Autoren-Archive: Hagen Nickele

SFC STERN 1900

Grund zur Freude hatten die Spieler des SFC Stern 1900 auch in diesem Halbjahr wieder zur Genüge

BERLIN-LIGA

Halbjahresbilanz: 7. Platz, 38:19 Tore, 30 Punkte (16 Spiele: 8 S, 6 U, 2 N)
Meiste Einsätze: Freyer, Berjaoui (je 16)
Meiste Tore: Freyer (16), Berjaoui, Cakin, Rohr (je 4)
Längste Serie ohne Niederlage: 6.- 14. Spieltag (21 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 4. - 5. und 15. - 16. Spieltag (jew. 1 Punkt), 10. - 11. Spieltag (2 Punkte)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: Teilnehmer am Achtelfinale (10./11.02.18, Auslosung: 20.01.)
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: in der Vorrunde ausgeschieden
Regio-Cup 2018: Sieger

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Passt ins Profil: Winterzugang Florian Medrane

Zugänge: Medrane (Angriff, SV Tasmania)

Abgänge: Pylla (Abwehr, noch unbekannt)

Vor der Saison:

Nach langjähriger Tätigkeit im Verein verabschiedete sich vor der Saison Trainer Manuel Cornelius, seinen Posten übernahm Assistent Andreas Thurau (39), der erstmals im Herrenbereich als Chefcoach auftrat. Im 10. Jahr in der Berlin-Liga sollte wieder eine gute Rolle gespielt werden, die vergangenen fünf belegten die Steglitzer immer einen Platz unter den „Top 6“. Die Vereinspolitik wurde dabei beibehalten: wenige „externe“ Zu- und Abgänge, dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben. Sechs Eigengewächse wurden so vor der Spielzeit übernommen, dazu kam Joshua Lang (22, Wilmersdorf) und mit Hassan Berjaoui (31, Hertha 06) auch ein Routinier. Ungewissheit herrschte dabei in der Offensive, wo mit Nimer El-Rayan (24, 22 Tore 2016/17) und Yannick Woithe (28, 34 Tore von 2014-16) zwei Klasseleute mit Verletzungen weiterhin auszufallen drohten.



Das Gespräch mit SFC-Trainer Thurau zur Halbzeit der Saison haben wir bereits am 7. Januar veröffentlicht - es ist hier zu finden


Bisheriger Saisonverlauf:

Mit zwei Siegen gegen Aufsteiger (SpaKi, Sparta) und zwei Unentschieden gegen die Mitfavoriten Mahlsdorf und BSC startete der SFC Stern 1900 ordentlich in die Saison. Gegen Tasmania (1:3) leistete sich das Team von Trainer Thurau dann einen kurzen Aussetzer, um im Anschluss aber ordentlich aufzudrehen. In neun Partien blieben die Gelb-Blauen unbesiegt, bei den Unentschieden gegen Nordberliner und Al-Dersimspor wurde sogar eine bessere Punktausbeute verpasst. Bitter dann auch die anschließende 3:4-Niederlage beim BFC Preussen, als man bereits 3:1 geführt hatte. Dabei kassierte man alle Tore nach Standards - obwohl der SFC in der Zwischenabrechnung mit 19 Gegentoren immerhin die zweitbeste Defensive stellt. Ohne den Blackout in Lankwitz wäre die Statistik also noch besser ausgefallen. Zum Halbjahresabschluss folgte noch ein 1:1 gegen Türkspor durch ein Last-Minute-Tor von Dennis Freyer (27), das letzte Spiel bei den Füchsen fiel aus und soll am 3. Februar nachgeholt werden.

Torjäger: Dennis Freyer

„Was wäre, wenn…?“, ist also ein Gedanke, der Statistikern bezüglich der Steglitzer sowohl defensiv wie offensiv kommen könnte. Andererseits: Dennis Freyer, meist etwas im Schatten der beiden Stürmerkollegen, hat sich in diesem Halbjahr regelrecht frei geschossen. El-Rayan fiel weiter aus, Woithe kam nur zu zwei Kurzeinsätzen - aber Freyer avancierte zur Winterpause mit 16 Toren zum zweitbesten Schützen der Berlin-Liga  und hat somit schon mehr Treffer erzielt, als in seiner besten Saison 2013/14 insgesamt. Sicherlich wurde der eine oder andere Punkt liegen gelassen, mit 30 an der Zahl liegt man aber nicht schlechter im Rennen als vergangene Saison nach 16 Spielen und sogar einen besser als 2015/16, wo man am Ende noch auf dem 2. Rang mit stolzen 70 Punkten landete. Die momentane Platzierung als Siebter mag da schlechter erscheinen, als sie wirklich ist - bei einer „traditionell“ starken Rückrunde ist für den SFC noch mehr drin.

Ob die weitere Teilnahme am Pokalwettbewerb kräftemäßig von Nachteil ist, sei da mal dahingestellt. Fest steht, dass - nach dem Elfmeterschießen bei Landesligist Marienfelde (1. Runde) und dem klaren 4:1 bei Al-Dersimspor - der 6:5-Krimi nach Verlängerung gegen Oberligist FC Hertha 03 zu den absoluten Highlights dieser Spielzeit zählte und zweifelsohne eine absolute Motivationsspritze darstellt. Mit dem nötigen Losglück möchte man von Vereinsseite jedenfalls gerne länger in diesem Wettbewerb verweilen. Beim Hallenturnier des Regio-Cup 2018 bewies die Mannschaft ebenso, dass man es mit den „Großen“ aufnehmen kann, in einem Test wurde am Sonnabend Oberligist BSC Süd 4:2 besiegt. Es scheint also, dass noch die eine oder andere Erfolgsmeldung um den SFC Stern 1900 in der Rückserie die Runde machen wird.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

SD CROATIA

Qualifiziert: Die Mannschaft des SD Croatia ist auch bei der Endrunde des Hallenturniers am Sonntag mit dabei

BERLIN-LIGA

Hinrundenbilanz: 4. Platz, 45:19 Tore, 35 Punkte (17 Spiele: 11 S, 2 U, 4 N)
Meiste Einsätze: Ohadi, Wilson (je 17)
Meiste Tore: Bahceci (17), Aktürk, Ohadi (je 6)
Längste Serie ohne Niederlage: 1.- 7. Spieltag (19 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 12-13. Spieltag (1 Punkt)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: 1. Runde gegen SV Tasmania (1:3) ausgeschieden
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Teilnehmer der Endrunde (14.01.18)

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Zugänge: Akyüz (Abwehr, 1. FC Schöneberg, während der Hinrunde), Christopher Bräuer, Steven Bräuer (beide Mittelfeld, BW Hohen Neuendorf)

Abgänge: Jeckl (Angriff, pausiert, während der Hinrunde), Akache (Mittelfeld, Berlin Türkspor), Ehm (Mittelfeld, Spandauer Kickers), Temiaa (Abwehr, Hilalspor)

Vor der Saison

Defensiver Dauerbrenner: Rodney Wilson

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Berlin-Liga hatte Croatia mit Platz 3 und 69 Punkten ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert. Das machte natürlich Appetit auf zumindest eine Wiederholung an der Bosestraße. Mit den Abgängen des talentierten Vincetic (Hertha 03), aber auch von Camara (BSC) und Urgelles Montoya (Schwarz-Weiß) verlor Trainer Marco Wilke drei wertvolle Spieler. Die Umstände des Wechsels von Montoya sorgten zudem in der Vorbereitung für etwas Unruhe. Mit Erhan Bahceci (Staaken) und Efraim Gakpeto (Hertha 03) hatte man aber passenden Ersatz in der Offensive parat. Routinier Rodney Wilson (Makkabi) und Hendrik Herzog (Nordberliner SC) sollten dazu noch mehr Stabilität in die Defensive bringen.


"Wir sind froh, wenn wir am Ende unter den ersten Fünf landen" (F. Dogru, Co-Trainer)

Interview vom 06.01.2018

 


Bisheriger Saisonverlauf

Croatia legte einen Traumstart hin: sechs Siege und ein Unentschieden standen nach sieben Spielen zu Buche. Damit fiel die Ausbeute zu diesem Zeitpunkt sogar um zwei Zähler besser aus als 2016/17. Lohn: die Tabellenführung, zwei Punkte vor Topfavorit Blau-Weiß 90, bei dem man am 6. Spieltag ein 1:1 errang. Um so kälter die Dusche dann beim überraschenden 0:2 bei Al-Dersimspor. Eine Niederlage, die nachwirkte - oder bewies, dass die Tempelhofer bis dahin am absoluten Limit gespielt hatten. Das Erstrundenaus Anfang September im Pokal durch ein 1:3 gegen Ligakonkurrent Tasmania, den man eine Woche zuvor in der Liga auf dessen Platz 3:0 besiegt hatte, fiel dagegen nicht so ins Gewicht. Trainer Wilke setzte sein Hauptaugenmerk auf die Punkterunde und hatte im Pokal sein Team aus Regenerationsgründen kräftig durchrotieren lassen.

Volltreffer: Erhan Bahceci

Nach der ersten Pleite der Spielzeit aber konnte Croatia nur noch einmal zwei Partien in Folge gewinnen. Am Ende blieb der Sieg bei Tasmania sogar der einzige über einen Verein aus den "Top 7" und die Karierten liefen zur Winterpause noch mit zwei Zählern weniger ein als ein Jahr zuvor. Zwar hat man 2017/18 siebzehn Tore mehr erzielt, aber auch fünf mehr gefangen. Herausragend natürlich Torjäger Bahceci, der alleine 17 Treffer erzielte, Gakpeto (5 Tore) kam in seinem Schatten da beinahe etwas kurz. Auch bei den defensiven Neuverpflichtungen fällt die Zwischenbilanz unterschiedlich aus: während "Wunschspieler" Wilson auf Anhieb zur wertvollen Stammkraft avancierte, konnte sich Herzog (7 Einsätze) noch nicht wirklich in der ersten Elf festspielen. Positiv sicher auch das Auftreten von Aktürk, der es immerhin auf sechs Tore brachte. Ansonsten war vor allem Verlass auf das bewährte Personal in Croatias Reihen.

Nach anderthalb Jahren zog es im Winter nun Tobias Ehm, der sich in der Halbserie nicht wirklich durchsetzen konnte, zum Konkurrenten Spandauer Kickers. Walid Temiaa wechselt dazu in die Landesliga zu Hilalspor - wohl auch, um seiner zweiten Leidenschaft, dem Futsal, wieder mehr Aufmerksamkeit schenken zu können. Auf der anderen Seite hat man sich an der Bosestraße bislang mit Verpflichtungen noch zurückgehalten. Die Bräuer-Brüder vom Landesligisten Hohen Neuendorf sind noch die einzigen Neuen. Dem Vernehmen nach könnte auch der eine oder andere jüngere Spieler im Kader aus perspektivischen Gründen in der Rückserie zu mehr Einsatzzeiten kommen. Los geht's gegen Nordberliner und Schwarz-Weiß, bevor das Programm dann im März mit dem BSC und Tasmania schon etwas knackiger für Croatia ausfällt.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

SP. VG. BLAU-WEISS 90

Runde Sache: Blau-Weiß 90 ist nach der Hinserie in der Liga vorne

BERLIN-LIGA

Hinrundenbilanz: 1. Platz, 49:6 Tore, 42 Punkte (17 Spiele: 13 S, 3 U, 1 N)
Meiste Einsätze: Mannsfeld, Rehbein (je 17)
Meiste Tore: Gutsche (10), Rehbein (7)
Längste Serie ohne Niederlage: 10.- 17. Spieltag (24 Punkte), 1. - 8. Spieltag (18 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 6. - 9. Spieltag (3 Punkte)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: 2. Runde bei Hertha 03 (0:1) ausgeschieden
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Teilnehmer der Endrunde (14.01.18)

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Zugänge: Czekalla (Angriff, VSG Altglienicke), Erkic (Mittelfeld, Tennis Borussia), Heßler (Abwehr, FSV Luckenwalde)

Abgänge: Höfler (Abwehr, Berliner SC), Freitag, Özsoy, Sprenger (alle noch unbekannt), Markov (Trainerteam, BFC Tur-Abdin)

Vor der Saison

Volltreffer: Neuzugang Kevin Gutsche

Der letztjährige Aufsteiger belegte nach Startproblemen am Ende der Saison 2016/17 einen ordentlichen 7. Platz (53 Punkte). Ihre perspektivischen Ambitionen untermauerten die Mariendorfer aber mit der Verpflichtung zahlreicher höherklassig spielender Aktiver, von denen die ersten bereits während der vergangenen Rückrunde bekannt gegeben worden waren. Die Verkündung des „Fünfjahresplans“ - in diesem Zeitraum will man die Regionalliga Nordost erreicht haben - konnte im Vorfeld dann eigentlich nur eins heißen: Blau-Weiß 90 wollte den ersten Schritt - den in die Oberliga - bereits 2017/18 gehen.

Bisheriger Saisonverlauf

Mit fünf Siegen starteten die Blau-Weißen zwar ganz nach dem Geschmack der Verantwortlichen in die Spielzeit 2017/18 - das aber noch nicht alles Gold war, was glänzt, zeigte sich bei den ersten „Härtetests“. Sowohl im Heimspiel gegen Croatia wie auch bei Stern 1900 reichte es „nur“ zu einem 1:1. Mit dem selben Resultat endete auch die Partie gegen Preussen und als im Anschluss ein 0:1 gegen Mahlsdorf folgte war nicht nur die Serie ohne Sieg auf vier Partien (drei von 12 Punkten) angewachsen, sondern aus drei Heimspielen auch nur zwei Zähler verbucht worden. Die Konkurrenz schien sich die Hände zu reiben und die Öffentlichkeit witterte eine Krise beim absoluten Topfavoriten auf die Berliner Meisterschaft. In jedem Fall war die Mannschaft von Trainer Marco Gebhardt zu diesem Zeitpunkt auf Platz 3 abgerutscht - vier Punkte hinter dem Führungsduo Berliner SC/SD Croatia. Dazu kam das unglückliche Pokal-Aus bereits in der 2. Runde bei Oberligist Hertha 03 (0:1), das dem ehrgeizigen Projekt einen Dämpfer versetzte, im Nachhinein aber noch verschmerzbar sein dürfte: während die beiden unmittelbaren Verfolger in der Liga weiter in dem Wettbewerb vertreten sind, können sich die Mariendorfer jedenfalls ganz auf den Aufstieg konzentrieren.


"Nur, weil man mal dreimal 1:1 spielt und gegen Mahlsdorf verliert, ändert sich an unserem Plan nichts"

Präsident Michael Meister (am 06.01.2018)


Die Blau-Weißen drehten in der Liga nämlich in der zweiten Hälfte der Hinserie den Spieß um, holten aus acht Spielen die volle Punktzahl und ließen dabei nur ein Gegentor zu. Mit dieser Ausbeute grüßt man nun seinerseits mit vier Punkten vor dem BSC und Mahlsdorf von der Tabellenspitze. Meiste Tore (gemeinsam mit dem BSC) und - vor allem - die wenigsten Einschläge: das ist top und macht die Mariendorfer erst recht zum absoluten Meisterschaftsfavoriten. Dabei lief es vor allem verletzungsmäßig bislang nicht gut: Benjamin Hendschke laboriert weiter an Knieproblemen und kam ebenso wenig zum Einsatz wie Neuzugang Tim Lensinger. Kevin Giese und Nicolai Kitzing hatten in der Hinrunde ebenfalls mit Blessuren zu tun und der Konkurrenzkampf im Tor wurde nach dem 7. Spieltag erst mal zu den Akten gelegt: Nr. 1 Kilian Pruschke handelte sich einen Platzverweis ein und verletzte sich dann derart, dass Michael Hinz den Rest der ersten Saisonhälfte zwischen den Pfosten stand. Das befürchtete Problem des übergroßen Konkurrenzkampfs im Kader fiel so also nicht allzu sehr ins Gewicht.

Nächster Neuer: Winterzugang Dragan Erkic

Sieben von elf Zugängen kamen in dieser Hinrunde immerhin auf 13 oder mehr Einsätze, insofern ist Trainer Gebhardt der Umbruch schnell geglückt. Dazu gesellt sich Youngster Tim Göth (19), der von Unions U 19 an die Rathausstraße wechselte und aus dem Stand auf 16 Spiele kam - eben so viele wie sein Bruder Tobias (21). Ein Beweis dafür, das trotz aller Verletzungsproblematik Leistung vor Namen geht. Doch trotz des gut besetzten Kaders klotzt Blau-Weiß auch im Winter weiter: den sportlich zu verschmerzenden Abgängen setzt man drei weitere Neuverpflichtungen entgegen, die aus höheren Spielklassen dazustoßen. Marcel Czekalla, Dragan Erkic und Steven Heßler dürften den Kader nicht nur ergänzen, sondern weiter verstärken. Gebhardts bisheriger Assistent Goran Markov verlässt den Verein allerdings und schließt sich dem Bezirksligisten BFC Tur Abdin an. Mit Ex-Profi Thomas Boden dürfte aber auch auf diesem Posten ein für die Berlin-Liga erstklassiger Ersatz gefunden worden sein.

Sollten die Blau-Weißen also aus dem Startprogramm bis Ostern einigermaßen unbeschadet hervorgehen - außer Auftaktgegner TSV Rudow kommen die anderen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte -, kann man den „heißen April“ bereits mit einiger Gelassenheit bestreiten. Dann trifft der aktuelle Herbstmeister nämlich ab Ostermontag auf den BSC, Tasmania, Croatia und Stern 1900 - gut möglich, dass danach bereits eine Vorentscheidung im Titelrennen gefallen ist.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Glanzlichter im Nebel

Impression vom Mittwochabend in Mariendorf (Foto: @Marius Schwarz)

Trotz widrigster Sichtverhältnisse liefern die Pferde und Fahrer beim Mariendorfer Saisondebüt tolle Leistungen ab und der Rennkommentator Marvin Schridde behält jederzeit den Überblick. Im Rahmen der Live-Übertragung wird der deutsche „Traber des Jahres“ verkündet.

"Hallo, hier spricht... Marvin Schridde!"

Man stelle sich vor, man besucht eine Theaterpremiere. Der Vorhang geht auf – aber die Bühne bleibt komplett dunkel. So in etwa müssen sich die treuen Zuschauer gefühlt haben, die am Mittwochabend trotz dichten Nebels den Weg zur Derby-Bahn und zu der acht Rennen umfassenden PMU-Veranstaltung fanden. Beim Mariendorfer Saisonauftakt waren die Sichtverhältnisse so schlimm, dass man quasi nicht einmal die Hand vor den Augen sehen konnte. Das Szenario glich einem Edgar-Wallace-Krimi.

Dass der Abend aber trotz der widrigen Bedingungen alles andere als ein Reinfall wurde, ist zum einen den Aktiven zu verdanken, die mit ihren Pferden einen erstklassigen Job ablieferten – und zum anderen dem souveränen Rennkommentator Marvin Schridde, der zu jedem Zeitpunkt den vollen Überblick behielt. Der Sprecher machte das Beste aus der misslichen Lage und kommentierte das Geschehen direkt aus dem mitfahrenden Rennleitungswagen heraus. Dies gelang ihm so perfekt, dass sich in den Köpfen der Zuhörer tatsächlich ein imaginärer Rennfilm abspielte – obwohl auf den Bildschirmen und an den Rails nichts zu erkennen war.

"Goldhelm" Nimczyk erster Sieger 2018 in Mariendorf

Und natürlich verpasste der normalerweise als Kommentator im Galoppsport eingesetzte Schridde auch nicht den ersten Sieger der Mariendorfer Trabrennsaison 2018: die von Michael Nimczyk gesteuerte Stute Colombe d’Or aus dem Besitz von Harald Krogmann. Die Vierjährige fand an dritter Stelle innen einen geschonten Verlauf vor und zog auf der Zielgeraden sehr leicht mit zwei Längen Vorsprung an dem Tempomacher Margaux (Kornelius Kluth) vorbei. Auf eine offizielle Kilometerzeit musste hier genauso wie in den anderen sieben Rennen verzichtet werden. Michael Nimczyk durfte sich aber nicht nur über diesen Triumph, sondern auch über einen großartigen überregionalen Erfolg eines Trainingsschützlings seines Vaters Wolfgang freuen.

Pellander verkündet Traber 2017 - und gewinnt danach selbst

Denn Moderator Christoph Pellander hatte an diesem Abend die dankbare Aufgabe, das Ergebnis der auf www.mein-trabrennsport.de durchgeführten Wahl zum „Traber des Jahres“ zu verkünden: Mit 37 Prozent der über 1.500 abgegebenen Stimmen wurde die Bruno-Cassirer-Siegerin Goldy Stardust zu Deutschlands populärsten Trotter auserkoren. Auf Rang zwei landete Orlando Jet (27 %) vor Tsunami Diamant (18 %). Nur ein paar Minuten nach der Verkündung wechselte Christoph Pellander dann das Metier und tauschte das Mikrofon gegen den Platz im Sulky ein, um mit der Stute Here she goes in überlegener Manier Start bis Ziel zu gewinnen.

Gentz siegt gleich wieder doppelt

Der einzige Doppelsieger war an diesem Abend Victor Gentz, der sich offenbar nach seiner großartigen Saison 2017 auch für das neue Jahr einiges vorgenommen hat. In seiner Hand präsentierte sich Gustavson Be diesmal wie ein Pferd der Extraklasse. Obwohl sich der Fuchswallach zwei kurze Galoppaden erlaubte, marschierte er im Anschluss nicht nur am gesamten Feld vorbei, sondern entwickelte sich sogar zum überlegensten Sieger der Veranstaltung.

Ähnlich dominant agierte wenig später Hakon von Haithabu. Nachdem der Dunkelbraune eine Runde vor dem Ziel die Führung übernommen hatte, gab er sich zwar ein wenig phlegmatisch und musste von seinem Trainer stets wach gehalten werden. Aber kein Konkurrent kam auch nur ansatzweise in die Nähe des Siegers, der das Ganze offenbar nur als lockere Trainingseinheit ansah und meilenweit über den Gegnern stand.

8-Jähriger gehört noch nicht zum alten Eisen

Ziemlich genau elf Monate lang hatte sich Dulco di Quattro nicht mehr im Mariendorfer Winner-Circle blicken lassen – und seine ständige Fahrerin Marlene Matzky hatte sich bereits Sorgen gemacht, ob der Wallach doch langsam, aber sicher ins Alter kommt. Diese Zweifel wischte der acht Lenze zählende Braune nun mit einer erstklassigen Leistung vom Tisch und präsentierte sich bestens aufgelegt. Nach einem guten Start war Dulco di Quattro sofort an zweiter Stelle auszumachen und legte mit Erreichen des Einlaufs nahezu spielerisch zu. Als der innen postierte Run for the Roses (Michael Nimczyk) freikam, wurde es zwar noch mächtig spannend – aber der Matzky-Crack hielt den Angreifer mit einem Halsvorsprung im Schach.

Panschow siegt durch Änderung der Strategie

„Bei einem passenden Verlauf kann sie in ihrer Gewinnsummenklasse eigentlich jeden schlagen“, lobte Thomas Panschow Bell Simoni nach ihrem hochverdienten Erfolg bei der anschließenden Ehrung im Winner-Circle. Obwohl der nunmehr bei 2.902 Siegen stehende Profi diesmal mit der Entwicklung des Geschehens gar nicht mal hundertprozentig zufrieden war: „Ich hätte Bell Simoni am liebsten ganz auf Warten vorgetragen und erst auf der Zielgeraden eingesetzt, musste aber auf der Gegenseite aktiv werden und angreifen.“ Die für die Farben von Julia Hoheisel trabende San-Pellegrino-Tochter machte ihre Sache jedenfalls bravourös und rettete sich gegen den im Einlauf furios auf Touren gekommenen und für zukünftige Starts unbedingt vorzumerkenden Jarich (Kay Werner) über die Linie.

Nordic Jaycee klaut dem Prinzen die Krone

Ein waschechter Finish-Krimi entwickelte sich in der Gewinnsummenklasse bis 1.750 Euro. Denn im Schlussbogen schien der von Daniel Wagner gesteuerte Prinz Friedrich, der sofort die Spitze übernommen hatte, schon auf der sicheren Seite zu sein. Doch im Einlauf wurden die Schritte des Wallachs dann doch etwas müder und sein Konkurrent Nordic Jaycee, dessen Angriffsversuche unterwegs zunächst nicht gefruchtet hatten, kämpfte sich mit Michael Hönemann im Sulky immer näher heran. Unmittelbar vor der Linie zog der bei 69:10 gehandelte Traber tatsächlich vorbei und auch die durch eine Galoppade im ersten Bogen gehandicapte Valerie As (Matthieu Hegewald) war als Dritte nur um wenige Zentimeter geschlagen.

Katy Perry schneller als ihr Schatten

Den zweiten Treffer in Folge landete Katy Perry, die offenbar den Hufspuren ihrer Mutter, der 16-maligen Siegerin Katjes, folgen will. Kornelius Kluth steuerte die Vierjährige offensiv an die Spitze und obwohl ihr der Herausforderer Samuray Diamant (Michael Nimczyk) über den gesamten Weg wie ein Schatten folgte und sie in der Schlussphase hart bedrängte, setzte sich die Stute mit einem Halsvorteil durch. Dieser Start wird Katy Perry, die ja zuvor erst fünf Einsätze bestritten hatte, mit Sicherheit noch weiter gefördert haben und sie wird ihren Weg weitergehen.

Gesamtumsatz: 96.219,98 Euro – Bahnumsatz: 27.050,90 Euro – Außenumsatz: 69.169,08 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 24. Januar statt. Beginn ist um 17.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

FC HERTHA 03

Trotz zahlreicher Unterstützung wurde das Team von Hertha 03 (hier: Vassiliadis, Nr. 3) beim Regio-Cup 2018 vorzeitig ausgebremst

NOFV-Oberliga Nord

Hinrundenbilanz: 5. Platz, 27:22 Tore, 29 Punkte (16 Spiele: 9 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen)
Halbjahresbilanz: 5. Platz, 29:23 Tore, 32 Punkte (17 Spiele: 10 S, 2 U, 5 N)
Meiste Einsätze: Niroumand, Schröder (je 19)
Meiste Tore: Huke (15)
Längste Serie ohne Niederlage: 6.- 13. Spieltag
Längste Serien ohne Sieg: 3. - 5. (1 Punkt) bzw. 14. - 16. Spieltag (0)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: Aus in der 3. Runde (5:6 n. V. bei Stern 1900)
Regio-Cup 2018: nach der Gruppenphase ausgeschieden

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Volltreffer: Neuzugang Sebastian Huke

Zugänge: Kamarieh (Mittelfeld, Mainz 05 II, während der Hinrunde), Haritos (Angriff, Tennis Borussia)

Abgänge: Ademi (Angriff, FC Strausberg), Bokake-Befonga (Angriff, unbekannt), Massih (Mittelfeld, unbekannt), Pocrnic (Trainerteam, 1. FC Wilmersdorf)

Vor der Saison

Präsident Niroumand gab im Sommer bekannt, spätestens in drei Jahren in die Regionalliga Nordost aufsteigen zu wollen. Der Kader wurde gezielt verstärkt: Torwart Philipp Sprint (24, von Alemannia Aachen) hat bereits Erfahrung im Profibereich gesammelt, „Wunschspieler“ Lenny Stein (21, Brieselang) für die Defensive und als Torjäger Sebastian Huke (28, TeBe), außerdem mit Albert Vincetic (Croatia) ein großes Talent für das Mittelfeld. Dazu gesellten sich mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Abgegeben wurden dagegen nur Spieler, von denen man sich ohnehin trennen wollte. So avancierte der FC Hertha 03 zum „Geheimtip“ in der Saisonvorschau der „FuWo“. Trainer Alexander Arsovic, seit der Rückrunde 2016/17 mit Assistent Robert Pocrnic im Amt, ging in seine erste vollständige Saison bei den 1. Herren.


"Der Anreiz ist, aus den Spielen zu lernen, in denen uns die Cleverness gefehlt hat" (A. Arsovic)


Gespräch vom 7. Januar


Bisheriger Saisonverlauf

Der Start der Zehlendorfer mit Siegen beim Aufsteiger aus Staaken und gegen Altlüdersdorf sowie einem 1:1 beim BSC Süd 05 nährte die Hoffnung, von Beginn an ganz vorne mitzumischen. Im Anschluss setzte es allerdings gegen die als Topteams gehandelten Lichtenberg 47 (1:2) und Optik Rathenow (1:4) zwei Pleiten. Von Ernüchterung am Siebenendenweg aber keine Spur: es begann im Gegenteil die erfolgreichste Serie im ersten Halbjahr. Insgesamt brachte es das Team von Trainer Arsovic auf 19 Punkte in sieben Spielen - rechnet man das von der Rückrunde vorgezogene Heimspiel gegen Staaken (2:1) dazu, sogar 22 aus acht Partien. Wermutstropfen: im Pokal schied man in der 3. Runde beim klassentieferen SFC Stern 1900 nach Verlängerung (5:6) aus. Zuvor hatte man Kreisligist SC Westend 01 (8:0) und Berlin-Ligist Blau-Weiß 90 (1:0) ausgeschaltet.

Winterzugang: Panajiotis Haritos

Die Erfolgsserie wurde dann von gleich drei Niederlagen (gegen Rostock II, TeBe und Wismar) beendet, bevor die 03er durch das 2:1 über Hertha 06 das Halbjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen konnten. Mit den erreichten 32 Punkten (zwei mehr als nach 17 Spielen 2016/17) liegt man zehn Punkte hinter dem FSV Optik auf Rang 5. Als absoluter Volltreffer erwies sich Goalgetter Huke, der mit 15 Treffern zweitbester Schütze der NOFV-Oberliga Nord ist und damit mehr als die Hälfte aller Hertha-Tore erzielte. Insgesamt traf Hertha 03 aber 10-mal weniger als im selben Zeitraum der vergangenen Saison, kassierte dafür aber auch fünf Gegentore weniger. Von den Talenten aus der eigenen Jugend schlugen vor allem Timur Gayret und Panagiotis Vassiliadis ein, die sich im ersten Halbjahr 2017/18 zu Stammkräften entwickelten.

Um sich in punkto Torgefahr noch breiter aufzustellen - Gayret ist mit 3 Toren zweitbester Schütze im Team - wurde in der Winterpause Panajiotis Haritos von Tennis Borussia verpflichtet. Der 22-Jährige hat in der Jugend bereits in Zehlendorf gespielt. Alex Arsovic muss dazu ab sofort ohne Co-Trainer Pocrnic auskommen, der in Zukunft den Landesligisten 1. FC Wilmersdorf coachen wird.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Interview: Hasso Nickelé

Schöne Erinnerung: Kutrieb (blauer Pullover) bei der VSG-Aufstiegsfeier im Sommer 2017 - bei TeBe's U19 geht es nun erst mal um Klassenerhalt

Interessante Personalie während der Winterpause: Dennis Kutrieb verlässt Regionalligist VSG Altglienicke und trainiert ab sofort die U19 von Tennis Borussia.

Im Interview mit Berlinsport Aktuell am Rande des Hallenturniers der Berlin-Liga am 6. Januar verrät der 38-Jährige, wie der Wechsel zu Stande kam und was ihn bei der neuen Aufgabe erwartet.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

VSG ALTGLIENICKE

Das Team der VSG Altglienicke mit Kapitän Torsten Mattuschka (l.) beim Regio-Cup 2018

Regionalliga Nordost

Hinrundenbilanz: 14. Platz, 13:20 Tore, 18 Punkte (17 Spiele - 4 Siege, 6 Unentschieden, 7 Niederlagen)
Halbjahresbilanz: 14. Platz, 16:21 Tore, 22 Punkte (19 Spiele - 5 S, 7 U, 7 N)
Meiste Einsätze: Preiß, Pütt (je 19)
Meiste Tore: Kahlert, Mattuschka (je 3)
Längste Serie ohne Niederlage: 4.- 8. Spieltag
Längste Serie ohne Sieg: 7. - 13. Spieltag

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: im Achtelfinale (10./11.02.18, Auslosung: 20.01.) vertreten
Regio-Cup 2018: im Halbfinale ausgeschieden

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Tor und Tschüss: Marcel Czekalla erzielte gegen Meuselwitz das letzte Tor der VSG anno 2017

Zugänge: Sanogo (Angriff, Madura United/THA, während der Hinrunde), Ede (Angriff, Bangkok United/THA), Skoda (Mittelfeld, FC Viktoria 89), Twardzik (Tor, zuletzt Viktoria Zizkov/CZE bis 02-17)

Abgänge: Hartwig (Angriff, SV Tasmania, ausgeliehen während der Hinrunde), Czekalla (Mittelfeld, SP. VG. Blau-Weiß 90), Maaß (Mittelfeld, bislang unbekannt), Özcin (Angriff, bislang unbekannt), Kutrieb (Trainer, Tennis Borussia U19)

Vor der Saison

Die VSG Altglienicke startete nach dem zweiten Aufstieg in Folge als Neuling in die Saison der Regionalliga Nordost 2017/18, die Zielsetzung ist Klassenerhalt. Neu auf den Trainerstuhl kam vor der Saison Miroslav Jagatic (41, zuletzt Trainerteam Nationalelf Myanmar), der im Gespann mit Dennis Kutrieb (38) arbeitete. Kutrieb wechselte nun im Winter zur U19 von Tennis Borussia. Neben einigen Abgängen vor der Saison wurden sechs Spieler mit Regionalligaerfahrung zur VSG geholt: Kahlert und Stephan (BAK), Bache und Preiß (Dynamo), Müller (Energie Cottbus) sowie Pütt (TSG Neustrelitz).

Wegen der höheren Auflagen in der 4. Liga mussten die Altglienicker dazu ihr Stadion im Südosten als Spielstätte verlassen und tragen ihre Partien nun in der Regel im Jahnsportpark aus.



"Wir sind im Soll" (M. Jagatic)


Gespräch vom 7. Januar


Bisheriger Saisonverlauf

Die Englische Woche zum Auftakt wurde mit nur einem Zähler beendet, dem ersten Saisonsieg (4. Spieltag, 2:1 beim BFC Dynamo) schloss sich die erfolgreichste Phase des ersten Halbjahrs mit insgesamt 11 Punkten aus fünf Partien an. Das Ende der Erfolgsserie läutete bereits die längste Durststrecke für den Aufsteiger ein: sieben Spiele ohne Sieg, davon vier ohne eigenen Torerfolg. Nach dem Heimsieg gegen FCO Neugersdorf folgten bis zum Ende der Hinrunde drei weitere Niederlagen - die vor der Winterpause bereits begonnene Rückserie eröffneten die Altglienicker dann noch mit vier Punkten aus zwei Spielen. Im Pokal setzte sich der Regionalligist jeweils als Favorit durch: gegen Brandenburg 03 (Landesliga, 6:0), bei Wacker 21 Lankwitz (Kreisliga A, 5:2) und gegen Spandauer Kickers (Berlin-Liga, 6:2).

