VORSITZENDER LOMBARDO NACH DEM ABSTIEG AM SONNTAG
Der FC Spandau 06 hat am Sonntag nach acht Jahren in der Landesliga den Klassenerhalt in der 2. Abteilung knapp verpasst – ein Sieg bei Bero Mitte wäre die Voraussetzung gewesen, doch es reichte nur zu einem 2:2.
Berlinsport Aktuell sprach nach Abpfiff mit dem 06-Vorsitzenden und Teammanager Costantino Lombardo über die Partie, die schwierigen Voraussetzungen in dieser Saison – und Perspektiven für einen Neubeginn in der Bezirksliga .
COSTANTINO LOMBARDO (SPAND. 06)

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Beitrag+Fotos: BspA/Hagen Nickelé
Nicht für schwache Nerven war der Klassenerhalt des SV Blau-Weiß Berolina Mitte in der Landesliga 2. Abteilung – gegen den direkten Konkurrenten Spandau 06 (2:2) schaffte der Aufsteiger am Sonntag das nötige Unentschieden, um dank des besseren Torverhältnisses auch ein weiteres Jahr siebtklassig zu bleiben.
Trotz des 4:2-Siegs gegen die TSG Neustrelitz am letzten Spieltag der NOFV-Oberliga Nord konnte der SV Lichtenberg 47 den Tabellenführer Hertha 03 (4:2-Sieg in Rathenow) nicht mehr abfangen. Am Ende reichte es mit 70 Punkten aus 28 Begegnungen – im Schnitt sogar einen Hauch besser als beim Aufstieg in die Regionalliga 2019 – so "nur" zu Platz 2.
Die Aufholjagd von New Team Berlin im Nachholspiel der Kreisliga B 1. Abteilung am Donnerstag bei BW Friedrichshain kam zu spät: nach einem 0:3-Rückstand verkürzten die Spandauer durch Kavasoglu (70.) und Mirzaee (85., Handelfmeter) zwar nochmal, am Ende stand aber eine Niederlage. Die allerdings tut dem wackeren Neuling nicht sonderlich weh, liegt man doch bei noch einem ausstehenden Spiel mit 41 Punkten auf Rang 8 immer noch im gesicherten Mittelfeld.
Rein sportlich konnte Blau-Weiß Friedrichshain nach zwei Abstiegen hintereinander in der Kreisliga B 1. Abteilung den weiteren Absturz verhindern – durch einen 3:2-Sieg im Nachholspiel am Donnerstag hat man den Gegner New Team in der Tabelle überholen können und vor der letzten Runde am Wochenende einen einstelligen Platz in der 16er-Staffel sicher. Zuletzt sorgte auch der "unfreiwillige Abschied" von der bekannten Spielstätte auf dem Dach eines Großmarkts am Ostbahnhof für größere Aufregung innerhalb des Vereins – mittlerweile steht der Sportplatz Lobeckstraße im anderen Ortsteil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg als (nicht ganz) neue Heimat fest.
Der SV Sparta hat am vergangenen Sonnabend bereits sein letztes Saisonspiel in der NOFV-Oberliga Nord bestritten (in der letzten Runde hat man spielfrei), dabei gelang dank des 3:1-Siegs (Tore: Hänsch/FE, Hadziavdic, Saberdest - Kaiser) bei Tasmania ein würdiger Abschluss. Mit Platz 3 – sowie dem Erreichen des Pokalhalbfinals – hat der Neuling dabei ein starkes Endresultat hingelegt.
Nach dem 7:1-Sieg gegen Dynamo Schwerin am vorletzten Spieltag der NOFV-Oberliga Nord ist der Tabellenführer FC Hertha 03 quasi "nur noch" einen Sieg in Rathenow vom sicheren Aufstieg in die Regionalliga Nordost entfernt. Konkurrent Lichtenberg 47 blieb zwar dank eines 6:1-Siegs in Staaken mit nur einem Punkt Rückstand auf Tuchfühlung, ist aber auf einen Ausrutscher der Zehlendorfer im letzten Spiel angewiesen.
Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Empor sieht es für den TSV Rudow im Kampf um den Klassenerhalt immer düsterer aus. Die Rudower Tugenden konnte das Team dabei nur ansatzweise – etwa zu Beginn und nach dem Anschlusstor von Sennur in der 61. Minute – auf den Platz bringen. Nun sind die Süd-Neuköllner also auf Schützenhilfe im Abstiegskampf angewiesen, sie selbst bestreiten am kommenden Wochenende ihr letztes Saisonspiel bei Croatia.
Der SV Empor hat nach dem extrem wichtigen 3:1-Sieg am Abend den Kontrahenten TSV Rudow in der Tabelle hinter sich lassen können, ist trotz nun 43 Punkten aber ganz aktuell immer noch nicht auf der sicheren Seite bezüglich des Klassenerhalts. Nach den Treffern durch Albrecht (26.) und Möller (58.) schien der SVE den Spielanteilen entsprechend die Partie in der Tasche zu haben, doch Rudows schneller Anschluss (61.) brachte noch einmal Spannung in das "6-Punkte-Duell". Schulz konnte dann jedoch mit dem 3:1 für Empor den Erfolg endgültig sichern (73.).
Vor fünf Jahren noch in der Kreisliga B beheimatet, hat der SC Berliner Amateure inzwischen seinen dritten Aufstieg eingetütet. Mit aktuell 64 Punkten aus 28 Partien ist den Kreuzbergern der Sprung in die Landesliga als Tabellendritte der Bezirksliga Staffel 2 nicht mehr zu nehmen – am vergangenen Sonnabend ging es dennoch intensiv beim Bezirksrivalen Hansa 07 (0:0) zur Sache.