Allgemein

Regionalligisten setzen sich erwartungsgemäß durch

Am Mittwochabend wurden die beiden letzten Partien der 3. Runde im Berlin-Pokal ausgetragen. Da die Regionalliga vergangenes Wochenende im Einsatz war, wurden die Partien verlegt. Der FC Viktoria 89 trat beim Berlinligisten SP.VG. Blau-Weiß 90 an und setzte sich am Ende deutlich mit 3:0 durch. Haubitz hatte die Lichterfelder kurz vor der Pause in Führung gebracht, Reher und Trianni machten im zweiten Durchgang alles klar für den Favoriten.

Die Reservisten kamen beim Heimspiel des BAK gegen den drei Klassen tiefer spielenden FC Internationale auf ihre Kosten - und zwar auf beiden Seiten. Der Unterschied kam also dennoch zum Tragen: denn während beim Gastgeber auf der Hanne-Sobek-Sportanlage an der Osloer Straße z. B. Ex-Zweitligaprofi Sembolo - ebenso wie Bolyki - zwei Treffer erzielte, reichte es für den Landesligisten nur zum 4:1-Ehrentreffer in der Schlussphase durch El-Faouri (Foto).

Das Achtelfinale wird am 21. November ausgelost.
inter-mrosko-225x300-2
Inter-Trainer Lars Mrosko (Foto, r.) zeigte sich nach dem Ausscheiden trotzdem zufrieden mit der Leistung seines Teams:

Foto: Locker vom Hocker - Dimitri W Eden und Thorsten Tietz im Sulky hatten die Nase im Hauptrennen vorn

Dimitri W Eden im Bummeltempo - Rückblick des BTV

Beim Kampf um den Geburtstags-Pokal des VDT muss der als Tip des Tages angetretene Wallach mit Thorsten Tietz im Sulky nicht mehr als nötig tun. Michael Hönemann lässt den Toto beben und siegt mit dem Riesenaußenseiter Flavio As zur Quote von 1095:10!

Der Glühwein kam genau zur richtigen Zeit: Deutschlands ältester Besitzer- und Züchterverein, der VDT, verwöhnte das Publikum bei beinahe schon winterlichen Temperaturen mit dem köstlichen Heißgetränk und für die vierbeinigen Sieger und Platzierten gab es massenweise Möhren. Die dicksten Karotten hatte sich zweifellos Dimitri W Eden verdient, der den Kampf um den Geburtstags-Pokal des VDT und 4.500 Euro Preisgeld mit Thorsten Tietz im Sulky souverän beherrschte. Der 11:10-Topfavorit zog Ende der Startgeraden in Front – und das war es dann auch schon. Denn seine Konkurrenten, von denen sich Vulkan (Daniel Wagner) und Rayman (Dennis Spangenberg) noch am besten hielten, erstarrten geradezu vor Respekt. Tietz konnte sich zwischendurch sogar Durchgangszeiten im zwanziger Bereich leisten und gab seinem Stallcrack, der in für diese Klasse mäßigen 15,9/1.900m siegte, erst auf den letzten dreihundert Metern den Kopf frei.

Zuvor hatte Tietz, der seine Starts genauso wie alle anderen Fahrer im Gedenken an den verstorbenen Trainer Peter Scheack mit Trauerflor bestritt, bereits mit Pikus G aufgetrumpft. Für den Traber aus dem Stall von Dirk Grusdas war dies der erste Sieg seit dem 8. September 2013.. Da das Rennen als Handicap ausgeschrieben war, fand der Zehnjährige eine passende Aufgabe vor. Er musste aber dennoch alles geben. Denn der Verlauf fiel für den mit Zulage bedachten Traber nicht einfach aus – Pikus G ging die gesamte Schlussrunde durch die zweite Spur, verkaufte sich in 15,5/2.020m trotz des anspruchsvollen Pensums aber prächtig. Der dritte Treffer sprang für Tietz an diesem Nachmittag dann mit Special heraus – und zwar in der Tagesbestzeit von 14,1/1.900m. Renate Gramüllers Wallach ging mit viel Schwung aus dem ersten Bogen heraus nach vorne und ließ dem Trainingsgefährten Don di Quattro (Dennis Spangenberg) nicht den Hauch einer Chance.

Für Tietz‘ Lebensgefährtin Sarah Kube verlief der Novemberauftakt ebenfalls prächtig, denn sie führte zwei Pferde auf die Siegerparade. Im Sulky von MaxundAlex konnte sich die amtierende Deutsche Amateurmeisterin das Geschehen in aller Seelenruhe anschauen, denn sie hatte ihrem Schützling die Idealposition als viertes Pferd außen verschafft. Die Amazone schritt erst im Einlauf zur Tat, musste auf den letzten Metern aber noch auf die innen durchschlüpfende Give me Love (Chantal Solhart) aufpassen. Mit Lady Vera stellte Sarah Kube die Weichen schon frühzeitig auf Sieg. Die Stute stürmte ausgangs des ersten Bogens offensiv an die Spitze und geriet danach in der Kilometerzeit von 14,8/1.900m zu keinem Zeitpunkt mehr unter gegnerischen Druck. Mit ihrem Doppel steigerte Sarah Kube zugleich die Ausbeute für die Trainieranstalt Tietz an diesem Nachmittag auf vier Treffer.

Doch nicht nur der amtierende Champion, sondern auch einer seiner Vorgänger – nämlich Michael Hönemann – setzte Akzente. Und was für welche! Denn „Pinky“ mit einem 1095:10-Riesenaußenseiter auf einer Ehrenrunde bestaunen zu können, haben wohl auch seine treuesten Fans bisher noch nicht erlebt. Mit Flavio As wurde es Realität – wobei man die Quote allerdings auch als völlig irrational bezeichnen muss, denn der erst einmal geprüfte Flavio As trat gegen Pferde an, die ebenfalls nur sehr wenig Erfahrung besaßen. Es war daher durchaus mit einer Überraschung zu rechnen und Alexander Dames Traber am Wettmarkt überhaupt nicht zu berücksichtigen, glich einer sträflichen Unterlassung. Wobei allerdings auch Glück im Spiel war. Denn Flavio As lag unterwegs nur an dritter Stelle an der Innenkante, doch dann sprangen vor ihm sowohl Mon Filou (Daniel Wagner) als auch Calino d’Harchies (Dennis Spangenberg) weg.

Dass Gri Diamond riesiges Laufvermögen besitzt, war im Vorfeld natürlich bekannt und daher war es nicht verwunderlich, dass der Mommert-Traber trotz ernstzunehmender Gegnerschaft bei 15:10 gehandelt wurde. Der Fuchswallach trat erstmals mit Benjamin Hagen an und gestaltete die Aufgabe zu einer One-Horse-Show. Die Fans des heißen Favoriten brauchten keinen Moment um den Erfolg zu bangen. Gri Diamond übernahm nach einer kurzen Rochade mit Arando (Daniel Wagner) auf der Tribünengeraden die Führung und diese Reihenfolge blieb bis ins Ziel so erhalten. In 15,0/1.900m waren es am Ende vier Längen, die Gri Diamond von Arando trennten.

Ein richtig dickes Lob hat sich Krabat verdient. Sein Fahrer Klaus Daust hatte den Braunen zunächst geschickt in die vierte Position außen manövriert. Aber nach einem Führungswechsel blieb der Fünfjährige trotzdem ungewollt in der Angriffsspur hängen. Krabat machte aus der Not aber eine Tugend, rang im Einlauf zunächst den führenden Baloubet (Michael Hönemann) nieder und hielt im Anschluss auch den vehement nachsetzenden Saints Angel (Daniel Wagner) in Schach. Eine wirklich exzellente Leistung! Es ist keine Frage: Krabats Besitzerin Bianca Meyer darf der weiteren Entwicklung ihres Vierbeiner-Lieblings freudig entgegensehen.

Mit einer imponierenden Leistung meldete sich One and Only aus einer viermonatigen Ruhepause zurück. André Pögel steuerte die Siebenjährige noch ausgangs der Startgeraden an die Spitze. Für die Stute, die ohne Frage eine geborene Frontrennerin ist, war das natürlich die halbe Miete. One and Only gab sich nicht die geringste Blöße und wies den speedigen Adrian Cliv BR (Chantal Solhart) mit drei Längen Vorsprung ab. Weitaus enger wäre die Sache für Quinze Juin und Marlene Matzky geworden, denn nach einem Rennen durch die Außenspur lag das bei 21:10 notierte Gespann eingangs der Zielgeraden nur an zweiter Stelle. Doch wenig später kam der führende Il Santo (Sarah Kube) schwer aus dem Takt – und vielleicht hätte es für Quinze Juin auch so noch gereicht, denn der Vierjährige hinterließ trotz des aufwendigen Verlaufs einen blendenden Eindruck.

Ja wo bleiben sie denn? Das muss sich Dennis Spangenberg im Sulky von Harley As, mit dem er seine Gegner Start bis Ziel bezwang, sicherlich gefragt haben. Denn im Schlussbogen, als Harley As bereits mit uneinholbarem Vorsprung führte, drehte sich der Berufsfahrer nahezu ungläubig zu den Verfolgern um. Doch er konnte keinen einzigen ernsthaften Kontrahenten in Sichtweite entdecken. Harley As siegte mit neun Längen Vorteil drückend überlegen – also quasi mit der halben Bahn.
Gesamtumsatz: 122.076,88 Euro – Bahnumsatz: 37.178,00 Euro - Außenumsatz: 84.898,88 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 16. November statt. Es handelt sich dabei um einen Abendrenntag mit acht hochdotierten PMU-Prüfungen. Im Mittelpunkt steht der Lauf zur Winter-Champions-Serie um 10.000 Euro Preisgeld. Beginn ist um 17.30 Uhr.

Quelle: BTV

Foto: Gut behütet - Die Verteidigung des Spitzenreiters SV Tasmania inklusive Keeper Schelenz (rotes Trikot) konnte ihr Tor auch gegen Stern 1900 (in Gelb-Blau) sauber halten

Tasmania gewinnt Topspiel deutlich - Staaken und Croatia bleiben auf Tuchfühlung - Hürtürkel mit Kantersieg im "Kellerduell" - Empor und Mahlsdorf setzen Serien fort

43 Tore, also fast fünf im Schnitt, fielen in den neun Begegnungen der Berlin-Liga am Wochenende. Nimmt man das in diesem Zusammenhang „italienisch“ anmutende 1:0 der SP.VG. Blau-Weiß 90 gegen den TSV Rudow (frühes Tor von Bruckmann) aus der Wertung, sind es sogar deutlich mehr als 5 pro Spiel. Dabei endeten zwei Drittel der Partien zu Null – es war also der Spieltag der „klaren Kisten“. Mit Ausnahme des erwähnten Spiels an der Blisse-Ritze und dem Aufeinandertreffen des Nordberliner SC und TuS Makkabi, das mit einem knappen 4:3 endete. Dabei schien auch in Heiligensee zur Pause beim Stand von 4:0 (2x Hippe, Fechner sowie ein Eigentor von TuS-TW Hartmann) alles klar für die Heimelf – doch der wackere Aufsteiger verkürzte bis fünf Minuten vor Spielende durch Hamo, Dei-Kwarteng und Kukanda, konnte aber den punktbringenden vierten Treffer nicht mehr landen.

bsvh-alves-f-180

3-facher Torschütze: Gabriel Alves Fernandez (BSV Hürtürkel)

Mehr als kurios ging es auch im Kellerduell des Tages zu: der 1. FC Wilmersdorf führte durch Tore von Okuma und Demirel nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 2:0 beim BSV Hürtürkel. In dieser Situation hätte wohl niemand mehr einen Pfifferling auf das Schlusslicht aus Neukölln gesetzt, das zuletzt neun Niederlagen am Stück kassierte. Altin sorgte dann jedoch mit einem Doppelpack bis zur 31. Minute wieder zumindest für ausgeglichene Verhältnisse am Hertzbergplatz. Das war offenbar zuviel für die Wilmersdorfer: in den fünf Minuten vor und nach dem Seitenwechsel fing man sich vier weitere Gegentore ein. Alves Fernandes tat sich hierbei mit drei Treffern besonders hervor, Bautista traf zum zwischenzeitlichen 4:2-Pausenstand. Bei 6:2 war die Luft dann doch vorzeitig raus, die weiteren Treffer durch Altin und May in der Schlussphase zum 8:2 hatten keinen direkten Einfluss mehr auf den Ausgang des Geschehens. Zumindest aber sorgten sie für einen echten Hingucker auf der Ergebnisliste – insbesondere, wenn man zu den „Eingeweihten“ zählte, die vom 0:2 nach 15 Minuten wussten.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang, dass DJK Schwarz-Weiß trotz eigener 0:5-Heimniederlage gegen den BFC Preussen durch die noch höhere Pleite der Wilmersdorfer Abstiegsplatz 16 verlassen konnte. Dabei hatten die Neuköllner nicht den Hauch einer Chance – der Gast führte durch Fikic, Ismaili und Coric schon zur Pause 3:0 im Stadion Britz-Süd, Akgün und Demir setzten in der Schlussphase endgültig den Deckel auf die Partie. Somit sind die Preussen seit fünf Spielen ungeschlagen, auch wenn nach Trainer Mittelstädts Geschmack mit neun Zählern in diesem Zeitraum noch zu viele Punkteteilungen im Spiel gewesen sein dürften. Da an der Tabellenspitze aber weiter kräftig Gas gegeben wird, können die ambitioniert in die Saison gestarteten Lankwitzer bei derzeit elf Punkten Rückstand auf Platz 1 nur weiter fleißig punkten und auf Ausrutscher hoffen.

Schon am Samstag aber hatte eines der Topteams der Berlin-Liga, SD Croatia, seine Heimaufgabe gegen BSV Al-Dersimspor souverän gelöst: Ergiligür schon nach zwei Minuten und Montoya (31.) sorgten für einen beruhigenden 2:0-Halbzeitstand, ein Eigentor von Karaduman in den letzten Zügen der Partie sorgte für das 3:0-Endergebnis. Die Gäste sollten dadurch am Sonntag auf den letzten Platz abrutschen, Croatia aber übernachtete zumindest auf der Spitzenreiterposition.

Nun lag der Ball also bei den anderen Spitzenmannschaften. Der SC Staaken gab sich allerdings beim Berliner SC keine Blöße, führte durch Binting mit 1:0 zur Pause. Ein Doppelschlag – erneut Binting und Engel trafen für den SCS – sorgte schon vor Ablauf einer Stunde für klare Verhältnisse. Auch der Anschluss durch Gehring für die Grunewalder sollte daran nichts mehr ändern: Schulz traf drei Minuten vor Spielende zum 4:1 für Staaken.

rogoli-pass

3-facher Torschütze: Salvatore Rogoli (SV Tasmania)

Selbst im Topspiel des Tages war zur Halbzeit schon eine Art Vorentscheidung gefallen. Der SV Tasmania hatte durch ein frühes Tor aus einem Standard (Kopfballtor Tiedmann nach Eckball) schon zeitig den Vorteil auf seiner Seite. Der SFC Stern 1900 fing sich zwar im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit und hatte die Gelegenheit zum Ausgleich. Doch als El-Rayan sich wegen Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte von Schiedsrichter Hornig einhandelte (39.) und Rogoli noch vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhte, standen die Prognosen für die Steglitzer alles andere als gut. Diese bestätigten sich dann im zweiten Durchgang, als der bisherige Spitzenreiter die Überzahl besonnen einsetzte und durch zwei weitere Rogoli-Tore bis zur 62. Minute auf 4:0 davon zog. Der Rest war Formsache – wer sich auf ein knappes Topspiel gefreut hatte, sah sich also zeitig getäuscht. Aber der Fußball ist natürlich auch in dieser Hinsicht nicht bis ins letzte Detail berechenbar. Das Team von Manuel Cornelius dürfte jedenfalls mit mangelndem Spielglück gehadert haben an diesem Nachmittag - der SV Tasmania hingegen setzte die richtigen Akzente und nutzte die sich ergebenden Spielvorteile im Stil einer Spitzenmannschaft.

Die Mannschaft von Mario Reichel konnte somit die Angriffe von Croatia und Staaken an diesem Spieltag erfolgreich abwehren und bleibt mit nun 28 Punkten Tabellen-1., dicht gefolgt von den beiden genannten Teams (jeweils 27 Punkte). Stern 1900 bei 24 Zählern auf dem 4. Platz hat nun schon etwas Rückstand und Eintracht Mahlsdorf im Nacken, die nach dem deutlichen 5:0 bei den Füchsen Berlin auf 22 Punkte kommen. Torjäger Zorn sorgte für den Pausenstand, erst in der Schlussviertelstunde wurde es dann deutlich. Lichtnow und zweimal Virhus erhöhten binnen fünf Minuten auf 4:0 für die Gäste, Pohlmann setzte noch den Schlusspunkt in letzter Minute. Die Mahlsdorfer kommen somit auf 16 Punkte in den vergangen sechs Ligaspielen - bei stattlichen 21:1 Toren.

Einen ähnlichen Spielverlauf wie in Reinickendorf gab es im Sportforum zu erleben: Dietrich hatte seinen SV Empor beim BFC Dynamo II zur Pause in Führung gebracht, ein Eigentor von Paepke erst 10 Minuten vor dem Ende sorgte dann für die Vorentscheidung. Wegners 3:0 in der 88. Minute entschied dann nur noch über die Höhe des Siegs. Der BFC II bleibt durch die Niederlage auf Rang 13, während Empor im Klassement weiter klettert: die Mannschaft von Trainer Nils Kohlschmidt ist seit dem 4. Spieltag ungeschlagen, holte seitdem in acht Partien 16 Punkte und fing sich nur drei Gegentore. Zuletzt stand hinten dreimal die Null – Resultat: der 6. Platz.

Foto: Lokalmatador Thorsten Tietz will auch an diesem Renntag möglichst oft vorne mitmischen

Glühwein, Gewinne(r) und große Gefühle

Falls es sich noch nicht herumgesprochen haben sollte: Pferderennsport ist zumindest bei den Trabern ganzjährig zu bestaunen und somit auch auf den Berliner Rennbahnen in Karlshorst und Mariendorf. Letztere richtet am morgigen Sonntag z. B. den VDT-Renntag aus. Pferde(rennsport)liebhaber brauchen also auch in der nicht ganz so warmen Jahreszeit auf ihre Passion zu verzichten. Der Veranstalter bietet dabei den Besuchern nicht nur Glühwein gratis (so lange der Vorrat reicht...), sondern auch attraktive Ausschüttungen bei den Wetten. Im 8. Rennen etwa "geht es um eine Vierer-Garantie in Höhe von 12.500 Euro inklusive 7.407 Euro Jackpot".

Sandra König mit ihrem Traber Cees Butcher

Sandra König mit ihrem Traber Cees Butcher. Foto: privat

Doch nicht nur das Drumherum wird stimmen, auch das sportliche Geschehen auf der Bahn in Mariendorf soll wieder begeistern. Insgesamt zehn Rennen an der Zahl werden durchgeführt: Fahrerlegende Heinz Wewering gibt sich die Ehre, ebenso bekannte Lokalmatadore wie z. B. Thorsten Tietz. Ein emotional besonderer Moment wartet vor allem im letzten Lauf des Tages, wenn Amateurfahrerin Sandra König, die vor drei Jahren einen schweren Unfall im Sulky erlitt, mit ihrem Pferd Cees Butcher an den Start geht.

Nähere Informationen und Rennprognosen finden Sie in der Vorschau des Veranstalters

Schauplatz Neukölln: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr schien vor dem Spiel Tasmania - Stern 1900 die Sonne. Nach dem späten Siegtor durch El-Moghrabis Elfmeter war die Stimmung der Gäste allerdings eher "stark bewölkt"

Spitzenreiter Tasmania am Sonntag gegen Stern 1900 - SD Croatia kann Sonnabend vorlegen - SC Staaken beim BSC - Kellerduell bei Hürtürkel

Die Berlin-Liga kommt nach ihrer Pokalpause am vergangenen Wochenende an diesem Samstag und Sonntag wieder an den Start - und das mit einem Spitzenspiel und zwei Verfolgern, die auf die Tabellenführung schielen. Am vergangenen Spieltag war es der SV Tasmania, der vom Topspiel der höchsten Hauptstadtklasse profitierte. Denn während der SFC Stern 1900 und Croatia die Punkte teilten, zogen die Neuköllner durch ihren 5:0-Sieg beim 1.FC Wilmersdorf erstmals in dieser Saison vorbei an die Tabellenspitze. Auch der SC Staaken rückte mit seinem 2:1 gegen die Füchse Berlin auf den 2. Platz vor.

sdc-wilke-2

Spitzenreiter in spe? Zumindest für eine Nacht kann Marco Wilke mit seinem Team auf Platz 1 vorrücken

An diesem Spieltag trifft nun aber der Spitzenreiter seinerseits auf Stern 1900 – wodurch wiederum die beiden anderen Klubs aus dem Führungsquartett Kapital schlagen könnten. SD Croatia kann dabei schon am Samstag im Heimspiel gegen BSV Al-Dersimspor vorlegen und den Druck auf die anderen erhöhen. Das Team aus Tempelhof – das wie Stern und Staaken, aber im Gegensatz ausgerechnet zum Ersten Tasmania noch unbesiegt ist – hat zuletzt punktemäßig etwas liegen lassen. Dabei war in den schwierigen Auswärtsspielen bei Tasmania und Stern sogar mehr drin als nur der erzielte Punktgewinn. Zu denken geben da eher die letzten, etwas mager erscheinenden 1:0-Heimresultate gegen Wilmersdorf und die Reserve des BFC Dynamo. Mit Al-Dersimspor gibt sich nun ein Abstiegskandidat die Ehre im Friedrich-Ebert-Stadion, der alle seine vier Punkte in den letzten vier Partien erreichte. Mit dem Sieg beim BSC sind die Kreuzberger sogar auf des Gegners Platz besser als daheim. Interessant also, ob Croatia sich in der Favoritenrolle schwer tut, oder ob es sich um den Stil einer Spitzenmannschaft handelt: das Torverhältnis von 3:1 Toren in den letzten vier Partien war schließlich immerhin für acht Punkte gut. So verfügen die „Minimalisten“ von Trainer Marco Wilke zwar zum jetzigen Zeitpunkt über weniger erzielte Treffer als der Tabellenvorletzte, aber auch schon über 32 Gegentore weniger als Al-Dersimspor.

Im Spitzenspiel am Sonntag will der SV Tasmania seine Tabellenführung gegen den SFC Stern 1900 verteidigen. Die Mannschaft von Trainer Mario Reichel liegt ein Pünktchen vor dem Verfolgertrio und muss zum Erreichen dieses Ziels also wohl gewinnen. Zuletzt heimste man 16 von 18 möglichen Zählern ein, insgesamt spielte Tasmania in sieben von 10 Partien zu Null. Drittbeste Offensive, beste Defensive der Liga: das ist die Rezeptur, mit der die Neuköllner sich den Spitzenplatz erarbeitet haben. Gegen die starken Steglitzer Stürmer wie El-Rayan oder Woithe dürfte die Tasmania-Verteidigung allerdings vor einer echten Bewährungsprobe stehen. Die Mannschaft von Trainer Manuel Cornelius hat dabei mit zuletzt zwei Unentschieden zuhause ihre Tabellenführung verspielt – vor allem das 3:3 gegen den Nordberliner SC war da ein „Ausreißer“. Überhaupt hat die Defensive in den letzten fünf Auftritten neun von elf Saisongegentoren zulassen müssen und liegt in dieser Statistik insgesamt acht Treffer hinter dem Wert des SV Tasmania.

scs-bahceci2

Auf der Suche nach dem Tor: Staakens Stürmer Erhan Bahceci (9 Treffer) ging in den letzten drei Pflichtspielen leer aus

Die beste Offensive der Liga stellt nach dem 10. Spieltag allerdings der SC Staaken, der seine Partien zum Teil im Hurra-Stil gewonnen hat. Der Verein aus dem Spandauer Westen befindet sich derzeit in Lauerstellung auf Platz 2 und kann mit einem Auswärtssieg beim Berliner SC die Spitzenposition erobern. Auf heimischem Geläuf ging es jedoch zuletzt nicht mehr ganz so deutlich zu: gegen den BFC Preussen (1:1) und die Füchse (2:1) kam die Staakener „Torfabrik“ an den vergangenen beiden Spieltagen nicht ganz wie sonst zum Zug. Dazu kam das Pokal-Aus des SC im Derby gegen den eine Klasse tiefer spielenden FC Spandau 06. Die Mannschaft von Jeffrey Seitz dürfte im Grunewald also um Wiedergutmachung bemüht sein. Gastgeber Berliner SC hatte einen sehr guten Start in die Saison hingelegt. Aus den letzten vier Partien konnte man dann jedoch lediglich einen Zähler erringen. Darunter befanden sich allerdings auch drei knifflige Auswärtsaufgaben – und eine bittere 2:4-Heimniederlage gegen Al-Dersimspor.

Auch im Tabellenkeller kommt es zu einem interessanten Aufeinandertreffen: der BSV Hürtürkel empfängt den 1. FC Wilmersdorf. Während nur wenige Experten den Oberligaabsteiger als derzeitigen Tabellenletzten gesehen hatten, entspricht der 1.FCW auf Rang 15 durchaus den Erwartungen. Trainer Yassiné nahm das 0:5 gegen Tasmania zuhause daher auch nicht besonders krumm – schließlich konnte sein Team sechs seiner sieben Zähler in den letzten vier Begegnungen holen. Auch am Sonntag wird man sich etwas ausrechnen, denn Hürtürkel hat nach dem Auftaktsieg bei Empor alle neun Ligaspiele verloren. Trainer Murat Demirkol, der den glücklosen Cem Torlak nach dem 7. Spieltag ersetzte, hatte über die Pokalpause Zeit, an den nötigen Änderungen zu arbeiten. Das gilt allerdings auch für den Kontrahenten vom Sonntag – denn beide Vereine sind bereits aus dem laufenden Wettbewerb ausgeschieden.

Alle Partien des 11. Spieltags im Überblick

Samstag, 05.11., 14 Uhr
SD Croatia (4.) – BSV Al-Dersimspor (17.) Friedr.-Ebert Stadion

Sonntag, 06.11., 14 Uhr
DJK SW Neukölln (16.) – BFC Preussen (8.) 11 Uhr, Stadion Britz-Süd
Nordberliner SC (11.) – TuS Makkabi (9.) 12.30 Uhr, Elchdamm
Berliner SC (10.) – SC Staaken (2.) 13.30 Uhr, Hubertussportplatz
SV Tasmania (1.) – SFC Stern 1900 (3.) Werner-Seelenbinder-Sportpark
Füchse Berlin (14.) – Eintracht Mahlsdorf (5.) Fuchsbau am Freiheitsweg
BFC Dynamo II (13.) – SV Empor (7.) Sportforum
BSV Hürtürkel (18.) – 1. FC Wilmersdorf (15.) 14.30 Uhr, Hertzbergplatz
SP.VG. Blau-Weiß 90 (12.) – TSV Rudow (6.) 14.30 Uhr, Rathausstraße

in Klammern die aktuelle Platzierung des jeweiligen Vereins

Foto: Feiern am Freitagabend - für Tennis Borussia ist ein Heimsieg heute Pflicht

Die Berliner Teams am 11. Spieltag der Nord-Staffel

Die NOFV Oberliga-Nord eröffnet ihren 11. Spieltag am Freitagabend fast schon traditionell mit einem Heimspiel von Tennis Borussia.Der „Wahnsinnssieg“ in der Nachspielzeit zuhause gegen Strausberg vor 14 Tagen und das souveräne Weiterkommen im Pokal haben die Veilchen noch nicht endgültig gefestigt. In Schwerin setzte es zuletzt eine 1:2-Niederlage, und so ist am 11. Spieltag ein Sieg im Mommsenstadion gegen das Schlusslicht 1.FC Frankfurt Pflicht. Der Gast kommt noch ohne Sieg nach Charlottenburg und weist in den Kategorien „Erzielte bzw. Kassierte Tore“ jeweils die Negativwerte der Liga auf. Die Lila-Weißen glänzen allerdings auch nicht gerade bei ihren Torerfolgen: 18 Treffer sind in der oberen Tabellenhälfte der Oberliga „Negativrekord“. Die Defensive ist dagegen weiterhin die Paradedisziplin der Elf von Trainer Daniel Volbert – nur Tabellenführer Altglienicke (10 Gegentore) hat weniger Einschläge zu verzeichnen als TeBe (11). Die Fans erwarten in dieser Konstellation am Freitagabend aber sicherlich mehr Offensivwirbel als Defensivkunst von ihrer Mannschaft.

vsg-tusche

Doppelpack daheim: Torsten Mattuschka sicherte im letzten Heimspiel Altglienicke wenigstens einen Punkt

Die VSG Altglienicke verschaffte sich mit dem Last-Minute-Sieg vergangene Woche in Zehlendorf sogar einen kleinen Vorsprung an der Spitze des Klassements, da die Konkurrenz patzte. Der Tabellenführer glänzte zuletzt ohnehin mit 13 von 15 möglichen Punkten - das Remis zuhause gegen Brieselang fiel da sogar schon etwas aus dem Rahmen. Auch die einzige Saisonniederlage kassierte die VSG zuhause (1:2 gegen Hansa II), sodass die Heimbilanz des Spitzenreiters sogar noch Luft nach oben hat. Am Samstag (14 Uhr, Alter Schönefelder Weg) empfängt man nun den SV Altlüdersdorf. Der konnte bislang nur zwei seiner 10 Saisonspiele gewinnen. Am vergangenen Spieltag gab es zuhause nach sechs Partien ohne Dreier aber immerhin einen souveränen 3:0-Sieg gegen Schöneiche. Bei den bisher schon drei Gastspielen in der Hauptstadt stellte sich das Team aus Gransee dazu als unbequemer Gegner dar. In Lichtenberg unterlag man knapp mit 2:3, bei Hertha 03 (3:3) und Hertha 06 (1:1) kassierte man den Ausgleich erst in der Nachspielzeit und verpasste so jeweils den Sieg nur äußerst knapp. Der Tabellen-11. hat in der bisherigen Spielzeit nur zwei Tore weniger erzielt als die VSG Altglienicke – aber auch fast doppelt so viele kassiert wie der Liga-Primus.

Beim SV Lichtenberg 47 schlug die Formkurve zuletzt zwischen Heimsieg und Auswärtsniederlage hin und her. Gut also für die Mannschaft von Uwe Lehmann, dass sie am Sonntag (13.30 Uhr) wieder im heimischen Hans-Zoschke-Stadion anzutreten hat: Dort gewann man bislang schließlich alle Partien dieser Saison. So konnte man bislang einen guten 3. Platz halten, punktgleich vor Wismar und dem CFC Hertha 06. Die Charlottenburger sind nun Gegner der 47er, was neben dem Charakter eines Lokalderbys zusätzlich Spannung in das Aufeinandertreffen bringt. Allerdings befindet sich Hertha 06 gerade etwas im „Abwind“. Zuletzt nur ein Punkt aus drei Partien haben den Höhenflug des zwischenzeitlichen Tabellenführers wieder geerdet, ein Torverhältnis von 2:12 sorgte zudem auch in dieser Hinsicht für angeglichenere Verhältnisse. Dazu gesellte sich noch ein unerwartetes Pokal-Aus gegen den unterklassigen TSV Mariendorf. Die Mannschaft von Trainer Hasan Keskin dürfte also darauf brennen, aus Lichtenberg zumindest einen Zähler mit nach Hause zu bringen.

Als einziges Hauptstadtteam der Liga spielt der FC Hertha 03 in der 11. Oberliga-Runde in der Fremde. Beim FSV Optik Rathenow (Samstag, 13.30 Uhr) erwartet die Zehlendorfer ein schwerer Gang, will der Tabellen-2. doch unter keinen Umständen den Abstand auf den Spitzenreiter größer werden lassen. Hertha 03 würde dagegen im Fall einer Niederlage zumindest zwischenzeitlich eine Saison im Niemandsland der Oberliga drohen – eventuell sogar mit vorsichtigem Blick in den Rückspiegel.

Foto: Berlinsport-Aktuell

BFC nach 1:0 beim SCC im Achtelfinale

Mehr erwartungs- als standesgemäß hat sich der BFC Dynamo gestern abend für die Runde der letzten Sechzehn im Berlin-Pokal qualifiziert. Der Regionalligist setzte sich beim drei Klassen tiefer spielenden SC Charlottenburg mit 1:0 (Tor: Rockenbach da Silva) durch.

Bemerkenswert war das Aufeinandertreffen beider Teams, weil sie sich in der jüngeren Vergangenheit des Wettbewerbs mehrfach gegenüber standen. Im Achtelfinale 2013/14 wurden dabei sowohl die 1. als auch die 2. Herren einander zugelost. Die Partien wurden dann in einer Doppelveranstaltung im Februar 2014 im Mommsenstadion nacheinander durchgeführt. Dynamo siegte seinerzeit in beiden Vergleichen: die 1. Herren 4:0 (2x Brunnemann, Preiss, Rehbein), die 2. mit 2:0 (Wienbreyer, Sangaré). Auch im März 2015 konnte der BFC im Halbfinale durch einen 4:0-Sieg (Tore: 2x Shala, N'Diaye, Hasani) die Pokalserie des Außenseiters stoppen und gewann schließlich auch im Endspiel gegen den SV Tasmania den Titel.

Die beiden anderen Regionalligisten im Berlin-Pokal - der Berliner AK (gegen den FC Internationale) und der FC Viktoria 89 (bei Blau-Weiß 90) - beschließen mit ihren Nachholspielen am Mittwoch nächster Woche die Runde. Die Auslosung zum Achtelfinale (Termin: 07.12.) findet dann am 21. November statt.

Foto: Die Elf der VSG Altglienicke in der Rückansicht - so, wie sie die Konkurrenz in der Oberliga derzeit wahrnehmen muss

VSG siegt als einziges Spitzenteam - Niederlagen für andere Berliner Teams

Die Verantwortlichen der VSG Altglienicke haben vor der Saison keinen Hehl aus ihren Zielen gemacht: diese, spätestens aber nächste Saison soll der Aufstieg in die Regionalliga gelingen. Ein Spieltag wie der gerade absolvierte 10. in der NOFV-Oberliga Nord dürfte da so ganz nach dem Geschmack des ambitionierten Aufsteigers gewesen sein. Mit 2:1 setzte sich die VSG im Berliner Derby beim FC Hertha 03 nicht nur in letzter Minute erfolgreich durch - die Konkurrenz bis runter auf Platz 5 ließ obendrein auch noch kräftig Federn. Nur für Optik Rathenow sollte es in dieser Runde vorne noch wenigstens zu einem Punkt beim unangenehm zu spielenden Aufsteiger Grün-Weiß Brieselang (1:1) reichen.

vsg-stuewe-q

Siegtorschütze: Louis-Nathan Stüwe (VSG Altglienicke)

Der Spitzenreiter geriet dabei am Sonntag früh in Rückstand: Mark Zellner brachte die Zehlendorfer bereits in der 5. Minute in Führng. Die Hoffnung bei Hertha 03, nach dem enttäuschenden Pokal-Aus am Mittwoch gegen den SV Tasmania zumindest die Siegesserie (bis dahin drei in Folge) in der Liga ausbauen zu können, erhielt aber schnell einen Dämpfer. Björn Brunnemann traf nach einer Viertelstunde vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich für die VSG. Als es schließlich schon nach einer Punkteteilung aussah, konnten die Altglienicker doch noch für einen Paukenschlag sorgen: Louis-Nathan Stüwe gelang der 2:1-Siegtreffer in der Schlussminute der Partie.

Fürwahr ein "Big Point" in letzter Minute - schließlich hatte die Berliner Konkurrenz in der Spitzengruppe durchweg bittere Pleiten hinnehmen müssen. Der SV Lichtenberg 47 musste nach torlosem erstem Durchgang bei der eher unterdurchschnittlich gestarteten Reserve des FC Hansa Rostock noch ein 0:3 hinnehmen. Somit setzte es für die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann, die zuhause eine makellose Bilanz aufzuweisen hat, in der Fremde (zuvor in Rathenow und Seelow) die dritte Saisonniederlage - jeweils mit drei Toren Unterschied.

Dem CFC Hertha 06 erging es bei Anker Wismar sogar noch übler. Zur Pause 0:1 hinten, gingen die Charlottenburger am Ende in der Hafenstadt 1:6 unter. Es sollte lediglich zum Anschlusstreffer reichen, den Demircan Dikmen per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:2 gelang. Offenbar hat man sich beim CFC vom Verlust der Tabellenführung vor 14 Tagen noch nicht recht erholt - damals wurde man nach sechs Siegen in Serie in Zehlendorf mit 1:5 unsanft von der Spitze geschossen. Es folgte ein 1:1 zuhause gegen den SV Altlüdersdorf und das bittere Pokal-Aus auf eigenem Platz gegen den zwei Klassen tiefer spielenden TSV Mariendorf 1897. Heißt für die Liga, dass die junge Mannschaft von Trainer Hasan Keskin in den letzten drei Partien nur einen Zähler einfahren konnte - bei 3:12 Toren.

Und wer bei Tennis Borussia angesichts des ganz starken Pokalauftritts bei Landesligist SK Türkyurt (9:0) von einem Selbstgänger in der Liga beim FC Mecklenburg Schwerin träumte - der hatte wohl nicht auf die mahnenden Worte von Trainer Daniel Volbert über die anstehende Aufgabe gehört. In der Landeshauptstadt von "M-V" setzte es für die Lila-Weißen so eine 1:2-Niederlage. Der Gastgeber - bis dahin noch ohne Heimsieg in der Saison, aber mit der Empfehlung eines 5:2-Siegs zuvor in Malchow - startete wie die Feuerwehr und ging in der 8. Minute in Führung. Diesen Rückstand konnte TeBe noch schnell verkraften: Lukas Rehbein gelang nur 60 Sekunden später der Ausgleich. Doch schon nach einer guten Viertelstunde geriet die Volbert-Elf wieder in Rückstand - am Ende sollte es der (vor)entscheidende Treffer gewesen sein.

Somit liegt die VSG Altglienicke nun nach dem 10. Spieltag der Oberliga mit 23 Punkten drei Zähler vor Rathenow. Es folgen Lichtenberg 47, Wismar und Hertha 06 (jeweils vier Punkte Rückstand) und Tennis Borussia als Tabellen-6. mit fünf Zählern weniger als der Tabellenführer.

Foto: Berlinsport-Aktuell

Berliner Traber-Legende wurde 61 Jahre alt - Ein Nachruf des BTV

Die Trabrennbahn Mariendorf war seine Heimat: Wohl kaum ein Sportler war bei seinen Kollegen und dem Publikum so beliebt wie Peter Scheack (†61). Über Jahrzehnte hinweg kletterte der Tempelhofer, der sein gesamtes Leben in unmittelbarer Nähe der Derby-Bahn verbracht hat, voller Leidenschaft in den Pferdesulky und schnappte seinen Konkurrenten 407 Mal die Siegprämie weg. Doch für die anderen Fahrer war „Schecke“, dessen Traber insgesamt 1,7 Millionen Euro Preisgeld verdienten, weit mehr als nur ein Gegner – er war in erster Linie ein Freund.

schecke1

"Schecke" in seinem Element - über 400 Siege fuhr der Berliner ein

 

Denn keiner war so hilfsbereit wie der Mariendorfer. Wenn einer seiner Kollegen mit einem Pferd nicht mehr richtig weiter wusste, stand „Schecke“, dessen Vater Amateurfahrer gewesen war, sofort mit Rat und Tat zur Seite. Der mehrfache Berliner Sulky-Champion Manfred Zwiener sagt über ihn: „Schecke war einer der feinsten Menschen, die ich je gekannt habe. Er hatte einen unglaublichen Humor und immer einen Witz auf den Lippen. Er hat uns alle ständig zum Lachen gebracht.“

Und das, obwohl es sein eigenes Schicksal in den vergangenen Jahren weniger gut mit ihm meinte. Denn der Pferdenarr war todkrank – sein Herz machte einfach nicht mehr richtig mit. Vor drei Wochen musste sich „Schecke“ erneut einer Operation unterziehen, von der er sich nicht mehr erholte. Keiner konnte über einen Sieg so jubeln wie der Sulkyfahrer – doch sein wichtigstes Rennen hat er am Sonntag endgültig verloren.

Der Berliner Trabrenn-Verein und der Mariendorfer Bahneigentümer Ulrich Mommert drücken allen Freunden und der Familie von Peter Scheack – insbesondere seinen beiden Töchtern Nicole und Viktoria und seiner Lebensgefährtin Ulrike Adam – gemeinsam mit der gesamten Trabergemeinde ihr tief empfundenes Beileid aus.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Vorjahreshalbfinalist Staaken scheitert nach Elfmeterschießen gegen FC Spandau 06 +++ Aus auch für letzten A-Ligisten 1. FC Afrisko

Nur ein höherklassiger spielender Verein verpasste in den neun Begegnungen des Wochenendes im Berlin-Pokal die Qualifikation für das Achtelfinale. Es erwischte dabei den SC Staaken, der vergangene Saison auf höchst unglückliche Weise - ein Eigentor in letzter Minute der regulären (Nach-)Spielzeit sorgte für das anschließende Aus in der Verlängerung beim späteren Sieger BFC Preussen - das Endspiel verpasste.

Besonders delikat, dass das Ausscheiden nicht nur gegen einen Landesligisten, sondern obendrein gegen einen Bezirksrivalen zustande kam. Der FC Spandau 06 hielt dabei nicht nur ein torloses Remis in den 90 Minuten, sondern ging durch einen Doppelschlag bis zur Halbzeit der Verlängerung mit 2:0 (Torschützen: Alan und Muhedeen) in Führung. Der Gastgeber schlug jedoch in der zweiten Hälfte zurück: ein Handelfmeter von Engel und ein Tor von L. Guske sorgten binnen 120 Sekunden wieder für ausgeglichene Verhältnisse.

So musste das Lokalderby vom Elfmeterpunkt entschieden werden - für die 06er ebenfalls mit einer tragischen Vorgeschichte verbunden. Vor drei Jahren wurde man Opfer eines Präzedenzfalls, als die Spandauer nämlich am heimischen Ziegelhof im (eigentlich gewonnenen) 11m-Schießen gegen den SV Empor aufgrund eines Schiedsrichterfehlers am grünen Tisch noch aus dem Wettbewerb ausgeschieden waren.

scs-hesse-q

Keinen gehalten, einen verschossen: Staakens Torwart Hesse war im 11m-Schießen nicht mit Fortuna im Bunde

Als wollten sie dieses Mal keine Zweifel aufkommen lassen, trafen alle Schützen des Siebtligisten (Jaballah, Borkowski, de Aquino, Okal) ohne Ausnahme vom Punkt. Der machtlose Staakener Keeper Hesse verschoss dazu seinen Versuch und Engel - in der Verlängerung noch per Strafstoß erfolgreich - scheiterte an 06-TW Bernardini. Nur Koschnik und Pingani trafen für den favorisierten Berlinligisten - am Ende siegte der Außenseiter also mit 4:6 nach Elfmeterschießen.

Titelverteidiger BFC Preussen quälte sich - ebenfalls in Spandau - in die nächste Runde. Beim Landesligisten SSC Teutonia machten es die Lankwitzer quasi wie im letzten Pokalfinale - Robben erzielte den Treffer zum Sieg bzw. in diesem Fall zum Weiterkommen. Ein weiterer Spandauer Vertreter bereitete dagegen dem größten Außenseiter im Wettbewerb, dem A-Ligisten 1. FC Afrisko, ein bitteres Ende: Landesligist Spandauer Kickers setzte sich mit einem 1:0 auf des Gegners Platz durch.

Auch die Sportfreunde Johannisthal (Landesliga) mussten 100 Minuten mit dem Hämmerchen beim Bezirksligisten Weißenseer FC klopfen, bis der Bann gebrochen war - am Ende wurde noch ein 3:0 nach Verlängerung daraus. Vom Ergebnis her vielleicht deutlicher als erwartet setzte sich dagegen der Landesligist 1. FC Schöneberg gegen den "designierten Aufsteiger" in die gleiche Spielklasse, Club Italia, durch. Mit 4:1 warfen die Schöneberger die Mannschaft von "Weltmeister" Thomas Häßler aus dem Wettbewerb. Trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch "Hertha-Testkandidat" Ronaldo sorgten die Gastgeber mit zwei weiteren Treffern zum 4:1 schnell für klare Verhältnisse.

Die 3. Pokalrunde wird mit den noch ausstehenden Partien der Regionalligisten beendet. Am Dienstag tritt der BFC Dynamo im Mommsenstadion beim SC Charlottenburg an. Am Mittwoch, 09. November, müssen noch der FC Viktoria 89 (bei Blau-Weiß 90) und der BAK 07 (gegen den FC Internationale) das Ticket für das Achtelfinale lösen.

Die Ergebnisse der 3. Runde im Berlin-Pokal vom Wochenende:

BW Mahlsdorf/W'ruh (8.) - BSV Al-Dersimspor (6.) 0:2

SV Empor (6.) - BFC Meteor 06 (8.) 3:2

Köpenicker SC (7.) - SD Croatia (6.) 0:3

1.FC Schöneberg (7.) - Club Italia (8.) 4:1

SC Staaken (6.) - FC Spandau 06 (7.) 4:6 n. E.

Weißenseer FC (8.) - SF Johannisthal (7.) 0:3 n. V.

SV Schmöckwitz-Eichwalde (9.) - Berliner SC (6.) 0:3

SSC Teutonia (7.) - BFC Preussen (6.) 0:1

1.FC Afrisko (9.) - FSV Spandauer Kickers (7.) 0:1

(in Klammern die Spielklasse. 6.= Berlin-Liga; 7.= Landesliga; 8.= Bezirksliga; 9.= Kreisliga A)