TRAINER RIEßLER IM GESPRÄCH Nach dem Abstieg aus der Oberliga und einem Umbruch im Kader sowie auf der Trainerposition liegt der SFC Stern 1900 nach vier Spieltagen in der Berlin-Liga mit neun Punkten auf Platz 4. Dabei hatte man zunächst die Partien bei SpaKi (3:0) und Al-Dersim (3:1) sowie zuhause gegen Frohnau (3:2) siegreich gestalten können, bevor es am vergangenen Freitag bei Empor (0:2) die erste Niederlage setzte.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit dem neuen Stern-Coach Roman Rießler (kl. Foto) noch über seinen Spielstil, die Rolle als Absteiger in der neuen Liga – und wie es zur Zusammenarbeit mit Stern 1900 kam.
TRAINER JURCEVIC IM GESPRÄCH Der SV Empor liegt nach vier Spieltagen der Berlin-Liga auf Rang 3 mit neun Punkten und 11:5 Toren. Dabei war das Team des neuen Trainers Mario Jurcevic mit einer 1:3-Niederlage bei Aufsteiger TSV Mariendorf gestartet, gewann dann aber die Partien gegen den Neuling Lichtenrader BC (5:1), beim Vorjahreszweiten Frohnauer SC (3:1) sowie am vergangenen Freitag gegen Oberligaabsteiger SFC Stern (2:0)
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Coach Mario Jurcevic noch über seinen neuen "Knipser", das Zustandekommen der Zusammenarbeit mit Empor – und den Fußball, den er spielen lassen will.
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*mit "Nils" ist der ehemalige Trainer und neue Sportliche Leiter Nils Kohlschmidt gemeint
Am Freitagabend besiegte der SV Empor im Rahmen des 4. Spieltags der Berlin-Liga 2022/23 den SFC Stern 1900 mit 2:0 (2:0). Damit sind beide Teams nun mit neun Punkten gleichauf in der Tabelle.
Hören Sie in der kommenden Woche mehr von beiden Trainern bei Berlinsport Aktuell
Vor etwa 80 Besucherinnen und Besuchern auf dem Kunstrasenfeld des kleinen Jahn-Sportparks (der Rasenplatz war aufgrund der Regenfälle gesperrt worden) trafen die Gastgeber mit den Toren von Albrecht (21.) und Höltge (29.) Stern 1900 empfindlich. Die Steglitzer fanden mit zunehmender Spieldauer immer weniger Mittel, die kompakt stehenden Hausherren herauszufordern, und schwächten sich obendrein durch die Gelb-Rote Karte von Lukas Rohana (60.) selbst. So hatte Empor am Ende auch ein deutliches Chancenplus aufzuweisen und der Sieg ging in Ordnung.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Mario Jurcevic (SV Empor) und Roman Rießler (SFC Stern 1900), die beide vor der Saison neu zu ihren Vereinen kamen.
Mariendorf, 21. August 2022. (BTV) (MW) „Berlin, nun freue dich!“ Diese Worte Walter Mompers zur Öffnung des Brandenburger Tores in Berlin am 22. Dezember 1989 mag manch einer am Sonntag ab 19.25 Uhr im Hinterkopf gehabt haben, als das Ergebnis des trotto.de 127. Deutschen Traber-Derbys offiziell feststand. Schon als Thorsten Tietz und Days of Thunder ein paar Minuten zuvor eine Länge vor dem haushohen Favoriten Usain Lobell durchs Ziel gerauscht waren, kannte der Jubel keine Grenzen. Zumindest den deutschen Traber-Fans fiel ein Stein vom Herzen. Obwohl die Berliner immer gern und leidenschaftlich Gastgeber des bedeutendsten Traber- Meetings der Republik sind, waren sie doch der Dominanz der in den Niederlanden vorbereiteten, bis 2021 besten dreijährigen Traber müde. Geschlagene zehn Jahre war es her, dass der in Bayern von Josef Franzl trainierte Dream Magic BE das Blaue Band in deutschen Landen gehalten hatte. Eine Dekade später und bei einer weiteren Zäsur des mit 325.226 Euro dotierten wertvollsten Trabrennens, das sich erstmals in seiner seit 1895 fortgeschriebenen Historie an vierjährige Traber wendete, ließen die beiden Traber-Deutschland von Süd nach Nord, von Ost nach West strahlen, hatte doch jede Region ihren mehr oder minder großen Anteil an diesem Coup.
Den bedeutendsten hatte Bayern. Geboren und groß gezogen wurde der bei vierfachen Odds zum engsten Favoritenkreis zählende Days of Thunder auf dem Traditionsgestüt Mutzenhof östlich von München vom Team um Gestütsleiter Werner Kammermeier unter recht dramatischen Umständen: Der Kleine wollte anfangs nicht trinken. Geformt vom bayerischen Urgestein Robert Gramüller, gemanagt von dessen Sohn Marcus. Eine weitere weiß-blau-freistaatliche Note trägt Johann Holzapfel bei, der als Mitbesitzer nach Dream Magic BE 2012, Tsunami Diamant 2017 und Wild West Diamant 2020 zum vierten Mal die Honneurs entgegennahm. Gleich für zwei Regionen ist Thorsten Tietz zuständig: Geboren und aufgewachsen im Ruhrpott, dort, wo einst das Herz des Trabrennsports am intensivsten schlug, hat er vor mehr als einem Jahrzehnt seine Zelte in Berlin, ja sogar in Mariendorf aufgeschlagen und formt seitdem mit viel Erfolg im Umland der Hauptstadt seine Rösser. Selbst der Norden kommt nicht zu kurz. Der Hamburger Florian Marcussen, auch er aus einer Traberfamilie stammend, ist seit Jahr und Tag Teilhaber in diversen Besitzergemeinschaften und hat mit diesem Days of Thunder das große Los erwischt.
Genugtuung für Tietz
Für Tietz war es eine echte Genugtuung, nachdem er sich vor genau zehn Jahren erst für 30 Minuten, später, nach dem Urteil des Berliner Amtsgerichts, das durchs Kammergericht in letzter Instanz wieder gekippt worden war, für ein paar Monate schon einmal als Derby-Sieger hatte fühlen können. Das Drama um Chapeau 2012 lief gewiss vor des einen oder anderen geistigem Auge ab, und auch bei im Galopp ihre Chancen aufs Blaue Band versiebenden Cash Hanover (2015) und Days of Thunder (2021) war Fortuna dem 44-Jährigen abhold. In der ihm eigenen bündigen Art analysierte Tietz nach dem größten Wurf seiner an „big points“ nicht eben armen Karriere, „dass das Rennen für mich völlig anders als gedacht lief. Ich habe Days of Thunder bewusst nicht mit vollem Risiko losgeschickt, weil ich dachte, einige andere würden rasant beginnen. Aber dann war es nur Rob The Bank, der bald von Lorens Flevo abgelöst wurde, ich war plötzlich in der Todesspur, neben mir Usain Lobell, den ich im ersten Bogen unbedingt ein paar Meter mehr laufen lassen wollte, und als Michael (Nimczyk) dann etwas Tempo herausnahm, dachte ich: ‚Jetzt kannst du auch ganz nach vorn fahren und Usain Lobell in jeder Kurve ein paar Meter mehr aufdrücken‘. Vor fünf Wochen im Buddenbrock-Rennen saß Robin (Bakker) hinter dem an der letzten Ecke mit vollen Händen und hat uns leicht abgekanzelt. Diesmal sah er nicht so souverän aus. Ich dachte, ich fahr mal ab, um das Heft des Handelns in der Hand zu behalten.“
Gesagt, getan - getragen von einer seit Jahren nicht mehr erlebten Woge der Begeisterung zum Happyend. An der Vorstellung hatte auch „Oberkritikaster“ Robert Gramüller nichts zu mäkeln: „Thorsten hat‘s brillant gelöst. Er ist ein messerscharfer Taktiker und Analytiker, der beste, den ich kenne, weiß über die Stärken und Schwächen jedes Gegners Bescheid.“ Nervös war Tietz vorher nach eigenem Bekunden nicht: „Es ist mein Job. Ich habe nur zehn Minuten Heat gefahren und dann das Rennen. Die Grundlagen, dass ich mich heute feiern lassen darf, hat das Team um Robert in viel Kleinarbeit gelegt. Es mussten alle Rädchen ineinandergreifen, und heute, am Tag X, hat eben alles wie erhofft perfekt gepasst. Sonst hätte es wohl gegen Usain Lobell, den ich dennoch für den Besten des Jahrgangs halte, nicht gereicht.“
Zweite Chance genutzt
Gepasst hat eben auch die Umstellung des Derbys von drei- auf vierjährig, die allen eine zweite Chance bescherte und die Days of Thunder wie Usain Lobell, die bei der „Erstauflage“ 2021 früh im Galopp ausgefallen waren, zu nutzen wussten. 154.613 Euro war Platz eins, 77.306 Euro Platz zwei des in allen Ehren unterlegenen Usain Lobell wert. „Bronze“ ging durch Grand Ready Cash und Dion Tesselaar nach Holland an die Carpe Diem Stables, die Plätze vier und fünf durch Staccato HL, den besten der drei von Wolfgang Nimczyk vorbereiteten Aspiranten, und den „Flüsterfavoriten“ Teatox an Stall Germania und Stall Wieserhof, mithin bayerische Farben. Dem unterwegs verlockend günstig liegenden Vorjahrssieger Lorens Flevo misslang die Titelverteidigung als Siebenter hingegen gründlich. Nebenbei verbesserte Days of Thunder mit Beginn der „Vierjährigen-Ära“ mit 1:12,0 den Derby- Rekord von Wild West Diamant aus dem Jahr 2020 um eine Zehntelsekunde.
In der ersten Runde des DFB-Pokals der Frauen setzte sich gestern Türkiyemspor Berlin gegen den ETV Hamburg mit 6:1 (1:1) durch. Die Treffer für die Kreuzbergerinnen erzielten Aydin, Szuh (je 2) sowie Lübcke und El-Agha.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit "Aushilfstrainer" Zeljko Ristic über die Partie, wie er zu seinem Job gekommen ist – und die Besonderheit der Mädchen- und Frauenabteilung bei Türkiyemspor.
Am Sonnabend besiegte die SP.VG. Blau-Weiß 90 im Rahmen des 3. Spieltags der NOFV-Oberliga Nord 2022/23 den SV Tasmania Berlin mit 3:1 (1:0). Damit haben die Mariendorfer nun sieben Punkte auf dem Konto, die Neuköllner bleiben hingegen bei derer drei.
Vor knapp 200 Besucherinnen und Besuchern im Volkspark Mariendorf gingen die Gastgeber früh durch einen Kopfball von Steinhauer in Führung (6.). Auch nach dem Wechsel zeigten diese sich wacher und erhöhten durch Hartwig auf 2:0 (50.). Das Anschlusstor durch Kascha (84.) ließ nochmal Hoffnung bei Tasmania aufkommen, doch Struck (86.) sorgte postwendend für die endgültige Entscheidung.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit dem Torschützen und Ex-Tasmanen Romario Hartwig (Blau-Weiß 90) sowie Elvir Cocaj (spotlicher Leiter bei Tasmania), der vergangene Saison noch Assistent von BW90-Coach Marco Gebhardt war.
(MW) Die Auguren sollten recht behalten mit ihrer Prognose bezüglich der 34. Auflage des in Erinnerung an Marion Jauß gelaufenen Stuten-Derbys, dass Riet Hazelaar die beste Stute ihrer Generation sei. Im Vorjahr noch gegen das starke Geschlecht unterwegs, wo sie den großen Wurf als Dritte haarscharf verfehlte, hatten sich Trainer Dion Tesselaar und die Carpe Diem Stables entschieden, diesmal ins Stuten-Derby zu gehen, dessen Finale mit 128.409 Euro plus zehnprozentiger Züchterprämie so üppig ausstaffiert war wie nie zuvor.
Goldrichtig, denn beim Versuch, sich neuerlich mit den „Jungs“ zu messen, war die Fuchsschimmelstute im Adbell-Toddington-Rennen als Vierte recht deutlich in die Schranken gewiesen worden - und da war Usain Lobell noch nicht mal dabei. Mit neuem Fahrer - Robin Bakker war für den gesperrten Tesselaar eingesprungen, und das klappte so gut, dass sich der Trainer entschied, ihm die SJ’s-Caviar-Tochter auch in Vorlauf und Finale an die Hand zu geben, zumal er mit ALL IN LOVE selbst steuern konnte - haute sie im Stutenlauf des Buddenbrock-Rennens nachdrücklich auf den Putz und wies Sunset boulevard eindeutig in die Schranken. Und auch die Pflicht vor der Kür, der Vorlauf, war für sie nur ein besserer Spaziergang gewesen.
"Zu langsam angehen lassen" Im Finale hatte es „Mister Derby“ vom Start von der „3“ nicht allzu eilig, ließ sich Rose Hill, Luna Scott und Isla um die Spitze austoben, sah, wie die brandgefährliche Precious Thing alle Chancen durch eine frühe Galoppade einbüßte, legte Mitte der ersten Kurve den Schalter auf Offensive um und übernahm eine Runde vorm Ziel von Rose Hill das Kommando. Als außen Trainingskameradin ALL IN LOVE auftauchte, konnte Bakker sich sicher sein, dass von dort kein Druck kommen würde. Den baute ab 600 Meter vorm Ziel aus deren Windschatten heraus Sunset boulevard auf. So rasant preschte die an die Flanke der 13:10-Favoritin, dass es nicht wenige gab, die der vorjährigen Zweiten zur diesmal nicht qualifizierten Lumumba an der letzten Ecke den Umsturz zutrauten. „Vielleicht hab ich’s unterwegs einen Tick zu langsam angehen lassen“, gab Bakker später selbstkritisch zu, „es war schon bemerkenswert, wie stark Michael Nimczyks Stute aufzog. Und Riet ist manchmal ein bisschen faul.“
Der Angriff entpuppte sich dann aber doch als Strohfeuer: Im Einlauf machte Riet Hazelaar rasch alles klar und ließ die kecke Rivalin um zwei Längen abblitzen. Die hatte genauso viel Luft zur Dritten Rose Hill. Über Erwarten gut hielten sich Isla und Flotte Biene, während von Luna Scott und vor allem ALL IN LOVE, die als Letzte anschlug, deutlich mehr erwartet worden war. Lachen konnte Tesselaar trotzdem: „Es war die richtige Entscheidung, Riet Robin anzuvertrauen. Er ist nervenstark und mit einer souveränen Übersicht gesegnet.“ Für den so Gelobten war’s nach Anky Kievitshof 2010 und Avalon Mists 2018 der dritte Triumph im Stuten-Derby, für Tesselaar als Trainer die Nummer zwei: 2016 hatte er sich mit Marion Jauß‘ Gilda Newport das Blaue Band der Stuten gesichert.
TRAINER WALENCIAK IM GESPRÄCH Der DJK Roland Borsigwalde hat sein erstes Punktspiel in der Kreisliga B 3. Abteilung am Mittwoch mit 0:4 (0:2) bei Concordia Britz II verloren.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Trainer Conradin Walenciak (kl. Foto) über die bisherigen Partien in Pokal und Liga, die besondere Verbindung innerhalb der Mannschaft – und ein "demografisches Problem".
Im ersten Punktspiel beider Mannschaften in der Saison 2022/23 trennten sich gestern Abend der SV Berliner Verkehrsbetriebe 1949 und der VfB Sperber Neukölln 1912 in der Kreisliga B 4. Abteilung mit 3:3 (1:3). Die Gäste bestimmten zunächst das Spiel und setzten ihre Überlegenheit durch die Treffer von Kamberler (16., 24.) und Öter (27.) auch zeitig in eine 3:0-Führung um. Danach aber fanden die Lichtenberger besser ins Spiel und erzielten durch Norman Bredereck (41.) noch vor der Pause den Anschlusstreffer.
Nach dem Wechsel legte BVB 49 durch die Tore von Grigowski (52.) und erneut N. Bredereck (58.) nach und war auf dem besten Weg, die Partie komplett zu drehen. Doch die Neuköllner konnten sich wieder stabilisieren, Chancen zum Siegtreffer gab es dann noch auf beiden Seiten – insofern konnte die Punkteteilung letztlich als leistungsgerecht bezeichnet werden.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Marc Drechsler (SV BVB 49) und Ertugrul Özdemir (VfB Sperber).
Im ersten Punktspiel beider Mannschaften in der Saison 2022/23 unterlag am Abend der BFC Germania 88 in der Kreisliga B 5. Abteilung dem FV Rot-Weiß 90 Hellersdorf mit 0:1 (0:1). Der Treffer des Tages gelang Jason Schwuchow in der 30. Minute. In Reihen der Gäste konnte sich vor allem Torwart Patrick Hering immer wieder auszeichnen – kurz vor Schluss erhielt jeweils ein Spieler jedes Teams eine Rote Karte.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Patrick Bockmann (RW Hellersdorf) und Yunus Tonbul (Germania 88).