Immerhin einen Sieg aus bislang vier Auswärtsbegegnungen konnten die Berlin Flamingos zum Saisonstart 2021 einfahren – nun erwartet man am Sonnabend die Cologne Cardinals im Märkischen Viertel.
Reiner Wöttke (Berlin Flamingos)
Als wir noch dachten, wir könnten relativ pünktlich beginnen, war unser Ziel ursprünglich, dass wir im Mittelfeld landen mit der Option, in die Playoffs zu gehen. Dann kam die Pandemie mehr in Schwung als wir dachten (...), deswegen haben wir gesagt: eine Forderung gegenüber der Mannschaft zu stellen, ist echt schwierig. (...) Ich würde jetzt einfach mal hoffen, dass wir noch ein paar Siege einfahren und im Mittelfeld landen können.
Berlinsport Aktuell sprach im zweiteiligen Telefoninterview mit dem Vorsitzenden Reiner Wöttke über die Situation vor dem Heimdebüt – natürlich auch bezüglich möglicher Besucherbeschränkungen. Darüber hinaus bewertet der Flamingos-Chef den bisherigen Saisonverlauf und wagt einen Ausblick – im zweiten Teil des Gesprächs blicken wir dann u. a. nochmal zurück auf die schwierigen beiden ersten Anläufe in der Baseball-Bundesliga 2018 bzw. 2020.
21 Monate nach ihrem letzten Pflichtspiel startet das American-Football-Team der Berlin Rebels in die Saison 2021 – diesen Sonnabend geht es los beim amtierenden Meister von 2019, den NY Lions in Braunschweig, eine Woche später folgt im Mommsenstadion das "Rückspiel". Corona hat beiden Teams im Vergleich zur Konkurrenz noch besonders die Vorbereitung erschwert, weshalb auch kurzfristig der Spielplan nochmal geändert wurde.
Im Sport wird auch noch das Thema der Gesundheit und der Verletzungen einen wesentlichen Punkt ausmachen - da wünsche ich mir natürlich, dass nicht nur unser Team, sondern auch alle anderen Teams von größeren Verletzungen weitestgehend oder völlig verschont bleiben. Ich glaube, dann können wir schon froh sein, wenn das erreicht ist unter den Rahmenbedingungen, die wir die letzten Wochen und Monate hatten.
Im Telefoninterview* mit Berlinsport Aktuell bringt der Rebels-Vorsitzende Andreas Riedel Fans und Interessierte auf den letzten Stand der Dinge.
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*für die akustischen Schwankungen zu Beginn des Gesprächs bitten wir um Nachsicht
Der Berliner AK hat am Sonnabend das Finale um den Berlin-Pokal 2020/21 verloren – nach dem 4:0-Erfolg im Halbfinale bei Titelverteidiger VSG Altglienicke blieb den Moabitern also letztlich der große Coup verwehrt.
André Meyer (Trainer)
Die letzten zehn Monate waren extrem hart und schon besonders: wann geht's los, und wieder haben wir eine Vorbereitung gestartet, und wieder haben wir abgebrochen. Das ist eigentlich extrem, was die Jungs geleistet haben.
Berlinsport Aktuell sprach am Samstag nach dem Pokalendspiel mit BAK-Trainer André Meyer noch über den Unterschied zwischen negativer Stimmung und Enttäuschung sowie über die Ausrichtung für die anstehende Spielzeit.
Der BFC Dynamo hat den Berlin-Pokal 2020/21 gewonnen – nach dem 3:0-Erfolg bei Viktoria 89 im Halbfinale gelang ihnen gestern im Endspiel ein 2:1 gegen den Berliner AK.
Christian Benbennek (Trainer)
Für uns war die große Herausforderung, in dieser kurzen Zeit wirklich fit zu werden für 90 Minuten, eventuell sogar 120. Wobei ich Ihnen da schon verrate: die hätten wir heute nicht geschafft. Wir sind wirklich auf der letzten Rille reingekommen – von daher: Riesenkompliment an meine Mannschaft, wie sie gebissen hat.
Berlinsport Aktuell sprach am Samstag nach dem Pokalendspiel mit BFC-Trainer Christian Benbennek noch über den Start nach der langen Corona-Pause, die persönliche Titelsammlung – und seinen Wunschgegner in der 1. Runde des DFB-Pokals 2021/22.
