TRAINER BANGOURA IM GESPRÄCH NACH DEM 3:1-SIEG AM SONNTAG
Nach dem Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord und dem Pokalsieg vor zwei Jahren sowie Platz 3 in der Saison 2023/24 und dem erneuten Erreichen des Endspiels als Titelverteidiger musste der TuS Makkabi vor dieser Spielzeit einen Umbruch verkraften. Personalprobleme gerade in der Startphase dieser Saison machten es dazu nicht einfacher – doch nach dem 3:1-Sieg gegen Tasmania am Sonntag (Tore: Conteh, Coleman, Ceesay) sind die Charlottenburger immerhin auf dem besten Weg, auf Platz 5 (47 Punkte, 28 Spiele) als "Best of the Rest" in der Abschlusstabelle einzulaufen. Dafür will man in den beiden ausstehenden Spielen bei Lichtenberg 47 (24.05.) und gegen Dynamo Schwerin (31.05.) noch die nötigen Punkte holen.
Berlinsport Aktuell sprach am Sonntag mit Makkabis "Interimstrainer" Ousmane Bangoura über das Spiel, den Saisonverlauf – und die künftige Situation auf der Trainerbank nach dem angekündigten Abschied von Wolfgang Sandhowe.
OUSMANE BANGOURA (TUS MAKKABI)

Zum Abhören bitte oben anklicken
Beitrag+Fotos: BspA/Nickelé
Der BFC Preussen hat sich in der NOFV-Oberliga Nord durch einen 10:0-Kantersieg gegen Dynamo Schwerin am Sonnabend deutlich bessere Voraussetzungen im Aufstiegsrennen verschafft. Spitzenreiter Eintracht Mahlsdorf hat zwar noch drei Punkte mehr, setzt aber kommendes Wochenende wegen der Teilnahme am Endspiel um den Berlin-Pokal aus (die Partie des 29. Spieltags gegen BAK wurde vorgezogen) – während Preussen nun das bessere Torverhältnis aufweist und mit einem Sieg bei Optik Rathenow am Samstag die Tabellenführung übernehmen könnte. Dadurch hätten die Lankwitzer zum "Showdown" zuhause gegen Mahlsdorf am 31. Mai den Vorteil, dass der Kontrahent gewinnen muss, um noch Platz 1 zu erreichen.
Mit der 2:7-Pleite (Tore: Nunez-von-Voigt, Senne) bei Hansa 07 hat sich der ergebnismäßige Abwärtstrend des FC Internationale II im zweiten Hqlbjahr fortgesetzt und der Kampf um den Klassenerhalt weiter verschärft. Die Schöneberger liegen derzeit auf Platz 11 der 2. Abteilung (28 Punkte aus 25 Partien) – aber nur mit fünf Zählern in der Rückrunde und nun noch vier vor der Abstiegszone.
Der FSV Hansa 07 hat am vergangenen Wochenende mit dem 7:2-Erfolg (Tore: Gersch, Can, Mattmüller, Gardemin, Voß, Hock, Fritzenschaft) gegen FC Inter II einen großen Schritt in Richtung Klasserhalt gemacht. Mit 33 Punkten aus 25 Partien liegt der Neuling aus Kreuzberg auf Rang 8 der 2. Abteilung.
Am 27. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord trennten sich Lichtenberg 47 und der BFC Preussen vor rund 2.100 zahlenden im Hans-Zoschke-Stadion torlos. Durch den Sieg von Eintracht Mahlsdorf am Sonntag konnte der Spitzenreiter so seine Führung ausbauen (63 Punkte/28 Spiele) – es folgen Preussen (60/27) sowie 47 (57/27). Am letzten Spieltag müssen die Mahlsdorfer nochmal in Lankwitz antreten, wo es dann zu einer "Endspielkonstellation" kommen könnte.
Berlinsport Aktuell war nach dem Spiel bei der (Open Air-)Pressekonferenz mit den Trainern Rudy Raab (Lichtenberg, Foto l.) und Daniel Volbert (Preussen, r.).
Beim Traditionsverein SV Norden-Nordwest 1898 ging es in den letzten zehn Jahren mehr ab- als aufwärts – mit dem Tiefpunkt des mittlerweile korrigierten Zwangsabstiegs in die Kreisliga C im Jahr 2022. Vor dieser Saison hat man sich in der sportlichen Leitung personell neu aufgestellt – Merih Yilmaz (früher u.a. Türkspor) kennt dabei den Berliner Fußball nicht nur aus dem Eff-Eff, sondern ist auch aus persönlicher Verbundenheit zum Verein an Bord gegangen.
In der 2. Abteilung hat der SC Berliner Amateure trotz der unglücklichen 1:2-Heimniederlage (Tor: B. Kozak) am Sonntag gegen den VfB Hermsdorf den angepeilten Klassenerhalt längst in trockenen Tüchern. Aktuell liegen die Kreuzberger nach ihrem dritten Aufstieg seit 2019 mit 37 Punkten auf Rang 5, konnten den Grundstein dabei mit 28 Zählern bereits in der Hinrunde legen.
In der 2. Abteilung hat der VfB Hermsdorf am Sonntag bei Berliner Amateure einen wichtigen 2:1-Sieg eingefahren. Denn nach dem Ausrutscher des SSC Südwest (0:2 gegen Hürtürkel) konnte man den Steglitzern bei noch sechs ausstehenden Spielen so vorerst Rang 2 abluchsen, der zumindest für die Relegation, aber auch den direkten Aufstieg in die Berlin-Liga reichen könnte. Dort hatte der VfB bis 2016 achtzehn Jahre lang dazu gehört, ehe man den Gang in die Landesliga antreten musste und 2019/20 ein Jahr in der Bezirksliga verbrachte.
Nach der herben 1:5-Pleite (Tor: Littbarski) gegen Hertha 03 schrillen bei Viktoria Berlin endgültig die Alarmglocken: zwar ist der sichere Abstiegsplatz an den VFC Plauen vergeben, der FSV Luckenwalde (2:3 in Erfurt) bleibt aber als Vorletzter zwei Spieltage vor Saisonende der Regionalliga Nordost nur zwei Punkte hinter den Himmelblauen. Dabei mussten die Lichterfelder in dem wichtigen Kellerduell allein fünf gesperrte Startelfspieler der Vorwoche ersetzen (Rot: Jones, Mohamed - Gelb: Elekwa, Oellers, Scacun), Spielmacher Küc fehlte dazu noch wegen seines Platzverweises vom Ostermontag in Leipzig. Noch vor der Pause sah dazu Lee beim Stand von 0:1 die Rote Karte (38.) und der Gegner konnte mit dem Pausenpfiff erhöhen. In der zweiten Halbzeit gab man das Spiel dann mit einem Mann weniger in der Anfangsviertelstunde endgültig aus der Hand.
Der FC Hertha 03 hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost am Freitagabend einen "Big Point" gelandet – im "Heimspiel" gegen Mitkonkurrent Viktoria Berlin gelang den Zehlendorfern vor rund 800 Zahlenden im Stadion Lichterfelde ein 5:1-Erfolg. Hartl (15., 45.+2) sorgte für die 2:0-Pausenführung, dazu war man nach der Roten Karte für Lee (38.) in Überzahl. Im zweiten Durchgang schafften dann Baro (50., 64.) und Figurski Vieira (56., Foulelfmeter) schnell Klarheit – Viktoria kam nur noch zum Anschlusstor in der vorletzten Minute. Damit hätte Hertha 03 im Fall einer Niederlage des FSV Luckenwalde in Erfurt am Samstag bereits den Klassenerhalt geschafft.