VORSITZENDER LOMBARDO AM RANDE DES HWP-CUPS LETZTEN SONNTAG
Der FC Spandau 06 muss nach dem Abstieg aus der Landesliga die "Reset-Taste" drücken und in der Bezirksliga einen Neuanfang wagen. Zum Stichtag 30. Juni hatten den Verein bereits zahlreiche Spieler verlassen, Neuzugänge gab es (Stand: 07.07.) noch keine – dafür konnte man für die Trainerposition einen echten Coup landen. Mit Thomas Häßler hat man schließlich einen Welt- und Europameister gewinnen können, der sich obendrein im Berliner Amateurfußball gut auskennt – nach einer gesundheitlich bedingten Auszeit hat "Icke" wieder Lust auf eine Herausforderung.
Berlinsport Aktuell sprach am Rande des HWP-Cups am Sonntag mit dem 06-Vorsitzenden und Teammanager Costantino Lombardo darüber, wie die Vereinbarung mit Häßler zustande kam, weshalb er in der Frage der Neuzugänge entspannt ist – und welche Ziele man sich aus ganz aktueller Sicht setzen kann.
COSTANTINO LOMBARDO (SPAND. 06)

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Beitrag+Fotos: BspA/Hagen Nickelé
Der FSV Spandauer Kickers hat mit Rang 3 in der Berlin-Liga 2023/24 (54 Punkte) die beste Platzierung der Vereinsgeschichte erzielt. Zur kommenden Saison bleibt das Team weitgehend zusammen – die primäre Zielsetzung bleibt jedoch unverändert.
Der BFC Preussen dominierte vergangene Saison die Berlin-Liga und schaffte so den anvisierten Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord. Dort sorgt der Neuling bereits vor dem Saisonstart für Furore mit zahlreichen namhaften Verpflichtungen (und ein, zwei Spieler sollen dem Vernehmen nach noch kommen), sodass den Lankwitzern zumindest von der Konkurrenz sogar der "Durchmarsch" in die Regionalliga zugetraut wird.
Nach neun Jahren in der Oberliga ist dem FC Hertha 03 der Aufstieg nach einer starken Saison inklusive eines packenden Zweikampfs gegen Lichtenberg 47 gelungen. Trotzdem muss die kleine Hertha kommende Spielzeit auf den einen oder anderen Leistungsträger verzichten sowie den Unterschied zu den zahlreichen, unter professionellen Bedingungen arbeitenden Klubs in der Nordost-Staffel ausgleichen.
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost steht der Berliner AK in der NOFV-Oberliga Nord vor einem Neuanfang. Trainer Volkan Uluc ist einer der wenigen Verbliebenen im Team, der nun eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen muss bzw. will.
Nicht für schwache Nerven war der Klassenerhalt des SV Blau-Weiß Berolina Mitte in der Landesliga 2. Abteilung – gegen den direkten Konkurrenten Spandau 06 (2:2) schaffte der Aufsteiger am Sonntag das nötige Unentschieden, um dank des besseren Torverhältnisses auch ein weiteres Jahr siebtklassig zu bleiben.
Trotz des 4:2-Siegs gegen die TSG Neustrelitz am letzten Spieltag der NOFV-Oberliga Nord konnte der SV Lichtenberg 47 den Tabellenführer Hertha 03 (4:2-Sieg in Rathenow) nicht mehr abfangen. Am Ende reichte es mit 70 Punkten aus 28 Begegnungen – im Schnitt sogar einen Hauch besser als beim Aufstieg in die Regionalliga 2019 – so "nur" zu Platz 2.
Die Aufholjagd von New Team Berlin im Nachholspiel der Kreisliga B 1. Abteilung am Donnerstag bei BW Friedrichshain kam zu spät: nach einem 0:3-Rückstand verkürzten die Spandauer durch Kavasoglu (70.) und Mirzaee (85., Handelfmeter) zwar nochmal, am Ende stand aber eine Niederlage. Die allerdings tut dem wackeren Neuling nicht sonderlich weh, liegt man doch bei noch einem ausstehenden Spiel mit 41 Punkten auf Rang 8 immer noch im gesicherten Mittelfeld.
Rein sportlich konnte Blau-Weiß Friedrichshain nach zwei Abstiegen hintereinander in der Kreisliga B 1. Abteilung den weiteren Absturz verhindern – durch einen 3:2-Sieg im Nachholspiel am Donnerstag hat man den Gegner New Team in der Tabelle überholen können und vor der letzten Runde am Wochenende einen einstelligen Platz in der 16er-Staffel sicher. Zuletzt sorgte auch der "unfreiwillige Abschied" von der bekannten Spielstätte auf dem Dach eines Großmarkts am Ostbahnhof für größere Aufregung innerhalb des Vereins – mittlerweile steht der Sportplatz Lobeckstraße im anderen Ortsteil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg als (nicht ganz) neue Heimat fest.