Der SV Empor hat sein Punktspiel gegen DJK Schwarz-Weiß Neukölln am Nachmittag mit 2:0 gewonnen. In einem kampfbetonten Spiel auf tiefem Boden gerieten die Gäste schon nach gut einer halben Stunde in Unterzahl, nachdem Schmidt sich eine Schiedsrichterbeleidigung geleistet hatte. Dennoch wurde die Partie für die Hausherren zu einem Geduldsspiel.
In der zweiten Halbzeit gelang schließlich nach einem Eckball doch die Führung, als Barlage am schnellsten schaltete und den Ball aus kurzer Entfernung ins Tor spitzelte. Trotz numerischer
Heiko Lambert, Trainer DJK Schwarz-Weiß Neukölln
Unterlegenheit waren die Neuköllner bemüht, zum Ausgleich zu kommen. Sie konnten allerdings nur selten Gefahr vor dem Tor des Gegners kreieren. Empor nutzte die größer werdenden Räume und hatte nun ein Chancenplus, musste aber bis zur 86. Minute auf die Entscheidung warten - dann aber war Moerer zur Stelle und erzielte das 2:0.
Nach dem Spiel sprach Hagen Nickelé mit den Trainern, die beide mal im Gespann gearbeitet haben, jetzt aber alleine tätig sind - Nils Kohlschmidt (Empor) schon länger, Heiko Lambert (Neukölln) erst seit Kurzem.
Spitzenreiter Hertha 06 am Sonntag zu Gast bei 03ern
Es ist die einzige Partie am 8. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord in der Hauptstadt, aber die hat es in sich. Beim Gastgeber FC Hertha 03 ist man bislang nicht zufrieden mit dem Saisonstart und sieht sich vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer schon ebenso als Außenseiter wie unter dem Druck, punkten zu müssen. CFC Hertha 06 hat dagegen nach der Auftaktniederlage gegen TeBe (0:3) alle sechs Spiele gewonnen und will diese Serie auch am Sonntag ausbauen. Anstoß ist um 14 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld.
Hagen Nickelé sprach vor dem Spiel am Telefon mit Markus Schatte (Trainer H03) und Erkan Erdem (Sportlicher Leiter CFC):
Der prominente Neu-Trainer (Foto, r.) beim ambitionierten Bezirksligisten beurteilt den Start seines Teams in die Saison, spricht über das Probetraining seines Schützlings Ronaldo bei Bundesligist Hertha BSC - und den sportlichen Neuanfang in seiner Heimatstadt.
Bei der Gelegenheit klärte er auch gleich einen Irrtum auf: Der Punktabzug durch die 0:6-Wertung am 1. Spieltag - eigentlich hatte Italia die Partie beim heutigen Spitzenreiter FC Liria mit 5:1 für sich entschieden - ist natürlich schon in der aktuellen Tabelle berücksichtigt.
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Das Interview mit Hagen Nickelé fand am Dienstag nach dem Testspiel beim SV Tasmania statt.
Vor sieben Jahren spielte der Klub aus Kreuzberg noch Verbandsliga, dann folgte der sportliche Absturz bis in die Kreisliga. Jetzt aber ist Hilalspor wieder auf dem Weg zurück in höhere Gefilde. Am Sonntag hat man im Pokal dazu mit Oberligist Tennis Borussia einen attraktiven Gegner zu Gast.
Hagen Nickelé sprach aus diesem Anlass am Freitag mit Präsident Adnan Tuç über seinen Verein und was er sich vom Spiel gegen TeBe erwartet.
Schöner Standort für ein Spitzenspiel - das "Zoschke" in Lichtenberg, wo Oberligist L47 am Samstag Regionalligist Viktoria erwartetFoto: H. Nickelé
"Länderspielpausen" sind die beste Gelegenheit, den lokalen Amateurfußball (noch) besser kennzulernen. Da passt es natürlich, das an diesem Wochenende die 2. Runde des Berliner Pokalwettbewerbs der 1. Herren durchgeführt wird. In der ganzen Stadt finden quasi um die Ecke Partien im reizvollen K.O.-Modus statt - und das in ursprünglicher Fußballplatz-Atmosphäre. Berlinsport Aktuell bietet zu diesem Anlass einen Überblick zum Geschehen an diesem Wochenende.
Um den geht's: den Berliner Fußballpokal, benannt nach einer örtlichen Brauerei
Geordnet ist das Ganze zunächst nach den beiden Spieltagen (Freitag findet - leider - kein Pokalspiel statt...), dann nach alphabetischer Reihenfolge der Bezirke, in denen die Spiele stattfinden. Die weitere Reihenfolge der Partien richtet sich nach der Anstoßzeit, vor der jeweiligen Paarung steht zur Orientierung die jeweilige Postleitzahl des Spielorts. Last but not least: Die Zahl in Klammern hinter dem jeweiligen Klub bezieht sich auf die Spielklasse, also: 4.= Regionalliga, 5.= Oberliga, 6.= Berlin-Liga, 7.= Landesliga, 8.= Bezirksliga, 9. = Kreisliga A, 10.= Kreisliga B.
So findet man leicht die nächste Sportstätte oder kann sich gleich sein "Menü" zusammenstellen. Und wem das noch nicht genügt, der kann sich auf den einschlägigen Internetseiten über die weiteren Pokalwettbewerbe des Wochenendes (z.B. Pokal der 2. Herren, der Unteren Herren etc.) informieren.
SAMSTAG, 08.10.2016
BEZIRK FRIEDRICHSHAIN/KREUZBERG
10245: BSV Victoria Friedrichshain (9.) – Weissenseer FC (8.) 16.30h, Alt-Stralau 40-47
BEZIRK LICHTENBERG
13053: BFC Dynamo (4.) – SC Borsigwalde (8.) 14h, Sportforum, Weissenseer Weg 51-55 10365: SV Lichtenberg 47 (5.) – FC Viktoria 1889 (4.) 14h, Normannenstr. 28
Das Neuköllner Duell am 8. Spieltag der Berlin-Liga war eine klare Kiste: der SV Tasmania siegte am Ende deutlich beim BSV Hürtürkel mit 5:1 (3:0).
Eine herbe Pleite also für den neuen Trainer Murat Demirkol (links), der Hürtürkel zusammen mit Kiril Kishkin erst letzte Woche übernommen hat. Tasmanias Trainer Mario Reichel präsentierte sich dagegen erwartungsgemäß guter Dinge (ab 05:10) im Gespräch mit Hagen Nickelé.
Jockey Martin Seidl gewinnt das Toprennen - Eduardo Pedroza bei drei Läufen vorne
Beim letzten Saisonhöhepunkt auf der Galopprennbahn in Hoppegarten gewann Devastar (Foto, Nr. 3) mit Martin Seidl im Sattel den 26. Preis der Deutschen Einheit. Der gebürtige Bayer verwies über die Distanz von 2.000 Metern Capitano (Jockey: Alexander Pietsch) sowie Global Storm (Bauyrzhan Murzabayev) auf die Plätze und sicherte dem Gestüt Park Wiedingen die 45.000 Euro Siegprämie.
Erfolgreichster Reiter des Tages war Eduardo Pedroza, der drei Rennen gewinnen konnte - darunter das Finale der Sprintserie mit Sanaadh über 1.200 Meter.
Die Rennsaison auf der "Galopprennbahn im Grünen" ist damit für 2016 beendet - der Auftakt im nächsten Jahr ist auf den 2. April 2017 terminiert.
Das Führungsquintett der höchsten Spielklasse in der Hauptstadt gab sich am 8. Spieltag keine Blöße und gewann seine Partien ohne Ausnahme. Spitzenreiter SFC Stern 1900 löste seine Aufgabe bei der Reserve des BFC Dynamo mit 3:0 (Tore: 2x Woithe, El-Rayan) souverän. Die Steglitzer konnten somit ihren 2-Punkte-Vorsprung wahren und bleiben bei nunmehr 7 Saisonerfolgen weiter ungeschlagen.
Der erste Verfolger, der SC Staaken, imponierte in der 8. Runde mit einem 4:2-Auswärtssieg beim Nordberliner SC, zu dem auch Toptorjäger Erhan Bahceci wieder einen Treffer beisteuerte. Croatia-Trainer Marco Wilke sollte dagegen recht behalten mit seiner Prognose - nach dem Verfolgerduell bei Tasmania letzte Woche hatte er vorhergesagt, dass das Heimspiel gegen "Kellerkind" 1. FC Wilmersdorf die schwierigere Aufgabe würde. So kam der Tabellen-3. zu einem knappen 1:0-Erfolg - für das Tor des Tages sorgte obendrein auch noch der Wilmersdorfer Unglücksrabe Jusuf Aydin mit einem Eigentor.
Der SV Tasmania wiederum blieb im Bezirksderby beim BSV Hürtürkel mit 5:1 siegreich. Schon zur Halbzeit war eine höhere als die 3:0-Führung für die Mannschaft von Trainer Mario Reichel möglich. Der verunsicherte Absteiger aus der Oberliga wurde durch das frühe "Traumtor" von Medrane kalt erwischt und wirkte im ersten Durchgang chancenlos. Der Anschlusstreffer unmittelbar nach dem Wechsel durch ein Eigentor von Ermel tat Hürtürkel dann spürbar gut, individuelle Fähigkeiten allein reichten an diesem Nachmittag aber nicht. Die Gäste setzten mit zwei Kontertoren Mitte der zweiten Hälfte den vagen Hoffnungen schließlich ein Ende. Es bleibt noch viel Arbeit für Hürtürkels neues Trainergespann Demirkol / Kishkin.
Die ersten Vier trennen so nach dem 8. Spieltag nur drei Punkte - aber auch Eintracht Mahlsdorf, das auf Platz 5 schon weitere vier Zähler zurückliegt, fuhr bei Blau-Weiß 90 drei Punkte ein. Der ambitionierte Aufsteiger ist somit immer noch nicht richtig "angekommen" in der Berlin-Liga - mit fünf Zählern nach acht Partien knapp über dem Strich, das hatte man sich sicherlich anders vorgestellt in Mariendorf. Doch die Gäste legten in der 2. Halbzeit durch Korn und Zorn vor, Al-Kassems Anschlusstor blieb da letztlich zu wenig.
Nicht richtig voran geht es auch in Lankwitz - der BFC Preussen konnte angesichts des späten Ausgleichstreffers von Demir sogar noch glücklich mit dem 1:1 zuhause gegen den TSV Rudow (Tor: Holtz) sein. Nicht Fisch, nicht Fleisch - das gilt auch für das zweite 1:1 des Tages zwischen den Aufsteigern DJK Schwarz-Weiß Neukölln und TuS Makkabi. Beide Vereine haben sich schließlich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben, können aber mit ihrer Zwischenbilanz noch ganz zufrieden sein.
Ein kleiner Paukenschlag gelang dem SV Empor mit dem 5:1-Sieg bei den Füchsen Berlin. Die Mannschaft von Nils Kohlschmidt ist nicht besonders gut in die Spielzeit gekommen, doch vielleicht ist der Knoten nun geplatzt. Nach einer halben Stunde war der Käse im Fuchsbau durch Tore von Hübner, Salla, Barlage und Dietrich im Grunde gegessen. In den Schlussminuten traf dann noch Pfaus und Rickler besorgte den Ehrentreffer für die Reinickendorfer, die Empor dadurch im Klassement vorbeiziehen lassen müssen.
Leben ist auch wieder beim BSV Al-Dersimspor drin - nach sechs Pleiten zum Auftakt wurden die Kreuzberger vielerorts schon abgeschrieben. Nach dem 4:4 bei den Füchsen ließen die Mannen von Trainer Güncü nun mit einem 4:2-Erfolg beim Berliner SC aufhorchen. Der Blitzstart durch Tore von Karaduman und Kaloglu spielte Al-Dersim natürlich in die Karten, nach dem Wechsel sorgten Ince und nochmal Karaduman für die Entscheidung. Thiele und Ulucay konnten in der Schlussphase zwar verkürzen, für den gut in die Saison gestarteten BSC bedeutete das 2:4 am Ende aber einen unerwarteten Rückschlag.
Großes Foto: Gleich schlägt's ein - Tasmanias Loder (links, Nr. 26) verlängert den Ball zum 0:2 ins Tor, Sanyang (Nr. 2) kann nicht entscheidend stören und Hürtürkel-TW Bastida hat keine Abwehrchance.
Das Berliner Derby in der Oberliga Nord zwischen FASS Berlin und den ECC Preussen konnten die Gäste am Freitagabend mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) für sich entscheiden. Der Trainer der noch punktlosen "Akademiker" zeigte sich im Gespräch mit Hagen Nickelé nach der Partie zwar enttäuscht - aber auch sehr zuversichtlich, dass seine Mannschaft die Aufgabe in der 3. Liga bewältigen kann.