Autoren-Archive: Hagen Nickele

Frank Diekmann (TuS Makkabi)

 

Aufsteiger TuS Makkabi hat den Klassenerhalt in der Berlin-Liga relativ problemlos erreicht. Trainer Frank Diekmann gibt im ausführlichen Interview mit Berlinsport Aktuell Auskunft über die Spielzeit 2016/17 - warum es schlussendlich gut ausging, und wie die Perspektiven bei den Charlottenburgern sind.

Das Gespräch wurde am Pfingstmontag nach der 1:2-Niederlage von Makkabi beim SV Tasmania aufgezeichnet.

 

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Starker Tobak am Vormittag

Auf der Derby-Bahn stehen einige hochinteressante Dreijährige im Mittelpunkt. Das Augenmerk richtet sich insbesondere auf den von Heinz Wewering gesteuerten Lasbeker Hengst Maxi Cup.

 

Gute Aussichten für Chance Clasique

Altmeister Heinz Wewering (Foto: ©Marius Schwarz)

Einige hochtalentierte Derby-Anwärter und dazu ein „Frei für Alle“, das es in sich hat: Die Mariendorfer PMU-Veranstaltung bietet am Mittwochvormittag ein qualitativ hochwertiges Fünf-Rennen-Programm, das pünktlich um 11.10 Uhr mit einer Prüfung für französische Traber beginnt. Für das wettende Publikum sind die Trotteur-Francais-Rennen oftmals ein Buch mit sieben Siegeln, da viele der im Nachbarland gezüchteten Pferde mit der korrekten Gangart zu kämpfen hatten und so mancher Favorit auf der Strecke blieb. Das galt lange Zeit auch für die Stute Chance Classique, die zwar stets eine mächtige Grundschnelligkeit besaß, aber häufig ihre Nerven nicht im Griff hatte.

Doch in den vergangenen Wochen scheint sich die Situation grundlegend geändert zu haben. Die von Michael Nimczyk vorgetragene und von dessen Vater Wolfgang trainierte Braune ist immer fester geworden. Die behutsame Arbeit ihres Stallteams scheint sich nun auszuzahlen. Diesmal gibt es also kein Wenn und Aber, sondern Chance Classique steht unter Beweiszwang: Mit 20 Meter Vorsprung auf ihren einzigen ernsthaften Gegenspieler Brandy Hornline (Thomas Panschow) tritt die Fünfjährige in der 2.000-Meter-Bänderstartprüfung als Tipp des Tages an. Nur eine Galoppade kann ihr den Sieg vermasseln.

 

Maxi Cup mit Vorschusslorbeeren

Im 2. Rennen beginnt die V4 und auch hier gibt es ein Pferd, auf das sich alle Blicke fokussieren. Denn der letzte Auftritt des Lasbek-Hengstes Maxi Cup war gigantisch. Auf der Bahrenfelder Bahn lag der Dreijährige, der auch diesmal wieder von Heinz Wewering gesteuert wird, nach dem Start zunächst an fünfter Position. Eine Runde vor dem Ziel gab der 29-malige Deutsche Meister in dritter Spur mächtig Gas und was zunächst wie ein risikoreicher Kraftakt erschien, war der Weg zum Erfolg. Denn Maxi Cups Schritte wurden trotz des aufwändigen Verlaufs nicht kürzer, sondern immer länger. Der kleine Bruder der Stutenderby-Vorlaufssiegerin Lesperanza degradierte seine Gegner mit zehn Längen Vorsprung zu Statisten.

Man fragt sich angesichts dieser Leistung, ob Maxi Cup nicht zur absoluten Jahrgangsspitze gehört und die gleiche Qualität wie der aktuelle Primus Mac Smily besitzt. Solch riesige Erwartungen möchte sein Trainer Christian Lindhardt vorerst noch ein wenig dämpfen: „Der Braune ist vom Kopf und Körper her ein eisenharter Bursche. Er ist daher vor allem für längere Distanzen wie das St. Leger prädestiniert. Aber Maxi Cup braucht dennoch Zeit für seine Entwicklung und wir werden mit ihm nichts überstürzen.“ Obendrein sind seine Konkurrenten allesamt nicht von Pappe: Letizia May (Thorsten Tietz) ist ebenfalls für das Derby genannt und die älteren Gegner Ambrosini (Roman Matzky), Khalid (Dennis Spangenberg) und Melchior Mo (Michael Nimczyk) sind zwar fehleranfällig, aber rasant.

 

Motion Pure vs Navy Blue

Im 3. Rennen (4.000 Euro Dreier-Garantie) geht es nahtlos mit der Kombination Wewering/Lasbek weiter. Diesmal steuert der ehemalige Abonnements-Champion Motion Pure, für die bisher das Motto 'Hopp oder Top' hieß. Zwei Siegen stehen zwei Disqualifikationen gegenüber und rein vom Rekord her rangiert die Stute unter Navy Blue (Thorsten Tietz), die schon gute anderthalb Sekunden schneller unterwegs war. Da Motion Pure glattgehend aber noch nicht annähernd erfasst war und jeweils mit überlegenem Vorsprung gewann, hat dieser Unterschied nichts zu bedeuten und zwischen den beiden Pferden wird sich eine heiße Schlacht entwickeln. Eine der beiden Stuten wird letztendlich die Siegerin sein. Ilaria Sidney (Dennis Spangenberg), Sister Act (Roman Matzky) und Irma (Thomas Buley) sind nur Platzgeldanwärter.

 

Top-Besetzung im 4. Rennen

Das 4. Rennen ist ein Stelldichein der höchsten Gewinnsummenklasse und angesichts klangvoller Namen ein echter sportlicher Leckerbissen. Dreambreaker (Dennis Spangenberg) zwang in Bahrenfeld auf dem Open Stretch einen Vollbomber wie Lighten up Today in die Knie. Direkt neben ihm ist der Trainingsgefährte Dimitri W Eden (Thorsten Tietz) aufgestellt, der schon 17 Ehrenrunden absolvierte und nun sein Saisondebüt gibt. Zwei absolute Erfolgstypen also – doch sie müssen ihren Konkurrenten 20 Meter geben. Kein Zuckerschlecken – zumal die Grunddistanz nur zwei Kilometer beträgt. Der Sieger könnte daher also durchaus Hobard (Christian Lindhardt) heißen, der in Hamburg ebenfalls auf dem Open Stretch zuschlug. Vulkan (Daniel Wagner), It’s Amazing (Roman Matzky) und Dulco di Quattro (Marlene Matzky) gehen ebenso aus dem ersten Band ins Rennen.

 

Ganyboy gegen starke Konkurrenz

Nachdem die älteren Vierbeinerstars zum Zuge kamen, gehört die Aufmerksamkeit in der abschließenden fünften Tagesprüfung erneut einem Pferd, dessen Team den Derby-Start anvisiert: Ganyboy (Thorsten Tietz). Der Saisoneinstand war sehr überzeugend und auch bei der anschließenden Disqualifikation brach sich der Winterfavorit-Sieger keinen Zacken aus der Krone, denn er verkaufte sich bis in die Zielgerade hinein prächtig und hätte ohne die auf den letzten Metern offenbarten Gangartprobleme das dritte Geld ergattert.

Der Hengst steht allerdings vor einem echten Härtetest, denn er trifft auf bärenstarke ältere Traber. One and Only (Daniel Wagner) war von der Spitze aus zuletzt wieder ganz die Alte, die nach wie vor komplizierte Mon Etoile (Dennis Spangenberg) genießt in ihrem Umfeld weiterhin hohe Wertschätzung und Lambalamba (Christian Lindhardt) sowie Amundsen Mo (Michael Nimczyk) sind treue Dauerläufer, für die 15-er Kilometerzeiten kein Problem darstellen.

Die Wett-Highlights am 7. Juni:

  1. Rennen    -  Lunch Double-Rennen.
  2. Rennen    -  Start V4-Wette mit 4.000.- Euro Gar. inkl. 1.000.- Euro Jackpot.
  3. Rennen    - 4.000.- Euro Garantie in der 3er Wette.
  4. Rennen    -  Daily Double-Rennen.
  5. Rennen    -  1.000.- Euro Sieg-Jackpot

PLACE-Wette über alle Rennen! Sie gewinnen, wenn Ihr Pferd 1. oder 2. wird!

 

Unsere Tipps:

  1. Chance Classique – Brandy Hornline – Baliverne Buroise
  2. Maxi Cup – Letizia May – Ambrosini
  3. Motion Pure – Navy Blue – Ilaria Sidney
  4. Hobard – Dimitri W Eden – Vulkan
  5. Ganyboy – Mon Etoile – Lambalamba

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Strahlemänner: Daniel Böhm (l.) und Simon Rösner (M.) mit Spieler Caner Özcin und dem Meisterpokal

Nach dem 2:2 in Lichtenberg und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Nordost sprach Berlinsport Aktuell mit dem Sportlichen Leiter der VSG, Daniel Böhm, sowie mit Simon Rösner, der die Mannschaft gemeinsam mit Dennis Kutrieb trainiert.

 

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2:2 bei Lichtenberg 47 reicht für Platz 1 +++ Routiniers Brunnemann und Mattuschka bringen VSG in die Spur +++ Aufstieg in die Regionalliga perfekt

Die VSG Altglienicke ist Meister der NOFV-Oberliga Nord und hat damit den direkten Durchmarsch von der Berlin-Liga in die Regionalliga Nordost vollbracht. Am Nachmittag reichte dem Tabellenführer - der mit drei Punkten Vorsprung, aber dem schlechteren Torverhältnis vor Optik Rathenow in den letzten Spieltag ging - ein 2:2 beim SV Lichtenberg 47.

Nach Rückstand eine Viertelstunde auf Platz 2

Der Tabellendritte schenkte den Altglienickern vor rund 800 Zuschauern im Hans-Zoschke-Stadion nichts, überließ der VSG aber zunächst die Initiative. So fiel das 1:0 für die Hausherren überraschend und mit deren erster echter Torchance: nach einem Ballverlust im Mittelfeld kombinierten sich die 47er schnell vor das Tor des Gegners, wo Stürmer Thomas Brechler gewohnt sicher zur Führung traf.


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Der Titelaspirant zeige in der Folge etwas Wirkung und ließ die eine oder andere Torchance zu, während man selbst vor allem durch Standards von Torsten Mattuschka vor das Lichtenberger Tor kam. Eine Ecke des ehemaligen Union-Profis führte dann kurz vor der Pause zum Ausgleich, als Björn Brunnemann im Getümmel den richtigen Riecher bewies und das 1:1 markierte.

Brunnemann und Mattuschka schießen VSG in die Regionalliga

Nach dem Wechsel war die zwischenzeitliche Unruhe beim Spitzenreiter wie weggewischt, und als Mattuschka von der Strafraumgrenze das 2:1 für Altgienicke gelang (50.), schien die Vorentscheidung im Aufstiegsrennen gefallen. Die VSG hatte die Partie nun weitgehend im Griff, verpasste es allerdings, bei mehreren guten Gelegenheiten endgültig den Deckel auf das Spiel zu machen.

So kamen die Gastgeber in der Schlussphase wieder auf - und durch Philipp Einsiedel nach schöner Kombination zum Ausgleich (82.). Der direkte Aufstieg hing nun wieder am seidenen Faden, ein weiterer Gegentreffer hätte die Altgienicker auf den 2. Platz abrutschen lassen. Doch die Mannschaft behielt die Nerven und ließ bis in die Nachspielzeit nicht mehr viel zu.

Am Ende dann Riesenerleichterung beim Aufsteiger, der sein Ziel Regionalliga bereits nach nur einem Jahr in der Oberliga erreicht hat. In der Spielzeit 2017/18 wird die VSG Altglienicke somit neben dem FC Viktoria 89, Berliner AK und BFC Dynamo der vierte Vertreter aus Berlin in der Regionalliga Nordost sein.

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Am Telefon: Joachim Gaertner (BFV)

 

Die Saison 2016/17 in den Fußballligen neigt sich dem Ende zu - wie jedes Jahr kursieren verschiedenste Konstellationen über Auf- und Abstieg gerade in den Amateurklassen.

Im Telefongespräch mit Berlinsport Aktuell stellt Joachim Gaertner, Präsidialmitglied der Abteilung Spielbetrieb beim Berliner Fußball-Verband (BFV), den aktuellen Stand der Dinge dar und sorgt für Aufklärung.

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Foto: Berliner Fußball-Verband/BFV
Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Detlef Wilde (Präsident SV Tasmania)


Schon Anfang des Jahrtausends verpasste der SV Tasmania mehrfach die Berliner Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Seit der Spielzeit 2013/14 war man nun jede Saison wieder in der Spitzengruppe vertreten und ein Titelkandidat, verpasste das Ziel am Ende aber mehr oder weniger knapp. So auch dieses Jahr, wo es "nur noch" um Platz 3 bis 5 geht.

Berlinsport Aktuell sprach mit Tasmania-Präsident Detlef Wilde darüber, woran es diese Saison gelegen hat, über Ab- und Zugänge - und wie es 2017/18 dann doch klappen könnte mit den Neuköllnern und der Oberliga.

Das Gespräch wurde nach der Partie der Alt-Bundesligisten Tasmania und Blau-Weiß 90 am vergangenen Samstag aufgezeichnet.

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Gold- und Silberhelm beherrschen den Renntag

Thorsten Tietz gewinnt fünf Prüfungen. Michael Nimczyk punktet doppelt. Insbesondere einige dreijährige Pferde imponieren.

Tagesbestzeit: Muscle Design mit Thorsten Tietz an den Seilen. Foto: ©Marius Schwarz

Aufgrund von mehreren im brandenburgischen Mietgendorf aufgetretenen Druse-Infektionen, von denen nach dem aktuellen Stand der Dinge aber vermutlich keine Traber betroffen sind, hatte sich der Rennverein entschlossen, in dieser Region stationierte Pferde nicht für den Start bei der Sonntagveranstaltung zuzulassen. Daher reduzierten sich einige Teilnehmerfelder und insbesondere das zweite Rennen entwickelte sich zu einem echten Unikum. Dort traten lediglich zwei Pferde gegeneinander an – nämlich Montgomery Mo mit Michael Nimczyk und Bellevue mit Thorsten Tietz. An ein spannendes internationales Race-Off oder das Finale früherer Stichfahrten konnte das Geschehen allerdings nicht erinnern.

Nimczyk gewinnt kurioses "Duell" und mit McArthur

Der Verlauf ist schnell erzählt. Nachdem Montgomery Mo die Spitze erobert hatte, reichte dem Wallach ein 19,6-Bummeltempo, um die mehr mit dem eigenen Geläuf beschäftigte Gegnerin souverän in Schach zu halten. Ungeachtet dieser recht unspektakulären Dramaturgie wurde die vermutlich langsamste Meilenprüfung der letzten Jahrzehnte aber vom Publikum sehr gut angenommen. Da die Siegwette trotz des Mini-Feldes mit einer 4.000 Euro Auszahlungsgarantie inklusive eines Jackpots in Höhe von 1.000 Euro versehen war, nutzten viele Zuschauer die günstige Gelegenheit, um mit einem Tipp auf den quasi unverlierbaren Montgomery Mo Lose für die Prämienausspielung zu ergattern.

Wesentlich spannender verlief es für Michael Nimczyk bei seinem zweiten Tagessieg im Sulky von Mc Arthur. Dass der Goldhelm riesiges Vertrauen in den für das Derby genannten Dreijährigen aus dem Besitz von Ulrich Mommert besaß, wurde schon in dem von Christoph Pellander geführten Vorab-Interview klar und der Infinitiv-Sohn erfüllte diese hohen Erwartungen voll und ganz, obwohl der in 17,0/1.900m erzielte Sieg kein Spaziergang für ihn war. Denn nachdem Mc Arthur aus dem ersten Bogen heraus das Kommando übernommen hatte und die Pace gedrosselt halten konnte, schien zwar zunächst alles in trockenen Tüchern zu sein – doch auf den letzten fünfhundert Metern erfolgte ein gefährlich ausschauender Angriff von Uldimeo (Benjamin Hagen). Mc Arthur parierte die Attacke letztlich aber sicher und scheint für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet zu sein.

Thorsten Tietz dominiert die Veranstaltung

Er war nicht der einzige Dreijährige, der überzeugen konnte. Ein tolles Karrieredebüt lieferte ebenfalls der von Thorsten Tietz trainierte und gefahrene Aurelio CG ab. Der von Roger Wittmann und seiner Lebensgefährtin Anke Huber selbst gezüchtete Igor-Font-Sohn hatte zwar ein wenig Glück, dass der Pilot Speed of Moor (Heinz Wewering) im Einlauf von den Beinen kam, Der Catch-Glory-Hengst wäre aber mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit ohnehin an dem Gegner vorbeigegangen.

Wenig später führte Tietz einen weiteren Dreijährigen in den Winner-Circle. Nämlich Nyugati, der eine Runde vor dem Ziel das Kommando übernommen hatte und im Ziel weit voraus war.

Damit ließ es der Silberhelm aber nicht bewenden, obwohl seine Fahrt mit Aura Olympic zunächst nicht nach einer Siegfuhre ausschaute. Denn die Stute bog nur als siebentes Pferd auf die Zielgerade, entwickelte dann aber höllischen Speed und holte sogar noch zweieinhalb Längen Vorsprung auf die Gegner heraus.

Eine genau entgegengesetzte Taktik wendete Berlins Champion bei seinem vierten Tagestreffer an: Muscle Design stürmte Start bis Ziel in 14,2/1.900m zum neuen persönlichen Rekord, der zugleich die schnellste Kilometerzeit der gesamten Veranstaltung war.

Und auch mit Mighty Hanover, der sich aus dem zweiten Band heraus sogar einen kurzen Startrumpler erlaubt hatte, agierte Tietz offensiv. Der Wallach zog rasch nach vorn und ließ dem zwanzig Meter besser gestellten Vulkan (Daniel Wagner) nicht den Hauch einer Chance.

Deutliche Siege bei den Amateuren

Zweimal waren an diesem Nachmittag die Amateurfahrer gefragt. Für Sarah Kube und die dänische Stute Unforgettable wurde die Aufgabe zur Spazierfahrt, denn die 15:10-Favoriten trumpften Start bis Ziel hochüberlegen mit fünf Längen Vorsprung auf.

Nach genau dem gleichen Muster gestaltete sich der Sieg von André Pögel und One and Only. Die von Daniel Wagner trainierte Stute schoss sofort an die Spitze und scheint sich für diese Saison einiges vorgenommen zu haben. Lediglich John Bull (Hans-Jürgen von Holdt) kam noch einigermaßen an die Achtjährige heran, die ihre Bestmarke auf 14,4/1.900m steigerte.

 

Gesamtumsatz: 89.172,53 Euro – Bahnumsatz: 31.325,40 Euro - Außenumsatz: 57.847,13 Euro.

Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 7. Juni statt. Es handelt sich dabei um eine PMU-Matinée. Das erste der insgesamt fünf stattfindenden Rennen wird um 11.15 Uhr ausgetragen.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein

Berlin-Liga: SC Staaken Berliner Meister und Aufsteiger in die Oberliga +++ 0:0 im Topspiel gegen Mahlsdorf reicht +++ SW Neukölln hält die Liga - BFC II steigt ab

SC Staaken - torlos glücklich

Hielt den Kasten sauber: Torwart Lukas Hesse (SC Staaken)

Tabellenführer SC Staaken hat am 32. Spieltag sein Meisterstück vollbracht. Angesichts von acht Punkten Vorsprung gegenüber Eintracht Mahlsdorf vor der heutigen Runde waren dem Verein aus Spandaus Westen Titel und Aufstieg ohnehin kaum zu nehmen - das torlose Unentschieden gegen den letzten, verbliebenen Konkurrenten sorgte aber nicht nur vorzeitig für klare Verhältnisse, sondern auch für eine Meisterfeier vor eigenem Publikum im Sportpark Staaken. Dazu blieb auch die starke Serie des SCS gewahrt: in der Spielzeit 2016/17 ist man immer noch ungeschlagen! Eine wahrhaft meisterliche Bilanz - Glückwunsch dazu von dieser Stelle an den SC Staaken!

Mahlsdorf ohne Zorn - Schultz muss bei Staaken früh raus

Das Spiel begann für die Gäste schon mit einer Hiobsbotschaft: Torjäger Christoph Zorn musste nach dem Aufwärmen passen. Der SC Staaken erwischte so den besseren Start: in der ersten Viertelstunde hatte das Team von Trainer Jeffrey Seitz gleich zwei gute Chancen, in Führung zu gehen. Dann aber musste Philipp Schulz ebenso verletzt ausscheiden - er wurde durch Sebastian Gigold ersetzt. Bei sommerlichen Außentemperaturen von knapp 30 Grad (auf dem Kunstrasenplatz dürften sie noch höher gewesen sein) wurde das Spielen dazu zur echten Herausforderung - die Unparteiischen gewährten einmal pro Halbzeit jeweils eine Trinkpause.

Nach der Flüssigkeitsaufnahme im ersten Durchgang meldeten sich die Mahlsdorfer mit zwei guten Gelegenheiten - einmal war Staakens Keeper Lukas Hesse auf dem Posten, das andere Mal ging der Ball knapp über das Gehäuse. In der 2. Halbzeit gab es kaum noch torgefährliche Szenen. Eintracht Mahlsdorf wollte sich aber wohl nicht nachsagen lassen, es nicht probiert zu haben und kam in der Schlussphase noch einmal auf. Erst scheiterten die Gäste aber erneut an Hesse, dann klatschte ein Schuss der Mahlsdorfer an die Latte.

Damit war das Vorhaben, die Minimalchance zu erhalten, für die Mannschaft von Trainer Torsten Boer schließlich erledigt. Am Ende war für den SC Staaken sogar noch der Siegtreffer durch Gigold möglich - doch das fiel nicht mehr ins Gewicht. Das 0:0 reichte den Blauen zur Berliner Meisterschaft und zum Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord, wo man 2017/18 mit Lichtenberg 47, dem FC Hertha 03, Tennis Borussia und CFC Hertha 06 das Feld von - mindestens - fünf Berliner Vertretern in der 5. Liga bilden wird. Die VSG Altglienicke hat ja noch die gute Chance auf den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.

Schwarz-Weiß bleibt drin - BFC II steigt ab

Auch im Tabellenkeller fiel die zu erwartende Entscheidung bereits am 32. Spieltag. Die DJK Schwarz-Weiß Neukölln schaffte durch einen 3:1- Sieg beim bereits abgestiegenen 1. FC Wilmersdorf vorzeitig den Klassenerhalt, während die Reserve des BFC Dynamo - neben Wilmersdorf und dem BSV Hürtürkel - den Gang in die Landesliga antreten muss.

Die BFC-Reserve mit Trainer Schumacher (r.) und Torwart Sommer steigt aus der Berlin-Liga ab

Im heimischen Sportforum spielte Dynamo II allerdings gegen die Füchse Berlin auf, als glaubte man noch an die lediglich theoretische Chance auf Rettung - das Team von Trainer Marco Schumacher lag vor dem Spieltag neun Punkte hinter dem rettenden Platz 15. Nach einer guten halben Stunde führten die Gastgeber jedenfalls schon mit 3:0 und legten nach dem Wechsel noch ein Tor nach. Die Reinickendorfer kamen in der Folge allerdings schnell auf 4:3 heran, erst der Elfmeter von Thom brachte dem BFC II kurz vor Schluss den sicheren Dreier - auch, wenn die Füchse in der Nachspielzeit noch zum 5:4-Endstand kamen.

Schwarz-Weiß Neukölln, gerade in der Schlussphase der Saison in guter Verfassung, ließ sich aber im Kampf um den Klassenerhalt den Lohn seiner Anstrengungen nicht mehr nehmen. Beim bereits abgestiegenen 1. FC Wilmersdorf führte man zur Pause durch ein Tor von Jacobsen mit 1:0, Osinski und Engelhardt sorgten bis zur 60. Minute dann für klare Verhältnisse. Cissés Anschlusstor sollte dann auch der Ehrentreffer für die Gastgeber bleiben.

Damit sind in der Berlin-Liga zwei Runden vor Saisonende alle Entscheidungen gefallen. Auch der 2. Platz - der, wie alle Jahre wieder, Gerüchten zu Folge noch für den Aufstieg reichen könnte - ist dem BSV Eintracht Mahlsdorf bereits nicht mehr zu nehmen. Für die kuriose Randnotiz des Spieltags sorgte im Übrigen der BSV Hürtürkel: das Team des  Tabellenschlusslichts gab zur Pause beim Stand von 0:9 beim Berliner SC auf - die Partie wurde nicht zu Ende gespielt.

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Marco Gebhardt (Trainer Blau-Weiß 90)

Zum Auftakt des 32. Spieltags der Berlin-Liga trennten sich der SV Tasmania und Blau-Weiß 90 mit 2:2 (1:0). Nach der im Grunde bedeutungslosen Partie nahm sich BW90-Trainer Marco Gebhardt kurz Zeit für ein Gespräch.

Berlinsport Aktuell fragte nach den jüngst angekündigten, namhaften Transfers für kommende Saison bei den Mariendorfern und ob er eine Einladung von Eintracht Frankfurt zum Pokalfinale am Abend im Olympiastadion bekommen hat - schließlich spielte Gebhardt von 1997 bis 2002 für die Hessen.
 
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Auf zum Aufstieg: Die VSG Altglienicke um ihre Ex-Profis Björn Brunnemann und Torsten Mattuschka (3. u. 4. v. l.) will auch am Ende der Saison jubeln. Foto: ©Berlinsport Aktuell

Zweikampf Altglienicke vs Rathenow zwei Spieltage vor Schluss +++ VSG mit 3 Punkten im Vorteil, Optik mit besserem Torverhältnis +++ Wer wird „Meistermacher“: Hertha 06, Lichtenberg 47 – oder gar Schöneiche? +++
 

Die Aufstiegsfrage: Neuling kontra Absteiger

Alter Hase: Ingo Kahlisch, Trainer Optik Rathenow

Die NOFV-Oberliga Nord 2016/17 geht am Sonntag in ihre vorletzte Runde. Während die Abstiegsfrage bereits geklärt ist – der 1. FC Frankfurt muss die Liga sportlich verlassen, Germania Schöneiche zieht obendrein zurück -, streiten sich zwei Teams noch um Platz 1 und den Aufstieg in die Regionalliga: der derzeitige Tabellenführer VSG Altglienicke (67 Punkte, Torverhältnis + 38) und der FSV Optik Rathenow (64, + 54).

Kurioserweise also ein Team, das diese Saison in die Oberliga auf-, und eines, das in diese abgestiegen ist. „Durchmarsch gegen Wiederaufstieg“, wenn man es auf eine Formel bringen müsste. Am 29. Spieltag stellt sich nun also die Frage, ob die endgültige Entscheidung bereits fällt in diesem (Fern-)Duell. Da kann auch ein Blick auf die jeweiligen Gegner der beiden Aufstiegsaspiranten ganz hilfreich sein. Interessant: beide Topteams bekommen es noch mit Germania Schöneiche zu tun.

Schöneiche als Zünglein an der Waage?

Jenem Verein also, der erst letztes Wochenende bekannt gab, nächste Saison nicht mehr in der Oberliga antreten zu wollen. Die Moral der Mannschaft reichte immerhin für eine Halbzeit, dann wurde die Partie gegen Lichtenberg doch noch 1:6 verloren. Ob sich die Spieler in dieser Situation noch zweimal zu einem „Jetzt erst recht“ aufraffen können, scheint zweifelhaft – selbst Trainer und Sportliche Leitung sollen frustriert über die Entscheidung des Vorstands gewesen sein.

Die VSG Altglienicke bekommt es nun zuerst mit Germania zu tun, am letzten Spieltag tritt Optik Rathenow zur letzten Partie in Schöneiche an. Dem menschlichen Ermessen nach dürfte der Ausgang dieser beiden Spiele also (noch) nicht unbedingt den Ausschlag geben.

Hat Hertha 06 noch das Herz?

Betrachten wir also Gegner Nr. 2: den CFC Hertha 06, der diesen Sonntag in Rathenow aufläuft. Die Charlottenburger sind aktuell Tabellenzwölfter, die Zahlen sind allerdings durchaus zum Gruseln. Anfang Oktober 2016 war der Verein noch Tabellenführer (!) der Oberliga, danach gelang in 21 Punktspielen nur noch ein Sieg (1:0 gegen Seelow Ende Februar).

Auf Trainer Hasan Keskin folgte Frank Harzheim, der mittlerweile auch schon wieder abgelöst wurde. Ein Nachfolger steht bereits fest: Kemal Halat (45), ein ehemaliger Zweitligaprofi mit Erfahrung als Coach. Problem: Halat tritt sein Amt erst zur neuen Saison an. Bei Hertha 06 hilft man sich so mit einer Übergangslösung, an der der Sportliche Leiter Metin Acar ebenso beteiligt ist wie Mannschaftskapitän Demircan Dikmen.

Kann sich Hertha 06 nochmal so einschwören, dass man Aufstiegskandidat Rathenow in Schwierigkeiten bringt?

Immerhin konnte man Optik aber im Hinspiel ein 1:1 abtrotzen. Dennoch scheint auch in dieser Situation die Hoffnung, die man von Seiten der VSG Altglienicke auf Hertha 06 im Spiel gegen Konkurrent Rathenow setzen mag, eher unangebracht zu sein. Die VSG-Mannschaft samt Trainergespann Simon Rösner/Dennis Kutrieb konnte sich ja selbst am letzten Sonntag ein Bild verschaffen, als man an der Sömmeringstraße 5:0 siegte – und nach einer halben Stunde sowie schon drei Treffern die Entscheidung gefallen war. Überhaupt hat die VSG nach dem verpatzten Rückrundenauftakt (zwei Niederlagen in drei Partien) schnell wieder in die Spur gefunden: es folgten 10 Siege und ein Remis.

Aber auch der FSV Optik hat mit zuletzt 22 von 24 möglichen Punkten einen richtigen Lauf auf der Zielgeraden – selbst das schwierige Auswärtsspiel zuletzt bei Anker Wismar konnte das Team des erfahrenen Trainers Ingo Kahlisch kurz Schluss noch mit 4:3 für sich entscheiden.

Liga-Showdown im „Zoschke“?

Hier könnte am letzten Spieltag die Entscheidung fallen: die HOWOGE-Arena "Hans Zoschke", wie die Heimstatt von Lichtenberg 47 inzwischen offiziell heißt

Wie man es also dreht und wendet - offenbar muss die VSG Altglienicke Meisterschaft und Aufstieg aus eigener Kraft wuppen. Der Gegner am letzten Spieltag hat es allerdings in sich: es geht zum SV Lichtenberg 47. Der Tabellendritte hat in der Rückrunde 10 von 13 Spielen gewonnen (und nur eins verloren) und dabei ein Torverhältnis von 47:13 erreicht. Überhaupt ist die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann die Torfabrik der Oberliga: mit bislang 85 Treffern hat sie sogar einen mehr als Optik Rathenow auf dem Konto.

Gegen die Rathenower spielte L47 am 17. Spieltag im eigenen Stadion 1:1. Ein Ergebnis, das – sollten die größten Wahrscheinlichkeiten eintreffen – auch der VSG Altglienicke am 30. und letzten Spieltag zum großen Wurf reichen würde. Mehr darf aus Altglienicker Sicht aber wohl nicht passieren - am Pfingstsamstag, im Hans-Zoschke-Stadion zu Berlin-Lichtenberg.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé