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VORBERICHT ZUR WM-QUALIFIKATION VOLLEYBALL U21 MÄNNER IM SPORTFORUM BERLIN VOM 19.-21. MAI

Die Meisterfeier der BR Volleys liegt noch nicht lange zurück, da nimmt Berlin schon Kurs auf ein Großereignis im deutschen Volleyballsport.

Nur der Sieger darf zur Endrunde

Wie hier mit seinen Teamkameraden vom VCO Berlin will Nationalspieler Egor Bogachev (Nr. 9) mit der U21 am Wochenende jubeln. Foto: ©Eckhard Herfet

Die Große Halle im Berliner Sportforum ist Austragungsort der WM-Qualifikation der männlichen U21. Von Freitag, dem 19. Mai, bis Sonntag, dem 21. Mai, kämpfen Gastgeber Deutschland, der amtierende Welt- und Europameister Polen sowie Belgien und Lettland um den Einzug in die Endrunde der Weltmeisterschaft. Sie läuft vom 23. Juni bis 2. Juli in den tschechischen Städten Brno und Ceské Budejovice. Nur der Turniersieger löst das WM-Endrundenticket.

Das Sportforum ist ein passender Austragungsort für das Qualifikationsturnier, denn es ist seit langem die Heimat des VC Olympia. Dabei handelt es sich im Prinzip um die komplette U21-Nationalmannschaft, die unter dem Banner von Olympia am Spielbetrieb der Bundesliga teilnimmt. Die Spieler verfügen über eine Doppellizenz, so dass sie sowohl für Olympia als auch ihren entsendenden Verein antreten können. Drei Spieler sind bereits Vollprofis: Tobias Krick (United Volleys Rhein-Main; Mittelblocker), Egor Bogachev (Außen/Annahme; BR Volleys) und Julian Zenger (VfB Friedrichshafen; Libero).

Trainer der deutschen U21 ist der Niederländer Johan Verstappen. Er hat seit dem 2. Mai in Kienbaum seine Mannschaft beisammen. Egor Bogachev, Julian Zenger, Tobias Krick, Anton Brehme (SV Reudnitz) und Linus Weber (Geraer VC) trainieren auch bei der parallel internierten Männer-Nationalmannschaft mit. Nach drei Trainingsmatches gegen Frankreich vom 13.-15. Mai in Spergau steht der finale 12er-Kader.

Deutschland - Polen wohl das Schlüsselpiel

Wenn es dann im Sportforum zur Sache geht, wird der Heimvorteil, den die immer enthusiastischen Berliner Fans erzeugen, sicher ein großer Faktor werden.
Auch aus Polen ist ein großes Fan-Kontingent zu erwarten.

An jedem der drei Tage sind zwei Matches angesetzt:

19.05.2017: Polen – Belgien (17:00) und Lettland - Deutschland (20:00),
20.05.2017: Belgien - Deutschland (17:00) und Polen - Lettland (20:00),
21.05.2017: Deutschland - Polen (15:00) und Belgien - Lettland (18:00).

Das entscheidende Spiel um den Turniersieg dürfte das zwischen Deutschland und Polen am Sonntag sein.

"Berliner" Bogachev ist optimistisch

Egor Bogachev (Foto: ©Eckhard Herfet)

Um einen genaueren Einblick zu gewinnen, hat sich Berlinsport Aktuell bei der Meisterfeier der BR Volleys mit Egor Bogachev zum Interview getroffen. Er zeigt sich durchaus optimistisch: Bei der letzten EM sei zu Polen noch ein größerer Unterschied erkennbar gewesen. Durch das eine Jahr Spielpraxis in der Bundesliga hätten die Spieler von Olympia/dem U21-Nationalteam aber deutlich aufgeholt, so Bogachev.

„Wir hoffen, das Sportforum vollzumachen und auf die Sensation, dass wir zur WM fahren!“

Egor Bogachev

Gegen Belgien habe man im letzten Jahr öfter und auch sehr erfolgreich gespielt, so dass ein Sieg für die Deutschen nöglich sei. Der große Unbekannte im Mix sei Lettland. Über ihr Team sei fast nichts bekannt. Man erwarte den osteuropäischen Power-Volleyball. Großer Favorit beim Turnier sei aber Polen. Nach Fußball ist Volleyball in Polen Sportart Nummer 2. Es gebe einfach eine größere Anzahl Aktiver, aus denen die Auswahlen gebildet werden. In Polen gebe es statt 20 Talenten wie in Deutschland ca. 200, damit ergebe sich dann ein Ligabetrieb. Die Topspieler der polnischen U21-Auswahl bekämen auch schon früh in ihren Erstligaclubs Verantwortung zugewiesen, hätten tragende Rollen.

Zum Abschluss verspricht uns Egor Bogachev noch einmal ein großes Event:
„Wir hoffen, das Sportforum vollzumachen und auf die Sensation, dass wir zur WM fahren!“

Berlinsport Aktuell ist für Sie vor Ort und berichtet, ob die deutsche U21 den nächsten großen Schritt gehen kann. Die Chance dazu ist auf jeden Fall gegeben.

Turnierkarten kosten 20€ bzw. ermäßigt 14€, Tageskarten 10€ bzw. 7€.
Vorverkauf: www.vco-berlin.de

Beitrag: Jo Lißner

3:1-Sieg gegen Tarnobrzeg - TTC wiederholt das Triple

Starkes Bild im Freizeitforum Marzahn in der Frauensporthalle: Schlangestehen vor dem Einlass, VIPs bekommen ihre blauen Bändchen, Pressevertreter orangene. Voranmeldung ist Pflicht, denn die Ränge sind komplett gefüllt. Immer wenn sie da war, hat eastside gewonnen: Bundestrainerin Jie Schöpp ist anwesend, ebenso DTTB-Sportdirektor Richard Prause.


                           Fotos vom gestrigen Abend folgen


Und das mit gutem Grund, denn heute entscheidet sich, ob die Tischtennis-Damen des ttc berlin eastside ihren Champions-League-Triumph aus dem Vorjahr wiederholen können. Darüber hinaus können sie sogar erneut das Triple aus Sieg in Deutscher Meisterschaft, Deutschem Pokal und Champions League erringen.

Sie, das sind an diesem Freitagabend, dem 12. Mai, um 18:30 Uhr an Position 1 Shan Xiaona, kurz "Nana", an Position 2 Petrissa "Peti" Solja und an 3 Georgina "Gina" Póta. Ihnen stehen gegenüber, in ebenfalls unveränderter Aufstellung, die Damen von KTS Siarka - ZOT Tarnobrzeg: An 1 mit Han Ying, an 2 mit Li Qian und an 3 mit Viktoria Pavlovich.

Ein 2:3 aus dem Hinspiel ist aufzuholen

Beim Hinspiel am Sonntagabend, dem 7. Mai, in Tarnobrzeg, einer Stadt von knapp 50.000 Einwohnern im polnischen Karpatenvorland, hatten es die Ladies aus Berlin schwer. Schwerer auf jeden Fall als im Vorjahr, denn auch da war man im Finale auf Tarnobrzeg getroffen, hatte dort allerdings 3:2 gewonnen und sich die Champions-League-Trophäe mit einem glatten 3:0 gesichert.

Auch 2017 ging es zuerst nach Polen, doch setzte es in Tarnobrzeg gegen die drei Abwehrspezialistinnen eine 2:3-Niederlage. Peti Solja verlor beide Matches, Shan Xiaona gewann und verlor je eines, Gina Póta holte den zweiten Berliner Punkt.

Für das Rückspiel hieß das, am besten mit 3:0 oder 3:1 zu gewinnen, damit bei einem 3:2 der Rechenschieber nicht benötigt würde, um Satz- und Ballverhältnisse zur Siegerermittlung zu kalkulieren. Bei einem weiteren polnischen Sieg hingegen wäre Tarnobrzeg bestes Team Europas.

Sichere Sache für Shan

Spielerinnenvorstellung, Nationalhymnen, schon geht es los mit dem ersten Match des Abends. Die Berliner Nummer 1 Shan Xiaona (14. der Weltrangliste) gegen die polnische Nummer 2 Li Qian (WR Nr. 37). Nana ist deutlich sicherer und nervenstärker als ihre Kontrahentin und gewinnt drei Sätze in Folge (11:8, 11:5 und 11:2) zur 1:0-Führung für Berlin. In Polen hatte noch Li glatt gewonnen.

Die zweite Begegnung sieht Berlins Nummer 2 Peti Solja (WR Nr. 20) gegen Tarnobrzegs Nummer 1 Han Ying. Alle drei Polinnen sind ja Abwehrspezialistinnen. Am flachsten und mit dem meisten unangenehmen Schnitt spielt allerdings Han. Sie erreicht auch viele eigentlich unerreichbare Bälle der Gegnerinnen noch.

Solja verliert - 1:1 zur Pause

Da hilft nur, immer wieder mit enormem Topspin dagegenzuarbeiten und wenn der Ball der Gegnerin irgendwann zu hoch und/oder kurz zurückkommt, einzuschießen. An diesem Freitag gelingt Solja allerdings reineweg nichts: 9:11, 1:11 und 4:11 heißt es und schneller als erwartet geht es in die 15-minütige Pause bei ausgeglichenem Spielstand von 1:1.

Match 3 ist dann das Schlüsselspiel. Berlins Mannschaftsstoikerin, die ungarische Block- und Konterspielerin Gina Póta (WR 28) muss gegen Ex-Europameisterin Viktoria Pavlovich (WR 38) punkten, damit Shan gegen Han eine Chance bekommt, den Sack zuzumachen. Sollte alles am Match der schwächelnden Peti Solja gegen Li Qian hängen, könnte/würde das wohl ins Auge gehen.

2:1 durch Potas Sieg - Matchball Berlin!

Póta stellt sich aber weitaus geduldiger und sicherer als Solja an. Sie schupft selbst unangenehm, so dass Defensiv-Ass Pavlovich selbst mitunter initiativ wird. Das ist gegen die unterkühlten Blocks von Póta aber selten erfolgreich. Ganz überlegt spielt Póta ihre Gegnerin ein ums andere Mal aus. Konsequenz: ein 3:0 (11:7, 11:6, 11:4) zur 2:1-Führung und quasi Matchball für Berlin.

Shan macht den Punkt im Topspiel

Es folgt das Spiel der beiden Topspielerinnen. Deutschlands Nummer 2 Shan Xiaona gegen Deutschlands Nummer 1 Han Ying. Oder Weltrangliste Nr. 14 gegen Weltrangliste Nr. 9. Intelligente Penholder-Attacke gegen die Gummiwand. Ganz großer Sport - in Polen ging es 3:1 für die Berlinerin aus. Und heute?


Interview mit Shan Xiaona nach dem entscheidenden Spiel:


Zuerst übernimmt Han für Tarnobrzeg resolut das Kommando, Shan kommt gar nicht zurecht. Das 5:11 gegen sie ist die Quittung. Die Berliner Nr. 1 ist jetzt aber erst recht angestachelt, wird stärker und ringt Han mit 12:10 im zweiten Satz nieder. Trotz offenkundig einsetzender Rücken- und Schulterschmerzen durch die andauernd notwendigen starken Topspins gewinnt sie auch den dritten Satz, verliert allerdings den vierten - auch weil Han einige Kantenbälle "gelingen". Somit Showdown im fünften und letzten Satz.

Hier dominiert Shan Xiaona klar, Han Ying hadert beständig mit sich, versucht unerwartet gewagte Angriffsbälle, scheitert. Der Punktgewinn zum 11:4 beendet das Match: 3:2. Der ttc berlin eastside gewinnt folglich das Final-Rückspiel der Champions League mit 3:1 und somit auch das gesamte Finale.

Champions-League-Sieger 2017: ttc berlin eastside!

 Der Rest besteht aus Siegerehrungen, extrem viel superrutschigem Konfetti, Sekt und gefühlt Tausenden von Fotos und Interviews. Nicht nur für Berlinsport Aktuell (s.u.), sondern auch fürs polnische Fernsehen TVP und den rbb.

Ausblick:

Die gute Nachricht ist, dass der Kern des Teams (Shan, Solja und Póta) auch in der neuen Saison wieder für eastside an die Platte tritt. Berlin verlassen wird Chantal Mantz, die sich anderswo mehr Einsätze erhofft. Sie wird durch Kathrin Mühlbach ersetzt, die von den Leutzscher Füchsen kommt.

Yui Hamamoto wird nicht mehr für eastside spielen, da der japanische Verband sie gesperrt hat, damit sie sich als Perspektivspielerin für die Olympischen Spiele in Tokio vorbereitet. Neu zum Team stoßen zur neuen Saison die 21-jährige Japanerin Shiho Matsudaira, die, anders als Hamamoto, in Berlin wohnen wird und die 23-jährige Inderin Krittwika Roy (WR 267).


Interview mit TTC-Präsident Alexander Teichmann und dem neuen Manager Andreas Hain:


Außerdem bekommt der Verein einen neuen Manager mit Andreas Hain (50). Der gebürtige Seligenstädter ist auch Präsident des Hessischen Tischtennis-Verbandes. Hauptberuflich ist er in verantwortlicher Position bei der Ausrüsterfirma Joola tätig. Die vielleicht beste Frauen-Tischtennis-Mannschaft außerhalb Chinas in langer Zeit wird in jedem Falle Kurs auf den Triple-Threepeat nehmen.

Schade, dass es im Tischtennis (noch?) keinen Weltpokal gibt. Europa-Champ gegen Asien-Champ, also zu 99% den chinesischen Meister, ginge zwar vermutlich für die Chinesinnen aus, wäre aber gewiss spektakulär und von hohem sportlichem Wert.

Bericht + Archivbild: Jo Lißner

Kim Kuci (Trainer Berlin Rebels)

Die Berlin Rebels nehmen erstmals auch an einem internationalen Wettbewerb teil. Nach der unglücklichen Niederlage bei den Milano Seamen (13:14) müssen sie nun gegen Frankfurt Universe mit mindestens 14 Punkten Differenz gewinnen, um den Traum von der Euro-Bowl-Teilnahme am Leben zu erhalten.

Berlinsport Aktuell traf Rebels-Trainer Kim Kuci am Vorabend zu einem kurzen Gespräch.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Nach dem Spiel am vergangenen Samstag sprach Berlinsport Aktuell am Sportplatz Jungfernheide mit jeweils einem Verantwortlichen des BRC bzw. RK 03.

Ingo Goessgen (Rugby Klub 03 Berlin)

Ingo Goessgen (Präsident RK 03)

Der Präsident des Tabellenführers freut sich schon auf das Halbfinale auf eigenem Platz im Stadion Buschallee - und da dort auch das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird, darf's gerne auch etwas mehr sein. Dazu nutzten wir die Gelegenheit und sprachen über die (Vor-)Geschichte des RK 03 bzw. Rugbysport in der DDR.

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Fotogalerie zum Rugby-Derby vom Samstag - bitte klicken


Stefan Hansen (Berliner Rugby Club)

Stefan Hansen (Manager BRC)

Der Manager des BRC macht bereits einen Strich unter die Saison und will nächstes Jahr mit seinem Team wieder angreifen. Dabei hofft er vor allem, dass die infrastrukturellen Probleme, denen sich der Club unliebsamer Weise ausgesetzt sieht, bald Vergangenheit sind.

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Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Mariendorf: Mac Smily grinst die Gegner an

Christian Lindhardt führt den Lasbek-Hengst in neuer Saisonrekordzeit zum phänomenalen Breeders-Course-Sieg. Das mit 10.000 Euro Preisgeld dotierte Rennen war der Sulky-Legende Gerhard Krüger gewidmet.

Mac Smily (3) mit Christian Lindhardt (Foto: ©Marius Schwarz)

Das Vertrauen der Besitzerfamilie Herz war schon im Vorfeld riesig: Angesichts der Tatsache, dass das Gestüt Lasbek den Hengst Mac Smily extra für den mit 10.000 Euro Preisgeld dotierten Breeders-Course-Lauf der Dreijährigen nachgenannt hatte, hätte sich diese Zuversicht eigentlich auch in den Odds ausdrücken müssen. Doch der kleine Bruder des in Mariendorf noch bestens bekannten Connery wurde stattdessen für erstaunliche 83:10 gehandelt – für diejenigen Wetter, die den deutlichen Hinweis beachtet hatten, eine höchst lukrative Quote. Überaus erfreulich war aber vor allem das hohe sportliche Niveau dieses 1.900-Meter-Rennens, das in der phänomenalen Kilometerzeit von 1:13,1 min. entschieden wurde – ein neuer Mariendorfer Saisonrekord!

Rekordzeit im Gedenken an Gerhard Krüger

Dieser fabelhafte Schnitt stellt zugleich die aktuelle Jahresbestmarke für dreijährige deutsche Pferde dar – darüber wäre ganz sicher auch Gerhard Krüger begeistert gewesen, der bis zu seinem Tode kaum einen Mariendorfer Renntag versäumt hatte. Die international ausgeschriebene Prüfung war der am 29. April verstorbenen Sulky-Legende gewidmet. Die Berliner Veranstaltung stand ohnehin ganz in seinem Zeichen. Die Flaggen waren auf Halbmast gesetzt, die Fahrer starteten mit schwarzem Flor. Es wurde eine Schweigeminute abgehalten und die Besucher konnten sich in ein Kondolenzbuch eintragen. Am kommenden Donnerstag (11. Mai) findet die Trauerfeier für Gerhard Krüger in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt.

Zurück zum Rennverlauf: Mac Smily war gleich nach dem Start hinter dem 21:10-Favoriten Passe Partout (Thorsten Tietz) an zweiter Stelle auszumachen. Vor den Tribünen marschierte Ganyboy (Thomas Panschow) auf, der bis in die Zielgerade hinein die Pace bestimmte, dann aber nicht mehr sauber trabte und als Dritter aus der Wertung genommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der an diesem Tag unerklärlich schwache Passe Partout längst aus dem Geschehen verabschiedet. Ganz anders Mac Smily, der ausgangs der Gegenseite seinen langgezogenen Angriff eingeleitet hatte und fortan auf keinerlei ernsthafte Opposition stieß. Lediglich Pelle Barosso (Josef Franzl) konnte zwei Längen zurück mit einer ebenfalls sehr ansprechenden Leistung den Anschluss an den Sieger halten. Rang drei ging deutlich dahinter an Happy Occagnes (Michael Nimczyk), der sich auf dem Weg zum Startauto noch sehr heftig gebärdet hatte.

Bei der anschließenden Siegerehrung wusste der aktuell auf einer Erfolgswelle schwimmende Christian Lindhardt auf die Frage des Rennbahnmoderators Nicolai Laaser, was denn nun die nächsten Ziele für ihn und Mac Smily seien, eine kurze und trockene Antwort: „Der Derby-Sieg!“ Natürlich war auch ein kleines Augenzwinkern mit dabei. Aber es war unübersehbar: Der dänische Trainer ist von dem Sohn der bei siebzehn Starts achtmal erfolgreichen Stute Smily hellauf begeistert! Christian Lindhardt:

„Mac Smily ist ein absolutes Kraftpaket und seine körperliche und mentale Entwicklung schreitet mit jedem Tag voran – er ist ein wirklich großartiges Pferd!“

Keine Frage: Der Hengst wird in den Dreijährigen-Klassikern eine scharfe Klinge schlagen und sein Vorbereiter, der eine Stunde zuvor bereits den Trainingsgefährten Lindsay nach offensivem Vortrag für die Lasbeker Farben auf die Siegerstraße geführt hatte, darf sehr optimistisch sein.

Doppelsieg für Goldhelm Nimczyk

Goldhelm Michael Nimczyk (Archivbild) Foto: ©Berlinsport Aktuell

Neben Mac Smilys Sieg gab es aber noch weitere spektakuläre Leistungen: Der von Michael Nimczyk gesteuerte Prince of Persia feierte ein fulminantes Comeback und war nach seiner halbjährigen Rennpause sofort on top. Der Fuchswallach übernahm vor den Tribünen die Führung und schaute sich – bildlich ausgedrückt – erst einmal ein wenig in der Landschaft um. Denn der Love-You-Sohn ist immer noch recht guckig. Doch als der Goldhelm Ulrich Mommerts Traber auf den letzten achthundert Metern ans Gebiss nahm, legte Prince of Persia los wie ein Turbo. Seine Schritte wurden bei Zwischenzeiten im 10-er und 11-er Bereich immer länger und die Konkurrenten besaßen gegen den in 14,7/1900m auftrumpfenden Fuchs keinerlei Chance.

Nicht weniger imposant verlief nur wenige Minuten später der nächste Hieb des Deutschen Meisters, denn Michael Nimczyk führte die ebenfalls für die Mommert-Farben trabende Yen zu einem Start-Ziel-Sieg. In 14,4/1.900m unterbot die Stute ihre Bestmarke um volle zwei Sekunden!

Auch Gentz zweimal vorne

Auf der Meilenstrecke gab es einen Doppelerfolg für den Trainer Victor Gentz, der selber die Fahrleine von Grazia Greenwood in die Hand genommen hatte, während seine Lebensgefährtin Lea Ahokas im Sulky der zweitplatzierten Vaillance saß. Diese Reihenfolge hatte sich schon auf der Startgeraden herauskristallisiert und blieb bis ins Ziel unverändert, wobei Grazia Greenwood ihren Rekord um weit über eine Sekunde auf stramme 1:14,8 min. steigerte.

Sein Meisterstück machte Victor Gentz knapp zwei Stunden später dann mit Soccer, der nach einem Rennverlauf in zweiter Spur eigentlich nicht mehr hinzukommen schien. Doch der Seriensieger bewies erneut eine eiserne Moral und kämpfte sich in 14,5/1.900m mit dem letzten Schritt an seinen Gegnern vorbei.

Alt-Meister Wewering kann es immer noch

Im Sulky von Impulsiv musste sich Heinz Wewering ebenfalls mächtig rühren. Der fünfjährige Wallach hatte sofort die Spitze übernommen – doch auch nachdem seine Kontrahenten Astasia du Vivier (Michael Hönemann) und Gobelin (Victor Gentz) bei ihren auf der Schlusshalben erfolgten Attacken nacheinander von den Beinen geraten waren, drohte weiterhin Gefahr und Wewerings Schützling war noch längst nicht zuhause. Denn unmittelbar vor dem Ziel marschierte noch einmal eine breite Phalanx im Nacken von Impulsiv auf und alles schien möglich zu sein. Doch Heinz Wewering und sein Schützling behielten den knappen Vorteil in 14,9/1.900m in ihren Händen.

Tietz komplettiert Reihe der Doppelsieger

Endlich einmal wieder auf eine Ehrenrunde ging der von Thorsten Tietz vorgetragene Tokay, der in phantastischen 14,5/2.000m aus dem ersten Band heraus von einem idealen Rennverlauf als viertes Pferd außen profitierte. Der Berliner Champion drehte ebenfalls mit New Dawn in Richtung Winner-Circle um. Der für die Besitzergemeinschaft von Renate Gramüller und Johann Holzapfel laufende Hengst setzte sich Start bis Ziel durch.

Gast aus dem Norden mit ganz viel Luft

Der schwedische Gast Jørgen Sjunnesson punktete auf dem langen 2.500-Meter-Kanten mit dem Distanzspezialisten O’Sunday, der bei seinem grandiosen Vorstoß Ende der letzten Gegenseite die gesamte Konkurrenz mächtig blass aussehen ließ und in 1:14,5 min. drückend überlegen mit sieben Längen Vorsprung auftrumpfte.

Kube und Schiefelbein bei Amateuren vorne

Zwei Mal waren die Amateurfahrer an diesem Tag gefordert. Günther Schiefelbein gewann mit Lodrino nahezu spielerisch. Kay Härtels Traber ging im ersten Bogen nach vorne und lediglich Give me Love (Chantal Solhart) konnte mit dem Fünfjährigen bis zum Zielpfosten auf Tuchfühlung bleiben.

Einen Schreck jagte der von Sarah Kube gesteuerte 14:10-Topfavorit Muscle Design dagegen seinen zahlreichen Anhängern ein, denn der vierjährige Hengst war auf der Startgeraden zunächst in der Luft. Da seine Gegner aber vor den Tribünen nur ein gemächliches Schneckentempo einschlugen, schoss Muscle Design an allen vorbei an die Spitze und geriet danach nicht mehr in Gefahr.

Gesamtumsatz: 146.770,82 Euro – Bahnumsatz: 45.102,80 Euro - Außenumsatz: 101.668,02 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 21. Mai statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen an diesem Tag gleich zwei hochkarätige Klassiker: das Adbell-Toddington-Rennen und das Heinz-Mohr-Memorial. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Tischtennis:  2:3-Niederlage in Tarnobrzeg

Großes Bild: Die Damen des TTC Eastside - auf dem Plakat Petrissa Solja (l.) und Shan Xiaona - taten sich schwer

Ungewohntes Gefühl für die Tischtennis-Damen des ttc berlin eastside: mit 2:3 bezogen die Triple-Siegerinnen von 2016 (Meisterschaft, Pokal + Champions League gewonnen) ihre erste Niederlage nach 67 Partien. Im Final-Hinspiel der Königsklasse siegten die Gastgeberinnen von KTS Tarnobrzeg (Polen) am Sonntagabend vor allem dank eines furiosen Starts in die Begegnung.


CHAMPIONS LEAGUE, FINALE (RÜCKSPIEL)
ttc berlin eastside – KTS Tarnobrzeg
Freitag, 12.05., 18.30 Uhr

Frauensporthalle des Freizeitforums Marzahn (Marzahner Promende 55, 12679)


ttc kommt schlecht ins Spiel

Sorgte für den wichtigen ersten Punkt: "Gina" Pota


Zum Auftakt setzte sich die für Tarnobrzeg spielende Nr. 1 Deutschlands, Han Ying, gegen Petrissa Solja glatt mit 3:0 durch. Als auch Shan Xiaona (eastside) ihre anschließende Partie gegen Li Qian 0:3 verlor, drohte den Berlinerinnen eine deutliche Niederlage und somit eine schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel am Freitag in eigener Halle.

Pota startet Aufholjagd

Georgina Pota bewies dann aber gute Nerven und sorgte für den Anschlusspunkt gegen Viktoria Pavlovich (3:0), danach gelang Shan in ihrem zweiten Spiel (3:1 gegen Han) sogar für den Ausgleich. Am Ende aber machte Li den entscheidenden Punkt gegen Solja (3:1) zum Sieg des polnischen Teams.

Beitrag+Foto(s): Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

3:1-Sieg im entscheidenden Finalspiel in Friedrichshafen

Die Mannschaft der BR Volleys 2016/17

Spät, aber nicht zu spät: Nach fünf Pflichtspielniederlagen in dieser Saison gegen den VfB Friedrichshafen konnten die Berlin Recycling Volleys nach dem 0:3 zum Auftakt der Finalspiele im Modus "Best of 3" mit zwei Siegen die Serie noch drehen. Die Berliner haben sich damit ihren achten Meistertitel gesichert.

Die entscheidende Partie am Bodensee konnte das Team von Trainer Roberto Serniotti am Sonntagnachmittag - wie schon am Mittwoch in eigener Halle - mit 3:1 (25:21, 25:27, 25:20, 25:23) für sich entscheiden.

Beitrag: Berlinsport Aktuell/H. Nickelé

Fußball: Das Nachholspiel der Berlin-Liga konnte der SV Empor am Donnerstag gegen Blau-Weiß 90 mit 3:2 (1:0) für sich entscheiden. Während die Gäste aus Mariendorf die Führungschance in Form eines Elfmeters ausließen, machte es Empors Jan Dietrich kurz darauf vom Punkt besser und sorgte für die 1:0-Pausenführung (22.). Dietrich war auch für das 2:0 (62.) verantwortlich, doch im Anschluss sollte sich die schlechte Chancenverwertung für das Team von Trainer Rene Zampich beinahe noch rächen.

Michael Meister (Präsident BW 90)

Rene Zampich (Trainer SV Empor)

Rani Al-Kassem (73.) und Walid Temiaa (83.) - erneut per Strafstoß - sorgten für den Ausgleich. Der Gastgeber aus dem Prenzlauer Berg drängte aber weiter auf die drei Punkte und hatte am Ende auch das Glück des Tüchtigen, dass der Siegtreffer nicht nur noch gelang (85.) - sondern dass es Sascha Kuche (BW 90) war, der mit einem Eigentor für den 3:2-Endstand sorgte.

Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit Michael Meister (Präsident Blau-Weiß 90) und Rene Zampich (Trainer SV Empor).

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

 

35:18-Sieg beim Berliner Rugby Club

Am Nachmittag siegte der Tabellenführer der Bundesliga-Staffel Nord, RK 03 Berlin (gelb-schwarze Trikots), im Hauptstadt-Derby beim BRC mit 35:18. Auf dem Sportplatz Jungfernheide stellten die Gäste schon in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg - zwischenzeitlich konnte der BRC zwar auf 5:13 verkürzen, zur Pause aber hatte der RK 03 seine Führung auf 8:27 ausgebaut.


Interviews zum Spiel und den Rugby-Clubs folgen in den nächsten Tagen - dazu wird es auch eine Fotogalerie vom Berliner Derby auf unserer Facebook-Seite geben


Der BRC gab sich nach der Pause aber nicht auf und konnte zumindest den zweiten Durchgang für sich entscheiden. Die starke Schlussphase des Tabellenführers ließ allerdings auch die letzten Zweifel am Ausgang des Derbys verschwinden.

Der RK 03 Berlin festigt somit seine Tabellenführung und kann langsam für das Playoff-Halbfinale planen - vor dem reizvollen Hintergrund, dass das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft dieses Jahr im "eigenen Wohnzimmer", dem Stadion Buschallee in Weißensee ausgetragen wird.

Für den Berliner Rugby Club - aktuell Tabellenvierter der Nord-Staffel - besteht hingegen keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der Endrunde 2016/17. Nächste Saison will man zumindest bis zum Schluss um die Playoff-Plätze mitspielen.

Beitrag+ Foto: Berlinsport Aktuell

Duisburger Druck: Der Offensive des Gegners konnte die SG Neukölln (weiße bzw. rote Kappe/Torwart) vor allem zu Beginn nur wenig entgegensetzen

Nach einem völlig verkorksten Anfangsviertel verlor die SG Neukölln letzten Samstag in der Schwimmhalle Schöneberg das erste Spiel des Playoff-Viertelfinals (Modus: Best of 3) gegen den sechsfachen Deutschen Meister ASC Duisburg mit 4:20 (0:8, 1:1, 2:5, 1:6). Dieses Wochenende müssen die Neuköllner also gleich zwei Partien im Westen für sich entscheiden, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen.


Gute Aussichten auf das Halbfinale haben die Wasserfreunde Spandau 04, die bereits das Hinspiel bei Bayer Uerdingen gewonnen haben und schon am Samstag (16 Uhr) in der Schwimmhalle Schöneberg alles klar machen können.

Der SC Wedding muss dagegen im Playdown gegen den SV Cannstatt in heimischer Halle (nächster Termin: Sa., 17.30 Uhr, Kombibad Seestraße) die Serie beim Stand von 0:1 noch zu seinen Gunsten drehen.

Alle Playoff-Termine hier


Florinel Chiru (Trainer der SG Neukölln)

 

Sollte die SG Neukölln allerdings eine zweite Niederlage einstecken, ist die Spielzeit noch nicht beendet - und das Saisonziel immer noch erreichbar, verrät SGN-Trainer Florinel Chiru im Gespräch mit Berlinsport Aktuell.

Zum Abhören bitte unten anklicken