Der BSV Al-Dersimspor hat ein schwieriges erstes Halbjahr in der Berlin-Liga hinter sich, konnte es aber mit dem 3:2-Sieg gegen Tabellenführer SV Sparta immerhin versöhnlich beenden. Auch die 16 Punkte sind zwar keine große Ausbeute, den Umständen entsprechend aber durchaus in Ordnung. Schließlich musste der Verein nach der vom BFV verfügten Sperre zwischenzeitich einen Monat pausieren und die in dieser Zeit ausgefallenen Partien in englischen Wochen nachholen.
Kai Brandt (Al-Dersimspor, Trainer)
Das halbe Jahr hat schon geprägt: das wünsche ich auch keinem Trainer – mit den ganzen negativen Sachen, die da zwischendurch aufgelaufen sind
Berlinsport Aktuell sprach mit Trainer Kai Brandt nach dem letzten Hinrundenspiel über die Schwierigkeiten des ersten Halbjahrs – und wie das Ziel Klassenerhalt im zweiten Saisonabschnitt erreicht werden kann*.
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*Inzwischen haben die Kreuzberger mit Mario Kurtisevic (Hertha 06), Caglar Polat (Tasmania) und David Whajah (SpaKi) drei Neuzugänge bekannt gegeben
Mit dem PMU-Renntag am 1. Weihnachtstag ging die Rennsaison in Mariendorf zu Ende. Berlinsport Aktuell sprach anschließend mit Geschäftsführer Andreas Haase über die letzte Veranstaltung des Jahres, die Saison 2019 – sowie den Traum, nach über 30 Jahren mal wieder einen Berliner Derbysieger zu erleben.
Andreas Haase (Trabrennbahn Mariendorf, Geschäftsführer)
Es liegt an allen – wir waren in diesem Jahr ja schon relativ dicht dran –, da im kommenden Jahr die Nase vorn zu haben
SD Croatia liegt nach der Hinrunde mit 17 Punkten auf Rang 14 des Klassements – da hatte man sich bei den Tempelhofern sicher mehr erwartet. Zwar weicht das Torverhältnis zur Halbzeit gegenüber dem Vorjahr (23:37 statt 25:34 2018/19) nur geringfügig ab, seinerzeit hatte man aber sieben Zähler mehr auf dem Konto. Auffallend in diesem Halbjahr auch die verschiedenen Serien: nur ein Zähler aus den ersten fünf Partien (inkl. einer 0:6-Wertung), 13 Punkte aus den folgenden fünf – und dann wieder nur drei (1:0-Sieg bei den Füchsen) aus den letzten sieben Spielen.
Robert Pocrnic (SD Croatia, Trainer)
Auch die Spieler sollten über den Jahreswechsel mal ein bisschen in sich gehen und zusehen, dass wir noch mehr tun müssen.
Berlinsport Aktuell sprach mit Trainer Robert Pocrnic nach dem letzten Spiel bei Hilalspor (1:2 am 15.12.) über die Hinrunde, eventuelle Neuzugänge – und Ansatzpunkte, um das zweite Halbjahr besser zu gestalten.
Mykola Volf Meister der Franzosen - Oxidizer wie verwandelt - wichtiger Punkt für Andre Pögel
Nieselregen und 8 Grad verbreiteten wenig weihnachtliche Stimmung zu wegen der Vorgaben der französischen Wettorganisation PMU ungewohnt früher Stunde am ebenso ungewöhnlichen Renntag. Der Chronist kann sich nicht erinnern, dass auf der Derby-Bahn schon mal am 1. Weihnachtsfeiertag Pferde um die Wette gelaufen sind. Die scherten sich wie die zweibeinigen Aktiven vor und hinter den Kulissen nicht um die widrigen Bedingungen, stapften ab 11.00 Uhr munter durch den Matsch und machten vor allem die Favoriten-Wetter froh.
Wenig zu begeistern vermochte ausgerechnet die beste Tagesklasse, was auch an Opalis‘ schwerem Bänderstartfehler lag. Anders als zuvor versuchte sich Glaedar mal wieder aus der Pole Position, durfte einen ersten Kilometer in schon wieder erwähnenswerten 1:20 abbummeln und absolvierte die zweite Halbzeit in 1:13. Da vermochten selbst Prince of Persia und Adonis CG keinen Umsturz anzuzetteln, womit Thorsten Tietz‘ Rechnung voll aufging: „Die Verfassung vom Derby-Meeting hat Glaedar nach seiner Krankheit noch nicht, ist aber auf bestem Weg dorthin.“
Weil man auf einem Bein bekanntlich auf Dauer schlecht stehen kann, legte der 42jährige noch einen drauf. Erneut fiel die Vorentscheidung in einem üppigen 13-Pferde-Pulk am Start, den Paris Turf fliegend hinbekam, anschließend viele Reserven sparen konnte, weil sich die Speed-Pferde (zu) lange bedeckt hielten, an der letzten Ecke so entschlossen wie kraftvoll den Sack zuband und sich stilvoll in eine kleine Pause verabschiedete, die ihm der Trainer im Anschluss zugestand.
Thorsten Tietz zum Rennverlauf mit Paris Turf
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Einmal auf den Geschmack gekommen, ließ Mariendorfs Lokalmatador des Wendlers „Spektakulär“ zur Siegerehrung gleich noch mal auflegen. Ebenso unspektakulär wie Paris Turf entledigte sich die weiter gesteigerte Timoka Corner ihrer Rivalen, „obwohl sie einiges tun musste, um in Front zu kommen. Nach One more Dreams Aussetzer vor der Tribüne musste ich nur noch It’s it lange genug kontrollieren.“ Das gelang perfekt, und das hat Timoka Corner nun vom zweiten Sieg an der Strippe: „Eigentlich sollte sie längst in die Winterruhe, aber nach dem unaufhaltsamen Aufschwung darf sie noch ein bisschen weiter machen.“
Thorsten Tietz zum Rennverlauf mit Timoka Corner
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Volf bei beiden Trotteurs vorne
Reiche Bescherung gab’s desgleichen für Mykola Volf, der sich dieses Weihnachtsfest rot im Kalender anstreichen wird. Gleich zweimal durften die „Trotteurs Français“ ran, und beide Male heimste der Gast aus Tschechien die Lorbeeren ein. Bei den etwas Ärmeren, bei denen viel gesprungen bzw. wenig eleganter Trab an den Tag gelegt wurde, bestätigte der dreijährige Gaillard des Lucas den Erfolg beim bis dato einzigen Auftritt vor 364 Tagen in Cabourg und gewann trotz ziemlich weiter Wege vor den „Berlinern“ Fandjo und Eduardo de l’Aumoy, der seinen aktuellen Karlshorster Sieg nur bedingt zu bestätigen vermochte. „Ein gutes Pferd, das überhaupt keine Probleme macht“, strahlte Volf über den talentierten Braunen mit der breiten Blesse.
Hören Sie demnächst auch ein Interview zum Mariendorfer Rennjahr mit Geschäftsführer Andreas Haase auf www.berlinsport-aktuell.de
Nicht viel besser war‘s um die reicheren Franzosen bestellt, bei denen Vier von Zehn den Rotsünder-Turm bevölkerten. Lange hielt sich Volf ganz gegen sonstige Gepflogenheiten aus allem heraus und machte mit einer ausgefuchsten Fuhre seinem Dark Look erst auf den finalen 400 Metern mächtig Dampf. Der vierbeinige Mister Zuverlässig dankte dies mit einem überlegenen Sieg - dem sechsten dieser Saison in deutschen Landen.
Oxidizer dreht nach Fehler auf
Zwischendurch schlug die Stunde von Oxidizer, der seinen zahlreichen Anhängern wegen eines Startrumplers einen gehörigen Adrenalin-Stoß durch die Adern jagte. Rasch von Andreas Gläser unter Kontrolle gebracht, schritt der Wallach 800 Meter vorm Ziel zur Attacke, die selbst dem inzwischen führenden Favoriten Virginias Prime den Atem verschlug. Nichts war’s mit dessen sechstem Saisonsieg, sah er doch vom furios durchziehenden Oxizider die Rücklichter zum Schluss nur aus weiter Ferne.
Im einzigen Amateurfahren des Nachmittags war André Pögel fürs bundesdeutsche Championat der Amateure seines eigenen Glückes Schmied und landete im direkten Duell mit dem hartnäckigsten Rivalen Nick Schwarma einen ganz wichtigen Treffer. Stand up machte ihrem Namen alle Ehre, stand vorneweg stramm wie eine „1“ und bescherte ihrem Chauffeur den 21. Saisontreffer. Ergibt für die letzten vier Renntage 2019 drei Zähler Vorsprung vor Schwarma, der mit Donna Leone H außen herum „mit offenem Visier“ vergeblich die Wende herbeizuführen suchte und letztlich mit Platz drei hinter Ildikó zufrieden sein musste.
André Pögel zum Rennverlauf mit Stand up und das Duell mit Nick Schwarma
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Idony und Chimichurri siegen sicher
Eingestimmt wurden die Wetter mit dem erwarteten Erfolg von Idony. Auf dem durchweichten Terrain bekam die Love-You-Tochter von Thomas Panschow eine Schlammpackung im Fahrwasser der sofort in Front gedüsten Merete verschrieben und verabschiedete sich an der letzten Ecke leichten Schrittes zum dritten Erfolg.
Die letzte Schleife des Mariendorfer Rennjahres holte sich Roman Matzky mit Chimichurri, der nach 900 Metern das Kommando vom anspringenden Derby-Teilnehmer Mister B erbte, auf dem Rest des Weges richtig Pfeffer gab und auch beim zweiten Start seiner Laufbahn nicht zu boxen war. Der großrahmige Fuchs aus dem kleinen Lot des seit Jahrzehnten aktiven Andreas Marx war in 1:17,4 viel leichter daheim, als die eine Länge Vorsprung vor Salvedonatella aussagen mag, und lässt für 2020, wenn‘s für ihn mit seinem Besitzer vermehrt in Amateurfahren gelten soll, einiges erwarten.
Viel üppiger als befürchtet waren am ungewohnten Weihnachts-Vormittag die Totokassen gefordert. Etwas mehr als 13.000 Euro pro Rennen schluckten sie in Deutschland. Auch jene der französischen PMU hatten gut zu tun, obwohl die Mariendorfer mit ihren ersten drei Rennen in Frankreich Alleinunterhalter der Equidia-Sendung waren.
Umsatz bei 9 Rennen: 118.838,18 Euro (incl. 88.873,93 Euro Außenumsatz) Umsatz PMU (Rennen 1 bis 6): 1.331.569,74 Euro
Nächster Renntag des BTV: Sonntag, 12. Januar 2020
Am letzten Spielwochenende des Jahres in der Fraueneishockey-Bundesliga konnte der Tabellenfünfte Eisbären Juniors gegen den drittplatzierten ERC Ingolstadt zumindest eine ausgeglichene Bilanz erzielen. Am Sonnabend siegten die Berlinerinnen mit 2:1, am Sonntag zogen sie mit 1:4 den Kürzeren. In der 7er-Liga sind der ECDC Memmingen (35 Punkte) und der ESC Planegg-Würmtal (31) aktuell das Maß der Dinge, die Eisbären-Damen haben aus 14 Partien 13 Zähler erzielt und liegen damit noch in Reichweite des letzten Playoff-Platzes. Den bekleiden momentan die Mad Dogs Mannheim mit fünf Punkten, aber auch zwei Spielen mehr als die Hauptstädterinnen.
Sebastian Becker (Trainer)
Die Gegebenheiten hier, die muss man in der Frauenbundesliga erst mal lange suchen, bis man die findet – von daher glaube ich: wenn man sich entwickeln möchte, kann man gut und gerne nach Berlin kommen
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie am Sonntag im Wellblechpalast in Hohenschönhausen mit Juniors-Trainer Sebastian Becker (Foto o.) über die bisherige Saison, die Bedingungen bei den Eisbären – und seinen Weg zur ersten Station als Cheftrainer.
Trotz einer Niederlage zum Abschluss liegt der SV Sparta Lichtenberg nach dem ersten Halbjahr an der Spitze der Berlin-Liga. Berlinsport Aktuell sprach mit Trainer Dragan Kostic über die bisherige Runde, die Konkurrenz – und was sich noch verbessern muss.
Wir haben einen 21-Mann-Kader, davon drei Torhüter – (...) deswegen brauchen wir in der Breite ein paar Spieler mehr, und da wird der eine oder andere dazu kommen
Mit dem 2:1-Erfolg am Sonntag gegen SD Croatia kommt Berlin Hilalspor zur Halbzeit der Saison 2019/20 auf 18 Punkte und Platz 13. Dabei war der Aufsteiger mit drei Siegen in die Spielzeit gestartet – nach zehn sieglosen Partien war dann aber für Trainer Marco Wilke nach der 13. Runde Schluss bei den Kreuzbergern. Mit Ekrem Asma (Foto u.) wurde schnell ein erfahrener Nachfolger gefunden, unter dessen Leitung es noch für sechs Zähler aus den restlichen vier Spielen reichte.
Berlinsport Aktuell sprach mit Asma über die Aussichten von Hilalspor, aber auch seinen sportlichen Werdegang und ungewöhnliche Trainerstationen.
Wir brauchen schon 37, 38 Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben – aber ich habe der Mannschaft gesagt, das werden wir auch definitiv erreichen
Nach einem sportlich erfolgreichen Halbjahr mit Platz 1 in der NOFV-Oberliga Nord muss der neue Vorstand mit einigen Spielern über die Modifizierung ihrer Verträge bzw. zusätzlicher Klauseln sprechen. Vorstandsmitglied Tobias Schulze, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den Charlottenburgern, im ausführlichen Gespräch* (in zwei Teilen) mit Berlinsport Aktuell über die aktuelle Situation bei den Lila-Weißen.
Das Team wird deswegen bestimmt nicht auseinanderfallen – unser Ziel ist es nach wie vor, dass jeder dabei bleibt und wir für jeden eine Lösung finden
Andre Pögel und Izzy’s Newport holen sich den Advents-Pokal / beide Vorläufe an Sarah Kube / „3 aus 4“ für Michael Nimczyk / Pat Austins Debüt mit Hurra
Den Amateuren vorbehalten war der letzte Höhepunkt des Mariendorfer Rennjahres, und selten hat sich der alte Spruch, ein jeder sei seines Glückes Schmied, so bewahrheitet wie im Fall dieses Advents-Pokals. Im Vorlauf nach ständiger Führung auf den letzten Metern von Iron Creek eingefangen, mit dem sich Sarah Kube schon mit dem Ehrenplatz zufrieden gegeben hatte, „aber dann wollte der mental enorm starke Fuchs unbedingt gewinnen und hat von sich aus die entscheidende Schippe draufgepackt“, war Andre Pögel im Finale mit der identischen Taktik, frisch von der Leber vorneweg zu marschieren, nicht zu ballern. Es passte gut, dass der 46jährige für die Pediküre von Pferden zuständig, sprich gelernter Hufschmied ist. Des Vorlauf-und Finalrätsels Lösung lieferte er im Winner Circle: „Ohne Eisen ist Izzy’s Newport ein ganz anderes Pferd, aber zweimal am Tag barfuß laufen lassen konnten wir ihn nicht. Obwohl sehr leicht, war ihm der Aluminium-Beschlag im Vorlauf eben das entscheidende Quäntchen zuviel. Zudem trat er beim zweiten Mal mit Klappzaum statt mit Backenfellen an und war in dieser veränderten Aufmachung von Iron Creek nicht einzuholen, obwohl der bei der Zweitauflage im Vergleich zum Qualifier den sehr viel ökonomischeren Vortrag verschrieben bekam.
Sofort im Rücken des von Wolfgang Nimczyk vorbereiteten Muscle-Mass-Sohnes aus Peter ter Borghs Zucht verstaut, prallte er mit seinem Umsturzversuch regelrecht ab. Dem von Jean-Pierre Dubois gezüchteten Fuchs blieb der Ehrenplatz sieben Längen vor Major Ass, der sich nicht unerwartet als Bester des Zulagen-Bandes vor seinen „Band-Kameraden“ Paris Turf und Perfect Hall entpuppte. Simon Siebert und der „Major“ hatten schon in ihrem, dem 2. Vorlauf, für basses Erstaunen gesorgt, als sie mit tollem Endspurt den durchweg das Tempo vorlegenden Paris Turf um ein Haar bzw. einen „Kopf“ fast erwischt hätten. Für Andre Pögel, seit Jahr und Tag einer der profiliertesten deutschen Amateure, könnte dieser Advents-Coup Gold wert sein: Mit nunmehr 20 Saisonsiegen baute er seinen Vorsprung auf vier Zähler aus. Allzu viele Chancen, den Spieß noch umzudrehen, hat Nick Schwarma nicht mehr. In schlechter Erinnerung wird Linda Matzky diesen 3. Advent behalten. Ihr Red Attack wurde nach zwei Fehlstarts immer unwirscher, entledigte sich beim dritten Versuch beim Eindrehen seiner Steuerfrau und drehte ein paar einsame Bahnrunden. Während der Fuchs bald ohne größere Blessuren dingfest gemacht werden konnte, wurde die gestürzte Linda sicherheitshalber zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus transportiert, wo sich - Glück im Unglück - außer Prellungen und Stauchungen keine ernsteren Blessuren offenbarten.
Nimczyk dreimal vorne
Mit dem souveränen Erfolg von Timoka Corner, bei dem er Start-Ziel Regie führte, eröffnete Thorsten Tietz den Renntag bei strahlendem Sonnenschein. Weniger gestrahlt haben dürften seine Anhänger, denn für mehr als 20 Prozent Rendite - die allerdings ohne Nervenkitzel - war die trabsichere Braune nicht zu haben. Der unmittelbare Nachschlag misslang dem 42jährigen, weil ihm Fandjo kurz nach dem „Ab“ einen rund 30 Meter kostenden Patzer machte. Da auch Beebee BR und Chillamoi aus dem ersten Band nicht zum Traben zu bewegen waren, war Otto Cash früh mutterseelenallein auf weiter Flur. Das nützte Michael Nimczyk weidlich, obwohl es am Ende gegen den einen Riesenlauf hinlegenden Fandjo noch einmal höllisch eng und allerhöchste Zeit wurde, dass der rettende Hafen in Gestalt des Zielpfostens kam. Für Otto war’s der erste Sieg der Karriere, für den alten und neuen Goldhelm der 155. der laufenden Saison.
Weil’s so gut geklappt hatte, erlöste er mit Treffer 156 im Rennen der Franzosen-Traber auch den erstmals in Deutschland weilenden Encore Sunbei dessen 28. Versuch vom Sieglosen-Status. Dazu bedurfte es einer ausgefeilten Fuhre Nimczyks, der sich Dominik und Fighter Pilot auf den letzten 600 Metern beharken ließ und aus deren Windschatten nach Dominiks Ausfall zu Beginn der Zielgeraden mit dem „kämpfenden Piloten“ ziemlich kurzen Prozess machte.
Dritte Fahrt, dritter Sieg hieß es für den Willicher im „Internationalen“ für die Spitzenklasse, in dem er Adonis CG mit der „1“ hervorragend aus dem ersten Band abbrachte und weder von dem in seinem Windschatten perfekt untergekommenen Glaedar noch vom ab 700 Meter vorm Ziel attackierenden Gobelin zu erschüttern war. So knackig war der letzte Abschnitt, dass die Zulagenpferde Mighty Hanover und Helios nie in die engere Entscheidung einzugreifen vermochten.
Starkes Debüt von Pat Austin
Lange sah es für den 33jährigen danach aus, als würde es durch Virgill Hazelaar ein perfekter Sonntag. Bis in den Einlauf führte der Favorit unangefochten und kam dennoch nicht nach Hause. Monströs debütierte die von Heinz Wewering vorgetragene Pat Austin, die sich vor dem Flügel des Startautos erschreckt hatte und mit rund 30 Metern Rückstand auf ihre erste Reise ging. DieDreijährige, die den Kontakt bald wieder hergestellt hatte, flitzte auf der Überseite pfeilschnell an Virgills Flanke und zwang ihn, an dem sich auch Flat Rate Hall mit dem letzten Schritt vorbeiraufte, in famosen 1:16,8 um eine Länge in die Knie. „Eine Stute für's kommende Jahr, die noch ein wenig misstrauisch und grün ist, aber ihren Weg machen wird“, resümierte der „ewige Goldhelm“ nach seinem 16.911. Sieg.
Umsatz bei 8 Rennen: 109.793,56Euro (incl. 73.539,16 Euro Außenumsatz)
Nächster Renntag des BTV: Mittwoch, 25. Dezember 2019 – PMU-Matinée (erster Start: 11:00 Uhr)
Berlin Hilalspor hat sich durch den knappen 2:1-Sieg gegen SD Croatia am letzten Spieltag der Hinrunde noch in der Tabelle am Kontrahenten vorbeigeschoben. Die Kreuzberger führten dank der Tore von Yildirim (21.) und Temel (45.+2) zur Pause bereits mit 2:0. Nachdem Vukadin der Anschlusstreffer gelungen war (64.), wurde es in der Schlussphase aber noch einmal richtig spannend. Die Gäste konnten aber kein Kapital mehr aus ihrem Schlussspurt schlagen, Hilalspor ließ seinerseits die eine oder andere Konterchance liegen.
Die Einschätzungen der beiden Trainer zur Situation ihrer Teams und zu den weiteren Aussichten in der Berlin-Liga 2019/20 hören Sie demnächst an dieser Stelle
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Abpfiff mit den Trainern Ekrem Asma (Hilalspor, l.) und Robert Pocrnic (Croatia) über die Partie.