Autoren-Archive: Hagen Nickele

HARLEY AS GIBT RECHTZEITIG GAS

Im Gegensatz zum Aprilwetter im Januar - bei 7 Grad wechselten sich dichte Wolken, aus denen gelegentlich ein paar Regentropfen fielen, und Sonnenstrahlen munter ab - kannte die Regie, was die Rennverläufe betraf, fast nur eine Szene für die späteren Sieger, die da lautete: Früh in Front fahren und niemanden vorbeilassen. Einziger Ausreißer aus dieser Prozedur, die zudem extrem favoritenlastig daherkam und die vermutlich eher unglücklichen richtigen Spürhunde für die V4-Wette mit 147:10, für die V5-Aufgabe mit 885:10 wenig spendabel entlohnte, war ausgerechnet der als extremer Frontrenner verschriene Harley As.

Der Fuchs stiefelte zwar mit gewaltigem Antritt nach vorn, doch hatte Victor Gentz nichts dagegen, sich von Favorit Tragopan Jet nach 600 Metern ablösen zu lassen. Was nach einer schwierigen Kiste Richtung Freiheit zu werden drohte, weil Franz Klein mit Opalis die Bude zuzunageln drohte, entwickelte sich zur leichten Übung, als die tapfere Stute nicht mehr ganz mitkam. Die Lücke nutzen und zum lockeren Eine-Länge-Sieg in der Tagesbestzeit von 1:14,7 davonstieben waren fast ein Kinderspiel für den immer umgänglicher werdenden Wallach, „der sich gerade in den Bögen zunehmend besser regulieren lässt. Das war vorher seine Schwachstelle, die wir gut in den Griff bekommen haben“, verriet Victor Gentz beim Siegerinterview.

AUFTAKT GEHT AN ELSA HANOVER

Dominierten das 1. Rennen: Elsa Hanover und Fahrer Thomas Panschow (Foto: ©Marius Schwarz)

Ansonsten waren die Pferde aus drei verschiedenen Trainingszentralen des Stalles Mommert für den roten Faden der Veranstaltung zuständig. Den Reigen eröffnete Thomas Panschow mit der von Michael Larsen vorbereiteten Elsa Hanover, die für 19:10 vor dem Feld ihre einsamen Kreise zog und 2½ Längen vor Giacomo und dem in der Todesspur nicht durchdringenden Flying Marceaux beim fünften Versuch ihrer immer wieder für längere Zeit unterbrochenen Karriere die Maidenschaft ablegte. So, wie sie die heutige Aufgabe im schlanken Gang löste, sollte die kleine Schwester des großen Cash Hanover lang Versäumtes rasch nachholen.

JE ZWEIMAL THOMAS HOLTERMANN UND ROBBIN BOT

Danach regierte Trainer und Fahrer Thomas Holtermann für den Mariendorfer Bahnbesitzer zweimal in Folge mit eiserner Faust. Zwar musste er mit Ear to Earth zunächst Grazia Greenwood das Sagen überlassen, bekam jedoch von der Stute auf nachdrückliches Bitten den Staffelstab eine Runde vor Schluss überreicht und gab ihn nicht wieder her. „Ist vorn und bleibt dort“ hieß es 25 Minuten später für Meghan Trainor, die Start-Ziel regierte wie eine Fürstin und nach 400 Metern der zarten Anfrage Exclusive Fires ums Kommando ein klares „No“ entgegen schmetterte. Der dritte Sieg in Folge der wie Ear to Earth auf dem Gestüt Westerau zur Welt gekommenen Manofmanymissions-Tochter fiel mit fünf Längen Vorsprung turmhoch überlegen aus und bescherte ihren vielen Anhängern bei 14:10 die niedrigste Sieg-Quote des Tages.

