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Am Wochenende beendet nun auch die NOFV-Oberliga Nord ihre Winterpause. Berlinsport Aktuell sprach bereits nach dem Ende des ersten Halbjahrs mit den meisten Berliner Vertretern beim Regio-Cup.

M. Schatte (Hertha 03)

Am vorvergangenen Sonntag konnten wir auch noch Trainer Markus Schatte vom FC Hertha 03 nach dem Testspiel beim SV Tasmania (1:1) sprechen. Die Zehlendorfer können mit Platz 4 und 33 Punkten bislang zufrieden sein – in der Winterpause wurde dazu inzwischen mit Torwart Philipp Sprint, Abwehrchef Robert Schröder und Stürmer Sebastian Huke verlängert. Berlinsport Aktuell fragte nach einem Zwischenfazit, der Wintervorbereitung – und was in der Rückserie noch für Ziele bestehen.

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RÜCKT DIE SPITZE WEITER ZUSAMMEN?

Szene aus der Begegnung Makkabi (weiß) - Tasmania vom Dezember 2016 auf dem Kunstrasen am Julius-Hirsch-Sportplatz


Topspiel: Tabellenführer Sparta empfängt Mahlsdorf – Verfolger Tasmania bei Makkabi vor Rekordkulisse – Stern gegen revanchelustigen SV Empor – BSC im Bezirksderby gegen SCC

Der Gewinner des vergangenen Spieltags war – zumindest an der Tabellenspitze – der SV Tasmania. Als einziges Team der Top 6 gelang es ihnen schließlich, einen Dreier einzufahren. Zwar war beim 5:2-Sieg gegen den BFC Preussen zu Beginn längst noch nicht alles Gold, was glänzt, doch am Ende eroberte die Mannschaft von Trainer Tim Jauer den 2. Platz zurück. Und das, obwohl man ja noch eine Partie in der Hinterhand hat. Doch der SFC Stern 1900 (0:2 in Mahlsdorf) sowie der SV Empor im direkten Verfolgerduell mit dem Berliner SC (1:1) ließen Punkte – und, ja, auch der SV Sparta spielte bei Türkspor „nur“ remis.


Zu den kompletten Ansetzungen des 20. Spieltags der Berlin-Liga


Der Spitzenreiter kam also auch im zweiten Spiel des neuen Jahres über eine Punkteteilung nicht hinaus. Dabei kommen die ganz schweren Gegner für die Lichtenberger erst jetzt: die nächsten vier Spiele absolviert man ausnahmslos gegen Mannschaften aus dem ersten Tabellendrittel. Nach diesem Programm wird man an der Fischerstraße jedenfalls wissen, ob man das Aufstiegsrennen weiter von vorderster Stelle gestalten kann, oder ob es auf eine Art  "Sprintankunft" hinauslaufen wird. Tasmania liegt mit vier Punkten (und eben einem Spiel weniger) derzeit in Lauerstellung und hat seine zumindest nominell schwere Gegnerschaft erst ab den Osterfeiertagen abzuarbeiten – und die stehen dieses Jahr ja spät im Kalender.

SV SPARTA - EINTRACHT MAHLSDORF

S. Sejdic (Sparta)

2-mal gespielt, 2-mal unentschieden – während das bei durchschnittlichen Vereinen keine große Sache wäre, wird bei einem Tabellenführer schnell eine Bilanz der Art „in diesem Jahr noch ohne Sieg“ daraus. Klar ist: der Vorsprung des SV Sparta ist etwas abgeschmolzen. Torjäger Sanid Sejdic trifft unterdessen weiter zuverlässig: drei Treffer gingen in den zwei Spielen dieses Jahres schon (wieder) auf seine Kappe. Trainer Dragan Kostic und seine Schützlinge brauchen sich indes noch nicht den Kopf zu zerbrechen – schließlich hat gerade der ärgste Verfolger Tasmania (sogar nur ein Punkt nach dem 4. Spieltag) in der Hinrunde bewiesen, dass man nach einem schwachen Start noch die Kurve kriegen kann.

T. Scheffler (Mahlsdorf)

Mit Eintracht Mahlsdorf kommt nun ein Team an die Fischerstraße, das bereits zwei „Schwergewichte“ der Liga in diesem Jahr zum Gegner hatte: beim BSC gab es eine 0:1-Niederlage, gegen Stern 1900 aber einen 2:0-Sieg. Mit einem Sieg beim Tabellenführer würden die Mahlsdorfer noch zehn Punkte auf Platz 1 aufzuholen haben – immer noch zuviel für die Schützlinge des neuen Trainers Daniel Volbert. Aber wie zumindest letzten Sonntag gegen Stern, könnten sie heiß darauf sein zu beweisen, dass eigentlich doch die Qualität im Kader steckt, die der Eintracht vor der Saison zugeschrieben wurde. Im Hinspiel trennten sich die Teams 2:2 (Tore: Möller, Scheffler; Demiryürek, Sejdic).

TUS MAKKABI - SV TASMANIA

R. Hartwig (Tasmania)

Die Neuköllner sind im Moment „virtuell“ also bis auf einen Punkt dran am Tabellenführer – aber eben auch nur, wenn man einen Dreier aus dem Nachholspiel Ende März bei den Füchsen einrechnet. Gut drauf ist die Mannschaft von Trainer Tim Jauer allemal – inzwischen 15 Spiele ohne Niederlage, konnte sie ihren Jahresauftakt gegen Preussen trotz leichter Anlaufprobleme trotzdem positiv gestalten. Mit zwölf Toren und vier Vorlagen in den letzten zehn Spielen hat dazu Stürmer Romario Hartwig nach seiner Schulterverletzung in der vergangenen Saison wieder zu alter Stärke gefunden.

M. Alade (Makkabi)

Der Gegner am Sonntag, TuS Makkabi, hat sicher schon bessere Phasen in dieser Spielzeit durchlebt. Nur vier Punkte aus den letzten sechs Spielen sprechen dafür – an Aufs und Abs hat man sich in der sportlichen Leitung der Charlottenburger allerdings gewöhnt und behält wie immer die Ruhe. Im Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzweiten sind die Rollen klar verteilt, da gibt es für die Mannschaft von Trainer Frank Diekmann nicht allzu viel zu verlieren. Und: im Hinspiel entführte Makkabi einen Punkt aus Neukölln, obwohl man nach nicht einmal zehn Minuten 0:2 zurück lag. Zwei Treffer von Torjäger Mosunmola Alade – einer davon in der Nachspielzeit – sorgten für das Unentschieden.

Interessant könnte auch der „Publikumsfaktor“ werden: eine größere Fan-Abordnung von Tennis Borussia hat sich angekündigt, die Unterstützung der Teams wurde nach dem Prinzip „50:50“ aufgeteilt. Mal sehen, ob gerade die zuschauermäßig nicht verwöhnten Gastgeber durch den Support Flügel verliehen bekommen.

SFC STERN 1900 - SV EMPOR

T. Grabow (SFC Stern)

Lehrgeld musste die junge, ambitionierte Truppe von Stern 1900 vergangene Woche bei Eintracht Mahlsdorf bezahlen. Das 0:2 war die dritte von insgesamt nur vier Saisonniederlagen gegen ein „Topteam“. Trotz der zwei Gegentore bleibt die Steglitzer Defensive aber weiterhin die stärkste der Liga. Das Hinspiel gewann der SFC übrigens deutlich mit 4:0, Grabow gelang dabei ein  Doppelpack.

J. L. Albrecht Empor)

Der SV Empor ist seit vier Spielen ungeschlagen und liegt als Tabellenfünfter über den Erwartungen. So stieß das Team zuletzt im Heimspiel gegen den BSC etwas an seine Grenzen, konnte aber zumindest einen Punkt im Prenzlauer Berg behalten. Trainer Kohlschmidt, der wohl wieder auf Stammtorwart Albrecht nach dessen verletzungsbedingter Pause zurückgreifen wird,  kann also unbeschwert an die Aufgabe herangehen (ebenso wie an die darauf folgende gegen Sparta) – vielleicht springt ja auch ein Coup wie das 2:0 beim BSC im Dezember heraus. Übrigens hob der Empor-Coach jüngst im Interview mit Berlinsport Aktuell das 0:4 gegen Stern als Beispiel für eine der wenigen schwachen Vorstellungen nach der Findungsphase hervor. Jeder, der sich im Sport auskennt, weiß, dass da wohl mit einer Extraportion Motivation am Sonntag von Seiten des SVE zu rechnen ist.

BERLINER SC - SC CHARLOTTENBURG

M.-F. Woelker (BSC)

Wie gerade angedeutet, musste sich der BSC Sonnabend vor einer Woche eher über zwei verlorene Punkte bei Empor ärgern – somit sprang aus Hin- und Rückspiel nur einer von sechs möglichen Zählern heraus. Das dürfte Trainer Fabian Gerdts durchaus wurmen – auch wenn seine Mannschaft ebenfalls über den Erwartungen im Klassement agiert und schon einige Dreier eingefahren hat, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. Zwei Heimniederlagen zum Hinrundenende schlugen da besonders negativ ins Kontor – mit dem 1:0 gegen Mahlsdorf im ersten Spiel der Rückserie hat man sich auf dem Hubertussportplatz aber wieder konsolidieren können. Dennoch belegen die Grunewalder in der heimstarken Liga zuhause nur Platz 10 der Wertung.

J. Riedel (SCC)

Insofern sei auch vor dem SC Charlottenburg gewarnt, der am Sonnabend zum Bezirksderby beim BSC antritt. Der Aufsteiger liegt zwar nur auf Platz 16, hat die Hälfte seiner 16 Punkte aber immerhin auf des Gegners Platz geholt. Zum Jahresauftakt gab es bei Empor allerdings eine deutliche 1:5-Pleite, die anschließend zuhause repariert werden musste – was mit einem 3:2 gegen Türkiyemspor allerdings auch gelang. Mit inzwischen sieben Punkten aus fünf Partien unter dem neuen Trainer Jörg Riedel ist der Kurs in Charlottenburg deutlich verbessert als zuvor (14 Spiele, neun Punkte). Das Hinspiel im Mommsenstadion war allerdings eine klare Angelegenheit für den BSC, der Ende Oktober mit 3:0 (Tore: 2x Woelker, 1x Gouhari) die Oberhand behielt.

FÜCHSE BERLIN - BERLIN TÜRKSPOR

L. Kirschner (Füchse)

Auch der Tabellenletzte hat während der Hinrunde den Trainer gewechselt – noch immer aber warten die Füchse Berlin unter Mario Reichel (sieben Spiele, drei Punkte) auf ihren ersten Dreier. Allerdings war die Aufgabe für den erfahrenen Coach (u. a. Tasmania, Fürstenwalde) noch etwas schwieriger. Die Reinickendorfer hatten schließlich nur fünf Punkte aus den ersten zehn Spielen einfahren können, und unter den folgenden Gegnern waren gleich fünf aus den aktuellen Top 6. Dennoch muss die Saison jetzt langsam losgehen für die Füchse, denn zwei Partien weniger hin oder her: Konkurrenten wie Stralau (vier Zähler), SCC (3) oder SpaKi(2) haben 2019 schon mehr gepunktet. Mit Mätschke, Mielke und Kirschner hat der Trainer im Winter übrigens drei alte Weggefährten nach Reinickendorf gelotst – letzterer steuerte einen Treffer zum 2:2 im Nordderby beim Frohnauer SC vergangenen Sonntag bei.

K. Akar (Türkspor)

Zufrieden darf man weiterhin bei Berlin Türkspor sein – auch, wenn man jahresübergreifend dreimal nicht gewinnen konnte. Aber schließlich war zweimal Sparta und dazu Stern 1900 der jeweilige Gegner. Zuhause konnte man dem Tabellenführer vergangenen Spieltag sogar einen Punkt abknöpfen, dazu konnte sich Winterzugang Touré (vom BSC Süd 05) beim 2:2 gegen Sparta gleich in die Torschützenliste eintragen. Auf des Gegners Platz ist die Bilanz (10 Spiele, 6 Punkte) sicher noch verbesserungsfähig – gegen die Füchse aber kaum: in den bisherigen drei Begegnungen unter dem (neuen) Namen Türkspor holte man sieben Punkte, Stürmer Kemal Akar kam dabei auf insgesamt vier Torerfolge.

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Für den SV Tasmania war es aufgrund einer Spielverlegung die erste Partie im neuen Jahr – das Führungstor von Robrecht Mitte der ersten Halbzeit sorgte da für die nötige Sicherheit. Am Ende sprang dann noch ein deutlicher Sieg für die Neuköllner heraus, mit dem sie den 2. Platz zurückerobern konnten.

Der BFC Preussen verpasste dagegen in der Anfangsphase, mit einem durchaus möglichen Torerfolg dem Spiel vielleicht eine andere Richtung zu geben. Somit verloren die Lankwitzer einen weiteren Platz im Tabellenkeller und sind jetzt Vorletzte.

J. Gajda

T. Jauer


Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel mit den Trainern Tim Jauer (Tasmania) und Johann Gajda (Preussen).

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Der SV Empor und der Berliner SC spielen bislang eine aus ihrer Sicht erfreulich gute Saison 2018/19 – daher hielt sich auch der Gram über die Punkteteilung im direkten Aufeinandertreffen am Sonnabend in Grenzen.


Fotos der Partie auf der Facebook-Seite von Berlinsport Aktuell


F. Gerdts

N. Kohlschmidt

Berlinsport Aktuell sprach mit den Trainern Fabian Gerdts (BSC) und Nils Kohlschmidt (Empor) über die Partie, den bisherigen Saisonverlauf - und was man sich noch für den weiteren Verlauf der Spielzeit vorgenommen hat.

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Die Runde der schnellen Revanche

Die Regelung des BFV, dass die Rückrunde der Berlin-Liga nicht genau wie im ersten Halbjahr ausgetragen wird, macht es möglich: nur etwas mehr als zwei Monate nach dem 17. Spieltag treten die Vereine der höchsten Hauptstadtspielklasse in der 19. Runde schon wieder zu den Rückspielen an. Für einige Klubs also die Gelegenheit, die Scharte aus dem ersten Vergleich schnell wieder auszuwetzen. Berlinsport Aktuell blickt auf die interessantesten Ansetzungen des Spieltags.

Berlin Türkspor (9.) - SV Sparta (1.)

Doppelter Torschütze im Hinspiel: Soner Demiryürek (SV Sparta)

Dass es in der Hinrunde ausgezeichnet läuft, ist längst keine Garantie, dass der Start in die Rückserie sich ebenso gestaltet – das weiß man im Amateurfußball. Der SV Sparta gehört zu den Teams, die diese Erfahrung am 18. Spieltag machen mussten. Der unangefochtene Tabellenführer kam jedenfalls auf eigenem Platz nicht über ein 2:2 gegen den Frohnauer SC hinaus. Dabei hatte man die verschlafene Anfangsphase mit zwei Gegentoren in der ersten Viertelstunde zügig wieder repariert – allerdings brachte die „Tormaschine“ der Liga in den noch verbleibenden 60 Minuten Spielzeit nicht mehr den Siegtreffer gegen den Aufsteiger zu Stande. Selbst der „Sejdic-Faktor“ kam nicht mehr zum Tragen: zwar gelang dem besten Schützen der Berlin-Liga beim Anschlusstreffer wieder „sein“ Tor, im Hinspiel beim FSC (3:2) aber – und etwa auch zuhause gegen Stern 1900 (2:1) – war der Sparta-Kapitän kurz vor knapp noch zum entscheidenden Siegbringer geworden. Der Gegner der Lichtenberger am Sonntag, Berlin Türkspor, dürfte zu den Vereinen der Spielklasse zählen, bei denen das letzte Aufeinandertreffen besonders lebendig in Erinnerung ist: eine herbe 0:5-Niederlage bezog man Anfang Dezember an der Fischerstraße. Zuhause stellt Türkspor bislang in dieser Spielzeit aber eine ganz andere Nummer dar: auf dem Sportplatz am Heckerdamm ist man noch ungeschlagen, die Lust auf eine schnelle Revanche dürfte so besonders groß sein.


ZU DEN ANSETZUNGEN DER BERLIN-LIGA AM WOCHENENDE


SV Empor (5.) - Berliner SC (4.)

Traf im Hinspiel: Steven Rajemann (SV Empor)

Beim SV Empor läuft es – auch zum Rückrundenstart (5:1 gegen den SCC) wurde gewonnen. Damit hat die Mannschaft von Nils Kohlschmidt nun vier der letzten fünf Ligapartien siegreich gestalten können und den 5. Platz gefestigt. In den kommenden drei Wochen (Spiele gegen BSC, Stern und Sparta) wird sich nun entscheiden, ob Empor vielleicht sogar noch zur Spitzengruppe aufschließen kann. Die liegt derzeit fünf Punkte voraus, doch besteht am Sonnabend schon die Gelegenheit gegen den Berliner SC, im direkten Duell Boden gut zu machen. Auch der BSC gehörte zu den Siegern des vergangenen Wochenendes: mit einem Last-Minute-Tor sicherten sich die Grunewalder drei Punkte gegen Eintracht Mahlsdorf und erstickten somit wohl das letzte Quäntchen Aufstiegshoffnung, das am östlichen Rand Berlins noch vorgeherrscht haben mag. Mit dem knappen Sieg konnte der BSC den trüben Eindruck der beiden Heimniederlagen zum Jahresabschluss 2018 jedenfalls erst einmal vertreiben. Darunter übrigens auch ein 0:2 gegen Empor, als man sich früh mit einem Eigentor selbst auf die Verliererstraße brachte und Rajemann in der Schlussphase den Deckel für das Team aus dem Prenzlauer Berg drauf machen konnte. Zuhause allerdings hat der SVE in diesem „Evergreen“ der Berlin-Liga in den letzten fünf Aufeinandertreffen nicht mehr die Oberhand behalten – zuletzt hieß es dreimal „unentschieden“. Empor kann in dieser Spielzeit aber bislang die zweitstärkste Heimbilanz aufweisen – von den vier besten Teams auf eigenem Platz benötigte man für die 21 Punkte sogar die wenigsten Spiele. Der BSC hat dafür auswärts mehr Zählbares eingesammelt als auf dem Hubertussportplatz – die Voraussetzungen für ein echtes Topspiel bringen beide Mannschaften am Sonnabend also definitiv mit.

Eintracht Mahlsdorf (7.) - SFC Stern 1900 (2.)

Im Hinspiel vor zwei Monaten fielen sieben Tore – mit dem besseren Ende für Stern 1900 (gelbe Trikots)

Die Spitzenpartie des Sonntags findet dann  am Rosenhag statt: der BSV Eintracht Mahlsdorf empfängt den SFC Stern 1900. Für die Mahlsdorfer geht es nach der erwähnten, bitteren Auswärtsniederlage zum Auftakt 2019 in der Restsaison wohl nur noch „um die Ehre“ – die aber könnte Ansporn genug sein, gerade im Duell mit Spitzenclubs nochmal richtig Gas zu geben. Die Eintracht hat jedenfalls als Aufstiegskandidat eine enttäuschende Hinserie absolviert – und mit dem neuen Trainer Daniel Volbert auch den Auftakt beim BSC vergeigt. Der Coach wird nun darauf achten müssen, dass die Mannschaft trotz abhanden gekommenen Saisonziels die Spannkraft nicht verliert. Eine Aufgabe, die „Motivator“ Volbert aber auch auf den Leib geschneidert sein könnte. Zuhause ist man als bestes Heimteam der Liga auch immer noch eine Macht – und dort ungeschlagen zu sein ist ein Nimbus, den es zu verteidigen gilt. Stern 1900 kommt allerdings auch als drittbestes Auswärtsteam der Liga nach Mahlsdorf. Zum Rückrundenauftakt gab es ein 2:0 gegen Türkspor, damit blieb die Mannschaft von Andreas Thurau in der Hälfte der Spiele 2018/19 ohne Gegentor. Als frisch gebackener Tabellenzweiter (ein Spiel mehr als Tasmania) möchte man obendrein die Position erst einmal verteidigen. Im Hinspiel vor gut zwei Monaten gab es übrigens nach einem offenen Schlagabtausch ein 4:3 für Stern (2x Freyer, 2x Grabow), für Mahlsdorf trafen damals Mrkaljevic, Kretzschmar und Krüger.

SV Tasmania (3.) - BFC Preussen (16.)

Im Hinspiel entführte Tasmania (blaue Trikots) mit einem 3:1-Sieg die Punkte aus Lankwitz

Mit Spannung erwartet wird auch der erste Auftritt des Hinrundenzweiten SV Tasmania im Jahr 2019 – wegen einer Spielverlegung testeten die Neuköllner letztes Wochenende noch gegen Oberligist Hertha 03 (1:1). Von den Voraussetzungen gehört die Partie gegen den BFC Preussen eigentlich zur Kategorie: „Klare Kiste“. Die Lankwitzer sind in der Fremde noch ohne Sieg und stellen damit das schwächste Auswärtsteam der Liga. Aber: zwischen beiden Teams ging es im Werner-Seelenbinder-Sportpark zuletzt stets knapp zu. Die letzten drei Vergleiche in Neukölln endeten jeweils 3:2 – in der vergangenen Saison (im September 2017) sogar zugunsten der Preussen. Dazu erklärte der neue Coach Johann Gajda nach dem 1:1 zum Rückrundenauftakt gegen Croatia, dass seine Mannschaft viel besseren Fußball bieten könne. Vielleicht kann man diese Qualität ja schon gegen Tasmania besser ausspielen. Das Team von Trainer Tim Jauer kann seinerseits auf die beeindruckende Serie von 14 Spielen ohne Niederlage zurückblicken. In der Heimwertung liegt man allerdings nur auf Platz 8 – vor allem wegen der zwei Niederlagen zum Saisonstart. Und: aufgrund der Pflichtspielpause am letzten Wochenende weiß man bei Tasmania eben noch nicht, wo genau man zum Jahresauftakt 2019 steht.

Frohnauer SC (12.) - Füchse Berlin (18.)

Erster Sieg im 7. Spiel? Trainer Mario Reichel (Füchse)

Wenn das Rückspiel vor dem Hinspiel ausgetragen wird – auch das kann Berlin-Liga sein. Die Partie auf dem Wackerplatz war im Dezember witterungsbedingt vom Sportamt abgesagt worden und dann schließlich auf den 27. Februar neu angesetzt. So findet das "Nordderby" also zuerst am Sonntag auf dem Poloplatz des Frohnauer SC statt – zehn Tage später folgt das "Hinspiel" bei Füchse Berlin. Der FSC konnte dabei seine zum Jahresende 2018 ansteigende Formkurve beim Rückrundenauftakt mit dem 2:2 bei Sparta (s. o.) bestätigen. Die Füchse sind dagegen aufgrund des erwähnten Spielausfalls und einer Verlegung bereits zwei Partien im Rückstand. Der Tabellenletzte weiß daher auch nicht, wo er denn nun leistungsmäßig nach der Wintervorbereitung steht. Der erst während der Hinrunde gekommene Mario Reichel hatte auf diese Weise zwar eine Woche länger Zeit, mit seiner Mannschaft zu trainieren – die Frage bleibt aber: schaffen die Füchse es auf Anhieb, ihr mageres Punktekonto (bislang sieben Zähler) aufzustocken? Besser wäre es. Beide Teams verzichteten im Übrigen auf das Hallenturnier im Dezember, um sich besser auf den Abstiegskampf vorbereiten zu können

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Gold- und Silberhelm glänzen

Gustavson Be (6) mit Victor Gentz gewinnt den Winterpokal des VDT (Foto: ©Marius Schwarz)


Michael Nimczyk und Rudolf Haller punkten mehrfach. Das Hauptrennen – der Winterpokal des VDT – geht aber an Victor Gentz und den bärenstarken Gustavson Be. Der „Mann in Grün“ siegt außerdem mit Green Mamba.

Gustavson Be holt Winter-Pokal

Der Sieg in der wichtigsten Prüfung – dem mit 4.000 Euro dotierten Winter-Pokal des VDT – ging allerdings an Victor Gentz, der allen Grund hatte, auf seinen Crack Gustavson Be stolz zu sein. Der ohnehin nicht gerade als flotter Beginner bekannte Fuchswallach war auf der Tribünengeraden zunächst nur an sechster Position auszumachen. Mitte der Gegenseite gab Victor Gentz seinem Schützling das entscheidende Zeichen und zu Beginn der Zielgeraden hatte der Sechsjährige den Widerstand seiner Konkurrenten endgültig geknackt. Er war in der Tagesbestzeit von 14,7/1.900m andere Ware und obwohl die Prüfung ein hochklassiges Teilnehmerfeld aufwies, besaßen seine Gegner keine ernsthafte Chance. Hinter dem zweitplatzierten TomNJerry Diamant (Michael Nimczyk), der wie gewohnt die Spitze übernommen und sich dann an der Innenkante eingeordnet hatte, verdiente sich der „Oldie“ Run for the Roses (Kornelius Kluth) ein dickes Kompliment. Der Braune schnappte sich mit dem letzten Schritt das dritte Geld und wirkt trotz der elf Lenze, die er mittlerweile auf dem Buckel hat, frisch wie nie zuvor.

Gentz siegt nochmal - dank Disqualifikation

So richtig drunter und drüber ging es beim zweiten Tageserfolg von Victor Gentz. In der Gewinnsummenklasse bis 15.000 Euro hatte der 1,5-Favorit Sandsturm (Michael Nimczyk) die Führung übernommen und es schien zunächst alles formgemäß zu laufen. Aber 700 Meter vor dem Ziel war der Favorit nicht mehr auf den Beinen zu halten und wurde disqualifiziert. Nun schien Victor Gentz mit Green Mamba, die allerdings in der letzten Kurve und im Einlauf kurz über die Innenkante wich, die besten Karten in der Hand zu halten. Doch das Gespann wurde wenige Meter vor der Linie von Here I am (Kornelius Kluth) überspurtet. Der vermeintliche Sieger wurde jedoch im Anschluss aus der Wertung genommen, denn er war ausgangs des letzten Bogens dem außen aufgekreuzten Mon Filou (Heinz Wewering) in die Quere gekommen. Es kam zu einer Kollision, bei der Mon Filou ansprang und alle Chancen verlor.


Top-Traber 2018 in Mariendorf: Locarno hatte letztes Jahr siebenmal auf der traditionsreichen Trabrennbahn die Nase vorne (Foto: ©Marius Schwarz)


Bereits am Samstag wurden die nationalen Titel vom Hauptverband vergeben. Am Sonntag zog nun der Berliner Trabrenn-Verein nach und krönte im Rahmen seiner acht Rennen umfassenden Veranstaltung die Mariendorfer Lokalmatadoren. Michael Nimczyk (Berufsfahrer), sein Vater Wolfgang (Trainer), Ronja Walter (Trabreiter), Ulrich Mommert (Besitzer), André Dujardin (Züchter) sowie André Pögel (Amateure) waren in der Saison 2018 auf der Derby-Bahn die Besten und nahmen verdientermaßen die Ehrenpreise entgegen. Und natürlich wurde auch der von Michael Larsen betreute „Traber des Jahres“ Locarno, dem im vergangenen Jahr sieben Siege auf der Mariendorfer Piste gelangen, ausgezeichnet und mit einer Extraportion Möhren belohnt. Das Wetter wurde dem feierlichen Anlass allerdings nicht gerecht – es regnete während des gesamten Nachmittags und die Ehrung der Champions musste daher in das Tribünenhaus verlegt werden. Doch insbesondere Michael Nimczyk und Rudolf Haller ließen sich die gute Stimmung durch die widrigen äußeren Umstände keineswegs verderben und erzielten drei bzw. zwei Treffer.


Goldhelm gut in Fahrt

Wie gut ihm der tags zuvor vom HVT überreichte neue Goldhelm passt bewies Michael Nimczyk gleich zum Auftakt der Veranstaltung mit dem „Tipp des Tages“ Chance Classique im Trotteur-Francais-Rennen. Die mit zwanzig Meter Zulage bedachte Stute lag schon kurz nach dem Start an vierter Position und wurde Mitte der Gegenseite flottgemacht. Aus dem letzten Bogen heraus steckte die Siebenjährige die Nüstern in Front und triumphierte hochüberlegen.

Nur gute zwanzig Minuten später punktete Michael Nimczyk mit Beluga, der trotz langer Ruhepause von seinem gesamten Umfeld viel Vorschusslorbeeren bekam und dieser Erwartungshaltung vollauf gerecht wurde. Obwohl er die Schlussrunde in der Todesspur bestritt, löste sich der Wallach am Ende mühelos.

Tagestreffer Nummer drei war für den Deutschen Meister dann durch Stradivari fällig, der mit jedem Tag besser wird. Henno Sürders Vierbeinerstolz zog vor den Tribünen im Rush nach vorne und trotz exquisiter Gegnerschaft wurden seine Schritte in 15.0/1.900m immer länger. Der Dunkelbraune war auf der Zielgeraden klar voraus.

Auch Haller macht es doppelt

Dass ihm ein Helm aus Edelmetall ebenfalls bestens steht, unterstrich Rudolf Haller bei seinem Start-Ziel-Erfolg mit Lord Bo. Der bundesdeutsche Vizemeister war schon im Vorfeld von dem Debütanten total überzeugt: „Ich habe der Pflegerin gesagt, dass es schon mit dem Teufel zugehen muss, damit er nicht gewinnt. Lord Bo ist zwar noch recht eigenwillig, aber bei weitem nicht mehr so launisch wie früher und wird sich zu einem tollen Pferd entwickeln.“

Der Siegstreich Nummer zwei war unmittelbar darauf mit Ida F Boko fällig, die ab der Gegenseite konstant Druck auf den Piloten Samu (Kornelius Kluth) ausübte und sich auf den letzten Metern völlig souverän freimachte. Rudolf Haller: „Es ist natürlich noch zu früh für definitive Planungen – aber nach dem jetzigen Stand der Dinge habe ich die Stute für das Bruno-Cassirer-Rennen vorgesehen.“

10-Jährige mit starkem Endspurt

Den Abschluss der Rennveranstaltung machte ein Amateurfahren. In dem weit auseinandergerissenen Feld hatte Indira OE (Immo Müller) ein mächtig flottes Tempo vorgelegt. Doch bereits eine halbe Runde vor dem Ziel deutete sich an, dass sich Franziska Höltje und Höwings Rohini Z als hartnäckige Gegenspieler erweisen würden. Auf der Zielgeraden zog die von der Amazone selber trainierte Stute souverän an dem Piloten vorbei. Die Zehnjährige scheint sich offensichtlich für die letzte Saison ihrer Laufbahn noch einiges vorgenommen zu haben und unterstrich mit der tollen Leistung ihre feine Verfassung. Hinter Indira OE schnappte sich Everpolly Boko (Nadine Skoruppa), die ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend zeigt, das dritte Geld hauchdünn vor Oneandonly Diamant (Jennifer Schmidt), die anfangs zu weit aus dem Rennen lag, aber im Einlauf noch mächtig auf Touren kam.

Gesamtumsatz: 109.774,25 Euro – Bahnumsatz: 33.322,40 Euro – Außenumsatz: 76.451,85 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 24. Februar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


SD Croatia bleibt auch im neunten Auswärtsspiel der Saison ohne dreifachen Punktgewinn – am Sonntag spielten die Tempelhofer beim BFC Preussen 1:1 (0:0). Nach der Pause war man mit 0:1 in Rückstand geraten, Kristijan Zagorec konnte mit dem Ausgleich (65.) aber zumindest noch eine Niederlage verhindern. Aufgrund der Heimstärke belegt Croatia aktuell aber weiter einen sicheren Platz im Mittelfeld der Berlin-Liga.

M. Wilke

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Trainer Marco Wilke über das 1:1, den "Auswärtsfluch" – und nicht gegebene Elfmeter.

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Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé


Beim ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr von Johann Gajda zum BFC Preussen kamen die Lankwitzer auf eigenem Platz gegen SD Croatia zu einem 1:1 (0:0). Nach der Pause hatte der sehenswerte Volleyschuss von Marcel Berner zum 1:0 (54.) sogar Hoffnungen auf den wichtigen Dreier geweckt – die Gäste kamen aber noch zum Ausgleich.


Hören Sie morgen auch das Gespräch mit Croatia-Trainer Marco Wilke


So rutschten die Preussen in der Tabelle zunächst auf den ersten Abstiegsplatz. Der neue Trainer ist dabei ein alter Bekannter an der Malteserstraße - schon vor über zehn Jahren trug Johann Gajda dort die sportliche Verantwortung, als die Preussen noch in der (damals) viertklassigen Oberliga spielten.

J. Gajda

Nach der Partie am Sonntag sprach Berlinsport Aktuell mit Johann Gajda über das 1:1, Perspektiven, alte Zeiten – und auch, was zwischendurch passiert ist.

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Sparta will Verfolger unter Druck halten

'Ready to rumble': die Spieler des SV Sparta gehen als Topteam in die Rückserie

Tabellenführer Sparta empfängt Aufsteiger Frohnauer SC +++ Stürmt Stern gegen Türkspor auf Platz 2? +++ Einziges Samstagsspiel: Empor - SCC +++ "Verfolgerduell" im Grunewald: BSC - Mahlsdorf +++

Bereits frühzeitig stand in dieser Woche fest, dass der Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nordost ohne Beteiligung der fünf Berliner Vereine über die Bühne gehen wird. Ob in der Hauptstadt (Dynamo, Viktoria) oder in Brandenburg (BAK) bzw. Sachsen (Altglienicke, Hertha II) wurden die Spielflächen für die jeweiligen Partien nicht freigegeben. Ganz anders stellt sich (bisher) die Situation in der Berlin-Liga dar – die höchste Spielklasse der Stadt geht mit vollem Programm an diesem Wochenende an den (Rückrunden-)Start. Insgesamt sind es zwar nur acht Spiele, das neunte (Füchse - Tasmania) war aber schon im vergangenen Jahr auf den 24. März verlegt worden. Somit also die beste Gelegenheit, sich mal wieder mit dem ganz regionalen Fußball zu beschäftigen.


Zu den genauen Ansetzungen des 18. Spieltags der Berlin-Liga


SV Sparta - Frohnauer SC
Das Topteam der Liga kommt in dieser Saison ja aus Lichtenberg - der SV Sparta dominierte die Hinserie in vielerlei Beziehung. Mit Abstand die beste Offensive, die (nach Stern 1900) zweitbeste Abwehr, bester Torschütze (Sejdić, 16 Tore), meiste Punkte auf des Gegners Platz. Dazu hat die Mannschaft von Trainer Dragan Kostić in der zweiten Saisonhälfte reichlich Gelegenheit, auch ihre Heimbilanz aufzupolieren: 10-mal werden die Lichtenberger nämlich noch an der heimischen Fischerstraße antreten. So auch am Sonntag zum Jahresauftakt gegen den Frohnauer SC. Der Aufsteiger hat nach schlechtem Start (fünf Punkte aus den ersten zehn Spielen) Fuß gefasst in der Berlin-Liga und dabei aus seinen letzten sechs Spielen der Hinserie 15 Punkte eingesammelt. Im Hinspiel auf dem Frohnauer Poloplatz konnte sich Sparta am Tag der Deutschen Einheit auch erst durch ein spätes Tor von – wem sonst? – Saned Sejdić mit 3:2 durchsetzen. Zuhause will der Spitzenreiter nun selbstverständlich ebenfalls den Dreier – nicht zuletzt, weil man den Vorsprung auf den spielfreien Verfolger SV Tasmania zumindest „virtuell“ sogar ausbauen könnte.

SFC Stern 1900 - Berlin Türkspor

Schiedlich-friedlich: Letzte Saison trennten sich Stern und Türkspor in Steglitz nach späten Treffern mit 1:1

Mit einem Heimsieg gegen Berlin Türkspor könnte sich der SFC Stern 1900 dabei vorerst auf die Vizeposition der Spielklasse schieben. Die traditionell offensivstarken Steglitzer können sich diese Saison bis dato auf die beste Defensive (17 Gegentore) verlassen, blieben in acht Partien ohne Gegentor. Allerdings holte man zuhause an der Schildhornstraße bisher „nur“ genau so viele Zähler (17 in bisher acht Heimspielem) wie auf des Gegners Platz. Die Gäste aus Charlottenburg-Nord haben sich dagegen nach Startschwierigkeiten auf einen respektablen 8. Platz vorgearbeitet. Gegen Ende der Hinrunde holte Türkspor dabei 13 von 15 möglichen Punkten, musste dann aber zum Jahresabschluss bei Tabellenführer Sparta ein „Streichresultat“ (0:5) hinnehmen. Zur Rückserie sitzt beim Team vom Heckerdamm nun Ex-Profi Faruk Namdar (44, früher u. a. TeBe, Ankaragücü/TR) auch offiziell auf der Trainerbank.

SV Empor - SC Charlottenburg (Sa.)
Den Auftakt der 18. Runde bestreitet am Sonnabend bereits der SV Empor im Vergleich mit dem SC Charlottenburg. Mit Nils Kohlschmidt, dem Rückkehrer auf den Trainerposten im Prenzlauer Berg, dürfen sich Spieler, Verantwortliche und Umfeld über eine starke Hinrunde und Platz 5 freuen. Faustpfand des SVE ist dabei die Heimstärke: 18 Punkte aus sieben Partien im Jahnsportpark sind fast perfekt. Beim SCC sind die Relationen dagegen andere: nach zwischenzeitlich sieben Niederlagen in Serie kann man auch beim Aufsteiger mit der kleinen Zwischenbilanz unter dem neuen Trainer Jörg Riedel (früher u. a. SC Staaken) ganz zufrieden sein: vier Punkte gab es aus den letzten drei Partien 2018. Damit konnte man immerhin mit dem ersten Nichtabstiegsplatz (Preussen, 13 Punkte) gleich ziehen.

Berliner SC - Eintracht Mahlsdorf

Zurück in der Liga: Daniel Volbert

Das Topspiel des Rückrundenauftakts findet dann am Sonntag beim Berliner SC statt, der Eintracht Mahlsdorf empfängt. Mit dem Umbruch beim BSC kam der Verein dabei erstaunlich gut zurecht - mit 33 Punkten aus 15 Spielen spielten sich die Grunewalder unter die Topteams der Liga. Zwei Heimpleiten zum Hinrundenabschluss gegen Sparta (0:5) und Empor (0:2) dämpften die Euphorie an der Hubertusallee allerdings. Ebenso wenig war aber auch zu erwarten, dass Eintracht Mahlsdorf nach der Hinrunde nur Tabellensechster sein würde. Am Ostrand der Hauptstadt hatte man sich vor der Spielzeit schließlich selbst zum Kreis der Topfavoriten gezählt - 27 Punkte sind dafür allerdings (bisher) deutlich zu wenig. Mit Spannung erwartet werden darf dabei nun das Debüt von Daniel Volbert auf der Eintracht-Trainerbank: 14 Zähler Rückstand auf die Spitze sind zwar eine Menge Holz, aber der eigentlich perspektivisch verpflichtete Coach ist auch bekannt dafür, die Flinte nicht vorzeitig ins Korn zu werfen. Im Hinspiel siegten die Mahlsdorfer übrigens deutlich mit 4:0.

Weitere Spiele am Sonntag

Noch ohne Auswärtssieg: Croatia-Coach Marco Wilke

Zum „High Noon“ geht es am Sonntag zweimal um richtungweisende Punkte. TuS Makkabi (21 Zähler) muss zuhause die Spandauer Kickers (17) auf Abstand halten – und der BFC Preussen (13) will mit dem neuen Trainer Johann Gaida (schon zu Oberligazeiten in Lankwitz im Amt) gegen die SD Croatia (24) das bislang magere Konto aufstocken, um gleich den ersten Schritt Richtung sichere Plätze zu gehen. Die Gäste aus Tempelhof warten dabei immer noch auf den ersten Auswärtssieg 2018/19.

Al-Dersimspor könnte mit einem Heimsieg gegen Berolina Stralau einen wichtigen Erfolg feiern und den Anschluss an das hintere Mittelfeld der Tabelle herstellen – die Gäste brauchen als Vorletzte allerdings selbst jeden Zähler. Zeitgleich treten dann noch zwei Teams gegeneinander an, die mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein können. Der TSV Rudow liegt auf dem 7. Platz (27 Punkte) bislang voll im Soll, Türkiyemspor ist nur zwei Punkte dahinter auf Rang 9 vielleicht sogar überraschend gut im Rennen. Im Hinspiel musste der Aufsteiger bei der späten 1:2-Heimniederlage noch Lehrgeld bezahlen, nun gibt es an der Rudower Stubenrauchstraße die Gelegenheit zur Revanche.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

1. Bundesliga 2019: Frauen der SG Neukölln holen Bronze, Männer belegen Platz 5

Die Mannschaften der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben die diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Essen erfolgreich abgeschlossen. Am 2./3. Februar wurde im Sportbad Thurmfeld in 39 Wettkämpfen die 1. Bundesliga ausgeschwommen.

Die Damen erschwammen sich mit 26.498 Punkten hinter dem Zweitplatzierten SV Nikar Heidelberg (27.130 Punkten) und dem Sieger SV Würzburg (28.276 Punkten) die Bronzemedaille. Das letzte Mal hatten sie 2011 auf dem Treppchen gestanden – damals reichte es ebenfalls für Bronze.

Die Herren hatten mit Max Nowosad und Erik Steinhagen zwei krankheitsbedingte Ausfälle zu verkraften. Dennoch konnten sie mit dem 5. Platz (27.472 Punkte) ein bemerkenswertes Ergebnis vorweisen.

Die punktbeste Leistung erbrachte bei den Neuköllner Damen Josephine Tesch mit 785 Punkten (400m Freistil in 4:14,22 Minuten), bei den Männern Neuzugang Ramon Klenz mit 815 Punkten (200m Schmetterling in 1:56,22 Minuten).

Text und Foto: SG Neukölln