
Im ersten Punktspiel beider Mannschaften in der Saison 2022/23 trennten sich gestern Abend der SV Berliner Verkehrsbetriebe 1949 und der VfB Sperber Neukölln 1912 in der Kreisliga B 4. Abteilung mit 3:3 (1:3). Die Gäste bestimmten zunächst das Spiel und setzten ihre Überlegenheit durch die Treffer von Kamberler (16., 24.) und Öter (27.) auch zeitig in eine 3:0-Führung um. Danach aber fanden die Lichtenberger besser ins Spiel und erzielten durch Norman Bredereck (41.) noch vor der Pause den Anschlusstreffer.
Nach dem Wechsel legte BVB 49 durch die Tore von Grigowski (52.) und erneut N. Bredereck (58.) nach und war auf dem besten Weg, die Partie komplett zu drehen. Doch die Neuköllner konnten sich wieder stabilisieren, Chancen zum Siegtreffer gab es dann noch auf beiden Seiten – insofern konnte die Punkteteilung letztlich als leistungsgerecht bezeichnet werden.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Marc Drechsler (SV BVB 49) und Ertugrul Özdemir (VfB Sperber).
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Beitrag+Fotos: BspA/Hagen Nickelé

Der CFC Hertha 06 hat nach einem erneuten Umbruch im Kader und mit neuem Trainer nach zwei Spieltagen vier Punkte gesammelt. Gegen einen sehr unbequemen Gast vom MSV Neuruppin reichte es am Sonntag durch das späte Tor von Fardjad-Azad noch zu einem 2:2 – zuvor hatte in der ersten Halbzeit mit Yildirim ein weiterer Neuzugang für die Charlottenburger das 0:1 egalisiert.
Der VfB Sperber Neukölln geht in seine bereits achte Spielzeit in der Kreisliga B – dabei hat man 2011 noch in der Landesliga gespielt. Doch diese Saison soll der Sprung in die A-Liga erfolgreich vollzogen werden – der 2:1-Testspielsieg beim Bezirksligaaufsteiger Eintracht Südring vergangene Woche zeigte dabei bereits gute Ansätze.
"Stell' Dir vor: Du steigst auf, und der halbe Kader ist weg' – so in etwa muss man sich wohl die Situation beim neuen Bezirksligisten BSC Eintracht Südring in diesem Sommer vorstellen. Nach fünfjährigem Darben in der Kreisliga ist der Kreuzberger Traditionsverein wieder auf (etwas) höherer Ebene zu erleben – und steht dabei vor einer echten Herausforderung, denn allein über ein Dutzend Spieler folgten Aufstiegstrainer Ali Aydin zu Hürtürkel (Kreisliga A). Ein Trio soll nun bei Südring von der Bank aus die schwierige Aufgabe lösen: Metin Aslanboga, Emre Kitay und Attila Sönmez stellen den Kader und das System für die Bezirksliga 2022/23 auf.
Der BSV Grün-Weiss Neukölln gehört zu jenen Vereinen, die mehr auf Gemeinschaft als auf finanzielle Mittel setzen. Daher war der Aufstieg der 1. Männer von der Bezirksliga in die Landesliga 2018 schon eine kleine Sensation – und geht es Jahr für Jahr an der Johannisthaler Chaussee nur um den Klassenerhalt. Doch in der kommenden Saison ist etwas anders: mit Mario Ernesto Salvador wurde nach langer Zeit ein Trainer verpflichtet, der nicht aus den eigenen Reihen stammt.
Nach einer über weite Strecken verkorksten Saison ist Türkiyemspor aus der Berlin-Liga abgestiegen und muss nun einen Reset in der Landesliga vollziehen. In der sportlichen Leitung hat mit Zeljko Ristic ein neuer Mann das Sagen, Ayhan Bilek (zuletzt 1. FC Schöneberg) und Abdüssamed Demirel (zuletzt Novi Pazar) bilden das ebenfalls neue Trainerteam. Ein paar Spieler konnten gehalten werden, einige sind im Sommer dazugekommen – daher sind die Ziele auch eher zurückhaltend gesteckt. So lange wie beim letzten Mal (bis 2018 waren es fünf Saisons in der Landesliga) soll es aber sicher nicht dauern mit der Rückkehr der Kreuzberger in die höchste Spielklasse der Hauptstadt.
Der VfB Concordia Britz schloss in seiner dritten Landesliga-Saison wieder mit einem einstelligen Tabellenplatz ab (Rang 8, 49 Punkte) – mit einer solchen Platzierung könnte man auch kommende Spielzeit an der Buschkrugallee gut leben. Am Sonntag unterlagen die Britzer im Bezirkspokalfinale dem zwei Klassen höher spielenden SV Tasmania, nachdem man sich tags zuvor gegen Schwarz-Weiß mit 2:1 durchgesetzt hatte.