Mit Ramon Klenz, Leonie Kullmann und Ole Braunschweig (v. l. n. r., Foto: SG Neukölln) hatte die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln drei Sportler bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Glasgow (4. - 8.12.2019) am Start. Alle erreichten die Finalläufe und Klenz setzte am letzten Tag den Glanzpunkt. Der 21-jährige untermauerte seine steigende Form, gewann über 200 Meter Schmetterling in 1:51,51 Minuten Silber und damit seine erste internationale Medaille. Auch für die SG Neukölln war dies seit längerer Zeit das erste internationale Edelmetall. Mit dieser Zeit fehlen ihm nur noch drei Zehntelsekunden zum deutschen Rekord. Einen siebten Platz erzielte er mit der 4x50 Meter Freistilstaffel.
Leonie Kullmann wurde Siebte über 400 Meter Freistil. Sie profitierte von einer Abmeldung, rutschte so als Neunte ins Finale und bestätigte in 4:05,14 Minuten ihre Zeit von den Deutschen Meisterschaften zwei Wochen zuvor. Für sie war dies ihr erstes Einzelfinale auf diesem Niveau.
Für Ole Braunschweig war es der erste internationale Wettkampf im Erwachsenenbereich überhaupt. Über 100 Meter Rücken reichte seine starke Zeit von 50,75 Sekunden zum 10. Platz und damit nur knapp nicht zum Finale. Dort stand er hingegen mit der gemischten 4x50 Meter Lagenstaffel, welche den achten Platz erreichte.
Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis der drei Neuköllner Sportler, das für die Olympischen Spiele nächstes Jahr zuversichtlich macht. Der Qualifikationszeitraum für die Normzeitunterbietungen beginnt gleich am 1.1.2020 und endet am 3.5.2020 mit dem letzten Tag der Deutschen Meisterschaften.
Klarer Sieg für den FC Energie Cottbus am Nachmittag vor 1.314 Besuchern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark – damit übernehmen die Lausitzer am ersten Spieltag der Rückrunde die Tabellenführung von "Herbstmeister" VSG Altglienicke. Erst unmittelbar vor der Pause münzten die Cottbusser ihre Feldüberlegenheit in Tore um – Rangelov (43.) und Brügmann (45.) trafen die Hausherren empfindlich. Als der Torschütze zum 0:2 zum zweiten Mal kurz nach dem Wechsel zuschlug (48.), war die Partie praktisch gelaufen.
Berlinsport Aktuell war bei der anschließenden Pressekonferenz und hat die Statements der Trainer "Pele" Wollitz (FC Energie) und Karsten Heine (Altglienicke) mitgeschnitten.
„Sie hat mir schon beim Probestart ausnehmend gut gefallen und gewann ganz leicht“, schwärmte Fahrer Michael Nimczyk über seine Siegerin Peony (Foto:@Marius Schwarz)
Michael Nimczyk lässt auch Birdy fliegen - Gustavson Be immer besser - Scharfe rote Attacke durch Linda Matzky - One more Dream ein Traum
Am inzwischen ungewohnten Mittwochabend, einst ein Standardtag im Mariendorfer Rennkalender, wurde das große Geld für die Besitzer am Anfang des acht Gänge umfassenden Menüs verteilt. Nachdem Andreas Marx mit seiner Piece of Cake in der den Amateuren vorbehaltenen Auftaktprüfung die frühen Galoppaden der beiden Favoriten Stand up und Cruzado entschlossen zu einem Run vorneweg genutzt hatte, der all jenen, die auf die Braune gewettet hatten, mit 173:10 ein schönesStück vom Wettkuchen bescherte, waren im die V7+-Wette eröffnenden Equine-V7+-Auktionsrennen Zweijährige angesprochen, die auf der Derby-Jährlingsauktion 2018 in den Ring gekommen waren.
Peony mit Leichtigkeit
Dabei zeigte sich in dem 10.000er mal wieder wie im Fußball, dass Geld nicht immer die meisten Tore schießt. Zwar ergriff Österreichs Dauer-Champion Gerhard Mayr mit dem für 36.000 Euro versteigerten Patron Viking, der die Bögen mit schiefem Kopf durcheilte, sofort die Initiative. Am Ende profitierte jedoch mit Peony die einzige der fünf Aspiranten mit Rennerfahrung von einer Glanzfahrt Michael Nimczyks, der als Catchdriver für die bayerische Trainergemeinschaft von Robert Gramüller und Josef Sparber erst 500 Meter vorm Ziel den Windschatten des Piloten verließ. Der Rest war fast ein Kinderspiel für die Tochter von Elitloppet-Sieger Brioni. Nach 1:19,3 war die auf dem Gestüt Lasbek geborene, ins schwedische Gestütbuch eingetragene Stute des Stalles Oberkracher, in dessen Besitz sich auch Dreambreaker befindet, um 4.400 Euro reicher und machte ihren Auktionspreis von 4.500 Euro fast mit diesem Schlag wett. „Sie hat mir schon beim Probestart ausnehmend gut gefallen und gewann ganz leicht“, lobte der alte und neue deutsche Goldhelm die Rappstute. Viel Pech für Feel the Magic, die ihren hart erarbeiteten dritten Rang nach einer zumindest diskussionswürdigen Überprüfungs-Entscheidung hinsichtlich der Gangart ersatzlos hergeben musste.
Gustavson Be holt Prix de Lyon
Nach den armen Youngstern waren die reichen Älteren an der Reihe. 7.000 Euro standen über dem Prix de Lyon, der neun ebenso hoch dekorierte wie formstarke Recken auf den Plan rief. Wenn ein 27-facher Sieger wie Berlins Publikumsliebling Mighty Hanover, mit je einem aktuellen ersten, zweiten und dritten Rang gelistet, am deutschen Wettmarkt 18,5-fache Sieg-Odds wert ist, sagt dies genug über die Qualität des Feldes aus. Thorsten Tietz hatte sich gegen den „Adlermühler“, der mit Matthieu Hegewald streng innen seine Sache nicht schlecht machte und den fünften Scheck holte, und für New Dawn entschieden. Überfallartig entriss er mit dem Sieger des Großen Preises von Niederbayern für die Schlussrunde TomNJerry Diamant den Taktstock und drosselte auf den folgenden 600 Metern das Tempo auf ein „Moderato“. „Presto“ wurde es, als der immer stabiler werdende Gustavson Be, der allmählich das zügige Starten lernt, aus dem zweiten Paar zum finalen Tanz bat. Da konnte New Dawn beißen, wie er wollte - Victor Gentz schaukelte sein bestes Pferd im Stall in der Tagesbestzeit von 1:13,9 sicher um eine Länge zum 19. Volltreffer vorbei; auch Rainbow Diamant und Prince of Persia verdienten sich als Dritter bzw. Vierter ausgezeichnete Noten.
One more Dream nicht zu stoppen
Den Geldschränken folgten die armen Kirchenmäuse, von denen sich drei bei kühlen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ein brandheißes Finish lieferten. Einen blendenden Zug nach vorn hatte aus Startreihe zwei One more Dream, mit der sich Franz-Josef Stamer kurz vor Erreichen der ersten Kurve auf den Regiestuhl schwang und dort alle Attacken abwehrte: Erst jene von Nanoko OV, der nach einer Runde Todesspur geschlagen war, dann die von Bavaro, der im Kampf um Sieg und Platz 40 Meter vorm Ziel aus dem Rhythmus kam und am Sünderturm landete, und mit dem letzten Seufzer jene der hinter ihr geschonten Timoka Corner, wofür das Zielfoto zu Rate gezogen werden musste.
Nimczyk und Sjunesson beweisen ihre Klasse
Als ausgekochtes Schlitzohr präsentierte sich Michael Nimczyk im Match der Trotteurs Français. Von Startplatz14 mit Birdy de Neuilly über die dritte Spur nach 500 Metern an die Spitze gesegelt, ließ er cool bis ins Mark nach einer Runde den mächtig drückenden Vigo Bes vorbei und baute den aus sehr viel schwereren Prüfungen kommenden Achtjährigen dahinter prächtig auf. Zu Beginn der Zielgeraden ging die Tür passend auf, und obwohl der „Vogel“ weit nach außen flog, war der Sieg gegen die spät auf Touren kommende Astasia du Vivier und den lange in dritter Spur strapazierten Dark Look rasch und ungefährdet in trockenen Tüchern.
Danach ließ Jörgen Sjunnesson seine magischen Hände walten. Mit Blitzstarter Francesco aus dem kleinen, dafür umso feineren Lot Ronja Wohlers pfeilschnell in Front geprescht, entlockte er dem Dunkelbraunen immer neue Reserven, wimmelte Virginias Prime ab und widerstand auch der Schlussattacke des eingeklemmten Icebear Newport, der zu lange brauchte, sich mit viel Finesse in die Freiheit zu quetschen.
Matzky greift erfolgreich an
Lief es dort wie vom Totalisator abzulesen, so wurden die Favoritenwetter im zweiten Vergleich der Hobbyfahrer gründlich rasiert. Mit der jüngst aus der Deckung überzeugend gewinnenden Nelly Pepper fand Andre Pögel diesmal kein Zugpferd; an der Tête warf die bei 17:10 gehandelte Fast-Photo-Tochter gründlich das Handtuch, als es ans Eingemachte ging. Doch auch Angreifer Falco sollte trotz ergiebigen Vorteils nicht nach Hause kommen: Die erst tags zuvor im schwedischen Gävle siegreiche Linda Matzky machte Red Attack mächtig Beine. Der Fuchs, in diesem Jahr oft vom Pech verfolgt, schaffte tatsächlich die Wende und bescherte Thorsten Tietz den heiß ersehnten Trainerpunkt.
Mayr siegt beeindruckend mit Royal Roc
Alle vor führte Gerhard Mayr im abschließenden Handicap, in dem er mit Royal Roc den Bandvorteil entschlossen nutzte, sich ratzfatz auf die Kommandobrücke pflanzte, nie wirklich Druck bekam und auf der Zielgeraden dem Endspurt Mon Filous wie ein königlicher Fels widerstand. Das bescherte einer Superspürnase, die alle sieben Sieger der deutschen Königswette auf einem Wettschein angekreuzt hatte, einen vorweihnachtlichen Gewinn von 10.000 Euro. Hangelte sich der „deutsche“ Umsatz knapp über die 10.000-Euro-Marke pro Rennen, so wurde über die Wettorganisation PMU in und nach Frankreich umso fleißiger gewettet. 1.422.576 Euro hatten die dortigen Wettkassen in sechs Rennen zu verarbeiten.
Umsatz bei 8 Rennen: 85.306,02 Euro (incl. 57.687,82 Euro Außenumsatz); Umsatz PMU (Rennen 3 bis 6): 1.373.166 Euro Umsatz PMU (Rennen 7 und 8, nur frz. Internet-Wetten): 49.410 Euro
Nächster Renntag des BTV: Sonntag, 15. Dezember 2019 – Advents-Pokal der Amateure
Ich werde natürlich nicht sagen: ist doch egal, wenn wir verlieren oder nicht. Ich werde weiter dafür kämpfen, dass der Verein nach oben kommt – und auch oben bleibt
Ohne ihn wäre der CFC Hertha 06 fraglos nicht im fünften Jahr in der NOFV-Oberliga Nord – Ergün Cakir, Bauunternehmer und Vorsitzender des Vereins. Im Jahr 2011 mussten die Charlottenburger noch in die Bezirksliga absteigen, danach aber ging es unaufhaltsam aufwärts bis in den überregionalen Fußball. Allerdings liefen die vier Spielzeiten in der Oberliga bei Abschlussplatzierungen zwischen Rang 11 und 13 nicht immer sorgenfrei – oft fehlte die Konstanz über eine gesamte Spielzeit. In diesem Jahr liegt man kurz vor Abschluss der Hinrunde sogar auf dem letzten Platz – das deutliche 5:1 am Sonntag beim SV Tasmania weckt aber die Zuversicht bei Hertha 06, dass das Team auf dem Weg aus dem Tabellenkeller ist.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel mit dem Vorsitzenden Ergün Cakir über die sportliche Situation, das besondere Verhältnis zu Trainer Murat Tik – und die Perspektiven in dieser Spielzeit.
Der CFC Hertha 06 gewann das Sonntagsderby in der NOFV-Oberliga Nord überraschend deutlich mit 5:1 beim SV Tasmania – nicht nur, weil die Charlottenburger als Schlusslicht anreisten, sondern auch bis dato nur einen Sieg und nur sieben Tore erzielen konnten.
Hören Sie in den kommenden Tagen auch das Interview mit dem CFC-Vorsitzenden Ergün Cakir
Berlinsport Aktuell war bei der anschließenden Pressekonferenz und hat die Statements der Trainer – Murat Tik (Hertha 06) und Tim Jauer (Tasmania) – zusammengeschnitten.
Ich habe der Mannschaft gesagt: heute ist ein Bonusspiel – wichtig sind die drei Spiele danach
Nach der 0:3-Niederlage im Topspiel der Staffel 2 beim 1. FC Novi Pazar 95 war die Enttäuschung beim TSV Mariendorf 1897 natürlich gegeben. Mit den letzten drei Hinrundenpartien gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte könnte die Scharte aber wieder ausgewätzt und die Rückkehr Richtung Aufstiegsränge wieder in Angriff genommen werden. So, wie man zuvor im November mit drei Siegen zwischenzeitlich vom 8. auf den 2. Platz vorgerückt war.
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel mit Trainer Thorsten Cornils über das Spiel, die Bilanz im November – und das Restprogramm in der Hinrunde.
Wir haben uns die Woche sehr gut auf den Gegner vorbereitet – und unser Plan ist aufgegangen
Der 1. FC Novi Pazar 95 besiegte am Sonntag auf dem Sportplatz Bergiusstraße den TSV Mariendorf 1897 mit 3:0 (1:0) und schob sich damit in der Tabelle der Landesliga Staffel 2 am unmittelbaren Konkurrenten vorbei auf Platz 3 vor. Die Treffer für die Neuköllner erzielten Hadzibulic (42.), Türken (57.) und Abou-Khalil (65.). Mit 25 Zählern ist Novi Pazar somit nun punktgleich mit dem FC Internationale auf Platz 2 - und drei hinter Tabellenführer SC Charlottenburg.
Berlinsport Aktuell sprach nach Schlusspfiff mit Trainer Rani Al-Kassem über das Spiel, Heimstärke – und wie sich sein Wechsel vom Spielfeld auf die Trainerbank angelassen hat.
Je länger die Negativserie dauert, desto schwerer wird jedes Spiel
Fortuna Biesdorf bleibt in der Berlin-Liga auch nach dem 13. Spiel ohne Sieg. Im Nachholspiel vor der Pokal-Pause kam der Aufsteiger durch ein 2:2 bei Türkiyemspor zwar zu seinem dritten Punktgewinn, konnte dadurch in der Tabelle aber keinen Boden auf den direkten Konkurrenten gut machen. So bleibt Biesdorf Vorletzter der Berlin-Liga, mit neun Punkten Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz. Am Sonntag gastiert die Fortuna bei den Spandauer Kickers.
Berlinsport Aktuell unterhielt sich nach der Partie mit Trainer Thoralf Dominok
Vor rund 1.000 Besuchern im Mommsenstadion siegte Tennis Borussia am Abend im Topspiel des 13. Spieltags der NOFV-Oberliga Nord mit 4:1 (2:0) gegen den FC Hertha 03 und holte sich so die Tabellenführung von den Zehlendorfern zurück.
Berlinsport Aktuell sprach unmittelbar nach Abpfiff mit den Trainern Markus Schatte (Hertha 03, l.) und Dennis Kutrieb (TeBe) über die Partie.
Wir haben uns qualitativ verstärkt und sind noch enger zusammengerückt – das macht uns stark
Vergangenen Sonntag musste sich der Spitzenreiter der Berlin-Liga, SV Sparta Lichtenberg, im Berlin-Pokal dem eine Klasse höher spielenden SV Tasmania erst in der Verlängerung (2:3) geschlagen geben. In der Liga läuft es weiterhin hervorragend: von den bislang 13 Partien wurde lediglich eine unentschieden gespielt bzw. verloren. Mit 51 Treffern ist Sparta dazu wieder die "Torfabrik" in Berlins höchster Spielklasse.
Berlinsport Aktuell sprach mit Sparta-Trainer Dragan Kostic über Lichtenberger Lässigkeit, (gar nicht so hohen) Aufwand – und andere Stärken seines Teams.