Autoren-Archive: Hagen Nickele


Der SV Empor und der Berliner SC spielen bislang eine aus ihrer Sicht erfreulich gute Saison 2018/19 – daher hielt sich auch der Gram über die Punkteteilung im direkten Aufeinandertreffen am Sonnabend in Grenzen.


Fotos der Partie auf der Facebook-Seite von Berlinsport Aktuell


F. Gerdts

N. Kohlschmidt

Berlinsport Aktuell sprach mit den Trainern Fabian Gerdts (BSC) und Nils Kohlschmidt (Empor) über die Partie, den bisherigen Saisonverlauf - und was man sich noch für den weiteren Verlauf der Spielzeit vorgenommen hat.

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Die Runde der schnellen Revanche

Die Regelung des BFV, dass die Rückrunde der Berlin-Liga nicht genau wie im ersten Halbjahr ausgetragen wird, macht es möglich: nur etwas mehr als zwei Monate nach dem 17. Spieltag treten die Vereine der höchsten Hauptstadtspielklasse in der 19. Runde schon wieder zu den Rückspielen an. Für einige Klubs also die Gelegenheit, die Scharte aus dem ersten Vergleich schnell wieder auszuwetzen. Berlinsport Aktuell blickt auf die interessantesten Ansetzungen des Spieltags.

Berlin Türkspor (9.) - SV Sparta (1.)

Doppelter Torschütze im Hinspiel: Soner Demiryürek (SV Sparta)

Dass es in der Hinrunde ausgezeichnet läuft, ist längst keine Garantie, dass der Start in die Rückserie sich ebenso gestaltet – das weiß man im Amateurfußball. Der SV Sparta gehört zu den Teams, die diese Erfahrung am 18. Spieltag machen mussten. Der unangefochtene Tabellenführer kam jedenfalls auf eigenem Platz nicht über ein 2:2 gegen den Frohnauer SC hinaus. Dabei hatte man die verschlafene Anfangsphase mit zwei Gegentoren in der ersten Viertelstunde zügig wieder repariert – allerdings brachte die „Tormaschine“ der Liga in den noch verbleibenden 60 Minuten Spielzeit nicht mehr den Siegtreffer gegen den Aufsteiger zu Stande. Selbst der „Sejdic-Faktor“ kam nicht mehr zum Tragen: zwar gelang dem besten Schützen der Berlin-Liga beim Anschlusstreffer wieder „sein“ Tor, im Hinspiel beim FSC (3:2) aber – und etwa auch zuhause gegen Stern 1900 (2:1) – war der Sparta-Kapitän kurz vor knapp noch zum entscheidenden Siegbringer geworden. Der Gegner der Lichtenberger am Sonntag, Berlin Türkspor, dürfte zu den Vereinen der Spielklasse zählen, bei denen das letzte Aufeinandertreffen besonders lebendig in Erinnerung ist: eine herbe 0:5-Niederlage bezog man Anfang Dezember an der Fischerstraße. Zuhause stellt Türkspor bislang in dieser Spielzeit aber eine ganz andere Nummer dar: auf dem Sportplatz am Heckerdamm ist man noch ungeschlagen, die Lust auf eine schnelle Revanche dürfte so besonders groß sein.


ZU DEN ANSETZUNGEN DER BERLIN-LIGA AM WOCHENENDE


SV Empor (5.) - Berliner SC (4.)

Traf im Hinspiel: Steven Rajemann (SV Empor)

