Allgemein

Zum Auftakt gleich ein Hammer

Die um 17.25 Uhr gestartete erste Tagesprüfung besitzt Zuchtrennen-Qualität. Gleich danach geht es mit Vierbeiner-Stars a la Celestial Light TK, Iron Steel und Soccer weiter. Mariendorf begrüßt zahlreiche Spitzenfahrer.
Mittwoch, 15. November 2017 (Start des ersten Rennens um 17.25 Uhr / Probelauf und Vorab-Interviews bereits ab 17.00 Uhr).

Kelso (2) mit Christian Lindhardt

Rennen 1 + 2: Ganz starke Teilnehmerfelder

Von B wie Biendl bis W wie Wewering: Schaut man sich die Liste der Teilnehmer an der Mariendorfer PMU-Veranstaltung an, fühlt man sich in die sommerliche Hochsaison zurückversetzt. Neben dem österreichischen Champion Gerhard Mayr geht nahezu die gesamte nationale Elite in Berlin an den Start und einige der Prüfungen weisen beinahe schon den Charakter eines Zuchtrennens auf. Dies gilt auch für das mit zwölf Pferden besetzte Auftaktrennen. Die Tatsache, dass selbst ein Heroe wie der fünfmal hintereinander ungeschlagene Criterium-Sieger Kelso (Christian Lindhardt) noch nicht einmal als klarer Favorit antritt, sagt alles über die Qualität des Starterfeldes aus.

Von der Position 1 aus muss sich der zuletzt von der Spitze aus vorgetragene Lasbek-Crack erneut mit dem unermüdlichen Khalid (Dennis Spangenberg), der sieben seiner letzten zehn Einsätze gewann, auseinandersetzen. Normalerweise schon anspruchsvoll genug – doch für Kelso kommen noch weitere Hürden hinzu, denn Ritchirich Diamant (Gerhard Biendl) wurde auf seinem Siegeszug nur durch einen Fehler gestoppt. Und Evita Viking (Gerhard Mayr) bewies gleich zu Beginn ihrer Karriere, als sie in Mariendorf vier Rennen hintereinander gewann, wie wohl sie sich auf der Derby-Bahn fühlt. Der bei seinem Comeback noch durch Konditionsrückstände gehandicapte Montgomery Mo (Michael Nimczyk) gehört ebenso wie der Josef Franzl anvertraute Gaz Occagnes mit in die Rechnung.

Das 2. Rennen, das die internationale Klasse anspricht, legt sogar noch eine Schippe drauf. Die Berliner Lokalpatrioten werden natürlich Daniel Wagner, der nun nicht mehr als selbständiger Trainer zeichnet, und Vulkan die Daumen drücken. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass das unzertrennliche Gespann, das so viele Schlachten erfolgreich geschlagen hat, erneut auf die Ehrenrunde geht. Denn die Konkurrenten sind bärenstark.

Celestial Light TK (Gerhard Biendl) musste bei der Breeders Crown und in Daglfing zwar zwei unerwartete Niederlagen einstecken, gehört aber zu den besten Stuten unseres Landes. Soccer ist mit seinem Trainer Victor Gentz nach fünfzehn Saisonerfolgen auf dem Weg, der siegreichste deutsche Traber des Jahres 2017 zu werden. Da Lea Ahokas aufgrund eines eintägigen Fahrverbots nicht ins Geschehen eingreifen kann, wird Soccers Trainingsgefährte Iron Steel erstmalig von Heinz Wewering gesteuert. Helios (Michael Hönemann), Immosand (Ralf Oppoli), Pascal SAS (Dennis Spangenberg) und Ciao Amore (Josef Franzl) sind angesichts dieser „Vollbomber“ zwar keine Siegkandidaten, können aber vordere Plätze ergattern.

Rennen 3 - 5: Ein Duell, ein französisches Feld, ein Top-Quintett

Im 3. Rennen beginnt die V5 und obwohl in dem Vierzehnerfeld durchaus Überraschungen drin sind, wird sich das Publikum wohl auf die frischen Sieger Here she goes (Michael Nimczyk) und Maine (Dennis Spangenberg) festlegen.

In dem französischen Trabern vorbehaltenen 4. Rennen gelten Chance Classique (Michael Nimczyk) und Casanova d’Amour (Jochen Holzschuh) als Favoriten. Es wird aber kein reines Duell werden – denn Vigo Bes (Bernd Schrödl), Brador (Gerhard Mayr), Brandy Hornline (Thomas Panschow) und Astasia du Vivier (André Schiller) sind laufstark genug, um erfolgreich mitzumischen.

Im 5. Rennen treten mit Navy Blue (Dennis Spangenberg), Kashmir (Victor Gentz), Tembo Bes (Bernd Schrodl) und Rower Lady (Thomas Heinzig) nicht weniger als vier frische Sieger an. Vieles spricht für die Spangenberg-Stute, die vom Startplatz drei aus sicherlich erneut in Front stoßen wird, aber auch Höwings Turbo Tom (Jochen Holzschuh) nicht aus den Augen lassen darf.

Rennen 6 - 8: Starkes Duo, offene Angelegenheit, französisches Finale

Im 6. Rennen bringen Hakon von Haithabu (Victor Gentz) und Samurai Diamant (Michael Nimczyk) frische Siegempfehlungen mit. Für die V5 gehören aber mit Windspeed (Heinz Wewering), Naranja (Gerhard Biendl) und Douchka Star (Gerhard Holtermann) drei weitere Pferde mit auf dem Schein – hier am Einsatz zu sparen, könnte schmerzlich bestraft werden.

Auch das 7. Rennen ist eine sehr offene Angelegenheit, denn mit Muscle Design (Dennis Spangenberg), Harley As (Jochen Holzschuh), Gobelin (Victor Gentz), Late Night Show (Thomas Panschow) und Uldimeo (Benjamin Hagen) kommen fünf Pferde für den Sieg in Frage. Man darf angesichts der teilweise sehr kniffligen Aufgaben also schon im Vorfeld davon ausgehen, dass die V5 eine überaus lukrative Quote ergeben wird. Diejenigen Wetter mit der richtigen Spürnase werden ein stattliches Sümmchen einstreichen!

Das abschließende 8. Rennen ist erneut ein Trotteur Francais und alles dreht sich um die Frage, ob Amiral de Retz (Jochen Holzschuh) auf den Beinen bleibt oder nicht. Falls sich der überaus temperamentvolle Hengst alle Eskapaden verkneift, werden es Ukamaya Verderie (Thomas Panschow), Daxia Pierji (Gerhard Mayr), Arthus Mijoro (Heinz Wewering) und Bemol d’Occagnes (Michael Nimczyk) schwerhaben.

Unsere Tipps:
1. RitchiRich Diamant – Kelso – Khalid
2. Celestial Light TK – Iron Steel – Soccer
3. Here she goes – Maine – Bell Simoni
4. Chance Classique – Casanova d‘Amour – Brador
5. Navy Blue – Kashmir – Tembo Bes – Höwings Turbo Tom
6. Hakon von Haithabu – Naranja – Windspeed
7. Muscle Design – Harley As – Gobelin
8. Amiral de Retz – Ukamaya Verderie – Daxia Pierji

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Spannendes Spiel in der Jungfernheide +++ Grizzlies überwintern auf Platz 4, BRC weiter Vorletzter

Umkämpfte Partie: die Grizzlies (blau-weiße Jerseys) siegten knapp beim BRC

Das letzte Spiel in der Hinrunde der Rugby-Bundesliga Nord/Ost brachte nochmal ein reizvolles Hauptstadtduell: auf dem Sportplatz Jungfernheide empfing der BRC die Berlin Grizzlies. Die Führung für das Heimteam konnte der Gast bis zur Pause in ein deutliches 5:17 verwandeln. Der BRC gab sich aber noch nicht auf und lag in der zweiten Halbzeit beim Stand von 22:20 wieder vorne - doch die Grizzlies hatten schließlich das bessere Ende für sich und sorgten noch für ein 22:26.

Durch den Sieg überwintert der Aufsteiger aus Treptow-Köpenick auf Platz 4, einen Rang hinter dem RK 03 Berlin. Der Berliner Rugby Club bleibt dagegen auf dem vorletzten Platz der Achter-Staffel. Dazu hat der Berlin Grizzlies RC beide Spiele gegen die Hauptstadtkonkurrenz für sich entscheiden können.

James Brennan

Danny Stephens

Berlinsport Aktuell sprach im Anschluss mit James Brennan (Trainerstab Berlin Grizzlies) und Danny Stephens (Headcoach BRC).

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso Nickelé

Ein Spiel steht in der Hinserie der Rugby-Bundesliga Nord/Ost noch aus: der Berliner Rugby Club empfängt am Sonntag die Berlin Grizzlies (14.15 Uhr, Jungfernheide). Vergangenen Sonnabend musste sich der BRC bereits im Derby gegen RK 03 geschlagen geben.

