Der Aufsteiger in Berlins höchste Spielklasse hat sich in der Sommerpause nochmal verstärken können und will mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Im ersten Vorbereitungsspiel trennten sich die Charlottenburger 2:2 (0:1) vom Neu-Oberligisten SV Tasmania.
E. Kazar
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie am Donnerstag mit 03-Trainer Ersan Kazar über die ersten Eindrücke, Neuzugänge – und die Chancen in der Berlin-Liga 2019/20.
Berlin United ist weiter in aller Munde, denn der Aufsteiger aus der Landesliga hat personell zugelegt: bislang neun Spieler mit höherklassiger Erfahrung sind neu am Spandauer Damm. Auch auf dem Trainerposten gab es einen Wechsel: Aufstiegscoach und Ex-Weltmeister Thomas Häßler wurde durch Fabian Gerdts (29) vom Berliner SC ersetzt.
F. Gerdts
Berlinsport Aktuell traf den Neu-Trainer von United am Rande des Testspiels TSV Rudow - Füchse am Sonnabend an der Stubenrauchstraße und führte ein kurzes Gespräch mit ihm.
Die Füchse Berlin haben die dritte Zittersaison in Folge hinter sich und dabei dieses Mal – unter Mithilfe des TSV Rudow (gewann beim BFC Preussen) – den Klassenerhalt buchstäblich erst in letzter Sekunde unter Dach und Fach gebracht. Insofern ist der Wunsch in Reinickendorf nach einer Saison im Tabellenmittelfeld gewaltig – vor allem durch den Zugang von Maik Haubitz (26, von RL-Aufsteiger Lichtenberg 47), Bruder von Füchse-Stürmer Steven (31), erhofft man sich ein besseres Abschneiden.
Th. Thielecke
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Testspiel beim TSV Rudow (2:2) mit dem neuen Trainer der Füchse, Thorsten Thielecke, über die "schwierige Berlin-Liga 2019/20", die Neuzugänge – und die Gründe für seinen Tapetenwechsel nach Jahren bei SF Charlottenburg-Wilmersdorf.
Europas erfolgreichster Trabrennfahrer aller Zeiten gewinnt den mit 20.000 Euro Preisgeld dotierten Lauf zum Super Trot Cup mit dem Außenseiter Rainbow Diamant. In der Newcomer-Serie verblüffen Thomas Panschow und Kobra Haleryd ebenfalls zu hohen Odds. Die dickste Überraschung hält aber Thomas Buley parat, der mit Quandor für 42-faches Geld triumphiert.
Es war der Renntag der Außenseiter. Und es war der Renntag der Emotionen. Wohl nur selten zeigten sich die Sieger bei den Ehrungen im Winner-Circle so gerührt wie am Sonntag. Selbst ein solch ausgebuffter Profi wie Heinz Wewering, der in seiner glanzvollen Karriere schon mehr als 16.900 Mal als Erster über die Ziellinie gefahren war, musste nach seinem Triumph mit Rainbow Diamant ganz tief schlucken. Was eigentlich auch kein Wunder war: Denn dass der 29-fache Deutsche Meister der gesamten hochklassigen Konkurrenz in dem mit 20.000 Euro Preisgeld dotierten Lauf zum Super Trot Cup ein Schnippchen schlagen würde – damit hatte er wohl selber kaum gerechnet. Das Publikum hatte den Traber aus dem Besitz von Dr. Manuach Messengießer trotz seiner zuvor gezeigten exzellenten Leistungen am Toto nur bei 23,2:1 eingeordnet. Der Braune rangierte damit weit unter dem von Michael Nimczyk gesteuerten Favoriten Emilion (1,6:1), der auf der Startgeraden schwer von den Beinen kam und disqualifiziert wurde, und Conrad Lugauers Schützling Breidabliks Cognac (4,1:1), den es im letzten Bogen erwischte.
Da auch der als aussichtsreich eingestufte Gustavson Be (Victor Gentz) nach einer frühen Unsicherheit eine ernsthafte Siegchance begraben musste, gestaltete sich der Rennverlauf anders, als von vielen Wettern erhofft. Desert King (Jörgen Sjunnesson) schoss sofort an die Spitze, während Heinz Wewering mit Rainbow Diamant in dessen Windschatten schlüpfen konnte. Die zweite Spur führte bis zu seinem späteren Aus zunächst noch Breidabliks Cognac an, während Thomas Panschow mit dem mit schnellen Zeiten aus Dänemark angereisten Mr Shorty eher unauffällig an achter Stelle außen platziert war. Mitte der Gegenseite flog der Derby-Dritte aber im Rush heran und wirkte brandgefährlich.
Doch der führende Desert King erwies sich als ausgesprochen zäh und ließ sich kaum beeindrucken. Beim Einbiegen auf die Zielgeraden hatte Jörgen Sjunnesson alles in der Hand und schien einem sicheren Sieg entgegenzufahren. Doch der zu diesem Zeitpunkt noch mit etlichen Längen Rückstand folgende Rainbow Diamant entdeckte sein Kämpferherz und schaffte in 1:13,4/1.900m mit dem allerletzten Schritt die Sensation. Heinz Wewering gelang in seiner unnachahmlichen Art einmal mehr, ein Finish zu seinen Gunsten zu entscheiden. Während also Rainbow Diamant und Desert King die Tickets für das große Finale des Super Trot Cups am 3. August ergatterten, hielt sich auch Mr Shorty als Dritter ebenso wie der viertplatzierte Grift Jr (Michel Rothengatter) prächtig. Der im niederländischen Callantsoog trainierte Wallach lag unterwegs stets im Fahrwasser von Breidabliks Cognac.
Mächtig verblüffte Mienen gab es bei den Favoritenwettern auch nach dem Sieg von Thomas Panschow und Kobra Haleryd im sechsten Lauf der Newcomer-Serie um 6.000 Euro Preisgeld. Denn mit dem bei 24,0:1 notierten Außenseitergespann hatte kaum jemand gerechnet, sodass sich in der V7+ bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein Jackpot in Höhe von 7.020 Euro ergab. Thomas Panschow verpasste seinem Schützling, den er zuvor nur ein einziges Mal – nämlich Mitte Juni in Hamburg – gesteuert hatte, ein geschontes Rennen an der Innenkante. Er ersparte dem Fuchs aus dem Lot von Martina Jänsch-Tappe jeden zusätzlichen Meter – das war die Basis für den Erfolg.
Als das Feld in den Einlauf bog, machte Kobra Haleryd in 15,8/1.900m hinter der Pilotin G.G.‘s Victoria (Victor Gentz) entscheidende Reserven frei und fing die tapfer durchziehende Gegnerin sicher ab. „Es hat sich vom Startplatz zwei aus alles optimal für uns entwickelt“, resümierte Thomas Panschow bei der anschließenden Ehrung und zeigte sich ebenfalls tief bewegt. „Ich habe mich an Kobra Haleryds Vater Nu Pagadi erinnert – vielleicht hat uns das zusätzlichen Schwung verliehen.“ Mit dem Hengst hatte der Profi 2008 das Derby gewonnen.
Rahmenprogramm I: Wewering zum Zweiten
Im Rahmenprogramm gab es etliche starke Leistungen zu verzeichnen. Hier sind die Sieger in chronologischer Reihenfolge: Merete (Thomas Heinzig) war nach ständiger Führung eigentlich nur als Zweite eingelaufen. Da aber Proud Miguel (Thomas Panschow), der sie kurz vor der Linie abgefangen hatte, im Anschluss wegen einer Fahrspurveränderung eingangs der Zielgeraden von den Stewards auf den dritten Platz zurückgesetzt wurde, ging der Erfolg an das Stallteam der Stute.
Einen geradezu überfälligen Volltreffer feierte Fighter Pilot (Mikola Volf). Der überaus formbeständige Fuchs ging auf der Gegenseite nach vorne und war völlig überlegene Ware. Red Girl (Heinz Wewering) lag unterwegs immer hinter der tempobolzenden Jane Attack (Michel Rothengatter) und ging im Einlauf grußlos an der Pilotin vorbei. Falls Garry (Ronja Walter) so weitermacht wie momentan, hat der Wallach erneut die Chance, Deutschlands siegreichstes Pferd des Jahres zu werden. Selbst 40 Meter Zulage konnten den Dunkelbraunen, der im Schlussbogen das Heft in die Hand genommen hatte, nicht stoppen und er machte das Monté in phänomenalen 14,7/2.040m einmal mehr zu seiner Bühne.
Rahmenprogramm II: Quandor sorgt für Quote
Für den größten Quotenhammer der Veranstaltung sorgte Thomas Buley mit dem 41,8-Riesenaußenseiter Quandor. Den eigenen Traber gleich bei seinem Debüt siegen zu sehen – das ist wohl der Traum eines jeden Besitzers und Lesley Renner, die Quandor auf Anraten seines Züchters Christian Tausent gekauft hatte, war über den mit großer Autorität erzielten Triumph derartig glücklich, dass sie prompt ein paar Freudentränen verdrückte. „Ich glaube, ich habe ein Pferd für Dich – er schaut gut aus und wird Dir gefallen, hatte mir Christian Tausent gesagt und ich bin seiner Empfehlung gefolgt“, strahlte die sympathische Amateurfahrerin bei der Ehrung im Winner-Circle über beide Backen. Die im schleswig-holsteinischen Bevern beheimatete Sportlerin durfte in der Tat mächtig stolz auf ihre Neuanschaffung sein, zumal Thomas Buley und Quandor mit ihrer auf der Gegenseite eingeleiteten Blitzattacke dem Favoriten Cruzado (Michael Nimczyk) eine glasklare Niederlage beigebracht hatten und in bärenstarken 15,5/1.900m nichts dem Zufall überließen.
In prächtiger Verfassung präsentierte sich So Keck mit ihrem Besitzer Immo Müller. Die Stute bewies einmal mehr, dass sie Rennen an der Spitze liebt und gewann sehr souverän. Die bei 16,6:1 gehandelte Venividivici S (Ronald de Beer) profitierte zum einen vom Ausfall diverser Favoriten und zum anderen von einem Idealverlauf als zweites Pferd innen. Ihre Besitzerin Sabine Koza darf mit der Dreijährigen nun gespannt dem Stutenderby-Vorlauf entgegensehen. Auch Oxidizer (Andreas Gläser) erbrachte mit 12,9:1 eine stolze Quote. Der Vierjährige drehte auf der Gegenseite seinen Turbo auf und trabte zu einer 15,0-Rekordverbesserung. Bereits den vierten Erfolg en suite erzielte Honesty Newport (Michael Nimczyk), die vom Fleck weg keine Opposition duldete. Die Abschlussprüfung ging an die von Dennis Spangenberg bereits ausgangs des ersten Bogens gebrachte Astasia du Vivier. Für die Fuchsstute wurde es am Ende zwar sehr eng, aber sie rettete sich mit einem Millimeter-Vorteil vor dem speedigen Birdy de Neuilly (Michael Nimczyk) ins Ziel. Und natürlich kamen auch wieder die Mini-Traber zum Zuge. Der Sieg ging – wie könnte es anders sein – an Amy Fink und ihr Pony Lolly.
Gesamtumsatz: 153.678,10 Euro – Bahnumsatz: 52.594,25 Euro – Außenumsatz: 101.083,85 Euro.
Unser Terminhinweis: Es ist soweit: Das Derby-Meeting beginnt! Die erste Veranstaltung des wichtigsten Ereignisses des deutschen Trabrennsports findet am Freitag, dem 19. Juli ab 16.30 Uhr statt. Im Mittelpunkt werden die Silber- und Newcomer-Serie sowie der Derby-Cup der Vier- und Fünfjährigen stehen.
Im ersten Vorbereitungsspiel zur Saison 2019/20 trennte sich der TSV Rudow mit 2:2 (0:2) von Ligakonkurrent Füchse Berlin. Nach drei Jahren unter der Leitung von Aaron Müller hat mit Mario Reichel (zuletzt Füchse) ein neuer Trainer an der Stubenrauchstraße die Arbeit übernommen. Dazu hat es im Kader der Rudower die eine oder andere Veränderung gegeben.
M. Reichel
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Testspiel mit Mario Reichel über den Last-Minute-Klassenerhalt mit den Füchsen, die neue Aufgabe beim TSV und die Zugänge, die den Rudowern eine ruhige Saison bescheren sollen.
Letzte Saison wurde Eintracht Mahlsdorf seiner Favoritenrolle nicht gerecht – um so mehr brennt man an Rosenhag auf Wiedergutmachung. Schon in der Rückserie war dabei unter dem zur Halbserie 2018/19 verpflichteten Trainer Daniel Volbert ein Aufwärtstrend bei der Eintracht erkennbar. Im ersten Vorbereitungsspiel zur neuen Spielzeit unterlag der Berlinligist nun am Mittwoch beim FC Hertha 03 trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3*.
T. Boer
Berlinsport Aktuell sprach mit dem Sportlichen Leiter Torsten Boer (zur Halbzeitpause) über die vergangene Saison, die Qualitäten der Neuzugänge – und wie man an die noch schwerer erwartete Spielzeit 2019/20 in der höchsten Hauptstadtspielkalsse herangeht.
Zum Abhören bitte unten anklicken
Play
Stop
X
*Im Test am heutigen Sonnabend besiegte Eintracht Mahlsdorf den Regionalligisten Union Fürstenwalde mit 2:1
Der FC Hertha 03 ist in die Saisonvorbereitung 2019/20 gestartet – in den ersten Tests gab es ein 2:2 beim BFC Dynamo sowie am Mittwochabend einen 3:2-Erfolg gegen Eintracht Mahlsdorf.
M. Schatte
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie an der Sachtlebenstraße mit dem Trainer der Zehlendorfer, Markus Schatte, über Zu- und Abgänge, die vergangene Spielzeit – und die Perspektiven für kommende Saison sowie darüber hinaus.
Tennis Borussia verlor vergangenen Samstag sein erstes Vorbereitungsspiel gegen Drittligist Hansa Rostock mit 2:3 (1:1). Zur anstehenden Saison haben mit Rockenbach da Silva, Benyamina und Turhan drei erfahrene Spieler den Verein verlassen, die auch für Tore gut waren.
D. Kutrieb
Berlinsport Aktuell sprach nach dem Test mit TeBe-Trainer Dennis Kutrieb über erste Eindrücke, die vergangene Spielzeit – und Ziele für die kommende.
Der Niederländer beherrscht beide Läufe des Buddenbrock-Rennens und darf nun optimistisch Richtung Derby blicken. Heiner Christiansen gewinnt den Eibl-Pokal.
„Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ lautet der Titel des weltbekannten Romans des englischen Autors Eric Malpass. Ganz im Sinne Jaap van Rijns hätte man am Sonntag in Mariendorf eigentlich ergänzen müssen: „aber mittags um halb eins ist alles noch viel schöner!“. Denn zu diesem frühen Zeitpunkt hatte der Niederländer bereits einen der größten Erfolgstage seiner Karriere in trockene Tücher gebracht. Bei der Berliner Veranstaltung, die aufgrund der Hitze bereits um neun Uhr begonnen hatte, gewann der 24-jährige Profi, der in der Nähe von Haarlem beheimatet ist, beide Läufe des Buddenbrock-Rennens und kassierte für die Besitzer seiner vierbeinigen Schützlinge einen Großteil des Preisgeldes in Höhe von 37.500 Euro ein. Für den sympathischen Holländer schien der Tag nahezu wie gemacht zu sein – und auch der Rennverein durfte trotz der Tatsache, dass der im Vorfeld als Buddenbrock-Mitfavorit gehandelte Josef Franzl die Reise in die Hauptstadt abgesagt hatte, eine überaus zufriedenstellende Bilanz ziehen. Denn der Plan, die Veranstaltung zeitlich sehr zügig durchzuführen und den gröbsten Temperaturen aus dem Wege zu gehen, ging hundertprozentig auf.
Ein großes Lob an alle Aktiven und sämtliche fleißigen Helfer! Die 20-Minuten-Abstände zwischen den einzelnen Rennen wurden perfekt eingehalten und selbst ein Defekt des Startwagens konnte die Fahrer, die sich in jeder Situation diszipliniert verhielten, nicht aus dem Takt bringen. Der Bahneigentümer Ulrich Mommert war begeistert: „Ich freue mich sehr, dass die Veranstaltung trotz der schwierigen äußeren Umstände von allen Beteiligten so gut angenommen wurde und ich wünsche mir, dass die konsequente Organisation und Durchführung des Renntages ein Vorbild für die kommenden Mariendorfer Termine ist.“
Juan Les Pins hängt Gladiateur ab
Die dickste Börse – nämlich 25.000 Euro – stand am Sonntag natürlich über dem Buddenbrock-Hauptlauf, der mit Jetway Fortuna (Cees Kamminga) neben sechs Hengsten und Wallachen auch eine Stute am Start sah. Die Traber-Lady zog sich in der Endabrechnung als Vierte sehr ordentlich aus der Affäre. Am besten konnte es aber Juan Les Pins, den Jaap van Rijn schon auf den ersten Metern mächtig flottmachte. Der von Arnold Mollema trainierte kleine Bruder der beiden Derby-Sieger Unforgettable und Expo Express rückte seinem großen Widersacher Gladiateur (Michael Nimczyk) sofort auf die Pelle und zog 1.300 Meter vor dem Ziel an die Spitze. Als auf der Gegenseite urplötzlich Jackpot of Steel (Dion Tesselaar) in der zweiten Spur auftauchte, entschied sich Michael Nimczyk, Gladiateur ebenfalls nach außen zu nehmen.
Eine Entscheidung mit Folgen: Denn der zunächst überaus gefährlich wirkende Jackpot of Steel blieb wenige hundert Meter später stehen wie eine Karre nasser Sand und Gladiateur verlor bei seinem Bemühen, die Klippe erfolgreich zu umschiffen, viel an Boden. Als der Hengst den stark nachlassenden Konkurrenten endlich passiert hatte, wurde er zwar noch phänomenal schnell – der 1,5-Favorit war also alles andere als eine Enttäuschung. Den längst enteilten Juan Les Pins konnte er aber nicht mehr einfangen und kam nur bis auf zweieinhalb Längen an den für die Farben von Arnold Mollema und die Draviet Stables 14,0/1.900m trabenden Sieger heran. Rang drei ging an Make me happy P, dem sein Fahrer Roland Hülskath jeden unnötigen Meter konsequent erspart hatte.
Knappes Finish im Stutenlauf
Auch im Buddenbrock-Stutenlauf um 12.500 Euro Preisgeld lag die Entscheidung nur zwischen Jaap van Rijn und Michael Nimczyk. Allerdings fiel der Sieg für den Holländer im Sulky von Karsten Hellmers‘ Jacky Bros wesentlich knapper aus. Der Goldhelm hatte mit Marylin Monroe Bo von Anfang an für eine hohe Pace gesorgt, während Jaap van Rijn erst einmal mit der vierten Position zufrieden war. Im Schlepptau von Versailles Diamant (Andre Bakker) kam Jacky Bros aber immer dichter an die Pilotin heran und zog in 14,9/1.900m in einem dramatischen Finish hauchdünn an Marilyn Monroe Bo vorbei.
Während Versailles Diamant auf den Schlussmetern deutlich müder wurde und nur das vierte Geld erhielt, offenbarte die innen geschonte Janske Beemd (Jeffrey Miras) als Dritte immense Reserven – für sie wäre mit einer besseren Entfaltungsmöglichkeit vielleicht sogar der volle Erfolg drin gewesen.
Larsson holt den Eibl-Pokal
What a horse! What a driver! So in etwa lautete das Motto bei dem Sieg von Larsson und Heiner Christiansen in dem mit 6.000 Euro Preisgeld dotierten Eibl-Pokal. Der Namensgeber des Rennens, nämlich Johann Eibl, ließ es sich nicht nehmen, die Ehrenpreise an das Siegerteam persönlich zu überreichen und nicht nur von seiner Seite, sondern auch vom Publikum aus begegneten dem „norddeutschen Jung“ Heiner Christiansen große Sympathien. Es ist wirklich bemerkenswert, zu was für einem tollen Pferd der 3.815-fache Sieger seinen Schützling geformt hat. Selbst ein solch starker Gegner wie Laurel Park (Michael Nimczyk) und die Tatsache, dass Larsson die Schlusshalbe durch die Todesspur ging, konnten die Erfolgsserie der beiden nicht stoppen.
Die weiteren Sieger des Tages
Auch im Rahmenprogramm zeigten sich die Pferde und Fahrer trotz der frühen Tageszeit mächtig ausgeschlafen. Die Sieger in chronologischer Reihenfolge: Västerbo Morning und Sarah Kube gaben von Beginn an Gas und gewannen mit drückender Überlegenheit. Roland Hülskath und So Keck sahen sich dagegen den Fight um die Führung in aller Seelenruhe an und schritten erst auf der Zielgeraden zur Tat. Immo Müllers Stute trumpfte in der Tagesbestzeit von 13,6/1.609m auf und verbesserte ihren Rekord um 1,4 Sekunden! Sehr autoritär agierte Cora Sun. Daniel Wagner führte die eher klein gewachsene Vierjährige sofort an die Spitze und schon beim Einbiegen in den Einlauf war klar, dass niemand mehr die Schwarzbraune gefährden würde. Nachdem ausgerechnet der „Tipp des Tages“ Stradivari (Michael Nimczyk) bereits nach wenigen Metern disqualifiziert war, gingen Gobelin und Victor Gentz auf die Ehrenrunde. Der lange Zeit an der Innenkante eingesperrte Wallach kam gerade noch rechtzeitig frei, um mit einer Halslänge Vorsprung zu punkten.
Der von Robbin Bot gesteuerte Rheingold fand trotz der zweiten Startreihe an die Idealposition als viertes Pferd außen und entwickelte im Einlauf eine höllische Geschwindigkeit. One Penny Black übernahm mit Jörgen Sjunnesson sofort das Kommando und geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Für zehnfaches Geld am Toto völlig unterschätzt war der von Thomas Panschow gesteuerte Virginias Prime. Der Wallach lauerte bis zum Schlussbogen an dritter Position und bewies auf den entscheidenden Metern einmal mehr seinen großartigen Speed. UBetterWin Diamant deckte mit Michael Nimczyk ebenfalls nicht gleich alle Karten auf, sondern schlug erst auf der Zielgeraden nach einem Rennverlauf als zweites Pferd innen zu. Den Schlusspunkt unter die Veranstaltung setzte der tschechische Gast Zdenik Skobis im Sulky von Faiway mit der nahezu identischen Taktik. Auch er hatte sein Pferd unterwegs an der Innenkante eingeparkt.
Gesamtumsatz: 159.700,00 Euro – Bahnumsatz: 57.523,30 Euro – Außenumsatz: 102.176,70 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 7. Juli statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen die mit 20.000 Euro Preisgeld dotierte Elimination zum Super Trot Cup und die Newcomer-Serie.
Die VSG Altglienicke bezwang am Sonnabend zum Testspielauftakt den FC Hansa Rostock mit 2:0 (1:0). Vor rund 1.100 Besuchern auf der Fritz-Lesch-Sportanlage erzielten Skoda und Preiß die Treffer für den Regionalligisten.
Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit dem neuen Trainer der VSG, Karsten Heine, sowie mit dem Sportlichen Leiter Daniel Böhm.