Berlin-Liga 2017/18: Zwischenbilanz der Füchse Berlin

FÜCHSE BERLIN

Füchse in Not: Im ersten Halbjahr hatte die Defensive bisweilen Mühe, den Überblick zu behalten

BERLIN-LIGA

Halbjahresbilanz: 14. Platz, 26:45 Tore, 15 Punkte (16 Spiele: 4 S, 3 U, 9 N)
Meiste Einsätze: Tokgöz (16), Kempf (15)
Meiste Tore: Haubitz (11), Trampisch, Urbanski (je 3)
Längste Serie ohne Niederlage: 3. - 4. (6 Punkte), 7. - 8. (4 Punkte), 15. - 16. Spieltag (2 Punkte)
Längste Serie ohne Sieg: 8. - 12. Spieltag (4 Spiele, 1 Punkt), 14. - 16. Spieltag (3 Spiele + Nachholspiel, 2 Punkte)

Andere Wettbewerbe

Berlin-Pokal: Teilnehmer am Achtelfinale (14.02. gegen Hertha 06)
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Aus in der Vorrunde

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Zugänge: Lehmann (Mittelfeld, SC Borsigwalde, während der Hinrunde), Davitaia, El- Ali (bd. Angriff, bd. BSC Rehberge), Rüdiger (Mittelfeld, Arminia Hannover), Trotzer (Mittelfeld, BSC Rehberge)
Abgänge: Fiedler (Abwehr, Normannia 08)

Vor der Saison

Dauerbrenner: Onay Tokgöz

Großer Umbruch vor der Spielzeit am Freiheitsweg: Spieler gingen im Dutzend, 18 Neue wurden verpflichtet. Unter den Abgängen schmerzte vor allem der von Przesang, Torwart Thielmann, Januschowski und Karadeniz brachten es aber auch immerhin auf 20 und mehr Einsätze 2016/17. Unter den Zugängen viele junge Spieler, die ihre Zeit brauchen - aber auch eine beträchtliche Anzahl an gestandenen Spielern. Onay Tokgöz von Makkabi etwa, Onur Ceylan (Concordia Wittenau) oder Lucas Groth (Preussen). Gemeinsam mit dem neuen Torwart Angelo Kempf (21, ebenfalls Preussen), der schon bei TeBe Oberligaluft schnuppern konnte, allerdings die einzigen Zugänge im Kader, die es auf mehr als 10 Einsätze bringen sollten. Trainer Kai Brandt, der während der Vorsaison das Amt in Reinickendorf übernommen hatte, sah sein Aufgebot in Breite und Qualität vor Saisonbeginn besser aufgestellt. Das ausgegebene Ziel lautete, eine ruhigere Spielzeit als 2016/17 zu erleben, als man mit 37 Punkten auf dem 14. Platz abschloss und eine ganze Weile um den Klassenerhalt zittern musste.


"Wir müssen versuchen, am Anfang gleich die Spiele zu gewinnen, die wir gewinnen müssen - (...) dass wir dann ein bisschen ruhiger fahren können" (Th. Pyrrhus)

Gespräch vom 6. Januar


Bisheriger Saisonverlauf

Stotterstart für die Reinickendorfer: zwei Niederlagen bei Croatia und gegen Rudow ließen die Füchse zwei Siege folgen. Das 4:0 bei Preussen am Ende der Englischen Auftaktwoche und das 3:1 gegen SpaKi sieben Tage später ließen die Gemüter am Freiheitsweg zunächst entspannter werden. Platz 8 - höher sollte es in der Hinrunde aber nicht mehr gehen in der Tabelle. Denn es setzte zunächst wieder zwei Pleiten: mit 3:6 bei Makkabi und 1:4 bei Sparta fielen diese dazu doch unerwartet deftig aus. Der anschließende Derbysieg gegen Nordberliner (2:1) und das 2:2 bei Schwarz-Weiß sorgten auch hier wieder für Entlastung in der Tabelle. Enttäuschend dann die Vorstellung beim 1:6 bei Tasmania. Trainer Kai Brandt zeigte sich nach diesem Spiel nachdenklich - und der Abwärtstrend hielt an. Das 2:3 gegen den BSC fiel dabei noch knapp aus, anschließend verloren die Füchse jedoch 0:4 in Mahlsdorf. Nun stand man nur noch auf dem 15. Platz - Grund genug für die Verantwortlichen, die Zusammenarbeit mit Brandt zu beenden.

Torschütze vom Dienst: Steven Haubitz

Dessen Vorgänger Guido Perschk, der bei den Füchsen schon öfter "ausgeholfen" hat, sollte nun im Team mit Thomas Pyrrhus und dem Sportlichen Leiter, Frank Schaaf, die Kehrtwende vollziehen. Der „Pflichtsieg“ gegen das Schlusslicht aus Schöneberg gelang (4:0), Steven Haubitz steuerte drei Treffer dazu bei - womit er zwar einmal mehr seinen großen Wert für die Füchse unter Beweis stellte, aber eben auch die mangelnde Abschlussstärke der anderen Offensivkräfte. Elf Tore in 11 Einsätzen brachte Haubitz zu Stande, die nächstbesten Schützen im Kader nach der Vorrunde nur drei. Die positive Serie im Pokal konnte man zuvor mit dem 4:2 bei Landesligist SSC Teutonia fortsetzen, als Lohn wartet am 14. Februar nun das Achtelfinale auf eigenem Platz gegen den Oberligisten Hertha 06. Ein Highlight in (noch) eher trüben Zeiten: bei Blau-Weiß 90 und im Nachholspiel zuhause gegen Türkspor blieb man ohne Punkt und Tor, kassierte insgesamt gleich neun Gegentore. Zum Abschluss des Halbjahrs reichte es dann zumindest noch für zwei Punkteteilungen, wobei die Füchse zuhause gegen Empor erst kurz vor Abpfiff den möglichen Sieg aus der Hand gaben.

Für die Rückserie kann man am Freiheitsweg nun nur hoffen, dass die zweite Vorbereitung sich im weiteren Zusammenwachsen des Teams niederschlägt. Zum vorgezogenen Auftakt mit dem Nachholspiel gegen den Regio-Cupsieger SFC Stern 1900 schon am 3. Februar ist die Zeit jedoch knapper als für andere Berlin-Ligisten. Ein Punkt wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung - dann folgen mit dem Pokalspiel und dem nächsten Heimspiel gegen Preussen zwei wichtige Partien binnen weniger Tage.

 

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

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