Berlin-Liga 2017/18: Zwischenbilanz des TSV Rudow

TSV RUDOW

Besten Dank: Ovationen erhielt der TSV Rudow für die Leistungen im zweiten Teil der Hinrunde reichlich

BERLIN-LIGA

Hinrundenbilanz: 7. Platz, 33:26 Tore, 32 Punkte (17 Spiele: 10 S, 2 U, 5 N)
Meiste Einsätze: Hirik (17), Sander, Al-Khalaf, Czuba (je 16)
Meiste Tore: Anton (6), Czuba, Hirik (5)
Längste Serie ohne Niederlage: 10. - 17. Spieltag (22 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 4. - 6. Spieltag (1 Punkt)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: Teilnehmer am Achtelfinale (14.02. gegen Lichtenberg 47)
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Aus in der Zwischenrunde

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Zugänge: noch nicht bekannt
Abgänge: noch nicht bekannt

Vor der Saison

Dauerbrenner: Zihni Taner Hirik

Die erste Saison unter der Leitung des neuen, jungen Trainers Aaron Müller schloss der TSV Rudow 2016/17 auf einem ausgezeichneten 6. Platz ab. Die Verantwortlichen peilten für die neue Spielzeit dennoch "nur" einen Rang im gesicherten Mittelfeld an. Schließlich verließen zehn Spieler den Verein.Darunter einige mit Qualitäten: Aslan, Baba, Korkmazyürek oder Matusczyk blieben in der Berlin-Liga, Rosner und Sarbanovic wechselten gar in die Oberliga. Von den Zugängen taten sich besonders der junge Zihni Taner Hirik, der als einziger in allen Spielen der Hinrunde zum Einsatz kam und 5-mal traf, sowie der erfahrene Norman Anton (27) hervor. Der Angreifer kam von Johannisthal aus der Landesliga und avancierte mit sechs Treffern zum bislang besten Schützen der Rudower. Auch Verteidiger Edison Cocaj und Mittelfeldspieler Marcel Schulz konnten auf Anhieb eine gute Rolle spielen, während Stephan Kaul (SVG Göttingen, Oberliga) noch nicht so zum Zug kam. Besondere Freude an der Stubenrauchstraße vor dem Liga-Start: der TSV wurde als Ausrichter des Saisoneröffnungsspiels auserkoren.


Es haben vielleicht fünf Prozent gefehlt, die kamen dann über's Training dazu (...). In der Berlin-Liga ist alles eng zusammen, da sind fünf Prozent dann der Unterschied (Gunnar Kaiser)

Gespräch vom 6. Januar


Bisherige Saisonbilanz

Als Gegner für dieses Eröffnungsspiel wurde der SV Sparta bestimmt - eine durchaus undankbare Aufgabe. Als Aufsteiger gerieten die Lichtenberger fast automatisch in die "angenehme" Außenseiterrolle und der TSV Rudow stand auf eigenem Platz in der Pflicht. Am Ende unterlagen die Hausherren durch ein Freistoßtor mit 0:1, die Enttäuschung darüber konnten die Rudower mit zwei Siegen im weiteren Verlauf der Englischen Woche aber schnell kompensieren. Dann aber reichte es beim 1. FC Schöneberg wieder "nur" zu einem 1:1 - der einzige Punktgewinn des Neulings bis zum 12. Spieltag. Als Problem stellten sich allerdings zunehmend die Heimspiele dar: besonders schlecht, weil der TSV sechs der ersten neun Partien an der Stubenrauchstraße auszutragen hatte - gleich vier davon gingen verloren.

Volltreffer: Norman Anton

Resultat: Platz 12 mit zehn Punkten nach dem 9. Spieltag - das war eine Platzierung im Mittelfeld, die man sich so dann doch nicht vorgestellt hatte. Doch der Wendepunkt sollte kommen: ausgerechnet bei SD Croatia, dem Tabellenzweiten, drehte man einen Pausenrückstand noch in einen 2:1-Erfolg. Und weil es so schön war, stürzte der TSV am nächsten Spieltag gleich noch den Spitzenreiter Berliner SC. Auf dem Hubertussportplatz war beim 3:0 zur Halbzeit eigentlich alles gegessen, doch dann kamen die Grün-Weiß-Roten nochmal in Fahrt und siegten in der Nachspielzeit mit 4:3. Jetzt lief es wie am Schnürchen, das folgende Derby gegen Tasmania wurde an der Stubenrauchstraße 3:0 gewonnen - und auch die anschließenden, unangenehmeren Partien, in denen man als Favorit auflief, wurden ausnahmslos mt Dreiern beendet. Zwischendurch wurde auch der drittplatzierten Eintracht in Mahlsdorf noch ein 2:2 abgetrotzt.

Das "Sahnestück" in der gesamten Entwicklung sicher dann das Drittrundenspiel im Pokal Mitte November gegen Oberligist SC Staaken: 3:0-Führung nach einer guten halben Stunde, aber dann ein Platzverweis mit dem Pausenpfiff. Nach Ende der regulären Spielzeit 4:4 (nach zwei späten Gegentoren) - in der Verlängerung sogar der Rückstand, doch der TSV kam in Unterzahl zurück und siegte am Ende 6:5. Da stellt sich vor Beginn der Rückserie natürlich die Frage: kann die Euphorie und das Selbstbewusstsein über die Winterpause erhalten bleiben? Die Antwort darauf kann wohl schnell gegeben werden angesichts des Auftaktprogramms der Rudower: schon am Sonntag bestreitet das Team von Trainer Müller das vorgezogene Spiel beim Spitzenreiter Blau-Weiß 90 und Mittwoch darauf steht der nächste Pokalkracher gegen Lichtenberg 47 an der Stubenrauchstraße an. Es folgen Auswärtsspiele bei den Lokalrivalen Schwarz-Weiß und Tasmania sowie das Heimspiel gegen den "Vize-Herbstmeister" BSC, der auf Revanche für das Hinspiel brennen dürfte. Keine Frage also: für dieses Startprogramm wird der TSV die breite Brust vom zweiten Teil der Hinrunde benötigen.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

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