Autoren-Archive: Hagen Nickele

Nikolai Klarkowski (Co-Trainer BFC Preussen)

Mario Reichel (Trainer SV Tasmania)

Turbulent ging es gestern in der Berlin-Liga bei der Partie SV Tasmania - BFC Preussen zu. Die Gäste gingen zweimal in Führung, die Neuköllner glichen jeweils aus - drei dieser vier Treffer resultierten dabei aus Elfmetern. Nach Platzverweis gegen Preussen-Torwart Mika musste - die Lankwitzer hatten bereits 3-mal gewechselt - in der Schlussphase Stürmer Robben zwischen die Pfosten. Nach Shuletas Ausscheiden mit einer Kopfverletzung spielte das Team von Co-Trainer Klarkowski (Andreas Mittelstädt fehlte erkrankt) ganz am Ende sogar mit zwei Spielern weniger und kassierte noch den entscheidenden Gegentreffer durch Tasmanis Engin kurz vor Spielschluss.

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Nikolai Klarkowski (Preussen) und Mario Reichel (Tasmania).

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Der große Tag der Sarah Kube

Ladies First: Die Berlinerin gewinnt zwei Vorläufe und das Finale des Fritz-Brandt-Rennens 2017. Die beiden Adbell-Toddington-Trials gehen an Roland Hülskath und an Thorsten Tietz, dem sensationell acht Trainersiege gelingen.

Rossini Diamant mit Sarah Kube im Sulky Foto: ©Marius Schwarz

Zwölf Jahre lang konnte kein Berliner Fahrer mehr das Fritz-Brandt-Rennen gewinnen - den schon seit 1933 ausgetragenen Amateurklassiker. Doch seit diesem Karfreitag ist die Negativserie der Hausherren Geschichte.

Denn eine Ur-Mariendorferin beendete die lange Durststrecke: Sarah Kube, die als Kind in unmittelbarer Nähe der Derby-Bahn aufwuchs und deren Elternhaus nur wenige Meter von jener Zielgeraden entfernt steht, die nun zu ihrer großen Erfolgsbühne wurde. In dem mit 10.000 Euro dotierten Finale – inklusive der Vorläufe und dem B-Finale wurden sogar 28.000 Euro an die Fritz-Brandt-Teilnehmer ausgeschüttet – führte die zweimalige Deutsche Championesse den von ihrem Lebensgefährten Thorsten Tietz trainierten Wallach Rossini Diamant für die Farben der Besitzergemeinschaft von Klaus Bockhoff und Wolfgang May zu einem nie gefährdeten Erfolg.

Was natürlich auch daran lag, dass sich einige ihrer vermeintlich gefährlichsten Konkurrenten in der Startphase Galoppaden erlaubten. Dennoch: Ein Rossini Diamant, der mit aktuell zehn Volltreffern hintereinander in dieser Saison tatsächlich weltweit das siegreichste Pferd ist, wäre angesichts dieser Überform wohl auch bei glattem Verlauf kaum von einem seiner Konkurrenten zu schlagen gewesen. Das sah auch seine Meisterfahrerin so:

 „Es war ein ganz leichter Erfolg. Ich musste Rossini Diamant zu keinem Zeitpunkt ernsthaft fordern.“

Sarah Kube

Der von Andreas und Max Schwarz gezüchtete Wallach, der im Vorlauf bereits die Tagesbestzeit von 13,5/1.900m erzielt hatte und sich im Finale in 17,0/2.020m mit anderthalb Längen Vorsprung begnügte, war eine Klasse für sich. Aus dem zweiten Band heraus erwischte der Fünfjährige einen blendenden Start und lag bereits im ersten Bogen an dritter Position.

Sarah Kube begnügte sich aber nicht mit dieser Ausgangslage, sondern sie agierte weiterhin offensiv und hatte mit ihrem Schützling Mitte der Zielgeraden endgültig die Führung erobert. Der Rest war für Rossini Diamant ein Kinderspiel. Der Braune wurde weder durch Key Largo (Hans-Jürgen von Holdt), der in der Außenspur ein anspruchsvolles Pensum ableistete und für das tapfere Laufen mit dem zweiten Geld belohnt wurde, noch durch den stets im Windschatten des Angreifers trabenden Vorjahressieger Tyrolean Dream (Dr. Marie Lindinger) ernsthaft in Bedrängnis gebracht.

Lordano Ass und Tragopan Jet ohne Probleme im Vorlauf

Ähnlich souverän wie der Triumph von Rossini Diamant, der bei seinem Sieg im Vorlauf sogar vom Fleck weg die Führung übernommen hatte, waren zuvor auch die anderen Entscheidungen beim Kampf um die Karten für das Finale ausgefallen. Lordano Ass (Simon Siebert) übernahm trotz ungünstiger Startposition eine Runde vor dem Ziel die Spitze. Der Rest war nur noch eine Pflichtaufgabe. Sarah Kube führte ihren zweiten Vorlaufsieger Tragopan Jet mit einem Vorstoß vor den Tribünen auf den Erfolgsweg – der Hengst musste sich lediglich auf den letzten Metern ein wenig strecken.

Mon Etoile beeindruckt, Flirty or Dirty setzt sich durch

Besonders beeindruckend fiel der Triumph von Mon Etoile und André Pögel aus: Die Stute, die beim Erreichen der ersten Geraden in Front gezogen war, stiefelte neun Längen vor dem abgeschlagenen Rest über die Ziellinie. Das gute Omen bewahrheitete sich aber weder für sie, noch für Lordano Ass und Tragopan Jet. Alle drei Vorlaufsieger kamen im Finale nicht glatt um den Kurs.

Das B-Finale, das als abschließendes zwölftes Rennen der mit einem erfreulichen Umsatz belohnten Mariendorfer Veranstaltung ausgetragen wurde, ging ebenfalls an eine Amazone. Nämlich an Katharina Kramer, die Flirty or Dirty zum Sieg finishte. Unterwegs lange Zeit an vierter Stelle postiert, wurde die Stute von ihrer Fahrerin Ende der Gegenseite mächtig auf Touren gebracht. Damit war der Erfolg aber noch lange nicht unter Dach und Fach, denn der vehement attackierende Janus R.A. (Michael Schreiber) erwies sich als hartnäckiger Gegner. Der Fight um den Sieg währte bis zur Ziellinie – in 15,7/2.020m entschied Flirty or Dirty die Schlacht schließlich für sich.

NYSE und Passe Partout souverän

Neben Deutschlands besten Amateurfahrern und ihren vierbeinigen Cracks stellten sich auch die ersten dreijährigen Derby-Hoffnungsträger vor. In den beiden mit jeweils 8.000 Euro Preisgeld dotierten Adbell-Toddington-Trials kam zunächst das schwache Geschlecht an die Reihe und das Rennen wurde – wie nicht anders erwartet – eine Beute der Topfavoritin NYSE aus dem Besitz von Marion Jauß. Die von Roland Hülskath gesteuerte und von Dirk Hafer trainierte Nu-Pagadi-Schwester gestaltete den dritten Auftritt ihrer Laufbahn erneut zu einer One-Horse-Show und gewann in 16,7/1.900m Start bis Ziel.

„Die Zeit war absolut nebensächlich, NYSE hätte noch viel schneller laufen können. Sie hat alles ganz von alleine gemacht!“

Roland Hülskath

Der Trial der Hengste und Wallache verlief nach genau dem gleichen Muster, denn Thorsten Tietz und Passe Partout gewannen das Rennen in 15,5/1.900m von der Spitze aus. Der zweitplatzierte Champlain (Maik Esper) hielt lange erfolgreich dagegen, musste dem Sieger dann aber doch mit drei Längen Rückstand klar den Vortritt lassen.

3-mal bringen Außenseiter satte Gewinne

Auch im Rahmenprogramm gab es einige exzellente Leistungen. Die clever aus allem herausgehaltene und erst auf der Zielgeraden gebrachte Hannah (Dennis Spangenberg) siegte zur Quote von 235:10. Als Zweitplatzierter machte der bei 884:10 notierte Dolomit R (Norbert Bierman), für den es auf Place 178:10 gab, den Kohl so richtig fett – die Zweier- und Dreierwette wurde nicht getroffen.

Den dicksten Vogel schoss allerdings Constantin Gentz ab, der mit der Riesenaußenseiterin Vaillance Start bis Ziel zur Quote von 386:10 auftrumpfte und ebenfalls für einen Dreierwetten-Jackpot sorgte.

Der Sieg von MaxundAlex (Thorsten Tietz) fiel mit 101:10 ebenfalls dreistellig aus. Der Wallach des Ehepaar Bruns griff aus dem Schlussbogen heraus an und bewies einmal mehr, dass er einen geradezu mörderischen Speed entwickeln kann.

Tietz gewinnt und räumt insgesamt ab

Unmittelbar danach gelang Thorsten Tietz der nächste Schlag: Mit dem rasch an die Spitze gezogenen Abano H zwang der Berliner Champion seinen Gegnern das Tempo auf und verwandelte die Prüfung für seinen Schützling zu einer besseren Trainingsarbeit.

Am Ende des Fritz-Brandt-Tages durfte sich der Berliner Champion über eine geradezu sensationelle Ausbeute freuen: Thorsten Tietz zeichnete als Trainer für nicht weniger als acht Sieger verantwortlich!

Gesamtumsatz: 165.083,00 Euro – Bahnumsatz: 59.801,00 Euro - Außenumsatz: 105.282,00 Euro.

 

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 19. April statt. Es handelt sich dabei um eine PMU-Matinée mit fünf Rennen. Der erste Start erfolgt um 11.10 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Tabellenerster Staaken 1:1 – Verfolger Mahlsdorf mühelos dank Zorn – Tasmania-Sieg mit Turbulenzen – Nur BFC II gewinnt im Keller

Staaken trotz früher Führung 1:1 beim SV Empor

Weiter unbesiegt: der SC Staaken und Trainer Jeffrey Seitz

Der SC Staaken bleibt als Tabellenführer der Berlin-Liga auch nach dem 25. Spieltag dieser Saison ungeschlagen. Mit dem 1:1 beim SV Empor ist der Vorsprung der Spandauer am Karfreitag allerdings auf fünf Punkte geschrumpft. Denn die Konkurrenz konnte ihre Partien ausnahmslos gewinnen. Nach der frühen Führung durch Erhan Bahceci im Jahnsportpark (11.) schien die schwierige Aufgabe für die Staakener bei Empor (14 Punkte in der Rückrunde) die richtige Richtung zu nehmen.

Nach dem Ausgleich durch Jon Stublla (52.) konnte sich die Mannschaft von Trainer Jeffrey Seitz jedoch nicht mehr gewinnbringend in Szene setzen. Die imponierende Serie von 25 Spielen ohne Niederlage bleibt somit zwar erhalten, mit dem vierten Remis in acht Rückrundenpartien ist der Vorsprung aber an diesem Spieltag um zwei Zähler geschmolzen.

Mahlsdorfs Zorn trifft Al-Dersim entscheidend

Eintracht Mahlsdorf, das sich vor drei Wochen noch einen Ausrutscher beim abstiegsbedrohten DJK Schwarz-Weiß leistete, ließ diesmal beim BSV Al-Dersimspor nämlich nichts anbrennen und siegte 4:0. Maßgeblich beteiligt mal wieder Christoph Zorn, der nach dem Blackout in Neukölln besonders aufzudrehen scheint: gleich neunmal traf der Torjäger in den letzten drei Begegnungen – heute steuerte er drei Treffer bei, Michael Kipp war ebenfalls erfolgreich für die Mahlsdorfer.

