Allgemein

Mit einem 4:0-Heimsieg über Aufsteiger SV Sparta hat der Berliner SC zumindest bis morgen die Tabellenführung in der Berlin-Liga übernommen. Der bisherige Spitzenreiter SD Croatia muss am Sonntag mit mindestens vier Toren Unterschied gegen TuS Makkabi gewinnen, um Platz 1 zu verteidigen.

Rogoli brach den Bann für den BSC kurz vor der Pause per Foulelfmeter. Djan-Okai (47.) und Önal (51.) sorgten gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs mit einem Doppelschlag zumindest für eine "kleine" Vorentscheidung. Als Sejdic dann auch noch mit einem Strafstoß an BSC-Torwart Mika scheiterte (72.), waren die Messen für die Lichtenberger gelesen. Torjäger Camara setzte in der letzten Minute mit seinem achten Saisontreffer den Schlusspunkt zum 4:0.

Sandhowe

Kostic

Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern Wolfgang Sandhowe (BSC, l.) und Dragan Kostic (Sparta).

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Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso Nickelé
Fotos (2): Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Uwe Stamer gewinnt den ersten Lauf des Stamer-Cups

Nelly Pepper mit Uwe Stamer gewinnt (Foto: ©Marius Schwarz)

Der Amateurfahrer siegt beim Auftakt des Wettbewerbs mit der dreijährigen Stute Nelly Pepper. Michael Hönemann punktet am Stammbesucher-Renntag als einziger Fahrer doppelt.

„Ich wusste schon gar nicht mehr was es heißt, ein Rennen zu gewinnen“, lauteten die ersten Worte von Uwe Stamer im Mariendorfer Winner-Circle, nachdem er Sekunden zuvor die Ziellinie mit Nelly Pepper als Sieger passiert hatte. Umso größer war die Freude des Berliner Amateurfahrers, der sich schon seit langem leidenschaftlich dafür stark macht, dass auch gezielt Rennen für Sportler ausgeschrieben werden, die im wahrsten Sinne des Wortes reine Hobbyfahrer sind und ihr Können nur sporadisch unter Beweis stellen.

„Dafür habe ich sogar Unterschriften gesammelt und bin dem Bahnbesitzer Ulrich Mommert und allen Verantwortlichen des Rennvereins dankbar, dass sie das Vorhaben unterstützen. Ich halte es nämlich für wichtig, dass auch kleine Besitzer, die vielleicht nur ein oder zwei Pferde ihr Eigen nennen, Startgelegenheiten bekommen“, erläuterte Uwe Stamer die Motivation für sein Engagement.

Teilnahmeberechtigt sind in dem über mehrere Läufe ausgetragenen Wettbewerb, der bereits am kommenden Sonntag auf der Karlshorster Piste fortgesetzt wird, nur Amateurfahrer, die in ihrer Karriere maximal 35 Prüfungen gewonnen haben. Nelly Pepper erwischte als viertes Pferd außen eine Traumlage und verabschiedete sich Ende der Gegenseite mit einem Blitzvorstoß um Längen vorm Feld.

Damit war das Menü allerdings noch nicht gegessen. Denn auf den letzten Metern wurde es noch einmal mächtig spannend, als ganz außen die mit Linda Matzky perfekt harmonierende Ilaria Sidney brandgefährlich heranflog. Für Nelly Pepper, die zuvor einen höchst achtbaren zweiten Rang in einer Breeders-Crown-Entlastung erzielt hatte, reichte es in 16,4/1.900m aber knapp. Eines scheint sicher: Uwe Stamer wird an seiner vierbeinigen Neuanschaffung noch viel Freude haben.

"Pinky" zweimal vorne

Der Name war Motto: Die seit kurzer Zeit von Michael Hönemann betreute Laufey zeigte als 101:10-Außenseiterin eine starke läuferische Leistung und triumphierte, obwohl sie fast das gesamte Rennen in der Angriffsspur bestritten hatte. Gerhard Sporrers Stute, die zuvor in Schweden stationiert war und nun in Neuenhagen am östlichen Rand der Hauptstadt auf ihre Aufgaben vorbereitet wird, hatte mit dem anspruchsvollen Pensum in 15,8/1.900m nicht das geringste Problem.

Michael Hönemann: „Ganz im Gegenteil – ihr ehemaliger Trainer hatte mir sogar extra angeraten, die Todesspur zu wählen und damit Recht behalten. Laufey geht außen herum tatsächlich am besten!“ Unmittelbar danach folgte „Pinkys“ zweiter Treffer: Der ehemalige Mariendorfer Abonnements-Champion punktete mit Mike Dwornickis Rocky Diamant, der sich von der Spitze aus endlich einmal jeglichen Fehler verkniff.

Ahokas gewinnt mit Chuckaluck - Partner Gentz versalzt das Doppel

Er war der einzige Dreijährige im Feld und galt trotz der Tatsache, dass er zuvor nur vier Rennen bestritten hatte, als heißer Tipp des Tages: Der von Lea Ahokas präsentierte Hengst Chuckaluck wurde diesen hohen Erwartungen gerecht und verwies die beiden Angreifer Kilbeggan (Wladimir Gening) und Tufani Bes (Thomas Skoruppa) auf die Plätze. Auf den letzten Metern machte es der 12:10-Topfavorit, der sofort die Führung übernommen hatte, dennoch mächtig spannend und ließ die Konkurrenten dicht an sich heran.

Lea Ahokas: „Ich konnte ihm nicht den Kopf freigeben, denn es fehlt Chuckaluck natürlich noch an Routine. Ich war mir der Sache dennoch sicher und bin überzeugt davon, dass sich der Dunkelbraune zu einem ganz tollen Pferd entwickeln wird.“

Im direkt im Anschluss ausgetragenen internationalen Rennen spielte Lea Ahokas ebenfalls eine prominente Rolle, denn ihr Schützling Pascal SAS, der auf den letzten Metern etwas von der Innenkante weg wich, lag bis kurz vor dem Ziel in Führung. Doch dann betrat ihr Lebensgefährte Victor Gentz die Bühne und steuerte Iron Steel zu einem souveränen Sieg.

Der mit zwanzig Meter Zulage bedachte Wallach, der zuvor in Karlshorst ausnahmsweise einmal enttäuscht hatte und nun wieder eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis stellte, war unterwegs an vierter Stelle innen auszumachen. Als Victor Gentz im Einlauf die entscheidende Lücke fand, war Iron Steel in der Tagesbestzeit von 15,7/2.020m sofort an seinen Gegnern vorbei. Diejenigen, die nicht an ihm gezweifelt hatten, wurden mit einer Siegquote von 43:10 geradezu fürstlich entlohnt.

„Eigentlich wollte ich sie gar nicht von vorne einsetzen – aber dann musste ich aus dem ersten Bogen heraus doch die Chance nutzen, an die Spitze zu gehen“, schilderte Kay Werner bei der anschließenden Ehrung die taktische Vorgehensweise mit Friday Fortuna. Die Stute aus dem Lot von Georg Radde hat sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt und erledigte ihren Auftritt in 16,6/1.900m souverän. Hinter der 14:10-Favoritin ergatterte die an der Innenkante geschonte Louisa (Thomas Panschow) den zweiten Rang.

Bell Simoni und Look Santana Eck siegen deutlich

Eine clevere Renneinteilung und die besten Reserven: Das war die Basis, die zum Erfolg von Bell Simoni führte. Im Sulky der Stute führte Thomas Panschow die Regie und der Mann im blau-orangenen Dress machte seinen Job perfekt. Er hielt die in den Farben der Berliner Amateurfahrerin Julia Hoheisel laufende Vierjährige geschickt aus allen Positionskämpfen heraus und spielte ihren Speed erst auf den letzten vierhundert Metern aus. Bell Simoni bedankte sich für den optimalen Verlauf mit einem überlegenen Sechs-Längen-Sieg.

Ebenfalls sehr deutlich fiel der Treffer von André Schiller und Look Santana Eck aus, was zugleich den zweiten Besitzererfolg an diesem Abend für Gerhard Sporrer und seinen Stall GESVEA bedeutete. Der Wallach, der seine Rennkarriere sehr hoffnungsvoll begonnen hatte, in dieser Saison bisher aber noch sieglos geblieben war, beendete die Durststrecke und diktierte seinen Konkurrenten von der Spitze aus das Tempo. André Schiller: „Die Aufgabe sah schon auf dem Papier sehr verlockend aus. Ich hatte daher mit einem Treffer von Look Santana Eck geliebäugelt.“

Gesamtumsatz: 83.715,04 Euro – Bahnumsatz: 27.385,50 Euro – Außenumsatz: 56.329,54 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 22. Oktober statt. Im Mittelpunkt stehen die beiden mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld dotierten Läufe des Criteriums. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Die Spieler des NFC Rot-Weiß nahmen das Ausscheiden gegen den SC Staaken sportlich fair

Auch der dritte Außenseiter in der zweiten Pokalrunde, dem Berlinsport Aktuell am vergangenen Wochenende einen Besuch abstattete, war letztlich chancenlos: A-Ligist NFC Rot-Weiß unterlag dem Favoriten aus Staaken am Ende deutlich.

Yakup Yaman (NFC Rot-Weiß)

Yakup Yaman, Vorstandsmitglied und Jugendleiter bei den Rot-Weißen aus Neukölln-Nord, stimmt die Leistung der 1. Herren dennoch zuversichtlich - er berichtet aber in unserem Interview auch von besseren sportlichen Zeiten und den Veränderungen in Kiez und Club.

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Adel Ghazi, Geschäftsführer bei Meteor 06

Die zweite Station am Pokalwochenende führte Berlinsport Aktuell zum Weddinger Bezirksligisten BFC Meteor 06. Zwar ging die Partie gegen Berlinligist SV Tasmania erwartungsgemäß verloren, doch Geschäftsführer Adel Ghazi (s. Foto) stellte im Anschluss "seinen" Verein alles andere als enttäuscht vor.

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Ehrentor: Jamal Ghazaleh erzielt das 1:6 gegen Dynamo kurz vor Spielende

Aktuell ist der Club aus Schöneberg gerade in die Bezirksliga aufgestiegen und scheiterte nach achtbarer Vorstellung gegen den Titelverteidiger BFC Dynamo im Pokal. Berlinsport Aktuell nutzte die Gelegenheit, um den BSC Kickers 1900 etwas besser kennen zu lernen.

Jürgen Urbas (BSC Kickers 1900)

Schatzmeister und Pressesprecher Jürgen Urbas stand dankenswerter Weise für ein ausführliches Interview nach dem Pokalspiel in den Räumlichkeiten am Sportplatz Monumentenstraße zur Verfügung.

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Jeffrey Seitz (SC Staaken)

Am Sonntag gelang beim A-Kreisligisten NFC Rot-Weiß erwartungsgemäß der Sprung in die 3. Pokalrunde - in der Oberliga dagegen hat der SC Staaken als Aufsteiger Neuland betreten.

Grund genug, um bei Jeffrey Seitz - Berliner Amateurtrainer des Jahres 2017 - nachzufragen, wie er den Start seiner Mannschaft bewertet.

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Doppeltorschütze Citlak (BFC) zieht ab, BSC-Kapitän Yalcinkaya kommt zu spät

Am Nachmittag setzte sich Titelverteidiger BFC Dynamo erwartungsgemäß bei Bezirksligist BSC Kickers 1900 durch. Die Tore für den Favoriten durch Okoronkwo (3), Citlak (2) und Rabiega fielen vor rund 240 Besuchern an der Schöneberger Monumentenstraße erst nach der Pause, Ghazaleh gelang in der Schlussminute der Ehrentreffer für die Gastgeber.

Michael Riedel (BSC)

René Rydlewicz (BFC)


Die Trainer René Rydlewicz (BFC Dynamo) und Michael Riedel (BSC Kickers) im Anschluss über das Spiel, aber auch den Stand der Dinge in Regional- bzw. Bezirksliga.

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Favoriten mit Pflichtaufgaben - Topspiel in Zehlendorf

Endspielort: der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Titelverteidiger BFC am Samstag bei BSC 1900  ++ Lichtenberg 47 und Viktoria: "Double Feature" im Stadion Wilmersdorf +++ FC Hertha 03 empfängt Blau-Weiß 90

Echte Sensationen sind im Berliner Pokal ja eher eine Seltenheit - zu groß generell die Überlegenheit der höherklassigen Vereine aus Regional- und Oberliga. So kann man in der 2. Runde der Ausgabe 2017/18 zumindest froh darüber sein, dass die meisten der „Großen“ in diesem Wettbewerb bei den Kleinen antreten müssen.

Wacker - Altglienicke: David gegen Goliath

'Akrobat schön': Patrick Kroll und die VSG Altglienicke setzten sich in der 1. Runde gegen Landesligist Brandenburg 03 durch

Titelverteidiger BFC Dynamo (bei BSC Kickers 1900) tritt dabei bereits am Sonnabend zu seiner Pflichtaufgabe an, Vorjahresfinalist Viktoria 89 dann am Sonntag (bei SF Charlottenburg-Wilmersdorf). Von den teilnehmenden Regionalligisten hat die VSG Altglienicke die vom Papier her einfachste Aufgabe - immerhin trennen die VSG fünf Spielklassen von Gastgeber 1. FC Wacker Landwitz aus der Kreisliga A. Ein bisschen kniffliger dagegen die Aufgabe für den Berliner AK, der beim Landesligisten 1. FC Wilmersdorf antreten muss.

Fußballinteressierte können dabei am Sonntag im Stadion Wilmersdorf gleich zwei Favoriten auf den Gewinn der Trophäe erleben - vor dem FC Viktoria 89 tritt dort nämlich bereits Oberligist SV Lichtenberg 47 an, um sich beim Bezirksligisten BSV 92 für die 3. Runde zu qualifizieren. Der SC Staaken bekommt es dagegen beim NFC Rot Weiß mit einem A-Ligisten zu tun, während Tennis Borussia beim gut gestarteten Landeslisten TSV Mariendorf 1897 zu Gast ist.

Prestigeduell: Hertha 03 - Blau-Weiß 90

Nur in zwei Fällen tritt ein Oberligist auf eigenem Platz gegen einen (vermeintlichen) Außenseiter an. Der CFC Hertha 06 empfängt mit Schwarz-Weiß Spandau einen Bezirksligisten und ist damit natürlich Favorit. Die Charlottenburger werden sich aber noch an das bittere Aus vor einem Jahr erinnern, als man bereits in der 3. Runde zuhause eben dem TSV Mariendorf 1897 mit 0:2 unterlag.

Ungute Erinnerung: Hertha 03 (rote Trikots) schied letzte Saison nach hitzigem Pokalfight zuhause gegen Berlinligist Tasmania aus

Der FC Hertha 03 bittet dagegen wohl zum Topspiel der 2. Runde: der Oberligist empfängt die eine Klasse tiefer spielende SP.VG. Blau-Weiß 90, die bekanntermaßen mit einigen namhaften Zugängen verstärkt wurde. Auch die Zehlendorfer schieden im letzten Pokalwettbewerb auf eigenem Platz in der 3. Runde recht früh aus: damals unterlag man dem Berlinligisten SV Tasmania mit 0:1. Die Blau-Weißen verloren seinerzeit  gegen Viktoria mit 0:3.
 
Ein Aus schon in der 2. Runde wäre in dem prestigeträchtigen Pokal allerdings für beide Klubs - starker Gegner hin oder her - eine schmerzhafte Angelegenheit.
 
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Felix Robrecht (hinten links verdeckt) trifft zum 1:0 für TeBe

Tennis Borussia bleibt unter Trainer Thomas Brdaric weiter ungeschlagen. Nach zwei Unentschieden auf des Gegners Platz und dem 4:3 im ersten Saisonheimspiel gegen Frankfurt gelang am Nachmittag im Mommsenstadion ein 2:0-Sieg gegen den FC Strausberg.


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Die Lila-Weißen brauchten dabei viel Geduld, bis Robrecht (70.) das 1:0 gelang. Danach war der Bann gebrochen und Erkic erzielte in der Schlussphase das entscheidende 2:0.

Thomas Brdaric

 

Thomas Brdaric stand Berlinsport Aktuell im Anschluss an das Spiel für ein Gespräch zur Verfügung.

 

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Der BFC Dynamo bleibt auch vor der 10. Runde der Regionalliga Nordost, die bereits am morgigen Tag der Deutschen Einheit ausgetragen wird, das beste der fünf Berliner Teams. Mit einem souveränen 3:1-Sieg beim VfB Auerbach belegt die Mannschaft von Trainer René Rydlewicz weiter den 2. Platz in der Nordost-Staffel mit nunmehr 19 Punkten.

BFC Dynamo: In Top-Form gegen Meuselwitz

Gut drauf: der BFC und Torschütze Joey Breitfeld

Dadashov per Foulefmeter und Breitfeld hatten Dynamo bereits eine sichere Pausenführung beschert, kurz nach dem Wechsel sorgte erneut Dadashov dann für das vorentscheidende 3:0. Für die Gastgeber reichte es nur noch zum Ehrentreffer kurz vor Spielende. Am Dienstag empfängt der BFC im Jahnsportpark nun den ZFC Meuselwitz und ist in der aktuellen Form gegen den Tabellen-12. natürlich Favorit.
Das Maß der Dinge in der Regionalliga Nordost bleibt allerdings der FC Energie Cottbus. Neun Spiele, neun Siege - der frühere Bundesligist liegt bereits acht Punkte vor Dynamo und hat das direkte Duell mit dem Verfolger auch schon für sich entscheiden können.

Hertha II: Siege bislang rar

Am Freitagabend hatte die Reserve von Hertha BSC mit 0:2 das Nachsehen im Stadion der Freundschaft. Jeweils ein frühes Tor von Weidlich bzw. Ziegenbein pro Durchgang sorgten für einen ungefährdeten Erfolg der Cottbusser. Am Dienstag wartet mit dem Spitzenspiel beim Tabellendritten Lok Leipzig allerdings eine echte Bewährungsprobe auf den Spitzenreiter.
Die "Hertha-Bubis" bleiben angesichts von vier Niederlagen in den letzten fünf Partien auf Platz 14 der schwächste Berliner Vertreter im Nordosten. Am Dienstag empfängt man dann Budissa Bautzen, die am Sonnabend nicht über ein 1:1 gegen den Berliner AK hinauskamen.

Berliner AK: Zwischenbilanz zufriedenstellend

Im zweiten Jahr die Nr. 1: Jakub Jakubov (BAK)

Die Führung der Gastgeber Mitte der ersten Halbzeit konnte Küc nur wenige Minuten später für die Athleten egalisieren. Mit Platz 8 und einer ausgeglichenen Bilanz - jeweils drei Siege, Unentschieden und Niederlagen - dürfte man als Zwischenergebnis rund um das Poststadion angesichts des Umbruchs vor der Saison recht zufrieden sein. Gegen den VfB Auerbach ist dazu eine positive Gestaltung des Kontos durchaus im Bereich des Möglichen.

Viktoria: Mit Negativserie nach Nordhausen

Wiedergutmachung heißt dagegen wohl das Schlagwort beim FC Viktoria 89 und der VSG Altglienicke. Wobei im Fall von Viktoria das Übel tiefer zu sitzen scheint. Die Himmelblauen wurden immerhin vor der Spielzeit als einer der möglichen Konkurrenten des FC Energie an der Spitze gehandelt, mittlerweile ist davon keine Rede mehr.
Am Samstag unterlag man Schlusslicht FSV Luckenwalde, obwohl ein 0:2 zwischenzeitlich aufgeholt worden war, in letzter Minute 2:3 und ermöglichte dem bisherigen Schlusslicht somit den ersten Saisonsieg überhaupt. Für die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst dagegen war es die dritte Niederliga in Folge, im Klassement rutschte man auf Rang 13 ab. Beim Tabellenfünften Wacker Nordhausen könnte diese Negativserie nun ihre Fortsetzung finden - allerdings punktete Viktoria auswärts bislang besser als in den Heimspielen.

VSG auf dem Boden der Tatsachen

Das letzte Spiel schnell abhaken: Miroslav Jagatic (VSG)

Auch der Aufwärtstrend bei der VSG Altglienicke erhielt am vergangenen Spieltag einen herben Dämpfer. Gegen Union Fürstenwalde unterlag die Elf von Trainer Miroslav Jagatic im Jahnsportpark mit 0:5. Zur Pause war die Partie dabei noch torlos, mit dem ersten Gegentor kurz nach dem Wechsel brachen dann die Dämme.
Überraschend angesichts der Tatsache, dass der Neuling mittlerweile Fuß gefasst hat im Nordosten - zuvor war man immerhin fünfmal ungeschlagen geblieben. Durch die Klatsche muss man sich nun erst mal mit dem 10. Platz begnügen. Dienstag geht es zum Vorletzten nach Luckenwalde - Gelegenheit also, die Scharte schnell auszuwätzen. Selbstverständlich mit der nötigen Bodenhaftung - sonst könnte es den Altglienickern gegen den FSV so ergehen wie Viktoria.
Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé