Die SG Blau-Weiß Friedrichshain hat am Sonntag sein "Heimspiel" am Ausweichstandort Lobeckstraße (Kreuzberg) mit 0:6 gegen Berolina Mitte verloren. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Alvi Kallco bei sieben Punkten aus nun acht Partien und liegt aktuell auf Platz 14 der Bezirksliga 2. Abteilung.
Seit dem wichtigen 4:1-Sieg gegen Anadoluspor Ende September holten die Blau-Weißen, die letzte Saison in die Bezirksliga aufgestiegen sind, so nur noch einen Zähler aus drei Spielen.
DARREN SMYTH (BW FRIEDRICHSHAIN)
"Bei den Spielen gegen Sparta und Anadoluspor haben wir gezeigt, was wir können. Und wir wissen, was wir können – das gibt uns auf jeden Fall Hoffnung."
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel am Samstag mit Co-Trainer Darren Smyth noch über den bisherigen Saisonverlauf, Ziele – und die eigentliche Heimspielstätte von Blau-Weiß auf dem Dach des METRO-Markts am Ostbahnhof.
Der SV Blau Weiss Berolina Mitte verteidigte am Sonnabend mit dem deutlichen 6:0-Sieg bei BW Friedrichshain Platz 2 in der Bezirksliga 2. Abteilung (mit einem Spiel mehr als der Rest der Top 4) und holte damit allein 13 von nun insgesamt 19 Punkten aus den letzten fünf Begegnungen.
JULIAN HEMPE (BEROLINA MITTE)
"Wir haben häufig das Problem, dass wir nicht wissen, wer am Wochenende da ist. Und deswegen haben wir auch der Mannschaft gesagt: wir selber entscheiden eigentlich, wie gut oder schlecht die Saison ausfallen wird. Wenn alle Spieler an Bord sind, dann haben wir eine sehr, sehr gute Mannschaft."
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel am Samstag mit Trainer Julian Hempe noch über (einmal mehr) erklärbare Niederlagen, die Qualität der 2. Abteilung – und die Sehnsucht nach der Landesliga.
In der Bezirksliga 1. Abteilung unterlag der Adlershofer BC 08 am Sonnabend am Lohnauer Steig dem Wartenberger SV mit 1:2 (1:1). Trotz des Platzverweises gegen Siebenhüner (30.) gingen die Gastgeber unmittelbar darauf in Führung – Steinhäuser traf in seinem 100. Pflichtspiel für den ABC zum 1:0 (31.). Dem WSV gelang jedoch vor dem Pausenpfiff per Foulelfmeter noch der Ausgleich durch Reisner. Der sorgte schließlich kurz vor Schluss dann auch für den Siegtreffer der Gäste (86.). Mit jetzt neun Punkten aus fünf Spielen schoben sich die Wartenberger damit in der Tabelle auf Platz 3 vor, Adlershof liegt mit drei Zählern aus vier Partien auf dem 14. Rang.
Berlinsport Aktuell sprach nach Abpfiff mit den Trainern beider Teams – Eddy Hobusch (ABC 08) bzw. Daniel Wetzel (WSV) – über das Spiel, die Bewertung des Saisonstarts sowie kurz- und mittelfristige Perspektiven.*
Eddy Hobusch: "Stecken jetzt nicht den Kopf in den Sand.."**
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**Erklärungen: "30. Minute" = Platzverweis; "Viktor" = Viktor Geist
Daniel Wetzel: "Nicht ein Spiel mit der gleichen Elf gespielt.."
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Stop
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* Beide O-Töne enthalten jeweils zu Beginn die bereits am Samstag aktuell veröffentlichten ersten Statements zum Spiel: bei Eddy Hobusch bis ca. 1:40, bei Daniel Wetzel bis ca. 2:05
Der SV Blau-Gelb ist nach dem 3. Spieltag der Bezirksliga Staffel 2 noch sieglos. In der Partie bei Anadoluspor hatten die Weißenseer mit einer 1:0-Führung und einem Elfmeter die Möglichkeit, die Weichen für den ersten Dreier zu stellen, vergaben die Chance allerdings und verloren am Ende noch mit 1:3.
So bleibt man vorerst bei einem Punkt aus dem Auftaktspiel gegen Fortuna Biesdorf II, die zweite Partie ging gegen den Spitzenreiter SV Empor II verloren. Im Pokal zwang Blau-Gelb dazu den Landesligisten SSC Teutonia in die Verlängerung, unterlag dann aber knapp mit 2:3.
Thomas Leifheit (Trainer)
Ab übernächstes Spiel sind wieder auch ganz andere Leute am Start – und da glaube ich, dass wir immer noch einen guten Bestand haben für die Bezirksliga. (...) Deswegen bewerte ich das jetzt noch nicht über.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel am Sonntag mit SV-Trainer Thomas Leifheit über Sieglosigkeit, falsche Entscheidungen im Spiel nach vorne – und die (alljährliche) Hoffnung auf den September.
Am Sonntag hat Anadoluspor 1970 im zweiten Ligaspiel den ersten Dreier erzielt – zuhause gegen den SV Blau-Gelb gelang ein 3:1-Sieg. Nach der 0:8-Pleite bei Empor II und einmal spielfrei ein wichtiger Erfolg für die Kreuzberger, die obendrein einen 0:1-Rückstand hinnehmen mussten und einen Elfmeter gegen sich bekamen. Torwart Sahin konnte den Ball aber entschärfen, und als nach der Pause schnell der Ausgleich gelang, löste sich der Knoten beim Gastgeber endgültig.
Serdar Celik (Trainer)
Das Spiel heute, das muss auch so eine Wende sein und wir müssen sehen: okay, wir können's. Wenn wir kämpfen füreinander, wenn wir jeden Weg machen auch für den anderen – dann klappt das.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Pokalspiel mit Anadoluspors Trainer Serdar Celik über Erleichterung, noch zu behebende Defizite – und wie er als Spieler der 2. Herren mit deren Coach auskommt.
Nach zwei Aufsteigen (2019 und 2020) spielt Steglitz Gencler Birligi in der Bezirksliga und belegte dort in der abgebrochenen Spielzeit 2020/21 nach fünf Spielen mit fünf Punkten Platz 11. Nach der langen Coronapause wird auch in dieser Saison das vorderste Ziel sein, die Klasse zu halten. Vergangenen Sonntag schied man dazu bei Kreisligist Rixdorfer SV (3:6) bereits in der Qualifikation zum Berlin-Pokal aus.
Denis Drnda (Steglitz GB)
Der Verein ist jetzt in der langen Geschichte das erste Mal in der Bezirksliga. Unser Ziel ist ganz klar, diese Klasse zu halten – ich denke, das Rüstzeug haben wir dafür.
Berlinsport Aktuell sprach nach Abpfiff mit GB-Trainer Denis Drnda über die Vorbereitung, personelle Engpässe – und was die Arbeit beim Steglitzer Bezirksligisten angenehm macht.
Nach 20 absolvierten Spielen liegt der vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelte Berliner SV 92 auf dem 6. Platz der Bezirksliga Staffel 2. Ende Februar trennten sich die "Störche" von Trainer René Zampich – mittlerweile hat Frank Diekmann (zuletzt TuS Makkbi) das Amt bei den Wilmersdorfern übernommen. Nach nur einer Partie unter dessen Leitung folgte jedoch die Unterbrechung des Spielbetriebs wegen der Coronavirus-Epidemie. Der neue Trainer des BSV 92 sprach mit Berlinsport Aktuell u. a. über die Hintergründe der Zusammenarbeit.
Berlinsport Aktuell: Herr Diekmann, Sie haben zum Ende der vergangenen Saison aus familiären Gründen als Trainer beim Berlinligisten TuS Makkabi aufgehört – hatten Sie sich damals eine bestimmte Dauer ihrer Pause vorgestellt?
Frank Diekmann (BSV 92): Nein. Ich hatte bereits im April dem Vorstand mitgeteilt, dass ich nicht in der Lage sein werde, mich um die kommende Saison kümmern zu können. Mir ging es darum, dass der Verein genügend Vorlauf hatte, um einen passenden Nachfolger für mich zu finden. Über die Dauer meiner Auszeit hatte ich mir keine Gedanken gemacht.
BspA: Anfang März sind Sie nun beim Berliner SV 92 in der Bezirksliga wieder als Trainer in Erscheinung getreten. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Diekmann: Der Vorsitzende der Fußballabteilung, Christian Kalden – wir kennen uns schon seit Jahren –, hatte mich angerufen und gefragt, ob ich ihnen als Trainer aushelfen könne, weil die Zusammenarbeit zwischen dem bisherigen Trainer René Zampich und dem BSV 92 einvernehmlich beendet wurde.
BspA: Zu diesem Zeitpunkt lag der BSV 92 neun Punkte hinter Platz 1 und sieben hinter dem Tabellenzweiten – sind Sie explizit geholt worden, um in den – damals noch – verbleibenden elf Partien den Angriff auf die Aufstiegsplätze zu starten?
Diekmann: Der Verein wollte einen neuen Impuls für die Mannschaft auslösen, um oben noch einmal anzugreifen, weil er die Auffassung vertritt, dass die Mannschaft unter ihren Möglichkeiten spielt.
Frank Diekmann (Berliner SV 92)
Ich hatte am 15. März einen Trainingsplan ausgegeben, der endet jedoch am 19. April. Theoretisch müsste ich anschließend einen neuen Plan ausgeben – aber ich gehe eher davon aus, dass das nicht mehr nötig und die Saison dann abgehakt sein wird.
BspA: Das erste Spiel unter ihrer Regie ging gegen einen direkten Mitkonkurrenten, Fortuna Pankow, auf eigenem Platz mit 1:2 verloren – ist der Aufstieg damit bei 10 bzw. neun Zählern auf die beiden Topplätze und zusätzlich noch drei bis vier Mitbewerbern für Sie gegessen?
Diekmann: Nein – ich halte 9 Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz bei noch 10 ausstehenden Spiele zwar für eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe.
BspA: Wie viel Zeit hatten Sie, das Team vor dem Spiel gegen Pankow kennenzulernen bzw. schon erste spielerische und taktische Maßnahmen nach Ihren Vorstellungen zu treffen?
Diekmann: Wir hatten lediglich 3 Trainingseinheiten zum Kennenlernen. Noch dazu war die Trainingsgruppe überschaubar, so dass da im mannschaftstaktischen Bereich noch gar nichts ging. Die Dinge hatten wir dann, nach dem Abschlusstraining, an der Tafel angedeutet.
BspA: Wie groß ist der Unterschied zwischen z. B. der Berlin-Liga und der Bezirksliga was Trainingsbedingungen und - pensum betrifft?
Diekmann: Ziemlich groß. Der gravierende Unterschied, was die Trainingssteuerung anbetrifft, liegt im Bereich der Anzahl von Trainingstagen. Wir haben nur zweimal wöchentlich Training. In der Berlinliga steht mindestens ein Tag mehr an. Gerade wenn es darum geht, eine Spielphilosophie einzuprägen und Automatismen zu entwickeln, halte ich das für nicht ausreichend. Wenn ein Spieler einmal in der Woche fehlt, dann hat er gleich 50 % an Input versäumt. Wenn man beispielsweise an zwei Trainingstagen gewisse Dinge ausarbeitet, dann möchte man am dritten Tag im Abschlusstraining gerne sehen, was davon hängen geblieben ist. Im Wettkampf liegt der für mich entscheidende Unterschied darin, dass der Schiedsrichter in der Bezirksliga ohne Assistenten auskommen muss. Ich hatte mir während meiner Pause auch einige Spiele in unteren Ligen angeschaut – was da teilweise im Rücken vom Schiedsrichter abläuft, motiviert mich keineswegs auf längere Sicht in solch einer Liga zu arbeiten.
BspA: Wie deutlich zeichnete sich zum Zeitpunkt ihres Amtsantritts bereits eine mögliche Liga-Unterbrechung wegen des Coronavirus ab?
Diekmann: Gar nicht. Zu diesem Zeitpunkt brachte man lediglich ein Bier mit dem Begriff „Corona“ in Verbindung.
BspA: Wenn Sie vorher gewusst hätten, dass es soweit kommen würde – hätten Sie das Amt überhaupt angetreten?
Diekmann: Die Frage hätte sich erübrigt. Wenn das absehbar gewesen wäre, hätte der Verein diesen Schritt mit Sicherheit nicht unternommen.
BspA: Ist die Pause für Sie und den Club ein besonderer Nachteil, weil Sie gerade erst die Arbeit aufgenommen haben?
Diekmann: Das ist natürlich für alle Clubs der gleiche Nachteil. Wenn allerdings ein neuer Trainer installiert wird, ist das meistens auch mit einer neuen Spielphilosophie verbunden. Und da ist es natürlich dann besonders bitter, wenn man mit der Mannschaft nicht auf dem Platz arbeiten kann.
BspA: Was und welche Umfänge lassen Sie ihre Spieler zur Zeit individuell trainieren?
Diekmann: Ich hatte am 15. März einen Trainingsplan mit Laufeinheiten an die Mannschaft ausgegeben, der endet jedoch am 19. April. Theoretisch müsste ich anschließend einen neuen Plan ausgeben – aber ich gehe eher davon aus, dass das nicht mehr nötig und die Saison dann abgehakt sein wird.
BspA: Ist die Vereinbarung zwischen Ihnen und dem BSV 92 über das Saisonende hinaus vereinbart?
Diekmann: Nein.
BspA: Können Sie sich vorstellen, zur neuen Spielzeit – wann immer diese auch beginnen würde – eine neue Aufgabe anzunehmen und welche Bedingungen müssten dabei erfüllt sein?
Diekmann: Das könnte ich mir durchaus vorstellen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch gut damit leben könnte, wenn ich mir an den Wochenenden einfach nur einmal ein paar Begegnungen live anschaue. Das hatte ich im letzten Jahr tatsächlich sehr genossen. Wenn ich eine neue Aufgabe annehmen würde, dann sollten schon drei Trainingseinheiten pro Woche anstehen – und ein Gespann das Spiel am Wochenende leiten.
Am vergangenen Sonntag gewann der Tabellenführer der Bezirksliga Staffel 2, Anadoluspor, sein Heimspiel gegen den FC Liria mit 6:2 (2:0). Mann des Tages war dabei Harun Birol, der alleine vier Treffer zum Sieg beisteuerte. So brachte der Kapitän der Kreuzberger sein Team zur Pause mit 2:0 in Front, dazu sah Oumari auf Seiten des Geners Gelb-Rot (35.). Nach dem schnellen 3:0 durch Güroglu (47.) schien so das Spiel gelaufen, doch Jahdauti per Foulelfmeter (51.) und Tahiraj (70.) brachten den bisherigen Tabellen-4. wieder heran. In der Schlussphase hatte der Gastgeber dann in Überzahl allerdings den längeren Atem: erneut Birol (73., 83.) und Urbayar (86.) sorgten am Ende für klare Verhältnisse.
Wir müssen auch bei einem 3:0 immer damit rechnen, dass Liria zurückkommt, weil sie sehr starke Spieler haben. Das wussten wir auch, aber wir haben dann umgestellt – und dann hat’s geklappt
Serdar Celik, Trainer von Anadoluspor
Durch das 6:2 verteidigte Anadoluspor dazu nicht nur die Spitzenposition, sondern konnte obendrein zwei Serien wahren: zuhause wurden in der Liga bislang alle Partien gewonnen – und insgesamt bleibt man 2019/20 ungeschlagen. Auch der FC Liria hat im Übrigen auf heimischem Platz bislang eine weiße Weste – auswärts allerdings ist man weiter ohne Punktgewinn und rutscht so erst einmal auf Platz 8 ab.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Anadoluspor-Trainer Serdar Celik über das Topspiel, den "Man of the Match" und die Erwartungen für diese Spielzeit.
Außenseiter: Diese Startelf von Anadoluspor verkaufte sich im Achtelfinale des Berlin-Pokals so teuer wie möglich
Als letzter Bezirksligist war Anadoluspor 1970 am Achtelfinale des Berlin-Pokals beteiligt. Am heutigen Sonntag schied der Kreuzberger Verein jedoch gegen den zwei Klassen höher spielenden SV Tasmania mit 0:3 (0:1) aus.
Yusuf Gedik
Berlinsport Aktuell nutzte die Gelegenheit, um mit dem ersten Vorsitzenden Yusuf Gedik - und zwischendurch auch mit dem ersten Präsidenten des Vereins überhaupt - den Club im Gespräch näher kennen zu lernen.
Der prominente Neu-Trainer (Foto, r.) beim ambitionierten Bezirksligisten beurteilt den Start seines Teams in die Saison, spricht über das Probetraining seines Schützlings Ronaldo bei Bundesligist Hertha BSC - und den sportlichen Neuanfang in seiner Heimatstadt.
Bei der Gelegenheit klärte er auch gleich einen Irrtum auf: Der Punktabzug durch die 0:6-Wertung am 1. Spieltag - eigentlich hatte Italia die Partie beim heutigen Spitzenreiter FC Liria mit 5:1 für sich entschieden - ist natürlich schon in der aktuellen Tabelle berücksichtigt.
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Das Interview mit Hagen Nickelé fand am Dienstag nach dem Testspiel beim SV Tasmania statt.