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Der Berliner Rugby-Verband stellt sich neu auf

Der neue Vorstand des BRV – von links nach rechts: Stephan Echtermeyer (Schatzmeister), Henric Lewkowitz (langjähriger Vorsitzender, nun Ehrenpräsident), Prof. Dr. Gerald Fritz (1. Vorsitzender), Mark Temme (2. Vorsitzender) – Foto: ©BRV

Der Berliner Rugby-Verband (BRV) und seine elf Mitgliedsvereine nutzten die Jahreshauptversammlung zu Beginn dieser Woche um sich für die Zukunft neu aufzustellen. Zur Begrüßung zog der langjährige Vorsitzende des BRV, Henric Lewkowitz, ein positives Fazit zur Entwicklung des Rugbysports in der Bundeshauptstadt. Mit 1.500 Mitgliedern in seinen elf Mitgliedsvereinen sei der BRV gegenwärtig der drittgrößte Landesverband in Deutschland, mit 418 Mitgliedern bildet der Rugby Klub 03 Berlin den aktuell mitgliederstärksten Verein, vor dem Berliner RC (322) und dem Berliner SV 1892 (231).

Sportlich sei es im zurückliegenden Jahr gelungen, Auswahlmannschaften in allen Nachwuchsaltersklassen regelmäßig zu Trainings und Spielverkehr zusammenzuziehen und diese Mannschaften durch qualifizierte Trainer zu betreuen. Darüber hinaus war man Mitinitiator des erstmalig ausgetragenen Regio-Cups im Erwachsenenbereich und belegte im Endklassement den zweiten Platz hinter der Landesverbandsauswahl aus Niedersachsen und vor Hamburg.

Prof. Dr. Fritz neuer 1. Vorsitzender

Nach 23 Jahren im Amt übergab Henric Lewkowitz bei der anschließenden Vorstandswahl den Staffelstab an Prof. Dr. Gerald Fritz, welcher einstimmig in sein neues Amt gewählt wurde. Der 49-jährige Berliner ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der studierte Sportwissenschaftler ist als Campusleiter und Professor für Sportmanagement an der Hochschule für Angewandtes Management in Berlin tätig. Mit dem Berliner Rugbysport verbunden ist er durch seinen Sohn, der beim Berliner SV 1892 mit dem Rugbysport begonnen hat.


„Ich möchte gemeinsam mit den Vereinen, Trainern, Spielerinnen und Spielern die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Sportart Rugby in Berlin stellen. Basis dafür ist die strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung im Verband, ein leistungssportorientiertes Regionalkonzept in enger Abstimmung mit dem Spitzensportverband und der Schritt zur Hauptamtlichkeit im BRV.“
(Prof. Dr. Gerald Fritz)


Ohne den typischen Stallgeruch eines Vereins bringt der ehemalige Triathlet seine beruflichen Erfahrungen als Sportmanager u.a. beim American Football Club Frankfurt Galaxy und bei der Fußball-Liga „Qatar Stars League“ im WM Land Katar 2022 in seine Tätigkeit für den Berliner Rugby-Verband ein.

Lewkowitz wird Ehrenvorsitzender

Unterstützt wird er dabei vom neuen 2. Vorsitzenden Mark Temme vom Berliner RC, der ebenfalls einstimmig in sein Amt gewählt wurde. Er übernimmt vom ausscheidenden Ingo Goessgen vom RK03 Berlin. Komplettiert wird das neue Führungstrio vom bisherigen und auch zukünftigen Schatzmeister Stephan Echtermeyer (RK03 Berlin). Der neu gewählte Vorstand nutzte die Gelegenheit und dankte Henric Lewkowitz, welcher das Amt des Präsidenten im BRV seit 1996 bekleidete, für sein jahrelanges Engagement in der Rugbyhauptstadt. Begleitet vom Applaus aller Teilnehmer wurde Henric Lewkowitz zum Ehrenvorsitzenden des Berliner Rugby-Verbandes ernannt.

Hintergrund: Der Berliner Rugby-Verband (BRV)

Der BRV wurde 1952 gegründet und besteht aktuell aus neun klassischen Rugbyvereinen, einem assoziierten Australian Football Club und der Schiedsrichtervereinigung der Region. Die Mitgliedsvereine sind: Berlin Bruisers, Berlin Irish, Berliner Rugby Club, Berlin Grizzlies, Berliner Sport Club, Berliner Sportverein 1892, Coepenick Captains, Rugby Klub 03 Berlin, SC Siemensstadt, Berlin Crocodiles (Australian Football) und die Schiedsrichtervereinigung BRURS.

Der BRV hat im Jahr 2019 knapp 1.500 Mitglieder und folgt damit dem Trend, Teil einer der am schnellsten wachsenden Teamsportarten zu sein. Aktiv betrieben wird in Berlin das traditionelle 15er-Rugby, das olympische 7er-Rugby, Schüler-Rugby (ab 6 Jahre) sowie Mädchen und Frauen-Rugby. Daneben existiert Touch-Rugby (also ohne Tackling).

Quelle + Foto: Berliner Rugby-Verband (BRV)


Durch den 2:0-Sieg im vorgezogenen Spiel bei Empor am vergangenen Freitag klettert Berlin Türkspor in der Tabelle der Berlin-Liga auf den 4. Platz. Zwar hat man auch eine Partie mehr als die Konkurrenz bestritten, die Formkurve der Mannschaft zeigt im Jahr 2019 aber deutlich, dass diese Platzierung keine Eintagsfliege bleiben muss. In der Rückrundentabelle jedenfalls wird Türkspor derzeit an zweiter Stelle gelistet (hinter dem SV Tasmania) – nach der Auftaktniederlage bei Stern 1900 holte man aus den folgenden sechs Partien 14 Punkte.

F. Namdar

Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel bei Empor mit Türkspor-Trainer Faruk Namdar über den Auswärtssieg, aber auch den Aufwärtstrend seines Teams.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Gekämpft und knapp verloren: Gina Pota vom ttc berlin eastside


Tischtennis: ttc-Damen scheiden gegen Zagreb aus – Eishockey: Eisbären wahren in München ihre letzte Chance – Basketball: ALBA im Eurocup-FinaleVolleyball: BR Volleys treffen in den Playoffs auf Düren – Rugby: RK 03 überzeut, BRC müht sich

TISCHTENNIS: AUS FÜR EASTSIDE IM HALBFINALE DER CHAMPIONS LEAGUE

Die Damen des ttc berlin eastside sind im Halbfinale der Champions League ausgeschieden. Nach einem 3:2-Sieg im Hinspiel unterlagen die Berlinerinnen dem Titelverteidiger Dr. Casl Zagreb mit 1:3. Matilda Ekholm (1:3 gegen Yu Fu) und Gina Pota (2:3 gegen Hoi Kem Doo) verloren die ersten beiden Partien am Sonntagabend jeweils trotz Satzführung, nach der Pause brachte Xiaona Shan (3:0 gegen Xia Lian Ni) die ttc-Damen aber wieder auf 1:2 heran.

Das Aufeinandertreffen von Zagrebs Fu und Gina Pota wurde so zum entscheidenden Spiel des Abends, das an Dramatik dann kaum zu überbieten war. Diesmal konnte die Ungarin zweimal einen Rückstand ausgleichen, hatte dann im letzten und entscheidenden Satz aber mit 13:15 das Nachsehen – ein Sieg Potas hätte aufgrund des besseren Satzverhältnisses den Einzug des ttc berlin eastside ins Finale der Champions League bedeutet. Dort trifft Dr. Casl Zagreb nun auf die polnische Vertretung von KTS Siarka Tarnobrzeg.

Die Berlinerinnen konzentrieren sich dagegen ab sofort auf die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft, wo man es ab Ende April in den Halbfinals mit TTG Bingen/Münster-Sarmsheim oder dem TSV Langstadt zu tun bekommt.

EISHOCKEY: EISBÄREN DANK AUSWÄRTSSIEG WEITER IM RENNEN

Der EHC Eisbären hat im fünften Playoff-Viertelfinalspiel (Modus: best of 7) bei EHC RB München das vorzeitige Aus abwenden können. Am Sonntag siegten die Berliner durch Tore von McQueen (12.) und einen Doppelschlag von Ortega in der 49. Minute mit 3:0 und verkürzten so in der Gesamtwertung auf 2:3. Auch das Heimspiel am kommenden Freitag muss das Team von Trainer Stéphane Richer also gewinnen, um ein entscheidendes letztes Match am Sonntag in München zu erzwingen.

BASKETBALL: ALBA IM EUROCUP-FINALE

Zum zweiten Mal nach 2010 stehen die Basketballer von ALBA Berlin im Endspiel um den Eurocup. Durch den 87:81-Erfolg bereits am Freitag bei Morabanc Andorra La Vella setzte man sich schon im zweiten Halbfinalspiel (Modus: best of 3) durch. Das erste Halbfinale hatten die "Albatrosse" mit 102:97 für sich entscheiden können. In den Finalplayoffs (Modus: best of 3) treten die Berliner am 9. April zunächst bei Basket Club Valencia (Spanien) an, die zweite Begegnung der Serie findet dann am 12. April in der Arena am Ostbahnhof statt. Ein mögliches drittes Finalspiel würde dann am 15.04. wieder in Spanien über die Bühne gehen.

In der Bundesliga spielen die fünftplatzierten Berliner am kommenden Sonntag bei Brose Bamberg (3.), das nächste Heimspiel bestreiten sie dann zwei Tage später gegen ratiopharm Ulm.

VOLLEYBALL: BR VOLLEYS TREFFEN IN PLAYOFFS AUF DÜREN

Mit einem 3:0-Sieg in Bühl beendeten die Berlin Recycling Volleys am Samstag die Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga auf Platz 3. Im nun anstehenden Playoff-Viertelfinale (Modus: best of 3) treffen sie so auf die sechstplatzierten SWD powervolleys Düren. Das erste Spiel der Serie findet am Freitag in der Max-Schmeling-Halle statt, am 3. April geht es für die Volleys dann nach Düren. Ein eventuell nötiges, drittes Match würde dann am 7. April wieder in Berlin stattfinden.

RUGBY: RK 03 ÜBERZEUGT, GRIZZLIES VERLIEREN, BRC MÜHT SICH

Guter Start für den RK 03 Berlin in die Rückrunde der Rugby-Bundesliga (Gruppe Nord/Ost): vor 400 Zuschauern im Stadion Buschallee konnte der Tabellendritte SC Germania List mit 34:20 bezwungen werden. In der Tabelle bauten die Weißenseer auf Platz 5 so ihren Vorsprung vor dem Lokalrivalen Berlin Grizzlies (10:28 bei Hamburg RC) auf acht Punkte aus. Bestplatziertes Berliner Team der Gruppe bleibt aber der Berliner Rugby Club, der bei Schlusslicht FC St. Pauli (25:22) allerdings mehr Mühe als erwartet hatte. Dank der "Schützenhilfe" des RK 03 liegt der BRC auf Platz 2 nun sechs Punkte vor Germania List – und drei hinter Tabellenführer Hannover 78.

Am kommenden Samstag bestreitet der BRC dabei seine Heimpartie gegen RC Leipzig erstmals nach langjährigem "Exil" auf seiner neuen Spielstätte, der Sportanlage Sachtlebenstraße. Zeitgleich treffen auf der Willi-Sänger-Sportanlage die Grizzlies und der RK 03 im Duell der Lokalrivalen aufeinander.


Schon am letzten Mittwoch trennten sich der FC Brandenburg 03 und der TSV Mariendorf 1897 im Nachholspiel der 1. Abteilung 0:0 unentschieden. Die Gastgeber rückten damit wieder auf Platz 1, punktgleich mit dem 1. FC Novi Pazar. Die Mariendorfer konnten nach drei Niederlagen in Folge zumindest wieder einen Punktgewinn feiern und bleiben auf dem 7. Platz.

Nach dem Spiel sprach Hasso Nickelé mit den Trainern Ersan Kazar (Brandenburg 03) und Thorsten Cornils (TSV Mariendorf).

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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé


Der SV Tasmania hat mit einem 3:1-Erfolg im Nachholspiel bei den Füchsen Berlin die Tabellenführung der Berlin-Liga übernommen. Vor 187 Zuschauern auf dem Wackerplatz erwischten die Neuköllner dabei einen Traumstart: nach fünf Minuten hatten Hartwig und Engelhardt bereits eine 2:0-Führung herausgeschossen. Wer nun ein Schützenfest erwartet hatte, sah sich in der Folge aber getäuscht – die Füchse mussten sich zwar schütteln, kamen dann aber besser ins Spiel. Noch vor der Pause gelang dem Tabellenletzten sogar der Anschluss durch ein Elfmetertor von Haubitz (38.), nach dem Wechsel aber gab es auch einen Strafstoß auf der anderen Seite. Demir nutzte ihn zum 1:3 (52.), wodurch das Spiel letztendlich entschieden wurde.

M. Reichel

T. Jauer

Somit hat an der Tabellenspitze der Berlin-Liga der erwartete Wechsel stattgefunden: der SV Sparta, der seit dem 9. Spieltag die Konkurrenz anführte, muss die Position an den SV Tasmania (erstmals seit November 2016 wieder Erster) abgeben. Bei einem Punkt Differenz, elf noch ausstehenden Partien und dem direkten Aufeinandertreffen im April an der Lichtenberger Fischerstraße ist die Entscheidung im Berliner Meisterrennen allerdings längst noch nicht gefallen.

Berlinsport Aktuell sprach am gestrigen Abend nach dem Spiel mit den Trainern Mario Reichel (Füchse) und Tim Jauer (SV Tasmania)

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

©Joachim Lißner

Ausschnitte aus den Fragerunden mit Max Hopp (D) und Mensur Suljovic (A)

Heute gastiert die Premier League Darts in der Arena am Ostbahnhof in Berlin. Mit dabei sind die Stars der Szene wie Weltmeister Michael van Gerwen oder Rob Cross, aber auch Cracks aus dem deutschsprachigen Raum wie Max Hopp oder Mensur Suljovic. "The Maximiser" Hopp (Foto oben) etwa bekommt es dabei am Abend mit Darts-Legende Raymond van Barneveld (NL) zu tun.


Hier gibt es eine ausführliche Turnier-Vorschau von Joachim Lißner


Joachim Lißner war bereits gestern bei der offenen Fragerunde mit von der Partie und hat Berlinsport Aktuell seine Mitschnitte zur Verfügung gestellt.

Fragerunde 1: Max Hopp

©Joachim Lißner


Fragerunde 2: Mensur Suljovic

©Joachim Lißner


 

Beitrag+Fotos: © Joachim Lißner

Am Sonntag verlor Türkiyemspor mit 0:4 bei Tasmania, damit hat der Aufsteiger zuletzt nur einen Sieg in sieben Spielen feiern können. Dennoch stehen die Kreuzberger auf Platz 10 und mit 29 Punkten immer noch recht gut da.

W. Sandhowe

Berlinsport Aktuell sprach mit Trainer Wolfgang Sandhowe nach dem Spiel über die sportliche Lage bei Türkiyemspor.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé


Mit dem torlosen Remis am Sonnabend bei der VSG Altglienicke hat der FC Viktoria 89 nicht nur sieben Punkte aus der Englischen Woche einfahren können, sondern bleibt seit Ende Oktober (10 Spiele) unbesiegt. Somit bleibt auch der Abzug von neun Zählern aufgrund der Anmeldung des Insolvenzverfahrens zunächst ohne negativere Konsequenzen für die Himmelblauen.

J. Goslar

Trainer Jörg Goslar sprach nach der Partie mit Berlinsport Aktuell über das Hauptstadtduell, die positive Serie seiner Mannschaft – und die Arbeit im schwebenden Insolvenzverfahren.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Torlos trennte sich die VSG Altglienicke im Berliner Duell des 25. Spieltags der Regionalliga Nordost von Viktoria 89. Damit ist die Mannschaft von Trainer Andreas Zimmermann seit sieben Spielen ungeschlagen, konnte allerdings auch nur eines davon gewinnen.

D. Böhm

Der Sportliche Leiter Daniel Böhm sprach im Anschluss mit Berlinsport Aktuell über die Partie, die allgemeine Gemengelage bei der VSG zu diesem Zeitpunkt der Saison – und auch wieder über das Dauerthema "Neuer Standort für den Verein" in der (nahen) Zukunft.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Tasmania der lachende Dritte?

Auch im Neuköllner Derby letzte Woche hatte Tasmania keine Probleme und siegte in Rudow 5:1

Topspiel: Stern (3.) vs Tabellenführer Sparta – Tasmania empfängt Aufsteiger Türkiyemspor – Holen die Füchse auch etwas beim heimschwachen BSC? – Stralau (bei Croatia) und SCC (gegen SpaKi) wollen Aufwärtstrend fortsetzen

Zwölf Spiele sind noch in der Berlin-Liga bis zum Saisonende zu absolvieren – es kann also noch Einiges 2018/19 passieren in der höchsten Hauptstadtspielklasse. Dennoch ist an der Spitze wie im Abstiegskampf seit Beginn der Rückrunde schon viel in Bewegung geraten. Der Berliner SC etwa hat sich aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschiedet – Stern 1900 muss aufpassen, dass es ihnen nicht ebenso ergeht. Aktuell trennen die Steglitzer sechs Punkte von Tabellenführer Sparta, deswegen sollte am Sonntag im direkten Duell auf eigenem Platz an der Schildhornstraße unbedingt etwas herausspringen. Schließlich liegt auch der SV Tasmania als Zweitplatzierter schon vier Punkte voraus und hat noch die Partie am kommenden Donnerstag bei den Füchsen in der Hinterhand.

In der Abstiegszone haben jene Reinickendorfer und auch Al-Dersimspor zuletzt ihre ersten Dreier in diesem Jahr feiern können. Angesichts der 2019 punktstarken Konkurrenz am Tabellenende überlebenswichtig – vor allem die Neulinge Stralau und SCC sorgten auch am letzten Wochenende wieder für Furore, wodurch die Liste der akut abstiegsgefährdeten Klubs auch auf den 12. Platz und den TuS Makkabi erweitert werden muss.

SFC Stern 1900 - SV Sparta

Last-Minute-Treffer im Hinspiel: Sanid Sejdic (Sparta)

Der SV Sparta bleibt zwar seit dem 7. Spieltag unbesiegt, im neuen Jahr waren allerdings in fünf Spielen drei Unentschieden dabei. Dadurch ist der Vorsprung an der Tabellenspitze so weit abgeschmolzen, dass der SV Tasmania bereits sogar vor dem „Geraderücken“ der Tabelle am kommenden Donnerstag mit dem Nachholspiel bei den Füchsen vorbeiziehen könnte. Dafür müsste Sparta allerdings die erste Niederlage nach eben 16 Spielen einstecken. Zwar kamen die bisherigen beiden Saisonpleiten auf des Gegners Platz zu Stande, doch in der Auswärtstabelle sind die Lichtenberger bei 26 Punkten (aus 12 Partien) bislang auch spitze. Entscheidend wird sicher sein, ob die Torfabrik der höchsten Hauptstadtspielklasse (bis jetzt 74 Tore) wieder besser trifft als etwa vergangenen Sonntag beim 1:1 gegen den BSC.

Beim SFC Stern 1900 trifft der Spitzenreiter allerdings auch auf die beste Verteidigung der Berlin-Liga – mit 21 Gegentoren kassierten die Steglitzer weniger als einen Treffer pro Partie. Im Hinspiel musste Stern eine bittere Niederlage hinnehmen: in der zweiten Halbzeit ging man in Lichtenberg durch Rohr zunächst in Führung, Kupfer sowie Sejdic drehten das Spiel jedoch noch zugunsten von Sparta. Das Siegtor fiel dabei erst in der dritten Minute der Nachspielzeit – es war bisher die einzige Pleite mit einem Torerfolg des SFC, bei den anderen drei Saisonniederlagen blieb dem Team von Trainer Andi Thurau jeweils ein Treffer verwehrt. Für den Tabellendritten wird es nach dem unerwarteten 2:2 zuhause gegen den SCC ein Schlüsselspiel im Kampf um die Meisterschaft werden.


Zu allen Ansetzungen des 23. Spieltags der Berlin-Liga


SV Tasmania - Türkiyemspor

Torgarant: Romario Hartwig (Tasmania)

Während Sparta und Stern mit ihrem Duell zu diesem Zeitpunkt bereits jeweils 2/3 der Top 4 abgearbeitet haben, bekommt es der SV Tasmania mit den anderen drei Konkurrenten an der Tabellenspitze (Sparta, Stern, BSC) erst ab Karfreitag (19. April) zu tun – dann allerdings binnen zehn Tagen mit allen dreien. Das vermeintlich einfachere „Nebenprogramm“ absolvieren die Neuköllner bislang fehlerfrei: im Jahr 2019 gab es bei vier Siegen ein Torverhältnis von 16:4 zu bejubeln. Die Mannschaft von Trainer Tim Jauer scheint so bereit für den Sprung an die Tabellenspitze – spätestens nach dem Nachholspiel am Donnerstag bei den Füchsen kann man an Sparta vorbeiziehen. Voraussetzung hierfür ist aber zunächst auch ein erfolgreiches Abschneiden am Sonntag gegen Türkiyemspor. Torjäger Hartwig traf in den letzten sechs Spielen mindestens einmal.

Der Neuling musste mit nur einem Unentschieden und drei Niederlagen im Jahr 2019 den Vorsprung auf die Abstiegszone zunächst etwas abschmelzen lassen, ehe man vergangenes Wochenende das bis dato punktstärkste Team dieses Jahres, SD Croatia, gleich mit 6:0 aus dem Stadion fegte. Auch den Tasmanen konnten die Kreuzberger zuhause beim 1:1 Anfang November 2018 (Tore: Bayir bzw. Robrecht) zumindest einen Punkt abringen, Thiele hatte dazu einen Elfmeter verschossen. Seit Mitte August 2018 (1:0 bei Al-Dersimspor) ist die Mannschaft von Trainer Wolfgang Sandhowe allerdings „in der „Fremde“ ohne Sieg.

Berliner SC - Füchse Berlin

Sieggarant: Philipp Engel (Füchse)

Am Tabellenende hat der 2:1-Sieg gegen Empor (Tore: Karadeniz, Engel) vergangenen Sonntag – gleichzeitig der erste Dreier im elften Spiel unter Coach Mario Reichel – den Füchsen Berlin nicht so viel Landgewinn im Tabellenkeller verschaffen können, wie erhofft. Schließlich punkteten hoch bis Platz 14 alle Teams, wenn auch zum Teil nur einfach.

Im Auswärtsspiel beim Berliner SC können sich die Reinickendorfer allerdings durchaus etwas ausrechnen – der BSC konnte beim SV Sparta (1:1) zwar endlich wieder als Tabellenvierter und nicht als „Klub in der Krise“ auftreten. Fünf Punkte aus fünf Spielen 2019 (respektive sogar fünf aus den letzten sieben Partien) sind allerdings natürlich immer noch verbesserungsbedürftig. Vor allem auf eigenem Platz (zuletzt aus fünf Partien drei Punkte und 1:14 Tore) trägt die Statistik nicht gerade zu einer breiten Brust bei.

SV Empor - BFC Preussen (Sa.)

Torschütze: Magnus Stahlberg (Preussen)

Auch beim BFC Preussen haben die fünf Zähler in diesem Jahr noch nicht für den erwünschten Raumgewinn gesorgt. Als Vorletzter hat man das rettende Ufer bei einem Abstand von drei Punkten jedoch in Reichweite. Beim 1:1 gegen Mahlsdorf (Tor: Stahlberg) hatte das Team von Trainer Johann Gajda den Tabellen-6. sogar am Rande einer Niederlage. Bereits am Sonnabend könnten die Lankwitzer mit einem Dreier beim SV Empor also zumindest für 24 Stunden die Nase aus dem Keller stecken. Mit nur einem Punkt 2019 bei allerdings anspruchsvollem Programm hat sich der Verein aus dem Prenzlauer Berg vorerst wieder in der Grauzone der Liga einsortiert.

Berlin Türkspor - BSV Al-Dersimspor

Zurück mit Torerfolg: Firat Karaduman (Al-Dersim)

Beim BSV Al-Dersimspor hat das Stühlerücken unmittelbar Wirkung gezeigt – nach der Trennung von Trainer Ekrem Kitay gewannen die Kreuzberger gleich mit 4:0 gegen den Frohnauer SC. Der deutliche Erfolg bedeutet zwar noch keinen Nichtabstiegsplatz, hat Al-Dersim aber auf die gleiche Punktzahl wie den SCC auf Platz 15 gehievt. Der „neue“ Trainer Erdal Güncü (war schon vor Kitay im Amt) hatte dabei mit altbewährtem Personal Erfolg: Önder Senkaya und Firat Karaduman, zuvor länger nicht berücksichtigt, steuerten gleich je einen Treffer zum Sieg bei. Der erste Dreier in diesem Jahr dürfte dazu wieder für mehr Selbstvertrauen bei den abstiegskampferprobten Kreuzbergern sorgen.

Über das verfügt allerdings auch der Gegner vom Sonntag, Berlin Türkspor. Der Verein vom Heckerdamm ist nicht nur seit vier Partien ungeschlagen, sondern auf eigenem Platz schon über die gesamte Spielzeit. Lohn dafür: aktuell Platz 6 in der Berlin-Liga.

SC Charlottenburg - Spandauer Kickers

Geht auch mal mit einem Torerfolg voran: Kian Niroomand (SCC)

Mit dem SC Charlottenburg und den Spandauer Kickers treffen dazu zwei direkte Konkurrenten im Tabellenkeller aufeinander. Beim SCC zeigt das Formbarometer weiter auf „Hoch“ – das 2:2 bei Stern 1900 (SCC-Tore: Niroomand, Steinert) zuletzt ist als weiterer Erfolg zu werten, auch wenn man sogar den Verlust eines 2:0-Vorsprungs zu beklagen hatte. Acht Punkte aus den letzten vier Partien weisen für Jörg Riedel und seine Mannschaft weiter in die richtige Richtung.

Beim Gegner stottert der Motor in diesem Jahr dabei noch ordentlich: nach dem ersten Sieg 2019 vor zwei Wochen (1:0 gegen Türkiyempsor) setzte es in Stralau eine böse 1:5-Niederlage.

SD Croatia - Berolina Stralau

Trifft den Ton: Trainer Detlef Schneider (Stralau)

Jene Stralauer des FSV Berolina bleiben somit in der Rückrunde die Mannschaft der Stunde. Im Jahr 2019 noch ungeschlagen und elf von 15 Punkten geholt ist der Aufsteiger auf den 13. Platz vorgerückt. Dass man dort – zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz – längst nicht aller Sorgen ledig ist – zeigt, wie wichtig die Stralauer Serie im Hinblick auf die Chancen im Kampf um den Klassenerhalt ist.

Bei SD Croatia wartet nun der nächste Härtetest auf die Schützlinge von Detlef Schneider. Die Tempelhofer waren bis vergangenes Wochenende noch das beste Team in diesem Jahr – dann gab es bei Türkiyemspor (s. oben) eine ordentliche Packung. Marco Wilkes Team dürfte also auf Wiedergutmachung brennen.

Eintracht Mahlsdorf - TuS Makkabi

Traf doppelt im Hinspiel: Mosunmola Alade (Makkabi)

Spätestens mit den vergangenen Spieltag hat die Abstiegszone auch den Lückenschluss zum TuS Makkabi vollzogen. Das kam für das Team um Trainer Frank Diekmann, aber auch die Fans der Berlin-Liga nicht unerwartet. Jetzt heißt es im Eichkamp, die von hinten drängende Konkurrenz nicht im Fluge vorbeiziehen zu lassen. Auch nach der Partie bei Eintracht Mahlsdorf könnte man dabei durchaus ohne Sieg seit Rückrundenstart bleiben, das 3:3 zuletzt gegen Türkspor dürfte aber trotz des Ausgleichs kurz vor Schluss durchaus Mut machen.

Die im Aufstiegsrennen abgeschlagenen Mahlsdorfer bleiben dabei schwer ausrechenbar: zuhause gegen die Füchse (4:0) erst ohne Probleme, konnte man bei Preussen zuletzt erst kurz vor Schluss einen Punkt sichern. Zuhause am Rosenhag ist die Eintracht aber die Macht der Berlin-Liga (27 von insgesamt 34 erzielten Punkten) – und: die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel bei Makkabi dürfte den Mannen von Daniel Volbert Motivationshilfe genug sein.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé