Die Mahlsdorfer haben in den vergangenen zehn Jahren nur einmal schlechter als Platz 6 abgeschlossen und gehören damit auch diese Saison zum erweiterten Kreis der Favoriten in Berlins höchster Spielklasse.
Nach dem mühsamen 1:0-Sieg bei Schwarz-Weiß Neukölln liegt die Eintracht nach dem 6. Spieltag drei Punkte hinter dem Führungsduo Blau-Weiß 90 und Croatia auf dem 4. Rang. Mit dem Berliner SC (H) sowie Tasmania und Tabellenführer Blau-Weiß jeweils auswärts warten in den kommenden Partien nun echte Prüfsteine auf die Mahlsdorfer.
Der Sportliche Leiter, Thorsten Boer, sprach nach dem Spiel in Britz-Süd mit Berlinsport Aktuell über dreckige Siege, verletzungsbedingte Ausfälle - und sportliche Ziele.
Auch nach dem 6. Spieltag bleiben die Neuköllner ohne Sieg - am Sonntag kassierte man kurz vor Schluss noch ein 0:1 gegen Eintracht Mahlsdorf.
Trainer Benjamin Kandler erklärt im Interview mit Berlinsport Aktuell, warum es bei Schwarz-Weiß noch nicht rund läuft und es diese Saison möglicherweise noch schwieriger wird, die Klasse zu halten. Auf der Leistung gegen Mahlsdorf könne man aber trotz der Niederlage aufbauen, um wie vergangene Spielzeit notfalls im Finish noch das Ziel zu erreichen.
Mit einem Tor durch den eingewechselten Patrick Jahn kurz vor Schluss und dem daraus resultierenden 2:1-Erfolg gegen Hertha 06 wahrte der Tabellenführer seine weiße Weste in dieser Spielzeit - alle fünf Spiele in der NOFV-Oberliga Nord 2017/18 konnte Lichtenberg 47 gewinnen.
Nach der Partie gab es Gelegenheit, mit Trainer Uwe Lehmann über Platz 1, Favoritenrollen und Einwechslungen zu sprechen. Dazu wurde auch noch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert - nach dem Motto: stell' Dir vor, es ist Spieltag - und Du bist zu einer Hochzeit eingeladen...
Trotz der heftigen 0:7-Heimpleite gegen den BSC Süd am letzten Wochenende präsentierte sich der CFC Hertha 06 gestern mit einer guten Leistung bei Spitzenreiter Lichtenberg 47. Kurz vor Schluss kassierten die Charlottenburger trotzdem noch das 1:2 und blieben erneut ohne Punktgewinn.
Trainer Kemal Halat, seit dieser Saison erst verantwortlich an der Brahestraße, sprach anschließend mit Berlinsport Aktuell über die Zeit, die sein junges Team braucht. Dazu erklärt der Ex-Zweitligaprofi mögliche Ziele und die Gründe für sein Engagement bei Hertha 06.
Rebels verlieren im Viertelfinale - Adler vor dem Abstieg
Der "Super-Samstag" für die beiden Berliner Vertreter in der German Football League (GFL) brachte ernüchternde Ergebnisse. Die Berlin Rebels schieden wie vergangenes Jahr im Playoff-Viertelfinale bei den Schwäbisch Hall Unicorns knapp aus. Die Berlin Adler hingegen verloren ihr erstes Relegationsspiel um den Klassenerhalt im heimischen Poststadion deutlich gegen die Potsdam Royals.
Rebels: Wieder Aus bei den Unicorns
Deja-vu für die Rebels am Sonnabend im Optima Sportpark in Schwäbisch Hall - selber Gegner wie letzte Saison in der selben Runde und wieder kein Heimrecht. Der Süd-Erste behielt auch diesmal die Oberhand - mit 31:24 (14:7/0:3/7:7/10:7) fiel das Resultat allerdings noch knapper aus als vergangene Season (24:14).
Die Spielzeit ist damit für das Team von HC Kim Kuci beendet - unter'm Strich durchaus erfolgreich. Schließlich konnte der erstmalige Einzug in die Playoffs im vergangenen Jahr wiederholt werden - und das bei einem deutlich schwierigeren Verlauf der Hauptrunde.
Adler: Chancen auf den Klassenerhalt gleich Null
Sehr wahrscheinlich müssen die Football-Fans in der Hauptstadt nächstes Jahr auf das Derby verzichten. Die Berlin Adler (großes Foto) unterlagen im Hinspiel der Relegation jedenfalls mit 12:55 (0:14/0:14/6:20/6:7) gegen die Potsdam Royals und stehen in 14 Tagen beim Rückspiel vor einer "Mission Impossible", um den Abstieg doch noch zu vermeiden.
Bereits zur Jahrtausendwende mussten die Weddinger schon einmal in die Zweitklassigkeit. Nach zuletzt zwei schwierigen Saisons wollte der Traditionsclub mit dem Abstieg eigentlich nichts zu tun haben. Trotz des Auftakterfolgs in Hamburg ging's allerdings in der Folge kontinuierlich bergab.
Stefan Mücke
Mit der Last von dreizehn Niederlagen in Folge war das Team dem Druck im Relegationshinspiel vor eigenem Publikum nicht gewachsen und lag zur Pause bereits mit 0:28 im Rückstand. Das Rückspiel in Potsdam wird dadurch nur noch zur Formsache - Adler-Präsident Stefan Mücke sieht im Interview mit Berlinsport Aktuell (s. unten) die Chancen seines Teams auf den Klassenerhalt bei nur noch fünf Prozent.
In der NOFV-Oberliga Nord musste der FC Hertha 03 die zweite Niederlage in Folge einstecken. Nach der 1:2-Heimniederlage vergangenen Sonntag in letzter Minute gegen Lichtenberg 47 unterlagen die Zehlendorfer am Samstagnachmittag mit 1:4 bei Optik Rathenow.
Mann des Tages war Murat Turhan mit drei Treffern, den vierten für das Heimteam steuerte Kapan bei. Auf Seiten von Hertha 03 verkürzte Sebastian Huke per Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:2.
Nach dem Spiel gaben beide Trainer - Alex Arsovic (Hertha 03) und Ingo Kahlisch (Optik) - ihre Statements zum Spielgeschehen ab.
Am Sonntag vergangener Woche endete die Hauptrunde der German Football League (GFL) Staffel Nord für die Berlin Rebels mit einem 35:22-Sieg über die Kiel Baltic Hurricanes. Die erneute Qualifikation für die Playoffs über den 4. Platz hatten die Charlottenburger da schon in der Tasche.
Wieder müssen die Rebels nun im Viertelfinale beim Süd-Ersten Schwäbisch Hall Unicorns antreten (Samstag, 17 Uhr), gegen die man 2016 mit 14:24 ausschied. Diese Saison gestaltete sich die Hauptrunde dabei deutlich schwerer - doch Head Coach Kim Kuci erkennt einen rechtzeitigen Aufwärtstrend in seinem Team, um positiv an die schwere Aufgabe heranzugehen.
Nach zwei Siegen zum Auftakt verlor der SV Tasmania in der Liga bei Empor und gegen Croatia, nahm dann aber im Pokal in Tempelhof Revanche und siegte am Sonntag nun auch im Punktspiel beim SFC Stern 1900. Anlass genug, nachzufragen beim Trainer der Neuköllner, wo sein Team denn nun steht.
Im Gespräch nach der Partie in Steglitz nimmt Mario Reichel Stellung zum Umbruch in der Mannschaft und dem Saisonziel des "verjüngten" SV Tasmania.
Der SFC Stern 1900 musste am 5. Spieltag der Berlin-Liga seine erste Niederlage einstecken - trotz eines kernigen Startprogramms.
Trainer Andreas Thurau, erst seit dieser Saison im Amt, sprach nach dem 1:3 gegen den SV Tasmania über die Gründe dafür, das Saisonziel in Steglitz - und, warum er ein besonders gutes Auge für trainingsfaule Spieler hat.
Easter Smart (2) mit Dennis Spangenberg hat die Nase vorn (Foto: Marius Schwarz)
Der Berufsfahrer bleibt in der Bundeswertung beim Kampf um Edelmetall auf Kurs. Matthieu Hegewald imponiert mit Mon Etoile, die in der Tagesbestzeit von 1:13,3 min. siegt.
Während die Traberfans mit einem Auge auf das St-Leger-Geschehen in Gelsenkirchen schielten, das in tolle Siege von Mc Arthur (Michael Larsen) und Motion Pure (Christian Lindhardt) mündete, gingen auf der Derby-Bahn bei angenehmen Spätsommerwetter zehn Rennen über die Bühne.
3x vorne weg, 1x aus der Deckung
Der Auftakt der letzten Mariendorfer Veranstaltung vor dem großen Breeders-Crown-Wochenende (23. und 24. September) gehörte Dennis Spangenberg, denn der Berufsfahrer gewann die ersten beiden Tagesprüfungen. Sein Schützling Exception Smart wirkte zwar noch ein wenig grün – das erste Rennen ihres Lebens wurde für die Ready-Cash-Tochter dennoch zu einem Spaziergang. Die Stute schoss sofort nach vorne und als ihr Fahrer über weite Strecken das Tempo aus der Partie nehmen konnte, war der Rest für die Dreijährige nur noch ein Kinderspiel.
Nur fünfundzwanzig Minuten später gewann die ebenfalls vom zweimaligen Amérique-Sieger abstammende Easter Smart nach einem komplett identischen Rennverlauf. Die Braune war überaus gehfreudig und musste die Karten noch nicht einmal ansatzweise aufdecken, um überlegen aufzutrumpfen. Ihr Temperament scheint allerdings überschäumend zu sein – auf der Rückfahrt in den Stall wollte die Dreijährige den scheinbar kürzesten Weg über die Hecke ins Stallgelände nehmen.
Komplett anders gestaltete sich der Handlungsfilm bei Spangenbergs drittem Treffer, denn Khalid ließ sich zunächst im hinteren Teil des Feldes jede Menge Zeit. Auf der letzten dreiviertel Runde rückte der Rappe aber immer stärker ins Blickfeld und zwang den erheblich verbesserten Piloten Gustavson Be (Victor Gentz) auf den letzten hundert Metern in bärenstarken 13,7/1.900m relativ problemlos in die Knie.
Den Abschluss des Spangenberg-Siegerquartetts machte dann wiederum eine Ready-Cash-Tochter: Extra Cash triumphierte wie ihre Geschwister Start bis Ziel, wobei ihr allerdings der zweitplatzierte Chuckaluck (Lea Ahokas) auf den letzten hundert Metern durchaus gefährlich auf den Pelz rückte. Dennis Spangenberg behielt im Finishduell aber knapp die Oberhand und verteidigte mit der blendenden Tagesausbeute den zweiten Rang in der Bundeswertung hinter dem überlegen führenden Michael Nimczyk. Für den 35-jährigen Sportler scheint in dieser Saison also durchaus Edelmetall möglich zu sein.
"Team Tietz" mit sechs Tagessiegen
Ungemein zu beeindrucken wusste ein weiteres Pferd aus der Trainieranstalt Tietz, nämlich die von Matthieu Hegewald gesteuerte Mon Etoile. „Das war noch längst nicht alles – sie kann noch mehr“, strahlte der Berufsfahrer nach dem überragenden Start-Ziel-Erfolg in der Tagesbestzeit von 13,3/1.900m. In der Tat – man kann Hegewalds Worte nur unterstreichen. Die Stute schoss los wie ein Pfeil und war eine ganze Klasse besser als ihre Konkurrenten. Keine Frage: Bei der für die Breeders Crown genannten Vierjährigen ist der Knoten endgültig geplatzt – sie steht vor einer großen Zukunft.
Bei dem Berliner Großereignis sollte auch Lady Vera eine ausgezeichnete Rolle spielen. Sie gewann ihre Generalprobe in der Hand von Thomas Panschow mit höllischem Speed. Ihr Siegfahrer: „Ich wollte vom Startplatz acht aus nicht gleich in der Anfangsphase ihre ganze Kraft aufopfern. Die Stute kann genauso gut von hinten kommen – das hat sie heute eindrucksvoll bewiesen!“
Immosand im Schlussspurt, Flavio As souverän
Die Tagesausbeute des Teams von Thorsten Tietz betrug also sechs Siege. In der internationalen Gewinnsummenklasse kamen aber andere Protagonisten zum Zuge – obwohl der vom Berliner Champion trainierte und von Liza Marlow pilotierte Spicy A. als Dritter ehrenwert geschlagen war. Als Sieger trabte jedoch Immosand von der Bahn, der in der Hand von Lea Ahokas stets über sich hinauswächst. Der Love-You-Sohn übernahm zunächst die Führung, ließ dann zwei Gegner vorbei und wechselte im Schlussbogen endgültig in den Angriffsmodus. Auf der Zielgeraden wurden Immosands Schritte in beeindruckenden 13,4/1.900m immer länger. Der Wallach marschierte mit sieben Längen Vorsprung auf und davon. Komplettiert wurde der tolle Erfolg durch Lea Ahokas‘ Lebensgefährten Victor Gentz, der mit Alaska Joe den Ehrenrang belegte.
Zwischen dem Besitzertrainer Alexander Dame und dem als Catchfahrer heiß begehrten schwedischen Profi Jørgen Sjunnesson hat sich eine freundschaftliche Zusammenarbeit entwickelt, die großartige Früchte hervorbringt. Wie gut der Skandinavier mit den Pferden des Deutschen zurechtkommt, zeigte sich einmal mehr beim Start-Ziel-Sieg von Flavio As. Sjunnesson ließ seine Gegner noch nicht einmal ansatzweise in die Nähe des Fünfjährigen – ein drückend überlegener Triumph.
Escada knapp vorne, Twelve in a Row macht's spannend
Wesentlich knapper fiel der Erfolg von Heiner Christiansen und Escada aus. Der vielfache Norddeutsche Champion warf die in den zurückliegenden beiden Monaten fein in Schwung gekommene Stute erst im Einlauf richtig in die Schlacht und war von ihrer Leistung begeistert: „Ich hatte im Vorfeld nicht mit dem Sieg gerechnet – aber Escada hat sich wirklich toll eingesetzt!“
Ziemlich ungewöhnlich gestaltete sich der Rennverlauf beim Sieg von Twelve in a Row und Hans-Jürgen von Holdt. Der von Jörg Schefe trainierte Wallach ging auf der langen 2.500-Meter-Distanz zwar sofort nach vorne – aber 800 Meter vor dem Ziel schien der frischgebackene Europameister der Amateure für einen Moment absteigen zu können. Die vermeintliche Schwäche seines Pferdes hatte aber andere Gründe. Hans-Jürgen von Holdt: „Ich musste einen Gegner passieren lassen, denn Twelve in a Row unterlief ein Wechselschritt – daher war Vorsicht angesagt.“ Der bei 38:10 gehandelte Mitfavorit sorgte bei seinem wettenden Anhang also nur kurz für Irritationen, denn nachdem die kritische Phase überwunden war, meldete sich Twelve in a Row in starker Manier zurück. Am Ende trennten ihn sogar fünf Längen Vorsprung von seinen Gegnern.
Gesamtumsatz: 101.222,05 Euro – Bahnumsatz: 34.817,50 Euro – Außenumsatz: 66.404,55 Euro.
Unser Terminhinweis: Wir freuen uns auf ein großartiges Event! Am 23. und 24. September findet auf der Mariendorfer Trabrennbahn die Breeders Crown statt. In den nach den Jahrgängen der Pferde getrennten Rennen werden insgesamt über 400.000 Euro Preisgeld an die Sieger und Platzierten ausgeschüttet.