Der FC Viktoria 89 ist in der Saison 2020/21 bisher das Maß der Dinge in der Regionalliga Nordost. Verlustpunktfrei rangieren die "Himmelblauen" mit 33 Punkten aus elf Spielen an der Tabellenspitze und haben damit bereits acht Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger, die VSG Altglienicke. Aktuell ruht der Spielbetrieb aber wegen der Coronavirus-Pandemie, sodass sich Viktoria und die anderen Vereine der Nordost-Staffel für den "Tag X" bereit halten müssen.
Benedetto Muzzicato (FC Viktoria 89)
Wer mich kennt, weiß, dass Siege alleine nicht immer alles sind – ich schaue den Jungs einfach gerne zu. Aber ich nehme jetzt mal als Beispiel Tennis Borussia, wo wir glücklich mit 2:1 vom Feld gegangen sind – solche Spiele gefallen mir einfach nicht. Also: es sind nicht nur Siege – da muss mehr sein.
Berlinsport Aktuell sprach im ersten Teil eines ausführlichen Telefoninterviews* mit Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato über besondere Anforderungen in dieser Saison, den Umbruch zuvor – und warum auch ein Tiefschlag sein Team in der Liga bislang nicht stoppen konnte.
Hollands Nachwuchsstar bei den Dreijährigen hauchdünn mit Di Ospeo, Prosperous leichtfüßig zum dritten Gold – Purple Rain krallt sich den VDT-Pokal – Thorsten Tietz auch mit I’ve got mail – der Goldhelm mit Elka Ludoetka, Venture Capital und King of the Hill
Ein frischer, trockener 1. Advent, zwei 10.000-Euro-Prüfungen, dazu der Geburtstagsrenntag des mit 126 Jahren ältesten deutschen Vereins für Traber-Besitzer und -Züchter VDT – Traber-Herz, was willst du mehr? Zuschauer natürlich, und die waren wegen der Corona-Bestimmungen samt und sonders ausgeschlossen, was nicht nur VDT-Präsident Andreas Prössel jammerschade fand: „Wir hätten uns als Verein gern wie üblich um diese Jahreszeit mit Info-Stand und Glühwein präsentiert. Das fiel leider genauso weg wie das uns sehr am Herzen liegende Heinz-Mohr-Memorial, das ja den Amateuren vorbehalten ist.“ Advents- oder gar feierliche Stimmung war somit Mangelware.
Galoppadenfestival bei Di Ospeos Sieg
Sportlich gab’s hingegen nix zu greinen. Kurz vor Saisonultimo hatten die etwas Ärmeren der Generation 2017 – jene, die maximal 5.000 Euro reich waren– im Herbstpreis der Dreijährigen um 10.000 Euro eine gute Gelegenheit, Winterfutter zu verdienen. Geprägt wurde das Rennen auch durch viele Galoppeinlagen. 50 Meter vor der Startmarke erwischte es die Belgierin Nyx Hillperon, 50 Meter danach Hooper des Chasses, im ersten Bogen Ray Kelly, kurz vor Erreichen der zweiten Kurve Captain Olaf, der gerade Stallkamerad Di Ospeo an der Spitze abgelöst hatte, und eingangs der Zielgeraden Kirby Starlake, als der sich eben diesen Di Ospeo zur Brust nehmen wollte. So war Jaap van Rijn urplötzlich weit voraus und schien das Match ungefährdet in derTasche zu haben, als innen entlang aus dem Nirgendwo Villeneuf mit Siebenmeilenstiefeln angesaust kam und ein Zielfoto erzwang, das einen minimalen Vorsprung für Di Ospeo auswies. Seine drei roten Karten in Folge ließ King of Steel vergessen und hatte als Dritter reichlich Platz nach vorn wie hinten. Bei 109:10 schröpfte der Überraschungssieger die V7+-Fans gewaltig.
Zweiter Tagessieg für van Rijn
Wesentlich entspannter ging’s für Hollands Nachwuchsstar gleich darauf im ebenfalls 10.000 Euro wertvollen 7. Lauf der Goldserie zu. Prosperous, der bereits die Läufe IV und VI an seine Fahne geheftet hatte, machte die Hälfte seiner 20 Meter Zulage auf den ersten 100 Metern wett, kreuzte bald an der Seite des führenden Major Ass auf, übernahm für die Schlussrunde das Zepter und hatte den achten Deutschland-Sieg damit de facto in der Tasche. In der letzten Kurve setzte er sich umso leichter ab, weil die erklärten Herausforderer General Lee und Arendelle um den müden Louie Brodde herum mussten, spazierte locker-flockig davon und wäre mit seiner Gewinnsumme von 210.754 Euro gut in Frankreich unterzubringen. „Henk Grift hat so etwas angedeutet, doch hier gibt’s auch gutes Geld zu verdienen, und das auf wesentlich leichtere Art“, plädierte van Rijn eher für den Spatz in der Hand denn die Taube auf dem Dach.
Purple Rain gewinnt VDT-Mitgliederpokal
Der mit Formpferden nur so gespickte Mitglieder-Pokal des VDT wurde eine souveräne Beute von Purple Rain, der mit Thorsten Tietz auch beim sechsten gemeinsamen Auftritt nicht zu knacken war und stramm durch die Klassen marschiert. Diesmal war es ein wenig anders als sonst, denn nicht der Fast-Photo-Wallach, sondern Francesco flog in Front, „doch ich hab Purple Rain, der sich von Start zu Start steigert und mittlerweile völlig unkompliziert ist, sofort nach außen dirigiert, und Jörgen Sjunnesson hat mich zu Beginn der Tribünengeraden vorbeigelassen. Schon das war ein Höllenritt, danach gab’s Druck von Man U. Das halten nur wirklich gute Pferde aus und können sich am Ende leicht lösen.“ Mit viel Pep stürmte Iron Polly aus der Deckung zum Ehrenplatz, wobei dem Wallach die launische Fortuna hold war: An der letzten Ecke hingen die aus dem Hintertreffen schwungvoll aufziehenden Virginias Prime und Moncler Bo mit den Sulkyrädern zusammen und verloren jenen Drive, der zu mehr als Rang drei bzw. vier vonnöten gewesen wäre.
Weitere Rennen
Ein zweites Mal hatte der VDT in die Vereinskasse gegriffen und einen Rennpreiszuschuss spendiert: Kein Wagnis-Kapital war im „126 Jahre VDT“-Rennen bei 10:10 eine Wette auf Venture Capital trotz des kniffligen Meilenstarts im Bogen. Michael Nimczyk ließ den dreijährigen Fuchs ruhig eintreten, kam ungeschoren um die springenden Klippen San Pardo und Goofy Wan, parkte hinter dem die äußere Reihe anführenden Camus und band ab 250 Meter vorm Ziel den Sack rigoros zu.
Ein prächtiges Debüt gab King of the Hill, der auf prominente Verwandtschaft bauen kann: Zu den älteren Geschwistern zählen die beiden Derby-Sieger Unforgettable und Expo Express sowie Yankee Elmo, Flashback und Juan Les Pins. Dieser Noblesse zeigte sich der von Mats Strandqvist für Ulrich Mommert geformte und vom deutschen Champion pilotierte Dreijährige würdig. Der Wallach verlor den Kampf ums Kommando gegen die ein Jahr ältere Extravaganza, entpuppte sich jedoch auf den finalen 250 Metern als extravagant stärker und setzte klar voraus einen ersten Pflock, dem bald weitere folgen werden.
Glasklar brachte Kornelius Kluth mit Naidoo stramm vorneweg selbst einem munteren Burschen wie Jacques Villeneuve rigoros die Flötentöne bei, der reichlich wacklig wirkte und vom Goldhelm mit aller Finesse im Takt gehalten werden musste. Thorsten Tietz hingegen musste zittern, dass sich ein Schlupfloch zwischen Cashgirl Hall, Rolfi und Only Time auftat. Auf den letzten Point war die Lücke da, um mit I’ve got mail zuzustoßen und Rolfi auf den Ehrenplatz zu schicken – den nunmehr fünften aus den letzten sieben Auftritten des Wallachs.
Trotteurs-Français-Läufe
Zwei der drei den Renntag eröffnenden PMU-Prüfungen waren den Trotteurs Français gewidmet. Nummer eins ging auf die Kappe von Elka Ludoetka, die der frisch aus dem Urlaub gekommene Michael Nimczyk munter vorneweg knattern ließ und so Germinal den Angriffswind aus den Segeln nahm. Bei den reichen Franzosen musste er zuschauen, weil sein Favori de la Basle wegen Krankheit die Boxe hütete. Das nutzte der in Deutschland auch im Tagesgeschäft bestens erprobte, recht aufwändig vorgetragene Flyer de Brikvil, mit dem Reinier Feelders sich Dalton du Démon kräftig zur Brust nahm, als es um die Wurst ging.
Dazwischen lag ein aus drei Bändern begonnenes Handicap, bei dem die favorisierte und vom Fleck weg führende Its Race Time im Einlauf deftig die Segel strich. Umso besser präsentierte sich der als innerer Dritter lauernde Arabesk Hazelaar, der sich zuletzt nachdrücklich angekündigt hatte und, erstmals für Dennis Spangenbergs Quartier auf Achse, mit diesem kurz, trocken und überlegen vor Otto Cash zuschlug.
Jacky Bros mit längstem Atem
Trotz des 2500 Meter langen Kantens fiel die Vorentscheidung im letzten Gang der Karte zu Beginn. Wieselflink düste Jacky Bros von der „8“ nach vorn, wehrte nach 600 Metern den Angriff Giant Starlakes ebenso ab wie eine Runde später jenen des Favoriten Place Royal und hatte dennoch im Finish genügend Power, den von Anne Lehmann unterwegs geschickt versteckten Freedom Fighter abzuwimmeln. Für die Schnapszahl von 111:10 machte Thomas Panschow 18 Spieler glücklich, die alle sieben Sieger der V7+-Wette auf einem Schein angekreuzt hatten.
Umsatz bei 11 Rennen: 106.007,46 Euro (incl. 96.007,46 Euro Außenumsatz) – Umsatz PMU (Rennen 1 bis 3): 439.242,45 Euro
Das Erfolgsgespann holt sich den hochdotierten Lauf der Gold-Serie. Josef Franzl, Jan van Dooyeweerd, Thorsten Tietz und Robbin Bot gelingen jeweils Doppeltreffer.
Der Wettergott meinte es gut mit der Sonntagveranstaltung. Die größtenteils unter blauem Himmel ausgetragenen Prüfungen waren unvergessenen Sportlern gewidmet – auf Siegerehrungen und auf das Publikum musste der Rennverein aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen allerdings verzichten.
Das war natürlich überaus schade, denn besonders Jaap van Rijn hätte sich nach seinem Sieg mit Prosperous in dem mit 10.000 Euro dotierten Lauf der Gold-Serie sicherlich riesig gefreut. Der Triumph des 1,0-Topfavoriten war eine Demonstration. In der höllisch schnellen 05,5-Startphase drückte Jaap van Rijn zwar noch nicht auf das Gaspedal, sondern ließ seinen von Henk Grift trainierten Schützling erst auf der Tribünengeraden losmarschieren. Doch als Prosperous kurz vor dem zweiten Bogen die Führung übernahm, waren die Würfel bereits gefallen. Jaap van Rijn schaltete und waltete mit dem Rappen ganz so, wie er wollte. Der Wallach stürmte in der Tagesbestzeit von 13,3/1.900m zu einem überlegenen Drei-Längen-Sieg. Exzellente Noten verdienten sich ebenfalls die zweit- und drittplatzierten Tyrolean Dream (Michael Larsen) und Orkan von Haithabu (Thorsten Tietz). Beide hatten zunächst die Lage an der Innenkante – aber vor allem Tyrolean Dream ging dann im weiteren Verlauf in die Offensive, ohne jemals ein Zeichen von Müdigkeit zu verraten. Als Vierter und Fünfter hielten Major Ass (Victor Gentz) und TomNJerry Diamant (Robbin Bot) ebenfalls ausgezeichnet mit.
Doppelsiege für Franzl,...
Für Ol Dono Lengai war der überlegene Sieg mit seinem Trainer Josef Franzl trotz 20 Metern Zulage nicht mehr als eine bessere Trainingseinheit. Der 1,0-Ultrafavorit hatte seinen Rückstand bereits auf der Tribünengeraden wettgemacht. So richtig ernst machte der Vierjährige jedoch erst in der letzten Kurve und als der Dunkelbraune die Schlagzahl ruckartig erhöhte, hatte die führende Timoka Corner (Thorsten Tietz) gegen ihren in 14,5/2.020m auftrumpfenden Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance.
Durchaus ein wenig anstrengender war das Pensum für Josef Franzls zweiten Tagessieger Maxi Cup. Der Wallach, der zunächst die Idealposition an vierter Stelle außen ergattert hatte, landete nach einem Führungswechsel einmal mehr in der Todesspur, stand den Verlauf in 14,4/1.900m aber blendend durch und bewegt sich in exzellenter Form.
...van Doyeweerd, ...
Nichts für schwache Nerven war das Rennen für zwei- und dreijährige Pferde, denn von dem späteren Sieger Imoko Deux und seinem Trainer Jan van Dooyeweerd war lange Zeit überhaupt gar nichts zu sehen. Zu Beginn der Schlussrunde lag der Rapphengst noch sechzig, siebzig Meter zurück und nichts deutete auf einen Erfolg des Debütanten hin. Doch ab der Gegenseite tankte sich der 9,2:1-Außenseiter langsam heran und erwischte die Pilotin Berenice Gar (Thorsten Tietz) in 16,3/1.900m genau auf der Linie.
Mit dem ein Jahr älteren Trainingsgefährten Harper Smart sorgte der nahezu nie ohne einen vollen Erfolg aus Berlin in die Niederlande zurückreisende van Dooyeweerd dagegen schon sehr früh für klare Verhältnisse. Der Uniclove-Sohn schoss sofort an die Spitze und brachte das Rennen in 15,6/1.900m mit zweieinhalb Längen Vorsprung souverän vor Mockridge (Victor Gentz) nachhause.
...Thorsten Tietz...
Der von Thorsten Tietz gesteuerte San Pardo kam beim neunten Anlauf zum ersten Saisonsieg. Der Wallach hatte zu Beginn der Schlussrunde das Kommando übernommen und führte zeitweilig deutlich, musste sich aber gegen die enorm speedige Naomi Bo (Robbin Bot) noch mächtig strecken.
Wesentlich leichter fiel der Erfolg dagegen für Tietz‘ Schützling Purple Rain aus. Während einige der Teilnehmer des 13-köpfigen Mammutfeldes bereits in der Startphase alle reellen Chance verloren, ergatterte der Wallach sofort die Spitze. In der Schlusskurve sah es zwar für einen kurzen Moment so aus, als könnte Purple Rain noch in Bedrängnis kommen. Aber als ihm Thorsten Tietz den Kopf freigab, legte der Dunkelbraune problemlos eine Schippe drauf und marschierte in 15,1/1.900m in imponierendem Stil seinem fünften Treffer in Serie entgegen.
...und Robbin Bot
Er galt schon im Vorfeld als Tipp des Tages und unterstrich diese Einschätzung mit einer eindrucksvollen Leistung: Der von Robbin Bot präsentierte Englishtown war eine Klasse für sich. Der Vierjährige marschierte in dem weit auseinandergerissenen Feld stramm durch die Außenspur und verabschiedete sich auf der Schlusshalben mit Weile-Vorsprung von seinen überforderten Gegnern – das Ganze zum Geldwechselkurs von 1:1.
Für den Stall von Ulrich Mommert punktete Robbin Bot auch mit Nada más, der die Außenspur nicht scheute und sich mit Erreichen des Einlaufs weit genug absetzen konnte, um sich knapp vor dem anschließend wegen unreiner Gangart aus der Wertung genommenen Proud Miguel (Manfred Zwiener) sowie Camus (Kay Werner) über die Linie zu retten.
Weitere Rennverläufe
Feel the Magic legte mit ihrem Trainer Andreas Gläser im Sulky beim siebenten Versuch die Maidenschaft ab. Die Stute ging zunächst nach vorne, ließ aber auf Zielhöhe einen Gegner passieren. Zu Beginn der Schlusshalben trat sie wieder aus dem Windschatten heraus und siegte mit drei Längen Vorsprung völlig überlegen.
Auch mit dem Hengst Fight of the Night, der auf der Gegenseite einen gewaltigen Vorstoß unternommen hatte, wirkte Andreas Gläser eigentlich schon wie der Sieger. Aber der Vierjährige wurde genau auf der Linie noch kalt erwischt. Und zwar von Ronald de Beer und dem 23,3-Außenseiter Calypso, die sich nach einem flotten Beginn clevererweise an die Innenkante begeben hatten. Ausgangs des Schlussbogens fand Calypso in die zweite Spur und spielte in 15,4/1.900m überzeugend seine Reserven aus.
Den Schlusspunkt unter die Veranstaltung setzte ein großartig aufgelegter Fend d’Ukraine, der in Thomas Heinzig offenbar seinen idealen Partner gefunden hat. Der von Anna Frontczak-Salivonchy trainierte Wallach drückte dem Geschehen von der Spitze aus klar seinen Stempel auf und ging in 15,1/1.900m mit sieben Längen Vorsprung auf und davon.
Die Handballerinnen der Füchse Berlin liegen nach jetzt neun absolvierten Partien mit 17:1 Punkten auf dem 1. Platz der 2. Bundesliga – verfolgt von den Teams aus Herrenberg (8 Spiele, 14:2 Punkte), Zwickau (7, 12:2) und Solingen (7, 11:3). Am Sonnabend mussten sich die Hauptstädterinnen dabei trotz einer 16:11-Führung zur Pause gegen die HSG Freiburg noch gewaltig strecken: nach zwischenzeitlichem Rückstand (22:23) rauften sich die "Spreefüxxe" jedoch nochmal zusammen und entschieden die Partie am Ende mit 32:29 für sich.
Britta Lorenz (Managerin)
Ich habe schon erwartet, dass wir oben mitspielen können – wenn man sehr fleißig seine Arbeit macht (...), dann ist das keine Überraschung. Aber es ist eben so: wir müssen den Weg weitergehen. Es ist eine junge Mannschaft, da kann immer was im Bezug auf die Kontinuität passieren – aber wir arbeiten auch an diesem Thema.
Berlinsport Aktuell sprach vor dem Spiel am Sonnabend* mit Managerin Britta Lorenz über die aktuelle sportliche Situation, coronabedingte Problematiken – und besondere Anstrengungen im Job.
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*zu diesem Zeitpunkt waren es acht und nicht – wie im Gespräch erwähnt – sieben absolvierte Spiele; das Gespräch wurde mit Mund-Nasen-Schutz geführt
Das Frauenteam von Türkiyemspor hatte als Aufsteiger in die Regionalliga Nordost / Nord (mit 7 Vereinen) einen schwierigen Start in die Spielzeit: zuhause gegen Viktoria (0:1) und Union (0:8) sowie beim SV BW Hohen Neuendorf (4:7) ging man zu Beginn leer aus. In den folgenden beiden Heimspielen gegen den Rostocker FC (6:1) und vergangenen Sonntag gegen Stern 1900 (7:0) kamen die Kreuzbergerinnen dann aber richtig ins Rollen. So liegen Türkiyemspors Frauen nun bei Ligaunterbechung auf Platz 4 mit sechs Punkten.
Murat Dogan (Trainerteam)
Ich habe einfach viel zu offensiv aufgestellt – gegen Viktoria ging das noch ganz gut. Die nächsten beiden Spiele haben wir Lehrgeld bezahlt, insbesondere ich – und in den letzten beiden Spielen habe ich ein bisschen umgestellt. Jetzt scheint es, dass wir die richtige Ausrichtung gefunden haben.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel am Sonntag mit Murat Dogan aus dem Trainerteam über Zweikämpfe, Lehrgeld – und warum man sich die Aufstiegsrunde zum Ziel gesetzt hat.
Türkiyemspor ist nicht gut aus den Startlöchern der Spielzeit 2020/21 gekommen: die null Punkte aus der ersten Englischen Woche waren eine schwere Hypothek und führten zur Trennung von Trainer Faruk Namdar. Einen Monat später wurde mit Bora Emre Dogan (zuvor Co-Trainer bei Oberligist Blau-Weiß 90) ein Nachfolger präsentiert, dem im Spiel bei Al-Dersimspor gleich ein Sieg zum Debüt gelang. Danach aber gingen er und seine Mannschaft viermal leer aus. Am Sonntag sah es in der Nachspielzeit gegen Novi Pazar erneut nach einer Niederlage aus, doch ein Last-Minute-Tor rettete den Kreuzbergern zumindest einen Zähler – nicht nur für's Punktkonto, sondern auch für die Moral.
Bora Emre Dogan (Trainer)
Wir werden Woche für Woche stabiler, spielen einen nicht schlechten Fußball. (...) Letzte Woche haben wir in der letzten Minute das Tor kassiert gegen Hilalspor, dieses Mal wieder – aber die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, wollte unbedingt den Punkt mitnehmen: und das ist uns gelungen.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel am Sonntag mit Türkiyemspors Trainer Bora Emre Dogan über Findungsphasen und kleine Fortschritte, wie es zum "Jobwechsel" kam – und Pulsschlag im ungesunden Bereich.
Herber Rückschlag für den SV Sparta vor der Unterbrechung der Liga: durch die 3:4-Niederlage beim TSV Rudow müssen die Lichtenberger Tabellenführer Eintracht Mahlsdorf (der eine Partie mehr gespielt hat) auf neun Punkte davonziehen lassen. Dabei hatte das Team von Dragan Kostic nur zweimal in dieser Spielzeit Punkte „liegen gelassen“ – als man bei Novi Pazar 1:3 verlor (06.09.) und beim SCC die Punkte teilte (20.09., 2:2). Am Sonntag konnte man nur einmal einen Rückstand egalisieren: als die Rudower dann zweimal auf zwei Tore davonzogen, kam Sparta nicht mehr entscheidend heran. Die Rudower setzten hingegen ihren Aufwärtstrend (13 Punkte aus den letzten sechs Partien) fort und belegen derzeit mit 17 Punkten Platz 9 des Klassements.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Mario Reichel (TSV Rudow, l.) und Dragan Kostic (SV Sparta) - natürlich war dabei vor der Ligaunterbrechung auch "Corona" und die damit für den Fußball verbundenen Probleme ein Thema.
Am Nachmittag trennten sich der SV Lichtenberg 47 und Hertha BSC II vor 526 Zuschauern im Hans-Zoschke-Stadion 1:1unentschieden. Reiniger hatte die Hausherren früh in Führung gebracht (5.), Werthmüller erzielte den Ausgleich für Hertha in der 75. Minute. Damit haben die Lichtenberger vor der coronabedingten Ligaunterbrechung (mindestens im Monat November) 16 Punkte aus 13 Spielen, ihr heutiger Kontrahent kommt auf 14 Zähler aus elf Partien.
Berlinsport Aktuell hat die anschließende Pressekonferenz mit den Einschätzungen der Trainer Uwe Lehmann (L 47, l.) und Levent Selim (Hertha II, in Abwesenheit von Trainer Neuendorf) aufgezeichnet.
Der 1. FC Novi Pazar hat aus den ersten elf Saisonspielen 19 Punkte geholt und liegt damit aktuell auf dem 6. Tabellenplatz. Dabei war der ambitionierte Aufsteiger bis Anfang Oktober ungeschlagen, danach erzielte man in vier Partien aber nur noch zwei Punkte. Zuletzt trennte man sich am Mittwochabend auf eigenem Platz von Brandenburg 03 torlos unentschieden – am Sonntagvormittag spielt "Novi" bei Schlusslicht Türkiyemspor (10.30 Uhr).
Rani Al-Kassem (Trainer)
Es war die letzten Wochen ein bisschen der Wurm drin, was auch zum Fußball dazu gehört – aber es ist auch die Klasse dann, irgendwann mal aus dem Loch wieder rauszukommen. Und damit haben wir heute angefangen, das hat man auch gesehen.
Berlinsport Aktuell sprach am Mittwoch mit Trainer Rani Al-Kassem über den bisherigen Saisonverlauf, worauf er bei der Mannschaft achtet – und wie es zur Rückkehr als Cheftrainer bei den Weddingern kam.
Die VSG Altglienicke belegt nach zehn absolvierten Ligapartien mit 22 Punkten den 2. Platz der Tabelle – aktuell elf Zähler hinter Spitzenreiter Viktoria (ein Spiel mehr). Mit dem 0:2 beim Berliner AK setzte es für den Berliner Pokalsieger 2020 zuletzt die zweite Saisonniederlage – am Sonntag empfängt die VSG nun den FC Carl Zeiss Jena, wenn die Situation es zulässt.
Karsten Heine (Trainer)
Wir sind Pokalsieger geworden und wir spielen oben mit – das war unser Ziel. (...) Wir sind also nicht so vermessen zu sagen, dass wir jedes Spiel gewinnen.
Berlinsport Aktuell sprach mit VSG-Coach Karsten Heine über den bisherigen Saisonverlauf, Ziele – und Probleme, die die Coronapandemie dem Verein im Moment bereitet.
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*Das Gespräch fand nach dem Spiel am Mittwoch beim Berliner AK statt – und vor der Bekanntgabe der neuen politischen Beschlüsse zur Coronapandemie in Deutschland