Allgemein

Strahlemänner: Daniel Böhm (l.) und Simon Rösner (M.) mit Spieler Caner Özcin und dem Meisterpokal

Nach dem 2:2 in Lichtenberg und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Nordost sprach Berlinsport Aktuell mit dem Sportlichen Leiter der VSG, Daniel Böhm, sowie mit Simon Rösner, der die Mannschaft gemeinsam mit Dennis Kutrieb trainiert.

 

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Foto+Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Am Telefon: Joachim Gaertner (BFV)

 

Die Saison 2016/17 in den Fußballligen neigt sich dem Ende zu - wie jedes Jahr kursieren verschiedenste Konstellationen über Auf- und Abstieg gerade in den Amateurklassen.

Im Telefongespräch mit Berlinsport Aktuell stellt Joachim Gaertner, Präsidialmitglied der Abteilung Spielbetrieb beim Berliner Fußball-Verband (BFV), den aktuellen Stand der Dinge dar und sorgt für Aufklärung.

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Foto: Berliner Fußball-Verband/BFV
Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Detlef Wilde (Präsident SV Tasmania)


Schon Anfang des Jahrtausends verpasste der SV Tasmania mehrfach die Berliner Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Seit der Spielzeit 2013/14 war man nun jede Saison wieder in der Spitzengruppe vertreten und ein Titelkandidat, verpasste das Ziel am Ende aber mehr oder weniger knapp. So auch dieses Jahr, wo es "nur noch" um Platz 3 bis 5 geht.

Berlinsport Aktuell sprach mit Tasmania-Präsident Detlef Wilde darüber, woran es diese Saison gelegen hat, über Ab- und Zugänge - und wie es 2017/18 dann doch klappen könnte mit den Neuköllnern und der Oberliga.

Das Gespräch wurde nach der Partie der Alt-Bundesligisten Tasmania und Blau-Weiß 90 am vergangenen Samstag aufgezeichnet.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell / Hagen Nickelé

Gold- und Silberhelm beherrschen den Renntag

Thorsten Tietz gewinnt fünf Prüfungen. Michael Nimczyk punktet doppelt. Insbesondere einige dreijährige Pferde imponieren.

Tagesbestzeit: Muscle Design mit Thorsten Tietz an den Seilen. Foto: ©Marius Schwarz

Aufgrund von mehreren im brandenburgischen Mietgendorf aufgetretenen Druse-Infektionen, von denen nach dem aktuellen Stand der Dinge aber vermutlich keine Traber betroffen sind, hatte sich der Rennverein entschlossen, in dieser Region stationierte Pferde nicht für den Start bei der Sonntagveranstaltung zuzulassen. Daher reduzierten sich einige Teilnehmerfelder und insbesondere das zweite Rennen entwickelte sich zu einem echten Unikum. Dort traten lediglich zwei Pferde gegeneinander an – nämlich Montgomery Mo mit Michael Nimczyk und Bellevue mit Thorsten Tietz. An ein spannendes internationales Race-Off oder das Finale früherer Stichfahrten konnte das Geschehen allerdings nicht erinnern.

Nimczyk gewinnt kurioses "Duell" und mit McArthur

Der Verlauf ist schnell erzählt. Nachdem Montgomery Mo die Spitze erobert hatte, reichte dem Wallach ein 19,6-Bummeltempo, um die mehr mit dem eigenen Geläuf beschäftigte Gegnerin souverän in Schach zu halten. Ungeachtet dieser recht unspektakulären Dramaturgie wurde die vermutlich langsamste Meilenprüfung der letzten Jahrzehnte aber vom Publikum sehr gut angenommen. Da die Siegwette trotz des Mini-Feldes mit einer 4.000 Euro Auszahlungsgarantie inklusive eines Jackpots in Höhe von 1.000 Euro versehen war, nutzten viele Zuschauer die günstige Gelegenheit, um mit einem Tipp auf den quasi unverlierbaren Montgomery Mo Lose für die Prämienausspielung zu ergattern.