Nur zwei Punkte mehr gab’s für den Schweden Out of the Slums, der den langen 2500-Meter-Kanten wie von Robbin Bot vorhergesagt leicht beherrschte: „Die 20 Meter macht er bei seiner Startschnelligkeit in Windeseile wett“, hatte der Ersatzmann für den in Vincennes weilenden Michael Nimczyk prophezeit, „einzig Gobelin könnte uns ein wenig Kopfzerbrechen bereiten.“ Genau der bekam den Bänderstart unerwartet zügig hin und setzte sich nach einer halben Runde vors Feld. Da war der einstige Sieger des Shootingstar-Cups bereits auf dem Vormarsch, bekam wenig später den Taktstock auf dem Silbertablett überreicht und ließ ihn sich nicht mehr entreißen, so sehr sich Gobelin auch ins Zeug legte. Das war zugleich der vierte Punkt für den Stall von Ulrich Mommert und der zweite für Wolfgang Nimczyk. In ähnlicher Manier hatte Bot drei Rennen zuvor William Scott für den deutschen Trainerchampion nach Hause geschaukelt, wobei er nach einer total verbummelten Partie höllisch auf der Hut sein musste: Im spannendsten Finish des Nachmittags bekam nicht etwa die in seinem Windschatten lauernde Maine, sondern Tiffany Diamant im Einlauf auf einmal enorm flinke Beine und flitzte auf einen „Hals“ heran.

SMILLA MIT PREMIERE - SAMMY ÜBERLEGEN - ADONIS CG ERWARTET STARK

Das richtige Gespür für Gegner und Geläuf hatte im ersten Amateurfahren Smilla und schaffte in der Hand von Uwe Stamer beim achten Engagement endlich den ersten Sieg, nachdem sie im Vorjahr in Trial-, Standard- und PMU-Rennen als stets vorn Platzierte ordentlich was in die Kasse getrabt hatte. Umso leichter fiel der stramm marschierenden Sam-Bourbon-Tochter der überlegene Neun-Längen-Treffer, weil sich die ausgeguckten Hauptgegner Magister und Ring the Bell am Start erheblich versäumt hatten.

Noch einmal kam Sam Bourbon als Erzeuger zu Ehren: Franz Klein setzte sich mit Sammy gegen Bonjour Ganyboy AM verblüffend leicht für die Frontlage durch, schob dort einen Kilometer lang eine ruhige 1:21-Kugel und hatte hinten heraus so viel Körner intus, dass ihm auch der von Iris Kopp umsichtig innen gehaltene Falco nicht ans Leder kam. Mit 56:10 sorgte er für die höchste Sieg-Quote des Tages.

Den letzten Farbtupfer setzte der Bayer Adonis CG, dessen Mariendorfer Weste beim vierten Besuch so makellos blieb, wie es sich für einen Gott der Schönheit gehört. Er erbte das Zepter von der wie der Deibel vorneweg rasenden Let’s Twist a Lot, die im zweiten Bogen schwer aus dem Dreh kam. Fortan konnte sich Josef Sparber 40 Meter vor den Verfolgern alles bestens einteilen; erneut war am Totalisator bei 18:10 Schmalhans Küchenmeister.

Umsatz bei 9 Rennen: 109.452,26 Euro (incl. 79.363,16 Euro Außenumsatz)

Nächster Renntag des BTV: Sonntag, 10. Februar 2019

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


Nach dem zweiten Aufstieg seit dem Jahr 2016 spielen die SF Charlottenburg-Wilmersdorf 03 nun in der schwierigen 1. Abteilung der Landesliga. Da können Mannschaft und Trainer Thorsten Thielecke mit der Ausbeute zur Halbserie ganz zufrieden sein: mit 18 Punkten stehen die Sportfreunde auf dem 11. Platz, immerhin sieben Zähler vor den Abstiegsrängen.

Trotz Anlaufschwierigkeiten und nur einem Punkt nach dem 5. Spieltag fuhr der Neuling aus den folgenden fünf Partien immerhin elf Zähler ein. Dabei konnte man arrivierte Teams wie Brandenburg, Hilalspor und Mahlsdorf II sogar "zu Null" besiegen. Im letzten Drittel der Hinrunde gab es dann zwar noch zwei weitere Siege, aber auch drei heftige Niederlagen mit insgesamt 0:18 Toren. In der Rückrunde werden es die Charlottenburg-Wilmersdorfer in den ersten neun Spielen dann ausschließlich mit Vereinen aus den aktuellen "Top 10" der 1. Abteilung zu tun bekommen. Holen sie aus diesen Vergleichen nur annähernd so viele Punkte wie im ersten Halbjahr (16) und ein paar mehr gegen die abstiegsbedrohten Teams, sollte auch nächste Saison Landesliga-Fußball im Stadion Wilmersdorf zu sehen sein.

M. Janke

Berlinsport Aktuell traf am Rande des Tests beim SV Tasmania den neuen Co-Trainer Mirko Janke ("Chef" Thielecke fehlte wegen Erkrankung), der freundlicherweise Rede und Antwort stand.

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Rein von den Zahlen her legte der Neuling einen fürchterlichen Start in die Saison 2018/19 hin: nach sieben Spieltagen stand die SP.VG. Blau-Weiß 90 lediglich mit einem Punkt und - vielleicht noch besorgniserregender - ohne jeden Torerfolg da. Der erste Treffer brachte dann aber endlich auch den ersten Sieg (1:0 bei Hertha 03 am 8. Spieltag). Insgesamt sammelten die Mariendorfer dann aus neun Partien noch 16 Punkte und schoben sich in der Tabelle zur Winterpause bis auf den 11. Platz vor.

M. Meister

Berlinsport Aktuell sprach am Rande des Regio-Cups (6. Januar) mit Blau-Weiß-Präsident Michael Meister über den schwierigen Saisonstart, das (verspätete) Eintreffen der Erwartungen - und die Aussichten auf Erfüllung des "Fünfjahresplans".

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Nach einer schwierigen vergangenen Saison, in der der Klassenerhalt erst in der Relegation unter Dach und Fach gebracht werden konnte, überraschte CFC Hertha 06 die Experten in dieser Spielzeit bislang positiv. Mit 25 Punkten und dem 6. Platz hatten nach dem ersten Halbjahr jedenfalls sicher nur die Wenigsten gerechnet. Doch das Trainerteam um Murat Tik und Assistent Erkan Erdem stellte einen Kader aus ein paar erfahrenen, vor allem aber aus jungen Spielern zusammen, der bislang die Erwartungen übertraf.

E. Erdem

Berlinsport Aktuell sprach am Rande des Regio-Cups (6. Januar) mit Erkan Erdem.

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Der SV Lichtenberg 47 hat nach dem ersten Halbjahr der NOFV-Oberliga Nord mit 40 Punkten eine weitere, vereinseigene Bestmarke aufgestellt. Doch im Unterschied zu vergangenen Jahren, als man etwa Optik Rathenow oder der VSG Altglienicke auf den Fersen sein musste, ist "47" diesmal als Tabellenführer selbst das Maß der Dinge. Tennis Borussia (39 Punkte), der Greifswalder FC (36) und der FC Hertha 03 (33) dürften bis zum Sommer die hartnäckigsten Konkurrenten um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost sein.

B. Plötz

Berlinsport Aktuell sprach am Rande des Regio-Cups (6. Januar) mit dem Sportlichen Leiter der Lichtenberger, Benjamin Plötz.

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An diesem Sonnabend geht es für die Berliner VertreterInnen im Hallenhockey um den Einzug in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Im Viertelfinale treffen Damen und Herren des Berliner Hockey Clubs bzw. der Zehlendorfer Wespen auf die topplatzierten Teams der Süd-Staffel.

BERLINER HOCKEY CLUB

Heimvorteil: BHC-Damen und -Herren genießen am Sonnabend die Unterstützung im Cole-Sports-Center

Damen: BHC - TSV Mannheim (13.30 Uhr); Herren: BHC - Münchner SC (16 Uhr)

Wie im letzten Jahr gewannen Damen und Herren des BHC die Ost-Staffel und genießen wieder Heimrecht im Viertelfinale. Das soll dann aber schon genug der Parallelen sein, schließlich verpassten beide Teams in einer Doppelveranstaltung - die Damen nach einem 3:5 gegen Uhlenhorst Mülheim, die Herren mit 4:5 gegen den Crefelder HTC - die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Auch am Sonnabend sind die zwei BHC-Equipes nacheinander im Cole-Sports-Center am Hüttenweg zu erleben, wenn es um den Einzug in das Final Four in Mülheim/Ruhr Ende Januar geht. Anders als im Vorjahr sind diesmal allerdings die beiden zweitplatzierten Vertreter aus dem Süden die Kontrahenten.


Alle Viertelfinalpartien lassen sich im Internetstream des Deutschen Hockey-Bundes verfolgen


Die BHC-Damen treten dabei ab 13.30 Uhr gegen den TSV Mannheim an, der mit 25 Punkten immerhin die größte Ausbeute aller Zweiten in den acht Gruppen (also Männer inklusive) erzielen konnte. Hält die starke Defensive der Blau-Roten - mit nur 20 Gegentoren kassierten sie die wenigsten Treffer aller Teams im gesamten Wettbewerb - auch dem überregionalen Vergleich stand, haben sie eine gute Chance, diesmal das Ticket für die Endrunde zu lösen.

Die Herren des Berliner Hockey Clubs erwarten im Anschluss (16 Uhr) den Münchner SC. Der musste nach dem 3:6 im direkten Duell am letzten Spielwochenende dem Konkurrenten TSV Mannheim Platz 1 überlassen und konnte die Scharte dann nicht mehr auswetzen. Das durchaus in beiderlei Hinsicht positiv zu bezeichnende Torverhältnis des BHC von 97:31 Toren steht am Sonnabend nun ebenfalls - wie bei den Damen - auf dem deutschlandweiten Prüfstand.

Pluspunkt für die BHC-Teams dürfte der Heimvorteil im sicherlich ausverkauften Cole-Sports-Center sein - allerdings gilt es bei einem jeweils eng zu erwartenden Spielverlauf gleichfalls, kühlen Kopf zu bewahren. Übrigens: während die BHC-Damen seit der Wende all ihre sechs Meistertitel in der Halle (zuletzt 2013) erringen konnten, siegten die BHC-Herren letztmals 1975 unterm Dach - seither ging keine Trophäe im Männerbereich mehr nach Berlin.

ZEHLENDORFER WESPEN

Nichts zu verlieren: die Herren der Zehlendorfer Wespen

Damen: Mannheimer HC - Wespen (14 Uhr) ; Herren: TSV Mannheim - Wespen (17.30 Uhr)

Eine ganz andere Ausgangsposition haben die beiden Teams der Zehlendorfer Wespen. Sowohl die Damen als auch die Herren qualifizierten sich als Zweite erst am letzten Spieltag für das Viertelfinale - was für die ZehlendorferInnen allein schon mal ein toller Erfolg ist. Insofern nimmt man die Auswärtsspiele inklusive verhältnismäßig weiter Anreise sportlich und kann die Außenseiterrolle durchaus genießen.

Das Damen-Team hat dabei am letzten Sonntag schon mal den Härtetest bestanden: beim ATV Leipzig gelang im „Endspiel“ um Platz 2 der Ost-Staffel ein 6:5-Sieg - um Nervenkostüm und Selbstvertrauen der Zehlendorferinnen muss man sich also vor dem Viertelfinale bei den starken Frauen des Mannheimer HC (Samstag, 14 Uhr) erst mal keine Sorgen machen.

Die erwiesen sich mit 28 Punkten in der Süd-Staffel als der bessere der beiden Clubs aus der kurpfälzischen Residenzstadt und siegten somit zum fünften Mal in Folge in ihrer Gruppe. Die Bilanz des MHC im Viertelfinale fällt in diesem Zeitraum allerdings unentschieden aus: zweimal schied man aus, zweimal erreichte man die Endrunde - u. a. 2016 durch ein knappes 2:1 gegen die Damen des TuS Lichterfelde. Die Wespen-Frauen stehen dagegen erstmals seit 2002 wieder im Viertelfinale - damals gab es eine 5:7-Niederlage bei Klipper Hamburg.

Auch die Zehlendorfer Herren hatten in der anstrengenden Schlussphase der Ost-Staffel mit drei Partien binnen fünf  Tagen das bessere Ende für sich - in diesem Fall mit einem Punkt Vorsprung gegenüber dem TC Blau-Weiss. Ebenso wie die Damen-Vertretung muss man zum Viertelfinale nach Mannheim reisen, dort allerdings geht es gegen den TSV (Samstag, 17.30 Uhr). Der hatte sich - siehe oben - am letzten Spielwochenende gegen den Münchner SC entscheidend durchgesetzt. Schon letztes Jahr wurde man im Süden Erster, zuvor kam man aber eher über den zweiten Platz ins Viertelfinale - 2013 und 2016 war dabei jeweils beim BHC Schluss.

Die Wespen-Herren schafften dagegen seit 2010 immerhin zum vierten Mal den Einzug in die Runde der letzten Acht - einmal reichte es dabei sogar zum Weiterkommen. In der Saison 2012/13 kam für die Zehlendorfer erst im Halbfinale das unglückliche Aus gegen Mülheim (8:9 nach 7m-Schießen) - zuvor hatte man sich auswärts 6:5 durchgesetzt: in Mannheim, allerdings beim MHC.

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Nach dem ersten Halbjahr ist Tennis Borussia auf Platz 2 (und mit einem Punkt Rückstand auf Lichtenberg 47) voll im Aufstiegsrennen dabei, im Pokal wurde das Viertelfinale erreicht.

D. Kutrieb

Zeit für ein Zwischenfazit bzw. einen Ausblick auf die Rückrunde – Te-Be-Trainer Dennis Kutrieb stand Berlinsport Aktuell am Rande des Regio-Cups für ein Gespräch zur Verfügung. Darin ging es auch um den Disput zwischen Teilen der lila-weißen Fans und dem Vorstand – und Futsal, dem Kutrieb nach Möglichkeit immer noch beim FC Liria nachgeht.

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Vergangene Saison verpasste die SG Neukölln das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft denkbar knapp. Über den 5. Platz wurde man immerhin noch mit der Teilnahme an der LEN-Trophy im September in Savona (Italien) belohnt, wo die Neuköllner Erfahrungen auf internationalem Terrain sammeln konnten.

Kader der SG Neukölln vom vergangenen Sonnabend

In dieser Spielzeit der Bundesliga Gruppe Pro A liegt die Schwimm-Gemeinschaft nach der klaren 4:20-Heimniederlage gegen Meister und Pokalsieger Waspo 98 Hannover allerdings immer noch auf Rang 7, bei dem es am Ende nur um den Klassenerhalt in den Play-downs ginge. Gegen den SSV Esslingen soll nächsten Sonnabend mit dem ersten Saisonsieg deshalb die Kehrtwende gelingen und das erklärte Ziel - ein Platz unter den ersten Sechs - doch noch sicher erreicht werden.

F. Chiru

Nach dem Spiel am Samstag sprach Berlinsport Aktuell mit Florinel Chiru, dem Assistenten von SG-Trainer Thomas Schertwitis.

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Linda Matzky gewinnt das Stamer-Cup-Finale

Die Amazone siegt mit Ring the Bell. Michael Nimczyk glänzt mit TomNJerry Diamant und führt auch Stradivari und Chance Classique auf die Ehrenrunde.

Das Duo Ring the Bell mit Linda Matzky im Sulky war im FInale des Stamer Cup nicht zu schlagen (Foto: ©Marius Schwarz)

Bei der Auftaktveranstaltung der Mariendorfer Saison 2019 stand das Finale des Stamer-Cups im Mittelpunkt. Neben den Bestplatzierten bzw. Nachrückern der im vergangenen Jahr auf beiden Berliner Bahnen ausgetragenen Läufe waren auch die drei Ersten des vom Norddeutschen Amateurfahrer-Verein organisierten Fördercups teilnahmeberechtigt. Das Ereignis wurde zwar von tristem Regenwetter begleitet. Aber das wird vermutlich zumindest Linda Matzky ziemlich egal gewesen sein, denn die Amazone holte sich vor Uwe Stamer und Leo Hönig den Finalsieg.

Ihr Glücksbringer hieß Ring the Bell. Die Stute kämpfte kurz um die Führung mit und ergatterte dann die Idealposition als zweites Pferd innen. Die von Trainer Thorsten Tietz ausgegebene Order lautete zwar, erst auf der Zielgeraden richtig loszufahren. Doch als sich bereits im Schlussbogen die entscheidende Lücke auftat, ergriff Linda Matzky beherzt die Initiative und führte Ring the Bell in 17,3/1.900m zu einem völlig ungefährdeten Erfolg.

Fionaro erster Sieger 2019 - Oui Cherie ganz stark

Zuvor waren aber bereits andere Pferde auf die Parade gegangen. Der erste Sieger der Mariendorfer Trabrennsaison 2019 hieß Fionaro. Sarah Kube hielt den Wallach lange unauffällig im Mittelfeld und machte erst ab dem Schlussbogen richtig ernst. Auf den finalen Metern zog der Vierjährige in 16,3/1.900m sehr souverän an dem Piloten Höwings Winston (Sebastian Gläser) vorbei.

Ebenfalls vierjährig ist Oui Cherie, die schon beim letzten Auftritt deutlich gesteigert war. Die Timoko-Tochter aus dem Besitz von Henno Sürder scheint sich für ihre Rennlaufbahn wohl einiges vorgenommen zu haben, denn ihr Trainer und Fahrer Victor Gentz äußerte sich bereits im Vorfeld sehr optimistisch. Oui Cherie ließ der positiven Einschätzung prompt Taten folgen, übernahm auf der Tribünengeraden das Kommando und gewann in beeindruckendem Stil.

Nimczyk zweimal deutlich vorne und...

Wenig später durfte sich Henno Sürder über einen weiteren Besitzererfolg freuen, denn Stradivari siegte in der Hand von Michael Nimczyk – und in was für einem Stil! Der Hengst übernahm sofort die Führung und wurde seiner Stellung als 13:10-Topfavorit vollauf gerecht. Stadivari ließ den Gegnern nicht den Hauch einer Chance und raste in 14,5/1.900m mit fünf Längen Vorsprung über die Linie.

In nahezu identischer Manier schlug der Goldhelm kurz darauf mit Chance Classique zu, denn die Stute ergatterte trotz vierzig Meter Zulage ebenfalls rasch das Kommando und lief dann ein einsames Rennen gegen die Uhr, denn keine ihrer Konkurrenten konnte der Siebenjährigen auch nur annähernd folgen.

...beim dritten Mal mit Geschick und Geschwindigkeit

Siegten in Tagesbestzeit: TomNJerry Diamant und Fahrer Michael Nimczyk (Foto: ©Marius Schwarz)

Ganz anders war der Verlauf beim dritten Tagessieg des Deutschen Meisters, denn beim Triumph mit TomNJerry Diamant überließ Michael Nimczyk dem von Victor Gentz gesteuerten Iron Steel die Rolle des Tempomachers und legte sich mit seinem Pferd dahinter an der Innenkante auf die Lauer. Als sich im Einlauf aber die entscheidende Lücke auftat, ging TomNJerry Diamant sofort auf und davon und lieferte in 14,2/1.900m die schnellste Leistung des gesamten Nachmittags ab.

