In einer vorgezogenen Partie des 8. Spieltags verlor der SC Charlottenburg im Mommsenstadion gegen den SV Tasmania mit 0:3 (0:0). Die favorisierten Gäste hatten durch zwei Pfostenschüsse im ersten Durchgang und einen (vergebenen) Strafstoß kurz nach der Pause große Chancen zur Führung, aber auch der Neuling kreuzte mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Die beste Gelegenheit ließen die Charlottenburger dabei in der 2. Halbzeit beim Stand von 0:0 aus, als Weinberger im Alleingang an Tas-Torwart Schelenz scheiterte. Die Neuköllner wurden dann schließlich doch dafür belohnt, dass sie den Druck nach dem Wechsel erhöht hatten - durch Robbens Tor in der 78. Minute ging der Knoten auf und Tasmania schraubte das Ergebnis in den Schlussminuten durch Demir (85.) und Kirschner (88.) noch auf 0:3.
N. Wolff
Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit SCC-Trainer Nicolas Wolff über das Spiel, den bisherigen Saisonverlauf und Fußball an Feiertagen.
Mit dem zweiten Sieg in Folge verschafft sich der VfB Hermsdorf in der Landesliga Staffel 1 etwas Luft. Nach schwierigem Saisonstart besiegten die Rot-Weißen am Mittwochabend in einem vorgezogenen Spiel des 6. Spieltags den 1. FC Schöneberg mit 4:2 (3:2). Die Hausherren erwischten den Absteiger aus der Berlin-Liga, der bis dahin ebenfalls nur sechs Zähler aufweisen konnte, dabei auf dem falschen Fuß und führten durch Duncan und Walczuch schnell mit 2:0.
Trainer Ayhan Bilek (Schöneberg)
Die Schöneberger fingen sich anschließend, mussten nach dem Anschlusstreffer durch Eren nach einer knappen halben Stunde jedoch einen weiteren Treffer durch Duncan (41.) hinnehmen. Sauermann gelang allerdings postwendend das Tor zum 3:2, sodass die Spannung im zweiten Durchgang erhalten blieb. Acht Minuten vor dem Ende war es dann Al-Moussa, der mit seinem Treffer für die Entscheidung und den 4:2-Endstand zu Gunsten des VfB Hermsdorf sorgte.
Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Uwe Grossmann (Hermsdorf) und Ayhan Bilek (Schöneberg) über die Partie und den Start in die Saison 2018/19.
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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé Archivfotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé
Nach drei Partien ohne Niederlage musste der Frohnauer SC am Sonntag ein 0:2 auf eigenem Platz gegen den SV Tasmania hinnehmen.
A. Weiner
Trainer Andreas Weiner, der sich und seine Mannschaft vor der Saison bereits auf ein schwieriges Jahr eingestellt hat, sprach im Anschluss an das Spiel mit Berlinsport Aktuell auch über den Saisonstart seiner Mannschaft und die weiteren Aussichten.
Björn Goop führt den Hengst zum Erfolg über Mister F Daag. Auch einige der anderen fünf Breeders-Crown-Hauptläufe, von denen Robin Bakker zwei gewinnt, enden spektakulär. Die V7+ Wette wird diesmal getroffen und bringt eine gigantische Quote
Es ging ums große Geld: Rund 250.000 Euro wurden am zweiten Tag des Breeders-Crown-Meetings an die Besitzer und Züchter verteilt. Im absoluten Mittelpunkt standen natürlich die sechs Hauptläufe der zwei- bis vierjährigen Pferde, die alle Versprechungen hielten und neben einigen klaren Siegen auch Finishkämpfe zu bieten hatten, die das Publikum von den Sitzen rissen. So mancher Wetter, der die V7+ gespielt hatte, wird dabei mächtig ins Schwitzen geraten sein. Doch im Gegensatz zum ersten Tag des Meetings, bei dem die Königswette nicht getroffen wurde und einen Jackpot in Höhe von 9.390,05 Euro ergab, räumten diesmal einige glückliche Rennsportfans den dicken Gewinn ab. Die V7+ ergab eine Quote von 980.028:10.
Mit anderen Worten: Diejenigen, die genau die richtigen Sieger vorhergesagt hatten, bekamen pro Mindesteinsatz von nur 15 Cent grob gerechnet rund 14.700 Euro zurück! Und auch der Veranstalter durfte zufrieden sein, obwohl das miserable Wetter – es regnete während des gesamten Nachmittags ununterbrochen – die Jubelstimmung ein wenig trübte. Im Vergleich zum Vorjahr wurden nämlich am gesamten Breeders-Crown-Wochenende über 138.000 Euro mehr umgesetzt.
City Guide eine Länge vor Mister F Daag
Das besondere Augenmerk galt am Sonntag natürlich dem amtierenden Derby-Sieger Mister F Daag. Er wurde im Hauptlauf der dreijährigen Hengste und Wallache mit Robin Bakker bei 10:10 gehandelt, obwohl mit dem von Björn Goop gesteuerten City Guide (60:10) und mit Emilion (50:10), in dessen Sulky Michael Nimczyk saß, zwei ernstzunehmende Konkurrenten in dem nur sechsköpfigen Feld auszumachen waren. Der Derby-Sieger legte sich hinter City Guide, der sofort in Front geschossen war, umgehend auf die Lauer und als der Hengst im Schlussbogen immer näher an den Führenden heranrückte, konnte seine Anhängerschar noch optimistisch sein.
Doch der von Jean Pierre Dubois gezüchtete und von Erwin Bot für die Farben der Familie Gerrits trainierte City Guide gab sich in Front nicht die geringste Blöße und strampelte das Pensum in 13,7/1.900m eisern herunter. Mister F Daag musste sich mit einer Länge Rückstand geschlagen geben. Weitere drei Längen dahinter wehrte Emilion, der diesmal besser gestartet war, sich aber immer noch mehr Routine erarbeiten muss, für das dritte Geld Crazy and Quick (Dion Tesselaar) hauchdünn ab.
Avalon Mists wieder nicht zu schlagen
Der erste Härtetest von Mister F Daag nach dem großen Triumph im August verlief also nicht so, wie es sich Robin Bakker gewünscht hatte. Aber dafür präsentierte der Niederländer die ebenfalls bei 10:10 notierte Topfavoritin Avalon Mists im Hauptlauf der dreijährigen Stuten in einer völlig abgezockten Art und Weise. Denn nachdem Bakker mit der von der AGM Groot Beheer B.V.Braunen gezüchteten Seriensiegerin ganz locker in Führung gegangen war, wurde er auch nicht nervös, als vor den Tribünen Dion Tesselaar mit Isabella Boshoeve massiv auf die Spitze pochte.
Im Gegenteil – er ließ das gegnerische Gespann, das keine Lage gefunden hatte – in aller Seelenruhe vorbei und drehte erst mit Erreichen des Einlaufs den Spieß wieder um. Dies allerdings gründlich. Während Isabella Boshoeve völlig einbrach und nur Fünfte wurde, zog die für die Farben des Stalles Why Not laufende Stutenderby-Siegerin konsequent durch. Nur die mit einem feinen Schlussakkord glänzende Queen for a Day (Josef Franzl), die unterwegs stets an dritter Position gelegen hatte, kam bis auf zwei Längen an die 14,3/1.900m trabende Avalon Mists heran und sicherte sich vor Intouchable (Roland Hülskath) den Ehrenplatz.
Ein Thriller ohnegleichen war der Hauptlauf der vierjährigen Hengste und Wallache. Das Publikum konzentrierte sich voll und ganz auf den ebenfalls von Robin Bakker gefahrenen Derby-Sieger von 2017 Tsunami Diamant (13:10) und hielt Portland (32:10) mit Björn Goop für dessen einzigen Gegenspieler. Doch das Duell fand nicht statt. Denn Portland erwischte keinen guten Tag, kam gleich auf der Startgeraden von den Beinen und wurde schon nach wenigen hundert Metern angehalten. Für den von der Familie Schwarz gezüchteten Tsunami Diamant entwickelte sich stattdessen Baxter Hill (Josef Franzl) zum Gegenspieler und als dieser eingangs der Zielgeraden die Spitze übernahm, entschloss sich auch Robin Bakker zum finalen Angriff. Noch Mitte der Einlaufs schien Baxter Hill seinen Vorsprung über die Linie retten zu können, doch der eisenharte Tsunami Diamant kam Zentimeter um Zentimeter näher heran.
Es war ein unglaubliches Finish-Duell, das an Dramatik nicht zu überbieten war. Sogar das Zielfoto musste ausgewertet werden, um den hauchdünnen Vorteil von Tsunami Diamant festzustellen. Umso größer war natürlich die Freude seiner Besitzerfamilien Schwarz und Holzapfel. Der Hengst siegte in 14,4/1.900m. Deutlich hinter den beiden Streithähnen holte sich Mister Ed Heldia (Michael Nimczyk) Rang drei.
Happy Steel lässt sich von Außenspur nicht aufhalten
Ihr dritter Sieg hintereinander war der wichtigste: Bei den vierjährigen Stuten setzte sich Dion Tesselaar mit der von der Merwestaal Moerdijk B.N. gezüchteten und von Peter Untersteiner in Schweden trainierten Happy Steel durch – und dies, obwohl die Stute nahezu das gesamte Rennen in der Außenspur bestreiten musste und auf der Schlussrunde sogar die einzige Angreiferin für die am Ende zweitplatzierte Pilotin Voyage d’Amour war. Die von Mike Lenders gesteuerte Tempomacherin hatte sich ebenfalls ein dickes Lob verdient, obwohl sie die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen musste.
Happy Steel triumphierte in 14,1/1.900m souverän mit anderthalb Längen Vorsprung. Aus dem Windschatten der Siegerin heraus verkaufte sich Pearl Stardust (Jaap van Rijn) optimal und belegte dicht hinter Voyage d’Amour Rang drei.
Verlorenes Hufeisen bringt Außenseiterin Glück
Im Hauptlauf der zweijährigen Stuten traten elf Teilnehmerinnen an – und am Ende zog genau diejenige Lady in den Winner-Circle ein, die unmittelbar vor dem Start noch ein Eisen verloren hatte und neu beschlagen werden musste. Nämlich die vom Boko Stable gezüchtete und von Jaap van Rijn gesteuerte 219:10-Außenseiterin Jacky Bros, die in den Farben von Karsten Hellmers läuft.
Während sehr viel Bewegung im Feld war, lag die Stute fast durchweg in der Idealposition als viertes Pferd außen, setzte Ende der Gegenseite zum langgezogenen Schlussangriff an und ließ die nachsetzende La Grace (Michael Nimczyk) in 16,3/1.900m lediglich auf zwei Längen heran. Das dritte Geld ging an Blacklist (Björn Goop), die bis in die Zielgerade hinein das Tempo vorgegeben hatte.
Gladiateur gewinnt Dreikampf
Während die Entscheidung bei den zweijährigen Stuten also eine ziemlich klare Angelegenheit war, machten es die gleichaltrigen Hengste und Wallache mächtig spannend. Otero (Christian Lindhardt) bestimmte in Front das Tempo, dahinter lag Orkan von Haithabu (Heinz Wewering) auf der Lauer und an dritter Position war der von Michael Nimczyk gesteuerte Gladiateur auszumachen.
An dieser Reihenfolge änderte sich bis Mitte des Einlaufs nichts und es sah ganz so aus, als sollte Otero den Sieg unter Dach und Fach bringen. Doch während Heinz Wewering erkennen musste, dass er mit seinem Pferd den Piloten nicht mehr schlagen würde, legte sich der von Roman Krüger gezüchtete Gladiateur im Finish immer mehr ins Zeug und kämpfte sich für die Farben von Robert Gramüller und Johann Holzapfel in 18,5/1.900m tatsächlich noch an Otero vorbei.
Vier Entlastungsrennen
Neben den sechs Hauptläufen wurden noch vier Entlastungen für die zwei- bis vierjährigen Pferde ausgetragen. Der von Heinz Wewering präsentierte dreijährige Great Gatsby As steigerte sich trotz der nicht gerade einladenden Witterungsumstände auf starke 13,8/1.900m. Der Hengst lag zunächst an sechster Stelle außen, wurde Mitte der Zielgeraden immer stärker und hielt auf den letzten Metern auch den nachsetzenden Payet (Jaap van Rijn) in Schach.
Die gleichaltrige Nagama trumpfte in 16,4/1.900m nach einer cleveren Fahrt von Christian Lindhardt als 208:10-Außenseiterin auf. Der Däne sicherte der Stute zunächst die vierte Position außen und fuhr beim Schlussangriff extra nicht so weit weg, um der innen eingesperrten Favoritin Unicorn Diamant (Björn Goop), die nur Rang zwei belegte, eine Entfaltungsmöglichkeit zu bieten.
Noch deutlicher siegte Josef Franzl mit dem vierjährigen Pelle Barosso, der nach einem kurzen Abtasten mit TomNJerry Diamant (Michael Nimczyk) im ersten Bogen die Führung übernommen hatte. In 15,1/1.900m blieb diese Reihenfolge bis ins Ziel erhalten.
Beim Sieg der vierjährigen Victorymoko und Jaap Rijn ging es stattdessen hauteng zu, denn nach einem Verlauf an der Innenkante kam die Fuchsstute gerade noch rechtzeitig frei, um die Favoritin Super Pro (Gerhard Biendl) in 15,8/1.900m abzufangen. Pechvogel dieser Prüfung war Hazel Newport (Dennis Spangenberg), die eigentlich schon den Sieg vor Augen hatte, aber kurz vor dem Ziel von den Beinen kam.
Rahmenprogramm mit drei Rennen
Im Rahmenprogramm führte Victor Gentz Genever zu einem überlegenen Treffer. Der Ready-Cash-Sohn setzte ausgangs der Gegenseite zum Angriff an und löste sich nahezu spielerisch. Der zweite Saisonerfolg stand schon weit vor dem Ziel fest.
Auch bei Horatio Fortuna, der mit seinem Trainer Roman Matzky bereits den dritten Sieg unter Dach und Fach brachte, hatte man schon deutlich vor dem Pfosten ein gutes Gefühl. Der Fuchs spielte auf den letzten 500 Metern einmal mehr seine Schlussstärke aus.
Keine Blöße gab sich der 13:10-Favorit Viveur Bi mit Michael Nimczyk im abschließenden letzten Rennen der Breeders-Crown-Veranstaltung. Der Wallach wurde zwar im Schlussbogen empfindlich von einem vor ihm galoppierenden Gegner aufgehalten, holte die verlorenen Meter aber im Einlauf ganz locker wieder heraus.
Gesamtumsatz: 347.648,94 Euro – Bahnumsatz: 103.750,05 Euro – Außenumsatz: 243.898,89 Euro.
Unser Terminhinweis: In Mariendorf geht es am Sonntag, dem 7. Oktober ab 13.30 Uhr weiter. Im sportlichen Mittelpunkt stehen an diesem Tag das mit 20.000 Euro Preisgeld dotierte EQUINE Auktionsrennen für Dreijährige sowie der Trial II zum Preis des Winterfavoriten.
Breeders Crown - Tag 1 (22.09.)
Kronen für Goldy Stardust und Azimut
Die beiden Ausnahmetraber gewinnen die hochdotierten Breeders-Crown-Hauptläufe der fünf- bis siebenjährigen Traber
Der erste Tag des Mariendorfer Breeders-Crown-Meetings 2018 gehörte voll und ganz den älteren Vierbeinercracks. In den beiden Hauptläufen der fünf- bis siebenjährigen Pferde wurden jeweils 52.710 Euro Preisgeld ausgeschüttet. Rechnet man noch die fünfzehnprozentige Züchterprämie hinzu, standen also 120.000 Euro Gesamtdotation für die zwei- und vierbeinigen Protagonisten auf dem Spiel.
Goldstück Goldy Stardust
Die Ladies kamen als erste an die Reihe und das Spektakel entwickelte sich zu einem Gala-Auftritt der von Jan Scheffer gezüchteten Goldy Stardust und ihrem ständigen Begleiter, dem Deutschen Meister Michael Nimczyk. Goldy holt Gold – daran bestand bereits im Vorfeld für die Fans kaum ein Zweifel, denn das Publikum hievte die Stute auf den klaren 17:10-Thron, zumal ihre vom Papier her gefährlichste Gegnerin Gilda Newport (Heinz Wewering) aus der zweiten Reihe abgehen musste. Wie sich bald zeigen sollte, hatte die vermeintliche Hauptgegnerin allerdings einen rabenschwarzen Tag erwischt. Gilda Newport konnte nie den Anschluss an die Spitze herstellen und war an diesem Tag gemessen an ihren sonstigen Leistungen – so wirkte es zumindest – offenbar nicht im Vollbesitz ihrer körperlichen Kräfte.
Ganz anders Goldy Stardust, die sich nach einem zähen Ringen mit Lesperanza (Christian Lindhardt) ausgangs des ersten Bogens endgültig für die Führung durchgesetzt hatte. Damit war die Entscheidung gefallen: Im weiteren Geschehen ließ Hans Brockers Stallcrack keine ihrer acht Gegnerinnen entscheidend heran. Die eine gute Runde vor dem Ziel in die zweite Spur gewechselte Celestial Light TK (Gerhard Biendl) bemühte sich zwar redlich und versuchte Ende der Gegenseite einen Angriff – aber Goldy Stardust ließ der Konkurrentin, die ausgangs der letzten Kurve von ihrem Fahrer klugerweise wieder an die Innenkante zurückgenommen wurde, nicht den Hauch einer Chance und verabschiedete sich in 12,3/1.900m mit sechs Längen Vorsprung.
Die Stute steht nun vor weiteren großen Aufgaben und ist für das demnächst in Vincennes stattfindende Europachampionat der Fünfjährigen nominiert. Die tapfere Celestial Light TK verteidigte den zweiten Rang gegen Stonewashd Diamant (Jörgen Sjunnesson), die sich auf der Schlusshalben immer besser in Szene gesetzt hatte.
Eine ebenso herausragende Leistung wie die von Goldy Stardust gab es wenig später im Hauptlauf der Hengste und Wallache zu bestaunen. Und auch dort lag das Publikum mit seiner Einschätzung genau richtig, denn obwohl sich in der Starterliste klangvolle Namen wie die von Cash Hanover und und Halva von Haithabu fanden, die aber als Fünfter bzw. Achter im Anschluss klar unter den Erwartungen blieben, hatten die Zuschauer das größte Vertrauen in Azimut und Josef Franzl. Der für die Farben der Familien Reber und Werner laufende und auch von ihnen selbst gezüchtete Hengst notierte bei 27:10.
Doch wer geglaubt hatte, dass Josef Franzl den über einen mörderischen Speed verfügenden Braunen sicherlich erst auf den letzten fünfhundert Metern einsetzten würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn der mehrmalige Bayerische Champion drückte sofort auf das Gaspedal. Und tatsächlich: Kurz vor Erreichen der Tribünengeraden hatte Azimut an Tyrolean Dream (Rudolf Haller) vorbei die Spitze erobert. Dort schaltete und waltete der Odessa-Santana-Sohn ganz so, wie er wollte. Denn Roland Hülskath musste mit dem in zweiter Spur gehenden Halva von Haithabu schon ausgangs des letzten Bogens klein beigeben und auch der dahinter als Vierter außen eigentlich ideal platzierte Cash Hanover (Michael Nimczyk) sendete mit Erreichen der Zielgeraden endgültig Notsignale.
Stattdessen wurde ein Pferd immer stärker, mit dem man während des Rennens gar nicht gerechnet hatte: der von Gerhard Biendl gesteuerte Popeye Diamant. Der 372:10-Außenseiter, der unterwegs lange an letzter Position gelegen hatte und erst im Schlussbogen in vierter Spur aufmarschiert war, entwickelte enorme Geschwindigkeit und ergatterte zwei Längen hinter dem in 13,3/1.900m überlegen auftrumpfenden Azimut den Ehrenplatz. Das dritte Geld ging an den konsequent innen gehaltenen Tyrolean Dream, der zwar brav durchzog, dem Sieger aber nie gefährlich werden konnte. .
Entlastungen: Nimczyk zweimal vorn
Neben den beiden Breeders-Crown-Hauptläufen wurden vier Entlastungen für die älteren Pferde ausgetragen. Die erste Prüfung für die fünf- bis siebenjährigen Hengste und Wallache ging an den von Michael Nimczyk präsentierten Locarno, der in 14,1/1.900m bei seinem vierten Sieg hintereinander erneut in der Form seines Lebens agierte und sein Pensum in der Außenspur bravourös bewältigte. Lediglich Gustavson Be (Victor Gentz) kam auf den letzten Metern noch dicht heran.
Gute anderthalb Stunden später wuchs der von Kurt Roeges gesteuerte Grande Cunera über sich heraus und siegte in 13,7/1.900m völlig überlegen. Der Hengst zog Ende der Gegenseite seine Siebenmeilenstiefel an und ging auf der Zielgeraden auf und davon, obwohl er mit der Startnummer elf alles andere als eine gute Ausgangslage erwischt hatte. Platz zwei ging an Kilbegann (Wladimir Gening), der ausgezeichneten Speed entwickelte.
Richtig dramatisch verlief die erste Entlastung der älteren Stuten, denn von Escada und Heiner Christiansen war eigentlich unterwegs gar nicht viel zu sehen – aber genau im entscheidenden Moment waren die 418:10-Riesenaußenseiter zur Stelle. In einem wahren Finish-Thriller, der spannender nicht hätte sein können, setzte sich die erst im Einlauf gebrachte Escada mit einer der besten Leistungen ihrer gesamten Karriere gegen die nur knapp geschlagenen Fantasia Newport (Michael Nimczyk) und Chichen Itza (Dennis Spangenberg) durch.
Die zweite Entlastung der älteren Pferdedamen war dagegen eine glasklare Angelegenheit: Gamine Newport übernahm mit Michael Nimczyk vor den Tribünen das Kommando und verwies ihre Verfolgerin Marie Galante (Gerhard Biendl) in 15,0/1.900m mit zwei Längen Vorsprung auf Rang zwei. Für Gamine Newports Besitzer Ulrich Mommert war der Erfolg der zweite Entlastungs-Volltreffer an diesem Nachmittag.
Wewering macht Debütant Beine - Nimczyk mit weiteren Erfolgen
Das Rahmenprogramm der Veranstaltung konnte sich ebenfalls sehen lassen. Der von Heinz Wewering gesteuerte und am Toto mit einer Quote von 73:10 deutlich unterschätzte Howard T gewann sein Karrieredebut Start bis Ziel.
Auch Rayman wurde von Thorsten Tietz recht offensiv eingesetzt und hielt sich bei seinem dritten Saisonsieg erfolgreich die Gegner vom Leib. Night Star Sam und Michael Nimczyk sicherten sich beim dritten gemeinsamen Triumph hintereinander diesmal schon auf der ersten Tribünengeraden die Führung und gewannen sehr sicher.
Auch mit Free Bird, der sich trotz Außenspur keinerlei Blöße gab, punktete der Goldhelm und kam damit auf insgesamt fünf Tagestreffer. Hauchdünn fiel dagegen der Sieg von Jonalu und Franz Klein aus, denn das Gespann fand nach anfänglicher Führung und späterem Verlauf an der Innenkante erst im allerletzten Moment die entscheidende Lücke.
Herbie Dot (Manfred Zwiener) war ebenfalls innen positioniert, kam aber rechtzeitiger auf freie Bahn. Sein Erfolg wurde allerdings von einem Unfall unmittelbar nach der Ehrung überschattet, denn der manchmal sehr unruhige Wallach trat der als Scheckdienst tätigen Mariendorfer Mitarbeiterin Katja Stolt mit einem Huf ins Gesicht. Wir wünschen der jungen Frau, die sich eine stark blutende Verletzung zuzog und sofort ins Krankenhaus transportiert wurde, aber ersten Informationen zufolge gottseidank keine bleibenden Schäden erlitt, auf diesem Wege eine schnelle Genesung!
Gesamtumsatz: 201.277,59 Euro – Bahnumsatz: 68.702,00 Euro – Außenumsatz: 132.575,59 Euro.
Am Sonntag unterlag der CFC Hertha 06 im "Charlottenburger Derby" Tennis Borussia mit 2:4 - vor rund 300 Zuschauern trotz Regenwetter konnte der Außenseiter nach zuvor zehn Punkten aus vier Partien diesmal also zahlenmäßig nichts mitnehmen.
M. Tik
Berlinsport Aktuell war bei der anschließenden Pressekonferenz und hat die Aussagen von CFC-Trainer Murat Tik zusammengefasst.
Tennis Borussia hat bei herbstlichem Regenwetter am Sonntagnachmittag die Hürde beim CFC Hertha 06 genommen und mit 4:2 (2:1) gewonnen. Die frühe Führung durch den Elfmeter von Rockenbach da Silva (11.) konnten die Gastgeber durch Ayvaz noch schnell egalisieren (17.), doch Benyamina brachte die Lila-Weißen noch vor der Pause wieder in Führung (37.). Nach dem Wechsel baute TeBe die Führung durch Tore von Gelici (63.) und erneut Benyamina (73.) auf 4:1 aus, ehe Tanis für Hertha 06 in der Nachspielzeit nochmal verkürzen konnte.
D. Kutrieb
TeBe-Trainer Dennis Kutrieb stand nach der Partie an der Sömmeringstraße für ein Interview zur Verfügung.
5:6-Niederlage in den Playoffs bei Frankfurt Universe
Bitteres Aus für die Berlin Rebels in den Playoffs um den German Bowl: am Sonntagnachmittag unterlag das Team von Head Coach Kim Kuci in Frankfurt mit 5:6 (3:0; 0:3; 0:0; 2:3). Bis 21 Sekunden vor Schluss lagen die Hauptstädter dabei noch 5:3 in Führung und hatten den erstmaligen Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zum Greifen nah. Dann aber mussten die Rebels den entscheidenden Kick durch den Gastgeber hinnehmen. Nach der Halbzeit war das Spiel dazu durch unwetterartige Regenfälle geprägt. Frankfurt tritt nun im Halbfinale bei den Braunschweig Lions an, für die Berlin Rebels ist die Season 2018 dagegen beendet.
Vom sportlichen Wert her braucht sich das Breeders-Crown-Meeting nicht hinter der Derby-Woche zu verstecken. Am ersten Tag stehen die fünf- bis siebenjährigen Pferde im Mittelpunkt. Cash Hanover misst sich mit Halva von Haithabu und Azimuth. Gilda Newport trifft auf Goldy Stardust.
Als die Starterangabe unter Dach und Fach war, durften die Mitarbeiter des Mariendorfer Rennsekretariats hochzufrieden sein: Das von einem großen Street Food Festival begleitete Breeders-Crown-Meeting 2018 verspricht Trabrennsport vom Feinsten und bis auf wenige Ausnahmen sind nahezu alle vierbeinigen Stars, auf die der Veranstalter gehofft hatte, tatsächlich in Berlin versammelt und zu neuen Heldentaten bereit. Das Gleiche gilt natürlich für die Männer und Frauen im Sulky: Neben der gesamten deutschen Fahrerelite darf sich das Publikum am Wochenende auf internationale Größen wie Björn Goop, Jos Verbeeck, Mika Forss, Robin Bakker, Jean-Pierre Dubois, Hugo Langeweg und Gerhard Mayr freuen.