Beim SV Empor läuft es – auch zum Rückrundenstart (5:1 gegen den SCC) wurde gewonnen. Damit hat die Mannschaft von Nils Kohlschmidt nun vier der letzten fünf Ligapartien siegreich gestalten können und den 5. Platz gefestigt. In den kommenden drei Wochen (Spiele gegen BSC, Stern und Sparta) wird sich nun entscheiden, ob Empor vielleicht sogar noch zur Spitzengruppe aufschließen kann. Die liegt derzeit fünf Punkte voraus, doch besteht am Sonnabend schon die Gelegenheit gegen den Berliner SC, im direkten Duell Boden gut zu machen. Auch der BSC gehörte zu den Siegern des vergangenen Wochenendes: mit einem Last-Minute-Tor sicherten sich die Grunewalder drei Punkte gegen Eintracht Mahlsdorf und erstickten somit wohl das letzte Quäntchen Aufstiegshoffnung, das am östlichen Rand Berlins noch vorgeherrscht haben mag. Mit dem knappen Sieg konnte der BSC den trüben Eindruck der beiden Heimniederlagen zum Jahresabschluss 2018 jedenfalls erst einmal vertreiben. Darunter übrigens auch ein 0:2 gegen Empor, als man sich früh mit einem Eigentor selbst auf die Verliererstraße brachte und Rajemann in der Schlussphase den Deckel für das Team aus dem Prenzlauer Berg drauf machen konnte. Zuhause allerdings hat der SVE in diesem „Evergreen“ der Berlin-Liga in den letzten fünf Aufeinandertreffen nicht mehr die Oberhand behalten – zuletzt hieß es dreimal „unentschieden“. Empor kann in dieser Spielzeit aber bislang die zweitstärkste Heimbilanz aufweisen – von den vier besten Teams auf eigenem Platz benötigte man für die 21 Punkte sogar die wenigsten Spiele. Der BSC hat dafür auswärts mehr Zählbares eingesammelt als auf dem Hubertussportplatz – die Voraussetzungen für ein echtes Topspiel bringen beide Mannschaften am Sonnabend also definitiv mit.

Eintracht Mahlsdorf (7.) - SFC Stern 1900 (2.)

Im Hinspiel vor zwei Monaten fielen sieben Tore – mit dem besseren Ende für Stern 1900 (gelbe Trikots)

Die Spitzenpartie des Sonntags findet dann  am Rosenhag statt: der BSV Eintracht Mahlsdorf empfängt den SFC Stern 1900. Für die Mahlsdorfer geht es nach der erwähnten, bitteren Auswärtsniederlage zum Auftakt 2019 in der Restsaison wohl nur noch „um die Ehre“ – die aber könnte Ansporn genug sein, gerade im Duell mit Spitzenclubs nochmal richtig Gas zu geben. Die Eintracht hat jedenfalls als Aufstiegskandidat eine enttäuschende Hinserie absolviert – und mit dem neuen Trainer Daniel Volbert auch den Auftakt beim BSC vergeigt. Der Coach wird nun darauf achten müssen, dass die Mannschaft trotz abhanden gekommenen Saisonziels die Spannkraft nicht verliert. Eine Aufgabe, die „Motivator“ Volbert aber auch auf den Leib geschneidert sein könnte. Zuhause ist man als bestes Heimteam der Liga auch immer noch eine Macht – und dort ungeschlagen zu sein ist ein Nimbus, den es zu verteidigen gilt. Stern 1900 kommt allerdings auch als drittbestes Auswärtsteam der Liga nach Mahlsdorf. Zum Rückrundenauftakt gab es ein 2:0 gegen Türkspor, damit blieb die Mannschaft von Andreas Thurau in der Hälfte der Spiele 2018/19 ohne Gegentor. Als frisch gebackener Tabellenzweiter (ein Spiel mehr als Tasmania) möchte man obendrein die Position erst einmal verteidigen. Im Hinspiel vor gut zwei Monaten gab es übrigens nach einem offenen Schlagabtausch ein 4:3 für Stern (2x Freyer, 2x Grabow), für Mahlsdorf trafen damals Mrkaljevic, Kretzschmar und Krüger.

SV Tasmania (3.) - BFC Preussen (16.)

Im Hinspiel entführte Tasmania (blaue Trikots) mit einem 3:1-Sieg die Punkte aus Lankwitz

Mit Spannung erwartet wird auch der erste Auftritt des Hinrundenzweiten SV Tasmania im Jahr 2019 – wegen einer Spielverlegung testeten die Neuköllner letztes Wochenende noch gegen Oberligist Hertha 03 (1:1). Von den Voraussetzungen gehört die Partie gegen den BFC Preussen eigentlich zur Kategorie: „Klare Kiste“. Die Lankwitzer sind in der Fremde noch ohne Sieg und stellen damit das schwächste Auswärtsteam der Liga. Aber: zwischen beiden Teams ging es im Werner-Seelenbinder-Sportpark zuletzt stets knapp zu. Die letzten drei Vergleiche in Neukölln endeten jeweils 3:2 – in der vergangenen Saison (im September 2017) sogar zugunsten der Preussen. Dazu erklärte der neue Coach Johann Gajda nach dem 1:1 zum Rückrundenauftakt gegen Croatia, dass seine Mannschaft viel besseren Fußball bieten könne. Vielleicht kann man diese Qualität ja schon gegen Tasmania besser ausspielen. Das Team von Trainer Tim Jauer kann seinerseits auf die beeindruckende Serie von 14 Spielen ohne Niederlage zurückblicken. In der Heimwertung liegt man allerdings nur auf Platz 8 – vor allem wegen der zwei Niederlagen zum Saisonstart. Und: aufgrund der Pflichtspielpause am letzten Wochenende weiß man bei Tasmania eben noch nicht, wo genau man zum Jahresauftakt 2019 steht.

Frohnauer SC (12.) - Füchse Berlin (18.)

Erster Sieg im 7. Spiel? Trainer Mario Reichel (Füchse)

Wenn das Rückspiel vor dem Hinspiel ausgetragen wird – auch das kann Berlin-Liga sein. Die Partie auf dem Wackerplatz war im Dezember witterungsbedingt vom Sportamt abgesagt worden und dann schließlich auf den 27. Februar neu angesetzt. So findet das "Nordderby" also zuerst am Sonntag auf dem Poloplatz des Frohnauer SC statt – zehn Tage später folgt das "Hinspiel" bei Füchse Berlin. Der FSC konnte dabei seine zum Jahresende 2018 ansteigende Formkurve beim Rückrundenauftakt mit dem 2:2 bei Sparta (s. o.) bestätigen. Die Füchse sind dagegen aufgrund des erwähnten Spielausfalls und einer Verlegung bereits zwei Partien im Rückstand. Der Tabellenletzte weiß daher auch nicht, wo er denn nun leistungsmäßig nach der Wintervorbereitung steht. Der erst während der Hinrunde gekommene Mario Reichel hatte auf diese Weise zwar eine Woche länger Zeit, mit seiner Mannschaft zu trainieren – die Frage bleibt aber: schaffen die Füchse es auf Anhieb, ihr mageres Punktekonto (bislang sieben Zähler) aufzustocken? Besser wäre es. Beide Teams verzichteten im Übrigen auf das Hallenturnier im Dezember, um sich besser auf den Abstiegskampf vorbereiten zu können

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Gold- und Silberhelm glänzen

Gustavson Be (6) mit Victor Gentz gewinnt den Winterpokal des VDT (Foto: ©Marius Schwarz)


Michael Nimczyk und Rudolf Haller punkten mehrfach. Das Hauptrennen – der Winterpokal des VDT – geht aber an Victor Gentz und den bärenstarken Gustavson Be. Der „Mann in Grün“ siegt außerdem mit Green Mamba.

Gustavson Be holt Winter-Pokal

Der Sieg in der wichtigsten Prüfung – dem mit 4.000 Euro dotierten Winter-Pokal des VDT – ging allerdings an Victor Gentz, der allen Grund hatte, auf seinen Crack Gustavson Be stolz zu sein. Der ohnehin nicht gerade als flotter Beginner bekannte Fuchswallach war auf der Tribünengeraden zunächst nur an sechster Position auszumachen. Mitte der Gegenseite gab Victor Gentz seinem Schützling das entscheidende Zeichen und zu Beginn der Zielgeraden hatte der Sechsjährige den Widerstand seiner Konkurrenten endgültig geknackt. Er war in der Tagesbestzeit von 14,7/1.900m andere Ware und obwohl die Prüfung ein hochklassiges Teilnehmerfeld aufwies, besaßen seine Gegner keine ernsthafte Chance. Hinter dem zweitplatzierten TomNJerry Diamant (Michael Nimczyk), der wie gewohnt die Spitze übernommen und sich dann an der Innenkante eingeordnet hatte, verdiente sich der „Oldie“ Run for the Roses (Kornelius Kluth) ein dickes Kompliment. Der Braune schnappte sich mit dem letzten Schritt das dritte Geld und wirkt trotz der elf Lenze, die er mittlerweile auf dem Buckel hat, frisch wie nie zuvor.

Gentz siegt nochmal - dank Disqualifikation

So richtig drunter und drüber ging es beim zweiten Tageserfolg von Victor Gentz. In der Gewinnsummenklasse bis 15.000 Euro hatte der 1,5-Favorit Sandsturm (Michael Nimczyk) die Führung übernommen und es schien zunächst alles formgemäß zu laufen. Aber 700 Meter vor dem Ziel war der Favorit nicht mehr auf den Beinen zu halten und wurde disqualifiziert. Nun schien Victor Gentz mit Green Mamba, die allerdings in der letzten Kurve und im Einlauf kurz über die Innenkante wich, die besten Karten in der Hand zu halten. Doch das Gespann wurde wenige Meter vor der Linie von Here I am (Kornelius Kluth) überspurtet. Der vermeintliche Sieger wurde jedoch im Anschluss aus der Wertung genommen, denn er war ausgangs des letzten Bogens dem außen aufgekreuzten Mon Filou (Heinz Wewering) in die Quere gekommen. Es kam zu einer Kollision, bei der Mon Filou ansprang und alle Chancen verlor.


Top-Traber 2018 in Mariendorf: Locarno hatte letztes Jahr siebenmal auf der traditionsreichen Trabrennbahn die Nase vorne (Foto: ©Marius Schwarz)


Bereits am Samstag wurden die nationalen Titel vom Hauptverband vergeben. Am Sonntag zog nun der Berliner Trabrenn-Verein nach und krönte im Rahmen seiner acht Rennen umfassenden Veranstaltung die Mariendorfer Lokalmatadoren. Michael Nimczyk (Berufsfahrer), sein Vater Wolfgang (Trainer), Ronja Walter (Trabreiter), Ulrich Mommert (Besitzer), André Dujardin (Züchter) sowie André Pögel (Amateure) waren in der Saison 2018 auf der Derby-Bahn die Besten und nahmen verdientermaßen die Ehrenpreise entgegen. Und natürlich wurde auch der von Michael Larsen betreute „Traber des Jahres“ Locarno, dem im vergangenen Jahr sieben Siege auf der Mariendorfer Piste gelangen, ausgezeichnet und mit einer Extraportion Möhren belohnt. Das Wetter wurde dem feierlichen Anlass allerdings nicht gerecht – es regnete während des gesamten Nachmittags und die Ehrung der Champions musste daher in das Tribünenhaus verlegt werden. Doch insbesondere Michael Nimczyk und Rudolf Haller ließen sich die gute Stimmung durch die widrigen äußeren Umstände keineswegs verderben und erzielten drei bzw. zwei Treffer.


Goldhelm gut in Fahrt

Wie gut ihm der tags zuvor vom HVT überreichte neue Goldhelm passt bewies Michael Nimczyk gleich zum Auftakt der Veranstaltung mit dem „Tipp des Tages“ Chance Classique im Trotteur-Francais-Rennen. Die mit zwanzig Meter Zulage bedachte Stute lag schon kurz nach dem Start an vierter Position und wurde Mitte der Gegenseite flottgemacht. Aus dem letzten Bogen heraus steckte die Siebenjährige die Nüstern in Front und triumphierte hochüberlegen.

Nur gute zwanzig Minuten später punktete Michael Nimczyk mit Beluga, der trotz langer Ruhepause von seinem gesamten Umfeld viel Vorschusslorbeeren bekam und dieser Erwartungshaltung vollauf gerecht wurde. Obwohl er die Schlussrunde in der Todesspur bestritt, löste sich der Wallach am Ende mühelos.

Tagestreffer Nummer drei war für den Deutschen Meister dann durch Stradivari fällig, der mit jedem Tag besser wird. Henno Sürders Vierbeinerstolz zog vor den Tribünen im Rush nach vorne und trotz exquisiter Gegnerschaft wurden seine Schritte in 15.0/1.900m immer länger. Der Dunkelbraune war auf der Zielgeraden klar voraus.

Auch Haller macht es doppelt

Dass ihm ein Helm aus Edelmetall ebenfalls bestens steht, unterstrich Rudolf Haller bei seinem Start-Ziel-Erfolg mit Lord Bo. Der bundesdeutsche Vizemeister war schon im Vorfeld von dem Debütanten total überzeugt: „Ich habe der Pflegerin gesagt, dass es schon mit dem Teufel zugehen muss, damit er nicht gewinnt. Lord Bo ist zwar noch recht eigenwillig, aber bei weitem nicht mehr so launisch wie früher und wird sich zu einem tollen Pferd entwickeln.“

Der Siegstreich Nummer zwei war unmittelbar darauf mit Ida F Boko fällig, die ab der Gegenseite konstant Druck auf den Piloten Samu (Kornelius Kluth) ausübte und sich auf den letzten Metern völlig souverän freimachte. Rudolf Haller: „Es ist natürlich noch zu früh für definitive Planungen – aber nach dem jetzigen Stand der Dinge habe ich die Stute für das Bruno-Cassirer-Rennen vorgesehen.“

10-Jährige mit starkem Endspurt

Den Abschluss der Rennveranstaltung machte ein Amateurfahren. In dem weit auseinandergerissenen Feld hatte Indira OE (Immo Müller) ein mächtig flottes Tempo vorgelegt. Doch bereits eine halbe Runde vor dem Ziel deutete sich an, dass sich Franziska Höltje und Höwings Rohini Z als hartnäckige Gegenspieler erweisen würden. Auf der Zielgeraden zog die von der Amazone selber trainierte Stute souverän an dem Piloten vorbei. Die Zehnjährige scheint sich offensichtlich für die letzte Saison ihrer Laufbahn noch einiges vorgenommen zu haben und unterstrich mit der tollen Leistung ihre feine Verfassung. Hinter Indira OE schnappte sich Everpolly Boko (Nadine Skoruppa), die ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend zeigt, das dritte Geld hauchdünn vor Oneandonly Diamant (Jennifer Schmidt), die anfangs zu weit aus dem Rennen lag, aber im Einlauf noch mächtig auf Touren kam.

Gesamtumsatz: 109.774,25 Euro – Bahnumsatz: 33.322,40 Euro – Außenumsatz: 76.451,85 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 24. Februar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


SD Croatia bleibt auch im neunten Auswärtsspiel der Saison ohne dreifachen Punktgewinn – am Sonntag spielten die Tempelhofer beim BFC Preussen 1:1 (0:0). Nach der Pause war man mit 0:1 in Rückstand geraten, Kristijan Zagorec konnte mit dem Ausgleich (65.) aber zumindest noch eine Niederlage verhindern. Aufgrund der Heimstärke belegt Croatia aktuell aber weiter einen sicheren Platz im Mittelfeld der Berlin-Liga.

M. Wilke

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Trainer Marco Wilke über das 1:1, den "Auswärtsfluch" – und nicht gegebene Elfmeter.

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Beim ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr von Johann Gajda zum BFC Preussen kamen die Lankwitzer auf eigenem Platz gegen SD Croatia zu einem 1:1 (0:0). Nach der Pause hatte der sehenswerte Volleyschuss von Marcel Berner zum 1:0 (54.) sogar Hoffnungen auf den wichtigen Dreier geweckt – die Gäste kamen aber noch zum Ausgleich.


Hören Sie morgen auch das Gespräch mit Croatia-Trainer Marco Wilke


So rutschten die Preussen in der Tabelle zunächst auf den ersten Abstiegsplatz. Der neue Trainer ist dabei ein alter Bekannter an der Malteserstraße - schon vor über zehn Jahren trug Johann Gajda dort die sportliche Verantwortung, als die Preussen noch in der (damals) viertklassigen Oberliga spielten.

J. Gajda

Nach der Partie am Sonntag sprach Berlinsport Aktuell mit Johann Gajda über das 1:1, Perspektiven, alte Zeiten – und auch, was zwischendurch passiert ist.

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Sparta will Verfolger unter Druck halten

'Ready to rumble': die Spieler des SV Sparta gehen als Topteam in die Rückserie

Tabellenführer Sparta empfängt Aufsteiger Frohnauer SC +++ Stürmt Stern gegen Türkspor auf Platz 2? +++ Einziges Samstagsspiel: Empor - SCC +++ "Verfolgerduell" im Grunewald: BSC - Mahlsdorf +++

Bereits frühzeitig stand in dieser Woche fest, dass der Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nordost ohne Beteiligung der fünf Berliner Vereine über die Bühne gehen wird. Ob in der Hauptstadt (Dynamo, Viktoria) oder in Brandenburg (BAK) bzw. Sachsen (Altglienicke, Hertha II) wurden die Spielflächen für die jeweiligen Partien nicht freigegeben. Ganz anders stellt sich (bisher) die Situation in der Berlin-Liga dar – die höchste Spielklasse der Stadt geht mit vollem Programm an diesem Wochenende an den (Rückrunden-)Start. Insgesamt sind es zwar nur acht Spiele, das neunte (Füchse - Tasmania) war aber schon im vergangenen Jahr auf den 24. März verlegt worden. Somit also die beste Gelegenheit, sich mal wieder mit dem ganz regionalen Fußball zu beschäftigen.


Zu den genauen Ansetzungen des 18. Spieltags der Berlin-Liga


SV Sparta - Frohnauer SC
Das Topteam der Liga kommt in dieser Saison ja aus Lichtenberg - der SV Sparta dominierte die Hinserie in vielerlei Beziehung. Mit Abstand die beste Offensive, die (nach Stern 1900) zweitbeste Abwehr, bester Torschütze (Sejdić, 16 Tore), meiste Punkte auf des Gegners Platz. Dazu hat die Mannschaft von Trainer Dragan Kostić in der zweiten Saisonhälfte reichlich Gelegenheit, auch ihre Heimbilanz aufzupolieren: 10-mal werden die Lichtenberger nämlich noch an der heimischen Fischerstraße antreten. So auch am Sonntag zum Jahresauftakt gegen den Frohnauer SC. Der Aufsteiger hat nach schlechtem Start (fünf Punkte aus den ersten zehn Spielen) Fuß gefasst in der Berlin-Liga und dabei aus seinen letzten sechs Spielen der Hinserie 15 Punkte eingesammelt. Im Hinspiel auf dem Frohnauer Poloplatz konnte sich Sparta am Tag der Deutschen Einheit auch erst durch ein spätes Tor von – wem sonst? – Saned Sejdić mit 3:2 durchsetzen. Zuhause will der Spitzenreiter nun selbstverständlich ebenfalls den Dreier – nicht zuletzt, weil man den Vorsprung auf den spielfreien Verfolger SV Tasmania zumindest „virtuell“ sogar ausbauen könnte.

SFC Stern 1900 - Berlin Türkspor

Schiedlich-friedlich: Letzte Saison trennten sich Stern und Türkspor in Steglitz nach späten Treffern mit 1:1

Mit einem Heimsieg gegen Berlin Türkspor könnte sich der SFC Stern 1900 dabei vorerst auf die Vizeposition der Spielklasse schieben. Die traditionell offensivstarken Steglitzer können sich diese Saison bis dato auf die beste Defensive (17 Gegentore) verlassen, blieben in acht Partien ohne Gegentor. Allerdings holte man zuhause an der Schildhornstraße bisher „nur“ genau so viele Zähler (17 in bisher acht Heimspielem) wie auf des Gegners Platz. Die Gäste aus Charlottenburg-Nord haben sich dagegen nach Startschwierigkeiten auf einen respektablen 8. Platz vorgearbeitet. Gegen Ende der Hinrunde holte Türkspor dabei 13 von 15 möglichen Punkten, musste dann aber zum Jahresabschluss bei Tabellenführer Sparta ein „Streichresultat“ (0:5) hinnehmen. Zur Rückserie sitzt beim Team vom Heckerdamm nun Ex-Profi Faruk Namdar (44, früher u. a. TeBe, Ankaragücü/TR) auch offiziell auf der Trainerbank.

SV Empor - SC Charlottenburg (Sa.)
Den Auftakt der 18. Runde bestreitet am Sonnabend bereits der SV Empor im Vergleich mit dem SC Charlottenburg. Mit Nils Kohlschmidt, dem Rückkehrer auf den Trainerposten im Prenzlauer Berg, dürfen sich Spieler, Verantwortliche und Umfeld über eine starke Hinrunde und Platz 5 freuen. Faustpfand des SVE ist dabei die Heimstärke: 18 Punkte aus sieben Partien im Jahnsportpark sind fast perfekt. Beim SCC sind die Relationen dagegen andere: nach zwischenzeitlich sieben Niederlagen in Serie kann man auch beim Aufsteiger mit der kleinen Zwischenbilanz unter dem neuen Trainer Jörg Riedel (früher u. a. SC Staaken) ganz zufrieden sein: vier Punkte gab es aus den letzten drei Partien 2018. Damit konnte man immerhin mit dem ersten Nichtabstiegsplatz (Preussen, 13 Punkte) gleich ziehen.

Berliner SC - Eintracht Mahlsdorf

Zurück in der Liga: Daniel Volbert

Das Topspiel des Rückrundenauftakts findet dann am Sonntag beim Berliner SC statt, der Eintracht Mahlsdorf empfängt. Mit dem Umbruch beim BSC kam der Verein dabei erstaunlich gut zurecht - mit 33 Punkten aus 15 Spielen spielten sich die Grunewalder unter die Topteams der Liga. Zwei Heimpleiten zum Hinrundenabschluss gegen Sparta (0:5) und Empor (0:2) dämpften die Euphorie an der Hubertusallee allerdings. Ebenso wenig war aber auch zu erwarten, dass Eintracht Mahlsdorf nach der Hinrunde nur Tabellensechster sein würde. Am Ostrand der Hauptstadt hatte man sich vor der Spielzeit schließlich selbst zum Kreis der Topfavoriten gezählt - 27 Punkte sind dafür allerdings (bisher) deutlich zu wenig. Mit Spannung erwartet werden darf dabei nun das Debüt von Daniel Volbert auf der Eintracht-Trainerbank: 14 Zähler Rückstand auf die Spitze sind zwar eine Menge Holz, aber der eigentlich perspektivisch verpflichtete Coach ist auch bekannt dafür, die Flinte nicht vorzeitig ins Korn zu werfen. Im Hinspiel siegten die Mahlsdorfer übrigens deutlich mit 4:0.

Weitere Spiele am Sonntag

Noch ohne Auswärtssieg: Croatia-Coach Marco Wilke

Zum „High Noon“ geht es am Sonntag zweimal um richtungweisende Punkte. TuS Makkabi (21 Zähler) muss zuhause die Spandauer Kickers (17) auf Abstand halten – und der BFC Preussen (13) will mit dem neuen Trainer Johann Gaida (schon zu Oberligazeiten in Lankwitz im Amt) gegen die SD Croatia (24) das bislang magere Konto aufstocken, um gleich den ersten Schritt Richtung sichere Plätze zu gehen. Die Gäste aus Tempelhof warten dabei immer noch auf den ersten Auswärtssieg 2018/19.

Al-Dersimspor könnte mit einem Heimsieg gegen Berolina Stralau einen wichtigen Erfolg feiern und den Anschluss an das hintere Mittelfeld der Tabelle herstellen – die Gäste brauchen als Vorletzte allerdings selbst jeden Zähler. Zeitgleich treten dann noch zwei Teams gegeneinander an, die mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein können. Der TSV Rudow liegt auf dem 7. Platz (27 Punkte) bislang voll im Soll, Türkiyemspor ist nur zwei Punkte dahinter auf Rang 9 vielleicht sogar überraschend gut im Rennen. Im Hinspiel musste der Aufsteiger bei der späten 1:2-Heimniederlage noch Lehrgeld bezahlen, nun gibt es an der Rudower Stubenrauchstraße die Gelegenheit zur Revanche.

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1. Bundesliga 2019: Frauen der SG Neukölln holen Bronze, Männer belegen Platz 5

Die Mannschaften der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben die diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Essen erfolgreich abgeschlossen. Am 2./3. Februar wurde im Sportbad Thurmfeld in 39 Wettkämpfen die 1. Bundesliga ausgeschwommen.

Die Damen erschwammen sich mit 26.498 Punkten hinter dem Zweitplatzierten SV Nikar Heidelberg (27.130 Punkten) und dem Sieger SV Würzburg (28.276 Punkten) die Bronzemedaille. Das letzte Mal hatten sie 2011 auf dem Treppchen gestanden – damals reichte es ebenfalls für Bronze.

Die Herren hatten mit Max Nowosad und Erik Steinhagen zwei krankheitsbedingte Ausfälle zu verkraften. Dennoch konnten sie mit dem 5. Platz (27.472 Punkte) ein bemerkenswertes Ergebnis vorweisen.

Die punktbeste Leistung erbrachte bei den Neuköllner Damen Josephine Tesch mit 785 Punkten (400m Freistil in 4:14,22 Minuten), bei den Männern Neuzugang Ramon Klenz mit 815 Punkten (200m Schmetterling in 1:56,22 Minuten).

Text und Foto: SG Neukölln

Nachdem der FC Viktoria 89 Mitte Dezember Insolvenz anmelden musste, lief die Uhr in Lichterfelde – bis Ende Januar galt es, einen neuen Geldgeber zu finden, um die Eröffnung des Verfahrens und eine drohende Einstellung des Spielbetriebs zu vermeiden. Schon eine Woche vor Ablauf der Frist aber konnte man bei den Himmelblauen zunächst Entwarnung geben – eine Investorengruppe hatte nach Verhandlungen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Prof. Dr. Torsten Martini vertraglich signalisiert, mit der erforderlichen Finanzspritze den Spielbetrieb vorerst zu sichern. Erwartungsgemäß haben in der Winterpause einige Spieler den Verein verlassen, der sich obendrein durch den 9-Punkte-Abzug in der Rückrunde auch noch mit dem Thema "Klassenerhalt" beschäftigen muss.

R. Teichmann

Berlinsport Aktuell sprach mit Viktorias Sportdirektor Rocco Teichmann am ursprünglichen Stichtag des Fristendes über die vergangenen Wochen – und wie man die zweite Saisonhälfte angeht.

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Im ersten Viertelfinale des Berlin-Pokals setzte sich am Donnerstagabend Favorit Tennis Borussia gegen Fortuna Biesdorf am Ende deutlich mit 6:0 (2:0) durch. Zwei Tore von Rockenbach da Silva, aber auch zwei Platzverweise gegen die Gäste im ersten Durchgang sorgten beizeiten für ungleiche Verhältnisse. Nach der Pause konnte der Landesligist - so gut es eben ging - nur noch auf Schadensbegrenzung spielen. Dennoch schraubten die Lila-Weißen das Ergebnis durch weitere Treffer von Steinpilz, Rockenbach, Göwecke und Neuzugang Turhan am Ende auf 6:0.

T. Dominok

D. Kutrieb

Berlinsport Aktuell sprach nach dem Abpfiff mit den Trainern Toralf Dominok (Biesdorf) und Dennis Kutrieb (TeBe).

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Berliner Duo siegt mit einer Runde Vorsprung - Levy zum achten Mal bei Sprintern erfolgreich

Dank eines furiosen Schlussspurts hat sich das Duo Roger Kluge/Theo Reinhardt (Foto oben) den Titel im 108. Berliner Sechstagerennen gesichert. Vor der abschließenden Großen Jagd am späten Dienstagabend war noch für vier weitere Teams der Sieg im Bereich des Möglichen, der Angriff von Kluge/Reinhardt 13 Runden vor dem Ende sicherte dem Berliner Gespann dann schließlich den Erfolg mit einer Runde Vorsprung vor dem dänischen Duo Hester/Mørkøv und Graf/Müller (AUT). Der Niederländer Wim Stroetinga (zuletzt zwei Siege mit Youri Haevik) verpasste die Gelegenheit, als erster Fahrer bei den Berliner Sixdays dreimal in Folge zu gewinnen - mit seinem belgischen Kollegen Robbe Ghys wurde er am letzten Tag noch auf Rang 4 durchgereicht.

Bei den Sprintern ging der Gesamtsieg zum bereits achten Mal an den gebürtigen Berliner Maximilian Levy (kl. Foto, r.), der für Cottbus startet. Der 33-Jährige verwies mit 273 Punkten am Ende die Russen Denis Dmitriev (233) und Shane Perkins (211) deutlich auf die Plätze.

Die Veranstalter konnten mit rund 55.000 Zuschauern an den sechs Veranstaltungstagen im Velodrom an der Landsberger Allee zufrieden sein. Bereits am morgigen Donnerstag geht es mit den Sixdays in Kopenhagen (Dänemark) in das nächste Rennen der internationalen Serie.

 

Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé