rennen komplett gesperrt werden. Da auch das Startauto Mühe mit der Bodenhaftung hatte, wurden sämtliche Prüfungen – bis auf die Bänderstartrennen natürlich – mit Anfahren begonnen und es fand keine offizielle Zeitnahme statt. Mit den aus dem Wetterumschwung entstandenen Problemen, gegen die jeder Veranstalter machtlos ist, stand Mariendorf übrigens nicht alleine da – im schwedischen Mantorp mussten die für Montagmittag geplanten Lunchrennen sogar komplett abgesagt werden.
Doch wer angesichts dieser erschwerten Bedingungen mit überraschenden Ergebnissen und Niederlagen der Favoriten gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Denn alles verlief völlig formgemäß. In nicht weniger als fünf der ersten sechs Prüfungen setzten sich durchweg die die gemeinten Pferde durch – allesamt zu Siegquoten zwischen 10:10 und 16:10.
Die einzige Ausnahme bildete das Rennen der internationalen Klasse, denn hier drehte der 106:10-Außenseiter Dulco di Quattro von der 2.000-Meter-Grundmarke aus so richtig den Turbo auf und gewann mit Weile-Vorsprung. Beim 78. Start seiner Vierbeinerkarriere saß zum ersten Mal Thomas Panschow im Sulky des Wallachs und lieferte ein fahrerisches Meisterstück ab. Dulco di Quattro wirkte in seiner Hand wie neugeboren. Der Crack der Familie Matzky rannte seine Konkurrenz Start bis Ziel in Grund und Boden und triumphierte mit Weile-Vorsprung.
Major Tom erst am Anfang seiner Entwicklung
Der Renntag begann mit einem Sieg von Major Tom, der sofort an die Spitze gestürmt war und zu keinem Zeitpunkt ins Wanken geriet. Sein Vorbereiter Thorsten Tietz, dem als erfolgreichsten Mariendorfer Trainer und Fahrer genauso wie den weiteren Matadoren der einzelnen Sparten – nämlich Ulrich Mommert (Besitzer), Hans-Joachim Kleemann (Züchter), André Pögel (Amateure) und Ronja Walter (Reiter) – sowie den Stallteams der beiden „Traber des Jahres“ One and Only und Aggetto Ehrenpreise überreicht wurden, äußerte sich lobend über den Wallach:
„Major Tom ist zwar noch sehr grün und braucht weiterhin Zeit für seine Entwicklung – aber der Braune wird mit Sicherheit ein gutes Pferd werden!“
Keine Gewinne für Gewinner Garry
Ob es stürmt, regnet schneit – wenn einer eine feste Bank ist, dann Garry. Dem Wallach und seiner Reiterin Ronja Walter wurde bei einer Quote von 10:10 einmal mehr grenzenloses Vertrauen entgegengebracht und Garry rechtfertigte diese Einschätzung mit einer blitzsauberen Leistung. Trotz seiner Zulage stürmte der Dunkelbraune bereits im ersten Bogen in die zweite Position und übernahm dann Mitte der Gegenseite endgültig die Führung. Am Ende trennten den hochüberlegenen Seriensieger drei Längen von den beiden ebenfalls überzeugenden Kontrahenten Pikus G(Saskia Krause) und Mocha Motion(Jaume Vaquer Staschel).
Der doppelte Dennis
Der von Dennis Spangenberg gesteuerte Quinze Juin untermauerte mit einem von der Spitze aus souverän herausgelaufenen Erfolg die aktuell bestechende Form der Trainieranstalt von Roman Matzky. Mit dem von Thorsten Tietz betreuten Tragopan Jet, der für die Farben von Klaus Bockhoff und Wolfgang May läuft, gelang Dennis Spangenberg zudem ein weiterer Erfolg – der Berufsfahrer war also der einzige Doppelsieger der Veranstaltung. Obwohl Tragopan Jet das gesamte Rennen außen herum bestritt, löste sich der Hengst auf der Zielgeraden leicht und gewann mit angezogener Handbremse. Sein Bewegungsablauf und sein Exterieur sind beeindruckend – von diesem Pferd wird man zweifellos noch einiges hören!
Rossini Diamant überlegen zum Dritten, Soccer sicher
Rossini Diamant ist ebenfalls kürzlich in den Besitz von Klaus Bockhoff und Wolfgang May gewechselt und scheint sich in Berlin so richtig wohl zu fühlen. Er feierte – erstmalig mit Sarah Kube im Sulky – nunmehr den dritten Sieg am Stück. Der Fünfjährige hatte mit dem Verlauf in der Außenspur nicht die geringsten Probleme und fertigte seine Gegner mit sechs Längen Vorsprung ab.
Auch der von Victor Gentz gesteuerte Soccer musste große Teile seines Rennens in der Rolle als Angreifer bestreiten, zog aber genauso blendend durch. Die Pilotin Bianca Boshoeve (Heinz Wewering) wehrte sich zwar gegen den auf der Schlusshalben aufgerückten Favoriten hartnäckig – doch Soccers Sieg fiel sicherer aus, als es der Richterspruch „Kampf Kopf“ vermuten lässt.
Ozon siegt dank Fehler, Willow Bay Evert nutzt die Gunst
Ozon und Chantal Solhart gaben schon auf den ersten Metern richtig Gas und ergatterten die Führung. Gegen Floh G (Katherina Kramer) hätte das Gespann allerdings keine ernsthafte Chance gehabt – doch just in dem Moment, als der von Katharina Kramer gesteuerte Fuchs gerade die Nüstern in Front gesteckt hatte, erwies sich Floh G einmal mehr als Enfant terrible und kam von den Beinen.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Das war das Motto von Jorma Oikarinens Sieg mit Willow Bay Evert. Der Wallach trat nach einem Idealverlauf an der Innenkante ausgangs des letzten Bogens aus dem Schatten der heftig miteinander fightenden Lordano Ass(Victor Gentz) und Harley Ass(Michael Hönemann) heraus und hatte das beste Ende für sich.
Matthieu Hegewald ist gut beraten
Krabat landete seinen ersten Saisonsieg – und dies ausnahmsweise nicht mit seinem Stammfahrer Klaus Daust, sondern mit Matthieu Hegewald im Sulky. Der Berufsfahrer erklärte im Anschluss:
„Klaus hatte mir im Vorfeld gesagt, dass Krabat viel Freiraum braucht und auch keine Probleme mit äußeren Spuren hat, wenn man ihm seinen Willen lässt und ihm den Kopf freigibt.“
Gesagt, getan: Der Wallach machte unterwegs enormen Druck auf die führenden Pferde und war, nachdem sein gefährlichster Konkurrent Tornado Jet(Thorsten Tietz) kurz aus dem Takt geriet, letztlich sogar einsam voraus.
Gesamtumsatz: 121.580,69 Euro – Bahnumsatz: 35.419,90 Euro - Außenumsatz: 86.160,79 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 2. Februar statt. Beginn ist um 17.30 Uhr. An diesem Tag werden acht hochdotierte PMU-Rennen ausgetragen.