Danny Stephens

Der aus Wales stammende Trainer Danny Stephens stand Berlinsport Aktuell im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung. Darin ging es um den sportlichen Stand der Dinge beim Traditionsverein, was man sich für diese Saison noch vornimmt - aber auch um die nach wie vor verbesserungswürdige Situation bezüglich der Spiel- und Trainingsflächen.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Daniel Wagner schnappt sich den Pott

Der zweimalige Berliner Champion gewinnt mit Vulkan den Geburtstags-Pokal des VDT und beendet gleichzeitig seine Trainerkarriere. Victor Gentz und Dennis Spangenberg gelingen jeweils zwei Erfolge

Vulkan (4) mit Daniel Wagner gewinnt (Foto: ©Marius Schwarz)

Der VDT, Deutschlands ältester Züchter- und Besitzerverein, zeigte sich an seinem alljährlichen Renntag einmal mehr spendabel. Neben kostenlosem Glühwein für die Zuschauer hatten die vom Vorsitzenden Andreas Prössel angeführten Vereinsmitglieder das Preisgeld von zwei der insgesamt neun Rennen finanziell angehoben – der Geburtstagspokal des VDT war sogar mit 4.500 Euro dotiert. Er wurde eine Beute von Daniel Wagner und Vulkan. Der zweimalige Berliner Champion hatte seinem Schützling in dem 2.000-Meter-Bänderstartrennen einen Traumverlauf als zweites Pferd an der Innenkante verschafft und Vulkan setzte auf den letzten Metern genügend Kräfte frei, um in 1:16,2 min. an dem Piloten It’s Amazing (Roman Matzky) vorbeizugehen.

Sieger beendet seine Selbständigkeit

Für Daniel Wagner war der feine Erfolg zugleich das zumindest vorläufige Ende eines beruflichen Abschnitts. Denn der „Lange“ wird seine Selbständigkeit als Trainer aufgeben, um zukünftig das Team von Roman Matzky zu verstärken.


„Ich freue mich auf die neue Aufgabe – es wird bestimmt eine spannende Sache!“

Daniel Wagner


Ob der Abschied vom Trainergeschäft aber wirklich eine Entscheidung für die Ewigkeit ist, bleibt abzuwarten. Denn Daniel Wagner, der über viele Jahre hinweg zu den Besten seiner Zunft gehörte, bringt wahrlich genügend Empfehlungen mit, um jederzeit wieder in die alleinige Verantwortung zurückzukehren. In seiner Trainerkarriere hat der sympathische Sportler gemeinsam mit seiner Gattin Linda, deren Anteil am Erfolg nicht verschwiegen werden soll, stolze 1.177 Siege erzielt – eine prächtige Bilanz! Wer weiß also, ob ihn die Rennsportfans eines Tages nicht doch als Trainer wiedersehen.

Gentz hält sich zweimal schadlos

Mit seinem durch eine Zulage gehandicapten Topfavoriten Iron Steel (13:10), der diesmal bei weitem nicht so spritzig wirkte wie zuletzt und in der schnellen Schlussphase keinen Boden mehr gutmachen konnte, war Victor Gentz in diesem Rennen nur viertplatziert. Der 29-jährige Profi hielt sich aber mit zwei Siegen schadlos. Der erste Treffer erfolgte mit Hakon von Haithabu (96:10). Im Rennen war von dem Wallach lange nichts zu sehen. Victor Gentz machte ihn erst auf der Schlusshalben flott. Der Vierjährige, der überaus leicht gewann und sich bei seinem Erfolg um eine volle Sekunde auf 16,0/1.900m steigerte, unterstrich damit die Einschätzung seines Umfeldes. Denn trotz mehrerer Disqualifikationen wird dem Dunkelbraunen viel Talent attestiert.

Gleich im Anschluss legte Victor Gentz mit Gobelin mit dem nahezu identischen taktischen Strickmuster nach. Der Wallach machte ebenfalls erst auf den letzten 600 Metern ernst und verabschiedete sich in der Tagesbestzeit von 14,7/1.900 mit drei Längen Vorsprung von den Gegnern. Ein geradezu sensationelles Ergebnis angesichts der Tatsache, dass das Rennen als Handicap ausgeschrieben war!

Auch Spangenberg siegt doppelt

Auch Dennis Spangenberg war zweimal erfolgreich und bleibt damit ebenso wie Victor Gentz auf dem Kurs in Richtung Edelmetall. Nahezu unbegrenztes Vertrauen wurde seinem Schützling Navy Blue entgegengebracht, denn die Stute rangierte am Wettmarkt bei 12:10. Bei ihrem in 16,5/1.900m erzielten Sieg – dem dritten Treffer hintereinander – musste die eingangs der Tribünenseite nach vorne gegangene Dreijährige aber ihr ganzes Können in die Waagschale werden. Denn der außen herum bärenstarke Kilbeggan (Wladimir Gening) erwies sich als überaus unbequemer Gegner und ließ bis zum Zielpfosten nicht locker.

