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Sparta, Tasmania, Stern: Ausrutscher verboten…!

Kommt der SV Sparta so in Fahrt wie bei Empor (im Bild das 0:5 durch Lourenco de Almeida, M.), muss sich auch der BSC warm anziehen

Spitzenreiter empfängt schwer berechenbaren BSC – Verfolger Tasmania zum Derby in Rudow – Stern empfängt formstarken SCC – Setzen Croatia, Türkspor und Stralau Aufwärtstrend fort?

Zu Beginn seien an dieser Stelle einmal die Teams gewürdigt, die ansonsten nicht so sehr im Mittelpunkt stehen, aber stark in die Rückrunde gestartet sind. Also nicht die „üblichen Verdächtigen“ wie das Top-Trio Sparta, Tasmania oder Stern – sondern die seit dem Start ins Jahr 2019 eher überraschend für Furore sorgen. Konkret sind das: Croatia, Stralau, Türkspor und der SCC.

Türkiyemspor - SD Croatia

Zuletzt stimmte die Richtung seines Teams: Croatia-Trainer Wilke

SD Croatia führt aktuell mit zehn Punkten aus vier Spielen sogar die Tabelle der Rückrunde an (Tasmania hat mit einer Partie weniger neun Zähler erreicht). Dabei konnte das Team von Trainer Marco Wilke zum Auftakt bei Preussen (1:1) seinen Auswärtsfluch noch nicht bezwingen, nach dem glatten 3:0-Heimerfolg gegen Makkabi wurde dann aber erstmals in dieser Spielzeit auch auf des Gegners Platz dreifach gepunktet (2:0 bei Al-Dersimspor). Vergangenen Sonntag hatte man dazu im Friedrich-Ebert-Stadion nach einem packenden Schlagabtausch gegen Rudow mit 4:3 die Nase vorne. Der Lohn: die Tempelhofer sind bis auf Platz 5 in der Tabelle vorgestoßen und wollen am Sonntag bei Türkiyemspor möglichst den nächsten Auswärtssieg folgen lassen.

Die Kreuzberger haben eine ausgezeichnete Hinserie absolviert (25 Punkte), mussten im neuen Jahr (1 Punkt aus vier Partien) als Aufsteiger aber eher die Kehrseite der Berlin-Liga kennenlernen: die drei knappen Niederlagen setzte es gegen Teams, die in der Tabelle hinter Türkiyemspor angesiedelt sind. Noch ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze mit acht Punkten ordentlich, aber Trainer Wolfgang Sandhowe wird seine Schützlinge sicher darauf einschwören, dieses Polster nicht dünner werden zu lassen.


Zu allen Ansetzungen des 22. Spieltags der Berlin-Liga


Berolina Stralau - Spandauer Kickers

Traf im HInspiel, traf zuletzt: SpaKi-Stürmer Tastan

Der FSV Berolina Stralau ist ebenfalls erstaunlich gut aus den Startlöchern gekommen: acht Punkte aus den vier Partien der Rückrunde sind eine starke Ausbeute – waren aber auch bitter nötig, wenn man sieht, dass die Konkurrenz auch ordentlich gesammelt hat. Immer noch liegt der Aufsteiger nur zwei Zähler über dem Strich, „nicht nachlassen“ heißt da die Devise. 2019 noch ungeschlagen und zuletzt zweimal ohne Gegentor, lässt es sich da aber mit breiter Brust weiter am Klassenerhalt arbeiten. Mit einem Heimsieg gegen die Spandauer Kickers könnte man diese im Klassement überflügeln (und – im für Berolina besten Fall – auch noch Makkabi).

Die Kickers feierten mit dem 1:0 über Türkiyemspor am letzten Sonntag nicht nur einen eminent wichtigen, sondern auch den ersten Sieg des Jahres ein. Im Hinspiel siegte der Gastgeber 2:1 durch ein Tor von Tastan, dem auch das goldene Tor gegen Türkiyemspor gelang, erst in der Nachspielzeit.

TuS Makkabi - Berlin Türkspor

Treffsicher I: Türkspors Akar

Sehr effizient präsentierte sich zuletzt auch Berlin Türkspor: nach der Niederlage bei Stern und dem hart erkämpften Unentschieden gegen Ligaprimus Sparta ließ man bei den Füchsen (1:0) und gegen Preussen (2:0) nichts anbrennen. Mit inzwischen 33 Punkten (so viel wie Eintracht Mahlsdorf) stand man auf dem aktuell 7. Platz nur einmal in dieser Saison besser da. Nach abgebrummter Gelbsperre traf dazu Torjäger Kemal Akar (7 Saisontore) gleich wieder gegen Preussen.

Beim kommenden Gegner TuS Makkabi wartet man dagegen weiter auf den ersten Dreier in diesem Jahr - insgesamt holte das Team von Trainer Frank Diekmann aus den letzten acht Partien nur vier Punkte und besitzt nunmehr nur noch ebenso viele Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.

SFC Stern 1900 - SC Charlottenburg

Treffsicher II: Stern-Stürmer Freyer

Der vierte Vertreter der Kategorie „positive Überraschung 2019“ ist ein weiterer Aufsteiger: nach der „Ohrfeige“ zum Start (1:5 bei Empor) hat die Mannschaft des SCC offenbar ihre Lektion verstanden. Aus den folgenden drei Spielen holte man jedenfalls sieben Punkte, ist obendrein zwei Spiele ohne Gegentor. Unter diesen Vorzeichen verspricht das Spiel beim SFC Stern 1900 in jedem Fall nicht die klare Angelegenheit zu werden, als die sie etwa noch vor Rückrundenstart erschienen sein mag. Besonders der Knalleffekt des 3:0-Auswärtssiegs gegen den BSC dürfte beim Gegner in Steglitz entsprechend zur Kenntnis genommen worden sein.

Womit wir beim Kreis der Titelanwärter wären: auch Stern 1900 kann mit neun Punkten in diesem Jahr zufrieden sein, blieb dabei dreimal ohne Gegentor. Doch nicht nur die Defensive funktioniert, beim kriselnden BSC (4:0) trafen vergangene Woche gleich vier verschiedene Spieler. Im Jahr 2019 erwies sich dieses Quartett aus Grabow (3 Tore ), Freyer, Medrane und Obst (je 2) dabei – bis auf das Spiel in Mahlsdorf (0:2) – als vor dem Tor ebenso abwechslungsreich wie zuverlässig. Aller guten Tendenzen beim Gegner zum Trotz muss das Team von Andreas Thurau gegen den SCC jedoch den Dreier einfahren, um als aktueller Tabellendritter den Rückstand auf Platz 1 nicht größer als die momentanen sechs Punkte werden zu lassen.

SV Sparta - Berliner SC

Traf im Hinspiel doppelt: Marvin Kupfer (Sparta)

Dort, auf dem Meisterplatz, befindet sich weiterhin der SV Sparta, der nach zwei Punkteteilungen zu Jahresbeginn mit zwei Siegen wieder auf Kurs zu sein scheint. Am vergangenen Samstag (5:0 bei Empor) nahmen die Lichtenberger die „Festung Jahnsportpark“ jedenfalls im aus der Hinrunde gewohnten Sturm. Die anstehende Aufgabe könnte Trainer Dragan Kostic allerdings größeres Kopfzerbrechen bereiten: denn einerseits bekommt man es zuhause immerhin mit dem Tabellenvierten zu tun, andererseits ist der Berliner SC vielleicht die negative Überraschung der Berlin-Liga in diesem Jahr.

Genau genommen ging der Abwärtstrend der Grunewalder sogar schon Anfang Dezember los: nur vier von 18 möglichen Punkten stehen seither zu Buche. Noch erstaunlicher wird die Bilanz angesichts der Tatsache, dass fünf der erwähnten sechs Spiele auf eigenem Platz stattfanden und trotzdem auf dem Hubertussportplatz nur drei Punkte bei 1:14 Toren heraussprangen. Möglicherweise also ist das Team von Trainer Fabian Gerdts ganz froh, mal wieder auswärts spielen zu dürfen. Die momentane Malaise des BSC begann übrigens mit dem Hinspiel, als Sparta deutlich 5:0 siegte – vielleicht helfen ja die noch frischen Revanchegelüste dem BSC an der Fischerstraße wieder auf die Beine.

TSV Rudow - SV Tasmania

Traf im Hinspiel 3-mal: Tasmanias Robrecht

Auch der SV Tasmania will am 22. Spieltag seinen Rückstand als Tabellenzweiter zum SV Sparta (aktuell vier Punkte bei einer Partie weniger) nicht größer werden lassen. Mit dem Neukölln-Derby beim TSV Rudow hat die Mannschaft von Trainer Tim Jauer allerdings eine knifflige Aufgabe zu lösen. Seine beeindruckende Serie hat „Tas“ weiter ausgebaut: 17 Spiele ist man jetzt ungeschlagen und hat dabei 45 Punkte geholt. Zuletzt gewann man siebenmal in Serie und erzielte dabei nur zweimal weniger als vier Tore.

Der Gegner aus Rudow ist nach der knappen Niederlage bei Croatia (3:4) – der ersten in diesem Jahr – von Rang 5 auf 8 abgerutscht, darf damit und der bisherigen Ausbeute von 32 Punkten aber zufrieden sein. Im Duell der Bezirksrivalen Tasmania zu „ärgern“, ist dabei stets Motivation genug. Zuletzt ging der Trend im Übrigen zum echten „Heimvorteil“: in den vergangenen fünf Neukölln-Derbies behielt schließlich jeweils der Gastgeber die Oberhand – das Hinspiel Anfang Dezember gewann Tasmania deutlich mit 5:1.

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Der BSV Al-Dersimspor unterlag am Sonntag mit 0:4 beim SV Tasmania und bleibt damit bei sechs Punkten (davon ein Sieg) aus den vergangenen 12 Spielen. Zuvor hatte man bis zum 9. Spieltag ordentliche 12 Punkte sammeln können.


E. Kitay

Verein und Trainer haben sich in der Zwischenzeit in gegenseitigem Einvernehmen getrennt


Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie mit Trainer Ekrem Kitay über das Spielgeschehen, den bisherigen Saisonverlauf – und was ihn im Kampf um den Klassenerhalt optimistisch stimmt.

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Spitzenreiter SV Sparta eröffnete am Sonnabend beim SV Empor den 21. Spieltag. Nach zwei Unentschieden zu Rückrundenbeginn hatten die Lichtenberger vergangene Woche mit dem 3:1-Sieg gegen Mahlsdorf die Stimmen verstummen lassen, die bereits von einer möglichen Krise geredet hatten. Und auch beim Tabellensechsten legte Sparta richtig los: nach 25 Minuten führte man bereits mit 3:0 durch die Treffer von Tokgöz, Sejdić und Demiryürek. Der Fußball sollte dann aber nach der schweren Verletzung von Empors Romeo Paeschke an diesem Nachmittag in den Hintergrund geraten. Am Ende erhöhten Karasu sowie Lourenco de Almeida zwar auf 5:0 und Sejdić verschoss noch einen Elfmeter, das Geschehen stand aber bis zum Schluss unter den Eindrücken des Unglücksfalls.


Berlinsport Aktuell wünscht Romeo Paeschke vom SV Empor gute Genesung


D. Kostić

Berlinsport Aktuell sprach nach Ende der Partie mit Sparta-Trainer Dragan Kostić über die Geschehnisse des Nachmittags, den Rückrundenstart – und wie man an der Fischerstraße aktuell mit den Themen "Berliner Meisterschaft" und "Aufstieg in die Oberliga" umgeht.

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Die "Nr. 1" kann Samstag vorlegen


Sparta wieder in der Spur? Der Spitzenreiter beim SV Empor – "Anschluss oder Ananas": Der BSC empfängt Stern 1900 – Haushoher Favorit: Tasmania zuhause gegen Al-Dersimspor – "Startsieger" 2019 unter sich: SCC - Stralau

Auch das Nachholspiel am Mittwoch (2:2 gegen den Frohnauer SC) brachte nicht den erhofften Dreier: die Füchse Berlin haben auch in der neunten Partie unter Trainer Mario Reichel keinen Sieg feiern können. Mangelte es am vergangenen Spieltag (0:1 gegen Türkspor) vor dem gegnerischen Tor, konnte man diesmal eine zweimalige Führung nicht nach Hause bringen. Lag man zur Halbzeit der Saison als Schlusslicht sechs Punkte bei einem noch ausstehenden Spiel hinter dem rettenden Ufer, so sind es nun derer zehn. Klarer Fall also: die Konkurrenz im Keller schläft nicht – und setzt sich langsam von den Reinickendorfern ab.

Im Tabellenkeller tut sich was

Berolina Stralau (7 Punkte), der SCC (6) und auch der BFC Preussen (4) haben in den drei Spielen der Rückrunde bislang ausgezeichnet bis ordentlich abgeschnitten, wodurch sich oberhalb der Füchse das Klassement der Berlin-Liga zusammengeschoben hat. Nur zwei Punkte trennen den Tabellen-13. (Stralau) vom Vorletzten (Preussen) – in diesem Feld zählen sicher die Spandauer Kickers (zwei Punkte im Jahr 2019) und Al-Dersimspor (1 Punkt) zu den bisherigen Verlierern des Rückrundenstarts. Mut machen sollte das Beispiel des SCC: nach dem bösen 1:5 zum Auftakt bei Empor wurden die Charlottenburger schon zu den ganz heißen Abstiegskandidaten gezählt, zwei Spiele (und zwei Siege) später grüßen sie vom Platz über dem Strich.


Zu den kompletten Ansetzungen des 21. Spieltags


SV Empor - SV Sparta

Im Dezember 2017 gewann Empor (schwarze Trikots) bei klirrender Kälte mit 2:0

Abstiegskampf ist zum Auftakt des 21. Spieltags aber kein Thema: ganz im Gegenteil. Tabellenführer SV Sparta ist zwar mit zwei Unentschieden durchwachsen ins Jahr gestartet, konnte mit dem 3:1-Sieg gegen Mahlsdorf am vergangenen Wochenende wieder alte Stärke beweisen. Eine Bank bleibt dabei – in guten wie in nicht so guten Zeiten – Sanid Sejdic. Der Mittelfeldspieler (21 Saisontore) traf in den drei Partien der Rückrunde schon wieder 5-mal, vergangenen Sonntag erzielte er zwei Treffer und war am dritten per Vorlage beteiligt. Im spektakulären Hinspiel beider Teams traf er sogar dreimal zum 5:3-Sieg.
Wie nachhaltig der Erfolg gegen Mahlsdorf ist, kann Sparta nun am Sonnabend beim SV Empor nachweisen. Das Team von Nils Kohlschmidt ist durchwachsen ins neue Jahr gestartet (drei Spiele, vier Punkte – dabei zwei Gegner aus den Top 4), hat aber sieben seiner insgesamt neun Heimspiele 2018/19 gewinnen können. Vergangene Saison blieben dazu die Punkte beim 2:0-Sieg Empors im Prenzlauer Berg.

Berliner SC - SFC Stern 1900

Gefordert: BSC-Kapitän Louis Arnst

Schon zum Ende der Hinserie ist der Motor beim Berliner SC ins Stottern gekommen. Dabei hatte man sich angesichts der jahresübergreifend vier Heimspiele bei fünf Auftritten sicher mehr als vier von 15 möglichen Punkten erwartet. Auch das Torverhältnis auf dem Hubertussportplatz (1:10) in diesem Zeitraum dürfte Trainer Fabian Gerdts ins Grübeln bringen. Zwar haben die beiden besten Torschützen, Max-Fabian Woelker und Omid Saberdest, auch in diesem Jahr jeweils einmal getroffen – insgesamt sind fünf Treffer aus den letzten acht Spielen für ein Team aus den Top 6 aber zu wenig. Nun steht gleich das nächste Heimspiel an: gegen den SFC Stern 1900 und dann eine Woche später bei Sparta geht es für die Grunewalder dann schon um die weitere Perspektive für den Rest der Spielzeit. Nach dem Motto: Anschluss halten oder Ananas. Gegen die Steglitzer muss der BSC dabei auf den gesperrten Saberdest (sah Gelb-Rot gegen den SCC) verzichten.

2019 schon 2-mal zu Null: Andreas Thurau

Durchaus gestärkt geht Stern 1900 in die Partie – zwar verlor man das erste Gastspiel des Jahres mit 0:2 in Mahlsdorf, holte aber aus zwei Heimspielen die volle Punktzahl. Dazu stockte das Team von Andreas Thurau sein Konto auf zehn Spiele ohne Gegentor auf – damit ließ die Steglitzer Defensive in der Hälfte der Saisonspiele nichts anbrennen. Im Hinspiel bezog der SFC gegen den BSC allerdings seine einzige Heimniederlage (0:1, Tor: Boachie) – nicht nur deshalb aber dürfte Stern äußerst motiviert sein. Bei einem Erfolg am Sonntag könnte man sich in 14 Tagen gegen den SV Sparta sogar nochmal ganz vorne ins Spiel bringen. Doch Obacht: vorher geht es noch zuhause gegen den SCC – wie es einem da ergehen kann, davon kann der BSC (0:3 vor Wochenfrist) ein Liedchen singen.

SV Tasmania - BSV Al-Dersimspor

Nah dran: Letzte Saison unterlag Al-Dersim 0:1 in Neukölln

Den Tabellenzweiten ruft am Sonntag die Pflicht – keine Frage: wenn sich der SV Tasmania am Ende selbst keine Vorwürfe machen will, dann muss das Heimspiel gegen BSV Al-Dersimspor gewonnen werden. Die Unterschiede zwischen beiden Teams sind gewaltig: hier die Neuköllner, die seit 16 Spielen ungeschlagen sind, dort der Tabellen-16., der nur eine seiner elf letzten Partien gewinnen konnte. Nur also, wenn Tasmania übermäßige Probleme mit der Favoritenrolle bekommen sollte (wovon angesichts des Laufs nicht auszugehen ist) oder Al-Dersim über alle Maßen aus der Außenseiterrolle Kräfte ziehen kann, ist hier eine Überraschung möglich – und die wäre schon im Fall eines Unentschiedens gegeben.

SC Charlottenburg - FSV Berolina Stralau

2019 schon 2 Tore: Phil Gries (SCC)

Eine interessantes Duell verspricht die Begegnung der Aufsteiger am Sonntag. Denn: beide zählen zu den „Gewinnern“ des Rückrundenstarts. Nach der Klatsche bei Empor (s. oben) bewies der SC Charlottenburg Nehmerqualitäten, rang zuhause Türkiyemspor (3:2) nach zweimaligem Rückstand nieder und düpierte den BSC auf dessen Platz (3:0). Zuvor waren dem SCC dabei nur einmal 2018/19 mehr als zwei Tore in einem Spiel gelungen. So kam die „Kehrtwende“ ebenso überraschend wie gerade rechtzeitig – mit nun 10 Punkten aus den sechs Partien unter Trainer Jörg Riedel dürfte der Glaube jedenfalls rund um das Mommsenstadion wieder zurück sein.

7 Punkte 2019: Berolina Stralau

Gegner Berolina Stralau ist allerdings 2019 sogar noch ungeschlagen – und das trotz vier Niederlagen am Stück zum Jahresende 2018. Nach dem bislang einzigen Sieg auf des Gegners Platz am 2. Spieltag holte sich der Aufsteiger in diesem Jahr beide Male auswärts die volle Punktzahl und trotzte Rudow ein Unentschieden ab. Damit hat Berolina die zweitbeste Ausbeute der Liga (hinter SD Croatia) in diesem Jahr vorzuweisen. Bei allen tollen Statistiken gilt es aber am Sonntag nicht zu vergessen: für beide Aufsteiger geht es immer noch um’s Eingemachte.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé

Zum 3. Mal in Folge in Weißensee

Der Deutsche Rugby Verband (DRV) hat den Rugby Klub 03 Berlin zum dritten Mal in Folge mit der Ausrichtung des Finals um die Deutsche Rugby-Meisterschaft betraut.

Wann?
Samstag, 15. Juni 2019 um 17 Uhr (Ankick) | Beginn ab 11 Uhr mit großem Kinderturnier, Regionalliga-Pokalfinale als Vorspiel zur Deutschen Meisterschaft und buntem Rahmenprogramm

Wo? 
Rugby Klub 03 Berlin, Stadion Buschallee, Hansastraße 190 in 13088 Berlin-Weißensee


Rückrundenauftakt der Bundesliga Staffel Nord am 23./24. März:
RK 03 Berlin - SC Germania List (Sa, 14 Uhr, St. Buschallee)
Hamburger RC - RC Berlin Grizzlies (Sa)
FC St. Pauli - Berliner Rugby Club (So)


Wie?
Im Laufe des Frühjahrs werden die Teilnehmer der Finalrunde der 1. Bundesliga ermittelt. In den Halbfinalspielen kommt es dann zu den Vergleichen zwischen Nord- und Südliga und in der Folge ergeben sich daraus die Teilnehmer für das Endspiel der Herren in Berlin. Waren dort in den letzten Jahren oft dieselben Vereine zu sehen, lässt die aktuelle Tabelle derzeit Spielraum für neue Finalpaarungen.

Quelle: RK 03 Berlin

Bruder und Schwester im Winner-Circle

Michael und Cathrin Nimczyk gewinnen insgesamt vier Rennen – Evander Holyfield bleibt mit seinem Trainer Andreas Gläser ungeschlagen – Smilla und Uwe Stamer imponieren erneut

Triumphator: "Goldhelm" Michael Nimczyk führte nicht nur Beluga (im Bild) an diesem Renntag zum Sieg (Foto: ©Marius Schwarz)

Blauer Himmel und strahlende Sieger – das war das Motto am sonnenüberfluteten Berliner Sonntagnachmittag. Nach mehreren von widrigen äußeren Bedingungen geprägten Veranstaltungen war das Wetter endlich einmal optimal und geradezu kaiserlich zu nennen. Die Fahrer und Pferde präsentierten sich bestens aufgelegt. Dies galt insbesondere für Michael Nimczyk, der einen glänzenden Tag erwischte.

Geschwister Nimczyk räumen kräftig ab

Der Goldhelm punktete zunächst mit William Scott, der bewies, dass der durch eine Galoppade verpatzte kürzliche Start in Gelsenkirchen nur ein einmaliger Ausrutscher war. Diesmal war der Traber aus dem Besitz von Hans Brocker wieder eine Klasse für sich und siegte in fulminanten 14,7/1.900m mit vier Längen Vorsprung, obwohl der Wallach vor den Tribünen einiges tun musste, um die Führung zu ergattern.

Der Deutsche Meister triumphierte wenig später auch mit Beluga. Er ließ sich mit dem Fünfjährigen auf der 2.500-Meter-Distanz aus der vierten Position heraus lange Zeit. Als Beluga auf der Zielgeraden seine Stärken ausspielte, löste sich der Wallach sofort vom Feld und feierte in 1:15,9 min. einen deutlichen Erfolg.

Die Tagesbestzeit von 13,5/1.900m hob sich Michael Nimczyk aber für seinen dritten Sieger, nämlich Fast and Furious, auf. Bis zu Beginn der Gegenseite blieb der zunächst nur an sechster Stelle positionierte Dunkelfuchs unauffällig – dann aber legte der Siebenjährige los wie die Feuerwehr und gewann mit zwei Längen Vorsprung überaus leicht.

So richtig schön abgerundet wurde der Familienausflug nach Berlin unmittelbar darauf durch Cathrin Nimczyk: Die Amazone rollte mit Prigana das gegnerische Feld auf der Schlusshalben auf. Prigana steigerte sich um fast zwei Sekunden und gewann in 15,2/1.900m mit zwei Längen Vorsprung. „Die Taktik war, die Stute erst auf der Gegenseite einzusetzen, und sie ging voll auf. Ich musste mich zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in ihrem Sulky rühren“, freute sich Cathrin Nimczyk im Anschluss.

Evander Holyfield wahrt weiße Weste

Nicht ganz so schnell wie der oben erwähnte Fast and Furious, aber dennoch fast so rasant wie ein Düsenjet war Evander Holyfield mit Andreas Gläser unterwegs. Der kleine Bruder des in Berlin bestens bekannten Hengstes Fittipaldi blieb auch bei seinem vierten Lebensstart unbesiegt und trabte phantastische 14,4/1.900m – eine Rekordverbesserung um nahezu eine volle Sekunde. Der nach dem legendären Boxweltmeister benannte Traber, der sofort an die Spitze gestürmt war, schlug seine Gegner zwar nicht gnadenlos k.o. – aber er siegte sehr souverän nach Punkten und zog in der entscheidenden Phase Mitte der Zielgeraden, als die Verfolger bereits dicht an ihn herangerückt waren, problemlos wieder an. Andreas Gläser: „Evander Holyfield ist ein ganz schöner Sturkopf und macht im Training und im Rennen, was er will. Wenn er keine Lust hat, bleibt er einfach stehen und ist nicht vorwärts zu bewegen. Aber sobald Pferde neben ihm auftauchen, gibt er wieder Gas!“

Smilla erfüllt die Erwartungen

1,0:1 – so lautete die Quote für Smilla und Uwe Stamer. Dass das Publikum mit dem hundertprozentigen Vertrauen in die Favoritin goldrichtig lag, unterstrich die Sam-Bourbon-Tochter mit einer makellosen Leistung. Smilla schoss sofort in Front – und das war es dann auch schon: Die Stute offerierte ihren Konkurrenten in 15,0/1.900m zu keinem Zeitpunkt auch nur die kleinste Möglichkeit für einen Angriff. Ganz im Gegenteil: Im Einlauf wurden die Schritte der Vierjährigen immer länger und sie deklassierte ihre Verfolger, von denen sich erstaunlicherweise der 20,2:1-Außenseiter Kristian Nosto (Günter Schiefelbein) am besten hielt, mit sieben Längen Vorsprung.

Virginias Prime und Indira OE triumphieren

Der von Thomas Panschow gesteuerte Virginias Prime siegte für die Farben von Christina Hempel und dem Stall Gentleman ebenfalls in zukunftsweisender Manier. „Das Rennen sah schon vom Papier her optimal für den Wallach aus. Ich war daher im Vorfeld sehr zuversichtlich und musste dem Braunen nach seiner zweieinhalbmonatigen Pause nicht übermäßig viel abverlangen“, erklärte der Siegfahrer im Anschluss im Winner-Circle seine Strategie. Nach überaus ruhigem Beginn hatte Thomas Panschow seinem Schützling nämlich erst Ende der Gegenseite das entscheidende Zeichen gegeben. Der Vierjährige stiefelte daraufhin fleißig los und fing den bereits deutlich enteilten Piloten Flying Marceau noch sicher ab.

Das Geschehen in der als Handicap ausgeschriebenen Bänderstartprüfung ist schnell erzählt, denn an der Reihenfolge Indira OE und Victor Gentz vor Livestream (Ferdinand Hirsch) und Madia Red CR (Thomas Heinzig) änderte sich von der Startgeraden bis zur Ziellinie nichts. Dass nicht allzu viel passierte, lag vor allem an der drückenden Überlegenheit der Siegerin, deren Triumph mit Sicherheit keine Eintagsfliege war. Victor Gentz: „Ich bin sehr froh, dass ihr Besitzer Immo Müller die Stute zu mir ins Training gegeben hat, denn die Braune ist ein tolles Pferd. Ich bin auf ihre weitere Entwicklung gespannt. Sie musste heute nicht das Geringste tun, um zu gewinnen.“

Christoph Pellander verabschiedet

Natürlich hatte auch der für den Rennverein über viele Jahre hinweg als Moderator und Experte aktive Christoph Pellander den Erfolg von Indira OE prophezeit. Leider wird das Publikum zukünftig auf seine fachkundigen Ausführungen verzichten müssen. Denn eine berufliche Veränderung, gepaart mit einem Standortwechsel – er wird zukünftig von Frankfurt aus für die Fernsehanstalten tätig sein – zwingt den medienerfahrenen Amateurfahrer, in Bezug auf den Rennsport etwas kürzer zu treten. Im Namen des BTV bedankte sich Andreas Haase im Winner-Circle bei Christoph Pellander für das gezeigte Engagement mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Champagner und es ist keine Frage: Der leidenschaftliche Traber-Fan, der auch weiterhin als Züchter aktiv sein wird, bleibt auf der Derby-Bahn stets ein willkommener Gast.

Gesamtumsatz: 86.111,55 Euro – Bahnumsatz: 33.411,10 Euro – Außenumsatz: 52.700,45 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 10. März statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Quelle: Berliner Trabrenn-Verein (BTV)


Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Tasmania am Sonntag ist der Vorsprung von TuS Makkabi auf die Abstiegsränge weiter geschmolzen. Da am 20.Spieltag im Tabellenkeller zum Teil ordentlich gepunktet wurde, haben die Charlottenburger nur noch vier Zähler Abstand zu Platz 16.

F. Diekmann

Berlinsport Aktuell sprach nach der Partie ausführlich mit Makkabi-Trainer Frank Diekmann – dabei ging es um den bisherigen Saisonverlauf, die Vorbereitung im Winter, Zu- und Abgänge, Perspektiven und einiges mehr.

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Am Freitagabend unterlagen die Füchse Berlin auf dem Wackerplatz Berlin Türkspor mit 0:1. Die Reinickendorfer hatten das Spielgeschehen über weite Strecken bestimmt, konnten aber keine ihrer Torchancen ausnutzen. So kamen die Gäste kurz vor Schluss zu einem diskussionswürdigen Foulelfmeter, Türkspors Kapitän Demircan Dikmen ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum zweiten Auswärtssieg seiner Mannschaft in dieser Saison. Für die Füchse wird die Situation am Tabellenende nun noch komplizierter, Türkspor kann mit dem Dreier seinen Platz im Mittelfeld der Berlin-Liga hingegen festigen.

M. Reichel

F. Namdar

Berlinsport Aktuell sprach nach dem Spiel mit den Trainern Mario Reichel (Füchse) und Faruk Namdar (Türkspor).

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Am Wochenende beendet nun auch die NOFV-Oberliga Nord ihre Winterpause. Berlinsport Aktuell sprach bereits nach dem Ende des ersten Halbjahrs mit den meisten Berliner Vertretern beim Regio-Cup.

M. Schatte (Hertha 03)

Am vorvergangenen Sonntag konnten wir auch noch Trainer Markus Schatte vom FC Hertha 03 nach dem Testspiel beim SV Tasmania (1:1) sprechen. Die Zehlendorfer können mit Platz 4 und 33 Punkten bislang zufrieden sein – in der Winterpause wurde dazu inzwischen mit Torwart Philipp Sprint, Abwehrchef Robert Schröder und Stürmer Sebastian Huke verlängert. Berlinsport Aktuell fragte nach einem Zwischenfazit, der Wintervorbereitung – und was in der Rückserie noch für Ziele bestehen.

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RÜCKT DIE SPITZE WEITER ZUSAMMEN?

Szene aus der Begegnung Makkabi (weiß) - Tasmania vom Dezember 2016 auf dem Kunstrasen am Julius-Hirsch-Sportplatz


Topspiel: Tabellenführer Sparta empfängt Mahlsdorf – Verfolger Tasmania bei Makkabi vor Rekordkulisse – Stern gegen revanchelustigen SV Empor – BSC im Bezirksderby gegen SCC

Der Gewinner des vergangenen Spieltags war – zumindest an der Tabellenspitze – der SV Tasmania. Als einziges Team der Top 6 gelang es ihnen schließlich, einen Dreier einzufahren. Zwar war beim 5:2-Sieg gegen den BFC Preussen zu Beginn längst noch nicht alles Gold, was glänzt, doch am Ende eroberte die Mannschaft von Trainer Tim Jauer den 2. Platz zurück. Und das, obwohl man ja noch eine Partie in der Hinterhand hat. Doch der SFC Stern 1900 (0:2 in Mahlsdorf) sowie der SV Empor im direkten Verfolgerduell mit dem Berliner SC (1:1) ließen Punkte – und, ja, auch der SV Sparta spielte bei Türkspor „nur“ remis.


Zu den kompletten Ansetzungen des 20. Spieltags der Berlin-Liga


Der Spitzenreiter kam also auch im zweiten Spiel des neuen Jahres über eine Punkteteilung nicht hinaus. Dabei kommen die ganz schweren Gegner für die Lichtenberger erst jetzt: die nächsten vier Spiele absolviert man ausnahmslos gegen Mannschaften aus dem ersten Tabellendrittel. Nach diesem Programm wird man an der Fischerstraße jedenfalls wissen, ob man das Aufstiegsrennen weiter von vorderster Stelle gestalten kann, oder ob es auf eine Art  "Sprintankunft" hinauslaufen wird. Tasmania liegt mit vier Punkten (und eben einem Spiel weniger) derzeit in Lauerstellung und hat seine zumindest nominell schwere Gegnerschaft erst ab den Osterfeiertagen abzuarbeiten – und die stehen dieses Jahr ja spät im Kalender.

SV SPARTA - EINTRACHT MAHLSDORF

S. Sejdic (Sparta)

2-mal gespielt, 2-mal unentschieden – während das bei durchschnittlichen Vereinen keine große Sache wäre, wird bei einem Tabellenführer schnell eine Bilanz der Art „in diesem Jahr noch ohne Sieg“ daraus. Klar ist: der Vorsprung des SV Sparta ist etwas abgeschmolzen. Torjäger Sanid Sejdic trifft unterdessen weiter zuverlässig: drei Treffer gingen in den zwei Spielen dieses Jahres schon (wieder) auf seine Kappe. Trainer Dragan Kostic und seine Schützlinge brauchen sich indes noch nicht den Kopf zu zerbrechen – schließlich hat gerade der ärgste Verfolger Tasmania (sogar nur ein Punkt nach dem 4. Spieltag) in der Hinrunde bewiesen, dass man nach einem schwachen Start noch die Kurve kriegen kann.

T. Scheffler (Mahlsdorf)

Mit Eintracht Mahlsdorf kommt nun ein Team an die Fischerstraße, das bereits zwei „Schwergewichte“ der Liga in diesem Jahr zum Gegner hatte: beim BSC gab es eine 0:1-Niederlage, gegen Stern 1900 aber einen 2:0-Sieg. Mit einem Sieg beim Tabellenführer würden die Mahlsdorfer noch zehn Punkte auf Platz 1 aufzuholen haben – immer noch zuviel für die Schützlinge des neuen Trainers Daniel Volbert. Aber wie zumindest letzten Sonntag gegen Stern, könnten sie heiß darauf sein zu beweisen, dass eigentlich doch die Qualität im Kader steckt, die der Eintracht vor der Saison zugeschrieben wurde. Im Hinspiel trennten sich die Teams 2:2 (Tore: Möller, Scheffler; Demiryürek, Sejdic).

TUS MAKKABI - SV TASMANIA

R. Hartwig (Tasmania)

Die Neuköllner sind im Moment „virtuell“ also bis auf einen Punkt dran am Tabellenführer – aber eben auch nur, wenn man einen Dreier aus dem Nachholspiel Ende März bei den Füchsen einrechnet. Gut drauf ist die Mannschaft von Trainer Tim Jauer allemal – inzwischen 15 Spiele ohne Niederlage, konnte sie ihren Jahresauftakt gegen Preussen trotz leichter Anlaufprobleme trotzdem positiv gestalten. Mit zwölf Toren und vier Vorlagen in den letzten zehn Spielen hat dazu Stürmer Romario Hartwig nach seiner Schulterverletzung in der vergangenen Saison wieder zu alter Stärke gefunden.

M. Alade (Makkabi)

Der Gegner am Sonntag, TuS Makkabi, hat sicher schon bessere Phasen in dieser Spielzeit durchlebt. Nur vier Punkte aus den letzten sechs Spielen sprechen dafür – an Aufs und Abs hat man sich in der sportlichen Leitung der Charlottenburger allerdings gewöhnt und behält wie immer die Ruhe. Im Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzweiten sind die Rollen klar verteilt, da gibt es für die Mannschaft von Trainer Frank Diekmann nicht allzu viel zu verlieren. Und: im Hinspiel entführte Makkabi einen Punkt aus Neukölln, obwohl man nach nicht einmal zehn Minuten 0:2 zurück lag. Zwei Treffer von Torjäger Mosunmola Alade – einer davon in der Nachspielzeit – sorgten für das Unentschieden.

Interessant könnte auch der „Publikumsfaktor“ werden: eine größere Fan-Abordnung von Tennis Borussia hat sich angekündigt, die Unterstützung der Teams wurde nach dem Prinzip „50:50“ aufgeteilt. Mal sehen, ob gerade die zuschauermäßig nicht verwöhnten Gastgeber durch den Support Flügel verliehen bekommen.

SFC STERN 1900 - SV EMPOR

T. Grabow (SFC Stern)

Lehrgeld musste die junge, ambitionierte Truppe von Stern 1900 vergangene Woche bei Eintracht Mahlsdorf bezahlen. Das 0:2 war die dritte von insgesamt nur vier Saisonniederlagen gegen ein „Topteam“. Trotz der zwei Gegentore bleibt die Steglitzer Defensive aber weiterhin die stärkste der Liga. Das Hinspiel gewann der SFC übrigens deutlich mit 4:0, Grabow gelang dabei ein  Doppelpack.

J. L. Albrecht Empor)

Der SV Empor ist seit vier Spielen ungeschlagen und liegt als Tabellenfünfter über den Erwartungen. So stieß das Team zuletzt im Heimspiel gegen den BSC etwas an seine Grenzen, konnte aber zumindest einen Punkt im Prenzlauer Berg behalten. Trainer Kohlschmidt, der wohl wieder auf Stammtorwart Albrecht nach dessen verletzungsbedingter Pause zurückgreifen wird,  kann also unbeschwert an die Aufgabe herangehen (ebenso wie an die darauf folgende gegen Sparta) – vielleicht springt ja auch ein Coup wie das 2:0 beim BSC im Dezember heraus. Übrigens hob der Empor-Coach jüngst im Interview mit Berlinsport Aktuell das 0:4 gegen Stern als Beispiel für eine der wenigen schwachen Vorstellungen nach der Findungsphase hervor. Jeder, der sich im Sport auskennt, weiß, dass da wohl mit einer Extraportion Motivation am Sonntag von Seiten des SVE zu rechnen ist.

BERLINER SC - SC CHARLOTTENBURG

M.-F. Woelker (BSC)

Wie gerade angedeutet, musste sich der BSC Sonnabend vor einer Woche eher über zwei verlorene Punkte bei Empor ärgern – somit sprang aus Hin- und Rückspiel nur einer von sechs möglichen Zählern heraus. Das dürfte Trainer Fabian Gerdts durchaus wurmen – auch wenn seine Mannschaft ebenfalls über den Erwartungen im Klassement agiert und schon einige Dreier eingefahren hat, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. Zwei Heimniederlagen zum Hinrundenende schlugen da besonders negativ ins Kontor – mit dem 1:0 gegen Mahlsdorf im ersten Spiel der Rückserie hat man sich auf dem Hubertussportplatz aber wieder konsolidieren können. Dennoch belegen die Grunewalder in der heimstarken Liga zuhause nur Platz 10 der Wertung.

J. Riedel (SCC)

Insofern sei auch vor dem SC Charlottenburg gewarnt, der am Sonnabend zum Bezirksderby beim BSC antritt. Der Aufsteiger liegt zwar nur auf Platz 16, hat die Hälfte seiner 16 Punkte aber immerhin auf des Gegners Platz geholt. Zum Jahresauftakt gab es bei Empor allerdings eine deutliche 1:5-Pleite, die anschließend zuhause repariert werden musste – was mit einem 3:2 gegen Türkiyemspor allerdings auch gelang. Mit inzwischen sieben Punkten aus fünf Partien unter dem neuen Trainer Jörg Riedel ist der Kurs in Charlottenburg deutlich verbessert als zuvor (14 Spiele, neun Punkte). Das Hinspiel im Mommsenstadion war allerdings eine klare Angelegenheit für den BSC, der Ende Oktober mit 3:0 (Tore: 2x Woelker, 1x Gouhari) die Oberhand behielt.

FÜCHSE BERLIN - BERLIN TÜRKSPOR

L. Kirschner (Füchse)

Auch der Tabellenletzte hat während der Hinrunde den Trainer gewechselt – noch immer aber warten die Füchse Berlin unter Mario Reichel (sieben Spiele, drei Punkte) auf ihren ersten Dreier. Allerdings war die Aufgabe für den erfahrenen Coach (u. a. Tasmania, Fürstenwalde) noch etwas schwieriger. Die Reinickendorfer hatten schließlich nur fünf Punkte aus den ersten zehn Spielen einfahren können, und unter den folgenden Gegnern waren gleich fünf aus den aktuellen Top 6. Dennoch muss die Saison jetzt langsam losgehen für die Füchse, denn zwei Partien weniger hin oder her: Konkurrenten wie Stralau (vier Zähler), SCC (3) oder SpaKi(2) haben 2019 schon mehr gepunktet. Mit Mätschke, Mielke und Kirschner hat der Trainer im Winter übrigens drei alte Weggefährten nach Reinickendorf gelotst – letzterer steuerte einen Treffer zum 2:2 im Nordderby beim Frohnauer SC vergangenen Sonntag bei.

K. Akar (Türkspor)

Zufrieden darf man weiterhin bei Berlin Türkspor sein – auch, wenn man jahresübergreifend dreimal nicht gewinnen konnte. Aber schließlich war zweimal Sparta und dazu Stern 1900 der jeweilige Gegner. Zuhause konnte man dem Tabellenführer vergangenen Spieltag sogar einen Punkt abknöpfen, dazu konnte sich Winterzugang Touré (vom BSC Süd 05) beim 2:2 gegen Sparta gleich in die Torschützenliste eintragen. Auf des Gegners Platz ist die Bilanz (10 Spiele, 6 Punkte) sicher noch verbesserungsfähig – gegen die Füchse aber kaum: in den bisherigen drei Begegnungen unter dem (neuen) Namen Türkspor holte man sieben Punkte, Stürmer Kemal Akar kam dabei auf insgesamt vier Torerfolge.

Beitrag+Fotos: Berlinsport Aktuell/Hagen Nickelé