Berlin-Liga 2017/18: Zwischenbilanz des BSV Al-Dersimspor

BSV AL-DERSIMSPOR

Wichtige Stützen im Abstiegskampf: Firat Karaduman (l.), Metin Sinan Aktürk (Nr. 62) und Ali Kaloglu (r.)

BERLIN-LIGA

Hinrundenbilanz: 16. Platz, 21:43 Tore, 14 Punkte (17 Spiele: 3 S, 5 U, 9 N)
Meiste Einsätze: Aktürk (17), Sahin, Baba (je 15)
Meiste Tore: Baba (6), Karaduman (5)
Längste Serie ohne Niederlage: 8. - 10. Spieltag (7 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 10. - 17. Spieltag (4 Punkte)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: Aus in der 2. Runde (1:4 gegen Stern 1900)
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Aus in der Vorrunde

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause) UPDATE 31.01.

Zugänge: Zaid (Angriff, 1. FC Wilmersdorf II), Ince (Abwehr, Hilalspor), O. S. Aktürk (Mittelfeld, SD Croatia), Masie Nsang (BFC Dynamo II), Mustafa Öner (Trainer, zuletzt 1. FC Wilmersdorf)
Abgänge: Gülli, Üremis, Trabolsi, Arslan, Özer (alle Al-Dersimspor II, während der Hinrunde), Peka (Tor, Eintr. Miersdorf/Zeithen), Iraki (Angriff, 1. FC Novi Pazar), Mario Ernesto Salvador (Trainer, noch unbekannt)

Vor der Saison

Volltreffer: Merdan Baba

Auch vor dem dritten Jahr in der Berlin-Liga wurde der BSV Al-Dersimspor wieder als Abstiegskandidat gehandelt. Geschafft haben es die Kreuzberger in den vergangenen beiden Jahren trotzdem: als Tabellen-15. (30 Punkte) 2015/16, und vergangene Spielzeit schloss man sogar mit 39 Zählern auf dem 13. Rang ab. Dass die Kurve allerdings nicht zwangsläufig weiter nach oben gehen muss, war den Verantwortlichen am Anhalter Bahnhof natürlich klar. Schließlich standen mit Ilkan und IIter Senkaya sowie Onur Serhat Aktürk drei Leistungsträger der vergangenen Jahre nicht mehr zur Verfügung. Auf der Trainerposition gab es zudem ebenfalls einen Wechsel: der erfolgreiche Erdal Güncü räumte aus beruflichen Gründen den Posten, in Mario Ernesto Salvador fand man einen Nachfolger mit gutem Ruf, der als Chefcoach allerdings noch nicht in der Berlin-Liga tätig war. Der Südamerikaner hielt einen Platz im gesicherten Mittelfeld für möglich - mit Merdan Baba (TSV Rudow) konnte man schließlich einen jungen Spieler mit Torjägerqualitäten von einem Wechsel zu Al-Dersimpor überzeugen. Auch von den aus der Landesliga geholten Metin Sinan Aktürk, Lorenzo Mbile Sanchez und Caglar Polat versprach man sich mehr als bloß Reservistenstatus - und tat mit deren Verpflichtungen einen ebenso guten Griff wie mit Sturmtalent  Ismail Tasan, der vom Kreisligisten FC Amed kam.


"Mustafa Öner hat am Anfang abgesagt - aber ich hab's dann doch irgendwie hingekriegt, ihn zu überreden" (K. Emre)

Gespräch vom 6. Januar


Bisheriger Saisonverlauf

Dem noch schwer einzuordnenden 0:0 zum Auftakt gegen den Nordberliner SC folgten vier Niederlagen mit mindestens vier Gegentoren. Darunter eine 0:7-Pleite beim Topfavoriten Blau-Weiß 90, aber auch ein 4:5 zuhause gegen den BSC - bei dem am Ende die Zuschauer zwar auf ihre Kosten gekommen waren, Al-Dersimspor aber trotzdem mit leeren Händen da stand. Dem ersten Saisonsieg gegen den recht gut gestarteten TuS Makkabi (2:0) folgte eine späte 1:2-Niederlage in Rudow - doch ein Aufwärtstrend bei der Mannschaft von Trainer Salvador war unverkennbar. Dieser sollte sich im Anschluss mit zwei Siegen und einem Remis bestätigen - mit Croatia, Preussen und Stern waren die Gegner dazu nicht gerade "Laufkundschaft". Das Pokal-Aus in der 2. Runde (wiederum gegen Stern) schien da verschmerzbar.

Die nicht unüblichen Startprobleme in der Liga schien das Team dennoch überwunden zu haben, doch beim 0:1 bei Tasmania war wieder mehr drin und gegen den Tabellenletzten aus Schöneberg sollte es gerade so zu einem 3:3 reichen. Es wurde aber sogar der Beginn eines Abwärtstrends, der Al-Dersimspor vom 10. Platz wieder auf die Abstiegsränge zurückführen sollte. Am Ende gab es zwar noch zwei Unentschieden, aber das 2:2 gegen die Füchse (nach eigener Führung) wie beim DJK Schwarz-Weiß (nach zweimaliger Führung und Überzahl in der Schlussphase) gehörten eher in die Kategorie "verlorene Punkte". Der Ausgleich in der Nachspielzeit bei den Neuköllnern bedeutete sogar, dass man die Winterpause auf dem 16. Platz - also dem ersten Abstiegsrang - verbringen muss.

Neu im Winter: Trainer Mustafa Öner

Die sportliche Talfahrt gab dann auch den Anlass, zum Winter den Trainer auszutauschen. Der gerade erst zu Saisonbeginn gekommene Mario Ernesto Salvador musste gehen. Mustafa Öner, der beim Landesligisten 1. FC Wilmersdorf während der Vorrunde auch aus zeitlichen Gründen zurückgetreten war, konnte durch Al-Dersimspors sportliche Leitung von der Übernahme des Amtes überzeugt werden. Keine leichte Aufgabe für den neuen Trainer - aber auch bei weitem nicht so aussichtslos wie bei den Wilmersdorfern, wo Öner im Winter 2016/17 angeheuert hatte, um mit dem abgeschlagenen Schlusslicht der Berlin-Liga vielleicht doch noch das Unmögliche zu schaffen. Sollte der BSV Al-Dersimspor wieder an die schon gezeigten Leistungen von Mitte der Hinserie anknüpfen können, dürfte im Gegenteil der Klassenerhalt auch im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Berlin-Liga wieder möglich sein.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

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