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Rebels verlieren im Viertelfinale - Adler vor dem Abstieg

Der "Super-Samstag" für die beiden Berliner Vertreter in der German Football League (GFL) brachte ernüchternde Ergebnisse. Die Berlin Rebels schieden wie vergangenes Jahr im Playoff-Viertelfinale bei den Schwäbisch Hall Unicorns knapp aus. Die Berlin Adler hingegen verloren ihr erstes Relegationsspiel um den Klassenerhalt im heimischen Poststadion deutlich gegen die Potsdam Royals.

Rebels: Wieder Aus bei den Unicorns

Deja-vu für die Rebels am Sonnabend im Optima Sportpark in Schwäbisch Hall - selber Gegner wie letzte Saison in der selben Runde und wieder kein Heimrecht. Der Süd-Erste behielt auch diesmal die Oberhand - mit 31:24 (14:7/0:3/7:7/10:7) fiel das Resultat allerdings noch knapper aus als vergangene Season (24:14).

Die Spielzeit ist damit für das Team von HC Kim Kuci beendet - unter'm Strich durchaus erfolgreich. Schließlich konnte der erstmalige Einzug in die Playoffs im vergangenen Jahr wiederholt werden - und das bei einem deutlich schwierigeren Verlauf der Hauptrunde.

Adler: Chancen auf den Klassenerhalt gleich Null

Sehr wahrscheinlich müssen die Football-Fans in der Hauptstadt nächstes Jahr auf das Derby verzichten. Die Berlin Adler (großes Foto) unterlagen im Hinspiel der Relegation jedenfalls mit 12:55 (0:14/0:14/6:20/6:7) gegen die Potsdam Royals und stehen in 14 Tagen beim Rückspiel vor einer "Mission Impossible", um den Abstieg doch noch zu vermeiden.

Bereits zur Jahrtausendwende mussten die Weddinger schon einmal in die Zweitklassigkeit. Nach zuletzt zwei schwierigen Saisons wollte der Traditionsclub mit dem Abstieg eigentlich nichts zu tun haben. Trotz des Auftakterfolgs in Hamburg ging's allerdings in der Folge kontinuierlich bergab.

Stefan Mücke

Mit der Last von dreizehn Niederlagen in Folge war das Team dem Druck im Relegationshinspiel vor eigenem Publikum nicht gewachsen und lag zur Pause bereits mit 0:28 im Rückstand. Das Rückspiel in Potsdam wird dadurch nur noch zur Formsache - Adler-Präsident Stefan Mücke sieht im Interview mit Berlinsport Aktuell (s. unten) die Chancen seines Teams auf den Klassenerhalt bei nur noch fünf Prozent.

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Hinweis: 'Imports' = nordamerikanische Spieler

 

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Alex Arsovic (Trainer Hertha 03)

Ingo Kahlisch (Trainer Optik Rathenow)

In der NOFV-Oberliga Nord musste der FC Hertha 03 die zweite Niederlage in Folge einstecken. Nach der 1:2-Heimniederlage vergangenen Sonntag in letzter Minute gegen Lichtenberg 47 unterlagen die Zehlendorfer am Samstagnachmittag mit 1:4 bei Optik Rathenow.

Mann des Tages war Murat Turhan mit drei Treffern, den vierten für das Heimteam steuerte Kapan bei. Auf Seiten von Hertha 03 verkürzte Sebastian Huke per Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:2.

Nach dem Spiel gaben beide Trainer - Alex Arsovic (Hertha 03) und Ingo Kahlisch (Optik) - ihre Statements zum Spielgeschehen ab.

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Fotos: Wozny (1), Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé (1)

Kim Kuci (Head Coach Berlin Rebels)

Am Sonntag vergangener Woche endete die Hauptrunde der German Football League (GFL) Staffel Nord für die Berlin Rebels mit einem 35:22-Sieg über die Kiel Baltic Hurricanes. Die erneute Qualifikation für die Playoffs über den 4. Platz hatten die Charlottenburger da  schon in der Tasche.

Wieder müssen die Rebels nun im Viertelfinale beim Süd-Ersten Schwäbisch Hall Unicorns antreten (Samstag, 17 Uhr), gegen die man 2016 mit 14:24 ausschied. Diese Saison gestaltete sich die Hauptrunde dabei deutlich schwerer - doch Head Coach Kim Kuci erkennt einen rechtzeitigen Aufwärtstrend in seinem Team, um positiv an die schwere Aufgabe heranzugehen.

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Mario Reichel (SV Tasmania)

Nach zwei Siegen zum Auftakt verlor der SV Tasmania in der Liga bei Empor und gegen Croatia, nahm dann aber im Pokal in Tempelhof Revanche und siegte am Sonntag nun auch im Punktspiel beim SFC Stern 1900. Anlass genug, nachzufragen beim Trainer der Neuköllner, wo sein Team denn nun steht.

Im Gespräch nach der Partie in Steglitz nimmt Mario Reichel Stellung zum Umbruch in der Mannschaft und dem Saisonziel des "verjüngten" SV Tasmania.

 

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Andreas Thurau (SFC Stern 1900)

Der SFC Stern 1900 musste am 5. Spieltag der Berlin-Liga seine erste Niederlage einstecken - trotz eines kernigen Startprogramms.

Trainer Andreas Thurau, erst seit dieser Saison im Amt, sprach nach dem 1:3 gegen den SV Tasmania über die Gründe dafür, das Saisonziel in Steglitz -  und, warum er ein besonders gutes Auge für trainingsfaule Spieler hat.

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Viermal Dennis Spangenberg

Easter Smart (2) mit Dennis Spangenberg hat die Nase vorn (Foto: Marius Schwarz)

Der Berufsfahrer bleibt in der Bundeswertung beim Kampf um Edelmetall auf Kurs. Matthieu Hegewald imponiert mit Mon Etoile, die in der Tagesbestzeit von 1:13,3 min. siegt.

Während die Traberfans mit einem Auge auf das St-Leger-Geschehen in Gelsenkirchen schielten, das in tolle Siege von Mc Arthur (Michael Larsen) und Motion Pure (Christian Lindhardt) mündete, gingen auf der Derby-Bahn bei angenehmen Spätsommerwetter zehn Rennen über die Bühne.

3x vorne weg, 1x aus der Deckung

Der Auftakt der letzten Mariendorfer Veranstaltung vor dem großen Breeders-Crown-Wochenende (23. und 24. September) gehörte Dennis Spangenberg, denn der Berufsfahrer gewann die ersten beiden Tagesprüfungen. Sein Schützling Exception Smart wirkte zwar noch ein wenig grün – das erste Rennen ihres Lebens wurde für die Ready-Cash-Tochter dennoch zu einem Spaziergang. Die Stute schoss sofort nach vorne und als ihr Fahrer über weite Strecken das Tempo aus der Partie nehmen konnte, war der Rest für die Dreijährige nur noch ein Kinderspiel.

Nur fünfundzwanzig Minuten später gewann die ebenfalls vom zweimaligen Amérique-Sieger abstammende Easter Smart nach einem komplett identischen Rennverlauf. Die Braune war überaus gehfreudig und musste die Karten noch nicht einmal ansatzweise aufdecken, um überlegen aufzutrumpfen. Ihr Temperament scheint allerdings überschäumend zu sein – auf der Rückfahrt in den Stall wollte die Dreijährige den scheinbar kürzesten Weg über die Hecke ins Stallgelände nehmen.

Komplett anders gestaltete sich der Handlungsfilm bei Spangenbergs drittem Treffer, denn Khalid ließ sich zunächst im hinteren Teil des Feldes jede Menge Zeit. Auf der letzten dreiviertel Runde rückte der Rappe aber immer stärker ins Blickfeld und zwang den erheblich verbesserten Piloten Gustavson Be (Victor Gentz) auf den letzten hundert Metern in bärenstarken 13,7/1.900m relativ problemlos in die Knie.

Den Abschluss des Spangenberg-Siegerquartetts machte dann wiederum eine Ready-Cash-Tochter: Extra Cash triumphierte wie ihre Geschwister Start bis Ziel, wobei ihr allerdings der zweitplatzierte Chuckaluck (Lea Ahokas) auf den letzten hundert Metern durchaus gefährlich auf den Pelz rückte. Dennis Spangenberg behielt im Finishduell aber knapp die Oberhand und verteidigte mit der blendenden Tagesausbeute den zweiten Rang in der Bundeswertung hinter dem überlegen führenden Michael Nimczyk. Für den 35-jährigen Sportler scheint in dieser Saison also durchaus Edelmetall möglich zu sein.

"Team Tietz" mit sechs Tagessiegen

Ungemein zu beeindrucken wusste ein weiteres Pferd aus der Trainieranstalt Tietz, nämlich die von Matthieu Hegewald gesteuerte Mon Etoile. „Das war noch längst nicht alles – sie kann noch mehr“, strahlte der Berufsfahrer nach dem überragenden Start-Ziel-Erfolg in der Tagesbestzeit von 13,3/1.900m. In der Tat – man kann Hegewalds Worte nur unterstreichen. Die Stute schoss los wie ein Pfeil und war eine ganze Klasse besser als ihre Konkurrenten. Keine Frage: Bei der für die Breeders Crown genannten Vierjährigen ist der Knoten endgültig geplatzt – sie steht vor einer großen Zukunft.

Bei dem Berliner Großereignis sollte auch Lady Vera eine ausgezeichnete Rolle spielen. Sie gewann ihre Generalprobe in der Hand von Thomas Panschow mit höllischem Speed. Ihr Siegfahrer: „Ich wollte vom Startplatz acht aus nicht gleich in der Anfangsphase ihre ganze Kraft aufopfern. Die Stute kann genauso gut von hinten kommen – das hat sie heute eindrucksvoll bewiesen!“

Immosand im Schlussspurt, Flavio As souverän

Die Tagesausbeute des Teams von Thorsten Tietz betrug also sechs Siege. In der internationalen Gewinnsummenklasse kamen aber andere Protagonisten zum Zuge – obwohl der vom Berliner Champion trainierte und von Liza Marlow pilotierte Spicy A. als Dritter ehrenwert geschlagen war. Als Sieger trabte jedoch Immosand von der Bahn, der in der Hand von Lea Ahokas stets über sich hinauswächst. Der Love-You-Sohn übernahm zunächst die Führung, ließ dann zwei Gegner vorbei und wechselte im Schlussbogen endgültig in den Angriffsmodus. Auf der Zielgeraden wurden Immosands Schritte in beeindruckenden 13,4/1.900m immer länger. Der Wallach marschierte mit sieben Längen Vorsprung auf und davon. Komplettiert wurde der tolle Erfolg durch Lea Ahokas‘ Lebensgefährten Victor Gentz, der mit Alaska Joe den Ehrenrang belegte.

Zwischen dem Besitzertrainer Alexander Dame und dem als Catchfahrer heiß begehrten schwedischen Profi Jørgen Sjunnesson hat sich eine freundschaftliche Zusammenarbeit entwickelt, die großartige Früchte hervorbringt. Wie gut der Skandinavier mit den Pferden des Deutschen zurechtkommt, zeigte sich einmal mehr beim Start-Ziel-Sieg von Flavio As. Sjunnesson ließ seine Gegner noch nicht einmal ansatzweise in die Nähe des Fünfjährigen – ein drückend überlegener Triumph.

Escada knapp vorne, Twelve in a Row macht's spannend

Wesentlich knapper fiel der Erfolg von Heiner Christiansen und Escada aus. Der vielfache Norddeutsche Champion warf die in den zurückliegenden beiden Monaten fein in Schwung gekommene Stute erst im Einlauf richtig in die Schlacht und war von ihrer Leistung begeistert: „Ich hatte im Vorfeld nicht mit dem Sieg gerechnet – aber Escada hat sich wirklich toll eingesetzt!“

Ziemlich ungewöhnlich gestaltete sich der Rennverlauf beim Sieg von Twelve in a Row und Hans-Jürgen von Holdt. Der von Jörg Schefe trainierte Wallach ging auf der langen 2.500-Meter-Distanz zwar sofort nach vorne – aber 800 Meter vor dem Ziel schien der frischgebackene Europameister der Amateure für einen Moment absteigen zu können. Die vermeintliche Schwäche seines Pferdes hatte aber andere Gründe. Hans-Jürgen von Holdt: „Ich musste einen Gegner passieren lassen, denn Twelve in a Row unterlief ein Wechselschritt – daher war Vorsicht angesagt.“ Der bei 38:10 gehandelte Mitfavorit sorgte bei seinem wettenden Anhang also nur kurz für Irritationen, denn nachdem die kritische Phase überwunden war, meldete sich Twelve in a Row in starker Manier zurück. Am Ende trennten ihn sogar fünf Längen Vorsprung von seinen Gegnern.

Gesamtumsatz: 101.222,05 Euro – Bahnumsatz: 34.817,50 Euro – Außenumsatz: 66.404,55 Euro.

Unser Terminhinweis: Wir freuen uns auf ein großartiges Event! Am 23. und 24. September findet auf der Mariendorfer Trabrennbahn die Breeders Crown statt. In den nach den Jahrgängen der Pferde getrennten Rennen werden insgesamt über 400.000 Euro Preisgeld an die Sieger und Platzierten ausgeschüttet.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

TeBe-Vorsitzender Redlich (l.) und Neu-Trainer Brdaric nach der PK am Mittag

Es ist eine besondere Personalie in einem besonderen Verein zu einem - wenn man so will - besonderen Zeitpunkt: schon nach dem 3. Spieltag (bzw. der 1. Pokalrunde) trennte sich Tennis Borussia von seinem Trainer "Teddy" Yildiz. Kurz darauf wurde mit dem Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric (Foto rechts) ein prominenter Nachfolger präsentiert, der erstmals bereits am vergangenen Freitag im Spiel bei Optik Rathenow (0:0) auf der Trainerbank der Lila-Weißen Platz nahm - allerdings mehr im übertragenen Sinn.

Am heutigen Montag nun wurde Brdaric in Anwesenheit des Klubvorsitzenden Jens Redlich (l.) der Presse und einigen Fans vorgestellt. Und weil TeBe immer noch einiges Interesse weckt, dauerte die Veranstaltung etwas länger - Berlinsport Aktuell bietet die Pressekonferenz aus dem Casino im Mommsenstadion unter der Leitung von Sprecher Carsten Balgen hier deshalb als Podcast in drei Teilen an. Für alle, die es ganz genau wissen wollen...

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Durch ein Tor in der Nachspielzeit entschied der SV Lichtenberg 47 (Archivfoto oben) das Topspiel der NOFV-Oberliga Nord beim FC Hertha 03 in Zehlendorf mit 2:1 für sich. Die Trainer Alex Arsovic (Hertha 03) und Uwe Lehmann (L 47) nach der Partie auf der Pressekonferenz.
 

Uwe Lehmann (L47)

Alex Arsovic (Hertha 03)

 

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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso Nickelé
Archivfotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Am Abend trennte sich Tabellenführer FSV Optik Rathenow von Tennis Borussia torlos unentschieden. In einer kampfbetonten Partie hatten die Gäste insgesamt Vorteile, konnten sich vor dem Tor der Rathenower aber nicht entscheidend in Szene setzen. Die Heimelf verlegte sich so mehr auf schnelles Umschaltspiel, vergab ihre Torgelegenheiten aber ebenso - am Ende also eine gerechte Punkteteilung.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel stellten die Trainer - Thomas Brdaric (gr. Foto rechts) in seinem ersten Spiel mit den Berlinern und auf Seiten von Optik wie gewohnt Ingo Kahlisch (l.) - ihre Sicht der Dinge dar.

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Drei Spieltage sind in der NOFV-Oberliga Nord absolviert, da steht der erste Trainerwechsel bereits fest. Beim Berliner Vertreter Tennis Borussia muss Cemal Yildiz gehen - sein Nachfolger steht schon fest: der frühere Nationalspieler Thomas Brdaric wird morgen im Spiel beim Tabellenführer Optik Rathenow erstmals an der Seitenlinie stehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Charlottenburger, Jens Redlich, im Interview mit Berlinsport Aktuell u. a. über die Gründe für die Entscheidung.

Berlinsport Aktuell: Herr Redlich, warum musste Trainer Cemal Yildiz gehen?

Jens Redlich (Vorsitzender Tennis Borussia)

Jens Redlich: Also erst mal muss man sagen, dass ohne "Teddy" Yildiz dieser Kader so nicht zu Stande gekommen wäre und er in der Vorbereitung hervorragende Arbeit geleistet hat. Manchmal ist es allerdings so, dass der, der den Flügel zusammenbaut, ihn am Ende nicht gut genug spielen kann. "Teddy" hat es leider nicht geschafft, der Mannschaft für die ersten Spiele ein funktionierendes System zu vermitteln. Das haben wir auch im Gespräch vom Mannschaftsrat mitgeteilt bekommen - daher haben wir uns nach dem Punktspiel bei Lichtenberg 47 zusammengesetzt und diese Entscheidung getroffen.

War seine Arbeit denn schon vergangene Saison kritisch betrachtet worden?

Nein - unsere Eindrücke, die jetzt zu der Entscheidung geführt haben, rührten aus der Startphase dieser Spielzeit.

Stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt: warum die Entlassung schon nach drei Liga-Spielen? Drei Punkte sind sicher keine tolle Ausbeute, ein komplett neuer Kader wie der von TeBe braucht aber auch Zeit...

