Allgemein

Eric Schramm (Berlin Adler)

Kim Kuci (Berlin Rebels)

Am Samstag gewannen die favorisierten Berlin Rebels im heimischen Mommsenstadion vor 2.400 Besuchern das Hauptstadtderby der German Football League (GFL) gegen die Berlin Adler am Ende deutlich mit 47:13 - zur Halbzeit lagen die Gäste allerdings noch mit 6:13 in Führung.


                  Eine Fotogalerie zum Berlin-Derby gibt es hier


Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel mit den Trainern beider Teams, Kim Kuci (Rebels) und Eric Schramm (Adler).

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Nur noch zwei um Platz 1

Nachholspiel: TeBe - Hertha 06 1:1 +++ Vergangener Spieltag: L47 begräbt Aufstiegshoffnungen am Ostseestrand +++ Altglienicke und Rathenow ziehen an der Spitze davon +++ Hertha 06: Harzheim geht nach 1:5-Pleite +++ Sonnabend: Spannendes Derby VSG - Hertha 03, Optik empfängt Brieselang

TeBe - Hertha 06: Spannung erst in der Schlussphase

Mittwoch auch in der Trainerrolle: Metin Acar (CFC Hertha 06)

Tennis Borussia war in der Oberliga zwischenzeitlich das Team, das am meisten von Spielausfällen - vor allem der Partie beim SV Altlüdersdorf - betroffen war. Mit dem Nachholspiel am Mittwochabend gegen CFC Hertha 06 hat man - ebenso wie der Charlottenburger Lokalrivale - nun aber sein Pensum praktisch wieder gerade gezogen. Nach den zwischenzeitlichen Turbulenzen mit finanziellen Problemen, Umbesetzung im Vorstand und nur einem Punkt aus vier Spielen hat TeBe inzwischen wieder in die Erfolgsspur gefunden: zuletzt gab es drei Siege in Folge - auch wenn das Thema Aufstieg sich im Eichkamp erledigt hat.

Der CFC hat dagegen seit Februar kein Punktspiel mehr gewinnen können - siebenmal war man vor dem Derby ohne Dreier geblieben. Am letzten Wochenende gab es eine deftige 1:5-Niederlage beim SV Altlüdersdorf - trotz früher Führung durch Raychouni. Ex-06er Salhab drehte das Ergebnis aber bis zur Pause für den SVA, dann brachen in der Schlussphase die Dämme. Sicherlich nicht völlig aus diesem Zusammenhang dann die Meldung von Hertha 06: Trainer Frank Harzheim steht dem Verein "vorläufig" nicht mehr zur Verfügung. Letztlich ist dies wohl nur eine Umschreibung für den zweiten Wechhsel (Hasan Keskin musste zuvor gehen) in dieser Saison auf der CFC-Bank.


 Alle Ansetzungen der Berliner Oberligisten am Wochenende finden Sie in unserer Rubrik

                                               "Berliner Sportkalender"


Der Sportliche Leiter Metin Acar übernahm so am Mittwoch diese Aufgabe, und seine Mannschaft zeigte sich in der Rolle des Außenseiters ansprechend. Insgesamt verbreitete die Partie eher Langeweile, bis Hertha 06 zehn Minuten vor dem Ende durch Can Eryigit in Führung ging. Als TeBe-Spieler Giese kurz darauf Gelb-Rot sah, schien das Spiel für den Gastgeber gelaufen.

Treffsicher: Sebastian Huke (TeBe)

Doch als der eingewechselte Ndualu im Strafraum der Hertha von Volkan Dikmen zu Fall gebracht wurde, entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für TeBe und schickte Dikmen ebenfalls mit Gelb-Rot zum Duschen. Torjäger Sebastian Huke ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und sorgte für den aus Sicht der Lila-Weißen schmeichelhaften 1:1-Endstand. Somit bleiben die Borussen vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag gegen FCM Schwerin vier Spiele ungeschlagen, während Hertha 06 zuhause gegen Wismar den achten Anlauf für einen Dreier nehmen muss.

Lichtenberg 47 nach Niederlage in Wismar aus dem Rennen

Spieß umgedreht: Im Hinspiel siegte 47 zuhause noch mit 3:0 (im Bild der zweite Treffer), nun gewann Wismar mit 4:1

Der FC Anker Wismar spielte jedoch schon letztes Wochenende Schicksal für einen Berliner Verein: die Hansestädter schlugen den SV Lichtenberg 47 mit 4:1. Das Team von Trainer Uwe Lehmann musste somit das Duo an der Spitze auf neun (Altglienicke) bzw. sechs Punkte (Rathenow) davon ziehen lassen und hat nur noch geringe Aussichten, einen der beiden vorderen Plätze zu erreichen. Das wäre bitter: schließlich könnte Platz 2 - gesetzt den Fall, Regionalligist Jena bestreitet die Aufstiegsrunde zur 3. Liga erfolgreich - noch zur Relegation mit dem Vizemeister der Süd-Staffel genügen. Im Heimspiel am Sonnabend gegen FC Hansa II gilt es für die 47er nun also, wenigstens noch die theoretische Chance aufrecht zu erhalten.

Altglienicke weiter die Nr. 1 - gegen Hertha 03 im Härtetest

Treffsicher: Patrick Kroll (VSG)

Den Platz an der Sonne aber behauptet weiterhin die VSG Altglienicke. Der Aufsteiger mit dem Plan zum Durchmarsch bewies am vergangenen Wochenende einmal mehr seine Klasse mit späten Toren - in Brieselang trafen Kroll (76.) und Ujazdowski (90.), als es schon ein wenig nach Unentschieden roch. Doch mit Optik Rathenow (Heimspiel gegen Brieselang) im Nacken muss der Club aus dem Berliner Südosten weiter die Schlagzahl hoch halten und auch im Derby gegen den FC Hertha 03 punkten. Die Mannschaft von Alex Arsovic ist aber gerade gut drauf, hat zuletzt 10 von 12 möglichen Zählern geholt und liegt immerhin auf Platz 5. Die VSG hat die letzten sieben Ligaheimspiele allesamt gewinnen können - bei einem Torverhältnis von 18:4.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

VOLLEYBALL/HERREN: Die Berlin Recycling Volleys haben das erste Spiel der Finalserie beim VfB Friedrichshafen glatt mit 0:3 (13:25, 24:26, 23:25) verloren. Somit muss die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti das folgende Heimspiel am 3. Mai gewinnen, um sich in der Best-of-3-Runde noch die Chance auf die Deutsche Meisterschaft zu erhalten. Zuvor treten die Volleys am Wochenende aber noch im Final Four der CEV Champions League in Rom an – Gegner im Halbfinale am Sonnabend ist der russische Klub Zenit Kazan.

HANDBALL/DAMEN: Das Team der Füchse Berlin Reinickendorf ist Meister der 3. Liga Ost. Vor knapp 500 Besuchern in der Sömmeringhalle siegten die „Spreefüxxe“ am vorletzten Spieltag gegen den HC Leipzig II mit 36:25 (beste Werferin: Bianca Trumpf, acht Treffer) und haben Platz 1 somit sicher. Ob der Aufstieg in die 2. Liga aber tatsächlich vollzogen wird, hängt am Finanziellen – laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" fehlt dem Verein ein "kleiner fünfstelliger Betrag", um die Auflagen bis zur Meldefrist am 28.April erfüllen zu können.

Die Damen des Berliner TSC unterlagen dagegen Germania Fritzlar in eigener Halle mit 21:27 (beste Werferin: Franziska Chmurski, sechs Tore) und – auch das steht bereits fest – werden den aktuell 7. Platz nach dem letzten Spiel zuhause gegen die Leipzigerinnen inne behalten.

RUGBY/HERREN: Der Berliner Rugby Club (BRC) unterlag am Sonnabend in seinem Heimspiel gegen Hannover 78 mit 20:26 und konnte damit dem RK 03 Berlin keine Schützenhilfe leisten. Der Tabellenführer verbuchte seinerseits im spannenden Auswärtsspiel bei Verfolger Germania List jedoch einen denkbar knappen 31:29-Erfolg und liegt nun mit sechs Punkten Vorsprung auf Hannover 78 an der Tabellenspitze der Nord-Ost-Staffel der Rugby-Bundesliga. Der BRC belegt nach dem 9. Spieltag Rang 4 in der 8er-Gruppe.

Kämpfer im Bademantel: die Wasserballer der SG Neukölln Foto: ©Berlinsport Aktuell

WASSERBALL/HERREN: Die SG Neukölln hat das Playoff-Viertelfinale der Wasserball-Bundesliga erreicht. Nach der Niederlage eine Woche zuvor im Auswärtsspiel konnte man den Duisburger SV 98 zweimal in eigener Halle knapp (8:7 bzw. 11:8) bezwingen. Damit war in der nach dem Modus „Best of 3“ ausgetragenen Qualifikation ein 2:1 nach Siegen erreicht. Gegner der Neuköllner im Viertelfinale wird an den zwei kommenden Wochenenden der ASC Duisburg sein.

Der SC Wedding verlor dagegen die Serie mit den White Sharks Hannover knapp (1:2) und trifft nun im Playdown-Viertelfinale auf den SV Cannstatt.

Die Wasserfreunde Spandau 04 waren als Tabellenerster der Gruppe A direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert und müssen sich dort nun mit dem SV Bayer Uerdingen auseinandersetzen.

AMERICAN FOOTBALL/HERREN: Zum Auftakt der Saison in der German Football League (GFL) konnten die Berlin Adler einen überzeugenden 30:8-Sieg (16:0/7:8/0:0/7:0) bei den Hamburg Huskies feiern. Am Sonntag steht nun bereits das erste Derby bei den Berlin Rebels im Mommsenstadion (Kick-Off: 15 Uhr) an.

Die Charlottenburger waren am Wochenende noch im Rahmen des europäischen Wettbewerbs der "Big 6" unterwegs und mussten beim knappen 13:14 bei den Milano Seamen Lehrgeld bezahlen - denn zur Halbzeit hatten die Rebels noch 13:0 geführt.

Beurlaubt: ALBAs bisheriger Cheftrainer Ahmet Caki Foto: ©Camera4

BASKETBALL/HERREN: Bundesligist ALBA Berlin hat vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft geschafft. Trotz einer schwachen Vorstellung beim 92:100 in Bremerhaven können die Albatrosse als derzeitiger Tabellen-6. nicht mehr aus den ersten acht Rängen, die die Qualifikation für die Endrunde bedeuten, herausfallen.
Fehlen wird den Hauptstädtern in den Playoffs Kapitän Dragan Milosavljevic, der sich schon vor dem Bremerhaven-Spiel im Training eine Verletzung am Ellenbogen zugezogen hatte und für den Rest der Saison ausfällt. Der Verein hat dazu inzwischen Chefcoach Ahmet Caki freigestellt, ALBAs bisheriger Assistenztrainer Thomas Päch wird die Mannschaft bis zum Ende der Spielzeit übernehmen.

Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Eher Dirty als Flirty

Auch das miese Aprilwetter kann Thomas Panschow und Flirty or Dirty bei ihrem Sieg im Frühjahrs-Pokal des VDT nicht stoppen. Sarah Kube gelingt mit MaxundAlex der 250. Sieg ihrer Karriere.

Flirty or Dirty (Nr. 3) mit Thomas Panschow im Sulky Foto: ©Marius Schwarz

Die Drei vor der Vier und der Fünf – eigentlich eine sehr simple Zahlenfolge. Beim Kampf um den mit 4.000 Euro Preisgeld dotierten Frühjahrs-Pokal des VDT glich diese Kombination allerdings eher einem kleineren Erdbeben, denn mit der 128:10-Siegerin Flirty or Dirty und Thomas Panschow vor Bianca Boshoeve (Heinz Wewering) und Tokay (Thorsten Tietz) hatte die Mehrheit des wettenden Publikums nicht gerechnet.

Thomas Panschow verpasste seinem Pferd ein Rennen nach Maß: Während die 13:10-Favoritin Orange Venus (Michael Nimczyk) nach ständiger Führung im Einlauf sang und klanglos unterging und auch der nach aufwendigem Verlauf im Schlussbogen angesprungene Floh G (Dennis Spangenberg) zum Zeitpunkt seiner Galoppade nicht mehr zwingend wirkte, setzte Thomas Panschow die perfekt geschonte Triumphatorin des Fritz-Brandt-B-Finales erst auf den letzten Metern ein.

Flirty or Dirty, die unterwegs lange an fünfter Stelle innen gelegen hatte und sich auf der Schlusshalben von dem angreifenden Tokay ziehen ließ, entwickelte einen feinen Speed und gewann in 15,4/1.900m mit zweieinhalb Längen Vorsprung überaus leicht. Die Stute wäre noch viel schneller gewesen, wenn sie bei der von launischem Aprilwetter begleiteten Veranstaltung eine trockene Phase erwischt hätte. Doch daraus wurde es nichts: Bei Regen und Hagel entwickelte sich das Rennen für die Pferde und Fahrer eher zu einem Schlammbad.

Tietz mit Triple-Erfolg

Thorsten Tietz gelangen drei Fahrererfolge. Den Anfang machte New Dawn, der bei seinem ersten Lebensstart auf Anhieb die Maidenschaft ablegte. Der Hengst übernahm im ersten Bogen das Kommando und musste nur noch bei Laune gehalten werden, um souverän zu gewinnen.

Weitaus mehr musste der Berliner Champion mit Abano H tun, denn der im sagenhaften 04-er Tempo an die Spitze geschossene It’s Amazing (Roman Matzky) verwehrte dem 10:10-Ultrafavoriten eisern die Führung. Der Kontrahent leistete bis in die Zielgerade hinein zähe Gegenwehr – aber als Tietz mit seinem Schützling auf den letzten zweihundert Metern richtig ernst machte, war die Entscheidung rasch gefallen. Abano H siegte in der Tagesbestzeit von 13,6/1.900m vor seinem Trainingsgefährten Mighty Hanover (Matthieu Hegewald), der sich kurz vor dem Pfosten noch an It’s Amazing vorbeigeschoben hatte.

Die Dritte und Letzte im Bunde der Tietz-Sieger war Navy Blue. Die Stute scheint eine riesige Portion Talent und einen gehörigen Rennkopf zu besitzen und setzte sich Start bis Ziel durch. Keine Frage: Navy Blue wird im Dreijährigen-Jahrgang eine ausgezeichnete Rolle spielen!

Nimczyk siegt doppelt

Für Michael Nimczyk begann der Renntag optimal mit einem Treffer durch Sansibar Diamant, die bei ihrem zweiten Saisonstart den zweiten vollen Erfolg erzielte und ihre Bestmarke in 16,0/1.900m um mehr als viereinhalb Sekunden verbesserte! Lediglich die dahinter platzierte Baby sing Louder (Heiner Christiansen) konnte mit drei Längen Rückstand einigermaßen auf Tuchfühlung mit der Siegerin bleiben, die Mitte der Gegenseite aus der sechsten Position außen heraus mächtig auf Touren gebracht worden war.

Als nächstes führte der Goldhelm dann Ulrich Mommerts Good Girl AS in den Winner-Circle. Die Stute war unterwegs an vierter Stelle außen auszumachen und sprintete auf der Zielgeraden in 14,8/1.900m mühelos an den Konkurrenten vorbei. Die Dunkelbraune ist ein Pferd mit Zukunft – sie wird in den kommenden Monaten eine scharfe Klinge schlagen!

"Jauß jr." siegt in turbulentem Meilenrennen

Von zahlreichen Galoppaden war das Meilenrennen geprägt. Auch die beiden Erstplatzierten Finnegan Bros (Leon Jauß) und Mon Etoile (Thorsten Tietz) waren ziemlich in Schwierigkeiten. Während der spätere Sieger hinter dem Startauto zunächst gestreckten Galopp ging und wohl nur im Rennen verblieb und auf Zielhöhe sogar die Führung übernehmen konnte, weil er nicht ganz vorschriftsmäßig auspariert worden war, kam die Angreiferin bei ihrem Vormarsch im Schlussbogen von den Beinen.

Das zweite Geld war für die nach wie vor diffizile Stute damit eigentlich außer Sichtweite – doch direkt im Anschluss kam nun auch Louisa (Michael Nimczyk) mit dem sicheren Ehrenplatz vor Augen von den Beinen. Dem Sieger Leon Jauß, der für das nicht korrekte Ausparieren seines Pferdes mit einem Tag Fahrverbot bestraft wurde, wird der Kampf um die Platzgelder allerdings egal gewesen sein. Berlin ist für den Enkel des legendären sechzehnmaligen Mariendorfer Champions Gottlieb Jauß ein gutes Pflaster. Beide Erfolge seiner gerade erst begonnenen Berufsfahrerlaufbahn hat der 18-Jährige auf der Derby-Bahn erzielt – sein Großvater wäre mächtig stolz auf ihn gewesen!

Sarina siegt nur für Buchmacher überraschend

Dass Jørgen Sjunnesson und Sarina ein absolutes Dreamteam sind, ist eigentlich alles andere als ein Geheimnis. Umso überraschender war die Quote von 131:10, die es für den Start-Ziel-Sieg des Gespanns über den erst im Einlauf gebrachten und keineswegs enttäuschenden Derby-Aspiranten Ganyboy (Thorsten Tietz) gab.

„Mich verblüffte dieser Außenseiterstatus ebenfalls, denn Sarina ist ein wirklich gutes Pferd. Ich traue der Stute sogar zu, erfolgreich Rennen in Schweden zu bestreiten.“                       Jørgen Sjunnesson

Dass die meisten Siege der Vierbeiner-Lady bisher mit ihm selber im Sulky heraussprangen, hält der schwedische Profi eher für einen glücklichen Zufall: „Ich habe einfach davon profitiert, dass Sarina von Alexander Dame und seinem Team jeweils optimal vorbereitet war.“

Kube mit Jubiläumssieg, Schifelbein taktiert erfolgreich

Einen gewaltigen Sprung nach vorne hat MaxundAlex in den vergangenen Wochen gemacht. Der Wallach des Ehepaars Bruns wird mit jedem Tag besser. Bei seinem Sieg in 14,4/1.900m mit der aktuell ebenfalls in Überform agierenden Sarah Kube gab der eine Runde vor dem Ziel an die Spitze gestürmte Wallach seinen Gegnern kräftig Fersengeld und trumpfte mit neun Längen Vorsprung auf. Seiner Fahrerin bescherte Max und Alex zugleich ein rundes Jubiläum: Denn für die zweimalige Deutsche Amateurmeisterin, über die am Sonntagabend ein Bericht im Fernsehsender rbb ausgestrahlt wurde und die einen Tag später obendrein Geburtstag feiern durfte, war es der 250. Sieg ihrer Karriere.

Das zweite Amateurfahren des Nachmittags ging an Lodrino und Günter Schiefelbein, der zwar keinen runden Treffer feiern konnte, aber mit nunmehr 283 Siegzählern ebenfalls zu den Könnern des Metiers gehört. Der 46-jährige Sportler servierte Kay Härtels Wallach einen Traumverlauf als zweites Pferd innen und dank der Reserven hielt Lodrino die speedige Gegnerin Edana (Anna-Lisa Kunze) mit einer Länge Vorsprung in Schach.

Gesamtumsatz: 114.692,90 Euro – Bahnumsatz: 37.127,30 Euro - Außenumsatz: 77.565,60 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 7. Mai statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht an diesem Tag die Breeders-Course-Elimination der Dreijährigen um 10.000 Euro Preisgeld. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

BAK räumt in Luckenwalde ab +++ Viktoria siegt "Last Minute" gegen Meuselwitz +++ Auch Hertha II trotzt Energie +++ BFC dreht die Partie gegen Babelsberg

Am 30. Spieltag der Regionalliga Nordost konnten alle vier Hauptstadtvertreter punkten - in drei Fällen dreifach, im Fall der Hertha-Reserve war das 1:1 in Cottbus auch wegen des Spielverlaufs ebenfalls wie ein Sieg zu bewerten.

Doppelpack: Hasan Pepic (BAK, M.)

Schon am Mittwoch zeigte sich der Berliner AK beim 1:1 zuhause gegen Energie Cottbus gut in Form. Nun bestätigten die Athleten ihre Vorstellung mit einem 5:0-Auswärtssieg beim FSV Luckenwalde. Belegu hatte die Mannschaft von Trainer Abu Njie im ersten Durchgang in Führung gebracht, doch bis zur Vorentscheidung durch zwei Tore von Pepic (67., 78.) sollte es noch dauern. Torjäger Slavov (86.) und Hasse (88.) erhöhten in den Schlussminuten noch zum Kantersieg.

Torgarant: Ümit Ergirdi (Viktoria)

Nach der verpatzten Pokal-Generalprobe beim BFC Dynamo (0:1) vier Tage zuvor schien sich der FC Viktoria 89 gegen den ZFC Meuselwitz erwartungsgemäß durchsetzen zu können. Nach dem 2:0 durch Kapitän Ergirdi in der 63. Minute, der die Führung durch Trianni aus der ersten Halbzeit aufstockte, schien die Sache bereits erledigt. Doch keine fünf Minuten später hatten die Gäste aus Sachsen ausgeglichen - dabei steuerte Viktoria einen Gegentreffer per Eigentor bei. Das Spielglück sollte allerdings in Form des späten Siegtreffers zu den Himmelblauen zurückkehren: Reher traf in letzter Minute zum 3:2-Erfolg.


Die nächsten Spiele der Regionalliga Nordost in Berlin:

Mittwoch, 26.04.: Berliner AK - BFC Dynamo  (18 Uhr, Poststadion - Nachholspiel); Freitag, 28.04.: Hertha II - FSV Luckenwalde (31. Spieltag, 19 Uhr, Amateurstadion); Sonntag, 30.04.: Berliner AK - Wacker Nordhausen (31. Spieltag, 13.30 Uhr, Poststadion)


Die Bundesligareserve von Hertha BSC sorgte unter der Woche bereits mit dem 3:1 in Babelsberg für Aufmerksamkeit. Nun stand der noch schwerere Gang zum Tabellenzweiten Energie Cottbus an. Lange Zeit konnte die Zweite im Stadion der Freundschaft ein torloses Remis halten, dann schlug die Mannschaft von "Pele" Wollitz doch noch zu. Mamba war in der 77. Minute für den früheren Bundesligisten erfolgreich. Hertha II hatte jedoch noch die passende Antwort parat: Owusu sorgte für den Ausgleichstreffer zum 1:1 fünf Minuten vor dem Ende.

Siegtor: Denis Srbeny (BFC)

Auch der BFC Dynamo musste einem Rückstand hinterher laufen. Kurz nach der Pause hatte der Ex-BFCer Shala den Gast vom SV Babelsberg 03 in Führung gebracht. Als die Hoffnung der Weinroten im Jahnsportpark schon langsam zu schwinden schien, kam der BFC doch noch zurück. Und wie: Rockenbach da Silva, der bereits am Mittwoch gegen Viktoria per Elfmeter das Tor des Abends erzielt hatte, traf zum Ausgleich (79.). Srbeny gelang dann vor rund 1.000 Besuchern sogar noch der Siegtreffer zum 2:1 (85.).

Mit dem Erfolg rückte der BFC auf den 11. Platz der Regionalliga vor, bewies aber im Besonderen weiter aufsteigende Tendenz  vor dem letzten und einzigen Saisonhighlight der Hohenschönhauser, dem Berliner Pokalfinale gegen Viktoria am 25. Mai. Im vorderen Feld der Tabelle laufen der Berliner AK (Platz 4), FC Viktoria 89 (5)  und Hertha BSC II (6) weiter im "Gänsemarsch".

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

2:1-Sieg gegen Germania Schöneiche - Warwel trifft doppelt

Grund zur Freude: H03-Trainer Alex Arsović

In der NOFV-Oberliga Nordost kam der FC Hertha 03 am Abend in letzter Minute zu einem 2:1-Sieg gegen Germania Schöneiche. Dabei ging das Spiel für die Zehlendorfer nicht gut los – nach einer guten halben Stunde sah Carl Hopprich die Rote Karte und der Gast ging durch einen Foulelfmeter von Skade in Führung.

Kurz nach Wiederanpfiff handelte sich Germanias Fitkau dann eine Gelb-Rote Karte ein, so dass wieder numerischer Gleichstand - zumindest was die Zahl der Spieler betrifft - auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld herrschte. Nach einer guten Stunde gelang der „kleinen Hertha“ in Person von Niclas Warmel dann auch der Ausgleich bezüglich des Spielstands.

Auf den Siegtreffer musste das favorisierte Team von Trainer Alex Arsović aber bis zur 90. Minute warten – diesmal gab es Elfmeter für Hertha 03 und Warwel verwandelte zum 2:1. So konnten sich die Zehlendorfer zum Auftakt des 23. Spieltags an Tennis Borussia vorbei auf den 4. Platz schieben, den man nur im Fall eines Siegs der Veilchen am Sonntag beim FC Strausberg wieder abtreten muss.

Auch die anderen Berliner Oberligisten sind am Wochenende in der Fremde gefordert: Spitzenreiter VSG Altglienicke (in Brieselang) und der Tabellendritte Lichtenberg 47 (in Wismar) am Sonnabend, der CFC Hertha 06 am Sonntag in Altlüdersdorf.

BAK trotzt Energie Cottbus - BFC gewinnt "Generalprobe" gegen Viktoria - Hertha II-Sieg dank Eisele-Hattrick

Im Mittelpunkt des BAK-Jubels: Kevin Stephan (3. v. r.)

Am 29. Spieltag empfing der Berliner AK am Abend den Tabellenzweiten Energie Cottbus - vor 850 Zuschauern im Poststadion trennte man sich am Ende mit 1:1 (0:0). Nach torloser erster Halbzeit gingen die leicht favorisierten Gäste durch ihren Kapitän Marc Stein (2008-10 bei Hertha BSC) mit 1:0 in Führung (53.). BAK-Trainer Abu Njie sollte aber in der Schlussphase das richtige Händchen beweisen, als dem erst zehn Minuten zuvor von ihm eingewechselten Kevin Stephan doch noch der Ausgleich gelang (83.). Belohnung für das Unentschieden gegen den früheren Bundesligisten: die Athleten bleiben vorerst auf Platz 4.

Goldenes Tor: Thiago Rockenbach da Silva

Dass es dazu kam, daran hatte aber auch Lokalrivale BFC Dynamo seinen Anteil  - das Team von Trainer René Rydlewicz bezwang den ärgsten BAK-Verfolger, den FC Viktoria 89, mit 1:0 (1:0). Das Tor des Abends gelang Thiago Rockenbach da Silva per Strafstoß in der 19. Minute. Die Generalprobe für das BFV-Pokalfinale (und somit auch um das Ticket für den DFB-Pokal 2017/18) ging somit schon mal an die Hohenschönhauser. Das Endspiel findet am Himmelfahrtstag (25. Mai) wieder im Jahnsportpark statt - dann sicher vor mehr als den knapp 500 Besuchern am Mittwochabend.

Die 2. Mannschaft von Hertha BSC setzte ihren Aufwärtstrend fort - der 3:1-Sieg beim SV Babelsberg 03 war bereits der vierte Erfolg in den fünf letzten Partien. Das Team von Ante Covic überflügelte die 03er somit in der Tabelle und hat sich auf dem 6. Platz hinter dem BAK und Viktoria eingereiht. Sieggarant für Hertha II war dabei Fabian Eisele, der mit einem Hattrick im ersten Durchgang bereits für klare Verhältnisse sorgte. Für die Hausherren reichte es nur noch zum späten Anschlusstreffer durch Andis Shala (88.).

An der Tabellenspitze gelang dem FC Carl Zeiss Jena durch den Heimsieg gegen den FC Oberlausitz und die Schützenhilfe des Berliner AK ein wichtiger Schritt Richtung Aufstiegsrelegation - die Thüringer liegen bei fünf noch ausstehenden Spielen nun mit neun Punkten vor Energie Cottbus.

Beitrag+Archivfotos (2): Berlinsport-Aktuell/Hagen Nickelé

Montgomery Mo auf dem Weg zum Winner-Circle?

Montgomery Mo mit Michael Nimczyk gewinnt (Foto: ©Marius Schwarz)

Der Wallach scheint mit Michael Nimczyk eine feste Bank für die V4-Wette zu sein. Auch in den anderen Prüfungen besitzt der Goldhelm gute Chancen. (Beginn: 11.15 Uhr)

Nur fünf Tage nach dem großen Fritz-Brandt-Renntag geht es auf der Derby-Bahn mit einer PMU-Matinée weiter. Vor allem die mit 4.000 Euro Garantieauszahlung (inklusive 1.000 Euro Jackpot!) ausgestattete V4-Wette erscheint interessant. Sie beginnt im 2. Rennen und sieht einen deutlichen Favoriten am Start. Nämlich Montgomery Mo, der auf die Fahrkünste des sechsmaligen Deutschen Meisters Michael Nimczyk vertrauen darf. Beide sind zweifellos ein eingeschweißtes Team. Sechs Siege und drei Ehrenplätze sprangen für den Goldhelm mit Ulrich Mommerts Traber, der von Michael Larsen trainiert wird, bisher schon heraus.

Dass Montgomery Mo die letzten drei Starts nicht gewinnen konnte, war kein Beinbruch. Denn der kleine Bruder des Spitzentrabers Montecore Mo (88.789 Euro) traf jedes Mal auf erstklassige Gegner und erzielte obendrein sogar eine neue Bestmarke. Diesmal sieht es für den Braunen einen Tick leichter aus – obwohl die Konkurrenten wahrlich nicht von Pappe sind. Der härteste Widersacher dürfte der aus der Winterpause zurückkehrende Rainbow Diamant (Heinz Wewering) sein, der allerdings mit der zweiten Reihe Vorlieb nehmen muss. Panasonic Diamant (Kay Werner) und Julius Southwind (Lea Ahokas) sind ebenfalls zu nennen.

Zweikampf im ersten Rennen erwartet

Den Auftakt der Veranstaltung machen die französischen Pferde. Zehn Teilnehmer gehen aus zwei Bändern auf die 2.500-Meter-Reise und zwei mit Zulage bedachte Starter scheinen die besten Karten in der Hand zu halten: der diesmal Thomas Panschow anvertraute Brandy Hornline und Cinto de Tilou, in dessen Sulky Alexander Kelm sitzen wird. Beiden Trabern kommt die lange Strecke absolut entgegen. Brandy Hornline regierte zuletzt von der Spitze aus und ist ein ausgesprochener Dauerläufer, der ein gleichmäßig hohes Tempo mag. Cinto de Tilou ist aber eine echte Herausforderung, denn der Wallach verkaufte sich in dieser Saison sehr achtbar.

Mit dem Shooting-Star Mathieu Mottier belegte der Sohn der Paisy Sted (141.950 Euro Gewinnsumme) in Amiens in dem mit 17.000 Euro dotierten Prix de New York den dritten Platz. Zuvor finishte ihn Alexander Kelm in Nancy und Straßburg in zwei 16.000-Euro-Prüfungen auf die Ränge drei und vier. Obwohl dem Braunen in seiner Laufbahn bisher noch kein voller Erfolg gelang, ist Cinto de Tilou das genaue Gegenteil von einer Luftnummer – zumal er erst fünf Jahre alt ist. Gemessen an den bisher gezeigten Leistungen ist der Wallach zweifellos ein Pferd mit Zukunft!

Lovers Hall und Classico Chess Favoriten in Prüfung 3 bzw. 4

Das darf man natürlich auch von Lovers Hall (Thorsten Tietz) behaupten, dem Favoriten der dritten Tagesprüfung. Im letztjährigen Auktionsrennen um 50.000 Euro Preisgeld belegte der Hengst den vierten Platz und gute drei Wochen später sprang im Jugendpreis – dem ältesten deutschen Zuchtrennen – hinter dem hochüberlegenen Broadwell sogar der Ehrenrang für ihn heraus.

Das ist natürlich eine erstklassige Empfehlung. Im 4. Rennen scheint sein Trainingsgefährte Classico Chess (Dennis Spangenberg) nach zwei Treffern en suite ebenfalls eine vorzügliche Chance zu besitzen. Den Rekord wird der Gidde-Palema-Sohn allerdings mächtig steigern müssen, denn der im Speed auftrumpfende Mon Filou (Victor Gentz) verfügt über eine zwei Sekunden schnellere Bestmarke.

Setzt sich Warhorse im Riesen-Feld durch?

Im abschließenden 5. Rennen hat sich Warhorse (Michael Nimczyk) nach drei Ehrenplätzen hintereinander einen Sieg redlich verdient. Da diese Prüfung aber mit vierzehn Teilnehmern bestückt ist, sind Überraschungen drin. Anne Vibe (Thorsten Tietz), Anna Simoni (Manfred Zwiener), Karbieca (Kay Werner), Hallo Bo (Katharina Kramer), Lucky Silver (Ferdinand Hirsch), Ambrosini (Dennis Spangenberg) und Saint’s Angel (Vitus Schwaiger) gehören daher unbedingt mit auf den Schein.

Die Wett-Highlights am 19. April:
1. Rennen - Lunch Double-Rennen.
2. Rennen - Start V4-Wette mit 4.000.- Euro Gar. inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
3. Rennen - Daily Double-Rennen.
4. Rennen - Mit 3 er und 4 er Wette.
5. Rennen - 1.000.- Euro Sieg-Jackpot

Unsere Tipps:
1. Brandy Hornline – Cinto de Tilou – Baliverne Buroise
2. Montgomery Mo – Rainbow Diamant – Panasonic Diamant
3. Lovers Hall – Sayuri Mo – Antipode
4. Classico Chess – Mon Filou – Amici P – Aura Olympic
5. War Horse – Anne Vibe – Anna Simoni

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Nikolai Klarkowski (Co-Trainer BFC Preussen)

Mario Reichel (Trainer SV Tasmania)

Turbulent ging es gestern in der Berlin-Liga bei der Partie SV Tasmania - BFC Preussen zu. Die Gäste gingen zweimal in Führung, die Neuköllner glichen jeweils aus - drei dieser vier Treffer resultierten dabei aus Elfmetern. Nach Platzverweis gegen Preussen-Torwart Mika musste - die Lankwitzer hatten bereits 3-mal gewechselt - in der Schlussphase Stürmer Robben zwischen die Pfosten. Nach Shuletas Ausscheiden mit einer Kopfverletzung spielte das Team von Co-Trainer Klarkowski (Andreas Mittelstädt fehlte erkrankt) ganz am Ende sogar mit zwei Spielern weniger und kassierte noch den entscheidenden Gegentreffer durch Tasmanis Engin kurz vor Spielschluss.

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Nikolai Klarkowski (Preussen) und Mario Reichel (Tasmania).

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Der große Tag der Sarah Kube

Ladies First: Die Berlinerin gewinnt zwei Vorläufe und das Finale des Fritz-Brandt-Rennens 2017. Die beiden Adbell-Toddington-Trials gehen an Roland Hülskath und an Thorsten Tietz, dem sensationell acht Trainersiege gelingen.

Rossini Diamant mit Sarah Kube im Sulky Foto: ©Marius Schwarz

Zwölf Jahre lang konnte kein Berliner Fahrer mehr das Fritz-Brandt-Rennen gewinnen - den schon seit 1933 ausgetragenen Amateurklassiker. Doch seit diesem Karfreitag ist die Negativserie der Hausherren Geschichte.

Denn eine Ur-Mariendorferin beendete die lange Durststrecke: Sarah Kube, die als Kind in unmittelbarer Nähe der Derby-Bahn aufwuchs und deren Elternhaus nur wenige Meter von jener Zielgeraden entfernt steht, die nun zu ihrer großen Erfolgsbühne wurde. In dem mit 10.000 Euro dotierten Finale – inklusive der Vorläufe und dem B-Finale wurden sogar 28.000 Euro an die Fritz-Brandt-Teilnehmer ausgeschüttet – führte die zweimalige Deutsche Championesse den von ihrem Lebensgefährten Thorsten Tietz trainierten Wallach Rossini Diamant für die Farben der Besitzergemeinschaft von Klaus Bockhoff und Wolfgang May zu einem nie gefährdeten Erfolg.

Was natürlich auch daran lag, dass sich einige ihrer vermeintlich gefährlichsten Konkurrenten in der Startphase Galoppaden erlaubten. Dennoch: Ein Rossini Diamant, der mit aktuell zehn Volltreffern hintereinander in dieser Saison tatsächlich weltweit das siegreichste Pferd ist, wäre angesichts dieser Überform wohl auch bei glattem Verlauf kaum von einem seiner Konkurrenten zu schlagen gewesen. Das sah auch seine Meisterfahrerin so:

 „Es war ein ganz leichter Erfolg. Ich musste Rossini Diamant zu keinem Zeitpunkt ernsthaft fordern.“

Sarah Kube

Der von Andreas und Max Schwarz gezüchtete Wallach, der im Vorlauf bereits die Tagesbestzeit von 13,5/1.900m erzielt hatte und sich im Finale in 17,0/2.020m mit anderthalb Längen Vorsprung begnügte, war eine Klasse für sich. Aus dem zweiten Band heraus erwischte der Fünfjährige einen blendenden Start und lag bereits im ersten Bogen an dritter Position.

Sarah Kube begnügte sich aber nicht mit dieser Ausgangslage, sondern sie agierte weiterhin offensiv und hatte mit ihrem Schützling Mitte der Zielgeraden endgültig die Führung erobert. Der Rest war für Rossini Diamant ein Kinderspiel. Der Braune wurde weder durch Key Largo (Hans-Jürgen von Holdt), der in der Außenspur ein anspruchsvolles Pensum ableistete und für das tapfere Laufen mit dem zweiten Geld belohnt wurde, noch durch den stets im Windschatten des Angreifers trabenden Vorjahressieger Tyrolean Dream (Dr. Marie Lindinger) ernsthaft in Bedrängnis gebracht.

Lordano Ass und Tragopan Jet ohne Probleme im Vorlauf

Ähnlich souverän wie der Triumph von Rossini Diamant, der bei seinem Sieg im Vorlauf sogar vom Fleck weg die Führung übernommen hatte, waren zuvor auch die anderen Entscheidungen beim Kampf um die Karten für das Finale ausgefallen. Lordano Ass (Simon Siebert) übernahm trotz ungünstiger Startposition eine Runde vor dem Ziel die Spitze. Der Rest war nur noch eine Pflichtaufgabe. Sarah Kube führte ihren zweiten Vorlaufsieger Tragopan Jet mit einem Vorstoß vor den Tribünen auf den Erfolgsweg – der Hengst musste sich lediglich auf den letzten Metern ein wenig strecken.

Mon Etoile beeindruckt, Flirty or Dirty setzt sich durch

Besonders beeindruckend fiel der Triumph von Mon Etoile und André Pögel aus: Die Stute, die beim Erreichen der ersten Geraden in Front gezogen war, stiefelte neun Längen vor dem abgeschlagenen Rest über die Ziellinie. Das gute Omen bewahrheitete sich aber weder für sie, noch für Lordano Ass und Tragopan Jet. Alle drei Vorlaufsieger kamen im Finale nicht glatt um den Kurs.

Das B-Finale, das als abschließendes zwölftes Rennen der mit einem erfreulichen Umsatz belohnten Mariendorfer Veranstaltung ausgetragen wurde, ging ebenfalls an eine Amazone. Nämlich an Katharina Kramer, die Flirty or Dirty zum Sieg finishte. Unterwegs lange Zeit an vierter Stelle postiert, wurde die Stute von ihrer Fahrerin Ende der Gegenseite mächtig auf Touren gebracht. Damit war der Erfolg aber noch lange nicht unter Dach und Fach, denn der vehement attackierende Janus R.A. (Michael Schreiber) erwies sich als hartnäckiger Gegner. Der Fight um den Sieg währte bis zur Ziellinie – in 15,7/2.020m entschied Flirty or Dirty die Schlacht schließlich für sich.

NYSE und Passe Partout souverän

Neben Deutschlands besten Amateurfahrern und ihren vierbeinigen Cracks stellten sich auch die ersten dreijährigen Derby-Hoffnungsträger vor. In den beiden mit jeweils 8.000 Euro Preisgeld dotierten Adbell-Toddington-Trials kam zunächst das schwache Geschlecht an die Reihe und das Rennen wurde – wie nicht anders erwartet – eine Beute der Topfavoritin NYSE aus dem Besitz von Marion Jauß. Die von Roland Hülskath gesteuerte und von Dirk Hafer trainierte Nu-Pagadi-Schwester gestaltete den dritten Auftritt ihrer Laufbahn erneut zu einer One-Horse-Show und gewann in 16,7/1.900m Start bis Ziel.

„Die Zeit war absolut nebensächlich, NYSE hätte noch viel schneller laufen können. Sie hat alles ganz von alleine gemacht!“

Roland Hülskath

Der Trial der Hengste und Wallache verlief nach genau dem gleichen Muster, denn Thorsten Tietz und Passe Partout gewannen das Rennen in 15,5/1.900m von der Spitze aus. Der zweitplatzierte Champlain (Maik Esper) hielt lange erfolgreich dagegen, musste dem Sieger dann aber doch mit drei Längen Rückstand klar den Vortritt lassen.

3-mal bringen Außenseiter satte Gewinne

Auch im Rahmenprogramm gab es einige exzellente Leistungen. Die clever aus allem herausgehaltene und erst auf der Zielgeraden gebrachte Hannah (Dennis Spangenberg) siegte zur Quote von 235:10. Als Zweitplatzierter machte der bei 884:10 notierte Dolomit R (Norbert Bierman), für den es auf Place 178:10 gab, den Kohl so richtig fett – die Zweier- und Dreierwette wurde nicht getroffen.

Den dicksten Vogel schoss allerdings Constantin Gentz ab, der mit der Riesenaußenseiterin Vaillance Start bis Ziel zur Quote von 386:10 auftrumpfte und ebenfalls für einen Dreierwetten-Jackpot sorgte.

Der Sieg von MaxundAlex (Thorsten Tietz) fiel mit 101:10 ebenfalls dreistellig aus. Der Wallach des Ehepaar Bruns griff aus dem Schlussbogen heraus an und bewies einmal mehr, dass er einen geradezu mörderischen Speed entwickeln kann.

Tietz gewinnt und räumt insgesamt ab

Unmittelbar danach gelang Thorsten Tietz der nächste Schlag: Mit dem rasch an die Spitze gezogenen Abano H zwang der Berliner Champion seinen Gegnern das Tempo auf und verwandelte die Prüfung für seinen Schützling zu einer besseren Trainingsarbeit.

Am Ende des Fritz-Brandt-Tages durfte sich der Berliner Champion über eine geradezu sensationelle Ausbeute freuen: Thorsten Tietz zeichnete als Trainer für nicht weniger als acht Sieger verantwortlich!

Gesamtumsatz: 165.083,00 Euro – Bahnumsatz: 59.801,00 Euro - Außenumsatz: 105.282,00 Euro.

 

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 19. April statt. Es handelt sich dabei um eine PMU-Matinée mit fünf Rennen. Der erste Start erfolgt um 11.10 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)