Wesentlich spannender verlief es für Michael Nimczyk bei seinem zweiten Tagessieg im Sulky von Mc Arthur. Dass der Goldhelm riesiges Vertrauen in den für das Derby genannten Dreijährigen aus dem Besitz von Ulrich Mommert besaß, wurde schon in dem von Christoph Pellander geführten Vorab-Interview klar und der Infinitiv-Sohn erfüllte diese hohen Erwartungen voll und ganz, obwohl der in 17,0/1.900m erzielte Sieg kein Spaziergang für ihn war. Denn nachdem Mc Arthur aus dem ersten Bogen heraus das Kommando übernommen hatte und die Pace gedrosselt halten konnte, schien zwar zunächst alles in trockenen Tüchern zu sein – doch auf den letzten fünfhundert Metern erfolgte ein gefährlich ausschauender Angriff von Uldimeo (Benjamin Hagen). Mc Arthur parierte die Attacke letztlich aber sicher und scheint für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet zu sein.

Thorsten Tietz dominiert die Veranstaltung

Er war nicht der einzige Dreijährige, der überzeugen konnte. Ein tolles Karrieredebüt lieferte ebenfalls der von Thorsten Tietz trainierte und gefahrene Aurelio CG ab. Der von Roger Wittmann und seiner Lebensgefährtin Anke Huber selbst gezüchtete Igor-Font-Sohn hatte zwar ein wenig Glück, dass der Pilot Speed of Moor (Heinz Wewering) im Einlauf von den Beinen kam, Der Catch-Glory-Hengst wäre aber mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit ohnehin an dem Gegner vorbeigegangen.

Wenig später führte Tietz einen weiteren Dreijährigen in den Winner-Circle. Nämlich Nyugati, der eine Runde vor dem Ziel das Kommando übernommen hatte und im Ziel weit voraus war.

Damit ließ es der Silberhelm aber nicht bewenden, obwohl seine Fahrt mit Aura Olympic zunächst nicht nach einer Siegfuhre ausschaute. Denn die Stute bog nur als siebentes Pferd auf die Zielgerade, entwickelte dann aber höllischen Speed und holte sogar noch zweieinhalb Längen Vorsprung auf die Gegner heraus.

Eine genau entgegengesetzte Taktik wendete Berlins Champion bei seinem vierten Tagestreffer an: Muscle Design stürmte Start bis Ziel in 14,2/1.900m zum neuen persönlichen Rekord, der zugleich die schnellste Kilometerzeit der gesamten Veranstaltung war.

Und auch mit Mighty Hanover, der sich aus dem zweiten Band heraus sogar einen kurzen Startrumpler erlaubt hatte, agierte Tietz offensiv. Der Wallach zog rasch nach vorn und ließ dem zwanzig Meter besser gestellten Vulkan (Daniel Wagner) nicht den Hauch einer Chance.

Deutliche Siege bei den Amateuren

Zweimal waren an diesem Nachmittag die Amateurfahrer gefragt. Für Sarah Kube und die dänische Stute Unforgettable wurde die Aufgabe zur Spazierfahrt, denn die 15:10-Favoriten trumpften Start bis Ziel hochüberlegen mit fünf Längen Vorsprung auf.

Nach genau dem gleichen Muster gestaltete sich der Sieg von André Pögel und One and Only. Die von Daniel Wagner trainierte Stute schoss sofort an die Spitze und scheint sich für diese Saison einiges vorgenommen zu haben. Lediglich John Bull (Hans-Jürgen von Holdt) kam noch einigermaßen an die Achtjährige heran, die ihre Bestmarke auf 14,4/1.900m steigerte.

 

Gesamtumsatz: 89.172,53 Euro – Bahnumsatz: 31.325,40 Euro - Außenumsatz: 57.847,13 Euro.

Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 7. Juni statt. Es handelt sich dabei um eine PMU-Matinée. Das erste der insgesamt fünf stattfindenden Rennen wird um 11.15 Uhr ausgetragen.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein

Marco Gebhardt (Trainer Blau-Weiß 90)

Zum Auftakt des 32. Spieltags der Berlin-Liga trennten sich der SV Tasmania und Blau-Weiß 90 mit 2:2 (1:0). Nach der im Grunde bedeutungslosen Partie nahm sich BW90-Trainer Marco Gebhardt kurz Zeit für ein Gespräch.

Berlinsport Aktuell fragte nach den jüngst angekündigten, namhaften Transfers für kommende Saison bei den Mariendorfern und ob er eine Einladung von Eintracht Frankfurt zum Pokalfinale am Abend im Olympiastadion bekommen hat - schließlich spielte Gebhardt von 1997 bis 2002 für die Hessen.
 
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Auf zum Aufstieg: Die VSG Altglienicke um ihre Ex-Profis Björn Brunnemann und Torsten Mattuschka (3. u. 4. v. l.) will auch am Ende der Saison jubeln. Foto: ©Berlinsport Aktuell

Zweikampf Altglienicke vs Rathenow zwei Spieltage vor Schluss +++ VSG mit 3 Punkten im Vorteil, Optik mit besserem Torverhältnis +++ Wer wird „Meistermacher“: Hertha 06, Lichtenberg 47 – oder gar Schöneiche? +++
 

Die Aufstiegsfrage: Neuling kontra Absteiger

Alter Hase: Ingo Kahlisch, Trainer Optik Rathenow

Die NOFV-Oberliga Nord 2016/17 geht am Sonntag in ihre vorletzte Runde. Während die Abstiegsfrage bereits geklärt ist – der 1. FC Frankfurt muss die Liga sportlich verlassen, Germania Schöneiche zieht obendrein zurück -, streiten sich zwei Teams noch um Platz 1 und den Aufstieg in die Regionalliga: der derzeitige Tabellenführer VSG Altglienicke (67 Punkte, Torverhältnis + 38) und der FSV Optik Rathenow (64, + 54).

Kurioserweise also ein Team, das diese Saison in die Oberliga auf-, und eines, das in diese abgestiegen ist. „Durchmarsch gegen Wiederaufstieg“, wenn man es auf eine Formel bringen müsste. Am 29. Spieltag stellt sich nun also die Frage, ob die endgültige Entscheidung bereits fällt in diesem (Fern-)Duell. Da kann auch ein Blick auf die jeweiligen Gegner der beiden Aufstiegsaspiranten ganz hilfreich sein. Interessant: beide Topteams bekommen es noch mit Germania Schöneiche zu tun.

Schöneiche als Zünglein an der Waage?

Jenem Verein also, der erst letztes Wochenende bekannt gab, nächste Saison nicht mehr in der Oberliga antreten zu wollen. Die Moral der Mannschaft reichte immerhin für eine Halbzeit, dann wurde die Partie gegen Lichtenberg doch noch 1:6 verloren. Ob sich die Spieler in dieser Situation noch zweimal zu einem „Jetzt erst recht“ aufraffen können, scheint zweifelhaft – selbst Trainer und Sportliche Leitung sollen frustriert über die Entscheidung des Vorstands gewesen sein.

Die VSG Altglienicke bekommt es nun zuerst mit Germania zu tun, am letzten Spieltag tritt Optik Rathenow zur letzten Partie in Schöneiche an. Dem menschlichen Ermessen nach dürfte der Ausgang dieser beiden Spiele also (noch) nicht unbedingt den Ausschlag geben.

Hat Hertha 06 noch das Herz?

Betrachten wir also Gegner Nr. 2: den CFC Hertha 06, der diesen Sonntag in Rathenow aufläuft. Die Charlottenburger sind aktuell Tabellenzwölfter, die Zahlen sind allerdings durchaus zum Gruseln. Anfang Oktober 2016 war der Verein noch Tabellenführer (!) der Oberliga, danach gelang in 21 Punktspielen nur noch ein Sieg (1:0 gegen Seelow Ende Februar).

Auf Trainer Hasan Keskin folgte Frank Harzheim, der mittlerweile auch schon wieder abgelöst wurde. Ein Nachfolger steht bereits fest: Kemal Halat (45), ein ehemaliger Zweitligaprofi mit Erfahrung als Coach. Problem: Halat tritt sein Amt erst zur neuen Saison an. Bei Hertha 06 hilft man sich so mit einer Übergangslösung, an der der Sportliche Leiter Metin Acar ebenso beteiligt ist wie Mannschaftskapitän Demircan Dikmen.

Kann sich Hertha 06 nochmal so einschwören, dass man Aufstiegskandidat Rathenow in Schwierigkeiten bringt?

Immerhin konnte man Optik aber im Hinspiel ein 1:1 abtrotzen. Dennoch scheint auch in dieser Situation die Hoffnung, die man von Seiten der VSG Altglienicke auf Hertha 06 im Spiel gegen Konkurrent Rathenow setzen mag, eher unangebracht zu sein. Die VSG-Mannschaft samt Trainergespann Simon Rösner/Dennis Kutrieb konnte sich ja selbst am letzten Sonntag ein Bild verschaffen, als man an der Sömmeringstraße 5:0 siegte – und nach einer halben Stunde sowie schon drei Treffern die Entscheidung gefallen war. Überhaupt hat die VSG nach dem verpatzten Rückrundenauftakt (zwei Niederlagen in drei Partien) schnell wieder in die Spur gefunden: es folgten 10 Siege und ein Remis.

Aber auch der FSV Optik hat mit zuletzt 22 von 24 möglichen Punkten einen richtigen Lauf auf der Zielgeraden – selbst das schwierige Auswärtsspiel zuletzt bei Anker Wismar konnte das Team des erfahrenen Trainers Ingo Kahlisch kurz Schluss noch mit 4:3 für sich entscheiden.

Liga-Showdown im „Zoschke“?

Hier könnte am letzten Spieltag die Entscheidung fallen: die HOWOGE-Arena "Hans Zoschke", wie die Heimstatt von Lichtenberg 47 inzwischen offiziell heißt

Wie man es also dreht und wendet - offenbar muss die VSG Altglienicke Meisterschaft und Aufstieg aus eigener Kraft wuppen. Der Gegner am letzten Spieltag hat es allerdings in sich: es geht zum SV Lichtenberg 47. Der Tabellendritte hat in der Rückrunde 10 von 13 Spielen gewonnen (und nur eins verloren) und dabei ein Torverhältnis von 47:13 erreicht. Überhaupt ist die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann die Torfabrik der Oberliga: mit bislang 85 Treffern hat sie sogar einen mehr als Optik Rathenow auf dem Konto.

Gegen die Rathenower spielte L47 am 17. Spieltag im eigenen Stadion 1:1. Ein Ergebnis, das – sollten die größten Wahrscheinlichkeiten eintreffen – auch der VSG Altglienicke am 30. und letzten Spieltag zum großen Wurf reichen würde. Mehr darf aus Altglienicker Sicht aber wohl nicht passieren - am Pfingstsamstag, im Hans-Zoschke-Stadion zu Berlin-Lichtenberg.

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3:1-Erfolg gegen FC Viktoria 89 - Dynamo startet im DFB-Pokal 17/18

Kai Pröger (BFC Dynamo)

Der BFC Dynamo hat den Berliner Pokalwettbewerb 2016/17 gewonnen. Im Finalspiel am Abend vor 6.700 Zuschauern im Jahnsportpark setzte sich der Regionalligist gegen Mitkonkurrent FC Viktoria 89 mit 3:1 (0:0, 0:0)  nach Verlängerung durch. In den 90 regulären Minuten war das ausgeglichene Spiel noch ohne Tor geblieben, dann aber eröffnete der eingewechselte Otis Breustedt in der 96. Minute den offenen Schlagabtausch zugunsten des BFC. Viktoria kam durch ihren Kapitän Ümit Ergirdi zum Ausgleich (111.), doch ein Doppelschlag von Dynamo-Spieler Kai Pröger (118./120.) sorgte für die Entscheidung.

Der BFC Dynamo hat somit zum 5. Mal in seiner Vereinsgeschichte den Berlin-Pokal gewinnen können (nach 1999, 2011, 2013 und 2015) und vertritt die Hauptstadt im DFB-Pokal 2017/18 neben den beiden automatisch qualifizierten Clubs Hertha BSC (Bundesliga) und 1. FC Union (2. Liga).

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

SC Staaken braucht gegen Verfolger Mahlsdorf nur noch einen Punkt zur Meisterschaft +++ Schwarz-Weiß Neukölln will Klassenerhalt in Wilmersdorf endgültig klar machen +++ Attraktives „DFB-Pokal-Warmup“: Tasmania – BW 90 am Sonnabend

Drei Spieltage vor Ende der Berlin-Liga 2016/17 sind im Grunde alle Entscheidungen gefallen. Tabellenführer SC Staaken etwa liegt acht Punkte vor Verfolger Eintracht Mahlsdorf - ihm ist somit die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Die Fügung wollte es aber, dass beide Teams ausgerechnet in dieser 32. Runde im Westen Spandaus direkt aufeinandertreffen. Die Gäste müssten also in diesem Duell schon gewinnen, um zumindest die theoretische Chance noch am Leben zu erhalten.

Duell der „Hunderter-Klubs“

Ballermann I: Erhan Bahceci (SCS)

Beiden Teams ist ihre offensive Wucht am Torverhältnis abzulesen – Staaken als auch Mahlsdorf haben vergangenen Spieltag die 100-Treffer-Marke erreicht. Eintracht-Torjäger Christoph Zorn traf 2016/17 dabei schon 40-mal – und Staakens Erhan Bahceci (33 Tore) steht ihm in dieser Hinsicht kaum nach. Dass der SCS, der als einziges Team in Berlins höchster Spielklasse noch ungeschlagen ist, den nötigen Punkt zuhause nicht erzielt, ist aber eher unwahrscheinlich. Im März gab es mal zwei Unentschieden hintereinander für das Team von Trainer Jeffrey Seitz – das war’s dann schon, „Krise de luxe“ gewissermaßen. Die letzten sechs Partien konnten die Blauen dann allesamt gewinnen – darunter waren mit Croatia und Tasmania auch zwei Topteams die Gegner.

Ballermann II: Christoph Zorn (E. M.)

Die Mahlsdorfer waren dazu schon mal näher dran am Tabellenführer. Wenn die Meisterschaft wie erwartet ausgeht, dürfte die 0:2-Niederlage der Eintracht Ende März bei Schwarz-Weiß Neukölln als Schlüsselspiel benannt werden. Dazu gesellten sich zwei Unentschieden beim NoSC und BSC, die in dieser Ausgangslage besonders schwer wogen. Aber: letzten Sonntag setzte sich das Team von Trainer Torsten Boer überraschend deutlich mit 4:1 bei Croatia durch und bewies damit das Zeug zu haben, um dem Meisterschaftskandidaten doch noch die erste Niederlage der Spielzeit zuzufügen.

Die Staakener wollen diese unglaubliche Serie - einmal so weit gekommen - aber sicher am Ende gemeinsam mit der Berliner Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga unter Dach und Fach bringen.

Schwarz-Weiß mit längerem Atem als BFC II

Auch im Tabellenkeller ist Spannung kurz vor Saisonende schon Mangelware. Der gebeutelte BSV Hürtürkel wird den direkten Durchmarsch von der Ober- in die Landesliga antreten. Begleiten wird die Neuköllner der 1. FC Wilmersdorf, dessen Runderneuerung zur Winterpause keine Früchte (mehr) trug – und aller Voraussicht nach die Reserve des BFC Dynamo. Die Chancen der 2. Mannschaft der Hohenschönhauser sind angesichts von neun Punkten Rückstand auf Schwarz-Weiß Neukölln noch theoretischerer Natur als die der Mahlsdorfer Eintracht auf den Meistertitel. Dazu hat Dynamo II (- 42) auch noch das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Aufsteiger (- 27).

Gekämpft und kurz vorm Ziel: Schwarz-Weiß Neukölln

Die Bilanz von nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen verdeutlicht dazu, dass man im Sportforum schon die Hoffnung auf den Klassenerhalt fahren lassen hat und aus der Berlin-Liga nach – immerhin - drei Saisons wieder absteigen wird. Kontrahent Schwarz-Weiß Neukölln konnte in der Rückrunde aber mit 21 Punkten gleich zehn mehr als die BFC-Reserve holen und hat den Ligaerhalt sicher verdient. Nur eins der letzten sechs Spiele ging verloren, das direkte Aufeinandertreffen mit vorentscheidendem Charakter konnte das Team von Coach Benjamin Kandler (löste kurz vor der Winterpause Heiko Lambert ab) mit 4:1 für sich entscheiden.

Am 32. Spieltag kreuzen die Schwarz-Weißen nochmal mit dem 1. FC Wilmersdorf die Klingen. Zwar konnten die bereits abgestiegenen Rot-Schwarzen am vergangenen Spieltag Empor mit 3:1 besiegen, die Neuköllner dürften mit dem Willen besonders der letzten Wochen aber den erforderlichen Punkt für die Klassenerhaltssause holen.

Traditionsduell mit Perspektiven

Nase vorn: Im Hinspiel gewann Tas (hier: Asma) das Traditionsduell

Ansonsten noch besonders im Mittelpunkt: die Partie der Alt-Bundesligisten SV Tasmania und SP.VG. Blau-Weiß 90, die bereits am Samstag ausgetragen und somit den einen oder anderen BVB- bzw. Eintracht-Fan zum "Vorglühen" für das DFB-Pokalfinale am Abend in den Werner-Seelenbinder-Sportpark locken wird.

Möglicherweise ist die Partie schon ein Vorgeschmack auf das Topspiel 2017/18: beide Teams könnten nächste Saison um die Berliner Meisterschaft konkurrieren. Im Fall von Blau-Weiß und den jüngst zahlreich verkündeten namhaften Neuzugängen sind sich die Experten in dieser Prognose sogar sicher – was dagegen den „ewigen Zweiten“ Tasmania betrifft, eher weniger.

 

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Gestüt Lasbek mit kolossaler Dominanz

Mit den Brioni-Nachkommen Mac Smily und Miss Godiva gewinnt Christian Lindhardt beide Läufe des Adbell-Toddington-Rennens.

Mac Smily (5) mit Christian Lindhardt gewinnt das Adbell-Toddington-Rennen (Foto: ©Marius Schwarz)

An diesen Tag wird sich Christian Lindhardt wohl noch lange erinnern: Die Stippvisite in die Hauptstadt wurde für den 42-jährigen Sportler zu einem Triumphzug. Denn der Däne gewann gleich beide Läufe des Adbell-Toddington-Rennens, die nach den Geschlechtern der Pferde getrennt und mit jeweils 20.000 Euro Preisgeld dotiert waren.

Der Skandinavier sorgte mit Miss Godiva und Mac Smily für einen grandiosen Doppelerfolg des Gestüts Lasbek, das für das Derby nun bestens gerüstet ist – obwohl sich der Siegfahrer sichtlich bemühte, die Erwartungen nicht ins Unermessliche wachsen zu lassen. Christian Lindhardt: „Man muss realistisch bleiben. Das waren ganz tolle Leistungen heute von Miss Godiva und Mac Smily. Aber in den kommenden Wochen werden wir sicherlich noch viele andere großartige Dreijährige erleben, die von ihren Stallteams nun nach und nach an den Start gebracht werden.“
 

Demonstration von Miss Godiva

Dass beide Pferde vom Elitloppet-Sieger Brioni abstammen, macht natürlich die Besitzer- und Züchterfamilie Herz besonders stolz. Doch auch sie bemüht sich, keine Überheblichkeit aufkommen zu lassen. Christian Herz: „Es geht momentan bei uns zwar eindeutig in die richtige Richtung. Aber zwei Schwalben machen noch längst keinen Sommer!“ Angesichts der Tatsache, dass beide Lasbeker Traber aber Start bis Ziel völlig ungefährdet siegten, klingt diese Äußerung jedoch eher nach einem Understatement.

Doch nun zur Chronologie der Ereignisse: Miss Godiva machte den Anfang, denn der Adbell-Lauf der Stuten stand bereits als fünftes Rennen zur Austragung an. Nachdem die Braune nach zweihundert Metern die Latten erobert hatte, kam bis zum Pfosten keine wirkliche Spannung mehr auf, denn der in 14,4/1.900m erzielte Erfolg stand nie auf der Kippe. Ein tolles Zeugnis durfte man allerdings auch der zweitplatzierten Honesty Newport (Michael Nimczyk) ausstellen, denn die Mommert-Stute wurde nach einem geschonten Verlauf als viertes Pferd innen im Einlauf noch höllisch schnell und fing Himoko Greenwood (Hugo Langeweg jr.), die sich Ende gegenüber mit einem wuchtigen Vorstoß prächtig in Szene gesetzt hatte, mit einem kurzen Kopf ab.
 

Auch Mac Smily dominiert

Das gleiche taktische Muster, dasselbe Resultat: So lässt sich mit wenigen Worten das Geschehen des Adbell-Laufs der Hengste und Wallache zusammenfassen. Dass Mac Smily in der Startphase auf Wunsch jederzeit seinen Turbo einschalten kann, war schon im Vorfeld bekannt und so leistete Hugo Langeweg jr. mit dem ebenfalls prächtig abgekommenen Tiger Hill Diamant keine entscheidende Gegenwehr und begnügte sich mit der zweiten Position innen hinter dem Lasbek-Hengst. Diese Reihenfolge blieb in 14,8/1.900m bis ins Ziel erhalten, denn Mac Smily entwickelte eine geradezu brutale Dominanz und ließ seinem Gegner auch nicht den Hauch einer Chance.

Allenfalls der drittplatzierte Portland (Roland Hülskath), der den Ehrenrang nur um eine halbe Länge verpasste, hätte dem Sieger wohl gefährlich werden können. Der Jauß-Hengst entwickelte aus der sechsten Position heraus einen gewaltigen Speed und wird im Jahrgang zweifellos eine überaus prominente Rolle spielen. Momentan wird die Szenerie aber zunächst einmal von den Brioni-Nachkommen beherrscht. Christian Lindhardt: „Das ist ein wirklich erstklassiger Deckhengst – Brionis Söhne und Töchter sind körperlich und mental unglaublich gefestigt!“
 

Flirty or Dirty mit starkem Finish

Der dritte große Höhepunkt der Mariendorfer Veranstaltung war das mit 4.000 Euro Preisgeld dotierte Heinz-Mohr-Memorial. Es wurde in 15,4/2.020m zur Beute von Flirty or Dirty und Katharina Kramer, die aufgrund ihrer Zulage anfangs naturgemäß einige Schwierigkeiten hatten, den Kontakt zur Spitze herzustellen.

Eine dreiviertel Runde vor dem Ziel tauchte Flirty or Dirty erstmals im Blickfeld der Bahnkameras auf, aber der Weg nach vorne schien noch weit zu sein und selbst Ende der Gegenseite wirkte die Stute noch nicht wie die kommende Siegerin. Aber dann spielte die Fünfjährige ihre große Finishstärke aus und sammelte einen Gegner nach dem anderen ein. Katharina Kramer: „Flirty or Dirty ist eine bravouröse Kämpferin und ich zähle diesen Erfolg zu den schönsten meiner Amateurfahrerkarriere.“
 

Spangenbergs Sieg-Triple

Das Rahmenprogramm wurde maßgeblich von Dennis Spangenberg und Michael Nimczyk geprägt, denen drei bzw. zwei Treffer gelangen. Mit Ambrosini eröffnete Dennis Spangenberg den Reigen, der Wallach verkraftete sogar einen Verlauf in der Angreiferspur mühelos.

Als nächstes punktete der Berufsfahrer mit Tears to Heaven. Die Stute profitierte von einem geschonten Verlauf als zweites Pferd an der Innenkante.

Den Vogel schoss Spangenberg allerdings mit Late Night Show ab, denn die Fünfjährige schien auf der Zielgeraden an sechster Stelle liegend eigentlich keinerlei ernsthafte Siegchancen zu besitzen. Doch dann öffnete sich doch noch rechtzeitig eine Lücke und die 169:10-Außenseiterin stürmte zum nicht erwarteten Treffer.
 

Nimczyk siegt zweimal

Michael Nimczyks Siegpferde agierten besonders beeindruckend. Goldy Stardust rückte in zweiter Spur kontinuierlich auf und war nach der Galoppade der Pilotin Mon Etoile (Thorsten Tietz) schlagartig einsam voraus. Die Stute erzielte bombastische 13,0/1.900m, was natürlich die Tagesbestzeit darstellte, und verbesserte ihre bisherige Rekordmarke um mehr als zweieinhalb Sekunden!

Mit Mister Ed Heldia trumpfte der Goldhelm in 14,5/1.900m Start bis Ziel auf. Der Hengst wird im Derby-Jahrgang mit Sicherheit noch eine gute Rolle spielen. Michael Nimczyk: „Wir haben ihn diesmal noch bewusst geschont und daher nur für das Rahmenprogramm genannt, weil er noch ein wenig Zeit für die körperliche Entwicklung braucht. Aber der Braune besitzt ganz tolle Qualitäten!“
 

Auch Tietz, Esper und Gentz unter den Gewinnern

Das darf man auch von dem von Thorsten Tietz gesteuerten New Dawn behaupten, denn sein Erfolg glich einer One-Horse-Show. Der nach drei Starts weiterhin ungeschlagene Hengst schoss sofort an die Spitze und siegte mit der halben Bahn.

Mit dem Tempomacher Nyugati wurde Berlins Champion dagegen nur Zweiter, denn die von Maik Esper präsentierte Lady Nadine zog nach einem geschonten Verlauf an der Innenkante noch sehr sicher vorbei.

Endlich einmal wieder fehlerfrei war der neu in die Obhut von Victor Gentz gewechselte Gustavson Be. Der Fuchs bekam auf der letzten Gegenseite das entscheidende Zeichen und setzte sich mit einem langgezogenen Angriff souverän mit einer Länge Vorsprung durch.
 

Gesamtumsatz: 156.884,81 Euro – Bahnumsatz: 49.509,50 Euro - Außenumsatz: 107.375,31 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 28. Mai statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

0:3-Niederlage gegen Polen im Sportforum

Am Ende sollte es nicht sein: am Sonntag trafen die beiden Favoriten der WM-Qualifikation in Hohenschönhausen aufeinander - und das deutsche U21-Team unterlag Polen mit 0:3 (23:25, 23:25, 24:26). Gegen die anderen Konkurrenten, die Teams aus Belgien und Lettland, hatten sich beide Teams am Freitag und Sonnabend jeweils durchgesetzt - das polnische Team hatte dabei allerdings mehr überzeugen können.

Foto: @Eckhard Herfet

Im "Endspiel" vor etwa 400 Zuschauern packten die deutschen Junioren aber nochmal eine Schippe drauf - wie eng es trotz des 0:3 zuging, beweisen die Satzergebnisse. DVV-Trainer Johan Verstappen zeigte sich daher zwar enttäuscht, war aber trotzdem stolz auf die Leistung seiner Spieler.

Jo Lißner sprach im Anschluss an das Spiel nochmal mit Nationalspieler Egor Bogachev (Foto, r.).

 

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