Für uns war eben der Zeitpunkt nicht entscheidend, sondern - nochmal - die Tatsache, dass nach drei Spielen kein System zu erkennen war. Wenn die Mannschaft in dieser Hinsicht Zweifel anmeldet, muss man sich dann schon die Frage stellen, ob der Trainer noch der richtige Mann ist.

Abgang: Cemal Yildiz verlässt TeBe

Wie lange haben Sie denn schon andere Trainer kontaktiert - und war Cemal Yildiz informiert darüber?

Nein, da steht der Verein über allem - das würde zuviel Unruhe hereinbringen. Grundsätzlich muss man sich in einer Situation wie unserer aber immer mit Alternativen beschäftigen.

Ist das Trainerteam, das mit Cemal Yildiz zusammengearbeitet hat, ebenfalls von der Trennung betroffen?

Nein. Ich bin, als die Entscheidung gefallen war, sofort zu Patrick Lindhorst (Co-Trainer) und Nico Hinz (Torwarttrainer) gegangen und habe gesagt, das betrifft nur die Cheftrainerposition. Das Funktionsteam bleibt bestehen, wird aber eventuell auf Wunsch von Thomas Brdaric um einen Posten erweitert.

Haben Sie nicht die Sorge, dass das Team und der neue Trainer im Fall einer Niederlage beim Spitzenreiter Optik Rathenow gleich wieder unter Druck stehen?

Den Druck haben wir jetzt auch schon - dem neuen Trainer bleiben ja nur drei Trainingseinheiten bis zum Spiel am Freitag. Wir starten mit fünf Auswärtsspielen in die Saison, weil das Mommsenstadion für die Leichtathletik-EM im nächsten Jahr vorbereitet wird - auch nicht gerade ein Vorteil. All das kann aber keine Ausrede sein, dass wir unser Ziel für diese Saison nicht erreichen - nämlich bis zum Schluss den Drei- oder Vierkampf an der Spitze offen halten zu wollen.

Wie kam der Kontakt zu Thomas Brdaric zu Stande?

Wir reden ja immer noch von Tennis Borussia Berlin. Wir sind mit unserem Namen sicherlich im Stande, Kontakt herzustellen mit allen Trainern - von oben bis runter in die Kreisliga. Wie und wo, das sind Fragen vereinsinterner Natur - wichtig ist, dass der Kontakt überhaupt zu Stande gekommen ist.

Geht TeBe mit der Verpflichtung des Ex-Nationalspielers ein finanzielles Risiko ein?

Nein, das ist alles budgetiert und somit kein Risiko. Wie bei jedem anderen Oberligisten verursacht aber auch bei Tennis Borussia das Personal Kosten: Spieler und Trainer im Herrenbereich, Jugendtrainer oder auch unsere Geschäftsstellenstruktur.

Im Fall von Thomas Brdaric haben wir sicher einen finanziellen Rahmen gefunden, der für uns angemessen ist. Er hat da auch absolut professionell reagiert und ich denke, seine Entscheidung für TeBe hat auch eine persönliche Seite gehabt. Wie wir so zusammen gesessen haben und unsere Vorstellungen formuliert haben, hat man gemerkt: Thomas ist absolut darauf ausgerichtet, hier das Feld bei TeBe mit bestellen zu wollen.

Gesperrt: Dragan Erkic fehlt im Spiel bei seinem Ex-Klub Optik Rathenow

Was hat sich - seit der abgewendeten Insolvenz im Frühjahr - denn inzwischen konkret getan auf Ebene der Sponsoren ?

Wir haben viele Unterstützer im Bereich zwischen 2.500 und 10.000 Euro dazu gewinnen können. Wir werden auch noch den Bereich der Geschäftsstelle weiter justieren, um dort auf inhaltlicher Ebene noch professioneller zu werden. Das steht jetzt im Vordergrund - denn wir alle haben ein Interesse, TeBe auf solide Beine zu stellen. Wir werden das alles sukzessive aufbauen und uns dabei nicht übernehmen.

Und Ihr sportliches Ziel hat sich nicht verändert?

Nein, warum? Wir haben gesagt, bis Ende der Spielzeit 2018/19 wollen wir in die Regionalliga aufsteigen. Wenn wir noch eine Formation auf die Beine bekommen sollten, die es diese Saison schafft, wehren wir uns natürlich auch nicht dagegen. Aber spätestens bis Ende nächster Saison werden wir dieses Ziel erreichen.

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé