Freundschaftsdienst oder mehr? Metin Acar (l.), heute an der Seitenlinie für Türkspor im Einsatz
Überraschende Personalie am heutigen Sonntag beim Berlinligisten Türkspor 04. Im Spiel bei Schwarz-Weiß Neukölln (0:0) stand Metin Acar, Mitglied der Sportlichen Leitung beim Oberligisten CFC Hertha 06, gemeinsam mit Cheftrainer Kenan Arayici an der Seitenlinie. Wie es dazu kam und wie es in dieser Personalie weiter geht, verriet Acar nach Schlusspfiff im Gespräch mit Berlinsport Aktuell.
Für die durch den böigen Wind verursachten akustischen Störungen bitten wir um Nachsicht.
24-Jähriger verstirbt beim Training des Berliner SC
Der Spieler erlitt gestern bei einer Übungseinheit des Berlinligisten BSC einen Herzstillstand, alle Wiederbelebungsversuche waren am Ende erfolglos. Der 24-Jährige hinterlässt seine Lebensgefährtin und ein zweijähriges Kind.
Berlinsport Aktuell bittet in diesem Zusammenhang um finanzielle Unterstützung der Familie durch Spenden der ins Leben gerufenen Onlinekampagne: "Spendenaktion für Dami".
Gelungene Generalprobe für das Fritz-Brandt-Rennen: Hans-Jürgen von Holdt führt die Stute zur 14,7-Tagesbestzeit. Auch der von Tim Schwarma präsentierte Wallach Mad World scheint für den am 30. März stattfindenden Amateur-Klassiker bestens gerüstet zu sein.
Auf die Tagesbestzeit musste das bei frühlingshaften Temperaturen zahlreich erschienene Mariendorfer Publikum am Sonntag bis zum abschließenden neunten Rennen warten. Und dass die Marke nicht etwa in einer den Profis, sondern den Amateuren vorbehaltenen Prüfung aufgestellt wurde, war ein deutlicher Hinweis auf den ersten großen Berliner Saisonhöhepunkt, der am Karfreitag (30. März) bevorsteht: das Fritz-Brandt-Rennen. Eine, die dort mit Sicherheit eine ganz scharfe Klinge schlagen wird, ist die Stute Wildcat Hanseatic. Denn ihre Generalprobe hätte nicht imposanter ausfallen können. Hans-Jürgen von Holdt übernahm mit der Sechsjährigen nach einem kurzen Abtasten mit den Gegnern noch im ersten Bogen entschlossen die Spitze. Der Rest war eine One-Horse-Show: In 14,7/1.900m gewährte die Braune, die im Dezember den renommierten Winterpokal der Amateure gewonnen hatte, ihrem ebenfalls für den Brandt-Klassiker genannten Gegenspieler Locarno (André Pögel) zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Angriffsmöglichkeit und verabschiedete sich auf der Zielgeraden mit fünf Längen Vorsprung von dem keineswegs enttäuschenden Kontrahenten.
Mad World ist nicht zu stoppen
Ähnlich überzeugend agierte der von Tim Schwarma trainierte und gefahrene Mad World, der ebenfalls für das Highlight am Karfreitag vorgesehen ist. „Wir haben ihn diesmal vorne ohne Gummiboots antreten lassen – und so gut wie heute hat er mir zuvor noch nie gefallen“, zeigte sich Tim Schwarma begeistert. Er hatte wahrlich allen Grund zur Freude, denn nachdem sein Schützling Mitte der Gegenseite die Position deutlich verbessert und sich an die Seite des Piloten Bosphorus Venus (Thorsten Tietz) gelegt hatte, übte er einen enormen Druck aus und rang seinem Kontrahenten, der nicht mehr entscheidend gegenhalten konnte, im Schlussbogen eine Galoppade ab. Während Bosphorus Venus umgehend gemaßregelt wurde, stiefelte Mad World unermüdlich weiter und erreichte die Ziellinie mit vier Längen Vorsprung. Angesichts dieser Leistung darf sein Besitzer Marco Schindler dem geplanten Brandt-Engagement gespannt entgegensehen. Dass die Kilometerzeit in 17,3/1.900m recht mäßig ausfiel, war nicht von Bedeutung. Denn die Pace war auf der ersten Runde überaus flau und erst als sich Mad World einschaltete, zog das Tempo rasant an.
Nimczyk mit zwei Siegen auf Jubiläumskurs
Einziger Doppelsieger des Nachmittags war Michael Nimczyk. Mit Stradivari zeigte sich der Deutsche Meister bereits im Vorfeld überaus optimistisch. „Falls er auf den Beinen bleibt, kann er eigentlich kaum verlieren“, äußerte sich der Profi im Vorab-Interview und sein 11:10-Topfavorit rechtfertigte die hohe Wertschätzung voll und ganz. Selbst ein Rennverlauf in der Außenspur stellte den Love-You-Sohn nicht vor die geringsten Probleme und als ihm Nimczyk ausgangs des Schlussbogens den Kopf frei gab, verabschiedete sich der auch äußerlich bestechend wirkende Hengst in 16,8/1.900m mit acht Längen Vorsprung von den Gegnern. Seinen zweiten Tagestreffer feierte der Goldhelm mit Harryet Hazelaar, die in 15,8/1.900m auftrumpfte. Die Stute zog eine Runde vor dem Ziel an die Spitze und gewann mit drei Längen Vorsprung in überlegener Manier. Michael Nimczyk schraubte mit dieser Ausbeute die Anzahl seiner Siege auf 1.995 Treffer – das Jubiläum steht also unmittelbar bevor.
Aggettos Auftritt mit Licht und Schatten
Hopp oder top – das war einmal mehr die Frage beim Auftritt von Aggetto, der nun wieder fest Thorsten Tietz anvertraut ist. Der oft ungestüme Wallach zeigte sich diesmal von seiner Sonnenseite und gewann seine Aufgabe in 14,8/1.900m leicht. „Es gibt aber dennoch eine Menge zu verbessern“, äußerte sich sein Vorbereiter und Fahrer beim anschließenden Siegerinterview und es war in der Tat unübersehbar, dass die Verfassung noch nicht ganz bei 100 Prozent ist. Denn nachdem Aggetto vor den Tribünen das Kommando übernommen hatte und quasi schon mit der halben Bahn geführt hatte, wurden seine Schritte auf den letzten Metern doch deutlich kürzer. Thorsten Tietz: „Im Schlussbogen hat er mir nicht mehr gefallen – aber der Erfolg war dennoch nie in Gefahr, denn Aggetto ist alles andere als ein Aufstecker.“
Wewering und Wagner gewinnen souverän
Die gleiche Kilometerzeit wie Aggetto erzielte der von Heinz Wewering präsentierte Romeo Diamant, der sich nach seiner dreimonatigen Winterruhe glänzend vorbereitet zurückmeldete. Auch der Rennverlauf erinnerte an Aggettos Auftritt, denn Romeo Diamant übernahm ebenfalls vor den Tribünen die Führung. Der Rest war für Dr. Manuach Messengießers Vierbeinerstolz, der als nächstes das Schwarzer-Steward-Rennen am Ostermontag in Bahrenfeld bestreiten soll, nur noch eine reine Formsache. Die Verfolger hatten gegen den Sechsjährigen, der sich auf der Zielgeraden hochüberlegen mit fünf Längen Vorsprung löste, nicht den Hauch einer Chance.
Ganz hervorragend lief es auch für den Daniel Wagner anvertrauten Insoglio, dessen letzter Erfolg auf den 2. Dezember 2016 – damals in Karlshorst mit Thomas Panschow im Sulky – zurückdatierte. Der Wallach hatte danach zwar viele ordentliche Leistungen gezeigt – doch ein voller Erfolg blieb ihm stets verwehrt. Nun platzte dank der cleveren Taktik des zweimaligen Mariendorfer Champion endlich der Knoten. Daniel Wagner führte seinen Schützling rasch an die Spitze und schläferte mit einer gebremsten Pace die gesamte Gegnerschaft ein. Auf den letzten dreihundert Metern machte sich Insoglio souverän frei und Daniel Wagner strahlte: „Das war mit Sicherheit keine Eintagsfliege!“
Ordentlich Kasse für Finnegan Bros' Sieg
Für die größte Überraschung der Veranstaltung sorgte ein norddeutscher Gast: nämlich Kornelius Kluth. In der recht turbulenten Auftaktprüfung, in der die beiden Favoriten Extra Cash (Dennis Spangenberg) und Iasi (Michael Nimczyk) durch Galoppaden ausfielen, führte der Berufsfahrer den bei 214:10 sträflich hoch gehandelten Finnegan Bros zum ersten Saisonsieg. Der sechsjährige Hengst profitierte von einem Traumverlauf als zweites Pferd innen und spielte seine Reserven in 15,6/1.900m auf der Zielgeraden aus. Der Erfolg fiel mit zwei Längen Vorsprung sehr sicher aus.
Grazia Greenwood vorn dank Hallo Bo's Fehler
Im vierten Anlauf gab es den ersten Jahreserfolg für die von Victor Gentz betreute und gesteuerte Stute Grazia Greenwood. Die auf der Schlusshalben aus dem Mittelfeld heraus immer stärker ins Geschehen eingreifende Fünfjährige hatte die Ziellinie deutlich hinter Hallo Bo (Thorsten Tietz) zwar eigentlich nur als zweites Pferd passiert. Da der Gegner allerdings die korrekte Gangart im Einlauf nicht mehr halten konnte, wurde er nachträglich disqualifiziert und Grazia Greenwood konnte das erste Mal seit Mai 2017 wieder auf eine Ehrenrunde gehen.
Gesamtumsatz: 126.010,93 Euro – Bahnumsatz: 38.386,30 Euro – Außenumsatz: 87.624,63 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 18. März statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.
Die Spieler von Concordia Wittenau (gelbe Trikots) gingen zuversichtlich ins Verfolgerduell, am Ende setzte sich aber Gastgeber Türkiyemspor knapp durch
In Staffel der Landesliga dominiert Berolina Stralau das sportliche Geschehen an der Spitze. Auch am 19. Spieltag blieben die Stralauer mit 3:0 gegen Türkspor FK siegreich. Die Verfolger des Tabellenführers bzw. Kontrahenten um den zweiten Platz, Türkiyemspor und Concordia Wittenau trafen dazu am Sonntag in Kreuzberg aufeinander. Die Gäste starteten viel versprechend und gingen früh durch Madsack (10.) in Führung, mussten dann aber nur fünf Minuten später prompt den Ausgleich durch Jagne hinnehmen. Der Torjäger von Türkiyemspor sorgte dann mit seinem 18. Saisontreffer in der 69. Minute auch für die Entscheidung zugunsten der Hausherren.
L. Mrosko
Türkiyemspor belegt jetzt mit sieben Punkten Rückstand auf Stralau und einer Partie mehr den 2. Platz. Hilalspor (3:0 beim BFC II) schob sich derweil in der Tabelle an den Wittenauern auf Rang 3 vorbei - zwei Punkte hinter Türkiyem und jetzt zwei vor Concordia. Hasso Nickelé sprach nach der Partie mit den Trainern Lars Mrosko (Türkiyem, Foto) und Karsten Steffan (Wittenau).
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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé Fotos: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé
Packende Zweikämpfe wie hier zwischen Wilson (Croatia, l.) und Hartwig (Tasmania) bekamen die Zuschauer am laufenden Band zu sehen.
Am 21. Spieltag verpasste der SD Croatia die Gelegenheit, sich als Tabellenzweiter weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Auf eigenem Platz unterlagen die Tempelhofer in einer spannenden Partie dem SV Tasmania am Ende mit 2:3 (1:1). Zweimal konnten die Hausherren dabei einen Rückstand durch Tasmanias Tore von Sahin (7.) und Loder (52.) wieder ausgleichen - Bahceci per Elfmeter (15.) und Ergiligür (60.) waren für Croatia erfolgreich. Das letzte Wort hatte dann aber der Tabellenfünfte, der erneut durch Loder zum Siegtreffer in der 78. Minute kam.
M. Wilke
T. Jauer
Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern, Marco Wilke (SD Croatia) und Tim Jauer (Tasmania).
Souveräner Spitzenreiter zu Gast bei Al-Dersimspor - Steht bei Verfolger Croatia auch gegen Tasmania weiter die Null? - Samstag: Stern empfängt 2018 weiter sieglosen BSC - Mahlsdorf will gegen starken SV Sparta zurück in die Erfolgsspur - Kellerduell zwischen Türkspor und Nordberliner SC
09. MÄRZ
BSV Al-Dersimspor - Blau-Weiß 90
Volltreffer: Marcel Czekalla (BW 90, hier noch im Trikot von Altglienicke)
Der Tabellenführer und Topfavorit SP. VG. Blau-Weiß 90 muss an diesem 21. Spieltag mit dem Auswärtsspiel beim BSV Al-Dersimspor eine Aufgabe der Kategorie „Pflicht“ erledigen. Ähnlich war es allerdings auch vergangene Woche, als die Mariendorfer auf eigenem Platz den SV Empor empfingen. Die Mannschaft von Trainer Marco Gebhardt tat sich gegen den Tabellen-11. schwer - bewältigte die Aufgabe dann aber doch. Mit seinen Treffern Nr. 2 und 3 war Winterzugang Marcel Czekalla (von Regionalligist Altglienicke) am Ende der entscheidende Mann. Wie nicht anders zu erwarten, ist der 25-Jährige sofort zum Startelfspieler avanciert und traf zum zweiten Mal in Folge. Gegner Al-Dersimspor kann allerdings vor allem auf seinem Kunstrasenplatz am Anhalter Bahnhof ein sehr unangenehmer Gegner für jeden Berlinligisten sein. Unter dem neuen Trainer Mustafa Öner spielten die Kreuzberger in diesem Jahr dreimal Unentschieden und hamsterten sich so im Klassement vor auf Platz 14 - mit dem BSC und Tasmania waren dabei sogar zwei Klubs aus den Top 6 unter den Gegnern.
SD Croatia - SV Tasmania
Croatia blieb auch am letzten Spieltag seiner Linie in diesem Jahr treu: zum dritten Mal wurde zu Null gewonnen. Der 1:0-Sieg beim BSC war dabei nicht nur für die Positionierung in der Spitzengruppe wichtig, sondern hatte obendrein eine kuriose Note: ausgerechnet der ehemalige Tempelhofer Camara sorgte für den Treffer des Tages durch ein Eigentor. Die Tasmanen haben am vergangenen Wochenende ihren ersten Sieg im Jahr 2018 eingefahren - der Erfolg im Derby gegen Rudow (3:2) dürfte der Mannschaft des neuen Trainers Tim Jauer durchaus Rückenwind verleihen. Spieler des Tages war im Übrigen der sonst nicht unbedingt für’s Toreschießen verantwortliche Damien Tiedmann, der alle drei Treffer im Neuköllner Prestigeduell erzielte. Beide Teams sind im Übrigen im ersten Halbjahr 2017/18 bereits zweimal aufeinander getroffen: das Punktspiel gewann Croatia auswärts 3:0, Tasmania sicherte sich eine Woche später mit einem 3:1-Sieg in Tempelhof das Erreichen der nächsten Runde im Pokalwettbewerb.
SFC Stern 1900 - Berliner SC
Lange nicht gesehen: Nimer El-Rayan bei seinem letzten Punktspiel im April 2017
Das zweite Topspiel der Runde findet bereits am Sonnabend statt, wenn der SFC Stern 1900 den Berliner SC empfängt. Die Steglitzer konnten nach zwei Niederlagen zum Jahresauftakt am vergangenen Wochenende bei Schwarz-Weiß (2:1) die ersten Punkte 2018 einfahren. Dennis Freyer mit einem Doppelpack war der Sieggarant des SFC - der momentan beste Stürmer der Liga (21 Tore) erzielte überhaupt alle drei Tore seiner Mannschaft in diesem Jahr. Dabei konnte Stern-Trainer Andreas Thurau zuletzt wieder auf zwei altbewährte Offensivkräfte zurückgreifen. Yannick Woithe, der im September 2016 zuletzt zu einem Kurzeinsatz gekommen war, wurde in Britz-Süd schon zum zweiten Mal in diesem Jahr eingewechselt. Noch länger musste man auf Nimer El-Rayan (letzter Einsatz im April 2017) warten, der Angreifer durfte jetzt erstmals wieder Punktspielluft schnuppern. Damit haben sich zwei Spieler nach Verletzungen zurückgemeldet, die nicht nur für Stern 1900, sondern die Berlin-Liga allgemein eine Bereicherung sind. Finden die Beiden jedenfalls schnell wieder zu alter Form, dürfte Trainer Thurau bald ein Luxusproblem im Angriff bekommen. Beim BSC drückt der Schuh dagegen in diesem Jahr bislang vorne - und das ohne Verletzungsprobleme. Von den Toptorschützen traf bislang nur Damantang Camara einmal (und dazu noch per Eigentor zum 0:1 gegen Croatia), Omid Saberdest und Ricky Djan-Okai gingen in den ersten drei Spielen 2018 sogar leer aus. Letzterer wartet sogar seit dem 14. Spieltag darauf, sein beträchtliches Trefferkonto (12x erfolgreich) weiter aufzustocken.
Eintracht Mahlsdorf - SV Sparta
Eine große Verletzungssorge treibt auch Eintracht Mahlsdorf um. Der aktuelle Tabellendritte musste schon über weite Strecken der Hinrunde auf seinen Torjäger Christoph Zorn verzichten. Immerhin konnte die Mannschaft das Fehlen ihres „120-Tore-Manns“ - so oft traf der Stürmer in den letzten vier Ligajahren für die Eintracht - in der ersten Saisonhälfte gut auffangen. Zorn selbst stieß erst ab dem 13. Spieltag wieder dazu, erzielte zwei Tore - und fällt jetzt erneut aus. Schon beim überraschenden 1:3 gegen die Spandauer Kickers fehlte der Stürmer, die Partie letzte Woche bei den Füchsen fiel aus. So ist bei den Mahlsdorfern derzeit etwas Sand im Getriebe, mit dem SV Sparta wartet nun dazu ein Gegner, der bestens ins neue Jahr gestartet ist. Zwei glatte Heimsiege (jeweils 4:0 gegen Stern bzw. Türkspor) und ein Auswärtserfolg beim BFC Preussen haben die Lichtenberger ordentlich nach vorne gebracht - und beim 3:1 im Hinspiel lieferten sie bereits eine blitzsaubere Partie gegen Mahlsdorf ab.
Spandauer Kickers - Füchse Berlin
Weiß, was in seinem Team steckt: Hassan Chaabo
Mit den Spandauer Kickers scheint dazu ein weiterer Aufsteiger in der Berlin-Liga angekommen zu sein. Das Team hat bislang alle drei Partien in diesem Jahr - im Übrigen jeweils mit 3:1 - für sich entscheiden können und damit die Aussagen von Trainer Hassan Chaabo zur Winterpause bestätigt, sich in der Rückserie weiter nach vorne orientieren zu wollen als Platz 13. In einem erneuten Heimspiel - diesmal gegen die Füchse Berlin - hat SpaKi die Chance, den Trend fortzusetzen. Die Reinickendorfer sind nämlich nicht nur als Tabellen-16. psychisch unter Druck - auch die mangelnde Spielpraxis spricht nicht unbedingt für den Traditionsverein aus dem Berliner Norden. Schließlich kamen die Füchse nur zum Rückrundenauftakt zum Zug, die beiden folgenden Partien fielen den Witterungsbedingungen zum Opfer.
Berlin Türkspor - Nordberliner SC
Mit dem Fazit „zwei Niederlagen und ein Spielausfall“ läuft es in diesem Jahr bislang auch bei Berlin Türkspor nicht sonderlich gut. Immerhin scheint das Heimspiel gegen den Nordberliner SC am Sonntag stattfinden zu können - es wäre das erste am Heckerdamm 2018. Und gleich von besonderer Bedeutung, denn mit einem Dreier gegen den Vorletzten könnte man sich auf Seiten von Türkspor gehörig Luft verschaffen im Tabellenkeller. Mit der 1:6-Heimklatsche gegen die Preussen hat Nordberliner einen gehörigen Dämpfer bekommen, dennoch wird man sich beim Gastspiel in Charlottenburg-Nord an den 2:1-Sieg bei Stern 1900 vor 14 Tagen erinnern - und ein neuerliches Erfolgserlebnis anstreben.
Diesmal gewinnt der Deutsche Meister vier Rennen. Rudolf Haller und Sarah Kube punkten doppelt. Die beste Tagesklasse wird von Thomas Panschow und Abano H überlegen beherrscht.
Für Michael Nimczyk läuft es derzeit wie am Schnürchen. Am Sonntag schaute der 31-Jährige insgesamt viermal im Mariendorfer Winner-Circle vorbei und schraubte seine Gesamtsiegzahl auf 1.989 Zähler. Es ist also nur noch eine Frage von Tagen, bis mit dem 2.000 Erfolg ein rundes Jubiläum für den sympathischen Sportler ansteht.
Von Sayuri Mo bis Sindbad Diamant - Nimczyk führt vier Traber in den Winner's Circle
Seinen ersten Treffer landete der Deutsche Meister mit der Ende der Gegenseite eingesetzten Sayuri Mo, die in 15,5/1.900m grußlos an ihren gewiss nicht schlechten Gegnern vorbeizog. Die von Ulrich Mommert selber gezüchtete Stute empfiehlt sich immer mehr für höhere Aufgaben und hat von ihren bisher 22 Einsätzen zehn gewonnen. Direkt im Anschluss punktete der Goldhelm mit Fast and Furious für die Farben von Marion Jauß. Für den Hengst, der stets am Piloten Gobelin (Victor Gentz) dranblieb und auf der Zielgeraden in der Tagesbestzeit von 14,9/1.900m mit zweieinhalb Längen Vorsprung an dem Kontrahenten vorbeilief, war es ebenfalls der zehnte Sieg seiner Laufbahn. Seinen lupenreinen Hattrick machte Michael Nimczyk nur gute zwanzig Minuten später dann mit Here she goes perfekt, wobei die Stute der Besitzergemeinschaft Fiedler, Jung-Fringel und Mittenzwei in 15,4/1.900m allerdings davon profitierte, dass der vor ihr liegende Serafino (Rudolf Haller) Ende des Schlussbogens mit der sicheren Führung scheinbar grundlos von den Beinen kam. Ob es ansonsten gereicht hätte, ist fraglich. Sieg Nummer vier sprang dann schließlich mit Sindbad Diamant heraus. Der Wallach ging sofort nach vorne und zog sein Pensum brav durch, wurde aber auf der Schlusshalben hart von der außen herum überaus tapferen Molly Malone (Victor Gentz) bedrängt. In dem spannenden Duell konnte sich Sindbad Diamant mit einer halben Länge Vorsprung durchsetzen.
"Stargast" Haller nimmt zwei Siege mit nach Hause
Für den bayerischen Gast Rudolf Haller verlief die Stippvisite in Berlin ebenfalls erfolgreich – er konnte zwei Treffer verbuchen. Für seinen hocheingeschätzten Schützling Adonis CG war der Ausflug in die Hauptstadt allerdings weit mehr als nur eine bezahlte Trainingsarbeit, denn bei seinem Start-Ziel-Erfolg musste der zuvor erst einmal geprüfte Vierjährige aus dem Besitz von Angelika Gramüller gleich stolze 16,1/1.900m auf die Derby-Piste trommeln, um die unbequeme und hartnäckig nachsetzende Bellice BR (Daniel Wagner) abzuschütteln. Gleich im Anschluss führte der Aschheimer Genever für die Farben von Günther Gruber auf die Ehrenrunde. Rudolf Haller warf den Ready-Cash-Sohn, der seine Bestmarke um volle anderthalb Sekunden auf 15,1/1.900m steigerte, erst im Schlussbogen in die Schlacht und der Fünfjährige zog noch sicher an Edana (Michael Nimczyk) vorbei.
Kube siegt doppelt bei den Amateuren
Nicht nur Michael Nimczyk und Rudolf Haller bewiesen einmal mehr ihr vorzügliches Können an der Fahrleine, sondern auch die Deutsche Amateurmeisterin Sarah Kube demonstrierte, dass sie ihr Metier beherrscht. Die Berlinerin gewann beide den Hobbyfahrern vorbehaltenen Prüfungen. Besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass die Amazone beide Siegpferde noch nie zuvor im Rennen gesteuert hatte und dennoch auf Anhieb perfekt mit ihnen harmonierte. Zuerst kam Extra Cash an die Reihe. Die in der Startphase manchmal etwas heikle Ready-Cash-Tochter überstand nicht nur die ersten Meter problemlos, sondern übernahm vom Fleck weg die Führung und siegte mit fünf Längen Vorsprung völlig souverän. In ihrem Windschatten hielt sich auch Flavio As (Alexander Dame) prächtig. Wenig später schlug Sarah Kube mit genau derselben offensiven Taktik mit Ring the Bell zu. Für Karin Kauczinskis Traber war es beim 22. Start der erste volle Erfolg.
Abano H ohne Konkurrenz
Dass die Tagesbestzeit ausnahmsweise nicht in der von Thomas Panschow und Abano H eindrucksvoll beherrschten höchsten Gewinnsummenklasse aufgestellt wurde, lag daran, dass die durch mehrere Nichtstarter auf lediglich vier Pferde dezimierte Gegnerschaft vor Respekt vor dem 11:10-Topfavoriten regelrecht erstarrte. Auf den ersten Metern ließ es Panschow noch recht ruhig angehen, aber auf der Tribünengeraden steuerte der Profi den trotz seiner elf Jahre immer noch unverwüstlichen Abano-As-Sohn resolut nach vorne. Im Anschluss konnte selbst eine provozierende 22,9-Zwischenzeit keinen der Konkurrenten zum Angriff locken, sodass Thomas Panschow Andreas Engls Vierbeinercrack nach einer kurzen Beschleunigung auf der Zielgeraden in 15,2/1.900m lediglich austrudeln ließ. Für den mit drei Längen Vorsprung überlegen auftrumpfenden Abano H war dies bereits der 47. Sieg seiner ruhmreichen Karriere.
Gesamtumsatz: 123.709,03 Euro – Bahnumsatz: 31.626,90 Euro – Außenumsatz: 92.082,13 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 11. März statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.
Victor Gentz im Sulky von Green Mamba (Foto: Marius Schwarz)
Victor Gentz feiert mit der Stute den 250. Sieg seiner Sulkykarriere. Michael Nimczyk gelingen vier Treffer. Von seinen Schützlingen imponieren besonders Colombe d’Or und Locarno.
Er hatte schon immer eine große Meinung von ihr – doch Green Mamba hielt neben tollen Leistungen auch hin und wieder einige deftige Enttäuschungen für ihren Trainer Victor Gentz bereit. Am Sonntag zeigte die Stute in Mariendorf nun ihr wahres Gesicht und sorgte mit einem fulminanten Auftritt für ein rundes Jubiläum, nämlich für den 250. Fahrersieg des Lauvenburgers. Als es das erste Mal vor die Tribünen ging, führte Victor Gentz die Vierjährige im Rush an die Spitze heran und pochte vehement auf die Führung, die Green Mamba beim Einbiegen in den trotto.de-Bogen dann auch ergatterte. Im Anschluss strampelte die Stute das Pensum in 15,8/1.900m bravourös herunter und ließ auch dem ebenfalls sehr überzeugend agierenden Angreifer Jarich (Kay Werner) keine ernsthafte Chance, während der von Michael Nimczyk gesteuerte 16:10-Favorit Alao Scott als Dritter diesmal an seine Grenzen stieß.
Goldhelm mit dem "Viererpack"
Für den Deutschen Meister, der am Abend zuvor bei der HVT-Championatsehrung seinen siebten Goldhelm in Empfang genommen hatte, lief es ansonsten aber prächtig. Eine überaus lukrative Wett-Rendite gab es zunächst für alle Fans von Locarno, denn der Wallach zahlte bei seinem Sieg stolze 56:10. Michael Nimczyk ging auf der Tribünengeraden entschlossen zur Sache und führte den Prodigious-Sohn aus hinteren Regionen mit einer Blitzattacke an die Spitze, die der Braune in der Tagesbestzeit von 15,2/1.900m bis ins Ziel gegen die aus seinem Windschatten heraus nachsetzende Favoritin Extra Cash (Thomas Panschow) eisern festhielt. Den zweiten Treffer für den Deutschen Meister besorgte Fast and Furious, der seinem Namen endlich einmal wieder Ehre machte und achthundert Meter vor dem Ziel in furioser Manier am gesamten Feld vorbeiflog.
Für Nimczyk ging es auch danach munter weiter. Nur eine bessere Trainingsarbeit bekam Colombe d’Or verpasst. Harald Krogmanns Stute stürmte sofort nach vorne und siegte in 15,7/1.900m unangefasst – sie ist das, was man jovial einen „Vollbomber“ nennt und man darf auf ihre weitere Entwicklung überaus gespannt sein. Die Vierjährige, die bei bisher dreizehn Einsätzen sechsmal auf die Ehrenrunde ging, ist eine Schwester des DAM-Siegers Chatain sowie der ebenfalls bekannten Traber Cinemon und Cadeau. Sie hat ohne Frage das Zeug dazu, sich zum besten Nachkommen ihrer Mutter C’est Bon zu entwickeln und wird ihren Weg gehen. Für Michael Nimczyk war damit aber noch nicht Schluss, denn der 31-jährige Profi steuerte auch Willy Freykamps Highway Fortuna als Sieger über die Ziellinie. Der Hengst übernahm auf der Tribünengeraden das Kommando und löste sich in der Schlussphase ganz leicht von den Verfolgern.
"Weltenbummler" auch in Berlin herausragend
Der überlegenste Treffer der Berliner Veranstaltung wurde von einem in Italien gezüchteten Pferd herausgelaufen, das zuvor die meisten seiner Rennen in Tschechien bestritten hatte – also quasi von einem Weltenbummler. Der Wallach Touchdown OK hatte sich 2015 auch schon in Mariendorf zweimal versucht, konnte damals mit seinem ehemaligen Trainer Petr Nowicki allerdings kaum etwas reißen. Diesmal machte es der nun ins Quartier von Thorsten Tietz gewechselte Sechsjährige mit Thomas Panschow im Sulky deutlich besser und gewann mit sieben Längen Vorsprung Start bis Ziel, wobei die Gegnerschaft allerdings auch sehr viel schwächer war als bei seinen zurückliegenden Auftritten auf deutschen Bahnen.
Premiere für Whirlwind BR, Lodrino weiter überzeugend
Michael Hönemann verschaffte dem noch recht unerfahrenen Whirlwind BR über weite Strecken einen idealen Rennverlauf als zweites Pferd innen und legte so den Grundstock für den ersten Karriereerfolg des vierjährigen Wallachs. Als die auf der Startgeraden kurz angesprungene Molly Malone (Victor Gentz) Ende der Gegengeraden in der Angriffsspur aufrückte, ging Whirlwind BR die Attacke mit und wies die Konkurrentin mit feinem Einsatz mit einer knappen Halslänge ab.
Das einzige Amateurfahren der Berliner Veranstaltung wurde zur Beute von Günter Schiefelbein und Lodrino, der wieder an seine starken Leistungen in der Saison 2017 anknüpft. Der zu einer erstaunlich hohen Siegquote von 115:10 gehandelte Wallach, der sofort die Führung übernommen hatte, musste unterwegs eine ganze Menge tun, um diese Position zu behaupten. Er wies alle Angriffe aber überaus tapfer ab und setzte sich auf der Zielgeraden unter Rekordverbesserung auf 15,9/1.900m mit drei Längen Vorsprung souverän von den Gegnern ab.
Gesamtumsatz: 107.928,75 Euro – Bahnumsatz: 32.730,80 Euro – Außenumsatz: 75.197,95 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 25. Februar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.
Sieg beim Aufstiegsaspiranten durch Tore von Bongartz und Hartmann
Neu bei Italia: Lennart Hartmann - hier im Trikot seines letzten Vereins VSG Altglienicke
Der bisherige Zweite der Landesliga (Staffel 1), Hilalspor, hat seinen Kader vor der Rückrunde punktuell verstärkt: zur Stabilisierung der Defensive wurde Walid Temiaa von Croatia aus der Berlin-Liga geholt, Mittelfeldspieler Fatih Kücük lief zuletzt für Oberligist SV Altlüdersdorf auf und Süleyman Durmus kehrte von Türkspor FK zurück nach Kreuzberg.
Der im Tabellenkeller steckende Club Italia konnte seinen Kader allerdings kurzfristig noch kräftiger aufrüsten: mit Daniel Bongartz und Lennart Hartmann wurden zwei sehr prominente Namen aus dem Berliner Fußball verpflichtet. Auch Abdel-Meguid, Demircan, Griethe, Kialka und Lentz, die man ebenfalls in diesem Winter ins Westend lotsen konnte, können Erfahrung in höheren Spielklassen vorweisen.
"Hilalspor hat richtig stark gespielt heute - wir hatten viel Glück, aber auch einen überragenden Torhüter. (...) Mit der Moral der Mannschaft bin ich sehr, sehr zufrieden." Th. Häßler, Trainer Club Italia
"Vielleicht ist es ganz gut für die Mannschaft, so ein Weckruf - dass sie verstehen, dass wir nicht unschlagbar sind bzw. jetzt nachlegen müssen." U. Binici, Trainer Hilalspor
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Bis auf Griethe stellte Italia-Trainer Thomas Häßler alle Neuen gleich in seiner Startelf auf - und vor allem Hartmann machte den Unterschied. Das erste Tor von Bongartz (14.) leitete er ein, für das zweite sorgte er höchstselbst mit einem direkt verwandelten Freistoß (33.).
Daniel Bongartz zu seinen Zeiten bei TeBe
Die über weite Strecken dominant auftretenden Gastgeber ließen dagegen ihre Chancen - auch wegen des starken Gästetorwarts Luca Sammartano - ungenutzt und kamen erst durch einen Distanzschuss von Kapitän Mücahit Yakut zum Anschlusstor (70.). Italia konnte den knappen Vorsprung aber über die Zeit bringen und damit die Abstiegsränge zunächst verlassen. Durch die Niederlage musste Hilalspor erst einmal den zweiten Platz an Concordia Wittenau abtreten.
Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé
Auf geht's in die Rückrunde: die Mannschaften von Tasmania (blaue Trikots) und Empor betreten den Platz
Zum Auftakt der Rückrunde in Berlins höchster Spielklasse trennten sich die beiden Teams 1:1 unentschieden. Die favorisierten Tasmanen konnten die gut gestaffelten Gäste dabei im ersten Durchgang nur selten in Verlegenheit bringen. Als dem Gastgeber kurz nach der Pause das 1:0 durch Romario Hartwig (50.) gelang, schien das Spiel aber doch den erwarteten Gang zu nehmen. Empor gab sich allerdings nicht auf, ließ allerdings in kurzer Zeit mehrere gute Torchancen ungenutzt. Auf der anderen Seite vergaben auch die Neuköllner weitere Gelegenheiten zur Vorentscheidung.
T. Jauer
J. Schwanke
So nutzte Empor einen Stellungsfehler der gegnerischen Defensive doch noch zum Ausgleich durch den eingewechselten Romeo Paeschke (73.). Am Ende sollte es dann beim 1:1 und der durchaus gerechten Punkteteilung bleiben. Berlinsport Aktuell sprach im Anschluss mit den Trainern Jörg Schwanke (SV Empor) und Tim Jauer (Tasmania).