Autoren-Archive: Hagen Nickele


Adem Öztürk (Türkiyemspor, Trainer)

Wir waren spielbestimmend – nur nach vorne müssen wir noch viel arbeiten, wir haben zu wenig Tormöglichkeiten


Am Mittwochabend unterlag Türkiyemspor im Nachholspiel bei Al-Dersimpor mit 1:3 und hat den Konkurrenten auf dem ersten Abstiegsplatz nun mit nur noch einem Punkt Vorsprung unmittelbar im Nacken. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart schien das Team dabei durch sieben Punkte aus drei Partien bereits in die Spur gefunden zu haben – doch das 1:3 vom Mittwoch bedeutete jetzt schon wieder die vierte Pleite in Folge.

Trainer Adem Öztürk verriet Berlinsport Aktuell nach der Partie, warum er trotzdem nicht unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft war, wo der Hebel anzusetzen ist – und wie er die aktuelle Situation rund um den Schiedsrichter-Streik bewertet.


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Kai Brandt (BSV Al-Dersimspor, Trainer):

Wir haben uns das Glück heute einfach erzwungen – deswegen ist der Sieg auch nicht unverdient


Im zweiten Nachholspiel in Folge der "Sperre" hat der BSV Al-Dersimspor am Mittwochabend einen wichtigen Sieg errungen: im Kreuzberger Derby konnte man Türkiyemspor auf dem heimischen Lilli-Henoch-Sportplatz vor etwa 150 Zuschauern mit 3:1 (1:1) bezwingen. Damit hat der Club vom Anhalter Bahnhof im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn den Anschluss an die Nichtabstiegsränge hergestellt. Nach dem frühen Rückstand durch einen Freistoß von Stüker (5.) konnte Abo Ayash (23.) – dessen Lattenknaller vom Rücken des Türkiyem-Torwarts Otremba ins Tor sprang – den Ausgleich noch vor der Pause erzielen. Nach dem Wechsel hatten die Gäste Feldvorteile, wurden dann von Al-Dersimspor aber in der Schlussphase durch die Treffer von Kanneh (76.) und erneut Abo Ayash (90.+2) kalt erwischt.

Berlinsport Aktuell sprach im Anschluss mit Trainer Kai Brandt über die Partie, die Größe der sportlichen Last, die durch den Sieg von Mannschaft und Verantwortlichen erst einmal abgefallen ist – und seine Zusatzfunktion beim Fußball unter der Woche.


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Benjamin Plötz (SV Lichtenberg 47, Sportlicher Leiter):

Spiele gegen Erfurt, Lok Leipzig oder Cottbus sind natürlich herausragend nach all diesen Jahren der Arbeit aller Akteure


Mit 16 Punkten aus 13 Spielen hat Aufsteiger SV Lichtenberg 47 einen gelungenen Start in die Regionalliga Nordost hingelegt. Am Sonnabend bezwang man im heimischen Hans-Zoschke-Stadion den Tabellenzweiten VSG Altglienicke mit 2:1 (1:0) – doch gerade das anstehende Programm hat es weiter in sich. Mit Hertha II (A), Rot-Weiß Erfurt (H), Lok Leipzig (A) und Energie Cottbus (H) trifft man in den kommenden vier Spielen ausnahmslos auf "Schwergewichte" der Spielklasse.

Berlinsport Aktuell sprach vergangenen Samstag mit dem Sportlichen Leiter der 47er, Benjamin Plötz, über die größeren Herausforderungen für Spieler und Verantwortliche in der Regionalliga – und den anstehenden, zwischenzeitlichen Auszug aus der traditionsreichen Heimspielstätte in Lichtenberg.


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Einen in der Höhe wohl nicht erwarteten, aber insgesamt verdienten Sieg gab es am Sonntag im Berliner Derby der NOFV-Oberliga Nord zwischen dem SV Tasmania und der SP. VG. Blau-Weiß 90. Nach ausgeglichenem Beginn vor 275 Zuschauern drückte der Aufsteiger dem Geschehen zunehmend den Stempel auf und ging nach einer halben Stunde durch Hartwig in Führung. Mit dem 2:0 kurz nach dem Wechsel durch Demir hatten die Neuköllner dann endgültig die Trümpfe in der Hand und ließen nach einem Konter durch Loder (62.) sogar das 3:0 folgen. In der Schlussphase ging Tasmania dann kein Risiko mehr ein, Blau-Weiß 90 konnte seinerseits trotz Feldüberlegenheit nur wenige echte Torchancen herausspielen und ließ diese dazu ungenutzt.

Die Trainer beider Teams, Marco Gebhardt (Blau-Weiß 90) und Tim Jauer (Tasmania) gaben in der anschließenden Pressekonferenz ihre Sicht des Spielverlaufs zum Besten.

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Željko Ristić (Berliner SC, Trainer):

Wir wollen, dass die Spieler Spaß haben im Training wie auch im Spiel – das ist das Wichtigste, dass sie auch für sich selber ein schönes Spiel entwickeln können


Nach zwei Heimniederlagen zum Auftakt ist die Mannschaft des Berliner SC inzwischen seit acht Ligaspielen ungeschlagen und holte dabei 18 Punkte. Am vergangenen Donnerstag konnten die Grunewalder auch ihr Nachholspiel gegen Al-Dersimspor für sich entscheiden. Zum 4:1-Erfolg steuerte der im Sommer von den A-Junioren hochgezogene Martin Kascha zwei Treffer bei und steht damit bei beachtlichen acht Toren in neun Spielen – Önal und Maaß waren ebenfalls erfolgreich. Somit liegt der BSC nun auf Platz 7 der Berlin-Liga – zum im Interview angesprochenen Duell mit Berlin United wird es am heutigen Sonntag aber aufgrund des Schiedsrichterstreiks vorerst nicht kommen.

Der seit dem Sommer bei den Herren tätige Trainer des BSC, Željko Ristić, sprach am Donnerstag mit Berlinsport Aktuell über die Partie, Fußball im Nebel – und das besondere Verhältnis zu seinem Vorgänger Fabian Gerdts (jetzt Berlin United).


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In einem bis zum Schluss packenden Spiel besiegte der SV Lichtenberg 47 die VSG Altglienicke mit 2:1 (1:0). Gawe brachte den Gastgeber früh in Führung (8.). Im Anschluss tat sich Altglienicke, das mit der imponierenden Serie von neun gewonnenen Spielen in den elf letzten Ligapartien nach Lichtenberg gekommen war, schwer. Nach der Pause erhöhte der Tabellenzweite den Druck, musste bei Kontern der 47er aber stets auf der Hut bleiben. Bei einem dieser schnellen Vorstöße verursachte die VSG einen Foulelfmeter, den Hollwitz nach einer guten Stunde zum 2:0 nutzte.
Als die VSG ihrerseits durch einen Strafstoß von Uzan (72.) verkürzen konnte, ging es in den Schlussminuten nochmal Knopf auf Spitz. Doch die beste Gelegenheit in der Nachspielzeit ließ Uzan ungenutzt: mit einem weiteren Foulelfmeter scheiterte er an 47-Torwart Wollert.

Die Trainer – Karsten Heine (Altglienicke) und Uwe Lehmann (Lichtenberg) – mit ihren Statements zum Spiel bei der anschließenden Pressekonferenz:

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Kai Brandt (BSV Al-Dersimspor, Trainer):

Es wäre einfach nicht fair von mir, den Gang rauszunehmen und zu sagen: Ich verabschiede mich von diesem Verein


Bis zum Urteil des BFV-Sportgerichts wegen des Vorfalls nach dem Spiel gegen den Frohnauer SC am 22. September wurden die Partien des Berlin-Ligisten BSV Al-Dersimspor abgesetzt. Am 11. Oktober wurde dann beschlossen, die "Sperre" gegen den Kreuzberger Klub wieder aufzuheben – eine langfristige Sanktion gegen einen Spieler des Vereins wurde dazu ausgesprochen. Die ausgefallenen drei Spiele müssen nun jeweils unter der Woche nachgeholt werden, das erste fand gestern abend beim Berliner SC statt und endete mit einem 4:1-Sieg der Grunewalder.

Al-Dersimspors Trainer Kai Brandt stand Berlinsport Aktuell nach den 90 Minuten für ein ausführliches Gespräch über das Geschehen auf dem Platz, aber auch das der vergangenen Wochen zur Verfügung.


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Am vergangenen Sonntag gewann der Tabellenführer der Bezirksliga Staffel 2, Anadoluspor, sein Heimspiel gegen den FC Liria mit 6:2 (2:0). Mann des Tages war dabei Harun Birol, der alleine vier Treffer zum Sieg beisteuerte. So brachte der Kapitän der Kreuzberger sein Team zur Pause mit 2:0 in Front, dazu sah Oumari auf Seiten des Geners Gelb-Rot (35.). Nach dem schnellen 3:0 durch Güroglu (47.) schien so das Spiel gelaufen, doch Jahdauti per Foulelfmeter (51.) und Tahiraj (70.) brachten den bisherigen Tabellen-4. wieder heran. In der Schlussphase hatte der Gastgeber dann in Überzahl allerdings den längeren Atem: erneut Birol (73., 83.) und Urbayar (86.) sorgten am Ende für klare Verhältnisse.


Wir müssen auch bei einem 3:0 immer damit rechnen, dass Liria zurückkommt, weil sie sehr starke Spieler haben. Das wussten wir auch, aber wir haben dann umgestellt – und dann hat’s geklappt

Serdar Celik, Trainer von Anadoluspor


Durch das 6:2 verteidigte Anadoluspor dazu nicht nur die Spitzenposition, sondern konnte obendrein zwei Serien wahren: zuhause wurden in der Liga bislang alle Partien gewonnen – und insgesamt bleibt man 2019/20 ungeschlagen. Auch der FC Liria hat im Übrigen auf heimischem Platz bislang eine weiße Weste – auswärts allerdings ist man weiter ohne Punktgewinn und rutscht so erst einmal auf Platz 8 ab.

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Anadoluspor-Trainer Serdar Celik über das Topspiel, den "Man of the Match" und die Erwartungen für diese Spielzeit.

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Zumindest ergebnistechnisch klare Verhältnisse herrschten in der Landesliga 1. Abteilung an der Wendenschloßstraße zwischen dem Aufsteiger (Köpenicker FC) und dem Absteiger (BFC Preussen): mit 1:6 (1:3) setzten sich die Lankwitzer vergangenen Samstag durch. Dennoch waren am Ende beide Trainer ganz zufrieden – das verrieten Hagen Christiansen (KFC, Foto links) und Thomas Häßler (Preussen) jedenfalls Hasso Nickelé im Gespräch für Berlinsport Aktuell.

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Bearbeitung: BspA/Hagen Nickelé

Nach sieben Spieltagen 19 Punkte und ungeschlagener Tabellenführer der NOFV-Oberliga Nord: sportlich läuft es hervorragend beim 1. Herrenteam von Tennis Borussia. Und das trotz der Unruhe, die in den letzten Monaten bei den Lila-Weißen herrschte. Doch ein Verein kann eben immer auch mehr darstellen als nur sein Aushängeschild und dessen Erfolg. Die Spaltung der Mitglieder- und Anhängerschaft in Befürworter von Jens Redlich sowie dessen Gegner kulminierte jedenfalls in der – wenn man es so formulieren kann – Entmachtung des bisherigen Vorsitzenden. Der Zwist wurde bis vor Gericht getragen, Mitte September dort die Handlung des Aufsichtstrats vor allem aufgrund einer schriftlichen Rücktrittserklärung Redlichs für rechtmäßig erklärt.

Am morgigen Dienstag nun findet die erste Mitgliederversammlung seit dem vorläufigen Höhepunkt des internen Konflikts statt. Berlinsport Aktuell sprach nach dem Heimspiel gegen Blau-Weiß 90 am 20. September mit Aufsichtsratsmitglied Franziska Hoffmann*.


Franziska Hoffmann (TeBe, Aufsichtsrätin)

Es wird eine große Herausforderung sein, alle Mitglieder und alle Fans, Unterstützer und Sponsoren – jeder mit seinen Ressourcen – wieder an den Tisch zusammen zu holen.

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*Ganz aktuell hat der frühere Vorstand in Person von Jens Redlich und Andreas Voigt vor der anstehenden Mitgliederversammlung eine Pressemitteilung herausgegeben. Deren Wortlaut kann man hier nachlesen.

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