Der BFC Dynamo hat den BFV-Pokal 2021 gewonnen und startet damit kommende Saison im nationalen Pokalwettbewerb. Am Nachmittag bezwangen die Weinroten den Berliner AK 07 im Mommsenstadion mit 2:1 (0:0). Zum Ende der ausgeglichenen ersten Hälfte musste der BAK dabei den ersten Nackenschlag hinnehmen, als Tezel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (43.). Als der BFC dann kurz nach Wiederbeginn durch Kapitän Pollasch in Führung ging (48.), hatte er den ersten Schritt in Richtung Pokalsieg gemacht. In Unterzahl gaben sich die Moabiter zwar nicht geschlagen, kamen aber letztlich nicht entscheidend zum Abschluss. So konnte Dynamo-Torjäger Steinborn nach einem Konter auf 2:0 erhöhen (88.) – dem BAK gelang in der Nachspielzeit durch El-Jindaoui per Foulelfmeter zwar noch der Anschluss (90.+2), zu mehr sollte es aber in der verbleibenden Zeit nicht reichen.
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Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Christian Benbennek (Dynamo) und André Meyer (BAK) über die Partie.
Tennis Borussia konnte in der Saison 2020/21 bis zum coronabedingten Abbruch die wenigsten Partien aller Regionalligisten absolvieren – doch die neun erzielten Punkte genügten dem Neuling aufgrund der Quotientenregel zum Erreichen des Klassenerhalts. Der dürfte auch in der Ende Juli startenden, neuen Spielzeit bei den Lila-Weißen im Vordergrund stehen.
Markus Zschiesche (Trainer)
Klar hätte man gerne mehr gespielt – aber die zehn Spiele waren für die Jungs schon ein Lerneffekt, um zu gucken: Okay, das kann man erwarten in der Regionalliga.
Berlinsport Aktuell sprach am Samstag nach der Pokalpartie bei Viktoria mit TeBe-Trainer Markus Zschiesche über die lange Wettkampfpause, was von der kurzen Saison 2020/21 bleibt – und wie die Aussichten für die neue Spielzeit sind.
Der FC Viktoria 89 hat nach einer bis dahin perfekt verlaufenen Saison (elf Spiele, elf Siege) und deren coronabedingtem Abbruch den Aufstieg in die 3. Liga zugesprochen bekommen. Viel zu tun also bei den Himmelblauen bezüglich der Planung des Kaders, der Vorbereitung inklusive der noch ausstehenden Pokalspiele der Saison 2020/21 oder der Vollzugmeldung bei der Suche nach einer drittligatauglichen Spielstätte.
Benedetto Muzzicato (FC Viktoria 89)
Uns werden viele Spieler angeboten – ich glaube: Berlin zieht, Berlin in der 3. Liga ist schon eine coole Nummer. Wir haben natürlich eine Menge Profile auf dem Tisch liegen und wollen uns wieder, wie letzten Sommer auch, für die Richtigen entscheiden.
Berlinsport Aktuell sprach am Samstag nach dem Pokalspiel mit Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato über die Regionalligasaison, den Anspruch in der 3. Liga – und weshalb er auf einen Anruf des Sportlichen Leiters Rocco Teichmann wartet.
Der FC Viktoria 89 hat am Nachmittag das Halbfinale des Berlin-Pokals erreicht – der Drittligaaufsteiger bezwang Tennis Borussia mit 3:0 (0:0). Nach torloser erster Halbzeit erhöhten die Gastgeber nach der Pause die Schlagzahl und stellten durch die Treffer von Seiffert (59.) und Daube (64.) innerhalb weniger Minuten die Weichen auf Weiterkommen. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit dann der eingewechselte Ogbaidze (90.+3) zum 3:0-Endstand.
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Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Benedetto Muzzicato (Viktoria) und Markus Zschiesche (TeBe) über die Partie.
Letzter und wichtigster Qualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele in Tokio war die Olympiaqualifikation des DSV, welche vom 16.-18. April 2021 in Berlin in der Landsberger Allee stattfanden. Um die Veranstaltung pandemiebedingt überschaubar zu halten, waren nur die aussichtsreichsten Athletinnen und Athleten zum Start zugelassen, was zu Wettkämpfen mit nur zwei Vorläufen oder gar Einzelstartern führte. Die Finals hatten ungewohnte fünf Startplätze.
Braunschweig schnellster Rückenschwimmer
Für Ole Braunschweig ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Über 100 Meter Rücken setzte er sich im Finale in 53,87 Sekunden mit starkem Finish gegen die Konkurrenz durch. Er verpasste zwar die Norm über die Einzelstrecke um 17 Hundertstelsekunden, wird aber als schnellster Deutscher Rückenschwimmer für die Lagenstaffel eingesetzt. Knapp hinter ihm kamen Marek Ulrich (53,99 Sekunden) und Christian Diener (54,24 Sekunden) ins Ziel. Ulrich war im Vorlauf schneller, für die Staffelbesetzungen zählen allerdings nur Finalergebnisse. Im Vorlauf über 200 Meter Rücken griff Ole die 100-Meter-Norm nochmals an. Mit 53,74 Sekunden fehlten ihm zwar immer noch vier Hundertstelsekunden, er unterbot allerdings damit die FINA-Norm, die ihn, weil eh in Tokio dabei, zu einen Start im Einzel verhelfen kann.
Kullmann: Qualifikation und Vereinsrekord
Leonie Kullmann kämpfte über 200 Meter Freistil Dank ihrer Form nicht nur um einen Staffelplatz. Mit starken 1:57,64 Minuten kam sie als dritte der Norm recht nah. Diese Leistung sichert ihr eine Nominierung für die lange Freistil-Staffel, welche voraussichtlich mit Isabel Gose (1:56,93 Minuten), Annika Bruhn (1:57,17 Minuten) und Marie Pietruschka (1:58,46 Minuten) komplettiert wird. Über 400 Meter Freistil war Leonie bereits vom Wettkampf in Heidelberg Normerfüllerin, hinter Isabel Gose die zweitschnellste. In Berlin lieferten sich die beiden zusammen mit Sarah Köhler einen Fight, der zu noch schnelleren Zeiten führte. Schließlich gab es drei schnelle Teilnehmerinnen, aber nur zwei Olympiaplätze – und Leonie wurde in einer Superzeit von 4:06,25 Minuten mit Vereinsrekord dritte. Ein kleines Fünkchen Hoffnung kann es geben, wenn Sarah Köhler (4:05,99 Minuten) für ihre längeren Strecken auf die 400 Meter in Tokio verzichten sollte. An die Spitze setzte sich Isabel Gose (4:05,19 Minuten). Leonie Kullmann trat dann noch auf den 800 Meter Freistil an und konnte in 8:40,27 Minuten mit einer weiteren Bestzeit zum fünften Platz schwimmen. Damit drückte sie um knapp sechs Sekunden den mit 25 Jahren ältesten Vereinsrekord der SG Neukölln, 1996 von Cornelia Seithe bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig geschwommen.
Klenz: SG-Rekord, aber nicht qualifiziert
Ramon Klenz hat es leider nicht geschafft. 3,3 Zehntel fehlten über 200 Meter Schmetterling dem ehemaligen deutschen Rekordhalter zur Norm. Im Alleingang unter Anfeuerung der wenigen in der Halle Anwesenden kam er auf eine Zeit von 1:56,63 Minuten. Dass dies ein Vereinsrekord war, wird ihn nicht trösten. Da Ramon unmittelbar vor den Wettkämpfen in einen Autounfall verwickelt war und er unter erschwerten Bedingungen antrat, erlaubte ihm der DSV am letzten Tag in einem eigens für ihn angesetzten Zeitrennen einen nochmaligen Versuch. Aber mit 1:57,48 Minuten hat aller Kampf nichts genutzt. Über 100 Meter Schmetterling konnte Ramon in 52,82 Sekunden auf den zweiten Platz schwimmen.
Graf und Roas verpassen Ticket
Für Lisa Graf lief es überhaupt nicht rund. Über die 100 Meter Rücken sagte sie das Finale ab und über 200 Meter Rücken sollten 2:13,68 Minuten und Platz 3 das Maximale gewesen sein. Keine deutsche Schwimmerin schaffte hier das Ticket zu ziehen. Johanna Roas schlug über 100 Meter Rücken nach 1:02,47 Minuten als vierte im Ziel an. Über 100 Meter Freistil wurde sie zwölfte in 56,05 Sekunden. Im Vorlauf über 50 Meter Freistil stand es für Johanna 26,01 Sekunden zu Platz 5 und sagte das Finale ab.
Vier EM-Teilnehmer:innen
Die endgültige Nominierung der Olympiamannschafft erfolgt Ende Juni durch den Deutschen Olympischen Sportbund. Neben den Olympischen Spielen konnten die Sportler:innen sich auch für die Europameisterschaften im Mai in Budapest qualifizieren. Kullmann, Graf, Braunschweig und Klenz hatten hier in Berlin oder bereits im Vorfeld Normen gesichert.
Michael Nimczyk gewinnt auch den zweiten Lauf – diesmal mit Kerstin Walters Hengst Orkan von Haithabu. Bei den Newcomern begeistern Victor Gentz und Mockridge alle TraberParti-Anteilseigner
Ende März hatte sich Michael Nimczyk mit Emilion bereits den Auftakt der hochdotierten Gold-Serie gesichert. Am größtenteils von wunderschönem Frühlingswetter begleiteten Sonntagnachmittag stand nun der zweite Lauf um 10.000 Euro Preisgeld auf der Derby-Piste auf dem Programm. Und erneut war der Deutsche Meister zur Stelle – und zwar mit Orkan von Haithabu für die Farben von Kerstin Walter.
Favorit wird Rolle gerecht
Bei dem Hengst, dessen letzter und einziger Sieg volle zweieinhalb Jahr zurücklag – er hatte damals mit Heinz Wewering den Preis des Winterfavoriten gewonnen – geht es in dieser Saison steil bergauf und so war es kaum verwunderlich, dass der Fünfjährige auf dem Wettmarkt zur Quote von 2,3:1 die Favoritenbürde übernehmen musste. Eine goldrichtige Einschätzung – Orkan von Haithabu ergatterte bereits Ende der Startgeraden die Führung und gab das Heft in 14,2/2.000m nicht mehr aus der Hand. Während sein Erfolg also keine große Überraschung war, verblüffte der zweite Rang der Riesenaußenseiterin Super Queen C (Ronald de Beer) umso mehr. Die Stute, die auf Platz 10,4:1 ausbezahlte, war Orkan von Haithabu wie ein Schatten gefolgt und hielt bis zum Pfosten blendend mit.
Nimczyk dominiert den Renntag
Die Gold-Serie war aber beileibe nicht das einzige Rennen. in dem Michael Nimczyk eine prominente Rolle spielte. Der Champion lief zu großer Form auf und führte insgesamt fünf Pferde auf die Ehrenrunde. Sein Schützling Pastors Girl gegen den von Heinz Wewering gesteuerten Don Trixton: So sah zum Beispiel im Vorfeld die Konstellation in der Gewinnsummenklasse bis 3.000 Euro (sowie für Dreijährige bis 4.000 Euro) aus. Das erwartete Duell wurde dann auch tatsächlich zur Realität. Und zwar auf eine höchst spannende Art und Weise, denn Pastors Girl, die sich kurz vor dem Einbiegen in den ersten Bogen die Führung gesichert hatte, wurde auf der gesamten Schlussrunde von dem außen energisch dagegenhaltenden Rivalen begleitet. Doch so sehr sich Don Trixton auch mühte: Pastors Girl gab zu keinem Zeitpunkt nach und hielt den Attacken in 14,5/1.900m sehr sicher stand.
Der Goldhelm hatte zuvor schon in einem Trotteur Français mit Elka Ludoetka gepunktet, die ihre Bestmarke auf 15,6/1.900m steigerte und sich absolut souverän Start bis Ziel durchsetzte. Michael Nimczyk verteilte ein kräftiges Lob an Monika Melingers Stute: „Die Braune ist ein wirklich feines Pferd!“
Treffer Nummer drei war dann mit einer begeisternden Cora Sun fällig. Die vom Körperbau her eher kleine Stute fand es gegen die 20 Meter besser gestellte und mächtig viel Tempo bolzende Pilotin Glorious Boko (Michael Hönemann) gewiss nicht leicht vor, drehte den Spieß in 15,1/2.020m aber mit famosem Kämpferherz unmittelbar vor der Linie noch um.
Mit Konan Greenwood setzte Nimczyk zum Abschluss noch ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Tagesausbeute. Der Hengst schoss sofort nach vorne und legte ein enormes Tempo vor. Bei seinem Start-Ziel-Sieg blieben die Uhren bei 13,3/1.900m stehen – die Tagesbestzeit!
Die Veranstaltung strotzte ohnehin nur so vor famosen Leistungen und das nach wie vor von persönlichen Besuchen ausgeschlossene Publikum hätte seine helle Freude daran gehabt.. Zwar nicht vor Ort, dafür aber an den Bildschirmen und Smartphones jubelten 600 Besitzer und Anteilseigner der TraberParti über den Sieg von Mockridge und Victor Gentz in der Newcomer-Serie um 6.000 Euro Preisgeld. Die Entwicklung, die der Fuchshengst unter der Regie seines Trainers genommen hat, ist einfach phänomenal. Obwohl Mockridge kein Schnellstarter ist und sich das Rennen auf der Schlusshalben erneut in dritter Spur machen musste, wuchs der Vierjährige über sich hinaus und steigerte nicht nur seinen Rekord um fast eine volle Sekunde auf 14,6/1.900m, sondern hielt auch den ebenfalls bärenstarken Eaton (Gerhard Biendl), der auf der Zielgeraden einen geradezu mörderischen Speed entwickelte, mit großem Kampfgeist knapp in Schach. „So wie es derzeit mit Mockridge läuft, macht es dem gesamten Team wahnsinnig viel Spaß!“, strahlte Victor Gentz bis über beide Ohren nach diesem wirklich begeisternden Triumph seines Schützlings.
Frühjahrs-Pokal an Virginias Prime
Der zwar nicht quantitativ, aber qualitativ überaus stark besetzte Frühjahrs-Pokal des VDT ging an Dennis Spangenberg und Virginias Prime. Jürgen und Christina Hempels Wallach konnte sich also umgehend für den kürzlichen Ausfall aufgrund einer Galoppade rehabilitieren. Unmittelbar nach dem Start war Virginias Prime zunächst Dritter. Aber Dennis Spangenberg entschied sich sofort für die Offensive und steuerte seinen Schützling schon im ersten Bogen an die Spitze. Damit war die Messe bereits gelesen, denn der Sechsjährige kam in 14,4/1.900m gegen den außen angreifenden Timberlake Diamant (Gerhard Biendl), der für seinen bravourösen Einsatz mit dem zweiten Geld belohnt wurde, nicht einen Moment lang in ernsthafte Bedrängnis.
Days of Thunder gewaltig in Form
Gleich bei seinem ersten Lebensstart entfachte Days of Thunder einen regelrechten Donnerschlag. Denn das Debüt des von Robert Gramüller und Josef Sparber trainierten Dreijährigen, in dessen Sulky Thorsten Tietz saß, verlief spektakulär. Als ihm der mehrfache Berliner Meister nach ruhigem Beginn eine dreiviertel Runde vor dem Ziel das entscheidende Zeichen gab, entwickelte der Hengst in Bruchteilen von Sekunden eine unglaubliche Schnelligkeit. Keine Frage: Dieses Pferd besitzt ein riesiges Potential! Days of Thunder ließ alle Gegner einfach links liegen und stiefelte in 16,2/1900m einem Weile-Sieg entgegen. Thorsten Tietz: „Für den Hengst ist die große Route vorgesehen. Er ist von mächtiger Statur und schwer. Wir hoffen, dass er nicht noch extrem weiter wächst, sondern stattdessen Muskelkraft gewinnt und bärenstark wird.“
"Bestnote" für Mister Joni H
Bewegende Momente gab es nach dem Erfolg von Mister Joni H, denn seinem Trainer und Fahrer Michael Hönemann war die Rührung beim Siegerinterview deutlich anzumerken. „So ein Pferd im Stall zu haben, ist für jeden Aktiven ein Traum und ich danke dem gesamten Besitzerteam für das Vertrauen. Ich durfte früher einen Orwell Star begleiten – und ich glaube, dieser Hengst hier ist nicht viel schlechter!“ Sicherlich: Der spontane Vergleich mit dem legendären Orwell Star, der 90 Siege auf A-Bahnen erzielte und in seiner Karriere fast 300.000 Euro Preisgeld verdiente, entsprang natürlich in erster Linie Hönemanns riesiger Euphorie. Und der Weg, auf Augenhöhe mit einem der besten Berliner Traber aller Zeiten zu kommen, ist für Mister Joni H bestimmt noch weit. Aber genauso klar ist auch: Der Vierjährige, der im ersten Bogen nach vorne gegangen war und an der Spitze ein einsames Rennen lief, verdiente sich einmal mehr die absolute Bestnote und seine Zukunft schaut rosig aus. Der Hengst hat das Zeug dazu, ein echter Publikumsliebling zu werden.
Gesamtumsatz: 108.162,60 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 25. April statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen die mit insgesamt 12.000 Euro Preisgeld dotierten Läufe der Silber- und Newcomer-Serie. Beginn ist um 13.30 Uhr.