Neu und namhaft: Chinedu Ede

Auf die mäßige Torausbeute in der Liga - die VSG stellt dort bislang die drittschwächste Offensive - reagierte man mit der Verpflichtung zweier Stürmer, die obendrein die Liste prominenter Namen in Altglienicke fortsetzen: die Ex-Profis Boubacar Sanogo (35) und Chinedu Ede (30), beide zuletzt in Thailand aktiv, stießen zum Aufsteiger dazu. Sanogo, der schon im Oktober kam, konnte bereits einen Treffer beisteuern - ansonsten bezeichnend, dass Abwehrspieler Kahlert und Mittelfeldmann Mattuschka die besten Schützen des Vereins sind. Dafür kassierte man mit 21 Gegentreffern auch nur einen mehr als der Tabellenzweite BFC Dynamo.

Ein Wermutstropfen sicher die schwere Knieverletzung von Marcus Rickert (33), die sich der Stammtorwart der VSG im letzten Spiel gegen Meuselwitz zuzog. Die Verantwortlichen reagierten darauf mit der Verpflichtung von Dan Twardzik (26), der schon Profierfahrung in Schottland (FC Motherwell) und Tschechien (Viktoria Zizkov) sammeln konnte, zuletzt aber ohne Verein war.

 

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Außenseiter - Spitzenreiter: Die Mannschaft des SFC Stern 1900 bei der Präsentation vor dem Hallenturnier

Außenseiter siegt im Endspiel gegen Lichtenberg 47

Das Turnier der Berliner Regional- und Oberligisten in der Max-Schmeling-Halle hat am Abend der SFC Stern 1900  gewonnen. Im Endspiel setzte sich somit ausgerechnet der einzige Berlin-Ligist im Teilnehmerfeld mit 5:4 im Neunmeterschießen gegen den SV Lichtenberg 47 durch. Die Steglitzer nahmen als Sieger des Hallenturniers der Berlin-Liga vom vergangenen Jahr teil, waren in der Neuauflage am gestrigen Sonnabend kurioserweise in der Vorrunde ausgeschieden.

Der Titelverteidiger des letzten Regio-Cups, die VSG Altglienicke, scheiterte im Halbfinale am späteren Finalisten aus Lichtenberg. Der Oberligist hatte seinerseits mit 5:4 im Neunmeterschießen die Oberhand behalten. Rekordgewinner Tennis Borussia - die Lila-Weißen halten mit acht Siegen bei dem Turnier die Bestmarke - wartet dagegen auch im 10. Jahr nach dem letzten Erfolg weiter auf die Trophäe. Das Team von Thomas Brdaric musste bereits nach der Gruppenphase die Segel streichen.

An selber Stelle hatte gestern die Mannschaft des 1. FC Union das AOK Traditionsmasters gewonnen. In der Charlottenburger Sömmeringhalle wurde zur selben Zeit die Vorrunde der Berlin-Liga ausgetragen, die Endrunde findet dann - ohne Stern 1900 - am 14. Januar statt.

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Ungewohnte Zuschauerrolle: Stern 1900 ist diesmal nicht für die Endrunde des Hallenturniers der Berlin-Liga qualifiziert

Beim letzten Hallenturnier der Berlin-Liga triumphierte der SFC Stern 1900, weshalb die Steglitzer heute als Titelgewinner 2017 am Regio-Cup, dem Turnier der Berliner Regional- und Oberligisten, teilnehmen dürfen. Trotz acht erzielter Punkte war dagegen gestern anlässlich der Ausgabe 2018 der höchsten Hauptstadtspielklasse bereits in der Gruppenphase Schluss für das Team von Andreas Thurau.

Im Spielbetrieb 2017/18 lief es dagegen besser: Stern 1900 liegt mit 30 Punkten auf dem 7. Platz der Liga und ist im Berlin-Pokal durch den spektakulären 6:5-Sieg nach Verlängerung über Oberligist FC Hertha 03 auch noch mit von der Partie.

Andreas Thurau

Berlinsport Aktuell sprach mit dem Trainer der Steglitzer am Rande des Turniers in der Charlottenburger Sömmeringhalle.

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Der SV Tasmania mit Neu-Trainer Jauer (stehend, r.) und Assistent Elvir Çoçaj (sitzend, r.) hatte sich beim Hallenturnier sicher mehr erhofft

Mit 33 Punkten überwintert der SV Tasmania auf Platz 5 der Berlin-Liga. Der eher perspektivisch vorgesehene Wechsel auf dem Trainerstuhl von Mario Reichel zum bisherigen U19-Coach Tim Jauer wurde nun bereits im Winter vollzogen. Trainingsbeginn ist erst am Montag, in der Vorrunde des Hallenturniers am heutigen Sonnabend gaben die Tasmanen eher eine enttäuschende Vorstellung: in der Gruppe A landete man mit nur einem Unentschieden auf dem letzten Platz.

Tim Jauer

Berlinsport Aktuell sprach mit Tim Jauer während der Vorrunde in der Charlottenburger Sömmeringhalle.

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