Allgemein

Lindhardt und Nimczyk zweimal im Winner-Circle

Der Däne siegt mit Kelso und National Pride, während der Goldhelm mit Hercules Petnic und Head over Heels punktet.

Siegreiches Gespann: Kelso und Fahrer Christian Lindhardt (Foto: ©Marius Schwarz)

Eine lohnende Stippvisite in die Hauptstadt unternahm Christian Lindhardt: Für seinen Arbeitgeber, das norddeutsche Gestüt Lasbek, fuhr der dänische Profi bei der Mariendorfer Sonntagveranstaltung einen Doppeltreffer heraus. Zunächst punktete Lindhardt mit dem Hengst National Pride – ein Pferd, das in den Derby-Vorläufen durchaus eine Rolle spielen könnte. Der kleine Bruder der Spitzenstute Elaine (103.604 Euro Gewinnsumme) lieferte eine exquisite Leistung ab. Er bezwang die ebenfalls drei Jahre alte Stute Unicorn Diamant (Kornelius Kluth), die als 20:10-Favoritin angetreten war und sich unterwegs um die Führungsarbeit verdient gemacht hatte, sehr sicher. National Pride (57:10) wurde erst auf den letzten dreihundert Metern zum entscheidenden Angriff dirigiert und ging in 16,2/1.900m mit einer halben Länge Vorsprung an der Gegnerin vorbei. Lindhardt tat dabei nicht mehr als nötig – man darf davon ausgehen, dass National Pride zukünftig noch beträchtlich zulegen wird. Gleich im Anschluss ging der Däne mit Kelso (13:10) auf die Ehrenrunde. Der Wallach eroberte eine gute halbe Runde vor dem Ziel das Kommando und gab das Heft in der Tagesbestzeit von 14,9/1.900m nicht mehr aus der Hand.

Nimczyk tut es Lindhardt gleich

Auf die gleiche Ausbeute wie sein dänischer Kollege kam auch Michael Nimczyk. „Ich habe eine sehr hohe Meinung von dem Wallach“, lobte der Goldhelm seinen ersten Tagessieger Hercules Petnic nach einem überaus souveränen, in 16/2/1.900m erzielten Erfolg. Der Goldhelm hatte Irmgard Keller-Müllers Traber einen idealen Rennverlauf als zweites Pferd an der Innenkante serviert. Im Einlauf zog der Vierjährige sehr leicht mit anderthalb Längen Vorsprung an dem Piloten Exclusive Fire (Victor Gentz) vorbei. Mit Head over Heels scheute Nimczyk dagegen die Todesspur nicht – und auch dies erwies sich als richtige Entscheidung. Denn als der neben ihr liegende Simba Diamant (Victor Gentz) nicht mehr auf den Beinen zu halten war, besaß Head over Heels rasch den entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Verfolgern und setzte sich in 16,6/1.900m hochüberlegen mit sieben Längen Vorsprung ab.

Ice Greenwood und Flash di Quattro überlegen

Neben dem bereits erwähnten National Pride stellte sich noch ein weiterer Dreijähriger siegreich vor. Für Ice Greenwood kommt das Derby allerdings wohl einen Tick zu früh. Denn es war unübersehbar, dass der Dunkelbraune noch recht grün ist und mitten in der Entwicklung steckt. Deswegen ließ ihn seine Fahrerin Lea Ahokas am Start auch sehr ruhig eintreten. Doch bei seinem Vormarsch Ende der Gegenseite entfaltete der für die Farben von Sebastian Lyon trabende Hengst ein beträchtliches Laufvermögen und ließ seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Seine Siegquote betrug 111:10 – eine überaus lukrative Rendite angesichts der Tatsache, dass sich Lea Ahokas im Vorab-Interview sehr optimistisch geäußert hatte.

Weitaus weniger, nämlich 18:10, zahlte Flash di Quattro aus, den Thorsten Tietz zum längst überfälligen ersten Saisonsieg führte. Für den Wallach aus dem Besitz von Dirk Grusdas war das Ganze in 16,8/1.900m eine recht lockere Angelegenheit. Der Sechsjährige zog sofort nach vorne und musste auf der Zielgeraden nur kurz ermuntert werden, um sich überlegen vom Feld zu lösen.

Mad World und Tiffany Diamant bei Stamer-Läufen vorne

Am Sonntag standen außerdem zwei Läufe zum Stamer-Cup auf dem Programm – ausgeschrieben für Amateurfahrer mit maximal 35 Siegen. Der erste Lauf wurde in 17,1/1.900m zu einer leichten Beute für Marco Schindler und seinen selbst gezüchteten Vierbeinerstolz Mad World, der in dieser Saison durchweg nur tolle Leistungen kennt. Der Auftritt des 15:10-Favoriten war phänomenal, denn bis zur Gegenseite lag Mad World noch an letzter Position, um dann im Rush am gesamten Feld vorbeizufliegen. Marco Schindler zeigte sich bei der Siegerehrung sichtlich gerührt: „Ich bin absolut froh über diesen Treffer, denn mein Pferd ist mir sehr ans Herz gewachsen!“

Mindestens ebenso groß war die Freude wenig später bei Daniela Fellner, die Tiffany Diamant zu einem überaus souveränen Sieg steuerte. Die Stute hatte sich unterwegs an die vierte Stelle außen verbessert und lief auf der Zielgeraden in 16,7/1.900m grußlos an den Konkurrenten vorbei. Die bayerische Amazone verwandelte ihre erste Jahresfahrt somit auf Anhieb in einen vollen Erfolg und zugleich war es für sie der erste Mariendorfer Sieg überhaupt.

Gesamtumsatz: 96.993,19 Euro – Bahnumsatz: 34.041,00 Euro – Außenumsatz: 62.952,19 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 1. Juli statt. Beginn ist um 13.30 Uhr. Im sportlichen Mittelpunkt stehen der Lauf zum Super Trot Cup, die KRAFFT und UllrichEquine-Rennserien sowie der Buddenbrock-Trial

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Vor ihrer "Sommerpause" in der GFL1 Staffel Nord gelang den Berlin Rebels mit dem 34:13-Sieg über die bis dahin ungeschlagenen Cologne Crocodiles am Sonnabend ein weiterer Coup. Der Lohn: zumindest für eine Woche Platz 1, bis die Konkurrenten von der Anzahl der Spiele gleich gezogen haben.

Kim Kuci

Bei wechselhafter, kühler Witterung in Charlottenburg stellten die Gastgeber vor der Pause bereits die Weichen zum Sieg. So gingen die Rebels mit einer 28:0-Führung in die Kabinen und brachten den Vorsprung am Ende sicher ins Ziel. Nach dem Spiel hatte Berlinsport Aktuell Gelegenheit, mit Rebels-Coach Kim Kuci über die Partie und den bisherigen Verlauf der Season zu sprechen.

Bitte zum Abhören unten anklicken


 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Am letzten Spieltag 2017/18 verteidigte Tus Makkabi den einstelligen Tabellenplatz im Klassement der Berlin-Liga durch einen 1:0-Auswärtssieg beim BFC Preussen. Dabei wurden die Charlottenburger auch vor dem zweiten Jahr in der Spielklasse als Absteiger gehandelt - wieder gelang es den Verantwortlichen bei Makkabi aber, eine verschworene Truppe auf die Beine zu stellen, die für einige Überrschungen sorgen konnte.

F. Diekmann

Berlinsport Aktuell sprach am vergangenen Sonnabend nach der Partie an der Malteserstraße mit TuS-Trainer Frank Diekmann.

Zum Abhören bitte unten anklicken

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé


Mit einer 0:1-Niederlage gegen TuS Makkabi verabschiedete sich der BFC Preussen aus der Spielzeit 2017/18. Dabei kann man nicht nur mit Platz 11 zum Abschluss zufrieden sein - darüber hinaus übertraf man mit dem Saisonverlauf vielerorts die Erwartungen.


Berlinsport Aktuell sprach am Sonnabend nach dem Spiel mit Preussen-Trainer Nikolai Klarkowski (kl. Foto).

 

Zum Abhören bitte unten anklicken

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

New Dawn wie ein Champion, Desert King königlich

Thorsten Tietz und Josef Franzl führen die beiden Hengste zu Siegen in den KRAFFT und UllrichEquine Rennserien

New Dawn und Fahrer Thorsten Tietz bei der Siegerehrung (Foto: ©Marius Schwarz)

New Dawn dominiert das KRAFFT-Rennen

„Ich wusste bisher gar nicht, dass Deutschland heute spielt.“ Das war sicherlich der lustigste vor laufender Kamera getätigte Spruch bei der Mariendorfer Sonntagveranstaltung, die aufgrund der Fußball-WM bereits am Vormittag begann. In der Tat: Der interviewte Thorsten Tietz ist wahrlich nicht dafür bekannt, ein leidenschaftlicher Fan des Spiels mit dem runden Leder zu sein. Dafür weiß der mehrmalige Berliner Champion aber umso mehr, was im Sulky zu tun ist und bewies sein Können mit New Dawn eindrucksvoll. Das mit 12.000 Euro dotierte KRAFFT Performance Energy - Rennen wurde zu einer überlegenen Beute des Gespanns, das aus dem ersten Band einen guten Start erwischt hatte und rasch die Führung übernahm. Eine Position, die Tietz und New Dawn fortan nicht mehr abgaben, denn der Profi ließ den Traber der Besitzergemeinschaft Gramüller/Holzapfel mächtig treten. Der Vorsprung betrug teilweise vierzig Meter und am Ende waren es glatte acht Längen, die New Dawn in 14,4/2.000m von seinen Verfolgern trennten. Der als einziger mit zwanzig Meter Zulage bedachte Mac Smily (Christian Lindhardt) schnappte sich mit viel Speed vor der unauffälligen Tijuana Diamant (Michael Nimczyk) das zweite Geld. Für den schlecht gestarteten und kaum Akzente setzenden Pelle Barosso (Josef Franzl) war diesmal vor den recht harmlosen Glaedar (Kornelius Kluth) und Lovers Hall (Rudolf Haller) nur der vierte Rang drin.

Desert King im UllrichEquine-Rennen ebenfalls überragend

Desert King war mit Josef Franzl im Sulky in seinem Rennen unantastbar (Foto: ©Marius Schwarz)

Der zweite große Höhepunkt des Berliner Renntages, der vom sportlichen Niveau her weitaus mehr zu bieten hatte als das anschließende trostlose WM-Gekicke der Nationalelf, war der mit 6.000 Euro Preisgeld dotierte fünfte Lauf der UllrichEquine-Serie. Bereits im Vorab-Statement wurde überdeutlich, welch hohe Meinung Josef Franzl von seinem Schützling Desert King hat. Wie sich zeigen sollte, war diese Erwartungshaltung war nicht übertrieben und als Franzl mit dem Hengst kurz darauf tatsächlich im Winner-Circle stand, legte der Sauerlacher noch einen drauf: „Ich bin total stolz, solch ein gutes Pferd im Training zu haben!“ Die Freude war begründet, denn obwohl der 13:10-Topfavorit nahezu das gesamte Rennen in der Angriffsspur bestreiten musste, war der Braune eine Klasse für sich. Desert King siegte in 14,1/1.900m mit fünf Längen Vorsprung und ließ weder der diesmal sehr flott beginnenden und im Einlauf feinen Speed entwickelnden Misty Morning (Christian Lindhardt) noch Stradivari (Michael Nimczyk), der die Rolle des Tempomachers übernommen hatte, auch nur den Hauch einer Chance.

Rainbow Diamant siegt und siegt

Er läuft weiterhin in der Form seines Lebens: Mit seinem ständigen Begleiter Heinz Wewering erzielte der 11:10-Topfavorit Rainbow Diamant bereits den fünften Volltreffer hintereinander. Und zwar in unwiderstehlichen Manier! Nach dem Start zunächst an zweiter Stelle innen positioniert, wechselte Heinz Wewering mit dem Hengst zu Beginn der Gegenseite in die zweite Spur. Rainbow Diamant zog im Rush nach vorne und verlor im weiteren Verlauf alle Gegner. Die Kilometerzeit von 13,6/1.900m und der Vorsprung von sieben Längen spielten dabei sogar nur eine untergeordnete Rolle. Denn der Crack des Besitzers Dr. Manuach Messengießer hätte bei Bedarf sogar noch viel deutlicher gewinnen können. Keine Frage: Rainbow Diamant ist für seine nächste Aufgabe – die Teilnahme am Super Trot Cup – bestens gerüstet.

Rudolf Haller dreimal vorne

Einen super Tag erwischte Rudolf Haller: Der bayerische Profi konnte drei Siege einfahren. Get Lucky unterstrich auf der langen 2.500-Meter-Strecke einmal mehr, dass er überaus schwierig ist, aber über ein gewaltiges läuferisches Potential verfügt. Als dem Wallach nach einem Sicherheitsstart obendrein noch ein springender Teilnehmer in die Quere kam, lag er zunächst weit aus dem Rennen. Eine Runde vor dem Ziel führte ihn sein Trainer trotzdem mit einer fulminanten Attacke an die Spitze und der Braune duldete in 1:16,4 min. keinerlei Widerstand mehr.

Einen wahren Paukenschlag landete Haller wenig später mit der dreijährigen Donna Granata. Die Stute machte ihrem Namen alle Ehre und rauschte nach ständiger Führung in 14,0/1.900m mit vier Längen Vorsprung über die Ziellinie.

„Donna Granata ist zwar sehr phlegmatisch und muss daher ständig angetrieben werden – aber ihr raumgreifender Schritt ist phänomenal!“ (Rudolf Haller)

Der gleichaltrige Provenzano machte es – ebenfalls in den Wieserhof-Farben und von der Spitze aus – seiner Trainingsgefährtin eine dreiviertel Stunde später in 15,6/1.900m nach.

Goldhelm Nimczyk 2-mal im Winner's Circle

Auch Michael Nimczyk stellte mit Uno per te Diamant (56:10) einen starken Dreijährigen vor. Der kleine Bruder von RitchiRich Diamant (43.368 Euro Gewinnsumme) trumpfte nach einem geschonten Verlauf in 16,2/1.900m auf. Im Gegensatz zum zweitplatzierten Far West (Josef Franzl), der unterwegs eine Menge tun musste, brauchte der Hengst seine Stärken erst auf der Schlusshalben auszuspielen.

Und was einmal so gut funktioniert hat, klappt auch ein zweites Mal. Das muss sich der Goldhelm wohl bei seiner Fahrt mit Izzi’s Newport gedacht haben, denn er servierte dem ebenfalls für das Derby genannten Wallach ein Traumrennen an der Innenkante. Als der Traber aus dem Stall Mommert auf der Zielgeraden hinter dem enormes Tempo bolzenden Francesco (Jörgen Sjunnesson) auf freie Bahn fand, war in bärenstarken 14,0/1.900m alles sofort zu seinen Gunsten entschieden.

Gobelin mit Tagesbestzeit - Außenseitersieg bei Amateuren

Ganz anders gestaltete sich der Rennverlauf für Gobelin (Victor Gentz), denn der Wallach der Besitzergemeinschaft Holle/Weber ging über den gesamten Weg außen herum. Angesichts seiner unbestreitbaren läuferischen Klasse war Gobelin bei einer Siegquote von 71:10 am Wettmarkt krass unterschätzt. Mit dem anspruchsvollen Pensum hatte der Dunkelbraune nicht die geringsten Probleme und nicht nur das – zur Freude seines gesamten Stallteams krönte der Achtjährige seine ohnehin schon vorzügliche Leistung mit einer neuen persönlichen Bestmarke. Gobelin gewann in der Tagesbestzeit von 13,2/1.609m – ein glorreicher Auftritt!

Das einzige Amateurfahren der Veranstaltung ging an André Pögel und Fire Lane, die in 16,1/1.900m völlig überlegen mit vier Längen Vorsprung auftrumpften. Auch hier war die Siegquote sehr erstaunlich, denn mit 41:10 war der offensiv von der Spitze aus eingesetzte Fire Lane am Toto ähnlich wie Gobelin eindeutig zu schlecht bewertet.

Gesamtumsatz: 117.538,42 Euro – Bahnumsatz: 37.536,10 Euro – Außenumsatz: 80.002,32 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 24. Juni statt. Veranstaltungsbeginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)

Während die DJK Schwarz-Weiß am letzten Spieltag trotz eines 5:0-Heimsiegs den Gang in die Landesliga antreten musste, stand der Abstieg des unterlegenen 1. FC Schöneberg längst fest. Im Jahr 2011 spielte man noch in der Kreisliga B, nun fand der stete Aufstieg der Schöneberger in der Berlin-Liga ein deutliches Ende: nur 6 Punkte und 161 Gegentreffer sprechen Bände.

A. Bilek

 

Hasso Nickelé sprach für Berlinsport Aktuell nach der Partie in Britz-Süd mit FCS-Trainer Ayhan Bilek

 

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé
Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

B. Kandler

Aus gegebenem Anlass haben wir heute nochmal die Stimme von Trainer Benjamin Kandler, der mit der DJK Schwarz-Weiß am Nachmittag aus der Berlin-Liga abgestiegen ist. Der 5:0-Sieg gegen den 1. FC Schöneberg nutzte dem Verein aus Britz-Süd dabei nichts mehr, da auch die Konkurrenten Spandauer Kickers (5:1 gegen Rudow) und Füchse (2:0 gegen Al-Dersimspor) ihre Partien gewinnen konnten.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag: Hasso und Hagen Nickelé


 
Die Entscheidung um die Frage, wer der dritte Abstieger in der Berlin Liga 2017/18 wird, hat sich vor dem letzten Spieltag weiter zugespitzt. Berlin Türkspor (2:1 bei Croatia) und Al-Dersimspor (2:1 gegen SpaKi) erreichten dabei den vorzeitigen Ligabverbleib - die Spandauer Kickers (36 Punkte), Füchse (35) und Schwarz-Weiß Neukölln auf dem Abstiegsrang (34) müssen weiter hoffen bzw. zittern.

B. Kandler

Für die Schwarz-Weißen lief es am 33. Spieltag dabei lange Zeit nahezu perfekt: den notwendigen Dreier bei Tasmania (3:1) vor Augen, hätte ein Sieg in der letzten Runde gegen das Schlusslicht aus Schöneberg den sicheren Klassenerhalt bedeutet. Dann aber drehte Konkurrent Al-Dersimspor in der Schlussphase noch das 0:1 gegen die Spandauer Kickers in einen Sieg. So hat Schwarz-Weiß den Ligaerhalt nicht mehr in der eigenen Hand, muss - ein eigener Sieg vorausgesetzt - hoffen, dass sich die Füchse (zuhause gegen Al-Dersim) oder SpaKi (zuhause gegen Rudow) noch einen Ausrutscher leisten.

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie bei Tasmania mit Schwarz-Weiß-Trainer Benjamin Kandler.

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé


Keine Vorentscheidung zum Thema Aufstiegsplatz Nr. 2 in der Landesliga Staffel 1. Während Berolina Stralau nach dem 3:1 gegen BFC Dynamo II die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist, trennten sich die beiden Verfolger Türkiyemspor und Hilalspor am Nachmittag 1:1 unentschieden. Temel hatte die Gäste nach einer knappen Stunde in Führung gebracht, Türkiyemspor schlug aber durch Tetik in der 77. Minute zurück. Damit konnte der Gastgeber den Kontrahenten Hilalspor vor dem letzten Spieltag weiterhin auf zwei Punkte Abstand halten, muss aber im abschließenden Spiel beim abstiegsbedrohten Adlershofer BC drei Punkte einfahren, um wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Hilalspor ganz sicher zu gehen. Die wiederum müssen nächsten Sonntag auf eigenem Platz den neuen Meister aus Stralau bezwingen, um überhaupt die kleine Chance auf den Aufstieg zu wahren.

L. Mrosko (Türkiyem)

U. Binici (Hilal)

Hasso Nickelé sprach nach der Partie für Berlinsport Aktuell mit den Trainern Lars Mrosko (Türkiyemspor) und Umut-Ugur Binici (Hilalspor) über das Kreuzberger Duell - dabei ging es aus gegebenem Anlass auch um die Auswirkungen des islamischen Fastenmonats Ramadan auf beide Teams.

Bitte zum Abhören unten anklicken

*Wir bitten um Nachsicht, dass wir mit endgültigem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25. Mai die Kommentarfunktion auf dieser Seite abgeschaltet haben. Diese Entscheidung wurde einerseits aufgrund der geringen Nutzung der besagten Funktion getroffen, andererseits wegen des nun damit verbundenen, erhöhten datenschutzrechtlichen und auch finanziellen Aufwands.

Im Zuge der Veröffentlichung dieses Beitrags hat uns allerdings intern auch eine Stellungnahme von Hilalspor wegen der Aussage von Türkiyemspors Trainer Lars Mrosko erreicht, die wir im Sinne der ausgewogenen Berichterstattung hier kurz zusammenfassen wollen: Hilalspor hegt keine Abneigung gegen Türkiyemspor, weder politischer noch sonstiger Natur - die Ablehnung des angesetzten Unparteiischen geht auf ein Spiel im Jahr 2014 zurück, weshalb der Verein einen anderen, unbelasteten Schiedsrichter für das wichtige Spiel bevorzugte.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hasso und Hagen Nickelé

Füchse verlieren trotz früher Führung

Die noch im Abstiegskampf steckenden Gäste starteten mit Wucht - und überrumpelten Empor damit bereits nach nicht einmal 60 Sekunden. Kapitän Dario Greiser war es schließlich, der den Ball zum schnellen 0:1 über die Linie drückte. Auch im weiteren Verlauf blieben die Reinickendorfer zunächst dominant und das Feiern des vorzeitigen Klassenerhalts im Fall eines Dreiers schien deshalb nicht unmöglich. Bei der Unterbrechung für die Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit nahm sich Empor-Trainer Schwanke aber seine Schützlinge zur Brust und sorgte so für den nötigen Weckruf. Mit zunehmender Spieldauer fand der SVE jedenfalls besser ins Spiel, eine der wenigen Chancen nutzte Steven Rajemann vor der Pause schließlich zum 1:1 (43.).

Rajemann macht den Unterschied

Im zweiten Durchgang blieb es zwar weiter ein verteiltes Spiel, der Gastgeber erwies sich insgesamt aber als zwingender. Empors Chancenplus wurde dann erneut durch Rajemann (72.) in Zählbares umgemünzt und die Füchse konnten die Niederlage in der Schlussphase nicht mehr abwenden. Mit etwas "Schützenhilfe" könnten die Reinickendorfer morgen aber doch schon den vorzeitigen Klassenerhalt feiern - auch bei einer Entscheidung am letzten Spieltag haben sie jedoch zuhause gegen Al-Dersimspor das Erreichen des Mindestziels weiter in der eigenen Hand. Für Empor geht es dann bei Sparta um die Abrundung einer starken Rückserie 2017/18.

J. Schwanke

G. Perschk

Nach dem Spiel sprach Berlinsport Aktuell mit den Trainern beider Teams: Jörg Schwanke (l.), für den es das letzte Heimspiel bei Empor war, und Guido Perschk (Füchse).

Zum Abhören bitte unten anklicken

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé