TRAINER KOHLSCHMIDT NACH DEM TEST AM MITTWOCH
Im Rennen um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost musste sich der SV Lichtenberg 47 vergangene Saison denkbar knapp dem FC Hertha 03 geschlagen geben. Am Mittwoch trafen beide Teams in einem Test bei den 47ern aufeinander, der mit einer 0:3-Niederlage endete. Zuvor hatte man aber immerhin Drittligaabsteiger HFC im "Zoschke" 3:2 bezwingen können.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit 47-Trainer Nils Kohlschmidt (arbeitet im Gespann mit Rudy Raab) über die Erkenntnisse aus Test und Vorbereitung, die Neuzugänge – und das Programm bis zum Start gegen Schwerin zuhause Anfang August.
NILS KOHLSCHMIDT (LICHTENBERG 47)

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Beitrag+Fotos: BspA/Hagen Nickelé
Es ist sicher eine der spannendsten Fragen im Berliner Fußball der Saison 2024/25: wird der FC Hertha 03 als Neuling im professionellen Betrieb der Regionalliga Nordost bestehen können? Die Zehlendorfer mussten die Abgänge mehrerer Stammkräfte (u.a. Didoss, A. und L. Millgramm, Stein) verkraften und werden obendrein zunächst ins Stadion Lichterfelde ausweichen müssen. Die Zahl der Neuzugänge (Barry, Durmishi, Figurski Vieira, Nwatu) hat sich zudem seit dem letzten Gespräch Anfang des Monats nicht erhöht. Nach zwei durchwachsenen Tests gegen Tasmania (3:4) und Staaken (2:2) setzte sich die "kleine Hertha" gestern Abend bei Lichtenberg 47 mit 3:0 durch (Tore: Yildirim 2, Ihbe).
Die VSG Altglienicke erlebt nach Platz 6 in der vergangenen Saison erneut einen Umbruch im Kader – und auch auf der Trainerposition hat man sich mit Semih Keskin (zuvor Viktoria) neu aufgestellt. Neben den bereits getätigten Verpflichtungen wurden seit dem Interview auch noch die von Arnel Kujovic (Mittelfeld, Energie Cottbus) und Pascall Moll (Angriff, Würzburger Kickers) bekannt gegeben.
Der FC Spandau 06 muss nach dem Abstieg aus der Landesliga die "Reset-Taste" drücken und in der Bezirksliga einen Neuanfang wagen. Zum Stichtag 30. Juni hatten den Verein bereits zahlreiche Spieler verlassen, Neuzugänge gab es (Stand: 07.07.) noch keine – dafür konnte man für die Trainerposition einen echten Coup landen. Mit Thomas Häßler hat man schließlich einen Welt- und Europameister gewinnen können, der sich obendrein im Berliner Amateurfußball gut auskennt – nach einer gesundheitlich bedingten Auszeit hat "Icke" wieder Lust auf eine Herausforderung.
Der FSV Spandauer Kickers hat mit Rang 3 in der Berlin-Liga 2023/24 (54 Punkte) die beste Platzierung der Vereinsgeschichte erzielt. Zur kommenden Saison bleibt das Team weitgehend zusammen – die primäre Zielsetzung bleibt jedoch unverändert.
Der BFC Preussen dominierte vergangene Saison die Berlin-Liga und schaffte so den anvisierten Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord. Dort sorgt der Neuling bereits vor dem Saisonstart für Furore mit zahlreichen namhaften Verpflichtungen (und ein, zwei Spieler sollen dem Vernehmen nach noch kommen), sodass den Lankwitzern zumindest von der Konkurrenz sogar der "Durchmarsch" in die Regionalliga zugetraut wird.
Nach neun Jahren in der Oberliga ist dem FC Hertha 03 der Aufstieg nach einer starken Saison inklusive eines packenden Zweikampfs gegen Lichtenberg 47 gelungen. Trotzdem muss die kleine Hertha kommende Spielzeit auf den einen oder anderen Leistungsträger verzichten sowie den Unterschied zu den zahlreichen, unter professionellen Bedingungen arbeitenden Klubs in der Nordost-Staffel ausgleichen.
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost steht der Berliner AK in der NOFV-Oberliga Nord vor einem Neuanfang. Trainer Volkan Uluc ist einer der wenigen Verbliebenen im Team, der nun eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen muss bzw. will.
Nicht für schwache Nerven war der Klassenerhalt des SV Blau-Weiß Berolina Mitte in der Landesliga 2. Abteilung – gegen den direkten Konkurrenten Spandau 06 (2:2) schaffte der Aufsteiger am Sonntag das nötige Unentschieden, um dank des besseren Torverhältnisses auch ein weiteres Jahr siebtklassig zu bleiben.