Auch bei Spangenbergs zweitem Tagestreffer war mit Jorma Bo (Heinz Wewering) bis in den Einlauf hinein ein ernstzunehmender Konkurrent im Weg. Nach einem geschonten Verlauf als zweites Pferd innen erwies sich Muscle Design in 15,2/1.900m dann aber doch als das stärkere Pferd und verschaffte Dennis Spangenberg den 58. Saisonzähler.

Khalid und Kashmir haben bei den Amateuren die Nase vorn

Der Amateur-Pokal des VDT ging an den erstmals von Sarah Kube gesteuerten Khalid. Die Amazone sicherte ihrem Schützling zunächst eine ideale Lage als viertes Pferd außen. Ende der Gegenseite schaltete sich der 13:10-Favorit vehement ins Geschehen ein und gewann in 15,8/1.900m mit anderthalb Längen Vorsprung leicht. Der Sieg wäre allerdings mit Sicherheit nicht so klar ausgefallen, wenn der Tempomacher Panasonic Diamant (André Pögel), der bis weit in den Einlauf hinein zähe Gegenwehr geleistet hatte, in der Endphase nicht ein Eisen verloren hätte. Er war der Pechvogel des Rennens und konnte das Geläuf nicht mehr halten. An dem disqualifizierten Wallach vorbei stürmten Ragazzo (Ludgina Paulssen) und Raquel Welsh (Tom Karten) auf die Ränge zwei und drei.

Das zweite Amateurrennen des Nachmittags ging an den norddeutschen Gast Mario Krismann, der seinen von der Spitze aus eingesetzten Stallcrack Kashmir hauchdünn vor der speedigen Cascada (Sönke Gedaschko) über die Ziellinie finishte. Die Angreiferin verlor den Ehrenplatz allerdings im Anschluss am grünen Tisch – sie hatte im Einlauf die Spur nicht korrekt gehalten.

Nimczyk und Wewering gewinnen überlegen

Quasi eine bessere Trainingseinheit war die Aufgabe für Here she goes, denn die von Michael Nimczyk gesteuerte Stute zeigte nach zwei Disqualifikationen wieder ihr wahres Gesicht und bewies, was sie glattgehend leisten kann. Die Vierjährige ging eine Runde vor dem Ziel nach vorne und gewann in 16,4/1.900m mit vier Längen Vorsprung.

Eine tolle Vorstellung lieferte der von Heinz Wewering trainierte und gefahrene Debütant Romeo Diamant ab. Der Nachkomme der Italienerin Ilabis Font schoss in 13,4 sofort an die Spitze. Im weiteren Verlauf konnte Heinz Wewering die Pace abflauen lassen und sein Schützling dankte es ihm, indem er ab dem Schlussbogen große Reserven freimachte und sich in 18,5/1.900 völlig überlegen von den Gegnern verabschiedete. Mit der Riesenaußenseiterin Iduna Chip (Michael Hönemann) und Sindbad Diamant (Michael Nimczyk) auf den weiteren Plätzen zahlte die Dreierwette 11.359:10 aus.

In memoriam Peter Reckzeh

Bei der Veranstaltung wurde eine Gedenkminute für den Mariendorfer Sulkysportler Peter Reckzeh eingelegt, der am 20. Oktober nach tapfer erduldeter, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben war. Der Berliner erzielte in seiner Berufskarriere 556 Trainersiege sowie 452 Fahrererfolge und schrieb mit dem von seiner Gattin Brigitte selber gezüchteten Hengst Bols mit einem Ehrenrang im Deutschen Traber-Derby ein Stück Rennsportgeschichte.

Gesamtumsatz: 108.875,99 Euro – Bahnumsatz: 30.867,70 Euro – Außenumsatz: 78.008,29 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung – ein Renntag mit hochdotierten PMU-Prüfungen – findet am Mittwoch, dem 15. November statt. Beginn ist um 17.30 Uhr.

Quelle. Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

RK 03 obenauf: die Schwarz-Gelben aus Weißensee behielten am Nachmittag im Traditionsderby beim BRC die Oberhand

Der RK 03 Berlin hat sich in der Hinrunde der Rugby-Bundesliga Staffel Nord schwerer getan als in den letzten Jahren. Mit einem Sieg im Derby beim Berliner Rugby Club (22:12) am Samstagnachmittag hat sich der Halbfinalist der Vorsaison jedoch versöhnlich in die Winterpause verabschiedet.


Hören Sie in den kommenden Tagen bei www.berlinsport-aktuell.de auch das Interview mit BRC-Coach Danny Stephens


Christian Lill

Spielertrainer Christian Lill, der die 1. Herren gemeinsam mit Maxi Bonanno leitet und selbst zwei Versuche zum Sieg beisteuerte, stand Berlinsport Aktuell nach dem Derby für ein Gespräch zur Verfügung. Darin ging es um die Gründe für den bisher schwierigen Saisonverlauf, was in der Rückserie noch erreicht werden kann - und weshalb die Fans dann nicht mehr in den Genuss dieses Derbies kommen.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Mario Ernesto Salvador

Knappe Niederlage (0:1) am Sonntag beim SV Tasmania - dennoch ist der BSV Al-Dersimspor deutlich besser in die Spielzeit gekommen als in den letzten beiden Jahren.

Trainer Mario Ernesto Salvador, vor Beginn der Saison an den Anhalter Bahnhof gekommen, erklärt im Gespräch mit Berlinsport Aktuell, was er zu ändern versucht hat - und was man sich bei den Kreuzbergern diese Saison noch vorgenommen hat.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Trotz Unterzahl hielt Schwarz-Weiß nicht nur in der Abwehr ordentlich dagegen

Schwarz-Weiß Neukölln bleibt auch nach dem 11. Spieltag ohne Sieg Tabellenvorletzter der Berlin-Liga. Beim 1:4 zuhause gegen SD Croatia kam es für den Gastgeber in Britz-Süd dazu ganz dicke: drei Platzverweise sowie einige diskussionswürdige Entscheidungen - nicht nur vor drei der vier Gegentore - trafen die Schwarz-Weißen ins Mark.

Benjamin Kandler

Bei der anschließenden Spielanalyse mit Benjamin Kandler konnten diese Geschehnisse natürlich nicht außen vor bleiben - Berlinsport Aktuell ging die Situationen mit dem Trainer der Schwarz-Weißen noch einmal durch. Gewohnt offen spricht der 35-Jährige dabei nicht nur über Entscheidungen und das Problem einheitlicher Auslegung, sondern auch über Umgangsformen - auf dem Platz und abseits davon.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Auf dem Programm: der Geburtstags-Pokal des VDT

Iron Steel (7) mit Victor Gentz gewinnt den Herbst-Pokal des VDT (Foto: Marius Schwarz)

Der von Victor Gentz gesteuerte Iron Steel ist beim Kampf um den mit 4.500 Euro Preisgeld dotierten Geburtstags-Pokal des VDT klarer Favorit

Sonntag, 5. November 2017 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.35 Uhr).

Er hat bisher genau 100 Starts absolviert und sein Umfeld nur äußerst selten enttäuscht. Der Wallach Iron Steel verfügt über eine stolze Bilanz: Sein allererster Auftritt am 6. Mai 2012 wurde genauso wie sein bisher letztes Engagement am 22. Oktober dieses Jahres zu einem Volltreffer. Beide Male saß sein Trainer Victor Gentz im Sulky des Trabers. Der Profi bildet zusammen mit seinem Pferd ohnehin ein eingeschweißtes Team: 19 weitere Erfolge und 57 Platzierungen ließen Iron Steels Gewinnkonto auf 76.144 Euro anschwellen und dass er diese Summe – von wenigen Einsätzen im belgischen Mons abgesehen – durchweg auf deutschen Bahnen verdiente, ehrt den eisenharten Burschen ganz besonders. Denn es gibt nicht viele Pferde in unserer Heimat, die über Jahre hinweg solch konstante Leistungen bringen wie Iron Steel. Es spricht nichts dagegen, dass der Gentz-Crack auch beim 101. Start seiner Vierbeiner-Karriere erneut auf die Siegerstraße geht.

Beim Kampf um den als 8. Rennen ausgetragenen Geburts-Pokal des VDT muss Iron Steel seinen Gegnern auf der Zwei-Kilometer-Distanz zwar genauso wie sein Trainingsgefährte Pascal SAS (Lea Ahokas) zwanzig Meter Zulage geben. Aber die meisten der Konkurrenten hat er unter ähnlichen Voraussetzungen problemlos bezwungen. Die im ersten Band aufgestellten SJs Sunday (Kornelius Kluth), It’s Amazing (Roman Matzky), Flirty or Dirty (Thomas Panschow) und Major Eck (André Schiller) besaßen im vergangenen Monat gegen Iron Steel nicht den Hauch einer Chance. Vulkan (Daniel Wagner) traf bisher zweimal auf den Favoriten und kam beide Male nicht an ihm vorbei. Und dass Julius Southwind (Franz-Josef Stamer), der bisher aufgrund seiner deutlich geringeren Gewinnsumme noch nicht das Vergnügen mit Iron Steel hatte, gleich im ersten Anlauf die Sensation schafft, ist nicht zu erwarten.

Rennen 1- 3: Zweimal offen und ein klarer Fall

Iron Steel ist nicht das einzige Pferd bei der Mariendorfer Veranstaltung, das klar heraussticht. Der Renntag beginnt allerdings mit einer aufgrund der Unerfahrenheit der Teilnehmer doch recht offenen Prüfung. Da sie zugleich den Auftakt der V4 darstellt, gehören mindestens drei Traber – nämlich Flabbergasted (Kay Werner), Romeo Diamant (Heinz Wewering) und der am Dienstag in Bahrenfeld Start bis Ziel auftrumpfende Nordic Jaycee (Mario Krismann) – fest auf den Schein. Darüber hinaus wird man den weiterhin in Überform agierenden Michael Nimczyk mit dem aus ewiger Pause zurückkehrenden Sindbad Diamant nicht gerne auslassen.

Im 2. Rennen steht hinter den beiden Hauptfavoriten Speed of Moor (Heinz Wewering) und Here she goes (Michael Nimczyk) ein dickes Fragezeichen, da beide momentan recht unsichere Kantonisten sind.

Ganz anders schaut es direkt im Anschluss aus: Im 3. Rennen führt kein Weg an Navy Blue (Dennis Spangenberg) vorbei. Die ursprünglich für das Stuten-Derby vorgesehene, dann aber verletzte Traber-Lady ist der Tipp des Tages.

Rennen 4 - 6: Khalid gegen Teenager, ein breites Feld und ein Duell

Im 4. Rennen – dem Amateur-Pokal des VDT – wäre die Ausgangslage für den erstmals von Sarah Kube präsentierten Khalid ähnlich optimal. Doch es ist eine Gegnerin dabei, die zu großer Form aufgelaufen ist: Raquel Welsh. Die Stute wird von dem erst 16-jährigen Mönchengladbacher Tom Karten gefahren, der mit ihr schon gewinnen konnte – ein Supereinstand also für den Teenager! Domecq Baldwin (Sönke Gedaschko), Blueberry Santana (Michael Hamann) und Panasonic Diamant (André Pögel) sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Im 5. Rennen beginnt die V5 – und zwar mit einer sehr kniffligen Aufgabe für das wettende Publikum. Magister (Michael Nimczyk) und der laufstarke, aber noch reichlich grüne Windspeed (Heinz Wewering) treten als frische Sieger an. Tharaud (Kornelius Kluth) ging ebenfalls schon auf eine Ehrenrunde. Dies war Juwel U (Dennis Spangenberg), Richard Parker (Marlene Matzky) und Arkadiusz Simoni (Thomas Panschow) zwar bisher noch nicht vergönnt – aufgrund ihrer erzielten Kilometerzeiten muss man die Außenseiter aber mitnehmen.

Einen Tick leichter ist das 6. Rennen einzuschätzen: Hier scheint alles auf Fantasia Newport (Michael Nimczyk) und Gobelin (Victor Gentz) hinauszulaufen.

Rennen 7 und 9: Kashmir und ein Trio

In dem über den langen 2.500-Meter-Kanten führenden 7. Rennen sind erneut die Amateure gefordert. Der am Dienstag in Hamburg drittplatzierte Kashmir agierte vollauf überzeugend und trumpfte zuvor auf der Derby-Bahn von der Spitze aus auf. Sein Besitzer und Fahrer Mario Krismann wird vermutlich erneut offensiv agieren. Der Norddeutsche wird die gleichmäßig gute Gegnerschaft aber ganz sicher nicht unterschätzen, denn es gibt keinen einzigen Vollstreicher in diesem Feld.

Den Abschluss macht eine ebenfalls sehr spannende Prüfung, in der sich Muscle Design (Dennis Spangenberg) in erster Linie mit Gentle Yankee (Kornelius Kluth) und Jorma Bo (Heinz Wewering) auseinanderzusetzen hat.

Unsere Tipps:
1. Flabbergasted – Romeo Diamant – Nordic Jaycee
2. Here she goes – Speed of Moor – Komtess Bo
3. Navy Blue – Krabat – Kilbeggan
4. Khalid – Raquel Welsh – Domecq Baldwin
5. Windspeed – Magister – Juwel U
6. Fantasia Newport – Gobelin – Look Santana Eck
7. Kashmir – Cascada – Letizia May
8. Iron Steel – It’s Amazing – SJs Sunday
9. Muscle Design – Jorma Bo – Gentle Yankee

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Thomas Brdaric

Am Nachmittag gewann Tennis Borussia das Punktspiel gegen Grün-Weiß Brieselang mit 5:0 (2:0). Die Tore vor 683 Zuschauern im Mommsenstadion erzielten Göwecke (3.) und Erkic vor der Pause (45.), sowie Stahl (71.), Hass (81.) und Fischer (86., Foulelfmeter) in der Schlussphase der Begegnung. Damit haben sich die Lila-Weißen in der Tabelle an Hertha 03 (2:2 gegen Seelow) vorbei auf Rang 4 geschoben.

Nach der Partie sprach Berlinsport Aktuell mit TeBe-Trainer Thomas Brdaric über das Spiel, den Leistungsstand der Mannschaft und die Aufholjagd, die die Charlottenburger weiterhin vor sich haben.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Foto: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

"Sonderschicht" am Reformationstag

Feiertag = freier Tag? Nicht für Berlins Oberligisten - ausnahmsweise wie bekanntermaßen wird der Reformationstag am Dienstag ja in ganz Deutschland begangen. Die NOFV-Oberliga Nord nutzt den „freien Tag“ allerdings, um eine Extrarunde einzulegen. Nach den Partien des 11. Spieltags am Freitag und Samstag müssen die Clubs aus dem Nordosten also gleich wieder ran.

Heimspiele für alle Berliner Clubs

Immerhin brauchen die fünf Berliner Vertreter allesamt nicht zu reisen, sondern haben ausnahmslos Heimrecht - und da die Oberligisten den Dienstag als Spieltag exklusiv besitzen, können sie sogar auf den einen oder anderen Zuschauer mehr hoffen. Einerseits könnten neugierige Berliner mal wieder dem Club um die Ecke einen Besuch abstatten oder ihn gar neu kennen lernen - andererseits könnten Brandenburger Fans in größerer Zahl in die Berliner Stadien gelockt werden. Schließlich würden die beim sonst traditionellen Shopping am Reformationstag in der Hauptstadt vor verschlossenen Türen stehen.

Lichtenberg 47: Zurück in der Spur

Konnten zuletzt wieder jubeln: die Spieler von Lichtenberg 47

Den Auftakt macht um 13.30 Uhr der SV Lichtenberg 47, der den 1. FC Frankfurt empfängt. Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei - allerdings auch schweren - Spielen, haben die 47er am Sonnabend beim 2:0 in Torgelow ein Zeichen gegen einen möglichen Negativtrend gesetzt. Der BSC Süd hat sich in der Zwischenzeit allerdings in der Tabelle vor die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann auf Platz 2 geschoben, Optik Rathenow an der Spitze liegt sechs Punkte vor ihnen. Gerade die Heimniederlage vor zehn Tagen gegen Rathenow dürfte den Lichtenberger Anhang schmerzhaft daran erinnert haben, dass die Verantwortlichen zuvor bereits darauf hingewiesen hatten, nur geringe Chancen auf den Aufstieg in dieser Saison zu besitzen.

Mit einem Erfolg gegen die Frankfurter könnte man aber zumindest den spielfreien BSC Süd wieder überflügeln. Der Gast aus der Oderstadt hat acht seiner elf Saisonspiele verloren, wäre allerdings nach dem Gesetz einer kuriosen Serie am Dienstag mal wieder an der Reihe: mit Regelmäßigkeit ließ der 1. FC bislang einem Sieg drei Niederlagen folgen - zuletzt blieb man dreimal ohne Punktgewinn…

FC Hertha 03: Aufwärtstrend gegen Seelow fortsetzen

Nach einem Hänger gleich zum Saisonbeginn (ebenfalls ein Punkt aus drei schweren Spielen) hat sich der FC Hertha 03 wieder an der Tabellenspitze zurück gemeldet. Mit fünf Siegen im Anschluss liegen sie inzwischen auf dem 4. Platz und wollen diese Serie zuhause gegen Victoria Seelow nach Möglichkeit ausbauen.

Beim 2:1-Sieg zuletzt in Malchow war man nicht mal auf die Torjägerqualitäten von Sebastian Huke (10 Saisontreffer) angewiesen, Schröder und Stein feierten ihre Torpremiere für die Zehlendorfer. Der Gast aus Seelow tut sich diese Saison bislang schwer, liegt derzeit auf dem 15. Platz und ist seit fünf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn.

TeBe: Gegen Brieselang weiter Druck auf Topteams ausüben

Zuletzt treffsicher: TeBe-Neuzugang Edwini-Bonsu (M.)

Zuletzt musste sich Victoria am Freitagabend zuhause Tennis Borussia geschlagen geben - obwohl man zwanzig Minute vor dem Ende 2:1 in Führung gegangen war. Doch die Lila-Weißen scheinen durch ihre Erfolgsserie das nötige Vertrauen in ihre Möglichkeiten bekommen zu haben. Seit dem Amtsantritt von Thomas Brdaric am 4. Spieltag sind die Charlottenburger nicht nur ungeschlagen, sondern haben aus den vergangenen sechs Partien die volle Punktzahl erbeutet. So drehte man auch in der Schlussphase in Seelow noch die Partie zu einem 3:2-Erfolg.

Somit ist TeBe inzwischen vom 12. Platz nach dem 5. Spieltag bis auf Rang 5 vorgeprescht, davor allerdings zeigt sich die Konkurrenz hartnäckig. Da man rund ums Mommsenstadion immer noch - oder wieder - Richtung Tabellenspitze schielt, ist der Rückstand von neun Punkten auf Rathenow (bei allerdings einem Spiel weniger) aber immer noch beträchtlich. Besonders auf sich aufmerksam machte zuletzt „Spätzugang“ Randy Edwini-Bonsu, der in den vergangenen beiden Partien gleich dreimal traf.

Gegner am Dienstag ist der SV Grün-Weiß Brieselang, der als Vorletzter mit lediglich zwei Siegen aufwarten kann, aber in den letzten drei Spielen fünf Punkte verzeichnen konnte. Mit 29 Gegentoren stellen die Grün-Weißen dazu bislang die löchrigste Defensive der Oberliga - da sie aber auch ordentlich trafen, könnten die Zuschauer ein torreiches Spiel erleben. Bislang fielen in den zehn Brieselang-Spielen jedenfalls im Schnitt 4,6 Tore.

SC Staaken: Mit breiter Brust gegen Schwerin

Angekommen in der fünften Spielklasse scheint inzwischen auch der SC Staaken zu sein. Zuletzt gab es drei Siege in Folge - zwei davon sogar auf des Gegners Platz, wo man zuvor komplett leer ausgegangen war. Mit dem 6:1 am Freitag beim FC Strausberg sorgte der Aufsteiger aus dem Spandauer Westen sogar für einen echten Knalleffekt. Der gerechte Lohn: das Team von Trainer Jeffrey Seitz rückt auf Platz 9 in der Tabelle vor.

Der Tabellenzwölfte FC Mecklenburg Schwerin ist nun am Reformationstag zu Gast im Sportpark Staaken. Der Verein aus der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern bekommt es dabei zum vierten Mal in Folge mit einem Team aus der Hauptstadt zu tun - nach Niederlagen gegen TeBe und Hertha 03 landete man am Sonnabend beim 2:0 gegen den CFC Hertha 06 einen wichtigen Dreier.

CFC Hertha 06: Umschwung dringend erforderlich

Zwingend notwendig: der Zusammenhalt bei Schlusslicht Hertha 06

Die Charlottenburger sind so im Moment der einzige Berliner Club in der Oberliga, bei dem es nicht rund läuft. Nach dem Rücktritt von Trainer Kemal Halat ging - siehe oben - auch das erste Spiel unter dem neuen Coach Munier Raychouni in Schwerin verloren. Nach vier Punkten aus den beiden Auftaktspielen folgten inzwischen acht Niederlagen in Serie - nur folgerichtig also, dass der CFC inzwischen am Tabellenende der Liga angekommen ist.

Im Heimspiel gegen den Malchower SV wäre nun ein Erfolgserlebnis dringend nötig, um eine „Schubumkehr“ zu erzeugen und möglicherweise erst einmal den Anschluss an den Rest der Liga wieder herzustellen. Kleiner Hoffnungsschimmer für Hertha 06: der MSV wartet seit drei Spielen auf einen Punktgewinn….

Die Partien am Dienstag mit Berliner Beteiligung:

UPDATE - DIE ERGEBNISSE

Lichtenberg 47 (3.) - 1. FC Frankfurt (14.) 2:1
FC Hertha 03 (4.) - Victoria Seelow (15.) 2:2
Tennis Borussia (5.) - GW Brieselang (16.) 5:0
SC Staaken (9.) - FCM Schwerin (12.) 5:1
CFC Hertha 06 (17.) - Malchower SV (8.) 6:5

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé