TRAINER GLÄSEL IM GESPRÄCH Im Pokal ist Schwarz-Weiß Neukölln gegen den Favoriten Tennis Borussia mit 0:3 in der 1. Runde ausgeschieden und hat sich dabei achtbar aus der Affäre gezogen. Auch der Start als Aufsteiger in der Landesliga 1. Abteilung mit vier Punkten aus zwei (Auswärts-)Spielen ist ordentlich gelaufen.
Berlinsport Aktuell sprach mit Trainer Ralph Gläsel über das Pokalspiel, kleine Unterschiede – und die Zielsetzung für diese Spielzeit.
Durch späte Tore von Mikelatze (80.) und Salhab (90.+3) hat der Aufstiegskandidat 1. FC Novi Pazar 95 die Punkte trotz eines vergebenen Foulelfmeters im Neuköllner Derby aus Britz-Süd entführt. Damit ist der Klub vom Hertzbergplatz auf Platz 2 der 1. Abteilung vorgerückt – die ersten vier Teams trennen aktuell aber nur zwei Zähler. DJK Schwarz-Weiß hat hingegen im fünften Rückrundenspiel die fünfte Niederlage hinnehmen müssen und nun wiederum fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.
Trotz guter Rückrunde 2017/18 reichte es für die Neuköllner nicht mehr zum Klassenerhalt in der Berlin-Liga. Mit neuem Coach - Michael Polomka löste den in den Trainerstab des Neu-Oberligisten Blau-Weiß 90 wechselnden Benjamin Kandler ab - und einigen neuen Gesichtern im Kader ging es in die Spielzeit der Landesliga Staffel 1. Doch es wollte nicht recht laufen bei dem Verein aus Britz-Süd: nach dem 1:4 gegen Gatow am 12. Spieltag lagen die Schwarz-Weißen nicht nur weiterhin auf einem Abstiegsplatz, sondern stellten mit 43 Gegentreffern auch die schwächste Defensive. Trainer Polomka musste schon wieder gehen - doch unter Nachfolger Frank Schröder, der von den 2. Herren kam, lief es dann erstaunlich gut: sieben Punkte aus drei Partien ließen die Neuköllner die Abstiegsränge noch vor der Winterpause verlassen.
F. Schröder
Frank Schröder sprach am Rande des Hallenturniers kurz vor Weihnachten mit Berlinsport Aktuell über das schwierige erste Halbjahr, wo er die Hebel angesetzt hat und was in der Rückserie noch möglich ist.
Aus gegebenem Anlass haben wir heute nochmal die Stimme von Trainer Benjamin Kandler, der mit der DJK Schwarz-Weiß am Nachmittag aus der Berlin-Liga abgestiegen ist. Der 5:0-Sieg gegen den 1. FC Schöneberg nutzte dem Verein aus Britz-Süd dabei nichts mehr, da auch die Konkurrenten Spandauer Kickers (5:1 gegen Rudow) und Füchse (2:0 gegen Al-Dersimspor) ihre Partien gewinnen konnten.
Das Tor von Tobias Schmidt (M.) zum 2:0 kurz vor der Pause sollte bereits eine kleine Vorentscheidung zugunsten von Schwarz-Weiß sein
Schwarz-Weiß Neukölln konnte am 27. Spieltag drei wichtige Punkte gegen die Spandauer Kickers einfahren. In der Abstiegszone bleibt es allerdings nach wie vor eng, da die Konkurrenten (Al-Dersimspor, Türkspor und Füchse) ebenfalls gewannen. Unter diesen vier Teams wird wohl der dritte Absteiger ermittelt - allerdings müssen auch TuS Makkabi und eben die Spandauer Kickers wieder verstärkt in den Rückspiegel gucken, denn ihr Vorsprung auf Platz 16 ist auf fünf Punkte geschrumpft. Nach dem Spiel in Britz-Süd sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Hassan Chaabo (l., SpaKi) und Benjamin Kandler (Schwarz-Weiß).
Ausgleich in der Nachspielzeit: Schwarz-Weiß (weiße Trikots) trifft spät zum wichtigen 2:2
Der BSV Al-Dersimspor überwintert in Berlins höchster Spielklasse auf Abstiegsplatz 16 - in letzter Minute gelang Kontrahent DJK Schwarz-Weiß auf eigenem Platz in Unterzahl noch der Ausgleich zum 2:2, wodurch die Neuköllner aufgrund des besseren Torverhältnisses den 15. Rang behaupten konnten.
Die Gäste führten nicht unverdient zur Pause durch ein Tor von Tasan (27.), nach dem Wechsel drängte Schwarz-Weiß aber auf Wiedergutmachung für den schwachen ersten Durchgang. Der Ausgleich in der 61. Minute durch Metscher fiel so zu diesem Zeitpunkt verdient. Al-Dersimspor konnte sich im Anschluss aber aus der Umklammerung befreien und ging durch ein Tor des eingewechselten Mbile Sanchez erneut in Führung (75.). Als nur eine Minute darauf Rätsch die Rote Karte auf Seiten der Neuköllner sah, schien die Vorentscheidung gefallen.
Die Kreuzberger ließen anschließend jedoch die Riesenchance zum 1:3 aus und wurden in der Nachspielzeit dafür noch bitter bestraft, als Militz (90.+1) doch noch der Ausgleich gelang.
M. E. Salvador
B. Kandler
Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit Mario Ernesto Salvador (Al-Dersim) und Benjamin Kandler (Schwarz-Weiß).
Auch nach dem 6. Spieltag bleiben die Neuköllner ohne Sieg - am Sonntag kassierte man kurz vor Schluss noch ein 0:1 gegen Eintracht Mahlsdorf.
Trainer Benjamin Kandler erklärt im Interview mit Berlinsport Aktuell, warum es bei Schwarz-Weiß noch nicht rund läuft und es diese Saison möglicherweise noch schwieriger wird, die Klasse zu halten. Auf der Leistung gegen Mahlsdorf könne man aber trotz der Niederlage aufbauen, um wie vergangene Spielzeit notfalls im Finish noch das Ziel zu erreichen.
Letzte Saison sicherte sich DJK Schwarz-Weiß als Aufsteiger mit einem erfolgreichen Schlussspurt den Klassenerhalt in der Berlin-Liga. Zum Auftakt dieser Spielzeit gab es am Sonnabend ein 1:1 beim SV Empor, das in Folge des späten Führungstreffers der Neuköllner doch als ärgerlich bezeichnet werden musste.
Trainer Benjamin Kandler war aber vor allem insgesamt nicht sehr zufrieden mit dem Spiel, weiß die Leistung zu Saisonbeginn aber natürlich einzuordnen. Entsprechend offen geht Kandler in den Vergleich am heutigen 2. Spieltag zuhause gegen Topfavorit Blau-Weiß 90 im Stadion Britz-Süd - und auch das Derby beim TSV Rudow am Sonntag.
Das Gespräch wurde am vergangenen Samstag im kleinen Jahnsportpark aufgezeichnet.
Kann nicht wahr sein - nach dem 0:1 in letzter Minute bei Tasmania ist die Enttäuschung bei Schwarz-Weiß Neukölln greifbar
Mario Reichel (SV Tasmania)
Bemjamin Kandler (Schwarz-Weiß Neukölln)
Wichtiger Last-Minute-Sieg für den Tabellenzweiten der Berlin-Liga, der nächste Nackenschlag für den Aufsteiger: der SV Tasmania gewann am Samstagnachmittag das Neukölln-Derby in der Berlin-Liga durch ein Joker-Tor von Mario Maass in letzter Minute mit 1:0. Im letzten Spiel vor der Winterpause konnte der erste Verfolger des Herbstmeisters SC Staaken (5:0 gegen Hürtürkel) so zumindest den 5-Punkte-Abstand wahren, während die Schwarz-Weißen trotz aufopferungsvoller Arbeit auch im ersten Spiel unter dem neuen Übungsleiter Benjamin Kandler am Ende mit leeren Händen da standen.
Nach dem Spiel standen beide Trainer für ein Gespräch zur Verfügung: Mario Reichel vom SV Tasmania und - aus gegebenem Anlass besonders ausführlich - Schwarz-Weiß-Coach Kandler.
Der SV Empor hat sein Punktspiel gegen DJK Schwarz-Weiß Neukölln am Nachmittag mit 2:0 gewonnen. In einem kampfbetonten Spiel auf tiefem Boden gerieten die Gäste schon nach gut einer halben Stunde in Unterzahl, nachdem Schmidt sich eine Schiedsrichterbeleidigung geleistet hatte. Dennoch wurde die Partie für die Hausherren zu einem Geduldsspiel.
In der zweiten Halbzeit gelang schließlich nach einem Eckball doch die Führung, als Barlage am schnellsten schaltete und den Ball aus kurzer Entfernung ins Tor spitzelte. Trotz numerischer
Heiko Lambert, Trainer DJK Schwarz-Weiß Neukölln
Unterlegenheit waren die Neuköllner bemüht, zum Ausgleich zu kommen. Sie konnten allerdings nur selten Gefahr vor dem Tor des Gegners kreieren. Empor nutzte die größer werdenden Räume und hatte nun ein Chancenplus, musste aber bis zur 86. Minute auf die Entscheidung warten - dann aber war Moerer zur Stelle und erzielte das 2:0.
Nach dem Spiel sprach Hagen Nickelé mit den Trainern, die beide mal im Gespann gearbeitet haben, jetzt aber alleine tätig sind - Nils Kohlschmidt (Empor) schon länger, Heiko Lambert (Neukölln) erst seit Kurzem.