
Der Trainer des Eishockey-Oberligisten nach der 0:4-Niederlage gegen die Hannover Indians über das Spiel, die Ursachen des Abwärtstrends - und wie man ihn wieder in den Griff bekommen will.

Der Trainer des Eishockey-Oberligisten nach der 0:4-Niederlage gegen die Hannover Indians über das Spiel, die Ursachen des Abwärtstrends - und wie man ihn wieder in den Griff bekommen will.
Das Pokalwochenende gehört den unterklassigen Vereinen - da Regional- und Oberliga ihren Spielbetrieb normal durchführen, wurden die Partien dieser Teilnehmer vorgezogen bzw. auf einen späteren Termin verlegt. Mit der Folge, dass Samstag und Sonntag ab der Berlin-Liga abwärts die Vereine unter sich sind. Das spricht allerdings nicht gegen spannende Begegnungen im Rahmen dieses Wettbewerbs.
So gastiert am Sonnabend der ambitionierte Bezirksligist Meteor 06 beim zwei Klassen höher spielenden SV Empor. Bei den Weddingern ist seit Saisonbeginn mit Timo Szumnarski immerhin der "Berliner Trainer des Jahres 2014" als Sportlicher Leiter tätig. Am Sonntag bekommt man am Vorarlberger Damm den Weltmeister von 1990, Thomas Häßler, mit seinem Club Italia beim 1. FC Schöneberg zu sehen - und zwar auf dem Papier als Außenseiter. Auch gibt es ein sehr reizvolles Derby in Spandau zwischen dem starken Berlinligisten SC Staaken und dem FC 06 zu erleben. Dazu will der "Underdog" 1. FC Afrisko - der letzte verbliebene A-Ligist - an der Behmstraße gegen die Spandauer Kickers wieder für eine Überraschung sorgen.
Die Partien im Überblick (in Klammern die Spielklasse)
BW Mahlsdorf/W'ruh (8.) - BSV Al-Dersimspor (6.) - 14 Uhr, Waldesruher Straße
SV Empor (6.) - BFC Meteor 06 (8.) - 14.30 Uhr, Jahnsportpark
Köpenicker SC (7.) - SD Croatia (6.) - 12 Uhr, Wendenschloßstraße
1.FC Schöneberg (7.) - Club Italia (8.) - 12.30 Uhr, Vorarlberger Damm
SC Staaken (6.) - FC Spandau 06 (7.) - 14 Uhr, Sportpark Staaken
Weißenseer FC (8.) - SF Johannisthal (7.) - 14 Uhr, Stadion Buschallee
SV Schmöckwitz-Eichwalde (9.) - Berliner SC (6.) - 14 Uhr, Finkengasse
SSC Teutonia (7.) - BFC Preussen (6.) - 14 Uhr, Stadion Hakenfelde
1.FC Afrisko (9.) - FSV Spandauer Kickers (7.) - 14 Uhr, Behmstraße
Eishockey-Oberligist ECC Preussen hat am Abend sein Heimspiel in der Nord-Staffel gegen den EC Hannover Indians mit 0:4 (0:2;0:1;0:1) verloren. Die Charlottenburger konnten somit dem Abwärtstrend erneut nicht erfolgreich begegnen. Nach dem dritten Spieltag noch an der Tabellenspitze, haben die Preussen mittlerweile in den folgenden acht Spielen sieben Niederlagen kassiert.
Immerhin musste sich die Mannschaft von Trainer Lenny Soccio nicht wie zuletzt bei der 1:2- Heimniederlage gegen den EHC Timmendorfer Strand Schmähungen der Fans anhören. Im Gegenteil: nach der Schlusssirene wurde die Mannschaft lange von den Fans gefordert. Die jedoch blieb hinter der verschlossenen Tür, weil Soccio eine längere Ansprache hielt.

Neuzugang Nikolai Varianov (Hamburg Crocodlies) konnte erwartungsgemäß noch nicht sofort helfen
Im Spiel fehlte den Berlinern zu Beginn das Spielglück, als der Gast früh und umstritten in Führung ging. Der zweite Treffer noch im ersten Drittel ließ die Hoffnung merklich schwinden. Vor dem gegnerischen Tor tauchte der ECC jedenfalls nur sporadisch auf. Als die Hannoveraner gleich zu Beginn des zweiten Drittels auf 0:3 erhöhen konnten, war das schon so etwas wie die Vorentscheidung. Trotzdem folgte die vielleicht beste Phase der Preussen, die allerdings durch eigene Zeitstrafen belastet wurde.
So blieb der Gastgeber auch im zweiten Drittel ohne Torerfolg. Im Schlussabschnitt wurde dazu die Aufholjagd durch eine 5-Minuten-Strafe erschwert. Immerhin blieben die Preussen in dieser Zeit ohne Gegentor - wie überhaupt wenigstens in Unterzahl kaum etwas anbrannte. Die folgende Überzahl blieb allerdings ohne Wirkung, da postwendend wieder ein Spieler des ECC auf die Strafbank musste.
So bereiteten die Hannoveraner der "Hängepartie" mit ihrem vierten Torerfolg an diesem Abend in der 51. Minute ein Ende. Einziger Aufreger in der Schlussphase war dann eine ordentliche Keilerei, bei der der Hannoveraner Gibbons kräftig austeilte. Er erhielt dafür eine Spieldauerstrafe - trotzdem wurde der US-Amerikaner anschließend zum "Man of the Match" gekürt. Bezeichnend, dass die Preussen sich in der Situation ebenfalls zwei Zeitstrafen einhandelten und so zahlenmäßig nicht davon profitieren konnten. Ein gebrauchter Abend eben: am Ende blieb es beim 0:4.
Die Preussen müssen nun auf der Suche nach der verlorenen Form am Sonntag zum niederländischen Vertreter Tilburg Trappers reisen. Eine unangenehme Aufgabe: nicht nur wegen der weiten Anreise, sondern weil die Trappers letzte Saison auch Ligameister wurden. Die Niederländer gewannen am Abend bei FASS Berlin in letzter Sekunde mit 6:5 (2:2;0:1;4:2) und liegen auf Platz 4 - das zweite Oberligateam der Hauptstadt ziert dagegen weiter das Tabellenende.
Foto: Unter Druck - Preussen-Kapitän Janke (l.) und Torwart Schmidt beim Unterzahlspiel
Platzverweise, Elfmeter (gegeben und nicht gegeben), Außenseitertriumphe - die beiden Pokalpartien vom gestrigen Abend boten das, was zumindest dem neutralen Fußballfan immer wieder Freude am K.O.-Modus dieses Wettbewerbs bereitet. Wenig zu lachen gab es insgesamt für die Heimmannschaften in den vier vorgezogenen Begegnungen der 3. Runde im Berlin-Pokal. Während am Dienstag die Außenseiter zuhause (Frohnau - Altglienicke und Türkyurt - TeBe) das Nachsehen hatten, konnten die Favoriten am Mittwochabend aus ihrem Heimrecht kein Kapital schlagen.
Eine faustdicke Überraschung gelang dabei dem TSV Mariendorf 1897, der sich beim zwei Klassen höher spielenden CFC Hertha 06 durchsetzte. Der Landesligist war dabei ersatzgeschwächt an die Brahestraße gekommen - mit 14 Spielern und ohne u. a. die beiden Stürmer Dort und Sarnewski. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich schon nach etwa 20 Minuten, als CFC-Spieler Mastalerz wegen Handspiels die Rote Karte sah und die Mariendorfer den aus dem Vergehen resultierenden Strafstoß durch Däms zur Führung nutzten. Die Hausherren drängten im Anschluss vor allem in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich, aber auch der Außenseiter hatte gute Möglichkeiten auf ein zweites Tor. Am Ende lagen sich die Gästespieler schließlich jubelnd in den Armen.
Noch schneller ging der SV Tasmania beim FC Hertha 03 in Führung: nach dem 3. Eckball in Folge köpfte Ermel den Ball in der 5. Minute unhaltbar zum 0:1 ein. Die Zehlendorfer taten sich in der Folge schwer mit dem eine Klasse tiefer spielenden Berlinligisten. Erst nach einer halben Stunde fanden sie ins Spiel und hatten Pech mit einem Pfostentreffer. Nach dem Wechsel handelte sich H03-Verteidiger Özdal dann nach Foulspiel seine zweite Gelbe Karte ein und wurde des Feldes verwiesen (60.). Die Gäste konnten aus der numerischen Überlegenheit wenig machen - im Gegenteil: der favorisierte Oberligist erhöhte den Druck in der Schlussphase und brachte die Tasmania-Defensive ein um's andere Mal in Schwierigkeiten. Aufregung dann kurz vor Schluss, als Ermel den Ball im Strafraum an den Arm geschossen bekam - und der Schiedsrichter sich gegen einen Elfmeter entschied. In der Nachspielzeit vergab Tasmania noch die riesige Chance zur Entscheidung, am Ende durfte sich aber auch hier der Gast über das Weiterkommen ins Achtelfinale freuen.
Foto: Müde, aber glücklich - Spieler des SV Tasmania feiern mit ihren Fans
Die Trainerstimmen zum Spiel Hertha 03 (Trainer Schatte) - Tasmania (Trainer Reichel):
Ernüchterung bei Außenseiter und Gastgeber SK Türkyurt: der sportliche Vergleich in der 3. Runde des Berlin-Pokals fiel nicht nur eindeutig zugunsten von Tennis Borussia aus - mit 248 zahlenden Zuschauern kamen auch deutlich weniger Besucher als erhofft. Am Ende setzte es eine trotz des Klassenunterschieds in der Höhe so nicht erwartete 0:9-Pleite.
Zugegeben: es begann nicht gut für Türkyurt - Lukas Rehbein brachte TeBe schon in der 2. Spielminute in Führung. Der Favorit kontrollierte in der Folge das Geschehen, ohne seine Möglichkeiten zunächst zu nutzen. Die Hausherren fanden trotz der prominenten Doppelspitze Fuß/Salantur in der Offensive dagegen nicht statt. Der knappe Rückstand blieb bis ca. eine halbe Stunde Spielzeit so das Positivste für den zwei Klassen tiefer spielenden Herausforderer.
Dann aber nahm das Unheil für Türkyurt seinen Lauf: innerhalb von fünf Minuten erhöhten Ristovski (28.), Huke (31.) und erneut Rehbein (33.) auf 0:4. Der Landesligist verlor nun völlig den Faden und konnte von Glück reden, nur noch ein weiteres Gegentor bis zur Pause zu fangen - Huke traf in der 45. Minute zum Halbzeitstand von 0:5.
TeBe-Trainer Daniel Volbert nahm - mit der sicheren Führung im Rücken - zum zweiten Durchgang gleich zwei Wechsel vor. Gelici und Rehbein durften im Hinblick auf das Ligaspiel in Schwerin am Sonnabend verschnaufen, Gutsche und Top dagegen Spielpraxis sammeln.
Gutsche führte sich dann auch gleich bemerkenswert ein: mit seinem Tor in der 50. Minute machte er das halbe Dutzend voll. In der Folge traf er noch 2-mal Aluminium und erzielte den Treffer zum 0:7 (71.). Längst hatte der avisierte "Pokal-Krimi" Testspielcharakter. Michael Fuß, ehemaliger TeBe-Spieler und von den lila-weißen Fans abgefeiert, bekam noch die eine oder andere Torgelegenheit, ohne sie nutzen zu können.
Sein Nachfolger auf der Nr. 9 bei Tennis Borussia, Sebastian Huke, ließ es in der Schlussphase dagegen noch zweimal krachen (79., 87.). Am Ende schrammte der Außenseiter so nur knapp an einer zweistelligen Niederlage vorbei.
Der SK Türkyurt kann sich nun ganz auf die Landesliga konzentrieren, in der man einen unglücklichen Start hinlegte und sicher das Zeug hat, sich vom aktuell 14. Platz noch deutlich zu verbessern. TeBe erlebte an diesem Dienstagabend dagegen einen lockeren Aufgalopp für das nicht einfache Ligaauswärtsspiel am Sonnabend in Schwerin.
Stimmen zum Spiel: Daniel Volbert (Trainer Tennis Borussia) und Burak Isikdaglioglu (Sportl. Leiter Türkyurt):

Burak Isikdaglioglu (Sportl. Leiter SK Türkyurt)
Die 3. Runde des Berlin-Pokals startet bereits am Dienstag und Mittwoch mit den ersten Spielen. Im Einsatz sind vier Oberligisten, die am kommenden Pokalwochenende schon wieder in ihrer Spielklasse im Einsatz sein werden. Tennis Borussia gehört zu diesen Klubs - die Lila-Weißen spielen morgen abend beim SK Türkyurt auf dem Lichtplatz am Poststadion (19.30 Uhr). Der Sportliche Leiter des Landesligisten, Burak Isikdaglioglu, spricht im Telefoninterview über die Chancen in diesem Pokalspiel, aber auch über seinen Verein im Allgemeinen und eine bemerkenswerte Initiative im Besonderen.
Die Pokalpartien am Dienstag und Mittwoch: (in Klammern die Spielklasse)
Frohnauer SC (8.) - VSG Altglienicke (5.) - Di., 19 Uhr, Schönfließer Str.
SK Türkyurt (7.) - Tennis Borussia (5.) - Di., 19.30 Uhr, Poststadion (Lichtplatz)
FC Hertha 03 (5.) - SV Tasmania (6.) - Mi., 19 Uhr, Ernst-Reuter-Sportfeld
CFC Hertha 06 (5.) - TSV Mariendorf 1897 (7.) - Mi., 19 Uhr, Brahestr.
Foto: Dedeoglu/SK Türkyurt
Bericht: Eike Ahlhausen
Die sechs Gegentreffer waren Peter Röhle dann doch etwas viel - ansonsten war er ganz zufrieden. Die Spandauer zogen im 1. Viertel gegen den Aufsteiger aus Potsdam bereits mit 7:0 davon und klärten zeitig die Verhältnisse im ersten Ligaspiel der Saison. Danach ließen sie es etwas ruhiger angehen: "Am Ende ließ die Konzentration nach, der Anfang war wohl zu stark“, kommentierte Teammanager und Co-Trainer Röhle den Spielverlauf.
Ansonsten gab es nichts besonderes zu berichten für Röhle, der unerwartet auf dem Trainerstuhl Platz nahm, um den kurzfristig erkrankten Chefcoach Petar Kovacević am Beckenrand zu vertreten. Er sah in der Schöneberger Schwimmsporthalle nichts, was er nicht hätte erwarten können: Kapitän Marko Stamm zeigte sich mit fünf Treffern in Spiellaune und Linkshänder Marin Restović bestätigte seine Torgefährlichkeit als zweitbester Schütze mit 3 Toren.
Gästetrainer Alexander Tchigir brachte die Überlegenheit der Spandauer zwischenzeitlich immer wieder ordentlich in Rage - mal wild gestikulierend, mal schwer deprimiert coachte er seine Jungs durch das Match gegen den übermächtigen Gegner aus Berlin. Peter Röhles Kommentare fielen dagegen etwas trockener aus: „Dieser Sieg war Pflicht, es bleibt aber genug zu tun, wenn wir Ende November zum Auftakt der Champions League konkurrenzfähig sein wollen“ - dann wieder mit Petar Kovacević auf dem Cheftrainer-Sessel.
Auch die beiden anderen Berliner Vertreter in der Wasserball-Bundesliga starteten mit Heimerfolgen in die neue Spielzeit: der SC Wedding besiegte den SC Neustadt 8:5, die SG Neukölln bezwang die White Sharks Hannnover 13:12.
Foto: Nicht zu stoppen - Maurice Jüngling (r.) von den Wasserfreunden Spandau überspielt die Potsdamer Abwehr

Mario Reichel (Trainer SV Tasmania)

Mohamad Yassiné (Trainer 1. FC Wilmersdorf)
In der Berlin-Liga eroberte Tasmania mit dem 5:0-Sieg beim 1.FCW die Tabellenspitze. Trainer Mario Reichel sprach im Anschluss über den gelungenen Auftritt seines Teams und über die kommenden schweren Aufgaben: in 14 Tagen gegen Stern 1900 (Liga) und schon am Mittwoch bei Oberligist FC Hertha 03 (Pokal) in Zehlendorf. Mohamad Yassiné verriet, was man in Wilmersdorf auch aus diesem Spiel Positives mitnehmen kann - und äußerte sich zu den Platzbedingungen an der "Blisse-Ritze".
Bericht: Eike Ahlhausen
Es war eine unterhaltsame Partie am Sonntagnachmittag in der Max-Schmeling-Halle auf dem Prenzlauer Berg. Bob Hanning, dem Geschäftsführer der Füchse, war es am Ende zu unterhaltsam. Seine Laune hielt sich nach dem 24:21-Heimsieg gegen den Aufsteiger vom HC Erlangen deutlich in Grenzen. Hanning bevorzugt klare Siege gegen nominell schwächere Gegner wie das Team aus Franken. Doch die schlugen sich bravourös im Fuchsbau und ließen den Anschluss gegen den Klubweltmeister aus Berlin zu keinem Zeitpunkt abreißen.
Die Berliner brauchten lange, bis sie überhaupt einen kleinen Vorsprung herauspielen konnten - die Abschlussschwäche der letzten Wochen machte ihnen auch diesmal zu schaffen. Lediglich 2:2 stand es nach zehn gespielten Minuten, Petar Nenadic und Paul Drux verwarfen für die Füchse ein ums andere Mal. Erst kurz vor der Halbzeitpause konnten die Berliner sich mit 12:9 leicht absetzen.
Zum Matchwinner in der zweiten Hälfte avancierte Torhüter Peter Stochl, nominell nur Nummer zwei hinter Nationalkeeper Silvio Heinevetter. Eine starke Parade nach der anderen hielt die Franken auf Distanz. Trainer Erlingur Richardsson setzte in der zweiten Hälfte fast ausschließlich auf Stochl, da Heinevetter zuvor „nur zwei Bälle gehalten hat“.
Weitere Matchwinner bei den Berlinern waren Fabian Wiede, der wiederholt wirkungsvoll durch die Abwehr des HC Erlangen an den Kreis marschierte, um von dort erfolgreich abzuschließen - und am Ende doch noch Petar Nenadic. Der Serbe stabilisierte seine Trefferquote, mit acht Treffern wurde er bester Füchse-Schütze. Den 8546 Zuschauern in der Halle hat es gefallen - ihre Laune auf dem Heimweg war jedenfalls durchgängig gut.
Foto: Konzentriert in Abwehr und Angriff - Füchse-Spieler Fabian Wiede (l.), gestern 7-facher Torschütze
Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte - eine zugegeben etwas abgedroschene "Weisheit", die sich am heutigen 10. Spieltag der Berlin-Liga allerdings - mal wieder - bewahrheiten sollte. Denn während das Top-Duo SFC Stern 1900 und SD Croatia im direkten Aufeinandertreffen in Steglitz die Punkte teilte, stürmte der SV Tasmania mit einem am Ende deutlichen 5:0-Sieg beim 1. FC Wilmersdorf auf Rang 1. Auch der SC Staaken konnte mit einem knappen 2:1-Heimsieg gegen die Füchse Berlin an den bisherigen beiden Spitzenvereinen der höchsten Hauptstadtspielklasse vorbeiziehen und den 2. Platz erobern.
In einem zum Teil hitzig geführten Topspiel gingen die Gäste vom SD Croatia dabei Mitte der ersten Hälfte durch Ehm in Führung. Dem SFC Stern gelang nach dem Wechsel zunächst der Ausgleich durch Mattern, der bisherige Spitzenreiter ließ aber wenig später die Riesenchance zur Führung aus: Önal scheiterte mit einem Foulelfmeter an Croatia-Torwart Hosman. So blieb es am Ende beim Unentschieden.
Der SV Tasmania musste es beim 1. FC Wilmersdorf besser machen als beim letzten Auftritt an der Blisse-Ritze - damals setzte es eine 0:1-Niederlage. Auf schwierigem, rutschigem Kunstrasen kam zunächst wenig Gefahr vor beiden Toren auf. Asmas Distanzschuss Mitte der ersten Halbzeit war dann aber der "Dosenöffner" für die Neuköllner. Das schnelle 2:0 nach dem Wechsel durch Medrane erwies sich dann schon als so etwas wie die Vorentscheidung. Die kampfstarken Gastgeber mussten in der Folge noch weitere Treffer durch Kirli, Gaudian und wiederum Asma hinnehmen und unterlagen schließlich deutlich mit 0:5.
In einem engen Match setzte sich der SC Staaken gegen die Füchse durch: Pinganis Führung für den SC nach einer Stunde konnte Przesang noch ausgleichen, doch auf den erneuten Führungstreffer der Gastgeber durch Engel hatten die Reinickendorfer keine Antwort mehr parat.

Erfolgserlebnis: Benny Hendschke (SP. VG. Blau-Weiß 90)
Blau-Weiß 90 konnte sich in der Abstiegszone mit einem 3:0-Sieg beim bislang starken Aufsteiger TuS Makkabi Luft verschaffen. Mann des Tages für die Mariendorfer war einmal mehr Al-Kassem, dem in der ersten Hälfte ein lupenreiner Hattrick gelang. Auch der BFC Dynamo II landete mit dem 4:2-Sieg bei Al-Dersimspor einen 'Big Point' in der unteren Tabellenhälfte.
Die Kreuzberger bleiben somit auf dem vorletzten Rang, die Tabellennachbarn DJK SW Neukölln (16. Platz, 1:4 im Neuköllner Derby beim TSV Rudow) und BSV Hürtürkel (18., 2:5 beim BFC Preussen) konnten ebenfalls nichts Zählbares in der 10. Runde holen. Weitere "Dreierpacker" an diesem Spieltag waren neben Rudows Al-Khalaf auch Kretzschmar von Eintracht Mahlsdorf, der maßgeblich zum 5:0-Erfolg über den Nordberliner SC beitrug. Am gestrigen Sonnabend hatten sich der SV Empor und der Berliner SC bereits torlos im Jahnsportpark getrennt.
Die Berlin-Liga geht am kommenden Wochenende in die "Pokalpause", weiter geht's mit dem 11. Spieltag Anfang November: dann gastiert u. a. der bisherige Tabellenführer SFC Stern 1900 beim aktuellen Spitzenreiter SV Tasmania.
Fotos: Berlinsport Aktuell