Angesichts dieses imposanten Auftritts könnte sich der Hengst in den kommenden Monaten zweifellos zu einem der Stars des Rennstalls von Ulrich Mommert entwickeln. Die Voraussetzungen, die der Muscle-Hill-Sohn mitbringt, sind einfach ideal. Denn dank seines blitzschnellen Antritts kann sich der Dunkelbraune stets eine gute Ausgangslage sichern.

Wagner: Noch zwei Siege bis zum 1000.

Für Daniel Wagner geht es langsam aber sicher auf den tausendsten Fahrersieg seiner Berufskarriere zu. Treffer Nummer 998 war für den „Langen“ mit Howard T fällig. Der für die Farben von Hans Joachim Tipke laufende Wallach schoss sofort in Front und bestimmte das Geschehen nach Belieben. Der Braune bleibt somit auch nach fünf Starts ungeschlagen. Daniel Wagner: „Es macht riesig Spaß, so ein tolles Pferd zu fahren!“

Das wird Sönke Gedaschko sicherlich auch von Magister behaupten – obwohl der Wallach nicht ganz so häufig im Winner-Circle auftaucht wie Howard T. Für seinen norddeutschen Besitzer legt sich Magister aber stets treu ins Zeug und sein Kampfwille wurde daher verdient mit einem Volltreffer belohnt. Trotz mäßigem Beginn und ungünstigem Verlauf in zweiter Spur war der Wallach auf der Zielgeraden eindeutig das beste Pferd.

Lovers Hall siegt im Handicap - Imperia wird verabschiedet

Lovers Hall hatte bereits auf höchster Jahrgangsebene so manche kräftezehrende Schlacht bestritten – doch diesmal fand sich der Fünfjährige tatsächlich in einer als Handicap ausgeschriebenen Prüfung wieder. Mit seinem Trainer Thorsten Tietz im Sulky ließ sich der Traber diese Gelegenheit natürlich nicht nehmen und siegte in 16,5/1.900m von der Spitze aus völlig ungefährdet.

Unmittelbar nach diesem Rennen wurde Imperia verabschiedet. Der 122. Start war der letzte in der Laufbahn der Stute, die 14 Prüfungen gewann und für ihren Besitzer Uwe Stamer fast 28.000 Euro Preisgeld einheimste. Die Dunkelbraune wird nun auf der Koppel ihre Freizeit genießen.

Gesamtumsatz: 112.011,02 Euro – Bahnumsatz: 32.906,70 Euro – Außenumsatz: 79.104,32 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 27. Januar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


Die Damen der SG Rotation Prenzlauer Berg sind vor dieser Saison in die 2. Liga Nord aufgestiegen. Vor Beginn der Rückrunde befanden sich die Rot-Schwarzen dabei zwar auf einem Abstiegsrang, die drei Mannschaften vor ihnen hatten zu diesem Zeitpunkt aber nur bis zu zwei Punkte mehr vorzuweisen. So war die zu erwartende 0:3-Heimniederlage am Sonnabend gegen den Tabellenführer SV Borken (bislang alle Spiele gewonnen) zunächst kein "Beinbruch", auch weil sich die Berlinerinnen - vor allem im ersten und dritten Satz - achtbar aus der Affäre zogen.

Die erwähnte Konkurrenz konnte allerdings durch Erfolge im Tie-Break jeweils zwei Punkte erringen und setzte sich dadurch in der Tabelle etwas von der SG Rotation ab. Die kommenden beiden Partien - beim Tabellenletzten VCO Schwerin und im Derby beim BBSC in Köpenick - haben dadurch sicher noch an Bedeutung für die Damen aus dem Prenzlauer Berg gewonnen.

M. Filip

Nach dem Spiel am Samstag im SLZ Berlin stand "RPB"-Trainer Max Filip Berlinsport Aktuell für ein Interview zur Verfügung.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé