TRAINER FARDJAD-AZAD IM WEITEREN GESPRÄCH VOM 14.12.
Mit dem 5:0-Erfolg gegen Sparta Mitte Dezember hat der SV Tasmania ein sehr erfolgreiches Halbjahr abgeschlossen und führt zur Winterpause mit 37 Punkten vor Lichtenberg 47 (34 Punkte, eine Partie weniger) die Tabelle an.
Nach dem letzten Spiel sprach Berlinsport Aktuell noch mit Trainer Pardis Fardjad-Azad über die Situation zur "Halbzeit" 2025/26, etwaige personelle Veränderungen im Winter – und den "Heimspielnachteil" im Rest der Saison.
P. FARDJAD-AZAD (SV TASMANIA)

*nicht mit vollem Namen erwähnte Spieler: "Kerem" Yayla, "Rici" Bokake-Befonga, Adjakson "Ramos" (Winterzugang), Lukas "Stagge" (pausiert sechs Monate)
Zum Abhören bitte oben anklicken
Beitrag+Fotos: BspA/Hagen Nickelé
Nach dem gestrigen Sieg im Topspiel der Berlin-Liga (nachgeholt vom 13. Spieltag) steht unbestreitbar fest: die Füchse sind dank des 2:0 (Tore: Haney 2) über die Spandauer Kickers Herbstmeister. Die Frage ist jedoch, mit welchem Vorsprung - aktuell sind es stattliche sieben Punkte (der SCC mit 28 Punkten auf Platz 3 hat aber noch ein Spiel weniger ausgetragen). Doch wegen des Einsatzes eigentlich gesperrter Spieler ist nun gegen die Wertung von mehreren Partien in der Liga Einspruch eingelegt worden. Die Füchse könnten dadurch noch drei Punkte verlieren – die Spandauer Kickers wiederum drei hinzugewinnen. Die Verwirrung der von Punktabzügen bedrohten Vereine fußt dabei einerseits auf der im Bereich des DFB nur vom BFV angewendeten Regelung, dass Gelbe Karten in Liga UND Pokal zusammengerechnet werden – andererseits die Plattform dfb.net über diese Funktion nicht verfügt und dadurch die Sperren nicht automatisch anzeigt. Die endgültige Verantwortung für den Einsatz seiner Spieler obliegt dabei nach der Spielordnung den Vereinen.
"SIND EINFACH SITUATIONEN, DIE DANN NICHT SPORTLICH ENTSCHIEDEN WERDEN – DAS FINDE ICH EIN BISSCHEN TRAURIG"
Der SV Sparta steht nach der 0:5-Niederlage bei Tabellenführer Tasmania am vergangenen Wochenende nach dem ersten Halbjahr in der Oberliga auf Rang 10 (16 Spiele, 20 Punkte). Dabei waren die Lichtenberger mit 12 Punkten aus den ersten fünf Partien hervorragend gestartet – in der Folge fuhr man sich dann aber immer tiefer in einer Negativserie fest (11 Spiele, 8 Punkte). Viel besser lief es da im Berlin-Pokal, wo man zum endgültigen Jahresabschluss heute das Viertelfinale beim Landesligisten FC Internationale bestreitet.
In einem turbulenten Spiel brachte der SV Lichtenberg 47 am Sonnabend beim BAK nach 4:1-Pausenführung ein 5:4 über die Ziellinie und sicherte sich drei wichtige Zähler (jetzt 34 Punkte, 15 Spiele), denn der Anschluss an Spitzenreiter SV Tasmania (37 P., 16 Sp.) wurde so letztlich gehalten.
Mit dem 6:1-Sieg (Tore: Günther 3, Haj Youssef, Hortum, Wöhle) über Türkspor am Freitag hat der TSV Rudow nach zwei Niederlagen unter der Leitung des neuen Trainers Tim Jauer "rechtzeitig" vor der Winterpause den ersten Dreier verbucht. Weiter geht es dann am 18. Spieltag mit dem Heimspiel gegen VSG Altglienicke II (13.02.).
Durch den 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen Blankenburg am Dienstag steht Aufsteiger SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 in der 1. Abteilung mit 19 Punkten aus 13 Partien auf einem respektablen 8. Rang. Am letzten Spieltag des Jahres empfängt Viktoria Mitte dann den zwölftplatzierten SV Blau-Gelb (Sonntag, 13.45 Uhr), ehe am Donnerstag noch das Nachholspiel bei BSV Dersim bestritten werden muss.
Nach drei Jahren in der Bezirksliga ist SF Charlottenburg-Wilmersdorf zurück in der Landesliga und mit 20 Punkten aus 14 Spielen (Rang 9) in der 1. Abteilung auf Kurs Klassenerhalt. Am Mittwoch gelang ein 3:1-Erfolg beim BSV Hürtürkel (Tore: Häger, Aufschlag, Jamali Idrissi) – zum Abschluss der Hinrunde geht es dann zum SC Borsigwalde (So.)
Rücktritt bei der SG Blankenburg: nach dem 0:0* gegen das noch punktlose Schlusslicht Spandau 06 am vergangenen Wochenende hat Trainer Stephan Scharsig sein Amt niedergelegt. Der 39-Jährige war seit dieser Saison (nach dem Abgang von Marino Ballmer) erst alleinverantwortlicher Cheftrainer – Assistent Jan Gantzer stellte sich als Übergangslösung zur Verfügung und war bereits bei der 1:3-Niederlage im Nachholspiel bei Viktoria Mitte (1:3) am Dienstag gefordert. Am Sonntag empfängt die SG dann BW Spandau (7. Platz) zum letzten Spiel des Jahres auf dem Sportplatz Blankenburg – im 13. Jahr in der Bezirksliga, will man die Klasse dabei natürlich halten.
Seit 2014/15 ist der VfB Berlin Mitglied der Bezirksliga – mit Ausnahme der Saison 2023/24, die man nach dem Abstieg in der Kreisliga A verbrachte. Wieder zurück in "seinem Revier", landete der VfB 2024/25 gleich auf Platz 5, auf dem man auch aktuell in der 2. Abteilung wieder steht. Doch man rechnet sich durchaus noch mehr aus: so nahmen die Friedrichshainer in der Englischen Woche dem Tabellenführer Marienfelde II (2:2) einen Punkt ab und überholten durch einen 3:1-Sieg (Tore: Walter, Devakov, J. Klaucke) trotz Rückstand den SV Bosna in der Tabelle. Am Sonntag steht nun das Auswärtsspiel beim Tabellenneunten BSV Heinersdorf auf dem Programm.
Nach dem Abstieg aus der Berlin-Liga diesen Sommer – verbunden mit einem Umbruch im Kader und auf der Trainerbank – hat Berlin Hilalspor offenbar in der Landesliga Staffel 1 Fuß gefasst. Das verdeutlichen auch die zwei Siege in der aktuellen Englischen Woche, die die Kreuzberger mit 23 Punkten nur zwei Punkte hinter dem BSV 92 auf Rang 2 stehen lassen – und das bei einer Partie weniger. Vergangenes Wochenende gelang dabei ein 4:1-Erfolg (Balci, Neziroglu, Yilmaz, Lovas) gegen Schöneberg, am Mittwoch gewann Hilalspor dann mit 3:1 (Vadocz 2, Balci) bei Preussen II. Am Sonntag tritt man nun beim Tabellenvorletzten DJK Schwarz-Weiß an.