Starkes Feld bei den Stuten
Am ersten Tag gehört das Interesse wie gewohnt den fünf- bis siebenjährigen Pferden. Die nach dem Geschlecht der Traber geteilten beiden Hauptläufe sind inklusive der fünfzehnprozentigen Züchterprämie mit jeweils 60.616 Euro dotiert. Die Stuten kommen als erstes an die Reihe, nämlich im 7. Rennen. Auf den ersten Blick deutet zwar alles auf ein Duell zwischen der erstmals von Heinz Wewering gesteuerten Gilda Newport und Goldy Stardust (Michael Nimczyk) hin, denn beide Pferde waren auf nationaler Ebene kaum zu schlagen und mussten lediglich bei ihren ausländischen Auftritten Grenzen erkennen. Doch dass sich die Angelegenheit wirklich zu einem reinen Duell entwickelt, ist anzuzweifeln. Denn zum einen haben beide Ladies mit den Startplätzen 9 (Gilda Newport) und 1 (Goldy Stardust) nicht die besten Ausgangspositionen erwischt, und zum anderen befinden sich weitere exquisite Teilnehmer im Feld. C’est bien (Roland Hülskath) und Celestial Light TK (Gerhard Biendl) haben oft genug bewiesen, was in ihnen steckt. Stonewashd Diamant (Jörgen Sjunnesson) erzielte in Solvalla trotz zweiter Reihe einen vorzüglichen 12,8-Treffer und Pocahontas Diamant (Dennis Spangenberg) beruft sich ebenfalls auf einen frischen Erfolg, den die Stute in einem Bänderstartrennen in Cesena verbuchte.
April Love (Mika Forss) begann ihre Laufbahn unter der Regie von Jorma Oikarinen in Berlin und gewann 2015 das B-Finale des Stuten-Derbys. Danach wurde sie in Finnland eingesetzt und obwohl die aktuellsten Formen nicht so überzeugend aussehen, schlug sich die von Hans-Joachim Kleemann gezüchtete Dunkelbraune dort insgesamt recht tapfer und war zumeist gut platziert. Ein Rätsel ist dagegen Lesperanza (Christian Lindhardt). Rein läuferisch ist die Fünfjährige erste Wahl – das unterstrich sie im Frühjahr mit grandiosen Siegen in Aby und Jägersro. Doch danach kam Sand ins Getriebe und sie ist aktuell sehr schwer auszurechnen. Die Ready-Cash-Tochter auszulassen, könnte dennoch ein sträflicher Fehler sein. Für den Tippschein ignorieren darf man wohl nur Lovely Princess (Marisa Bock), die es hier wirklich schwer antrifft und in dieser Saison bisher sieglos ist.
Der Hauptlauf der Hengste und Wallache wird als 11. Rennen ausgetragen und für ihn gilt Ähnliches: Es gibt zwar eine Favoritengruppe – aber die nicht im grellen Rampenlicht stehenden Pferde sind stark genug, um von möglichen Schwächen der Topstars zu profitieren. Den schnellsten Rekord im achtköpfigen Feld besitzt Cash Hanover (Michael Nimczyk). Die letzte Ehrenrunde des Hengstes – man glaubt es kaum – datiert bereits auf den 3. September 2017 zurück. Danach traf es der Mommert-Crack allerdings regelmäßig schwer an und musste sich stets mit der ersten Garnitur messen. Für Cash Hanover wird der Rennverlauf entscheidend sein und sollte er von der Position sechs aus nicht sofort in der Todesspur landen, ist diesmal mehr drin. Auch für Azimut (Josef Franzl) hängt der Lorbeer nicht zu hoch, denn der Dunkelbraune ist ein wirklich außergewöhnliches Pferd. Mindestens ebenso imponierend – wenngleich auch wesentlich geringer dotiert – wie der Gruppe-III-Triumph in der wichtigsten internationalen Prüfung Ungarns war sein Sieg am 17. August in Straubing. Denn Azimut gewann dort ein Rennen, das im Grunde schon längst verloren war, und zeigte aus dem Mittelfeld heraus einen Speed, wie man ihn nur alle paar Jahre einmal von einem Traber sieht.
Einen ganz schweren Stolperstein haben die beiden Genannten aber mit Halva von Haithabu (Roland Hülskath) aus dem Weg zu räumen. Denn der Vorjahressieger ist ebenfalls ein Pferd, das nach einem passenden Verlauf auf der Zielgeraden eine riesige Geschwindigkeit entwickeln kann. Ein blitzschneller Start und ein eiskalter Finish-Sprint: Genau in diesem Stil narrte der von seinem Züchter Bernd Brodersen nach der Wikinger-Siedlung Haithabu benannte Traber schon oft seine Gegner und in derselben Manier kanzelte sein Trainer Gerhard Holtermann die Konkurrenz Anfang des Monats in Gelsenkirchen ab. Der Treffer verdiente ein Ausrufezeichen und bewies, dass der nordische Krieger auf den Punkt genau auf seine Aufgabe vorbereitet ist. Um dieses Ziel zu erreichen, scheute Holtermann gemeinsam mit Halva von Haithabus Besitzerin Gabriele Pohlmann keinerlei Mühen. Der oft von Verletzungen geplagte Hengst wurde vor seinem Comeback in die Normandie verfrachtet und durfte am Strand von Utah Beach mächtig Wasser treten – quasi eine Kneippkur für Pferde. Gerhard Holtermann: „Das war aber keine lustige Planscherei, sondern richtige Konditionsarbeit. Bei den einzelnen Einheiten zog Halva von Haithabu den Sulky jeweils drei Kilometer durchs Wasser und musste sich dabei manchmal bis zu den Schultern von der Strömung bedeckt durch die Wellen kämpfen. Für seine Beine und die Muskulatur war das einfach ideal, obwohl das alles natürlich mit viel Aufwand und Kosten verbunden ist.“
Der vierbeinige Wikinger ist also brandgefährlich und auch die restlichen Starter des Hauptlaufs verfügen über einen exzellenten Ruf. Tyrolean Dream (Rudolf Haller) belegte beim Finale des Super Trot Cups den Ehrenrang. Muscle Boy As (Gerhard Mayr) war im selben Rennen Vierter und setzte danach in Gelsenkirchen beim zweiten Platz zu Halva von Haithabu nicht nur einen feinen Schlussakkord, sondern blieb fast zehn Längen vor SJs Junior C (Heinz Wewering), der zu Beginn zu viel tun musste. Popeye Diamant (Gerhard Biendl) startete in München trotz Zulage noch einen gefährlichen Angriff und nähert sich wieder seiner Bestform. Er ist aber ebenso wie Goodspeed (Thomas Panschow), der 2016 im BC-Hauptlauf der Vierjährigen triumphierte, in den zurückliegenden Monaten allerdings nur wenige Einsätze bestritt, eher ein Außenseiter.
Spannendes Rahmenprogramm
Neben den beiden Hauptläufen werden zehn weitere Prüfungen ausgetragen, vier davon sind Entlastungen. In der Auftaktprüfung wird die Debütantin Inazawa Smart (Thorsten Tietz) viel Aufmerksamkeit genießen, da sie eine Tochter des Spitzenvererbers Ready Cash ist. Im 2. Rennen beginnt die mit 10.000 Euro Garantie versehene V7+ und hier ruht das Augenmerk vor allem auf den frischen Siegern Locarno (Michael Nimzyk) und Offroader (Rudolf Haller). Im 3. Rennen treffen mit Big Boss As (Kornelius Kluth) und Night Star Sam (Michael Nimczyk) ebenfalls aktuelle Erfolgstypen aufeinander. Unmittelbar darauf muss sich Gri Joan (Rudolf Haller) mit Fantasia Newport (Michael Nimczyk) auseinandersetzen.
Im 5. Rennen startet die V4. Hier gehören Harley As (André Pögel), Georgies Express (Julia Knoch) und Jonalu (Franz Klein) auf den Schein. Mächtig knifflig wird es in der sechsten Tagesprüfung, denn obwohl auf den ersten Blick vor allem Mighty Hanover (Thorsten Tietz), Nileo (Michael Nimczyk) und Pompano Julian (Rudolf Haller) zu sehen sind, kann man die anderen acht Teilnehmer kaum außer Acht lassen. Im 8. Rennen, dem Auftakt der V5, spricht vieles für Herbie Dot (Manfred Zwiener). Danach tritt Gamine Newport mit Michael Nimczyk als Tipp des Tages an und der Goldhelm sollte auch im 10. Rennen mit Free Bird punkten. Das abschließende 12. Rennen ist sehr offen. Hier ist der Favorit Rayman (Thorsten Tietz) noch längst nicht zuhause.
Unsere Tipps: 1. Inazawa Smart – Piece of Cake – Howard T 2. Locarno – Offroader – SJs Sunday 3. Big Boss As – Night Star Sam – Fire Lane 4. Gri Joan – Fantasia Newport – Friday Fortuna 5. Harley As – Jonalu – Georgies Express 6. Mighty Hanover – Nileo – Pompano Julian – Guillaume Boko 7. Gilda Newport – Goldy Stardust – C’est bien 8. Herbie Dot – Ilaria Sidney – Bell Simoni 9. Gamine Newport – Lady Vera – Marie Galante 10. Free Bird – Il Principe – Easton AV – Come on Scully 11. Cash Hanover – Halva von Haithabu – Azimut 12. Rayman – Falco – Love Victory
Mega-Jackpot, Mega-Sport
Sonntag, 23. September 2018 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikationen und Vorab-Interviews bereits ab 13.35 Uhr)
Das Duell: Kann Emilion den Derby-Sieger Mister F Daag schlagen? Die Entscheidung: Welche Pferde holen sich die fünf anderen Breeders-Crown-Titel?
Es ist das Nonplusultra: Am Sonntag geht geballte Klasse in Mariendorf an den Start. Das Stallteam des Derby-Siegers Mister F Daag und seiner Trainingsgefährtin Avalon Mists, die das Stutenpendant gewann, nimmt die Herausforderung an und will in Berlin erneut beweisen, dass seine Schützlinge tatsächlich die Besten sind. Komplettiert wird das Breeders-Crown-Staraufgebot von Pferden wie Tsunami Diamant, der das wichtigste Trabrennen der Bunderepublik ein Jahr zuvor an seine Fahnen geheftet hatte, seinem Dauerrivalen Portland und unzähligen anderen Vierbeinerhelden, die das Vorzüglichste verkörpern, was die deutsche Zucht zu bieten hat. Im Sulky werden Prix-d’Amérique-Triumphatoren wie Björn Goop, Jos Verbeeck und Jean-Pierre Dubois sitzen, die in dem Pariser Millionenrennen sieben Mal vor ihren Konkurrenten über die Ziellinie fuhren. Dass außerdem sämtliche Deutsche Meister der zurückliegenden Dekaden mit dabei sind, ist angesichts der rund 250.000 Euro Preisgeldsumme (inklusive Züchterprämie) eine Selbstverständlichkeit. Das Ganze wird von einem Street Food Festival mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der ganzen Welt begleitet.
Rennen 1 - 3
Die V7+ beginnt bereits im 2. Rennen und wir wollen in unserer Vorschau daher den Veranstaltungsablauf chronologisch durchgehen. Die erste Tagesprüfung mit dem Duell zwischen I Want You (Michael Nimczyk) und Genever (Rudolf Haller) kann man sich noch entspannt anschauen, doch spätestens unmittelbar danach heißt es: Volle Konzentration und den V7+ Tipp abgeben!
Gleich die erste Aufgabe ist knifflig, denn mit. Izzi’s Newport (Michael Nimczyk), Payet (Jaap van Rijn), Indus Dragon (Dion Tesselaar) sowie Great Gatsby As (Heinz Wewering) gibt es nicht weniger als vier frische Sieger. Cesare W (Jos Verbeeck) und Inspektor Bros (Erwin Bot) ist ebenfalls der volle Erfolg zuzutrauen.
Das 3. Rennen ist der Hauptlauf der vierjährigen Stuten. Hier schaut die Grundkonstellation anders aus, denn eine Niederlage von Voyage d’Amour (Mike Lenders) ist eigentlich nicht zu erwarten. Allzu viele Reserven darf die antrittsschnelle Quick-Wood-Tochter auf der ersten halben Runde aber trotzdem nicht opfern, denn mit Happy Steel (Dion Tesselaar), Ofelia OE (Robin Bakker) und Indira OE (Jörgen Sjunnesson) treten drei Ladies an, die in den vergangenen Monaten recht bravourös auf schwedischen Bahnen agierten. Und natürlich ist auch Charlotte Newport (Michael Nimczyk), Nelly Pepper (Franz-Josef Stamer) und Hanna Greenwood (Björn Goop) zuzutrauen, dass sie kräftig mitmischen. Für Pearl Stardust (Jaap van Rijn) ist die Aufgabe wohl zu schwer.
Rennen 4 & 5
Das 4. Rennen ist ebenfalls ein Hauptlauf. Hier stellen sich die zweijährigen Stuten vor – also Stars von Morgen. Diejenigen Wetter, die allzu geizig am Einsatz sparen, können mit der V7+ ganz schnell in der Sackgasse landen. Denn es gehen dreizehn Pferde an den Start, von denen lediglich vier schon einmal eine Aufgabe bestritten haben. Für In Your Dreams (Thorsten Tietz), deren kanadische Mutter Iron Lady rund 150.000 Euro Preisgeld verdiente, endete das Debüt in Turin sogar mit einem vollen Erfolg. Aber viele ihrer Gegnerinnen können ebenfalls auf eine prominente Abstammung verweisen. So ist zum Beispiel Java Greenwood (Heinz Wewering) eine Tochter des französischen Spitzentrabers Bird Parker, auf dessen Produkte man besonders gespannt ist. Da die Väter der Pferde aber quer durch die Bank ohnehin beste Zuchtqualität verkörpern, lohnt sich besonders der Blick auf die Mütter und Verwandten der Youngster. Best of All (Jean-Pierre Dubois) beruft sich auf ihre Geschwister Stacelita und Baxter Hill. Blacklist (Björn Goop) ist die Schwester von Broadwell, während ihre Trainingsgefährtin Versailles Diamant (Robin Bakker) Paymybills Diamant zum Bruder hat. Joy Dragon (Roland Hülskath) ist mit Fox Dragon verwandt und La Grace (Michael Nimczyk) ist eine Tochter der Le Reve, die 175.000 Euro Preisgeld verdiente. Janske Beemd (Jeffrey Miras) ist die Schwester von Casanova, dem Zweiten des Derbys 2012.
Wer diese Hürde genommen hat, ist mit der V7+ zwar schon ein ganzes Stück weitergekommen, aber noch längst nicht am Ziel. Im 5. Rennen gibt es nämlich ebenfalls keine feste Bank, denn mit Pelle Barosso (Josef Franzl), Lille Alfred (Michael Larsen), Kentucky Bo (Rudolf Haller), TomNJerry Diamant (Michael Nimczyk) und Glaedar (Björn Goop) sind fünf Siegkandidaten vorhanden. Auch Larsson (Heiner Christiansen) und Hunter Dragon (Jaap van Rijn) sind für ihre Gegner alles andere als Fressfutter.
Rennen 6 & 7
Im 6. Rennen – zugleich Auftakt der V4 – ist der Favoritenkreis kaum kleiner. Vor allem It’s it (Michael Larsen), Unicorn Diamant (Björn Goop), Nagama (Christian Lindhardt), Brétigny (Michael Nimczyk), Calamintha (Robin Bakker), Olena (Gerhard Mayr) und Noelani (Roland Hülskath) erscheinen chancenreich.
Das 7. Rennen ist der Hauptlauf der vierjährigen Hengste und Wallache und strotzt nur so vor sportlichen Schwergewichten, denn der Derby-Sieger von 2017 Tsunami Diamant (Robin Bakker) und sein ewiger Widersacher Portland (Björn Goop) konnten auch international Glanzpunkte setzen. Die aktuelle Form scheint klar für Tsunami Diamant zu sprechen – der Startplatz eins ist für den Hengst allerdings alles andere als optimal. Von seiner Klasse her ist er der Sieger. Aber der Verlauf auf der ersten halben Runde und die Frage, ob sich der Dunkelbraune rasch aus der Position ganz innen befreien kann, wird letztlich entscheidend sein. Flying Fortuna (Heinz Wewering) war beim Vorjahres-Derby der runner-up und erzielt stets rasante Zeiten, ist aber eher ein Platzgeldanwärter, was auch für Mister Ed Heldia (Michael Nimczyk), Heres Beuckenswijk (Hugo Langeweg jun.), Baxter Hill (Josef Franzl), Mac Smily (Christian Lindhardt) und Noubliez jamais (Age Posthumus) gilt. Kaum einzuschätzen und daher hochinteressant ist Tyrolean Guy (Paolo Romanelli). Der Hengst des Stalles AMB Agro gehört zwar zu den Geringverdienern im Feld, reist aber mit bestechenden Referenzen aus Italien an und ist als Varenne-Sohn und Bruder von Tyrolean Dream überaus empfohlen.
Rennen 8 - 10
Das 8. Rennen bildet das Finale der V7+. Wer jetzt noch dabei ist, muss angesichts des sprunghaft gestiegenen Adrenalinspiegels kräftig durchatmen, denn ein unschlagbares Pferd ist erneut nicht in Sicht. Einiges spricht zwar für C’est La Vie C (Robin Bakker) und Super Pro (Gerhard Biendl), aber nahezu allen acht weiteren Teilnehmern ist ebenfalls ein Erfolg zuzutrauen.
Damit verglichen ist der Auftakt der V5 im 9. Rennen fast gemächlich: Für den Sieg kommen nur Romeo Diamant (Heinz Wewering) und Horatio Fortuna (Roman Matzky) in Frage.
Ähnlich klar ist die Ausgangslage im 10. Rennen, dem Hauptlauf der dreijährigen Stuten. Auch wenn Queen for a Day (Josef Franzl) und Laura Vici (Michael Nimczyk) sicherlich alles geben – sie werden gegen die Stutenderby-Siegerin Avalon Mists (Robin Bakker) und Isabella Boshoeve (Dion Tesselaar) wohl keinen Stich bekommen. Die beiden Vorzeigedamen lieferten sich im Stuten-St.Leger in Gelsenkirchen ein denkwürdiges Duell, in dem Avalon Mists nach ständiger Führung gegen die aus ihrem Windschatten heraus vehement nachsetzende Isabella Boshoeve knapp die Oberhand behielt. Das letzte Teilstück bewältigten beide Spitzenstuten in glatten 10,0.
Rennen 11: Hauptlauf der 2-jährigen Hengste
Das 11. Rennen wird als Hauptlauf der zweijährigen Hengste und Wallache ausgetragen. Das Augenmerk ruht auf Jackpot of Steel (Dion Tesselaar), denn der Ready-Cash-Sohn scheint alles mitzubringen, was ein Pferd mit Zukunft ausmacht. Über seinen legendären Vater braucht man keine Worte mehr zu verlieren und seine Mutter ist die Stutenderby-Siegerin von 2010, Anky Kievitshof. Sein Debüt mit dem Start-Ziel-Sieg im Winterfavoriten-Trial war großartig. Aber auch der zweitplatzierte Orkan von Haithabu (Heinz Wewering) verkaufte sich prächtig und kam zum Schluss noch brandgefährlich auf, während Georgies Bueraner (Jochen Holzschuh) als Vierter deutlich zurück folgte.
Höher sind vermutlich Otero (Christian Lindhardt) und Gladiateur (Michael Nimczyk) einzustufen. Der in Tschechien trainierte Pamino (Zdenek Skobis) ist ebenfalls nicht aus der Welt. Er ist der Sohn der noch bestens bekannten Indira Comtesse. Ganz schwer auszurechnen ist Make me happy P (Roland Hülskath), der von Gabriele Pohlmann aus der Orsola SAS gezüchtet wurde. Er muss seine 20,2-Qualifikationsleistung jedenfalls deutlich steigern, um ganz vorne mitzumischen.
Es ist gar nicht einfach, den Höhepunkt der großartigen Veranstaltung zu definieren, denn jeder Traberfan hat seine eigenen Vorlieben und Interessen. Manch einer begeistert sich für die Youngster und andere feuern lieber die älteren und erfahrenen Pferde an. Doch eines ist wohl unbestreitbar: Dem aktuellen Derby-Sieger kommt stets eine besondere Aufmerksamkeit zu. Im 12. Rennen, dem Hauptlauf der dreijährigen Hengste und Wallache, ist es soweit: Sieben Wochen nach seinem großen Triumph tritt Mister F Daag (Robin Bakker) erneut auf den Plan und soll beweisen, dass sein monumentaler Erfolg kein Zufall war. Das wird auch niemand behaupten wollen – denn der von Paul Hagoort trainierte Hengst, der über ein außergewöhnliches Phlegma verfügt und im Rennen jede Tempoverschärfung problemlos mitgeht, ist der unumstrittene Jahrgangskönig. Allenfalls ein gesunder Northern Charm hätte ihm wohl gefährlich werden können.
Aber Pferde entwickeln sich genauso wie alle anderen Lebewesen ständig weiter und durchschreiten Höhen und Tiefen. Daher hoffen viele Fans – allein schon der Spannung wegen – dass endlich ein gefährlicher Gegner in Sichtweite auftaucht. Die Erwartungen ruhen diesmal auf Emilion (Michael Nimczyk), der das St.Leger außen herum in neuer Rennrekordzeit nahezu spielerisch gewann und auch vom Exterieur her ungemein imponiert. Der Braune steht nun vor seiner größten Herausforderung – nur wenn er sich jede Unsicherheit verkneift, besitzt Emilon eine echte Chance. Nicht unterschätzen sollte man aber auch seinen Stallgefährten Chapter One, der im St.Leger einen Blitzstart hinlegte und erneut von Michael Larsen gesteuert wird. Der Derby-Vierte war ausgesprochen tapfer und verlor erst ganz zum Schluss, als die Entscheidung gefallen war und Michael Larsen die Hände herunternahm, zweieinhalb Längen auf den zweitplatzierten City Guide, der im Schlussbogen aufmarschierte und nun von Björn Goop präsentiert wird. Crazy and Quick (Dion Tesselaar) übernahm im gleichen Rennen nach einer dreiviertel Runde zwar das Kommando. Doch der Hengst kam mit Erreichen der Zielgeraden von den Beinen. Kjeld von Haithabu (Heinz Wewering) war ebenfalls im St.Leger mit dabei und legte einen flotten Start hin.
Er war am Ende aber deutlich überfordert und sollte im Gegensatz zu Viveur Bi (Michael Nimczyk), der im abschließenden 13. Rennen als Topfavorit gilt, keine Gelegenheit haben, auf die Ehrenrunde zu gehen.
Unsere Tipps: 1. I Want You – Genever – Molto Bene H 2. Izzi’s Newport – Cesare W – Payet 3. Voyage d’Amour – Charlotte Newport – Happy Steel 4. In Your Dreams – Java Greenwood – Blacklist 5. Pelle Barosso – Lille Alfred – Kentucky Bo – TomNJerry Diamant 6. It’s it – Unicorn Diamant – Nagama 7. Tsunami Diamant – Portland – Flying Fortuna 8. C’est La Vie C – Super Pro – Maine 9. Romeo Diamant – Horatio Fortuna – Longhire 10. Avalon Mists – Isabella Boshoeve – Queen for a Day – Laura Vici 11. Jackpot of Steel – Orkan von Haithabu – Otero 12. Mister F Daag – Emilion – City Guide 13. Viveur Bi – Krabat – Duke Boshoeve
Kipchoge läuft unangefochten Weltrekord - Cherono gewinnt Frauenwettbewerb mit neuem Streckenrekord - Seriensieger: Swings macht bei den Skatern das halbe Dutzend voll, Schär im Rennrollstuhl mit Triple und Weltbestzeit - Marklein siegt erneut bei Handbikern - Rumpus überraschend bei den Skaterinnen vorn
Favorit Eliud Kipchoge gewann den Berlin-Marathon 2018 bei den Männern und stellte dabei einen neuen Weltrekord auf. Der Kenianer brauchte für die klassische Strecke über 42,195 km eine Zeit von 2:01:39 und verbesserte die alte Bestmarke seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) - 2014 ebenfalls in Berlin aufgestellt - gleich um über eine Minute. Die Konkurrenz konnte dem hohen Tempo des Olympiasiegers von 2016 schon ab der Hälfte der Distanz nicht mehr folgen, Mitfavorit Wilson Kipsang (2:06:48) erreichte als Dritter das Ziel. Für den nicht so hoch gehandelten Amos Kipruto (2:06:23) war der zweite Platz dagegen ein Achtungserfolg und komplettierte damit den kenianischen Dreifachtriumph.
Läuferinnen: Cherono setzt sich in Streckenbestzeit durch
Bei den Frauen beherrschte die Äthiopierin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) zunächst das Rennen, in der entscheidenden Phase aber konnte sich Gladys Cherono (Kenia) vorbeischieben und somit den Berlin-Marathon zum dritten Mal für sich entscheiden. Die Vorjahressiegerin stellte dabei in 2:18:11 einen neuen Streckenrekord auf, auch die zweitplatzierte Ruti Aga (Äthiopien) und Dibaba auf dem 3. Platz blieben in dem schnellen Lauf noch unter der alten Bestmarke.
Andere Zeiten: So lief der erste Berlin-Marathon 1974 - Jutta von Haase und Günter Hallas im Gespräch bei der Pressekonferenz vergangene Woche
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Skate: Swings nicht zu schlagen - Rumpus düpiert Konkurrenz
Im Rennen der Skater war am Sonnabend wieder einmal Bart Swings (57:58 Minuten) das Maß der Dinge: der Belgier gewann den Marathon zum sage und schreibe sechsten Mal in Folge. Weltmeister Felix Rijhnen (Deutschland) kam als Fünfter ins Ziel. Bei den Damen konnte dagegen eine Überraschungssiegerin aus Deutschland gefeiert werden: Katharina Rumpus gewann den stark besetzten Lauf in 1:09:15 vor Sandrine Tas (Frankreich) und Francesca Lollobrigida (Italien).
Im Wettbewerb der Rennrollstuhlfahrerinnen siegte Manuela Schär (Schweiz) zum dritten Mal in Folge und stellte dabei in 1:36:53 ebenfalls eine neue Weltbestzeit auf. Bei den Herren verpasste Schärs Landsmann Marcel Hug dagegen das „Triple“ und landete hinter dem kanadischen Außenseiter Brent Lakatos (1:29:41) auf Rang 2.
Favoritensiege bei den Handbikes
Bei den Handbikern wiederholte Vico Merklein seinen Triumph von 2015 in Berlin. Der deutsche Paralympicssieger über die Marathonstrecke von 2016 legte die Distanz in 1:04:56 zurück. Den Wettbewerb der Damen konnte die niederländische Favoritin Jennette Jansen (1:17:36) für sich entscheiden.
PK DER HANDBIKERINNEN UND HANDBIKER (ZUSAMMENSCHNITT)
Errol Marklein (r.) an der Seite von Race Director Mark Milde
Errol Marklein (61), Pionier des Rollstuhlsports und Teilnehmer am Berliner Marathon der ersten Stunde (heißt: 1982), trainiert heute Rennrollstuhlfahrer und Handbiker. Beim diesjährigen Marathon der Handbiker will er allerdings noch einmal teilnehmen, da er gewissermaßen noch eine "offene Rechnung" hat. Wie es dazu kam, dass er 2006 frühzeitig scheiterte, erzählt Marklein im Gespräch unter der Leitung von Urs Weber - dazu stellt er die Favoriten im Feld der Damen und Herren vor. "Race Director" Mark Milde spricht zuvor über die Gegebenheiten und Neuerungen im Bereich der Handbiker.
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PK DER RENNROLLSTUHLFAHRERINNEN UND -FAHRER (ZUSAMMENSCHNITT)
Michaela Schär (2. v. r.) und Marcel Hug (2. v. l.), flankiert von Tatyana McFadden und David Weir
Manuela Schär und Marcel Hug aus der Schweiz haben die Marathon-Rennen der vergangenen beiden Jahre im Rennrollstuhl gewonnen und sind auch dieses Jahr wieder am Start. Sie sprachen in der Pressekonferenz u. a. über...
...Manuela Schär: die Strecke, die Rennserie - und dünne bzw. dicke Muskeln
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...Marcel Hug: die Vorbereitung, starke Konkurrenz - und nachlassende Rennzeiten