Autoren-Archive: Hagen Nickele


Spannendes Spitzenspiel am Samstag in der Landesliga (Staffel 1):  Spitzenreiter SC Gatow setzte sich am Ende mit 4:3 (3:1) gegen den TSV Mariendorf 1897 durch und geht mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz 2 (1. FC Novi Pazar) in die Winterpause. Trotz frühen Rückstands drehten die Gatower das Ergebnis noch vor der Pause: in Folge des Foulelfmeters zum 3:1 war obendrein der Mariendorfer Maaß des Feldes verwiesen worden.

O. Kieback

Th. Cornils

Doch auch mit dieser Hypothek lieferten die Gäste den Gatowern im zweiten Durchgang einen echten Fight, konnten durch Dort aber nur jeweils verkürzen. Auf Seiten der Hausherren traf auch Torjäger Hofmeister doppelt. Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit den Trainern Oliver Kieback (Gatow) und Thorsten Cornils (Mariendorf).

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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé
Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Die Steglitzer schließen die Hinrunde nach dem packenden 4:3 gegen Eintracht Mahlsdorf auf Rang 3 ab.

A. Thurau

SFC-Trainer Andreas Thurau sprach im Anschluss mit Berlinsport Aktuell über die Partie, die Hinrunde - und auch das (wahrscheinliche) Aus im Pokal am Grünen Tisch *.

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*Zum letzten Stand der juristischen Klärung: Statement auf der Webseite www.stern1900.de

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3:4-Niederlage am Nachmittag beim SFC Stern 1900 - für einen der Topfavoriten der Berlin-Liga 2018/19, Eintracht Mahlsdorf, ist nach der Hinrunde bei 27 Punkten aus 17 Partien der Aufstieg in weite Ferne gerückt. Zuletzt gab es nur einen Sieg aus sieben Punktspielen, dazu war in der 3. Pokalrunde beim Landesligisten TSV Mariendorf Schluss.

T. Boer

Torsten Boer, Sportlicher Leiter und Interimstrainer der Eintracht, sprach im Anschluss nach der Partie nicht nur über die Begegnung, sondern die gesamte Hinserie, den Trainerwechsel - und wie man sich der unbefriedigenden sportlichen Situation stellen will.

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Am Abend bezwang Tennis Borussia zum Auftakt der Rückrunde in der NOFV-Oberliga Nord die SP. VG. Blau-Weiß 90 mit 2:0 (0:0). Bei nasskalter Witterung waren die favorisierten Hausherren dabei gegen den Aufsteiger durchaus mit Fortuna im Bunde. Im ersten Durchgang verzeichneten die Gäste gleich zwei Pfostentreffer und spielten munter mit, das Führungstor für TeBe entsprang dann nach einer Stunde aus einem umstrittenen Foulelfmeter. Thiago Rockenbach da Silva zeigte sich gewohnt nervenstark vom Punkt und traf zum 1:0 - in der Nachspielzeit sorgte dann Bekai Jagne für den Schlusspunkt zum 2:0. Zuvor hatte der eingewechselte Justin Hippe auf Seiten der Mariendorfer Rot gesehen.

D. Kutrieb

M. Gebhardt

Bei der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Blau-Weiß-Coach Marco Gebhardt - der ehemalige Bundesligaprofi war nach Protesten gegen den Strafstoß vom Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt worden - entsprechend kurz angebunden. TeBe-Trainer Dennis Kutrieb wertete den auch aus seiner Sicht glücklichen Dreier dagegen als Belohnung für die harte Arbeit, die sein Team während des gesamten Halbjahrs abgeliefert hat.

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Schon nach einer halben Stunde lag der TSV Rudow mit 0:3 im Neukölln-Derby bei Tasmania zurück, gab sich aber dennoch nicht verloren. Doch die Fehler zu Beginn und die geringe Durchschlagskraft über die gesamte Partie führten am Ende noch zu einer deutlichen 1:5-Niederlage. Ein Spiel vor Abschluss der Hinrunde - die Rudower empfangen kommenden Sonntag noch Aufsteiger Berolina Stralau an der Stubenrauchstraße - liegt der TSV mit 24 Punkten und Platz 8 aber voll im Rahmen der selbst vor der Saison abgegebenen Prognose.

A. Müller

Trainer Aaron Müller stand Berlinsport Aktuell nach dem Derby am Sonntag im Werner-Seelenbinder-Sportpark für ein Interview zur Verfügung.

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Klarer Sieg im Neuköllner Derby für den SV Tasmania (5:1 gegen TSV Rudow), auf Platz 2 in der Tabelle vorgerückt: klar, dass Tim Jauer am gestrigen Sonntag zufrieden war.


Hören Sie morgen auch ein ausführliches Interview mit Rudow-Trainer Aaron Müller


T. Jauer

Als Trainer hatte er aber dennoch auch Kritik anzubringen, sprach über die Besonderheit des Duells der Bezirksrivalen - und die Situation als Verfolger des SV Sparta, der weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze liegt.

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Mario Momade (r.) im Tor des SV Empor (August 2015)...

Das Urteil des BFV-Sportgerichts im Fall des Zweitrundenspiels Spandauer Kickers - SFC Stern 1900 im Berlin-Pokal ist gefallen - SpaKi kommt demnach weiter. Im nötig gewordenen Elfmeterschießen hatte der Kickers-Torwart den (zunächst vermeintlich) entscheidenden Strafstoß abgewehrt, der Schiedsrichter hatte das Spiel daraufhin beendet. Erst danach wurde er dann aber auf seinen Assistenten aufmerksam, der eine zu frühe Bewegung des Schlussmanns wahrgenommen hatte. Daraufhin ließ der Referee das Elfmeterschießen fortsetzen, in dem sich schließlich Stern 1900 durchsetzen konnte. Die Gastgeber legten Protest ein - und bekamen nun vom BFV Recht.

...und im Trikot des SV Buchholz (November 2018)

Interessant: bereits im Oktober 2013 hatte es einen vergleichbaren Fall gegeben - damals setzte sich der FC Spandau 06 gegen den SV Empor (12:11 n. E.) durch. Im Tor der Gäste damals: Mario Momade, der ebenfalls einen Strafstoß parierte. Das Urteil lautete schließlich analog zu dem aktuellen: der SV Empor ist eine Runde weiter.

Berlinsport Aktuell traf den Torwart, der inzwischen beim SV Buchholz aktiv ist, am Rande des Pokalspiels Mitte Oktober bei Sport-Union Berlin (2:3 n. V.). Im Gespräch ließen wir die Ereignisse von damals noch einmal Revue passieren - fragten aber auch, wie es zum Wechsel Momades in die Bezirksliga kam.

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Die November-Trophy? Schmiedesache!

André Pögel mit Falco (Nr. 6) bei der Zieldurchfahrt (Foto:www.traberpixx.de)

André Pögel gewinnt zwei der vier Läufe – Iron Steel stahlhart – Garry zum 55.

Der graue Novembersonntag stand ganz im Zeichen der Amateure, die mit vier Wertungsläufen zur November-Trophy ausgiebig beschäftigt waren.

Pögel zweimal seines Glückes Schmied

In deren erstem klingelte es nach vier Ehrenplätzen im neuen Quartier von Victor Gentz endlich für Falco. Nachdem er nach 700 Metern den Widerstand Bonjour Ganyboy AMs gebrochen hatte, konnte sich Andre Pögel mit dem 14:10-Favoriten aus dem Besitz des holländischen Traber-Experten Hans-Peter Sinnige alles bestens einteilen und erteilte den Umsturzversuchen Bonjour Ganyboy AMs und Lovers Halls, der durchweg durch die Todesspur rackerte, eine glasklare Absage. Weil’s so gut geklappt hatte, legte der Hufschmied sich im 2. Lauf sofort das nächste Hölzchen an. Diesmal ließ er sich mit Perfect Hall vom partout auf die Führung pochenden Alonso P D ziehen, wechselte 500 Meter vorm Ziel in die Überholspur, legte den schwächelnden Leader an der letzten Ecke zu den Akten und kam gegen die famos spurtenden, jedoch zu weit aus dem Rennen liegenden Ivo und Genever sicher nach Hause.

Magister überrascht, Iron Steel macht's spannend

Nachdem Vorausfavorit Howard T kurzfristig wegen Lahmheit gestrichen werden musste und Longhire mit einem frühen Patzer endlos zurückgefallen war, sah es in Abteilung 3 lange nach einem Start-Ziel-Erfolg für Joeyboy und damit dem dritten Trainerpunkt für Klaus Detlefs aus. Auf den letzten Metern kam der Wallach jedoch in arge Bedrängnis und wurde tatsächlich nur mit „Bronze“ dekoriert. Den berühmten Hauch besser waren Capten Jack H und der außen ganz spät gebrachte Magister, mit dem Sönke Gedaschko „dank des Rennglücks, das man immer braucht, und des langen Einlaufs“ doch noch zum „Meister“ und mit 118:10 zum Ausreißer des ansonsten recht favoritenlastigen Nachmittags wurde.

Im 4. Wertungslauf, der sich an die beste Klasse wendete, war dann wieder der Gemeinte vorn. Doch was bis zu Beginn der Zielgeraden nach einem lockeren Durchmarsch des von Günter Schiefelbein nach 400 Metern in Front gewuchteten Iron Steel aussah, wurde zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit. Ganz so aus Stahl wie bei seinem jüngsten 1:11,6-Rekordlauf war der Oscar-Schindler-Sohn diesmal nicht und musste gegen den unerwartet zäh nachsetzenden Run for the Roses alles geben, um in der Tagesbestzeit von 1:13,7 die schwarzbraune Nase um ein „Köpfchen“ als Erster an die Linie zu bringen. „Ein fantastischer Bursche“, schwärmte Taktikfuchs „Schiefel“, „doch heute meinte er wohl, das Rennen sei so allein vorneweg schon ein bisschen früher beendet. So wurde es enger, als ich eingangs des Einlaufs gedacht habe.“ Platz zwei mit besagtem Run for the Roses reichte Hans-Jürgen von Holdt, der im Hamburger Raum für die Pediküre der Pferde zuständig ist, mit 33 Zählern auch im Gesamtklassement zum Ehrenplatz vor Michael Hamann (31). Dank seines Doppeltreffers war gegen Andre Pögel (37) nichts zu löten.

Trabreiten: Walter und Garry Klasse für sich

Als Erste in den ungewöhnlich bunten Teller greifen durften die Trabreiterinnen, und am tiefsten tat dies wie selbstverständlich Ronja Walter. Derzeit bereist Deutschlands Botschafterin in Sachen Monté-Sport landauf, landab mit ihren beiden Spezialisten Zauni und Garry Deutschland und den Westen Europas und hatte Letzteren mal wieder auf die Derbybahn mitgebracht. Es gibt nur wenige Pferde, die aus dem Band so explosiv beginnen wie hinter dem Startauto. Der Tipi-Sohn ist eine dieser Ausnahmen, der wie ein Pfeil losfliegt. Binnen weniger 100 Meter waren die laut Proposition bis zu 40 Meter Zulage dahin geschmolzen wie Butter in der Sommersonne. Nach 600 Metern spürte Rayman Garrys heißen Atem im Nacken, der 600 Meter vorm Ziel den Schnellgang einlegte, im Nu vorbei war und sich in einem ansonsten unansehnlichen Monté um sechs Längen von der gebeutelten Konkurrenz, aus der lediglich Harley As und Imperia diesen 1:14,6-Sturmlauf ohne rote Karte überlebten, zum 55. Erfolg seiner Karriere verabschiedete.

Los Vascos ohne Konkurrenz

Gleich zweimal durften in Gästefahren all jene ihr Geschick beweisen, die ansonsten fürs breite Publikum unsichtbar hinter den Kulissen für Wohl und Wehe der Traber verantwortlich sind. Eine schwere Bürde hatte die ihren ersten Sieg überhaupt feiernde Mitbesitzerin Claudia Klapper, die im ersten „Stallmannsfahren“ mit dem turmhoch überlegenen Los Vascos die gestandenen Ex-Profis Frank Kelm und Armin Petrak kräftig einseifte, der für die Wiederholung verpflichteten Cynthia Lüdicke aufgedrückt: „Keine Bange, Los Vascos kann das durchaus noch mal. Kondition hat der Bursche ohne Ende.“ Die junge Berufsfahrerin, vor allem jedoch ihr vierbeiniger Partner hielten sich perfekt daran.

Diesmal ging‘s durchweg durch die Todesspur, doch auch das machte dem Wallach nicht das Geringste aus. Wiederum 500 Meter vorm Ziel gab der Adam‘s-Peak-Sohn kräftig Gas, erneut war er in Windeseile turmhoch überlegen, „und das, obwohl ich unbedingt ein Führpferd suchen sollte“, so die 24jährige, die zum zweiten Mal in ihrer Karriere zur Ehrenrunde eindrehen durfte. Somit war Claudia Klapper das deutlich effektivere Orakel als Ex-Europameister Manfred Zwiener, der seinem Eminent Frisia einen brillanten zweiten Lauf vorausgesagt hatte - und nach wenigen Metern mit der Disqualifikationskarte im Gepäck die Koffer packen konnte.

Premiere für Levana RA  -  Amici P siegt

In Gästefahren Nummer zwei schlugen die Ex-Profis zurück, wobei Frank Kelm auch vom Durcheinander im Schlussbogen profitierte, wo die bis dahin führende Peekaboo Wibb aus dem Takt geriet. „Das Rennen fahren verlernt man halt nicht“, gab der nunmehr 446 Treffer schwere Kelm zu Protokoll, der der bislang sieglosen Levana RA, die sich vor zwei Jahren im Stuten-Derby versucht hatte, beim 37. Versuch zum ersten Sieg verhalf.

Ganz so gut lief’s in der Wiederholung nicht, wobei die Stute für Rang drei das Glück der Tüchtigen hatte, dass in der entscheidenden Phase die vor ihr liegenden Speed of Moor und Grazia Greenwood die Balance verloren. Das nutzte der zuvor dreimal nicht von Fortuna verfolgte Favorit Amici P mit Michael Larsen trotz Todesspur zu einem sicheren Sieg gegen den endlich mal wieder fehlerlos um die Bahn kommenden Zweitausend PS.

Nur Drei kamen durch

Das Finale war den Franzosen-Trabern vorbehalten, die nicht unbedingt Werbung für ihr Zuchtgebiet machten. Lediglich Drei der Zehn kamen fehlerlos durch. Von denen war Fighter Pilot mit Mykola Volf klar der Beste vor den am Start 20 Meter schlechter gestellten Demm Dirac und Dogma. Am Tempo können die vielen Ausfälle kaum gelegen haben, denn der Sohn des einstigen Gruppe-I-Siegers Quaker Jet kurvte mit 1:18,3 deutlich am langsamsten von allen Siegern um die Bahn.

Umsatz bei 10 Rennen: 109.055,61 Euro (incl. 70.380,41 Euro Außenumsatz
Nächster Renntag des BTV: Sonntag, 9. Dezember 2018

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


Die Kreuzberger verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen den SV Tasmania mit 0:4 (0:1). Damit bleibt der BSV Al-Dersimspor vor den letzten beiden Partien der Hinrunde zwar Tabellen-14., ist aber seit sechs Spielen ohne Sieg.

E. Kitay

Trainer Ekrem Kitay stand nach dem Spiel auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz Berlinsport Aktuell für ein Gespräch über das Spiel, die aktuelle Lage des Vereins und die anstehenden zwei "Endspiele" vor der Winterpause zur Verfügung.

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Jörgen Sjunnesson in Topform

Der schwedische Profi gewinnt drei Rennen. Daniela Fellner glänzt in den Stamer-Cup-Läufen.

Jörgen Sjunnesson im Sulky von Woodbrown Beauty (Foto: ©Marius Schwarz)

Graues Wetter begleitete die Mariendorfer Sonntagveranstaltung – doch besonders bei Jörgen Sjunnesson war die Stimmung alles andere als trüb. Denn der schwedische Gast legte zum wiederholten Mal einen tollen Auftritt hin.

Nur einmal geht Sjunnessons Rechnung nicht auf

Der Profi punktete in Vertretung von Kornelius Kluth, der sich unter der Woche eine Trainingsverletzung zugezogen hatte, zunächst mit Woodbrown Beauty, für die es bereits der vierte Volltreffer hintereinander war. Die Stute aus der Zucht und dem Besitz von Frank Ostermann wurde ihrer Favoritenstellung souverän gerecht.


„Frank Ostermann hat im Vorfeld ganze Arbeit geleistet – Woodbrown Beauty ist in blendender Verfassung und musste zu keinem Zeitpunkt gefordert werden."

Jörgen Sjunnesson über den Start-Ziel-Sieg mit Woodbrown Beauty


Noch nicht einmal eine Stunde später durfte Sjunnesson das Lob noch einmal wiederholen, denn auch Frank Ostermanns Lord Good Wood zog in den Winner-Circle ein. Und zwar mit der identischen Taktik: Der Schwede gab dem Wallach sofort den Kopf frei und Lord Good Wood deklassierte seine Konkurrenten mit sechs Längen Vorsprung.

Was zweimal so gut klappt, funktioniert auch ein drittes Mal! Das muss sich Jörgen Sjunnesson bei seiner anschließenden Fahrt mit der Stute Girlofmanymissions gedacht haben, denn auch hier dirigierte der Schwede seinen Schützling sofort an die Spitze. Doch diesmal machten ihm die Gegner einen Strich durch die Rechnung, denn der von Thomas Holtermann gesteuerte Ear to Earth ließ sich in der Außenspur nicht abschütteln und zog mit zwei Längen Vorsprung noch sehr leicht vorbei. Auch G.G.‘s Victoria (Victor Gentz) kämpfte sich noch knapp an der Tempomacherin vorbei.

Für Jörgen Sjunnesson war der Nachmittag damit aber nicht beendet, denn der Schwede holte erneut aus und landete tatsächlich noch seinen dritten Tagestreffer. Aus schier unmöglicher Position heraus machte der Profi Alonso PD, der noch im Schlussbogen nicht den Hauch einer Siegchance zu besitzen schien, gewaltig Beine und der Wallach sicherte sich mit dem allerletzten Schritt tatsächlich den Erfolg.

Stamer-Cup: Francesco siegt - führende Fellner punktet fleißig

Bei der Veranstaltung, bei der alle Rennen unvergessenen Sportlern gewidmet waren, standen auch zwei Läufe des Stamer-Cups auf dem Programm. Der Amateurfahrer-Wettbewerb wird ja bekanntlich sowohl auf der Derbybahn, als auch in Karlshorst ausgetragen. Die Siegerin der Mariendorfer Wertung stand bereits im Vorfeld nahezu hundertprozentig fest. Denn Daniela Fellner hatte sich mit zwei Siegen im Juni und September frühzeitig abgesetzt und machte rasch klar, dass sie nun nichts mehr anbrennen lassen würde. Mit Simba Diamant ergatterte die bayerische Amazone im ersten Lauf zunächst das dritte Geld, das durch die nachträgliche Gangart-Disqualifikation der vor ihr platzierten Merete (Günter Schiefelbein) dann sogar zum Ehrenrang aufgewertet wurde. Zum Winner-Circle durfte aber Francesco eindrehen, der mit seiner Besitzertrainerin Ronja Wohler wie schon zu Beginn des Monats das Maß aller Dinge war. Dem Wallach, der unterwegs an sechster Stelle außen gelegen hatte, wuchsen im Einlauf Flügel und er bescherte seiner ständigen Begleiterin, die am kommenden Sonntag (25. November) ihren Geburtstag feiern wird, bereits ein vorzeitiges Präsent.

Der zweite Lauf des Stamer-Cups wurde aber endgültig zur Domäne von Daniela Fellner. Mit Tiffany Diamant ließ sich die Sportlerin zwar recht lange Zeit und lag anfangs deutlich hinter der Spitzengruppe zurück. Eine Runde vor dem Ziel betrug der Rückstand sogar noch runde fünfzehn Längen. Aber die Stärken der Stute liegen ohnehin auf dem letzten Kilometer und spätestens im Schlussbogen konnte Daniela Fellner großen Optimismus entwickeln. Tiffany Diamants Schritte wurden immer länger und am Ende löste sich die Vierjährige in 15,9/1.900m völlig überlegen vom Feld. Für Daniela Fellner ist der Stamer-Cup damit allerdings noch nicht vorbei. Denn in der kommenden Saison werden die Erstplatzierten der Mariendorfer Läufe auf die Wertungsbesten der in der Wuhlheide ausgetragenen Prüfungen treffen.

Duglas und Astasia du Vivier eine Klasse für sich

Der Triumph von Duglas und Victor Gentz war eine absolute Demonstration. Der Fuchswallach wird mit jedem Tag besser und kennt in seiner Gewinnsummenklasse derzeit kaum einen Gegner. Nach einer kurzen Rochade mit Levana RA (Bernd Warnke) übernahm Duglas frühzeitig die Spitze und regierte souverän. In 15,3/1.900m wurde das Können des vierjährigen Trabers nicht einmal ansatzweise ausgereizt und ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht.

Ähnliches gilt – man mag es eigentlich kaum glauben – auch für die von Alexander Kelm präsentierte Astasia du Vivier. Die ehemals so unsichere Stute läuft momentan in der Form ihres Lebens und erzielte den dritten Treffer hintereinander. Trotz zwanzig Meter Zulage schoss die Achtjährige frühzeitig in Front und spulte das Pensum eisern herunter, ohne den Gegnern auch nur den Hauch einer Chance zu lassen.

Gesamtumsatz: 95.069,22 Euro – Bahnumsatz: 35.192,20 Euro – Außenumsatz: 59.877,02 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 25. November statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)