Autoren-Archive: Hagen Nickele

Andreas Haase (Geschäftsführer Trabrennbahn Mariendorf)

Vor Beginn der Derby-Woche 2017 an diesem Freitag sprach Berlinsport Aktuell mit dem Geschäftsführer der Trabrennbahn Mariendorf. Im Interview gibt Andreas Haase seine Einschätzung aus sportlicher Sicht, gewährt aber auch einen Einblick hinter die Kulissen.

Das Gespräch wurde nach Abschluss des Buddenbrock-Renntags am 09. Juli geführt, der traditionell als letzter Hinweisgeber für die Derby-Läufe gilt.

Zum Abhören bitte unten anklicken


Großes Bild: Zur Pressevorbesichtigung war auch Hertha-Legende Erich Beer (3. v. l.) angereist, rechts von ihm Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Schiphorst und Museumsdirektor Paul Spies

Ein Stück Berliner Geschichte ab morgen zu sehen

Am Dienstagabend wird die neue Sonderausstellung zum Thema "Hauptstadtfußball - 125 Jahre: Hertha BSC & Lokalrivalen" im Museum Ephraim-Palais feierlich eröffnet. Morgen startet für Besucher das Programm mit einem "Tag der offenen Tür" (Eintritt frei). Auf etwa 700qm über drei Etagen werden den Interessierten rund 125 Originalobjekte aus der Geschichte des Fußballsports in Berlin geboten.

Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich anlässlich des 125. Vereinsjubiläums auf Hertha BSC. Aber auch die wichtigsten Widersacher aus den verschiedenen Epochen werden vorgestellt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 7. Januar in Berlin-Mitte.

Veranstaltungsort: Museum Ephraim-Palais, Poststraße 16, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Di, Do-So 10-18 Uhr; Mi 12-20 Uhr

Eintritt: 6,- / 4,- Euro erm. / bis 18 J. frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei
weitere Infos: www.hauptstadtfussball.berlin

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Ismet Biševac (Präsident 1. FC Novi Pazar 95)

Der 1. FC Neukölln 1895 als solcher ist Vergangenheit - der Landesligist heißt nun 1. FC Novi Pazar 95. Der neue Name steht im Zusammenhang einer vereinbarten Kooperation mit dem serbischen Erstligaabsteiger FK Novi Pazar.

Was man sich am Hertzbergplatz davon verspricht und wie die weiteren Pläne aussehen - darüber gab der neue Vereinspräsident Ismet Biševac in einem Interview mit Berlinsport Aktuell Auskunft.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Alianni Urgelles Montoya (DJK Schwarz-Weiß Neukölln)

Einer der überraschendsten Wechsel in diesem Sommer war sicherlich die Rückkehr des ehemaligen kubanischen Nationalspielers zum DJK Schwarz-Weiß. Beim SD Croatia spielte Urgelles Montoya eine gute Saison, die Tempelhofer haben sich für 2017/18 nochmal verstärkt und gelten als einer der Favoriten in der Berlin-Liga. Dennoch entschied sich der 32-Jährige, Croatia wieder Richtung Britz-Süd zu verlassen.

Berlinsport Aktuell fragte am Rande des gestrigen Testspiels der Schwarz-Weißen bei Urgelles Montoya nach, der auch von einem wohl unerfüllbaren Traum zu berichten wusste.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Benjamin Kandler (Trainer DJK Schwarz-Weiß)

In seinem ersten Jahr Berlin-Liga biss sich der DJK Schwarz-Weiß durch und schaffte am Ende den Klassenerhalt. Trainer Benjamin Kandler blickt im Interview mit Berlinsport Aktuell aber vor allem nach vorne: erklärt die Vorteile des neu eingeführten Kamerasystems und die der Rückkehr von Alianni Urgelles Montoya. Trotzdem erwartet der Coach der Neuköllner, dass die Spielzeit 2017/18 noch schwieriger für sich und seine Mannschaft wird.



Hören Sie morgen auch das Extra-Interview mit DJK-Rückkehrer Urgelles Montoya


 

Zum Abhören bitte unten anklicken

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Gökhan Kinran (Sportlicher Leiter Hellas Nordwest)

Der Aufsteiger in die Berlin-Liga macht mit namhaften Neuverpflichtungen von sich reden. Cicek (SV Altlüdersdorf), Türken (Hertha 06), Korkmazyürek (TSV Rudow), Erdil oder Turan (beide TeBe) besitzen allesamt Oberligaerfahrung.

Der Sportliche Leiter Gökhan Kinran spricht im Interview mit Berlinsport Aktuell über vergangene Saison und die weiteren Pläne. Ein Thema ist auch die Fusion mit dem Kreisligisten Türkspor und wie der Verein in Zukunft heißen wird.

Dass Gespräch wurde am Donnerstag am Rande des Testspiels beim BSC Rehberge auf dem Sportplatz Lüderitzstraße aufgezeichnet.

 

Zum Abhören bitte unten anklicken

Zorn siegt bei Männern, Orschmann bei den Frauen

Preisträger: Christoph Zorn (2. v. r.), rechts BFV-Präsident Bernd Schultz (Quelle: sr Pictures Sandra Ritschel)

 

Christoph Zorn, der Stürmer von Eintracht Mahlsdorf, setzte sich gegen Erhan Bahceci von SC Staaken und Sebastian Huke von Tennis Borussia durch und dankte den Wählerinnen und Wählern und fügte hinzu: „Ich freue mich sehr über diesen Preis. Wir haben eine gute Saison gespielt. In der kommenden Saison möchte ich die Leistung bestätigen, wenn nicht sogar steigern."

Die weibliche Gewinnerin in dieser Kategorie, Dina Orschmann (1. FC Union), verwies Anja Kähler (FC Viktoria 1889) und Nicole Bartholdi (SFC Stern 1900) auf die Plätze zwei und drei. Die Auszeichnung konnte sie nicht persönlich entgegennehmen, da sie sich für ihr Studium bereits in den USA befindet.

Über die gute Nachricht freut sie sich dennoch: „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die mir diese Ehrung ermöglicht haben. Ein großes Dankeschön geht an meine Trainer und Mitspielerinnen sowie Freunde und Familie, die mich immer tatkräftig unterstützen, damit ich meine Ziele verfolgen kann. Mein diesjähriges Ziel, im August zur U19 Europameisterschaft nach Irland zu fahren, habe ich erreicht und freue mich, auch im nächsten Jahr alles für meine neuen Ziele (U20 WM 2018 in Frankreich) geben zu können."

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, beglückwünscht die beiden: „Dina Orschmann und Christoph Zorn haben in der letzten Saison tolle Leistungen erbracht und großen Anteil an den Erfolgen ihrer Teams gehabt. Die Berlinerinnen und Berliner würdigen dies nun in Form dieser Auszeichnung. Ich gratuliere den beiden herzlich zur Wahl zur Fußballerin und zum Amateurfußballer der Saison 2016/17."

Die Fußball-Woche (FuWo) und der Berliner Fußball-Verband (BFV) suchten mit Unterstützung der Deutschen Klassenlotterie Berlin in den vier Kategorien Profi, Fußballerin, Amateurfußballer und Amateurtrainer die Berliner Fußballer der vergangenen Saison 2016/17. Die Abstimmung lief vom 29. Mai bis 30. Juni 2017. Es wurden rund 12.000 Stimmen abgegeben.

Die Ergebnisse im Überblick:

3. Platz: Sebastian Huke (TeBe)

Berliner Amateurfußballer der Saison 2016/17

1. Christoph Zorn (Eintracht Mahlsdorf)
2. Erhan Bahceci (SC Staaken)
3. Sebastian Huke (Tennis Borussia)
4. Louis Stüwe (VSG Altglienicke)
5. Thomas Brechler (SV Lichtenberg 47)
6. Ümit Ergirdi (FC Viktoria 89)
7. Maximilian Zimmer (Berliner AK 07)
8. Dennis Srbeny (BFC Dynamo)

Berliner Fußballerin der Saison 2016/17

1. Dina Orschmann (1. FC Union)
2. Anja Kähler (FC Viktoria 89)
3. Nicole Bartholdi (SFC Stern 1900)
4. Lavinia Timme (BSC Marzahn)
5. Marie Weidt (1. FC Union)
6. Sarah Kollek (BW Hohen Neuendorf)
7. Charly Thomas (1. FC Union II)
8. Erika Szuh (BW Hohen Neuendorf)

"Platte" bester Profi, Seitz bei Trainern vorne

Die Preisübergabe fand im Rahmen der BFV-Meisterehrung im Landesleistungszentrum Wannsee statt. Zum Profifußballer wurde Marvin Plattenhardt (Hertha BSC) gewählt, der es sich nicht nehmen ließ, den Preis persönlich in Empfang zu nehmen: „Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen, aber ganz besonders auch bei allen, die für mich abgestimmt haben. Es ist mir eine große Ehre den Preis entgegenzunehmen." Der Amateurtrainer wurde bereits am Morgen bekannt gegeben: Es ist Jeffrey Seitz vom Berliner Meister SC Staaken.

Beide Ergebnisse in der Übersicht:

Bester Trainer: Jeffrey Seitz (SC Staaken)

Amateurtrainer der Saison 2016/17

1. Jeffrey Seitz (SC Staaken)
2. Torsten Boer (Eintracht Mahlsdorf)
3. Dennis Kutrieb/Simon Rösner (VSG Altglienicke)
4. Uwe Lehmann (SV Lichtenberg 47)
5. Ersan Parlatan (FC Viktoria 89)
6. Hassan Chaabo (FSV Spandauer Kickers)
7. Kenan Arayici (SpVgg Hellas-Nordwest)
8. Marco Wilke (SD Croatia)

Berliner Profifußballer der Saison 2016/17

1. Marvin Plattenhardt (Hertha BSC)
2. Rune Jarstein (Hertha BSC)
3. Toni Leistner (1. FC Union)
3. Steven Skrzybski (1. FC Union)
5. Vedad Ibisevic (Hertha BSC)
6. John Anthony Brooks (Hertha BSC)
7. Damir Kreilach (1. FC Union)
8. Christopher Trimmel (1. FC Union)

Quelle: Berliner Fußball-Verband (BFV)

Die Mommert-Stallform stimmt

Diesmal punktet Lighten up Today für den Besitzer-Champion und gewinnt mit Michael Nimczyk den dritten Lauf des Super Trot Cups. Der Sieg in der Breeders-Course-Elimination geht an Robin Bakker und Valentina Wind. Dennis Spangenberg gewinnt drei Rennen.

Großes Bild: Lighten Up Today (5) mit Michael Nimczyk gewinnt den 3.Lauf zum Super Trot Cup (Foto: ©Marius Schwarz)

Zwei Zehntausend-Euro-Rennen bildeten den letzten sportlichen Höhepunkt vor der Derby-Woche (28. Juli bis 6. August) und die Aufmerksamkeit ruhte natürlich ganz besonders auf dem dritten Lauf des Super Trot Cups. Denn hier wurden erneut zwei Tickets für das mit 60.000 Euro Preisgeld dotierte Finale vergeben, das gemeinsam mit dem trotto.de 122. Deutschen Traber-Derby den Höhepunkt des letzten Veranstaltungsstages der wichtigsten Rennwoche der Republik bilden wird.

Tolles Duo stoppt Favorit Victorious Star

Um es vorwegzunehmen: Wie schon im ersten Lauf, als er in der Startphase scheiterte, erwies sich der erneut als Favorit angetretene Wallach Victorious Star als Pechvogel des Rennens. Diesmal ging der – nun von seinem Trainer Conrad Lugauer gesteuerte – bildhübsche Traber zwar glatt und er machte sich sogar um die Führungsarbeit verdient. Aber trotz einer wirklich exzellenten Leistung und einer 13-er Kilometerzeit verpasste Victorious Star das Finale als Drittplatzierter um wenige Zentimeter, denn er wurde im Einlauf zunächst vom späteren Sieger Lighten up Today und Michael Nimczyk abgefangen und im Anschluss schob sich mit dem allerletzten Schritt auch noch Popeye Diamant (Gerhard Biendl) an dem schwedischen Traber vorbei. Das Publikum wird Lighten up Today und Popeye Diamant nun also am 6. August im „Finale Grande“ des Super Trot Cups wiedersehen.

Fahrer Michael Nimczyk (l.) und das Besitzer-Ehepaar Mommert (Foto: ©Marius Schwarz)

Man darf sich darauf mächtig freuen - denn beide Pferde, die in der Tagesbestzeit von 13,2/1.900m um eine halbe Länge voneinander getrennt über die Linie stürmten, agierten in vorzüglicher Art und Weise. Lighten up Today kämpfte auf der Startgeraden kurz um die Spitze mit. Als aber auch einige andere der zehn Teilnehmer Offensivgeist entwickelten, überhastete Michael Nimczyk mit Ulrich Mommerts Traber nichts und bezog die Position im dritten Paar außen. Direkt neben ihm hielt Gerhard Biendl seinen Schützling als fünftes Pferd innen versteckt und nutzte, als es auf die Zielgeraden ging, konsequent jeden Zentimeter Freiraum aus.

Popeye Diamant wurde noch höllisch schnell – aber da war die Entscheidung bereits gefallen. Denn Lighten up Today, der vom Deutschen Meister Ende der Gegenseite flottgemacht worden war, ließ nichts mehr anbrennen. Dabei kam der Wallach aus einer siebenwöchigen Ruhe. Sein Trainer Michael Larsen berichtete: „Er war ein bisschen krank und ich konnte ihn die ganze Zeit nicht schnell arbeiten. Gerade deswegen war sein heutiger Auftritt einfach phänomenal“ Und auch Michael Nimczyk schwärmte: „Angesichts dieser Leistung freue ich mich schon jetzt auf das Finale, denn ich bin mir sicher: Dort wird Lighten up Today sogar noch besser sein!“

Holländisches Duo gewinnt im kleinen Feld

Das Geschehen im zweiten Mariendorfer Zehntausender, der Breeders-Course-Elimination, ist schnell erzählt. Da der Hengst Vo’Via aufgrund fehlender Ausfuhrpapiere nicht teilnahmeberechtigt war, versammelten sich lediglich vier Dreijährige hinter den ausgeklappten Flügeln des Mariendorfer Startwagens. In dieser Phase kam obendrein der 15:10-Topfavorit New Dawn (Thorsten Tietz) – bis dato die personifizierte Trabsicherheit – schwer von den Beinen. Also waren schon nach wenigen Metern nur noch drei Teilnehmer in der Wertung verblieben, die sich im Anschluss aber erfreulicherweise keine Unsicherheiten mehr leisteten.

Im Gegenteil – sie servierten dem Publikum einen spannenden Rennverlauf, den Valentina Wind und Robin Bakker von der Spitze aus in 16,1/1.900m sehr souverän beherrschten. Die dreijährige Stute wies die Attacken von Happy Occagnes (Michael Nimczyk) leicht und locker ab und da sich Valentina Winds Stallgefährte Vincent (Danny Brouwer) mit dem letzten Schritt an Happy Occagnes vorbei das zweite Geld schnappte, wurde der Doppeltriumph der niederländischen Farben des Stalles Why Not und das Erfolgserlebnis für Trainer Paul Hagoort perfekt.

Bei der Siegerehrung gab sich Robin Bakker selbstbewusst: „Ich hoffe, dass beide Pferde im Finale am 25. Juli in Jägersro eine gute Rolle spielen werden. Valentina Wind litt bei ihrem ersten Mariendorfer Auftritt im Mai noch an kleineren Rückenproblemen, die mittlerweile gelöst sind. Die Stute hat sich danach prächtig entwickelt und steht vor einer tollen Zukunft.“

Spangenberg siegt gleich dreimal

Ein riesiges Kompliment hatte sich der von Dennis Spangenberg präsentierte Stan Libuda verdient, denn der Wallach traf es bei seinem Sieg im Sommer-Pokal des VDT alles andere als leicht an. Zum einen, weil er zwanzig Meter Zulage zu verdauen hatte und zum anderen, weil er trotz enormer Kraftanstrengung auf der ersten halben Runde partout nicht an dem Tempomacher Hamilton Noa (Conrad Lugauer) vorbeikam. Dennoch bog der zwischendurch wieder an die Innenkante beorderte 13:10-Favorit mit den letzten Schritten den Spieß in 14,0/2.020m noch erfolgreich um, obwohl er auf der Zielgeraden erst noch seinen Trainingsgefährten Dreambreaker (Thorsten Tietz), der das dritte Geld erhielt, umschiffen musste.

Dennis Spangenberg: „Ich wollte unbedingt die Spitze – dann wäre die Messe sicherlich schnell gelesen gewesen. Aber es war wirklich super, was Stan Libuda trotz des nicht erwarteten Rennverlaufs gezeigt hat. Er ist ein erstklassiges Pferd!“

Ein ähnliches Attribut galt auch für Dennis Spangenbergs zweite Tagessiegerin Lady Vera, die 1.400 Meter vor dem Ziel das Kommando übernahm und ihre gewiss nicht schlechten Konkurrenten in 13,8/1.900m regelrecht deklassierte. Die Stute soll nun das Bruno-Cassirer-Rennen bestreiten.

Für Dennis Spangenberg war der Nachmittag damit allerdings noch nicht beendet, denn er punktete auch mit dem 146:10-Außenseiter Sean O’Malley, der von einem geschonten Verlauf profitierte und seine Reserven auf den letzten zweihundert Metern ausspielte.

Die übrigen Rennverläufe

Und hier die weiteren Sieger der Veranstaltung, die mit der 14.3-Qualifikation der dreijährigen Stute Extra Cash überaus spektakulär begann: Ein filmreifes Finish zweier herausragender Pferde gab es im Amateurfahren der Gewinnsummenklasse bis 35.000 Euro. Als Sieger ging Soccer (Günter Schiefelbein) aus diesem Duell hervor, der mit einer die gesamte Zielgerade hinunter währenden Attacke den innen beherzt gegenhaltenden Rossini Diamant (Sarah Kube) bezwang.

Ausgesprochen beeindruckend präsentierte sich auch Tiffany Diamant, die von Gerhard Biendl einen perfekten Rennverlauf als zweites Pferd an der Innenkante serviert bekam und ihre Reserven grandios ausspielte. Maine (Thorsten Tietz) gewann Start bis Ziel hochüberlegen, musste aber eine Prüfung durch die Stewards bezüglich ihrer Gangart überstehen.

In einem von Galoppaden der Favoriten geprägten Rennen wurde die zunächst an fünfter Stelle postierte Lovely Princess (Michael Hönemann) auf dem letzten halben Kilometer immer stärker und trumpfte zur Siegquote von 207:10 (Place: 124:10) auf. Mit Strawberry Diamant (Michael Nimczyk) und Louisa (Thomas Panschow) auf den weiteren Plätzen zahlte die Dreierwette 18.247:10 aus!

Jarich (Kay Werner) lag bis vor den Tribünen an dritter Stelle und setzte aus dem Schlussbogen heraus zum Angriff an. Der fein in Schwung gekommene Wallach, der in der vergangenen Saison noch überhaupt nicht wie ein Siegertyp erschien, ging erstaunlich souverän an Holly Star (Michael Nimczyk) vorbei. Jarichs Besitzer Georg Radde darf der weiteren Entwicklung seines Pferdes gespannt entgegensehen.

Gesamtumsatz: 171.588,51 Euro – Bahnumsatz: 47.852,70 Euro - Außenumsatz: 123.735,81 Euro.

Unser Terminhinweis: Es ist soweit: In wenigen Tagen startet die Derby-Woche! Deutschlands bedeutendstes Trabsportereignis beginnt mit dem großen Entertainment-Renntag am Freitag, dem 28. Juli (ab 15.30 Uhr).

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Dragan Kostic (Trainer SV Sparta)

Im zweiten Anlauf nach seinem Abstieg hat der SV Sparta die Rückkehr in die Berlin-Liga bewerkstelligt. Trainer Dragan Kostic erklärt im Gespräch mit Berlinsport Aktuell, warum er trotz einiger Abgänge trotzdem optimistisch in Bezug auf die Spielzeit 2017/18 gestimmt ist und wie man die "Großen" ärgern will.

Das Gespräch wurde nach dem Testspiel bei Lichtenberg 47 (1:9) auf dem Sportplatz Bornitzstraße aufgezeichnet.

Bitte zum Abhören unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Adler empfangen Samstag Dresden - Rebels am Sonntag gegen den Tabellenführer

Die Situation bei beiden Berliner Football-Erstligisten dürfte angespannt sein vor diesem Wochenende - sowohl Adler wie Rebels hinken ihren eigenen Erwartungen etwas hinterher. Erstere stecken nach der Hälfte ihrer 14 Hauptrundenspiele auf dem vorletzten Platz fest, während die Charlottenburger nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen den letzten Playoff-Platz gegen die punktgleiche Konkurrenz behaupten muss. Erfolgserlebnisse an diesem Wochenende scheinen dazu angesichts schwerer Gegner eher außer Reichweite  - auch wenn beide Teams Heimvorteil genießen.

Adler: Gegen Dresden droht nächste Niederlage

Rechtzeitig fit? Der angeschlagene Adler-QB Niko Fortino (l.) mit Bryan Zerbe

Die Adler haben dabei am Sonnabend den Vortritt im Heimspiel gegen die Dresden Monarchs. Die Sachsen belegen aktuell den 3. Platz, haben bislang alle Spiele gegen die Teams hinter ihnen für sich entscheiden können. Eine Kostprobe ihrer Qualität lieferten sie erst vor drei Wochen bei den Rebels ab, als sie überraschend souverän 45:20 siegten und dabei auch in jedem einzelnen Quarter die Nase vorne hatten.

Im Hinspiel konnten die Berlin Adler Ende Mai zwar ihre zweitbeste Punktausbeute der GFL-Season erreichen, verloren aber deutlich 55:17. Im "verrückten" zweiten Quarter schafften die Weddinger dabei allein 14 Punkte, ließen den Monarchs aber auch deren 24 zu. Ganz unverwundbar sind die Monarchs also nicht, doch haben die Adler auch mit eigenen Problemen zu kämpfen.


                 BERLIN ADLER vs DRESDEN MONARCHS

          SONNABEND, 15.07.2017, 16 UHR, POSTSTADION


So hat mit Devon Francois der wohl beste Spieler der vergangenen Saison den Verein inzwischen verlassen. Allerdings lief es sportlich in diesem Jahr auch nicht so erfolgreich für den Running Back, an dessen guten Tagen das ganze Adler-Team aber auch wachsen konnte. Beim bitteren 13:68 gegen die Kiel Baltic Hurricanes vor einer Woche mochte der eine oder andere jedenfalls Francois schon vermisst haben.

Head Coach Eric Schramm kann in dieser Situation nur hoffen, dass die gegen Kiel angeschlagenen Spieler schnell wieder fit werden. Allen voran Niko Fortino, der Quarterback, der erst seit einem Monat für die Adler spielt. Der US-Amerikaner wurde kurzfristig als Ersatz für den verletzten Paul Zimmermann verpflichtet. Der wurde allerdings - immerhin - schnell wieder fit und lief zuletzt als Receiver auf, musste dann aber Fortino wieder ersetzen. Der Neuzugang soll aber zunächst die Nr. 1 unter den Quarterbacks bei den Adlern bleiben.

Rebels: "Mission Impossible" gegen den Rekordmeister?

Volle Konzentration: Die benötigen die Rebels gegen Braunschweig

Am Sonntag empfangen die Berlin Rebels dann - wieder ausweichend im Stadion Wilmersdorf - die "Übermannschaft" der New Yorker Lions aus Braunschweig. Der deutsche Rekordmeister ist auch nach vier Titeln in Folge anscheinend das Maß aller Dinge in der GFL. In der Nord-Staffel führen die Lions nach sieben Siegen das Klassement an und nehmen wenig überraschend wieder Kurs auf die Playoffs. Auffällig dabei: die Braunschweiger haben bislang nur die drittmeisten Punkte erzielt, aber schon hundert Punkte weniger als die nächstbeste Defense zugelassen.


        BERLIN REBELS vs NEW YORKER LIONS BRAUNSCHWEIG

       SONNTAG, 16.07.2017, 15 UHR, STADION WILMERSDORF


Die Rebels mussten nach vier Auftaktsiegen ausgerechnet beim Aufsteiger Cologne Crocodiles eine überraschende Niederlage einstecken und bissen sich eine Woche später beim 10:52 die Zähne an den Braunschweigern aus. Es folgte mit der Heimniederlage gegen Dresden der nächste Rückschlag, sodass der Druck gegen die Hildesheim Invaders am letzten Wochenende schon recht groß war. Das Team von HC Kim Kuci löste diese Aufgabe dann zwar vergleichsweise sicher (40:20), aber nicht unbedingt souverän.

Somit liegen die Charlottenburger aktuell punktgleich mit den drittplatzierten Dresdnern, aber auch mit dem Verfolger aus Köln. Dessen fünfter Rang würde nicht für die Playoffs reichen - nachdem die Rebels letztes Jahr aber erstmals dabei waren, wollen sie diese unbedingt wieder erreichen. Nach dem Spiel am Sonntag hat man aber nur noch einmal Heimrecht und muss viermal auswärts antreten. Das erste Mal dann in 14 Tagen - zum Derby bei den Adlern im Poststadion.

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé