Berlin-Liga 2017/18: Zwischenbilanz des 1. FC Schöneberg

1. FC SCHÖNEBERG

Zusammenraufen für die Rückrunde: nur so kann der 1. FC den Klassenerhalt noch packen

BERLIN-LIGA

Hinrundenbilanz: 18. Platz, 21:69 Tore, 5 Punkte (17 Spiele: 1 S, 2 U, 14 N)
Meiste Einsätze: G. Yilmaz, Sari (je 16), Kohl (14)
Meiste Tore: Kohl (4), Konal (3)
Längste Serie ohne Niederlage: 15. Spieltag (3 Punkte), 4. + 12. Spieltag (je 1 Punkt)
Längste Serie ohne Sieg: 1. - 14. Spieltag (2 Punkte)

Andere Wettbewerbe

Dauerbrenner: Görkem Yilmaz

Berlin-Pokal: Aus in der 3. Runde (0:3 in Mahlsdorf)
Berlin-Liga-Hallenturnier 2018: Aus in der Vorrunde

Kommen und Gehen (während der Hinrunde bzw. Winterpause)

Zugänge: Garbe (Mittelfeld, zuvor SV Sparta, während der Hinrunde), Ucan (Mittelfeld, SV Tasmania Nachwuchs), Erk. Yilmaz (Mittelfeld, BSC Rehberge)

Abgänge: Tös (Mittelfeld, Nordberliner SC, während der Hinrunde)), Groschk (Mittelfeld, SV Sparta), M. Cl. Maas (Angriff, Friedenauer TSC)

Vor der Saison

Diese Serie ist schon unglaublich: 2010/11 spielte der 1. FC Schöneberg noch in der Kreisliga B, sechs Jahre und vier Aufstiege später ist der Club vom Vorarlberger Damm in Berlins höchster Spielklasse angekommen. Den Verantwortlichen um Trainer Ayhan Bilek, der schon zu Beginn der Erfolgsserie auf der Bank saß, war vor dieser Saison aber selbstredend klar, dass es nur um den Klassenerhalt gehen kann. Vom Erreichen dieses Ziels zeigte sich Bilek allerdings überzeugt. Dabei verließen rund ein halbes Dutzend Spieler den Verein und elf Neuzugänge fanden den Weg nach Schöneberg. Darunter mit Kevin Gempf (vom SCC), Manuel Groschk (Sparta) und Emre Tös (NoSC) aber auch nur drei Spieler mit nennenswerter Erfahrung in der Berlin-Liga. Die letzteren Beiden sind inzwischen sogar schon wieder zu ihren alten Klubs zurückgekehrt.


"Wir sehen das nicht negativ: wir wollen eine gute Rückrunde spielen und dann mal gucken" (R. Gruner)

 Gespräch vom 06. Januar


Bisheriger Saisonverlauf

Kam vor der Saison: Kevin Gempf

Dass der 1. FC Schöneberg in der Hinrunde einen Punkt weniger eingefahren hat als der 1. FC Köln in der Bundesliga, sagt schon recht viel. Mit dem Unterschied natürlich, dass die Schöneberger als absoluter Underdog in die Saison gingen. Schon das erste Spiel gegen Tasmania gab einen kleinen Einblick, was das Team von Trainer Bilek erwarten sollte. Der Gast ging früh in Führung, doch der 1. FC gab nicht auf und wurde Mitte der zweiten Halbzeit mit dem Ausgleich belohnt. Tasmania - inzwischen wegen eines Platzverweises in Unterzahl - konterte den ungestüm anrennenden Neuling anschließend aber aus und nahm die drei Punkte mit. Beim ersten, kleinen Erfolgserlebnis - dem 1:1 gegen Rudow am 4. Spieltag - brachte man die Führung nicht über die Zeit. Auch bei Al-Dersimspor reichte eine 3:1-Führung nur zu einem Punktgewinn. Das war dann schon am 12. Spieltag - davor, danach und auch dazwischen setzte es reihenweise Niederlagen, und zwar mit mindestens vier Gegentoren. Absoluter Tiefpunkt die 1:9-Klatsche am 14. Spieltag gegen Mitaufsteiger SV Sparta auf eigenem Platz.

Immerhin: eine Woche darauf der Lichtblick in Form des ersten Saisonsiegs Anfang Dezember beim Nordberliner SC (4:1), einem "6-Punkte-Spiel". Doch schon im nächsten wichtigen Spiel zuhause gegen Schwarz-Weiß Neukölln verlor der 1. FC mit 0:3 und auch das folgende Heimspiel gegen Makkabi wurde nach 2:1-Führung Mitte des zweiten Durchgangs noch 2:4 verloren. Auch im Winter scheint man keine gewichtigen Neuzugänge holen zu können, insofern stellt sich die Situation für den Aufsteiger natürlich finster dar. Viel Zeit zum Lernen können sich die Spieler nicht mehr nehmen, wenn der Zug nicht gleich wieder zurück in die Landesliga gehen soll. Fakt ist zwar: 2014/15 hatte der Köpenicker SC sogar nur vier Zähler nach 17 Spielen vorzuweisen, ein Jahr davor lagen Makkabi und Johannisthal zur Halbzeit mit jeweils ebenfalls nur fünf Zählern am Tabellenende. Geschafft hat den Klassenerhalt am Ende keiner der Drei. Selbst Club Italia (6 Punkte, 2012/13) und Hürtürkel (7, 2016/17) hatten in der Vergangenheit zu diesem Zeitpunkt mehr Punkte gesammelt als die Schöneberger - holten dann aber in der Rückrunde nicht einen einzigen mehr.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

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