Tasmania siegt erst mit zwei Spielern Überzahl

Torhüter wider Willen: Preussen-Stürmer Rene Robben

Turbulent ging es im Spiel des Tabellendritten SV Tasmania zu: nach frühem Rückstand zuhause gegen den BFC Preussen durch Magnus Stahlberg (8.) gelang zunächst der Ausgleich per Strafstoß durch Mehmet Okan Kirli (28.). Nach dem Wechsel ging der Gast ebenfalls per Elfmeter wieder in Führung (Rommel Abou-Chaker, 48.), doch Kirli glich zum 2:2 (55.) aus – erneut hatte Schiedsrichter Tom Channir auf Strafstoß entschieden. Später handelte sich Preussen-Torwart Mateusz Mika die Gelb-Rote Karte ein, wodurch Torjäger Rene Robben – das Wechselkontingent der Lankwitzer war bereits ausgereizt – zwischen den eigenen Pfosten das Schlimmste verhindern sollte (s. großes Foto ganz oben).

Doch es sollte noch übler für die Gäste kommen: nach einem Zusammenprall musste Arber Shuleta mit einer Kopfplatzwunde vom herbeigeholten Notarzt versorgt werden und die Preussen waren dadurch gezwungen, sich in den Schlussminuten mit nur noch neun Mann des Gegners zu erwehren. Das klappte zwar recht gut, in der vorletzten Minute aber musste man doch noch das 3:2 von Tasmania hinnehmen – Torschütze: Vahit Engin.

Croatia mit Geduld

Torschütze: Damantang Camara (SD Croatia)

Auch der Tabellenvierte SD Croatia musste sich lange Zeit in Geduld üben, ehe gegen den DJK Schwarz-Weiß doch noch der Knoten platzte. Tore von Tobias Ehm (72.), Damantang Camara (79.) und Kristijan Zagorec (88.) sicherten am Ende aber doch noch einen 3:0-Sieg. An der Tabellenspitze bleibt die Reihenfolge nach dem 25. Spieltag somit erhalten: der SC Staaken (61 Punkte) vor Mahlsdorf (57), Tasmania (56) und Croatia (52).

BFC II Sieger des Tages im Tabellenkeller

In der Abstiegszone heißt der Sieger des Karfreitags BFC Dynamo II. Durch zwei Tore von Antrew Lubega (12., 47.) zum 2:0-Erfolg überraschte man die SP.VG. Blau-Weiß 90 und so manchen Fußballfan. Nach der Niederlage von Schwarz-Weiß Neukölln (s. oben) liegt die Regionalligareserve des BFC vor dem direkten Aufeinandertreffen am Ostermontag im Stadion Britz jetzt mit drei Zählern in der Tabelle auf dem rettenden Platz 15.

Immer düsterer sieht es für die zwei Letztplatzierten im Klassement der Berlin-Liga aus. Während Schlusslicht BSV Hürtürkel nach der 0:4-Niederlage bei den Füchsen Berlin weiter bei sieben Zählern stagniert, musste auch der 1. FC Wilmersdorf mit dem 0:3 zuhause gegen den TSV Rudow einen weiteren, schweren Rückschlag verzeichnen. Die Wilmersdorfer stehen mit nun schon zwölf Zählern Abstand zu Platz 15 gehörig unter Druck, wenn sie das Klassenziel doch noch erreichen wollen.

Nächster Spieltag schon am Ostermontag

Schon am Ostermontag geht die Berlin-Liga dann in die 26. Runde. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei sicherlich folgende Begegnungen: Tabellenführer SC Staaken empfängt BSV Al-Dersimspor, Verfolger Mahlsdorf den Tabellen-5. Stern 1900, der SV Tasmania muss zum Neukölln-Derby nach Rudow und der bereits erwähnte „Keller-Krimi“ zwischen Schwarz-Weiß und dem BFC II.

Bericht+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Simon Rösner (Trainer VSG Altglienicke)

Der Spitzenreiter der NOFV-Oberliga Nord kann beruhigt in die Ostertage gehen. Am Gründonnerstag bereits gewann die VSG Altglienicke ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten 1.FC Frankfurt erwartungsgemäß - wenn auch nicht restlos überzeugend - mit 4:2 (3:0). Patrick Kroll sorgte mit einem Hattrick bis zur Pause bereits für klare Verhältnisse, Adrijan Antunovic erhöhte nach dem Wechsel. Die Gäste sorgten dann mit einem Doppelschlag zumindest kurzfristig nochmal für Unruhe.

Jetzt können wir uns über Ostern mal ein bisschen zurücklehnen (...) und gucken, was die anderen Mannschaften so auf den Platz bringen.
Simon Rösner, Trainer VSG Altglienicke

Im Interview mit Berlinsport Aktuell spricht VSG-Trainer Simon Rösner über das Spiel, die Chancen im Aufstiegsrennen - und die unterschiedlichen Gründe, warum der eine oder andere bekannte Name draußen bleiben muss.

 

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Beitragt+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Torsten Boer, Trainer Eintracht Mahlsdorf

Am Osterwochenende absolvieren die Vereine der Berlin-Liga wieder einen Doppelspieltag. Tabellenführer SC Staaken bekommt es dabei mit dem SV Empor (auswärts am Karfreitag) und BSV Al-Dersimspor (zuhause am Ostermontag) zu tun. Verfolger Eintracht Mahlsdorf, mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 2, muss zunächst bei den Kreuzbergern ran und empfängt Montag den Tabellenfünften SFC Stern 1900.

Der Trainer der Mahlsdorfer, Torsten Boer,  sprach mit Berlinsport Aktuell am Donnerstagabend über die Situation seiner Mannschaft in der momentanen Lauerposition, negative Auswirkungen der Zeitumstellung - und Doppelspieltage an Feiertagswochenenden.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Stefan Colucci, Trainer Eintr. Südring

 

Der Kreuzberger Bezirksligist steht auf den Abstiegsrängen und konnte erwartungsgemäß im Heimspiel gegen Club Italia sportlich keinen Befreiungsschlag erzielen. Trainer Stefan Colucci erklärt im Interview mit Berlinsport Aktuell, wie der Klassenerhalt an der Gneisenaustraße doch noch bewältigt werden könnte, mit welchen Problemen er und der Verein sich aktuell, aber auch schon länger auseinandersetzen müssen.

 

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Beitrag + Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Giovanni Bruno (Präsident Club Italia)

 

 

Der Bezirksligist peilt den Aufstieg an und liegt derzeit gut im Rennen. Präsident Bruno sprach mit Berlinsport Aktuell nach dem 4:0-Sieg bei Eintracht Südring  am Sonntag über die Chancen seines Clubs, Trainer Thomas Häßler, den Hertha-Trainingsspieler Ronaldo - sowie die Gespräche mit Regionalligist Berliner AK über eine eventuelle Fusion.

 

 

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Mario Reichel (SV Tasmania)

Benjamin Kandler (DJK Schwarz-Weiß)

Am 24. Spieltag der Berlin-Liga gewann der Tabellen-3. SV Tasmania im Bezirksduell bei DJK Schwarz-Weiß Neukölln mit 2:1 (0:0). Nach torloser erster Hälfte geriet der Gastgeber durch einen Handelfmeter von Mehmet Okan Kirli in Rückstand und verlor dazu Matteo Günther durch Platzverweis. Dennoch kamen die Schwarz-Weißen postwendend zum Ausgleich - ebenfalls durch einen Strafstoß, den Timo Osinski verwandelte. Die favorisierten Tasmanen, denen das Nachholspiel vom Mittwoch bei Croatia noch spürbar in den Beinen steckte, kamen schließlich durch Florian Medrane zum entscheidenden Treffer (65.).

Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Mario Reichel (Tasmania) und - etwas ausführlicher - Benjamin Kandler (Schwarz-Weiß).

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell

Tischtennis: ttc-Damen gewinnen 3:0 im Halbfinale der Königsklasse gegen Froschberg

Bericht + Fotos: Jo Lissner

Das Marzahner Freizeitforum - vom Alexanderplatz braucht man eine gute halbe Stunde hierher mit der Straßenbahn. Direkt gegenüber steht ein Hochhaus, in, oder besser an dessen oberstem Geschoss sich der sogenannte "Skywalk" befindet, mit dem man nicht nur über den Bezirk, sondern praktisch die ganze Stadt sehen kann. Der Skywalk ragt aus dem Haus heraus und ist nachts bunt beleuchtet. Und der (geführte) Besuch kostet noch nicht einmal etwas. "Dit is' Knorke" ist heute aber nicht als Tourist unterwegs, sondern wie gewohnt als Sportberichterstatter.

Gute Ausgangsposition gegen starke Östereicherinnen

Denn heute am Freitag, dem 7. April, haben die Damen des ttc berlin eastside die Chance, erneut ins Finale der Tischtennis Champions League einzuziehen. Austragungsort ist die Frauensporthalle des Freizeitforums. Und die Zuschauer nehmen das Event an: Die Halle ist sehr gut gefüllt. Fast jeder hier ist selbst absolute(r) Fachmann bzw. Fachfrau.

Anders als bei manch leichten Aufgaben der Bundesligapartien der vergangenen Wochen geht es heute gegen ein schweres Kaliber. Auch die Damen von Linz AG Froschberg haben die Champions League bereits mehrfach gewonnen (2009 und 2013), standen drei weitere Male im Finale. In der letzten Saison scheiterten sie im Halbfinale an... eastside.

Und auch diesmal haben die Berlinerinnen die bessere Ausgangsposition im Rückspiel, denn in Lißfeld in Österreich konnten sie bereits mit 3:2 gewinnen. Und dennoch kann man sich genausogut gegen Liu Jia (35, Austro-Chinesin, Spitzname "Susi"), Zhang Mo (28, Kanado-Chinesin) und Sofia Polcanova (22, österr. Meisterin) auch ein 0:3 einfangen. Daher sind Shan Xiaona ("Nana"), Petrissa "Peti" Solja und Georgina "Gina" Póta hochkonzentriert.

Shan Xiaona holt die Führung für eastside

Im ersten Match des Abends geht es gleich maßstabsetzend dramatisch zu.
Shan Xiaona scheint Zhang Mo klar zu dominieren, gewinnt Satz 1 mit 11:6. Danach kommt sie allerdings mit ihrer Gegnerin und ihren eigenen Fehlern zwei Sätze lang nicht klar (10:12, 4:11). Nun mit dem Rücken zur Wand, zeigt Shan aber ihre wahre Klasse. Hinsichtlich Nervenstärke hat sie der labil wirkenden Zhang manches voraus.

Sie ringt die Froschbergerin in Satz 4 mit 12:10 nieder, der entscheidende 5. Satz geht dann mit 11:8 ebenfalls an sie. Das 1:0 für eastside ist ein großer Schritt vorwärts in Richtung Finale. Zhang wird von Polcanova zurecht getröstet, denn es fehlte nur ganz wenig an einer Froschberger Führung.

Auch Petrissa Solja dreht ihr Match - 2:0

Die Berliner Linkshänderin Petrissa Solja bekommt im zweiten Match mit der Froschberger Linkshänderin Liu Jia eine extrem erfahrene Kontrahentin serviert, die leichtfüßig an praktisch jeden Ball kommt und aus jeder Lage präzise schießen kann. Satz 1 verläuft rasant und endet zwar durch einen Glücksball, aber dennoch verdient, mit 13:11 für Liu. Im Folgesatz hadert die Berlinerin etwas mit sich, denn sie sieht wenig Land. 11:6 für Liu.

Es riecht nach dem Matchausgleich. Nun reißt bei der Europameisterin von 2005 allerdings der Faden, vielleicht lässt auch die Kondition nach. Gleichzeitig steigert sich Solja erheblich, platziert ihre Angriffe häufig unerreichbar. Der Lohn: drei Satzgewinne in Serie (11:7, 11:7, 11:8). Noch eine Nervenschlacht gewonnen und 2:0 in Front.

Beide Teams haben in der 15-minütigen Pause genug Zeit, die Lage einzuschätzen und den Matchplan zu überdenken. Mancher eastside-Anhänger ergeht sich in Rechenexempeln, ob denn jetzt wohl schon genug Sätze gewonnen seien, um notfalls 2:3 verlieren zu können und dennoch ins Finale einzuziehen. (Antwort übrigens: nein). Die Wahrheit liegt ohnehin auf dem Tisch.

Póta kämpft sich zum entscheidenden Sieg

In Match 3 muss der arme Plastikball (Tischtennisbälle sind nicht mehr aus Zelluloid) viel leiden. Georgina Póta und Sofia Polcanova scheinen mit ihm persönlich ein Problem zu haben. Oder sie mögen es einfach beide, offensiv zu spielen und verprügeln ihn deswegen so.
Die Zuschauer haben jedenfalls auch an dieser Begegnung großen Spaß.

Zumal Póta auch manch unterkühlten Block im Repertoire hat, ganz passend zu ihrem oft regungslosen Gesichtsausdruck. Die Linkshänderin Polcanova ist mit 1,80 m für eine Tischtennisspielerin groß und dennoch sehr beweglich, sie spielt Hochgeschwindigkeitstischtennis. Póta kommt viel über Erfahrung, Intuition, Reflexe und ihre stoische Ruhe. Schnelles und hartes Spiel ist aber durchaus auch ihre Forté.

Satz 1 geht mit 11:3 an die Ungarin in Berliner Diensten. Doch so schnell gibt sich Polcanova nicht geschlagen, schießt unerreichbare Bälle en masse in Satz 2 und 3, die beide an sie gehen (11:9 und 11:5). Auf Seiten der Froschberger schöpft man neue Hoffnung. Eastside-Trainerin Irina Palina hat früher in Budapest gespielt und dort, wie sie erstaunten Fragern antwortet, "logischerweise" Ungarisch gelernt.

In den Anweisungen zwischen den Sätzen muss sie Póta die richtigen Dinge gesagt und Hinweise gegeben haben. Póta übernimmt jetzt völlig das Kommando: Sie gewinnt die Sätze 4 und 5 mit 11:7 und 11:6 - und damit das Halbfinale mit 3:0 für den ttc berlin eastside. Jubel bei den Zuschauern, schon wieder hängende Köpfe bei den sympathischen Österreicherinnen. Wieder im Halbfinale am Dauerrivalen Berlin gescheitert. Den Ausschlag gab jedenfalls in diesem Match die Nervenstärke der eastside-Damen.

Noch zwei Auswärtsspiele an diesem Wochenende

Im Vorfeld hatte sich Froschberg künstlich klein gemacht, ob des vermeintlich viel höheren Etats der Berliner. Im Vergleich zu anderen Sportarten sind die Etats, speziell im Frauentischtennis, eher sehr gering. Schon am Samstag um 18 Uhr treten die eastside-Spielerinnen in der Bundesliga bei TUSEM Essen an - zum letzten Mal, denn aus Budgetgründen zieht Essen nach der Saison zurück.

Am Sonntag dann (ab 14 Uhr live bei sportdeutschland.tv) soll der Deutsche Meistertitel beim in Grünwettersbach (Männererstligist) ausgetragenen "Heimspiel" gegen den TV Busenbach vorzeitig gesichert werden. Drei Spiele in drei Tagen. Gut, dass danach Zeit zum Regenerieren ist, denn der Saisonabschluss, möglichst schon als feststehender Meister, ist erst am Sonntag, dem 30.4., gegen Kolbermoor in der Paul-Heyse-Straße.

Champions League: Neuauflage des Endspiels von 2016

Im Champions-League-Finale schließlich trifft eastside wie im Vorjahr auf die Polinnen von KTS Siarka ZOT Tarnobrzeg, die Szekszárd AC aus Ungarn zweimal deutlich besiegen konnten. Das Hinspiel in Polen ist für den 5. Mai angesetzt, das Rückspiel in Berlin findet am 12. Mai statt.

eastside-Präsident Alexander Teichmann stand Berlinsport-aktuell nach dem Spiel für ein Gespräch zur Verfügung.

 

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Am Telefon: Jens Redlich, Vorsitzender von Tennis Borussia

 

 

Der neue Vorsitzende beim Oberligisten, Jens Redlich, nimmt im Telefoninterview mit Berlinsport Aktuell Stellung zur Konstellation, als Chef des aktuellen Hauptsponsors gleichzeitig im Vorstand zu sitzen - und auch zur Skepsis diesbezüglich im Umfeld.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé