TRAINER CATOVIC IM GESPRÄCH NACH DEM POKALFINALE AM SONNTAG
Zweimal "Erster" in Regionalliga Nordost und Berlin-Pokal – so lautet die Saisonbilanz der Frauen von Viktoria Berlin, die sich kommende Saison auf die 2. Liga und den DFB-Pokal freuen dürfen. Auffällig: im Finale standen u.a. mit Nina Ehegötz, Henrike Sahlmann, Katharina Krist, Louise Trapp oder Martha Schrey einige Stammspielerinnen nicht im Kader und saßen Anouk Dekker sowie Vanessa Lux angeschlagen auf der Bank.
Berlinsport Aktuell sprach am Sonntag mit Viktoria-Trainer Miren Catovic über das Finale, die Gründe für die personellen Ausfälle vor dem Endspiel – und die Ziele vor der kommenden Saison in der 2. Liga.
MIREN CATOVIC (VIKTORIA BERLIN)*

*kam zur Winterpause für Coach Dennis Galleski – zuvor bei Zweitligist FC Ingolstadt (2022-24) tätig
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Beitrag+Fotos: BspA/Nickelé
Zweimal "Zweiter" in Berlin-Liga bzw. -Pokal – so lautet die Saisonbilanz der Frauen von Borussia Pankow 1960, auf die man als jeweiliger Außenseiter sehr stolz sein kann. In der Liga musste man sich dem Favoriten aus Hohen Neuendorf letztlich nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses geschlagen geben, im Pokal war das erstmalige Erreichen des Endspiels sowie die Qualifikation für den DFB-Pokal schon ein gewaltiges Highlight.
Der Frohnauer SC ist nach dem 0:5 am Sonntag auf dem heimischen Poloplatz gegen Empor auf Rang 10 der Berlin-Liga abgerutscht (43 Punkte, 70:67 Tore). Trotz einer bislang gut funktionierenden Offensive war man dabei leer ausgegangen und der Gegner nutzte die angebotenen Räume eiskalt – über Pfingsten haben die Frohnauer nun spielfrei, ehe sie nochmal zwei Spiele bestreiten müssen (s. Restprogramm)
Fußballfans haben beim SV Empor diese Saison einiges geboten bekommen – denn in den bislang 32 Partien des Berlin-Ligisten aus dem Prenzlauer Berg fielen insgesamt 154 Tore (4,8 pro Partie). Beim 5:0-Sieg in Frohnau blieb man dabei voll im Schnitt und optimalerweise ohne Gegentor – Viererpacker Quentin Albrecht stockte sein Konto obendrein auf 26 Treffer (Quelle: FuWo - weiteres Tor: Möller) auf und nimmt damit klar Kurs auf die Torjägerkrone. Doch an den aktuell 93 erfolgreichen Abschlüssen (Liga-Höchstwert) haben eben auch viele andere Spieler ihren Anteil.
Das 1:1 im Kreuzberger Derby bei Türkiyemspor hat Al-Dersimspor zwar einen Punkt eingebracht, aber nach dem Sieg von Empor II ist der Vorsprung auf drei Zähler zu den Abstiegsrängen geschmolzen. So bleibt die Saison für den Klub vom Anhalter Bahnhof auch nach dem Abgang von Trainer Michael Karakaya im Dezember unter Nachfolger Faruk Namdar schwierig.
Durch das 1:1 im Kreuzberger Derby gegen Al-Dersimspor verpasste Türkiyemspor vorerst den frühzeitigen Klassenerhalt – bei fünf Punkten Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz drei Spiele vor Saisonende stehen die Chancen jedoch nicht schlecht. Allerdings war der Klassenerhalt auch nicht unbedingt das Ziel rund um das Katzbachstadion – so wurde auch vorzeitig die Trennung nach dem zweiten Jahr des Trainergespanns dort bekannt gegeben.
Im Endspiel um den Berlin-Pokal hat Regionalligist BFC Dynamo vor 8.400 zahlenden im ausverkauften Mommsenstadion gegen BSV Eintracht Mahlsdorf (Oberliga) mit 2:0 die Oberhand behalten. Crosthwaite (21.) hatte die Hohenschönhauser vor der Pause in Führung gebracht, die Gelb-Rote Karte für Kanther (63.) machte die Aufgabe für den Außenseiter dann nicht einfacher. Schließlich sorgte Lankford (78.) mit dem 2:0 für die Vorentscheidung zugunsten des BFC, der sich nach Abpfiff von seinen Fans feiern ließ. Für Eintracht Mahlsdorf blieb später zumindest noch der Trost, dass Ligakonkurrent Preussen in Rathenow nur zu einem 1:1 kam und so im direkten Duell um den Aufstieg am 31. Mai nun gewinnen muss (das Resultat stand zum Zeitpunkt der PK noch nicht fest).
Berlinsport Aktuell war bei der anschließenden Pressekonferenz mit BFV-Präsident Bernd Schultz (Foto 2.v.l.) sowie den Trainern Karsten Heine (Mahlsdorf, l.) und Dennis Kutrieb (BFC, r.) und hat einen Zusammenschnitt in zwei Blöcken erstellt.
Am Samstag treffen im Endspiel um den Berlin-Pokal der BSV Eintracht Mahlsdorf (Oberliga) und der BFC Dynamo (Regionalliga) aufeinander. Zwei Tage vorher fand im BFV-Hauptquartier die Pressekonferenz zu der Veranstaltung mit den Trainern Karsten Heine (Foto l., Mahlsdorf) und Dennis Kutrieb (BFC) statt.
Nach dem Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord und dem Pokalsieg vor zwei Jahren sowie Platz 3 in der Saison 2023/24 und dem erneuten Erreichen des Endspiels als Titelverteidiger musste der TuS Makkabi vor dieser Spielzeit einen Umbruch verkraften. Personalprobleme gerade in der Startphase dieser Saison machten es dazu nicht einfacher – doch nach dem 3:1-Sieg gegen Tasmania am Sonntag (Tore: Conteh, Coleman, Ceesay) sind die Charlottenburger immerhin auf dem besten Weg, auf Platz 5 (47 Punkte, 28 Spiele) als "Best of the Rest" in der Abschlusstabelle einzulaufen. Dafür will man in den beiden ausstehenden Spielen bei Lichtenberg 47 (24.05.) und gegen Dynamo Schwerin (31.05.) noch die nötigen Punkte holen.
Der BFC Preussen hat sich in der NOFV-Oberliga Nord durch einen 10:0-Kantersieg gegen Dynamo Schwerin am Sonnabend deutlich bessere Voraussetzungen im Aufstiegsrennen verschafft. Spitzenreiter Eintracht Mahlsdorf hat zwar noch drei Punkte mehr, setzt aber kommendes Wochenende wegen der Teilnahme am Endspiel um den Berlin-Pokal aus (die Partie des 29. Spieltags gegen BAK wurde vorgezogen) – während Preussen nun das bessere Torverhältnis aufweist und mit einem Sieg bei Optik Rathenow am Samstag die Tabellenführung übernehmen könnte. Dadurch hätten die Lankwitzer zum "Showdown" zuhause gegen Mahlsdorf am 31. Mai den Vorteil, dass der Kontrahent gewinnen muss, um noch Platz 1 zu erreichen.